University of Vienna

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    39929 research outputs found

    "Walled in – Walled out"

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    Vertrieben aus dem eigenen Land und unerwünscht in aufnehmenden Ländern, die transnationalen Migrationswellen der zwanzigsten und ein-und-zwanzigsten Jahrhunderte und deren Zusammenbringen von verschiedenen Kulturen haben den westeuropäischen Raum, und spezifisch Großbritannien, mit unterschiedlichen Reaktionen reagieren sehen. Die Entwicklung einer ablehnenden Haltung gegenüber Menschen, die Fremdes und Unbekanntes verkörpern, nimmt laufend und tendenziell immer mehr zu; eine Entwicklung, die oft zu Problemen der Deplatzierung für Menschen mit einem (post)kolonialistischen Hintergrund in ihrer neuen Umgebung zu führen, insbesondere im Erörterungsprozess der Identität und des Zugehörigkeitsgefühls. Postkoloniale Fiktion bietet sich als probates Mittel sowohl um solche Themengebiete aufzuarbeiten und sich mit diesen auseinanderzusetzen als auch die Vergangenheit kritisch durch die Linse der heutigen Welt zu betrachten. Hier werden der klassische Roman Wide Sargasso Sea (1966) von Jean Rhys und der vergleichsweise jüngere Small Island (2004) von Andrea Levy im Laufe dieser Arbeit analysiert, um das Aufeinandertreffen von kolonisierende und kolonisierte Kommunen aufzuzeigen und deren variierende Auswirkungen zu illustrieren. Aufbauend auf Benedict Anderson’s Konzept der Nation als „vorgestellte Gemeinschaft“ stellt diese Arbeit die Frage inwiefern verschiedene Aspekte und die Dynamik dieses Konstrukts der Gemeinsamkeit den Identitätsformierungsprozess der fiktionalen Charaktere mit einem kolonialen Hintergrund beeinflussen, reichend von Schwellenpositionen bis zu Extremfällen der permanenten Strandung zwischen den Grenzen verschiedener Kulturen. Während die Rollen von physischen Grenzen und auch die von dieser Arbeit vorgestellten „Metonymischen Wände“ berücksichtigt werden, wird die Verkörperung ethnischer Ambivalenz anhand der dementsprechend vorgestellten Figuren von Rhys und Levy als entscheidender Faktor in der Frage des Prozesses der möglichen Integration oder Exklusion hier argumentiert

    Postdemokratie Österreich?

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    Die vorliegende Arbeit basiert zunächst auf Colin Crouchs These der Postdemokratie, die, wie behauptet wird, historisch parabelförmig auftritt bzw. wieder verschwindet. Es werden einige Eckpunkte genannt, anhand derer man erkennen könne, dass die These zutrifft, wobei ich für Teil eins meiner Arbeit vier davon herausgefiltert habe, die wiederum drei Kernbereiche politischer Systeme betreffen: Medien, Ökonomie, Politik. Im Zuge dessen habe ich versucht, sekundär-analytisch herauszufinden, ob die vorliegenden Daten im Zeitvergleich die Argumentation stützen und ob die Sekundärempirie theoretisch, aus postmarxistischer, poststrukturalistischer sowie kritisch-theoretischer Perspektive bzw. mit den Konzepten der Beschleunigung, Landnahme, Aktivierung und Hegemonie interpretierbar ist. Im Ergebnis konnte anhand der vier Indikatoren festgestellt werden, dass Österreich tendenziell durchaus der These entspricht. Zudem wird ein Kernproblem herausgefiltert, dass alle Indikatoren mehr oder weniger negativ beeinflusst. Um die Ergebnisse zu reflektieren, werden im zweiten Teil konkrete Kritikpunkte am Postdemokratie-Argument benannt und, anhand des Konzepts der Gemeinwohlökonomie, lösungsorientiert argumentiert, was es brauchen könnte, um solchen oder ähnlich-reformistischen Tendenzen Einzug in das etablierte gesellschaftspolitische Gefüge zu ermöglichen. Probleme, die damit verknüpft sind, werden zusätzlich besprochen. Ergebnis: Österreich folgt einer bestimmten postdemokratischen Tendenz. Kernproblem ist eine Ökonomisierung in Form einer neoliberalen Hegemonie. Dennoch gibt es durchaus zukunftsträchtige, stärker auf das Gemeinwohl abzielende Konzepte, die es gilt, in den Diskurs stärker zu etablieren

    Sprachenrepertoire und Identitätsdarstellung der Jugendlichen von indonesische-österreichischen Ehen

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    Die starke globale Migration hat Ehen zwischen Vertretern unterschiedlicher nationaler und kultureller Hintergründe zur Normalität werden lassen. In diesen Ehen werden Kinder geboren, die als binationale oder bikulturelle Kinder bezeichnet werden. Sie wachsen mit verschiedenen Sprachen und Kulturen auf, und dies ist ein Prozess, der eine Vielzahl von Aspekten in ihrem Leben beeinflusst, vom Gebrauch der Sprache über die Einstellung zu bestimmten Sprachen bis hin zur Konstruktion ihrer Identität. In dieser Masterarbeit wurden diese Objekte aus dem Perspektive solcher Kinder behandelt, die in österreichisch-indonesischen Ehen geboren wurden. Das Sprachrepertoire der Jugendlichen aus indonesischen und österreichischen Ehen ist mit vielen Aspekten ihres eigenen Lebens verbunden, wie Zukunft, Kommunikation, Arbeit oder Urlaub. In diesem Fall sind auch der soziale Status und ihr Selbstbild mit ihnen verbunden. All diese Aspekte zeigen ein komplexes Verhältnis zwischen Sprachrepertoire, Spracheinstellung, Sprachideologie, Positionierung und Identitätsdarstellung auf, wobei Klassenmarkierung, Klassenverwirklichung und Kapital eine zentrale Rolle spielen. Die Reaktion auf die Sprache, in der sie von anderen Menschen gesprochen wird, wird nicht nur durch ihre Einstellung zu der Sprache selbst und den Ansehensstatus des Sprechers dieser Sprache, sondern auch durch ihre eigene Positionierung stark beeinflusst.The strong global migration has made marriages between representatives of different national and cultural backgrounds the norm. These marriages give birth to children who are called binational or bicultural children. They grow up with different languages and cultures, and this is a process that affects a variety of aspects of their lives, from the use of language to attitudes towards particular languages to the construction of their identity. In this master thesis these objects were treated from the perspective of children born in Austrian-Indonesian marriages. The language repertoire of young people from Indonesian and Austrian marriages is connected to many aspects of their own lives, such as future, communication, work or holidays. In this case, their social status and self-image are also connected with them. All these aspects reveal a complex relationship between language repertoire, language attitudes, language ideology, positioning and identity representation, with class marking, class realization and capital playing a central role. The reaction to the language in which it is spoken by other people is strongly influenced not only by their attitude to the language itself and the prestige status of the speaker of that language, but also by their own positioning

    Multifaith chaplaincy in Austrian hospitals?

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    Weltweit lässt sich eine zunehmende gesellschaftliche Multireligiosität feststellen. Diese Vielfalt wird in staatlichen Institutionen, wie Gefängnissen, Krankenhäusern, Militär und einigen Internaten, vom Staat reguliert. Die Verwaltung religiöser Bedürfnisse in staatlichen Institutionen hat in der Forschung der letzten Jahre viel Bedeutung erlangt, nichtsdestotrotz gibt es in Österreich kaum Untersuchungen, wie diese auf die gesellschaftliche Ausgangssituation reagieren. Die vorliegende Diplomarbeit präsentiert daher die Ergebnisse einer ersten multireligiösen Studie zum Thema Krankenhausseelsorge in Österreich und versucht, Aufschluss über die zugrundeliegenden Konzepte und Kooperationen verschiedener religiöser Gruppen in Bezug auf Krankenhausseelsorge zu geben. Zu diesem Zweck wurde ein multimethodisches Vorgehen angewandt, welches 32 quantitative Datensätze, sowie 12 Interviews mit KrankenhausseelsorgerInnen umfasst. Die Resultate heben Ungleichheiten hinsichtlich rechtlicher und institutioneller Bestimmungen zwischen der katholischen Kirche und anderen religiösen Gemeinschaften hervor. Weiters wurden große Unterschiede in den Konzeptionen und Ausbildungsstandards der religiösen Gemeinschaften erfasst. Interreligiöse Kooperationen zwischen SeelsorgerInnen finden zwar statt, dennoch sind diese personenabhängig und eher formlos gestaltet. Zusammenfassend weisen diese Ergebnisse auf einen Mangel an Kenntnisnahme und Umsetzung der multireligiösen Realität der österreichischen Gesellschaft hin. Zukünftige Schritte sollten daher eine Evaluation der rechtlichen Bestimmungen, sowie Erwägungen der Finanzierung und Ausbildungsstandards von Krankenhausseelsorge einschließen. Aufgrund des kleinen Stichprobenumfangs und der Auswahlkriterien sind die vorliegenden Erkenntnisse dennoch nur als vorläufiges Resultat zu betrachten.Societies worldwide are becoming increasingly diverse with view to the religious sphere. In state institutions such as prisons, hospitals, Armed Forces and some residential schools, this diversity is administered by the state. Even though the management of diversity in state institutions has received considerable attention in recent research worldwide, multi-perspective studies on how state institutions respond to these changing societal contexts in Austria are non-existent. This thesis therefore presents findings of the first multi-religious empirical study of hospital chaplaincy in Austria and aims to give insight into the underlying concepts and cooperative structures of chaplaincy of various religious denominations. To this purpose, a mixed method approach, comprising a questionnaire study of 32 hospital chaplains and qualitative analysis of interviews with 12 hospital chaplains, has been conducted. Findings of this study report inequalities especially between the Catholic Church and other religious communities on a legal and institutional level. Moreover, major differences have been detected in the understanding of chaplaincy as well as educational standards of the various religious communities. Cooperative structures between religious communities exist, however, they keep a very informal, person-dependent structure. Overall, these findings are indicative of a lack of regard for the increase in religious diversification in Austria. Future implications of the results should include a re-evaluation of the legal framework as well as an examination of financial positions and educational standards of hospital chaplaincy. Nevertheless, due to the small sample size and selection bias, the results are only preliminary

    Singapore-upon-Thames: has the United Kingdom negotiated better post-Brexit trade deals for itself?

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    Das Vereinigte Königreich hat die Europäische Union verlassen und verfolgt nun eine unabhängige Handelspolitik. Dies hat dazu geführt, dass neue Handelsabkommen erforderlich sind, um die Kontinuität des Handels zu gewährleisten und Verwechslungen mit der Einführung einer neuen Rechtsordnung zu vermeiden. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die neuen Handelsabkommen des Vereinigten Königreichs zu analysieren, um festzustellen, welche Änderungen sie bewirken. Dazu wird diese Masterarbeit zunächst die Entwicklung des EU-Rechts im Allgemeinen erörtern. Sie wird die Entwicklung des EU-Handelsrechts darstellen, von den frühen Vereinbarungen mit ehemaligen Kolonialbesitzern bis hin zu den jüngsten, umfassenden Verträgen wie denen mit Südkorea und Kanada. Die Standardmerkmale moderner Handelsabkommen, wie sie in den EU-Handelsverträgen enthalten sind, werden mitbehandelt, wie z.B. Menschenrechtsbestimmungen, Zölle und Zollkontingente. Anschließend werden die Gesetze Großbritanniens einer konkreten Prüfung unterzogen, einschließlich der dortigen innerstaatlichen Rezeption des europäischen Rechts. Fragen wie die Verfassungsstruktur des Vereinigten Königreichs und ihre Auswirkungen auf den Vertragsabschluss im Allgemeinen und die Bildung von Handelsabkommen im Besonderen werden untersucht. Danach werden Vergleiche zwischen der europäischen Handhabung bestimmter Kernbereiche moderner Handelsabkommen und dem neuen britischen Umgang derselben Bereiche angestellt. Der erste Bereich, der zu untersuchen ist, wird sein, wie die neuen britischen Abkommen mit den früheren Abkommen umgehen. Viele der neuen Verträge des Vereinigten Königreichs sind Kontinuitätsabkommen, die darauf abzielen, bestehende Vereinbarungen zu erhalten. Wie sie dies tun und in welchem Maße sie erfolgreich sind, wird ein großer Teil der Antwort auf diese These sein. Der nächste zu untersuchende Bereich werden die Ursprungsregeln sein. Dies sind die Regeln, die festlegen, wie der Ursprung von Produkten bestimmt werden kann. Handelsabkommen müssen definieren, was es für ein Produkt bedeutet, dass es irgendwo seinen Ursprung hat, damit entsprechende Zölle, Quoten oder andere Regeln und Vereinbarungen gelten können. Die Handelsabkommen der EU bilden da keine Ausnahme, ebenso wenig wie die neuen Handelsabkommen des Vereinigten Königreichs. Eine Änderung wird hier die Auswirkung von Bestimmungen sein, die eine gegenseitige Kumulierung von EU-Waren in den neuen britischen Verträgen erlauben. Zölle und Zollsatzkontingente werden der dritte Bereich sein, der untersucht wird. Dies ist ein sehr detaillierter Bereich in den neuen Abkommen, wird aber in dieser Arbeit allgemein behandelt werden. Als juristische These sind die Einzelheiten der Zollsätze und Kontingente weniger relevant, als der allgemeine Rechtsrahmen und werden daher nicht behandelt. Der vierte untersuchte Bereich wird die gegenseitige Anerkennung von Normen sein, ein wichtiger Bereich in modernen Handelsabkommen. Abkommen über die gegenseitige Anerkennung werden in der Regel getrennt von normalen Handelsabkommen ausgehandelt. Diese Masterarbeit konzentriert sich auf die Aspekte der gegenseitigen Anerkennung in den wichtigsten Kontinuitäts-Handelsabkommen, im Gegensatz zu den diskreten Abkommen über gegenseitige Anerkennung, denen das Vereinigte Königreich zugestimmt hat. Der vorletzte Bereich, mit dem sich diese Arbeit befasst, sind die Verwaltungsorgane, die durch diese Abkommen geschaffen werden. Dazu gehören Streitbeilegungsgremien, gemeinsame Ausschüsse und technische Arbeitsgruppen. Moderne Handelsabkommen überlassen dieser Art von Gremien oft wichtige Detailbereiche. Der letzte Bereich der untersuchten Abkommen sind die Menschenrechte und andere Sozialklauseln. Handelsabkommen werden seit langem zur Förderung von Entwicklung und Demokratie eingesetzt. Die Verträge der EU haben dies seit den Uganda-Richtlinien von 1977 getan, und die neuen Abkommen des Vereinigten Königreichs setzen dies fort. Schließlich wird die Frage gestellt, ob diese neuen Abkommen für das Vereinigte Königreich besser sind als die bereits bestehenden EU-Verträge. In einigen Bereichen können die Abkommen einen positiven Modernisierungseffekt auf ältere Verträge haben. Im Allgemeinen versuchen die Abkommen, den Status quo so weit wie möglich zu erhalten. Aus diesem Grund werden die Probleme und Mängel älterer Abkommen in der Regel übernommen. Hinzu kommt, dass die institutionellen Strukturen, die in diesen Abkommen gefordert werden, dazu neigen, einen Großteil der Arbeit zu duplizieren, die früher von europäischen Gremien geleistet wurde. In einigen Bereichen können Unklarheiten Rechtskosten verursachen. Insgesamt bieten die neuen Abkommen nicht genug, um den Eindruck zu erwecken, dass sie in dem in dieser Arbeit verwendeten Sinne besser sind.The United Kingdom has left the European Union and is now pursuing an independent trade policy. This has led to a need for new trade agreements in order to ensure continuity of trade and prevent confusion with the arrival of a new legal order. The aim of this thesis is to analyse the United Kingdom’s new trade agreements with the aim of ascertaining what changes they are enacting. It will do this by first discussing the evolution of EU law in general. It will discuss the development of EU trade law, from early arrangements with former colonial holdings on to recent, comprehensive treaties like those with South Korea and Canada. The standard features of modern trade agreements as included in EU trade treaties will be discussed, such as human rights provisions, tariffs and tariff rate quotas. It will then look to the laws of United Kingdom, including the domestic reception of European Law there. Issues such as the constitutional makeup of the United Kingdom, and its impact on treaty making generally and trade agreement formation in particular will be looked at. Comparisons will then be made of the European treatment of certain headline areas of modern trade agreements with the new British treatment of those same areas. The first area to look at will be how the new UK agreements deal with the previous agreements. Many of the UK’s new treaties are continuity agreements, which seek to preserve existing arrangements. How they do this, and to what degree they succeed, will be a big part of the answer to this thesis. The next area to be looked at will be Rules of Origin. These are the rules that specify how the origin of products can be determined. Trade agreements must define what it means for a product to originate somewhere, in order to allow appropriate tariffs, quotas or other rules and arrangements to apply. The EU’s trade agreement are no exception, and neither are the UK’s new trade agreements. One modification here will be the effect of provisions allowing cross-cumulation of EU goods on the new UK treaties. Tariffs and Tariff Rate Quotas will be the third area examined. This is a very detailed area in the new agreements, but will be dealt with in general terms in this thesis. As a legal thesis the particulars of the rates and quotas are less relevant than the general legal framework, and thus will not be dealt with. The fourth area examined will be mutual recognition of standards, an important area in modern trade agreements. Agreements governing mutual recognition are generally negotiated separately to normal trade agreements. This thesis focuses on the mutual recognition aspects of the headline continuity trade agreements, as opposed to the discrete mutual recognition agreements that the UK has agreed. The penultimate area that this thesis shall deal with is the administrative bodies these treaties shall create. These include dispute settlement bodies, joint committees, and technical working groups. Modern trade agreements often leave significant areas of detail to these sorts of bodies. The final area of the agreements examined will be human rights and other social clauses. Trade agreements have long been used to promote development and democracy. The EU’s treaties have done so since the Uganda Guidelines in 1977, and the UK’s new agreements carry that on. Finally, the question will be asked if these new agreements are better for the United Kingdom than the pre-existing EU treaties. In some areas the agreements may introduce a positive level of modernisation to older treaties. Generally, the agreements try to preserve the status quo as much as possible. Due to this, the problems and failings of older agreements tend to be carried over. Adding to this, the institutional structures called for in these agreements will tend to duplicate much of the work that was previously handled by European bodies. In some areas ambiguities may generate legal costs. Overall, the new agreements do not offer enough to suggest that they are better in the sense used in this thesis

    Das Wirtschafts- und Sozialleben der jüdischen Bevölkerung in Prostějov (Proßnitz) unter der Herrschaft von Fürst Karl Eusebius von Liechtenstein (1611-1684)

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    Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Handlungsspielraum der jüdischen Bevölkerung in Prostějov (Proßnitz) unter der Herrschaft von Fürst Karl Eusebius von Liechtenstein (1611– 1684). Im Sinne eines mikrohistorischen Zugangs wurde dazu der Quellenbestand des Kartons H.383 aus dem Hausarchiv Liechtenstein, Wien, herangezogen. Methodisch wurde mittels des structure-agency-Konzepts die darin enthaltene Korrespondenz zwischen dem Hause Liechtenstein und den männlichen Bewohnern der mährischen Stadt untersucht. Dabei wurden verschiedene Bereiche des Wirtschafts- und Soziallebens der jüdischen Bevölkerung betrachtet. Aus der Untersuchung ergaben sich folgende sechs konkrete, im Bestand wiederkehrende Handlungsoptionen: 1) Direkte Kontaktaufnahme mit dem Fürsten, 2) Hinzuziehen von Befürwortern, 3) Ausstellen (-lassen) von Dokumenten, 4) Berichterstattung an höhere Instanzen, 5) Zusammenarbeit mit Christen und 6) Umgehen von Rechtsnormen. Hinsichtlich der structure-agency-Debatte ist anzumerken, dass sich die Proßnitzer Juden den Strukturen fügen mussten, ihren Handlungsspielraum innerhalb dieser allerdings zu nutzen und mittels kreativer Lösungen auszuweiten wussten. Dass sie dabei strukturverändernd wirkten, ließ sich nicht nachweisen. Die für die vorliegende Arbeit geleistete Forschung ergibt, dass den Proßnitzer Juden ein eigenmächtiges Durchsetzen ihrer Interessen inmitten einer christlich geprägten Gesellschaft zugesprochen werden kann

    Image-based exposure treatment

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    Etwa ein Fünftel der europäischen Bevölkerung hat Angst vor Spinnen und in vielen Fällen beeinträchtigt der daraus resultierende Stress den Alltag. Die meist angewandte Behandlungsoption, die Expositionstherapie (ET), weist hohe Abbruchraten und eine große Variationsbreite in der Praxis auf und ist daher suboptimal. Daher streben wir die Entwicklung eines effizienten computergestützten ET-Paradigmas an, das eine Anpassung der Stimuli (Bilder) an das jeweilige Angstniveau der Individuen beinhaltet. Das Angstniveau könnte z.B. durch physiologische Erregung oder subjektive Angst operationalisiert werden. Die vorliegende Studie legt den Grundstein für eine solche Entwicklung. Wir setzten Personen mit Spinnenangst (N = 51) einer neuen Datenbank mit spinnenbezogenen Bildern aus und erhoben deren subjektive Angst und den Hautleitwert für jeden Stimulus. Die Behandlungseffekte wurden zusätzlich mittels standardisierter Prä- und Post-Fragebögen (Spinnenangst-Fragebogen; Spinnenangst-Screening, SAS) und durch wiederholte Erhebung der Variablen Angst und Ekel untersucht. Die Ergebnisse zeigten Gewöhnungseffekte für SCR und für SAS. Außerdem wurden Hautleitwert und mittleres Angstniveau mittels linearer sowie nichtlinearer maschineller Lernmodelle (regularised linear least absolute shrinkage and selection operator regression; ensemble of randomized trees analyses) als Prädiktoren der subjektiven Angst identifiziert. Drittens berichteten Personen mit starker Spinnenangst signifikant höhere Angstniveaus als Reaktion auf die Exposition als Personen mit geringer Spinnenangst. Dies bestätigte, dass die neu entwickelte Datenbank in der Zielgruppe Angst auslöst. Darüber hinaus wurde gezeigt, dass Veränderungen des Hautleitwertes eine Voraussagekraft in Bezug auf die subjektive Angst haben, dass aber weitere und möglicherweise präzisere Prädiktoren erforscht werden sollten, um schließlich ein adaptives ET-Paradigma zu entwickeln. Am wichtigsten ist, dass die Studie grundlegende Einblicke in die Mechanismen, die Spinnenangst zugrunde liegen, lieferte und die Generierung von Forschungsfragen für die nachfolgende Studien initiierte.In the European population about one-fifth of individuals experience fear of spiders and in many cases the resulting distress interferes with everyday life. The current state-of-the art treatment option, exposure therapy (ET), shows high drop-out rates, a large variation in practice and is thus suboptimal. Therefore, we aim to develop an efficient computer-assisted ET paradigm that involves adaptation of the stimuli (images) to the individuals’ fear states, which can be operationalized for example by physiological arousal, or subjective fear. The present study lays the groundwork for such a development. We exposed spider fearful individuals (N = 51) to a novel database comprising spider-related images, and assessed subjective fear and skin conductance response (SCR) for every stimulus. Treatment effects were examined by means of standardised pre- and post-questionnaires (Fear of Spiders Questionnaire; Spinnenangst-Screening, SAS), and by repeated collection of ratings on the variables fear, and disgust. Firstly, the results revealed habituation effects for SCR and for the SAS. Secondly, SCR and mean fear rating were identified as predictors of subjective fear by means of linear as well as non-linear machine learning models (regularised linear least absolute shrinkage and selection operator regression; ensemble of randomized trees analyses). Thirdly, high-fearful individuals reported significantly higher fear levels in response to the exposure than low-fearful individuals. Thus, it was confirmed that the novel database has a fear-inducing quality in spider-fearful individuals. In addition, it was shown that SCR patterns have a predictive value with regard to subjective fear but that further and possibly more precise predictors should be explored to eventually develop an adaptive ET paradigm. Most importantly, the study provided basic insights into the mechanisms underlying spider fear and guided the generation of objectives for follow-up research

    Lost in the past - Outlander and the perception of history

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    Die historische Fiktion basiert auf der Darstellung der Geschichte. Es ist eine Version der Geschichte, die aus der Perspektive und den Erfahrungen von fiktiven und realen Figuren während eines bestimmten Zeitraums erzählt wird. Die folgende Arbeit basiert auf der Idee, dass populäre historische Fiktion an der historischen Kenntnis des Lesers anknüpfen kann. Sie legt die Grundlagen des historischen Schreibens und seine Rolle in der Darstellung der Geschichte. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der ersten Trilogie von Diana Gabaldons Outlander-Buchreihe, nämlich Outlander (1991), Dragonfly in Amber (1992) und Voyager (1993). Die These argumentiert, dass das in den Büchern beschriebene historische Milieu den Lesern einen besonders realistischen und umfassenden Überblick über die Zeit um den Jakobitenaufstand von 1745 gibt. Die Darstellung Schottlands und dessen politische Situation rund um den Aufstand, liefern historische Figuren, die für jene Zeit als wichtig und einflussreich angesehen werden sowie die Einstellungen und Überzeugungen des 18. Jahrhunderts, die unter den Menschen im schottischen Hochland herrschten. Die Trilogie spielt mit den romantisierten Bildern Schottlands und zeigt gleichzeitig die harten Realitäten des Lebens durch Unterdrückung und letztendlich den Darstellungen des Krieges, die mit der letzten Schlacht auf Culloden Moor gipfeln. Durch die Querverweise der historischen Punkte mit mehreren ausgewählten historiografischen Werken wird untersucht, was hinter der Geschichte von Bonnie Prince Charlie und den Ereignissen rund um den Aufstand von 1745 steckt.Historical fiction has at its very foundation the presentation of history. It is a version of history, recounted from the perspective and experience of fictional and non-fictional characters during a particular time period. This thesis is based on the premise that popular historical fiction can provide unique insight to complement the reader’s historical literacy. It lays bare the foundations of historical writing and its role in representing history. The focus of this work is the initial trilogy of Diana Gabaldon’s Outlander book series, namely Outlander (1991), Dragonfly in Amber (1992), and Voyager (1993). This thesis argues that the historical milieu described in the books, affords the reader a singularly realistic and encompassing view of the era surrounding the Jacobite Rising of 1745. The representations of Scotland and the political situation involved in the Rising, introduce the most significant historical figures of the time, and include the 18th century attitudes and beliefs prevalent among the people of the Scottish Highlands. It plays with the romanticised imagery of Scotland while simultaneously depicting the harsh realities of living under oppression. It leads ultimately to depictions of war, culminating with the final battle on Culloden Moor. By cross-referencing the historical points with a number of well-known historiographical works, this thesis explores what lies behind the story of Bonnie Prince Charlie and the events surrounding the 1745 Rising

    "In- und auswendig": eine Annäherung an Friedrich Nietzsches "Also sprach Zarathustra" im Lichte von Michail B. Bachtins Abschließungsästhetik sowie seines Begriffs der Dialogizität

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    Im Zentrum der Arbeit steht die Lektüre von Friedrich Nietzsches Also sprach Zarathustra (1883-1885) unter den Vorzeichen der Literatur- und Sprachtheorie Michail M. Bachtins. Dabei wird das Werk zunächst im Rahmen der Abschließungsästhetik aus Bachtins Frühwerk (Autor und Held in der ästhetischen Tätigkeit, 1923/24) betrachtet und anschließend der Begriff der Dialogizität (u.a. Probleme der Poetik Dostoevskijs, 1963) an ausgewählten Kapiteln erprobt. In der Arbeit wird vorgeschlagen, Also sprach Zarathustra als Text zu lesen, der gemäß Nietzsches Metapher der Schwangerschaft eine Alternative zu „ästhetisch abgeschlossenen“, aber auch zu „krisenhaften“ Kunstwerken darstellt. Das Urteil ergeht zugunsten einer Permanenz der Spannungen zwischen den bestimmenden Polen Autor und Held, die in die Richtung eines sprachlich-performativen Balance-Akts weisen. Der an dieser Stelle in die Diskussion eingeführte Begriff der Dialogizität erlaubt schließlich eine Beschreibung der Entwicklung der Figur Zarathustras, deren Drang zur Affirmation des eigenen Selbstverhältnisses einer perspektivisch-figurativen Polyphonie ausgesetzt ist. Der metaphorische Diskurs des Textes mündet zuletzt in an das Satyrspiel des griechischen Dramas gemahnende Szenen karnevalesker Erneuerung, in denen jegliche Beendigung des Erkenntnisprozesses der Hauptfigur parodiert wird

    Biblische und hagiographische Exempla in Hans Vintlers "Die Pluemen der Tugent"

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    Die Diplomarbeit beschäftigt sich sowohl mit den biblischen als auch mit den hagio-graphischen Exempla in dem von Hans Vintler 1411 wahrscheinlich auf Burg Run-kelstein bei Bozen vollendeten Lehrgedicht ‚Die Pluemen der Tugent‘. In mehr als 10 000 Reimpaarversen stellt die dichterische Bearbeitung und Erweiterung seiner Vorlage Il Fiore di Virtù, welche dem Bologneser Benediktinermönch Tommaso Gozzadini zugeschrieben wird und zwischen 1310 und 1323 entstanden sein soll, Tugenden und Laster in kontrastiver Reihung gegenüber. Ausgehend von der Biographie des Autors, der tief im katholischen Glauben verwur-zelt war, und den allgemeinen moraldidaktischen Aspekten der Lehrdichtung, wer-den zunächst die Exempla in tabellarischer Form präsentiert, ehe die genaue Analyse der neun biblischen und in weiterer Folge der elf hagiographischen Exempla in chro-nologischer Reihung erfolgt. Obwohl der ‚Fiore di Virtù‘ in keiner kritischen Edition vorliegt, soll dieser dennoch gemeinsam mit den weiteren Quellen, der Vulgata und den Vitae patrum, für einen inhaltlichen Vergleich der Exempla herangezogen wer-den. Im Blickpunt der Untersuchung steht die literarische Gestaltung des geistlichen Erzählguts. Da jedes Exemplum in einen bestimmten Kontext eingebettet ist, darf dieser hinsichtlich der Funktionalisierung und Didaktisierung nicht ausgeklammert werden.The diploma thesis explores both the biblical as well as the hagiographic exempla of the poetic composition known as ’Die Pluemen der Tugent‘. The didactic poem was completed by Hans Vintler in 1411. It is believed that the work was composed in Runkelstein castle near Bozen. In more than 10,000 rhyming verses, the poetic adap-tion and expansion of his source ’Il Fiore di Virtù‘, which ist attributed to the Bolog-nese Benedictine monk Tommaso Gozzadini, and is said to have originated between 1310 and 1323, contrasts virtues and vices in a contrasting order. According to biographical testimony on the author, who was a devout Catholic, and the general moral didactic aspects of the teaching poetry, the diploma thesis initially presents the exempla in a tabular form before the exact analysis of nine biblical fol-lowed by eleven hagiographic exempla is given in chronological order. Although there is no critical edition of the 'Fiore di Virtù', it should nevertheless be used to-gether with the other sources, the ’Vulgata‘ and the ’Vitae patrum‘, to compare the content of the exempla. Central to an examination of the text is the literary form of the spiritual narrative. Due to the fact that each exempla is embedded in a specific context, the total structure of the context must not be excluded from the functionali-zation and didactization

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