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Entwicklung und Erprobung eines Werkzeuges zur Quantifizierung der Spielleistung im Fußball mittels expected Goals
Das Ziel der vorliegenden Diplomarbeit war es, ein Werkzeug bzw. ein Modell zur Berechnung von expected Goals im Amateurfußball zu entwickeln und zu evaluieren. Hiermit soll geprüft werden, ob diese Werte die Spielleistung im Amateurfußball quantitativ widerspiegeln. Dazu wurden Fußballspiele der 1. Klasse West/Mitte in Niederösterreich aufgenommen und die Torabschlüsse, hinsichtlich ihrer Qualität, analysiert. Die Ergebnisse zeigen zum Großteil, dass das vereinfachte Modell mit jenen von Sportanalyseunternehmen übereinstimmt und valide ist. Dies deutet darauf hin, dass die Qualität linear abnimmt und es keine signifikanten Unterschiede dahingehend gibt.
Die Diplomarbeit ist nicht nur für Studierende aus dem Bereich des Sports und der Statistik interessant, sondern auch für Personen, die eine tragende Rolle in Sportvereinen inne haben oder selbst noch aktiv im Bereich des Fußballs tätig sind.The current Diploma Thesis aims to investigate, develop and evaluate a tool to calculate the expected goals in amateur football. The purpose of the thesis was to estimate whether these values quantitatively reflect match performance in amateur football. Therefore, matches of the 1st class West/Mitte in Lower Austria were recorded and the shots on goal were analyzed with regard to their quality. The results show that the simplified model is consistent and valid and in line with those of sports-analysis companies. This indicates that the quality decreases evenly and that there is no significant difference.
The presented proposal is not only interesting for sports- or statistics-students but also for those who hold a leading role in sports clubs or are actively playing
Imaginierte Geschichte
Diese Arbeit beschäftigt sich mit Comics und Graphic Novels aus dem Standpunkt der Fachdidaktik Geschichte, Sozialkunde und politische Bildung. Im Zentrum der Untersuchung steht das Verhältnis von Fakt und Fiktion in Geschichte darstellenden Comics im Allgemeinen und dem Analyseobjekt Der Fotograf von Mauthausen im Speziellen. Dazu wurde eine qualitative Inhaltsanalyse anhand der Analyseeinheiten ‚Geschichtsdarstellung‘, ‚Geschichtskompetenz‘ und ‚Geschichtsbewusstsein‘ durchgeführt. Das Analyseobjekt bietet eine triftige Geschichtserzählung, reichhaltige Authentisierungsstrategien, Fördermöglichkeiten in sämtlichen historischen Kompetenzbereichen und eine Anregung des Geschichtsbewusstseins, insbesondere der Dimensionen des Wirklichkeitsbewusstseins und des moralischen Bewusstseins. Demnach eignet sich Der Fotograf von Mauthausen für einen Einsatz im Geschichtsunterricht zum Themenkomplex ‚Nationalsozialismus und Holocaust‘.This work focuses on comics and graphic novels from the perspective of the didactics of history, social studies and political education. The study centers around the relation between fact and fiction in comics depicting history in general and particularly the object of analysis The Photographer of Mauthausen. For this purpose, a qualitative content analysis was conducted based on the categorization into the units ‘historical narrative’, ‘historical competence’ and ‘historical thinking’. The object of analysis offers a cogent historical narrative, rich authentication strategies, a possibility of competence development in all historical competence areas and a stimulation of historical thinking, especially in the dimensions of reality awareness and ethical awareness. Accordingly, The Photographer of Mauthausen is suitable for use in history lessons on the topic of ‘National Socialism and Holocaust’
Und nun hieß es: cecidit, cecidit Babylon!
Das Jahr 1809 bildet nach wie vor den Grundstein im kollektiven Gedächtnis Tirols. Die historiographische Aufarbeitung ging dabei mit der gesellschaftlichen einher und konnte vor allem in den letzten beiden Jahrzehnten eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte vorantreiben. Fasst man den wissenschaftlichen Diskurs über die Aufstände von 1809 zusammen, so lässt sich folgender Grundtenor erkennen: Der von der bayrischen Besatzung katalysierte Säkularisierungsprozess traf die traditionelle Gesellschaft in Tirol besonders heftig. Die Kleriker und Stände förderten aufgrund des immanenten Machtverlusts eine Rebellion seitens des Volkes. Diese Propaganda kulminierte im Jahre 1809 in mehreren Kriegskampagnen durch die Tiroler Bevölkerung.
Dieser Schluss mag in vielerlei Hinsicht einleuchten, er gibt uns jedoch keine Antwort auf das allgegenwärtige Paradoxon von 1809: Wie konnte eine breite Bevölkerungsschicht von Bauern dazu gebracht werden, ihr Leben für den Klerus und den Adel zu riskieren, um einem wesentlich demokratischeren System den Krieg zu erklären?
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen sind in dieser Arbeit noch kaum erforschte Ego-Dokumente einer kleinen geistlichen Randgruppe, nämlich der Kleriker vom churischen Bistumsanteil in Tirol, untersucht worden. Die Analyse erfolgte nach der Methodik der Mikrogeschichte und den Theorien der Emotionsgeschichte. Dabei konnte festgestellt werden, dass die untersuchten Personen einer bestimmten Form des emotionalen Leidens (Emotional Suffering) ausgesetzt waren, welches vor allem durch die Uneinigkeit der staatlichen und kirchlichen Entscheidungsträger entstand. Die dadurch in einen Konflikt katapultierten Geistlichen fanden einen Ausweg (Emotional Refuge) aus diesem Dilemma, indem sie ihre emotionalen Bedürfnisse in Form einer martyriologischen Selbstdarstellung auslebten. Diese unterlag dabei einer präzisen Verhaltens- und Erzählungstechnik, die vor allem aus den frühchristlichen Märtyrergeschichten entnommen wurde.
Der Glaubenskrieg von 1809 ist demnach nicht aus einer koordinierten Hetzkampagne entstanden. Entscheidend war eine emotionalisierte Wahrnehmung des Konflikts, die eine klare Zuordnung von Tätern und Opfern bzw. „Heiden“ und „Märtyrern“ zuließ
Die Berichterstattung über klimabezogene Informationen in Österreich
Im Jahr 2019 veröffentlichte die Europäische Kommission einen Nachtrag zu den Leitlinien zur nichtfinanziellen Berichterstattung unter dem Titel „Nachtrag zur klimabezogenen Berichterstattung“. Die Leitlinien sind unverbindlich und für Geschäftsjahre beginnend mit dem 01.01.2019 anzuwenden. Ziel dieses Nachtrags ist es, klimabezogene Informationen für den vorgesehenen Nutzer verständlich einzubinden.
Die vorliegende Masterarbeit gibt einen Überblick über den Stand der Berichterstattung von klimabezogenen Informationen österreichischer Unternehmen. Die Grundlage für die Analyse bildet ein Literaturüberblick über die einschlägigen internationalen und nationalen Rahmenwerke und Standards zur Klimaberichterstattung. In der anschließenden Analyse werden die Geschäfts- sowie Nachhaltigkeitsberichte aus dem Geschäftsjahr 2019 von ausgewählten österreichischen Unternehmen mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring untersucht. Das Ziel der Analyse ist es zu identifizieren, inwiefern österreichische Unternehmen bereits die Angaben zum Nachtrag zur klimabezogenen Berichterstattung erfüllen.
Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass die Berichterstattung klimabezogener Informationen in der breiten Masse der österreichischen Unternehmen angekommen ist. Jedoch besteht hinsichtlich der Qualität der Berichterstattung großer Nachholbedarf.In 2019, the European Commission published a supplement to the guidelines on non-financial reporting under the title "Supplement on climate-related reporting". The guidelines are non-binding and applicable for financial years beginning on or after Jan. 1, 2019. The aim of this supplement is to incorporate climate-related information in a way that is understandable to the intended user.
This master thesis provides an overview of the state of reporting of climate-related information by Austrian companies. The basis for the analysis is a literature review of the relevant international and national frameworks and standards on climate reporting. In the subsequent analysis, the annual as well as sustainability reports from the 2019 financial year of selected Austrian companies are examined using a qualitative content analysis according to Mayring. The aim of the analysis is to identify the extent to which Austrian companies already comply with the supplementary information on climate-related reporting.
The results of the analysis show that the reporting of climate-related information has reached the broad mass of Austrian companies. However, there is a great need to catch up with regard to the quality of reporting
Virtual Screening using a homology model of the outward occluded conformation of the creatine transporter (SLC6A8)
Der Kreatin-Transporter ist mitverantwortlich für eine „orphan disease“, die mit schweren Krankheitsbildern auftritt. Eine Behandlung dieser Erkrankung ist in Fällen wie AGAT- oder GAMT-Mangel möglich, je nach Ursache. Die dritte Ursache für das Kreatinmangel Syndrom ist die Kreatin-Transporter-Defizienz, wobei Supplemente nur bedingt wirksam sind.
Außerdem gehört der Kreatin-Transporter zu den SLC6-Proteinen und in weiterer Folge zur GABA-Familie. Aufgrund der hohen Sequenzähnlichkeit in dieser Familie liegt eine wesentliche Herausforderung in der Analyse ihrer Unterschiede. Daher wurde in früheren Arbeiten in unserer Arbeitsgruppe ein Homologie-Modell in der nach außen okkludierten Konformation erstellt, das auf früheren Mutationsstudien in der Literatur basiert. Ziel dieser Arbeit ist es, das Modell zu validieren, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen und somit ein Modell zu haben, das genau genug ist, um es bei der Suche nach neuen Wirkstoffen für die Behandlung der "Orphan Disease" einzusetzen. Des Weiteren ist es wichtig die SLC-Transporter „wie die eigene Westentasche“ zu kennen, um unerwünschte Arzneimittelinteraktionen zu verhindern, die durch die hohe Sequenzähnlichkeit der SLC-Proteine verursacht werden können.
Die Schritte der Validierung wurden festgelegt, nachdem die Suche nach Literatur, die zu diesem Thema noch nicht verfügbar war, abgeschlossen war. Die Überlegung war daher, einen Schritt zurück zu gehen und in öffentlichen Datenbanken nach interessanten Verbindungen zu suchen, die in in-vitro-Studien getestet werden können, um so die fehlenden Informationen zu gewinnen.
Der erste Schritt im Validierungsverfahren war die Durchführung eines Docking-basierten Screenings. Dazu wurden Drugbank und Enamine verwendet. Als zweite Filtermethode wird ein Pharmakophor verwendet. Das Pharmakophor wird in der Software von Inte:Ligand aus der Struktur basierten Perspektive erstellt.
Schließlich wurden zwei verschiedene Möglichkeiten in dieser Arbeit verfolgt:
Die eine Möglichkeit ist die Betrachtung der gesamten Datenbanken für jedes Screening. Anschließend werden die Ergebnisse mit einem entworfenen Workflow in KNIME verglichen. Im KNIME-Workflow wurden 10 % der Substanzen vom Docking-basierten Screenings und des Pharmakophor-Screenings genommen und addiert.
In Schema 2 wurden die Pharmakophore als direkter Filter der Ergebnisse des Docking-basierten Screenings angelegt, wobei die Top 10 % des Dockings verwendet wurden, die nach Addition der Datenbanken und nicht von jeder einzelnen gewonnen wurden.
Leider konnten die erhaltenen Verbindungen nicht überzeugen und es scheinen noch weitere Untersuchungen wie z.B. das Consensus Docking notwendig zu sein.The creatine transporter is partly responsible for an orphan disease, which occurs with severe disease patterns. Treatment of this disease is possible in cases such as AGAT or GAMT deficiency, depending on the cause of the disease. The third reason for the creatine deficiency syndrome is the creatine transporter deficiency, where supplements are only effective until a limited extent.
In addition, the creatine transporter belongs to the SLC6 proteins and subsequently to the GABA family. An essential task is to discover their differences, due to the high sequence similarity of this family. Therefore, in previous work specifically of our working group a homology model in the outward occluded conformation has been built, based on previous mutation studies in the literature. The aim of this work is to validate the model in order to gain further insights and thus have a model that is accurate enough to be used in the search for new compounds for the treatment of the “orphan disease”. Furthermore, it is important to know the SLC transporter “like the back of your hand” to prevent bad drug interactions, caused by the high sequence similarity of some SLC proteins.
The steps of the validation were defined after finishing the search for literature which was not yet available for this topic. Therefore, the idea was to take one step back and search for interesting compounds in public databases, which can be tested in in-vitro studies for gaining the missing information this way.
The first step in the validation procedure was the execution of a docking-based screening. Drugbank and Enamine were used therefore.
As a second filtering method a pharmacophore was utilized. The pharmacophore was set up in the Inte:Ligand software from the structure based perspective.
Finally, two divers approaches were pursued in this work:
The first scheme was considering the whole databases for each screening. Afterwards the results were compared with a designed workflow in KNIME. In the KNIME workflow, 10 % of the compounds from the docking-based screening and the pharmacophore screening was taken and added together.
In Scheme 2, the pharmacophores were created as a direct filter of the docking-based screening results, using the top 10% of the compounds from the docking-based screening obtained after adding up the databases rather than from each individual.
Overall, the retrieved hit lists were not convincing and additional investigations such as consensus docking seem to be required
Motive im österreichischen Faustballsport
Faustball ist die aktuell erfolgreichste Ballsportart und eine der erfolgreichsten Teamsportarten in Österreich. Dennoch ist dieser Sport, basierend auf der geringen medialen Präsenz, kaum bekannt. Warum beginnen Sportlerinnen und Sportler aber dennoch mit dem Faustball und welche Motive sind für die dauerhafte Ausübung verantwortlich?
Mit dem Ziel der Beantwortung ebendieser Forschungsfrage, wurde für diese wissenschaftliche Arbeit ein Online-Fragebogen erstellt, welcher auf einem bereits mehrfach geprüften Forschungsinstrument aufbaut und durch eigene Erfahrungswerte sowie Wahrnehmungen von Experten und Expertinnen erweitert wurde. Durch eine Beantwortung dieses Fragebogens von aktiven, in Österreich lebenden, Faustballspielerinnen und Faustballspielern sollten unterschiedlichste Motive, sowie der Stellenwert des Faustballsports im Leben der Athleten und Athletinnen, analysiert und erforscht werden.
Die Untersuchungsergebnisse zeigten, dass die mit Abstand größten Faktoren, die zum Einstieg in den Faustballsport führen, die drei Kategorien Freunde und Bekannte, Familie und Schule sind. Medien oder Hochschulen im Gegensatz dazu haben kaum einen Einfluss.
Die wichtigsten Motive für die Ausübung des Faustballsports stellen jene der Gruppenzugehörigkeit, des Kontakts und der Leistung dar. Keine wichtige Rolle für die Teilnehmenden der Studie spielen all jene Motive, die den Kategorien Durchführbarkeit/Verfügbarkeit, Gesundheit und Aussehen und Anerkennung zugewiesen werden können. Der Umstand der mangelnden Popularität des Faustballsports wird von vielen Befragten kritisiert und ist generell ein großes Thema weltweit. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass für eine dauerhafte Ausübung die sozialen Motive von zentraler Bedeutung sind, wobei den befragten Personen die Gemeinschaft per se mindestens so wichtig ist, wie die Sportart selbst
GET UP – COOL DOWN. Entwicklung und Evaluation eines Online-Trainings zur Selbstführung mit Fokus auf die Komponente der Selbstberuhigung
Der rasche Wandel in der modernen Arbeitswelt sowie der rasante Anstieg der Arbeit im Homeoffice durch die aktuelle COVID-19-Pandemie zeigen die Dringlichkeit auf, Interventionen zur Bewältigung der damit einhergehenden Herausforderungen zu implementieren. Ziel der vorliegenden Studie war es daher, ein Online-Training zur Selbstführung mit dem Fokus auf die Kompetenz der Selbstberuhigung zu entwickeln und evaluieren. Das Training wurde basierend auf theoretischen Erkenntnissen zur Regulierung negativer Affekte erstellt, welche unter anderem der PSI-Theorie nach Kuhl, dem Selbstregulationsmodell nach Wieland und Baggen, dem Stressmodell nach Lazarus sowie der Forschung zu psychologischem Detachment entnommen wurden. Die Wirksamkeit des Trainings wurde abhängig von der konkreten Forschungsfrage mit einer Stichprobe von mindestens 120 Teilnehmer*innen überprüft. Die Teilnehmer*innen wurden unter Voraussetzung eines Mindestalters von 18 Jahren und Erfahrung im Homeoffice rekrutiert und randomisiert der Interventions- oder Wartekontrollgruppe zugewiesen. Letztere erhielt im gesamten Zeitraum der Studie kein Training. Für die Untersuchung wurde ein Pre-Post-Follow-Up Design gewählt. Dementsprechend wurden die Daten zeitgleich in beiden Gruppen via Online-Befragung vor Beginn des Trainings, nach dem vierwöchigen Training und nach einer anschließenden zweiwöchigen Trainingspause erhoben. Mittels zweier ANCOVAs und einem t-Test für abhängige Stichproben konnte ein kleiner, kurzfristiger Trainingseffekt sowie eine Stabilität der Selbstberuhigungswerte zwischen der Post- und Follow-Up-Erhebung gefunden werden, jedoch kein Langzeiteffekt. Die Ergebnisse können daher als Unterstützung zur theoretischen Konzeption und praktischen Umsetzung für die Erstellung von Online-Selbstführungstrainings dienen und sollten durch weitere Forschung ergänzt werden, um das Training zur Erreichung eines langfristigen Trainingseffekts anzupassen
On resumption and reconstruction in varieties of Arabic
In dieser Arbeit überprüfe ich die semantische und syntaktische Aspekte des Phänomens 'Resumption‘, indem ich einen Überblick über die unterschiedliche Verwendung von resumptiven Pronomina gebe. Ziel dieser Arbeit ist es, eine umfassende und erklärungsadäquate Analyse der Resumption sowie der Rekonstruktion in drei arabischen Varietäten, insbesondere im libanesischen, jordanischen und irakischen Arabisch, zu explizieren. Darüber hinaus werde ich erläutern, wie Resumption und Rekonstruktion bei jeder Variante funktionieren. Im arabischen Sprachraum kommen Relativekonstruktionen mit resumptiven Pronomen ganz vor. Ein resumtives (= wiederaufnehmends) Pronomen besetzt die Position einer leeren Kategorie des Typs Spur. Das syntaktische Verhalten und die Interpretationseigenschaften von resumptiven Pronomen unterscheiden sich von Sprache zu Sprache erheblich. Im Englischen erscheinen resumptive Pronomen notwendigerweise in syntaktischen Inseln, um die Verletzungen der syntaktischen Einschränkungen zu verhindern. Im Hebräisch sind sie optional. Im arabisch sind sie häufig obligatorisch. Der Beitrag dieser Arbeit ist sowohl theoretisch als auch empirisch. Auf der theoretischen Ebene behandelt die vorliegende Arbeit die Frage, ob Resumptivponomina vershoben oder basisgeneriert werden. Auf der empirischen Ebene vergleiche ich die resumptiven Strukturen in drei arabischen Varietäten.
Dementsprechend ist die Arbeit folgendermaßen stuckiert. Der erste Teil der Arbeit liefert einen empirischen Überblick über das Phänomen der resumptiven pronomina und die Strukturen, in denen sie auftreten, wobei Beispiele aus einem breiten Sprachspektrum zur Verwendung kommen. Danach skizziere ich die theoretischen Hintergründe und grundsätzlichen Hypothesen, die in den folgenden Kapiteln angenommen werden In Kapitel 2 stelle ich die von mir verwendete Terminologie und Notation dar und bespreche, welche Beschränkungen, die mit Resumption zu tun haben, vor allem im Arabischen zu beobachten sind. Andererseits präsentiere ich die Diagnosen der resumptiven Pronomen, die darauf hindeuten, dass Bewegung an der Ableitung der Resumption beteiligt sein könnte, wie die Lizenzierung von parasitic Gaps, starkes und schwaches Crossover, und vor allem Rekonstruktion. In Kapitel 3, 4 und 5 wird versucht, eine adäquate Beschreibung der Distribution der resumptiven Pronomina im libanesischen, jordanischen und irakischen Arabisch darzustellen. Dadurch werden Resumption und Rekonstruktion aus einer breiten theoretischen und semantischen Prospektive untersucht, um damit möglicherweise die grundlegende Aspekte von Resumption sowie Rekonstruktion ans Licht zu bringen.This thesis is a comparative study of the syntax of resumption within the principles and parameters framework. The focus of this thesis is on the systematic relation between syntactic structure and semantic interpretation of resumptive pronouns. in the context of relativization, resumption is a practice common to many languages. While some languages use resumptive pronouns as an alternative to wh-gaps, in others they are used solely when wh-gaps are unavailable. Because resumptive pronouns depend on gaps themselves shaped by movement, the question of whether resumptive pronouns are directly created by movement or not is relevant. Resumption in Arabic has been the focus of much research. This thesis' objectives are twofold. First, it determines where resumptive pronouns are employed. Second, it studies the link between resumptive pronouns and reconstruction effects in resumptive structures. One interpretation stipulates that resumptive pronouns are used solely as a last resort in positions where movement is restricted (Schlonsky, 1992).. An alternative position from which movement is possible considers resumptive pronouns a result of sub-extraction of the antecedent out of a 'big DP' and stranding the resumptive pronoun (Boeckx 2003, 2008). This position hypothesizes that constructions will display movement properties if movement exists in resumptive constructions. Empirically, this thesis uses data from languages' whose resumption has been studied in depth to identify the nature of resumptive pronouns.On the theoretical side, I will address the fundamental question any approach to resumption has to answer whether resumption involves movement or base-generation. This thesis is applied to analyses of resumptive pronouns in Lebanese Arabic, Jordanian Arabic and Iraqi Arabic, respectively. In these varieties, resumptive pronouns are most frequent with relativization. The key difference between Lebanese Arabic on the one hand and Jordanian Arabic and Iraqi Arabic, on the other is whether the A’-dependency is established by an ellipsis process (Jordanian Arabic, Iraqi Arabic) or by movement (Lebanese Arabic). I further examine the semantic properties of resumptive pronouns. I show that the semantic interpretations for resumptive pronouns are dependent on their morphological structure and on positions in which they are initially projected. Reconstruction effects associated with resumption are also discussed in each variety
Bildungsenhancement durch Augmented Reality?
Der Inhalt dieser Arbeit setzt sich mit der Frage nach dem Bildungsenhancement durch Augmented-Reality-Anwendungen auseinander. In Hinblick auf die Theorien und Überlegungen von Vilém Flusser und Norbert Meder werden die Schlüsselbegriffe Medien, Bildung und Mediatisierung mit der Frage nach den Bildungspotenzialen der Computertechnologie in Verbindung gebracht. Unter besonderer Berücksichtigung einer ausgewählten Augmented-Reality-Anwendung werden die genannten Positionen miteinander verglichen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzudecken. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Bildungspotenziale digitaler Medien zu identifizieren und darzustellen.The scope of this thesis is to question the role of educational enhancement through augmented- reality-applications. Key terms, such as media, education and mediatization, discussed in the theories and considerations of Vilém Flusser and Norbert Meder will be linked to the question of the educational potential of computer-technology. With special consideration of an augmented-reality- application, the described positions are compared with each other in order to reveal their similarities and differences. The aim this thesis is to identify and present the educational potential of digital media
Emotionale Aspekte des Dolmetschens während der letzten NS-Prozesse
Im Zentrum dieser Masterarbeit steht die Frage, ob das Dolmetschen der Zeugenaussagen während der letzten NS-Prozesse eine emotional belastende Tätigkeit ist, für die solche Schwierigkeiten wie emotionale mit dem Trauma verbundene zu dolmetschende Inhalte, die für DolmetscherInnen ein dermaßen traumatisierendes Erlebnis darstellten, dass sie es verdrängen mussten, die Bedeutung der Prozesse, Wahrung der Neutralität, Rollenadäquatheit und die Bewahrung der emotionalen Ebene sowie Stress charakteristisch sind und ob all das Auswirkungen auf das weitere (Berufs-)Leben der DolmetscherInnen hatte. Das Ziel dieser Arbeit ist es, mittels Befragungen Eindrücke der involvierten DolmetscherInnen zu sammeln und herauszufinden, ob sie das so empfanden und durch eine qualitative Analyse der Antworten diese Hypothese zu bestätigen oder widerzulegen. Im ersten theoretischen Teil dieser Arbeit sollen theoretische Grundlagen zu folgenden Themen präsentiert werden: Gerichtsdolmetschen allgemein, Gerichtsdolmetschen in Deutschland und Frankreich, emotionale Aspekte des Dolmetschens und des Gerichtsdolmetschens, die berühmtesten NS-Prozesse und das Dolmetschen bei diesen, die NS-Prozesse gegen John Demjanjuk, Oskar Gröning, Reinhold Hanning und Klaus Barbie. Für den zweiten empirischen Teil sollen fünf DolmetscherInnen, die im Rahmen dieser Prozesse tätig waren, zu ihren emotionalen Erlebnissen befragt werden und die Befragungsergebnisse werden abschließend mithilfe von qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) analysiert werden.This Master's thesis focuses on the question of whether interpreting the testimonies of witnesses during the last Nazi trials is an emotionally stressful activity, for which such difficulties as emotional traumatic content to be interpreted, which represented such a traumatising experience for interpreters that they had to repress it, the significance of the trials, neutrality, preservation of the emotional level, role adequacy and stress are characteristic, and whether all this had an impact on the further (professional) life of the interpreters. The aim of this paper is to collect impressions of the involved interpreters through interviews and to find out whether they felt this way and to confirm or refute this hypothesis through a qualitative analysis of the answers. In the first theoretical part of this paper, theoretical foundations on the following topics will be presented: Court interpreting in general, court interpreting in Germany and France; emotional aspects of interpreting and court interpreting; the most famous Nazi trials and interpreting at them; the Nazi trials of John Demjanjuk, Oskar Gröning, Reinhold Hanning and Klaus Barbie. For the second empirical part, interpreters who worked at these trials will be interviewed about their emotional experiences. The results of the interviews will be eventually analyzed using qualitative content analysis according to Mayring (2015)