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Moosbrunn im Fokus des Naturschutzes
Das Ziel dieser Masterarbeit war es, die Katastralgemeinde Moosbrunn im Fokus des Natur-schutzes zu beleuchten. Dafür wurden zwei Forschungsfragen herangezogen: „Inwiefern hat sich die Landnutzung in der Katastralgemeinde Moosbrunn in den letzten 200 Jahren verän-dert?“ und „Inwiefern lassen sich in der Katastralgemeinde Moosbrunn Flächen aufgrund ihrer Vegetation als schützenswert ausweisen?“. Die Landnutzungsänderungen geben einen Über-blick, welchen Einfluss der Mensch in den letzten 200 Jahren auf die Natur hatte. Mittels Fer-nerkundung, basierend auf den Jahren 1818, 1873 und 2020 konnte ein deutlicher Rückgang der Wiesenflächen von 47% (1818) auf weniger als 16% (2020) festgestellt werden. Im selben Zeitraum wurde eine Zunahme der Ackerflächen von 39% auf mittlerweile knapp 70% fest-gestellt. Die Bestimmung schützenswerter Flächen ermöglicht zusätzlich einen detaillierten Überblick der aktuellen Situation vor Ort. Neben den bereits als Naturdenkmal ausgewiese-nen Standorten (Brunnlust, Eisteichwiese), wurden im Zuge einer Biotoptypenkartierung jene Flächen herausgearbeitet, die für den Naturschutz von besonderem Interesse sind. Es konn-ten fünf weitere naturschutzfachlich interessante Standorte ermittelt werden. Dabei handelt es sich um die Schwertlilienwiese mit der seltenen Sibirischen Schwertlilie, das Herrngras mit seiner speziellen Charakteristik, ein Großröhricht, eine Auwiese sowie ein Großseggenried. Die Ergebnisse dieser Masterarbeit liefern daher einen wichtigen Beitrag für zukünftige Maß-nahmen zum Schutz gefährdeter Biotoptypen sowie einer nachhaltigen Landnutzung.The purpose of this Master’s Thesis was to examine the cadastral community Moosbrunn in consideration of the conservation of nature. Therefore, two research questions have been established: “How did land use within the cadastral community Moosbrunn change during the last 200 years?” and “In what way are areas within the cadastral community Moosbrunn worth protecting, based on their vegetation?”. Changes in land use provide an overview, as to how humankind influenced nature during the last 200 years. By using remote sensing, based on the years 1818, 1873 and 2020, a distinct decrease of grassland from 47% in 1818, to less than 16% in 2020 could have been determined. Diametrically opposed to this development, arable land has increased from once 39% (1818) to about 70% these days. On the other hand, areas have been analyzed via mapping of biotope types and selected due to their rele-vance for nature conservation. These areas worth protecting enable a locally detailed over-view of the current situation. In addition to two natural landmarks (Brunnlust, Eisteichwiese), five additional sites could have been determined – the so-called “Schwertlilienwiese” with the rare Siberian iris, the Herrngras with its specific characteristic, one swamp, one meadow and one area with sedges. The results of this Master’s Thesis provide important contributions for coming arrangements considering the protection of endangered biotope types and sustainable land use, respectively
Tagfalter-Monitoring in Wien 2018
Tagfalter haben als Indikatoren für Biodiversität, Umwelt- und Klimaveränderungen in der aktuellen Wissenschaft enorm an Bedeutung gewonnen, da sie spezielle Habitatanforderungen haben und auf Umweltveränderungen empfindlich reagieren. Es ist ein kontinuierliches Monitoring nötig, um ausreichend Datenmaterial für fundierte Aussagen über den Zustand der Tagfalterpopulationen sowie Prognosen zur Bestandsentwicklung einzelner Arten zur Verfügung zu haben. In vielen europäischen Ländern gibt es daher seit vielen Jahren regelmäßige, standardisierte Tagfalter-Zählungen, wie z.B. das „United Kingdom Butterfly Monitoring Scheme“ in Großbritannien oder das „Tagfalter-Monitoring Deutschland“. Im Zuge dieser Diplomarbeit wurden im Jahr 2018 im Stadtgebiet Wien 7 Standorte ausgewählt, um einerseits die Alpha-Diversität an vielversprechenden Standorten zu erheben und andererseits ein möglichst breites Spektrum an verschiedenen Lebensräumen hinsichtlich ihrer Ökofaktoren, Nutzung und Lage im Stadtgebiet zu erhalten. Die Transekte wurden pro Saison 11-mal von April bis September nach den international üblichen Kriterien begangen. Es wurden bei diesen Begehungen 61 Arten und 5 Artkomplexe dokumentiert. Die Fläche mit der höchsten Artenzahl war in diesem Jahr der Verschiebebahnhof mit 44 Arten, dicht gefolgt von der Lobau mit 43 Arten. Im Botanischen Garten, der einzigen Fläche im dichtverbauten Stadtgebiet, wurden 16 Tagfalterarten dokumentiert. Auf allen Standorten konnten 21 Arten erfasst werden, die entweder in der Roten Liste Österreichs oder Wiens gelistet sind, darunter z.B. Brenthis hecate, Meliteae didyma, Boloria euphrosyne und Satyrium w-album. Die Etablierung von Transekten auf 7 Standorten und die darauf gewonnen Daten stellen den Grundstein für die Etablierung eines langfristigen Tagfalter-Monitoring-Programms in der Stadt Wien dar.In recent years, butterflies have become increasingly important as indicators for biodiversity as well as for environmental and climatic changes. Their sensitivity to changes in their habitats as well as their specific requirements to living habitats mark them as ideal bioindicators. In order to obtain a sufficient amount of data to forecast population trends, it is necessary to carry out extensive monitoring. Many European countries already employ regular, standardised butterfly-counts. An example for such programmes is the “United Kingdom Butterlfly Monitoring Scheme” or the “Tagfalter-Monitoring Deutschland”. In 2018, 7 promising locations in Vienna, Austria, were chosen as study sites to collect data as part of this diploma thesis. The different locations were selected in order to compare the individual distributions of alpha-diversity as well as to restore a wide spectrum of different habitats – considering their ecological factors, their utilization and their positions in the city area. From April until September, the transects were inspected 11 times per season. During those inspections, 61 species and 5 species complexes were documented. With a number of 44 species, the area with the highest number of species was at the site Verschiebebahnhof. At the site Lobau 43 species were identified. At the Botanical Garden of the University of Vienna – the only area located in the middle of the city, surrounded by many buildings – only 16 butterfly species were identified. In all transects, 21 species were found that are either on the Red List Austria or Red List Vienna for instance Brenthis hecate, Meliteae didyma, Boloria euphrosyne and Satyrium w-album. The founding of the 7 transects as well as the accumulated data provide the basis for longer butterfly monitoring programmes in Vienna
Sprache im Diskurs
Vor dem Hintergrund der Verbindung von Sprach- und Migrationspolitik zeigt die vorliegende Arbeit, welche Bedeutungen der deutschen Sprache sowie Sprache/n im Allgemeinen in den österreichischen Regierungsprogrammen von 2000 bis 2017 zukommen. Dies umfasst die Beantwortung der Fragen, als was und wie Sprachen – insbesondere die deutsche Sprache – konstruiert werden und welche diskursiven Strategien dabei zur Anwendung kommen. Die Untersuchung erfolgt mittels diskurshistorischer Diskursanalyse. Den theoretischen Rahmen der Analyse bildet die Verknüpfung der Perspektiven der Sprachideologie und Migrationspä-dagogik. Dies ermöglicht einerseits die Herausarbeitung sprachideologischer Vorstellungen, andererseits kommt in den Blick, wie Sprecher_innen von Sprachen dargestellt werden. Die Untersuchung zeigt, dass es in Österreich als nahezu alternativlos dargestellt wird, die deutsche Sprache zu sprechen. Weitere Sprachen werden kaum thematisiert. Die deutsche Sprache fungiert in den Regierungsprogrammen als Gatekeeper u.a. zur österreichischen Gesellschaft und zu Bildung. Sprache – insbesondere die deutsche Sprache – wird als Differenzmerkmal verwendet, das bestehende Vorstellungen zu natio-ethno-kulturellen Zugehörigkeitsordnun-gen bestärkt
Volatile organosulfur compounds from plants: biological properties
Flüchtige Schwefelverbindungen (VSC) sind aus biologischer Sicht eine aufregende Gruppe von Verbindungen, die aus verschiedenen Quellen in der Natur stammen. Aus pharmazeutischer und medizinischer Sicht von großem Interesse sind VSCs, die aus Pflanzen stammen. Zum Teil werden die positiven Wirkungen verschiedener Heilpflanzen durch die Wirkungen von VSC erklärt. Bisher ist eine große Anzahl von VSC aus Pflanzen bekannt und kommt in einer großen Anzahl von Pflanzenfamilien und -arten vor. Allerdings besitzen nicht alle VSC signifikante biologische Wirkungen. Die produktivsten Pflanzen unter Berücksichtigung der Konzentration und Anzahl der verschiedenen VSC sind Pflanzen aus den Familien Brassicaceae Burnett und Amaryllidaceae. Neben diesen beiden Familien werden auch biologisch aktive Schwefelverbindungen aus anderen Familien isoliert. In diesem Artikel werden die wichtigsten Pflanzenfamilien mit dem entsprechenden VSC und einer Schilderung der wichtigen biologischen Wirkungen für jede Verbindung systematisiert. Es wurde gezeigt, dass diese Substanzen antioxidative, antiproliferative, proapoptotische sowie direkte Antikrebseffekte haben.Volatile sulfur compounds (VSC), from a biological point of view, are an exciting group of compounds that originate from different sources in nature. Of great interest from the pharmaceutical and medical point of view are the VSCs that originate from plants. In part, the positive effects of various medicinal plants are explained by the effects of VSC. So far, a large number of VSC from plants are known and found in a large number of plant families and species. However, not all VSC possess significant biological effects. The the most productive plants when considering the concentration and number of different VSC are plants from the Brassicaceae Burnett and Amaryllidaceae families. In addition to these two families, biologically active sulfur compounds are also isolated from other families. This paper systematizes the most important plant families with the corresponding VSC and a depiction of the important biological effects for each compound. These substances have been shown to have antioxidant, antiproliferative, proapoptotic, as well as direct anticancer effects
Assessing bog surface oscillation ("bog breathing") at the Pürgschachen-Moos in Ardning, Austria
Feuchtgebiete auf der ganzen Welt sind aufgrund ihrer Rolle im Kohlenstoffkreislauf für unsere Umwelt von entscheidender Bedeutung. Es kann nicht nur eine Kohlenstoff- bindung auftreten, sondern auch die Freisetzung von Kohlenstoff in die Atmosphäre. Es wird geschätzt, dass Moore weltweit etwa 3% der globalen Landfläche ausmachen und etwa 600 Gigatonnen Kohlenstoff enthalten (Zicheng et al., 2011). Während die Bedeutung der Moore zweifellos eine hohe ist, gibt es noch viel zu lernen und zu verstehen. Ein dort auftretendes und bis dato nicht hinreichend erforschtes Phänomen ist als Bog Surface Oscillation (BSO) oder alternativ als "Mire Breathing" bekannt. Diese Studie zielt darauf ab herauszufinden, ob die Oberfläche von Pürgschachen-Moos im Sommer schwingt, und zu untersuchen, wie sie mit dem Grundwasserspiegel, dem Niederschlag und der Temperatur zusammenhängt. Das Pürgschachen-Moos ist ein 62 Hektar großes Moor befindet sich im Enns-Tal in der Steier- mark, Österreich. Mit Hilfe eines terrestrischen Laserscanners und Eisenstangen konnte die BSO von Pürgschachen-Moos von Mai bis August 2019 gemessen werden. Die Ergeb- nisse zeigten, dass die Mehrheit von Die Mooroberfläche schwankt zwischen Mai und August zwischen 0 und 3 Zentimetern. Es wurde jedoch festgestellt, dass Gebiete im Moor mit Latschenkiefern und Birken bis zu 15 Zentimeter schwingen. Die Ergebnisse zeigen eine enge Beziehung zwischen der Wassertiefe, des Niederschlags und der Lufttemperatur.Wetlands across the globe are vital to our environment because of their role in the carbon cycle. Not only can carbon sequestration occur but so can the release of carbon into the atmosphere. Worldwide, it is estimated that peatlands account for about 3% of global land area and contain about 600 gigatons of Carbon (Zicheng et al., 2011). While the importance of the wetlands is clear there are still many things left to be learned and understood about peatlands. One phenomenon occurring there that is not yet completely explored is known as Bog Surface Oscillation (BSO), but also can be referred to as “Mire Breathing.” This study aims to discover if the surface of Pürgschachen-Moos is oscillating over the summer period and to explore how it is related to the water table, rain and temperature. The Purgschachen- Moos is a 62-hectare bog located in the Enns Valley in Styria, Austria. Through the use of terrestrial laser scanner and iron rods it was possible to measure the BSO of Pürgschachen-Moos from May through August of 2019. Results revealed that the majority of the bog surface oscillates between 0-3 centimeters between the months of May- August. However, areas in the bog with mountain pine and birch were found to oscillate up to 15 centimeters. Results also show that there exists a strong relationship between the water table depth on precipitation and air temperature
Pharmakotherapie der arteriellen Hypertonie
Herz – Kreislauf – Erkrankungen zählen zu den weltweilt häufigsten Todesursachen. Arterielle Hypertonie stellt dabei seit Jahren einen entscheidenden Risikofaktor für kardiovaskuläre, zerebrovaskuläre sowie renale Folgeerkrankungen dar. Deshalb bilden die Prävention sowie Therapie dieser Komplikationen einen wesentlichen Anteil in der ärztlichen Tätigkeit.
Die arterielle Hypertonie bleibt aufgrund ihrer unspezifischen, kaum wahrnehmbaren Symptomatik oft lange unerkannt. Häufig wird sie durch die von ihr ausgelöste Erkrankung diagnostiziert. Die chronische Blutdruckerhöhung begünstig arteriosklerotische Veränderungen in den Arterien, die einen Myokardinfarkt, eine koronare Herzkrankheit, Schlaganfälle sowie Nierenschäden zur Folge haben können. Es ist daher nicht abwegig, dass eine adäquate Senkung des Blutdrucks einen wesentlichen Faktor in der Prävention spielt.
Ein systolischer Blutdruck – Messwert von über 140 mmHg sowie ein diastolisches
Blutdruck – Messergebnis mehr als 90 mmHg wird als Hypertonie definiert. Dabei ist zu beachten, dass der Blutdruck physiologischen Schwankungen unterliegt, die teilweise zu einer deutlichen Erhöhung der Messergebnisse führen können.
In der antihypertensiven Therapie gilt es in erster Linie das kardiovaskuläre Gesamtrisiko und weiters die bedeutenden Folgeschäden zu reduzieren. Eine Änderung des Lebensstils sowie eine an den Patienten individuell angepasste Therapiestrategie erzielen die bestmöglichen Ergebnisse. Zu den nicht - pharmakotherapeutischen Maßnahmen zählen Gewichtsreduktion, Nikotinverzicht, Vermeidung von übermäßigem Alkoholkonsum, regelmäßiger Ausdauersport und kochsalzarme Ernährung. Die medikamentöse Therapie kann abhängig vom Patienten als Monotherapie, niedrig dosierte Kombinationstherapie sowie sequentielle Therapie gestartet werden. Die initiale Monotherapie nimmt den gleichen Stellenwert wie die Kombination mehrerer Antihypertensiva ein. Die dafür verwendeten Wirkstoffe sind primär ACE – Hemmer, Angiotensin – Rezeptor – Antagonisten, Diuretika, Beta - Blocker und Calciumantagonisten.
Entscheidend für den Erfolg der blutdrucksenkenden Therapie ist weiters die Compliance der Patienten. Häufig ist den Hypertonikern aufgrund der Asymptomatik nicht bewusst, weshalb Medikamente, die Nebenwirkungen hervorrufen können, eingesetzt werden müssen. Die Aufklärung des Arztes über die schwerwiegenden Komplikationen spielt dabei eine wesentliche Rolle.Cardiovascular diseases are among the most frequent causes of death worldwide. Arterial hypertension has been a decisive risk factor for cardiovascular, cerebrovascular and renal secondary diseases for years. Therefore, the prevention and therapy of these complications form an essential part of medical practice.
Arterial hypertension often remains unnoticed for a long time due to its unspecific, hardly noticeable symptoms for a long time. It is often diagnosed by the disease it causes. The chronic increase in blood pressure favours arteriosclerotic changes in the arteries, which can lead to myocardial infarction, coronary heart disease, strokes and kidney damages. It is therefore not unreasonable that an adequate reduction of blood pressure plays an essential role in prevention.
A systolic blood pressure over 140 mmHg and a diastolic blood pressure - measurement result greater than 90 mmHg is defined as hypertension. It should be considered that blood pressure is subjected to physiological fluctuations, which can sometimes lead to a significant increase in the measurement results.
In the antihypertensive therapy the primary aim is to reduce the overall cardiovascular risk and also the significant consequential damages. A change in lifestyle and therapy strategies individually adapted to the patient achieve the best possible results. Non-pharmacotherapeutic measures include weight reduction, abstinence of nicotine, avoidance of excessive alcohol consumption, regular endurance sports and a low-salt diet. Depending on the patient, drug therapy can be started as monotherapy, low-dose combination therapy and sequential therapy. Initial monotherapy has the same significance as the combination of several antihypertensives. The active substances used for this are primarily ACE - inhibitors, angiotensin receptor antagonists, diuretics, beta -blockers and calcium antagonists.
Another decisive for the success for antihypertensive therapy is patient compliance. Often hypertensive patients are not aware of the need for medication that can cause side effects because of the asymptomatic nature of the disease. The information provided by the doctor about the serious complications plays as an important role in this respect
Einfluss schulischer finanzieller Ausbildung auf den späteren Umgang mit Geld bei Emerging Adults
Besonders in den letzten Jahren ist in diversen Studien gezeigt worden, dass das Finanzwissen der österreichischen Bevölkerung großteils als ausbaufähig zu klassifizieren ist. Gerade junge Erwachsene, welche sich im aufkommenden Erwachsenenalter (Emerging Adulthood) am Übergang zur Selbstständigkeit befinden, werden unter anderem mit der für sie neuen Herausforderung der finanziellen Unabhängigkeit konfrontiert. Angelehnt an Shim et al. (2010) können sowohl Eltern als auch Schulen dazu beitragen, inwiefern junge Erwachsene in ihrem späteren Leben über finanzielles Wissen verfügen, welches wiederum einen Einfluss auf das Verhalten und das Wohlbefinden in finanziellen Belangen nehmen kann. Aus diesem Grunde hat sich die vorliegende Diplomarbeit mit der Forschungsfrage befasst, wie die schulische finanzielle Ausbildung den späteren Umgang mit Geld von Emerging Adults beeinflusst. Weiters ist im Zuge dieser Erhebung ein Vergleich zwischen den Lehrplänen der allgemeinbildenden (AHS) und der berufsbildenden höheren Schulen (BHS) hergestellt worden. Zur Beantwortung der Fragestellungen ist ein Erhebungsinstrument für eine Online-Befragung (n = 415) generiert worden, welches im Rahmen eines größer angelegten Projektes zur internationalen Erforschung der finanziellen Sozialisation bei jungen Erwachsenen entstanden ist. Aus dem getesteten Modell geht hervor, dass die schulische finanzielle Ausbildung einen geringen bis keinen Einfluss auf den späteren Umgang mit Geld der Emerging Adults hat. Aus den Ergebnissen lässt sich des Weiteren ableiten, dass bezüglich der schulischen finanziellen Ausbildung zwischen AHS und BHS zwar zum Teil hochsignifikante Unterschiede zu verzeichnen sind, beide Schultypen aber dennoch Anlass zu einer stärkeren Einbindung der Vermittlung von Wissen über Finanzielles in den Unterricht haben.In recent years in particular, various studies have shown that the financial literacy of the Austrian population shows room for improvement. Especially young adults who are during the emerging adulthood in the transition to autonomy are confronted with the new challenge of financial independence. According to Shim et al. (2010), both parents and schools can contribute to the extent to which young adults have financial knowledge, which in turn can influence their behavior and well-being in financial matters. For this reason, this thesis has addressed the research question of how high school financial education influences the later handling of money by emerging adults. In addition, the survey has compared the curricula of general (AHS) and vocational secondary schools (BHS). To answer the research questions, an instrument for an online survey (n = 415) was generated, which was developed within the framework of a larger project on international research on financial socialization among young adults. The tested model shows that the high school financial education has little to no influence on emerging adults’ later handling with money. The results also show, that although there are highly significant differences in financial education between AHS and BHS, both types of school have reason to integrate financial literacy more strongly into the classroom
Generalisations of small cancellation
Diese Masterarbeit behandelt einige Voraussetzungen an Gruppenpräsentationen, aus denen folgt, dass eine Gruppe hyperbolisch ist. Ein klassisches Beispiel aus der Small Cancellation Theorie is das Folgende: Eine Gruppe mit Präsentation erfüllt die Voraussetzung, wenn für jedes Unterwort eines Relators , das in zwei verschiedenen Elementen der Menge aller zyklisch reduzierten konjugierten Elemente von vorkommt, die Länge echt kleiner ist als . Seit der Entwicklung der klassischen Small Cancellation Theorie in den 1960ern wurden viele Verallgemeinerungen und Variationen dieser Voraussetzungen veröffentlicht von denen wir zwei kürzlich erschienene vorstellen werden. Zuerst betrachten wir eine Voraussetzung für Gruppen mit genau einem Relator von Blufstein und Minian und dann den sogenannten \texttt{RSym} Algorithmus von Holt et al.
Eine Vermutung von Louder und Wilton besagt, dass Gruppen mit genau einem Relator, wobei der Relator einen Primitivrang von hat, hyperbolisch sind. Der Primitivrang eines Wortes im Alphabet ist der kleinste Rang den eine Untergruppe der freien Gruppe haben kann, sodass ein nichtprimitives Element von ist.
Wir nutzen den \texttt{RSym} Algorithmus um diese Vermutung für kleine Beispiele, also Relatoren bis zu Länge , zu analysieren. Weiterhin untersuchen wir, ob der \texttt{RSym} Algorithmus für Gruppen erfolgreich ist, die nach Blufstein und Minian hyperbolisch sind.This thesis considers several conditions on group presentations which yield hyperbolicity of a group. A classic example from small cancellation theory is the following: A group presentation satisfies the condition if for any subword of a relator that occurs in two different elements of the set of cyclically reduced conjugates of elements of , the length is strictly smaller than . Since the development of classical small cancellation theory in the 1960's, there have been published many generalisations and variations of those conditions from which we present two recent ones. First, we consider a condition for one-relator groups by Blufstein and Minian and then an algorithmic approach called \texttt{RSym} by Holt et al.
A conjecture by Louder and Wilton says that one-relator groups with a relator of primitivity rank are hyperbolic. The primitivity rank of a word in the alphabet is the smallest rank that a subgroup of the free group can have such that is a non-primitive element of .
We use the \texttt{RSym} algorithm to analyse this conjecture for small examples, i.e. groups with relators of length up to . Furthermore, we examine if the \texttt{RSym} algorithm succeeds on groups which are hyperbolic by Blufstein and Minian
Erdölextraktion im südwestlichen Iran
Der Fund von Erdöl im Zāgros-Gebirge des südwestlichen Irans im Jahr 1908 brachte tiefgreifende Veränderungen für die lokalen Gesellschaften sowie für das ganze Land mit sich. Der Rohstoff bildet bis heute die Grundlage der gesamten iranischen Ökonomie. Durch die historische Aufarbeitung, wie ein britisch geführtes transnationales Unternehmen vorging, um im Iran Erdöl zu extrahieren, können weitreichendere intendierte sowie nicht-intendierte Konsequenzen für die lokale Bevölkerung beleuchtet werden. Anhand des Beispiels der halbnomadisch lebenden tribalen Konföderation der Bakhtiyari werden soziokulturelle Organisationsformen, strukturelle, politische sowie ökonomische Aspekte und deren Wandel im Kontext der Ressourcenextraktion nicht nur aufgezeigt, sondern die generelle Extraktion natürlicher Ressourcen wird in partikulare historische und damit auch in koloniale Machtbeziehungen eingebettet. Um diese spezifischen Prozesse bei den Bakhtiyari in Wechselbeziehung mit ihren materiellen Ausgangsbedingungen analysieren zu können, wird in dieser Arbeit entsprechend dem theoretischen Modell des Kulturmaterialismus analytisch zwischen Infrastruktur, Struktur und Superstruktur unterschieden. Dadurch kann erklärt werden, wie die Vorgehensweise britischer Geschäftsmänner zur Gründung eines Öl-Komplexes und zur Sicherstellung der dafür benötigten Arbeitskräfte lokale Lebensweisen zu Gunsten der Geschäftsbetreibung und des Profits umstrukturierte. Die dafür rekrutierten Bakhtiyari-Männer als Arbeitskräfte wurden wie auch andere Angestellte der Anglo-Persian Oil Company in dafür errichteten Öl-Städten („company towns“) untergebracht und kontrolliert, wodurch die Reproduktion der Arbeiterklasse generiert werden konnte. Ermöglicht wurde dies einerseits durch die Morphologie der Stadt, die besonders die Segregation der nach Herkunft getrennten Arbeiter und damit soziale Kontrolle förderte. Andererseits erlaubte die Einführung eines industriekapitalistischen Systems die schrittweise Verdrängung lokaler Lebensformen, die schließlich zur Auflösung der Konföderation der Bakhtiyari führte
The promotion of European works: an analysis on quotas for European audiovisual works and their effect on culture and industry
In dieser Masterthese werden die Auswirkungen von EU-Quoten für audiovisuelle Werke auf den Binnenmarkt und auf die europäische Kultur untersucht. Durch die Bewertung der Quoten für Broadcast-Dienstanbieter und für Anbieter individuell abrufbarer audiovisueller Mediendienste identifiziere ich das inhärente Problem der quantitativen Beschränkungen und die unterschiedlichen Auswirkungen auf die einzelnen audiovisuellen Mediendienste. Ich messe den Erfolg der EU-Quoten daran, ob sie die politischen Ziele der Europäischen Union erreichen: kulturelle Vielfalt und Entwicklung der audiovisuellen Industrie. Meine Forschungsmethode besteht darin, zunächst die politischen Ziele der EU zu definieren, indem ich die Entstehungsgeschichte der Richtlinie "Fernsehen ohne Grenzen" und der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste bewerte, um die Absichten und Begründungen für EU-Quoten zu ermitteln. Dann führe ich eine Folgenabschätzung durch, in der die tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen der Quoten auf den Binnenmarkt und die Kultur ermittelt werden, und bewerte, inwieweit die Ergebnisse mit den politischen Zielen der EU übereinstimmen. Meine Ergebnisse deuten darauf hin, dass vorgängige Rechtsvorschriften für den Rundfunk die politischen Ziele der EU behindert haben, während die derzeitigen Rechtsvorschriften für nicht-lineare Dienstleistungen nicht zu den politischen Zielen der EU beitragen können. Diese Masterthese stellt die Notwendigkeit europäischer Quoten als Mittel zur Sicherung der kulturellen Vielfalt und der Beschäftigung in Frage. Einige halten Quoten für notwendig, um die europäische Identität vor der "kulturellen Dominanz der USA" und die Industrie vor dem übermächtigen Markt der Vereinigten Staaten zu schützen. Jedoch, aus meiner Sicht, haben quantitative Beschränkungen negative Auswirkungen auf die Qualität europäischer Werke, weile diese letztendlich sowohl den kulturellen Wert europäischer Werke als auch die Schaffung einer gesamteuropäischen audiovisuellen Industrie beeinflussen.This Master Thesis examines the impact EU level quotas on audiovisual works have on the internal market and on European culture. By evaluating quotas on broadcast providers and on-demand audiovisual providers, I identify the inherent issue in quantitative restrictions and the varying impact it has on each audiovisual media service. I measure the success of EU quotas based on whether they achieve the policy goals of the European Union: cultural diversity and developing the audiovisual industry. My research method is to first define the policy goals of the EU by evaluating the drafting history of the Television without Frontiers Directive and the Audiovisual Media Services Directive in order to identify the intentions and justifications for EU level quotas. I then conduct an impact assessment, identifying real and potential effects the quotas will have on the internal market and culture, and evaluate how the results align with the policy goals of the EU. My findings indicate that prior legislation on broadcasting has hindered EU policy goals while current legislation on non-linear services will not contribute to EU policy goals. This Master Thesis challenges the necessity for European quotas as a means to ensure cultural diversity and employment. Some view quotas as necessary to protect European identity from ‗U.S. cultural dominance‘ and to protect the industry from the United States‘ overpowering market, however, I argue that quantitative restrictions have a negative impact on the quality of European works, which resultantly affects both the cultural value of European works and the creation of a pan-European audiovisual industry