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Wiens Volksschulen auf dem Weg zu separaten Deutschförderklassen - der richtige Weg?
Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich den im Schuljahr 2018/19 in Österreich eingeführten Deutschförderklassen und untersucht die Auswirkungen der separaten Beschulung. Zu diesem Zweck wurden insgesamt acht Interviews mit verschiedenen Akteurinnen an drei Wiener Volksschulen geführt. Es hat sich gezeigt, dass die Rahmenbedingungen an den Schulen voneinander abweichen sowie die Umsetzung der Fördermaßnahme sehr unterschiedlich ausgefallen ist und die Separation zum Teil umgangen wurde.
Die Ergebnisse dieser qualitativen Untersuchung legen dar, dass die Einführung der Deutschförderklassen für die Lehrpersonen mit vielen Herausforderungen und Einschränkungen verbunden war. Für die SchülerInnen stellte sich die Gesamtsituation teilweise als starke Belastung dar. Insgesamt erwies sich das Konzept auf Grund des hohen separaten Stundenausmaßes und der unzureichenden Ressourcen als undurchführbar.
Resümierend kann der Schluss gezogen werden, dass sich das Konzept der Deutschförderklassen nicht mit dem Anspruch der Chancengerechtigkeit vereinen lässt
Vereinigung mit dem Willen Gottes
KKK 2825 sagt uns: „Wir bitten unseren Vater, unseren Willen mit dem seines Sohnes zu vereinen, damit wir seinen Willen, den Ratschluss des Heiles für das Leben der Welt, erfüllen.“. Aber was heißt das eigentlich, Vereinigung unseres Willens mit dem Willen Christi, bzw. mit dem Willen Gottes? Kann man überhaupt eigenen Willen mit dem Willen Gottes vereinen und was heißt das konkret? Diese Arbeit versucht eine Antwort auf diese Fragen zu geben, und zwar durch die öffentliche Offenbarung, nämlich die Heilige Schrift und durch die Privatoffenbarungen einer italienischen Mystikerin und Dienerin Gottes Luisa Piccarreta. Das Zentrum ihrer Privatoffenbarungen sind die Ausführungen über die sogenannte ‚Gabe des Lebens im göttlichen Willen‘, die einen zur vollkommenen Einheit des Willens mit dem Willen Gottes führen. Im ersten Teil, wo die Vereinigung des menschlichen mit dem Göttlichen Willen in der Heiligen Schrift unter dreifacher Hinsicht betrachtet wird (Wille Gottes als Gesetzt, Heiligung und sein souveräner Wille), wird gezeigt, dass nichts dagegen spricht, dass der Mensch seinen Willen, mit dem Willen Gottes vereinen könnte. Im etwas komplexerem, zweiten Teil, wird durch die Privatoffenbarungen Luisa Piccarretas entdeckt, zur welch erhabenen Gnade Gott den Menschen durch die Vereinigung seines Willens, mit dem Willen Gottes, mittels der Gabe des Lebens im göttlichen Willen berufen hat. Außer dem Beitrag zum Thema „Vereinigung mit dem Willen Gottes“, ist das Anliegen dieser Arbeit, angesichts des laufenden Seligsprechungsprozesses Luisa Piccarretas, auch einen theologischen Beitrag zu ihrer Causa und ihren Schriften, die eine wachsende Rezeption erleben zu leistenCatechism of the Catholic Church 2825 teaches us: “We ask our Father to unite our will to his Son's, in order to fulfill his will, his plan of salvation for the life of the world.” But what does this actually mean, to unite our will with the will of Christ, or with the will of God? Can one in fact unite his own will with the will of God, and what does this mean in specific? This thesis tries to give an answer to this question, on the one hand through public revelation, namely Holy Scripture; and on the other hand, through private revelations of Italian mystic and servant of God, Luisa Piccarreta. The center of her private revelations is so called ‘gift of living in the Divine Will’, which should lead to full union with the will of God. In first part, where the union of men´s will with the will of God is being considered under three aspects (God´s Will as a law, sanctification and Gods sovereign Will), is shown that there is nothing contrary to consider the full union with the Will of God to be possible. In somewhat more complex second part, through the private revelations of Luisa Piccarreta, we discover to which exalted graces God calls man in uniting his will with Gods Will; by means of gift of the living in the Divine Will. Besides contribution to the Theme “Union with the Will of God”, this thesis also attempts to make a theological contribution to the writings of servant of God Luisa Piccarreta, which experience growing reception, and to her opened cause for beatification
Ist Inklusion le(h)rnbar?
Für den Unterricht in inklusiven Schulen werden besondere Herausforderungen an die Gestaltung
von Unterrichtspraxis, aber auch an die Einstellungen und Überzeugungen der Lehrpersonen gestellt,
oftmals verbunden mit intensiven Herausforderungen, und nicht selten mit der Metapher „gegen
den Strom schwimmen“ in Verbindung gebracht. Im Englischen wird der Ausdruck „against the grain“
(Seitz 2011, S.8) verwendet, womit in etwa auch so viel gemeint ist wie „gegen den Strich“,
„entgegen der Richtung“. Simon meint dementsprechend: „Inclusive education is teaching against
the grain […], challenging the common configuration of beliefs and practices we have inherited from
tradition in order to create new, more just modes of belief and practice“ (Simon 1992, zit.n. Danforth
2014, S.8).
Wenn man dies bedenkt, wenn man inklusive Bildung als „teaching against the grain“ versteht – was
unter Umständen ein Arbeiten außerhalb tradierter gesellschaftlicher Normen oder herkömmlicher
Vorstellungen von Unterricht bedeutet - so impliziert dies, dass es im Rahmen einer
inklusionskompetenten LehrerInnen-Bildung mehr braucht, als den Erwerb pädagogischer
Fähigkeiten und Fertigkeiten. Es braucht Veränderungen weit unter einer bildungsstrukturellen,
curricularen „Oberfläche“, es braucht Raum und Zeit für Reflexion und somit für mögliche Auslöser
von Transformationen der individuellen Einstellungen, der traditionellen Werte und Normen, der
tradierten Bilder von Schule, Unterricht und Gesellschaft. Mit der Frage, auf welche Weise
Lernprozesse bei Erwachsenen zur Transformation bisheriger Einstellungen, (Vor-)Urteilen und
Meinungen führen können, beschäftigt sich die Theorie des transformativen Lernens (vgl. Mezirow
1990, 1997,2003).
Die Bildung zu inklusionskompetenten Lehrpersonen benötigt dementsprechend die Möglichkeit zu
transformativem Lernen. Die Basis dafür, und somit eine Voraussetzung zur Übernahme von
Verantwortung für das Gestalten inklusiver (schulischer) Lernumgebungen, sieht Koenig im
Ermöglichen von Lernräumen und -erfahrungen angehender PädagogInnen im Sinne des
transformativen Lernens (Koenig 2017, S.90).
An diesen Punkt soll die vorliegende Arbeit anknüpfen und Überschneidungen und Zusammenhänge
zwischen Bildung und transformativem Lernen aufgreifen, und Theorien dazu mit durch qualitative
Forschung erhobenen Daten in Beziehung setzen. Diese Daten wurden aus narrativen Interviews,
welche mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule Wien geführt wurden, die kurz vor
Abschluss ihres Studiums Primarstufe mit dem Schwerpunkt „Inklusion und Sonderpädagogik“
stehen, erhoben und ausgewertet nach der Narrationsanalyse nach Schütze.Teaching in inclusive schools poses particular challenges to the design of teaching practice, but also
to the attitudes and beliefs of teachers, often linked to intense challenges, and not infrequently
associated with the metaphor "against the grain". Simon says accordingly: „Inclusive education is
teaching against the grain […], challenging the common configuration of beliefs and practices we
have inherited from tradition in order to create new, more just modes of belief and practice“ (Simon
1992, zit.n. Danforth 2014, S.8).
Taking this into account, if one understands inclusive education as "teaching against the grain" -
which may mean working outside traditional social norms or conventional notions of teaching - this
implies that it needs more in the context of inclusion-competent teacher education, as the
acquisition of educational skills and abilities. It needs changes well below a structural, curricular
"surface", it needs space and time for reflection and thus for possible triggers of transformations of
individual attitudes, traditional values and norms, the traditional images of school, teaching and
society.
With the question, in what way learning processes in adults can lead to the transformation of
previous attitudes, (pre-) judgments and opinions, the theory of transformative learning is concerned
(see Mezirow 1990, 1997,2003).
The education of inclusion-competent teachers therefore needs the opportunity for transformative
learning. The basis for this, and thus a prerequisite for the assumption of responsibility for the design
of inclusive (school) learning environments, sees Koenig in enabling learning spaces and experiences
of aspiring educators in the sense of transformative learning (Koenig 2017, p.90).
It is at this point that the present work should build on and take up overlaps and connections
between education and transformative learning, and relate theories to data collected through
qualitative research. These data were collected from narrative interviews with students of the
University of Education in Vienna, who are about to complete their study of “Primary Education”
with a focus on "Inclusion and Special Education", and evaluated according to the narrative analysis
according to Schütze
Black Metal vs. Mainstream: Eingliederung und Ablehnung subkultureller Codes durch die Massenkultur
Das Black Metal Genre entwickelte sich durch Vorreiter wie die Band Venom in den 1970er Jahren. Mit der Entwicklung des ‚True Norwegian Black Metal‘ in den 1990er Jahren, avancierte das Genre nicht nur auf musikalischer Ebene zu einer der bis dahin extremsten Subkulturen. Einige Mitglieder des norwegischen Epizentrums der Second Wave des Black Metal folgten einer Philosophie aus Gewalt, Revolte und Hass. Aufgrund einer Reihe ihrer Verbrechen erlangte das Genre mediale Aufmerksamkeit und wurde deshalb nun auch vom Mainstream wahrgenommen. Nach und nach wurden Elemente dieser Subkultur in den Mainstream integriert und sind bis heute Bestandteil der Populärkultur.
Durch einen Vergleich von medialen Produktionen (Film- und Videomaterial, Internetmemes, Musik) aus Subkultur und Mainstream, welche sich inhaltlich mit Black Metal beschäftigen, soll im Rahmen dieser Arbeit herausgefunden werden, welche Elemente aus dem Black Metal in den Mainstream integriert und welche von ihm abgelehnt werden. Zusätzlich wird erörtert, wie der Prozess der Entnahme subkultureller Codes aus ihrem ursprünglichen Kontext, der anschließenden Aufladung mit neuer Bedeutung und schließlich der Vermarktung an ein Massenpublikum vonstattengeht. Das übergeordnete Ziel ist zu erörtern, ob und wie aus einer Subkultur ein an den Mainstream vermarktbares Konsumprodukt gemacht werden kann und wie die Subkultur darauf reagiert
Saying "we" rather than "I"
Wenn ich mit einer anderen Person spazieren gehe und man mich fragt was ich mache, dann antworte ich mit: „Wir gehen spazieren.“. Warum aber sage ich „wir“? Könnten nicht beide beteiligten Personen genauso gut antworten mit: „Ich gehe spazieren.“? Was braucht es also, damit wir uns als Gruppe identifizieren und als solche begreifen? Die Beantwortung dieser Fragen ist nicht nur aus theoretischer Perspektive relevant. Eine umfassende Theorie von Identifikation in Gruppen hilft beim Verständnis kollektiver Handlungen, einem Phänomen mit dem wir uns täglich konfrontiert sehen.
Christian List und Philip Pettits Buch Group Agency und vor allem das Kapitel über Gruppen Identifikation fungiert als Ausgangspunkt der Überlegungen (List and Pettit, 2011). In dieser Arbeit werde ich zeigen, dass List und Pettits Konzeption von Gruppen Identifikation wichtige Fragen unbeantwortet lässt. Anhand weiterer Schriften Pettits wird deutlich, dass die Art und Weise wie sich Gruppen Identifikation konstituiert, unzureichend geklärt ist. Darüber hinaus werde ich dafür argumentieren, dass nicht nur Gruppen Identifikation, sondern auch geteilte Absichten, welche Gruppen Identifikation mit konstituieren, eine Art kollektive Bewusstheit voraussetzen, welche von Pettit nicht adressiert wird. Hierdurch entsteht eine Erklärungslücke in Pettits Konzeption.
Anschließend werde ich Hans Bernhard Schmids Konzeption des pluralen Selbstbewusstseins vorstellen und prüfen ob beide Konzeptionen konvergent sind (Schmid, 2018). Vergleicht man die Konzeptionen von Schmid und Pettit wird deutlich, dass beide Ansätze fundamentale Unterschiede aufweisen. Ein wesentlicher Schritt meiner Argumentation besteht darin zu zeigen, dass Schmids Konzept des pluralen Selbstbewusstseins die Erklärungslücke in Pettits Ansatz schließen kann. Abschließend werde ich dafür argumentieren, dass es vor allem eine Charakteristik in Schmids Verständnis von Subjektivität ist, welche die Unterschiede in beiden Theorien hervorbringt.If you and I go for a walk, what makes you and me say that “We go for a walk” rather than each of us saying “I go for a walk”? What is it that makes us identify as a group? Discussing those questions might not only be relevant from a theoretical point of view. A profound conception of group identification might also be help to understand the practical phenomena of collective action that we experience on a daily basis.
Christian List and Philip Pettit´s work on group agency and more specifically the chapter on group-identification figure as a starting point into this debate (List and Pettit, 2011). In this thesis I will show that their account of group-identification leaves crucial questions unanswered. Further elaborations by Philip Pettit show that the constitution of group identification is explained unsatisfyingly. Beyond that I will argue that not only group-identification but also joint intentions which figure as drivers for group-identification presuppose a sense of collectiveness that Pettit cannot account for. This leaves an explanatory gap in Pettit’s conception.
Afterwards, I will present Hans Bernhard Schmid’s conception of plural self-knowledge as a potentially convergent conception (Schmid, 2018). Comparing Schmid’s understanding of group-identification to that of Pettit, I will argue that both accounts are fundamentally different. It will become clear that Schmid’s conception of plural self-knowledge can close the explanatory gap in Pettit’s account of group-identification. Finally it will be shown that there is one characteristic in Schmid’s conception of subjectivity that can account for the varying answers concerning the question of group-identification
Zum möglichen Nutzen für SchulleiterInnen einer gesetzlich vorgeschriebenen Schulleiterausbildung (Schulmanagementkurs)
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem, seit 1996 für alle Schulleiterinnen und Schulleiter von allgemeinbildenden Schulen, verpflichtenden Schulmanagementkurs, der eine der wichtigsten schulpolitischen Maßnahmen für die Professionalisierung von Schulleiterinnen und Schulleitern darstellt.
Im ersten Teil der Arbeit werden die theoretischen Grundlagen der Schulentwicklungsforschung besprochen. Die Veränderungen im Bildungswesen seit den 1990er Jahren werden aufgezeigt und das daraus resultierende neue Rollen- und Aufgabenbild für Schulleiter und Schulleiterinnen wird vorgestellt.
Um den neuen Aufgabenfeldern gerecht zu werden, bedarf es einer Professionalisierung. Dazu wurde eine Schulleiterausbildung ins Leben gerufen und der Ausbil-dungslehrgang (Schulmanagementkurs) gesetzlich verpflichtet. Aus diesem Zusammenhang heraus entwickelte die Autorin die Forschungsfrage: Gibt es einen möglichen Nutzen für SchulleiterInnen aus der gesetzlich vorgeschriebenen Schulleiterausbildung?
Im zweiten Teil der Arbeit wird mittels einer empirischen Studie dem Nutzen des Schulmanagementkurses nachgegangen – etwa beim Erstellen eines Schulprofils
oder Leitbildes, bei der Qualitätssicherung, bei der Organisation von Projekten, beim Zeit- und Konfliktmanagement etc.
Die Grundlage zum Herausfiltern von Informationen bieten die Interviews, die mit den Expertinnen (5 Volksschuldirektorinnen) geführt wurden.
Durch die Auswertungsmethode der qualitativen Inhaltsanalyse entsteht ein Kategoriensystem, welches als Interpretationsgrundlage für die Ausarbeitung der For-schungsfrage dient. Somit kann in dieser Arbeit sowohl der konkrete Nutzen des Schulmanagementkurses für die Schulleiterinnen aufgezeigt, als auch auf Defizite bei den angebotenen Seminaren hingewiesen werden
Der Europäische Stabilitätsmechanismus
Der Europäische Stabilitätsmechanismus wurde im Zuge der Finanzkrise als Nachfolger der EFSF errichtet, um die Stabilität der Eurozone zu gewährleisten. Er besteht als permanenter Mechanismus außerhalb des EU-Insitutionengefüges in einem zwischenstaatlichen System. Daher gelten die demokratiepolitischen Anforderungen des EU-Rechts für ihn nicht. Da er aber Aufgaben der EU-Wirtschafts- und Finanzpolitik übernimmt und das Leben der BürgerInnen der Euroländer wesentlich beeinflusst, sind eine demokratische Arbeitsweise und demokratische Entscheidungsprozesse wesentlich. Anhand der Kategorien Bestellung, Partizipation, Dezentralisierung, Transparenz, Begründung, Instanzenkontrolle, Kontrolle und Unabhängigkeit wird der Entscheidungsfindungsprozess und die Funktionsweise des ESM geprüft und seine Demokratiekonformität und Transparenzbestimmungen festgestellt
Ferdinand II. Erzherzog und Kaiser als unerbittlicher Kämpfer für die katholische Kirche
Ferdinand II. in seiner Funktion als Kämpfer für die katholische Kirche. Die unterschiedlichen Umsetzungen der gegenreformatorischen Ansätze. Die Gegenreformation als Instrument der Herrschaftsinszenierung
Zusammenfassung volksmedizinischer Daten
Zusammenfassung volksmedizinischer Daten - Monografien:
Die Daten aus vier Arbeiten über die Anwendung der Heilpflanzen wurden in eine Excel-Tabelle eingegeben. Anschließend erfolgte die Auswertung mittels Pivot-Tabellen. Excel bietet die Gelegenheit Informationen aus den Daten abzurufen und darzustellen. Man kann z.B. die Anwendung der Monografien in verschiedenen Regionen vergleichen
Experiments with the long-baseline matter-wave interferometer
Materiewelleninterferometrie ist ein nützliches Werkzeug um quantenmechanische Eigenschaften für eine breite Klasse von Materie nachzuweisen [1–4]. Mit dem neu konstruierten Long-baseline Universal Matter-wave Interferometer (LUMI) können Interferenzexperimente mit einzelnen Atomen bis hin zu komplexen Molekülen und bald auch schwere Metall-Cluster durchgeführt werden [5, 6]. Die hohe Empfindlichkeit des Interferometers kann ferner für Metrologie verwendet werden [7–9]. Einflüsse durch Inertialkräfte, wie die Gravitation oder die Corioliskraft [10], aber auch molekulare Eigenschaften, wie zum Beispiel die magnetische Suszeptibilität [11] oder die statische Polarisierbarkeit [12] können so zugänglich gemacht werden. Das Funktionsprinzip eines solches Interferometers für Moleküle wurde bereits im vor- angehenden Experiment demonstriert [13,14]. LUMI eignet sich aufgrund der zwei Meter langen Grundlinie besonders gut für Interferenz- und Präzisionsexperimente mit hoher Masse. Dies ermöglicht die Interferenz mit Molekülen mit einer um eine Größenordnung höheren Masse und einer 100-fach erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Kräften verglichen zum Vorgänger. LUMI ist daher mit Molekülen bis zu 100.000 amu kompatibel und kann Kräfte von nur F = 10E-26 N erfassen. Eine Elektrode und ein Ablenkungsmagnet, die im Versuchsaufbau des Interferometers installiert sind, können für metrologische Anwendungen an den interferierenden Molekülen verwendet werden. Zusätzlich zu den vorhandenen Deflektoren wurde das Interferometer im Rahmen dieser Arbeit um ein zweites Magnetsystem erweitert, das aus zwei Spulen in einer Anti-Helmholtz-Anordnung besteht. Die Spulen erzeugen ein einheitliches Gradientenfeld und k ̈onnen verwendet werden um Atome und Moleku ̈le mit einem permanenten magnetischen Moment zu untersuchen. Ich werde außerdem das Konzept der Materiewelleninterferometrie im Rahmen von LUMI beschreiben und aktuelle Ergebnisse zur Welt der Quantenmakroskopizität vorstellen: Die Quantenüberlagerung des bislang größten Moleküls (bis zu 28.000 amu) in einem Materiewelleninterferometer [15]. Weiters werde ich in einem kurzen Ausblick die geplanten Updates des Interferometers diskutieren. Die neue Version des Interferometers mit drei optischen Gittern soll zukünftig Interferenzexperimente mit Metallclustern ermöglichen und damit die aktuelle Massengrenze zu noch schwereren Moleküle verschieben.
[1] Björn Brezger, Lucia Hackermüller, Stefan Uttenthaler, Julia Petschinka, Markus Arndt, and Anton Zeilinger. Physical review letters, 88(10):100404, 2002.
[2] Markus Arndt and Klaus Hornberger. Nature Physics, 10(4):271, 2014.
[3] Clive Emary, JP Cotter, and Markus Arndt. Physical Review A, 90(4):042114, 2014.
[4] Klaus Hornberger, Stefan Gerlich, Philipp Haslinger, Stefan Nimmrichter, and Markus Arndt. Reviews of Modern Physics, 84(1):157, 2012.
[5] Y.Y.Fein. PhD thesis, University of Vienna, 2020.
[6] Filip Kialka, Benjamin Stickler, Klaus Hornberger, Yaakov Y Fein, Phiilipp Geyer, Lukas Mairhofer, Stefan Gerlich, and Markus Arndt. Physica Scripta, 2018.
[7] Lukas Mairhofer, Sandra Eibenberger, Armin Shayeghi, and Markus Arndt. Entropy, 20(7):516, 2018.
[8] Jonas Rodewald, Philipp Haslinger, Nadine Do ̈rre, Benjamin A Stickler, Armin Shayeghi, Klaus Hornberger, and Markus Arndt. pages 21–34. Springer, 2018.
[9] Markus Arndt. Physics Today, 67(5):30–36, 2014.
[10] Yaakov Y Fein, Filip Kialka, Philipp Geyer, Stefan Gerlich, and Markus Arndt. New Journal of Physics, 2020.
[11] Yaakov Y Fein, Armin Shayeghi, Lukas Mairhofer, Filip Kialka, Philipp Rieser, Philipp Geyer, Stefan Gerlich, and Markus Arndt. Physical Review X, 10(1):011014, 2020.
[12] Yaakov Y Fein, Philipp Geyer, Filip Kialka, Stefan Gerlich, and Markus Arndt.Physical Review Research, 1(3):033158, 2019.
[13] Stefan Gerlich, Lucia Hackermüller, Klaus Hornberger, Alexander Stibor, Hendrik Ulbricht, Michael Gring, Fabienne Goldfarb, Tim Savas, Marcel Müri, Marcel Mayor, et al. Nature Physics, 3(10):711, 2007.
[14] Klaus Hornberger, Stefan Gerlich, Hendrik Ulbricht, Lucia Hackermu ̈ller, Stefan Nimmrichter, Ilya V Goldt, Olga Boltalina, and Markus Arndt. New Journal of Physics, 11(4):043032, 2009.
[15] Yaakov Y Fein, Philipp Geyer, Patrick Zwick, Filip Kialka, Sebastian Pedalino, Marcel Mayor, Stefan Gerlich, and Markus Arndt. Nature Physics, 15(12):1242–
1245, 2019.Matter wave interferometry is a useful tool to demonstrate quantum mechanical properties for a broad class of matter [1–4]. With the newly constructed long- baseline universal matter-wave interferometer (LUMI) it is possible to carry out interference experiments with single atoms up to complex molecules and soon also heavy metal clusters [5,6]. The high sensitivity of the setup can further be used for advanced metrology on interfering particles [7–9]. We can sense inertial forces such as gravity or Coriolis [10] and measure molecular properties such as the magnetic susceptibility [11] or the static polarizability [12]. The principle of operation of this interferometer has already been established for molecules in previous near-field matter-wave interferometers [13,14]. However, LUMI is particularly well suited for high-mass interference and precision experiments due to the two-meter long baseline. This enables interference with molecules of an order of magnitude higher mass and a 100-fold increased force sensitivity compared to the predecessor. LUMI is therefore compatible with molecules up to 100.000 amu, while being able to sense forces as low as F = 10E−26 N. An electrode and a deflection magnet, which are installed in the experimental setup of the interferometer, can be used to deflect the interfering particles. In addition to the existing deflectors, the interferometer was expanded by a second magnetic system consisting of two coils in an anti-Helmholtz arrangement during the course of this thesis. The coils produce a tunable uniform gradient field and can be used to study atoms and molecules exhibiting a permanent magnetic moment. I will further describe the concept of matter wave interferometry in the context of LUMI and present recent results in the world of quantum macroscopicity: The superposition of the largest molecule (up to 28.000 amu) in a matter wave interferometer to date [15]. In a brief outlook I will discuss the planned updates of the interferometer. The new version of LUMI with three optical gratings will enable interference of metal clusters and thus push the current mass limit to even heavier molecules.
[1] Björn Brezger, Lucia Hackermüller, Stefan Uttenthaler, Julia Petschinka, Markus Arndt, and Anton Zeilinger. Physical review letters, 88(10):100404, 2002.
[2] Markus Arndt and Klaus Hornberger. Nature Physics, 10(4):271, 2014.
[3] Clive Emary, JP Cotter, and Markus Arndt. Physical Review A, 90(4):042114, 2014.
[4] Klaus Hornberger, Stefan Gerlich, Philipp Haslinger, Stefan Nimmrichter, and Markus Arndt. Reviews of Modern Physics, 84(1):157, 2012.
[5] Y.Y.Fein. PhD thesis, University of Vienna, 2020.
[6] Filip Kialka, Benjamin Stickler, Klaus Hornberger, Yaakov Y Fein, Phiilipp Geyer, Lukas Mairhofer, Stefan Gerlich, and Markus Arndt. Physica Scripta, 2018.
[7] Lukas Mairhofer, Sandra Eibenberger, Armin Shayeghi, and Markus Arndt. Entropy, 20(7):516, 2018.
[8] Jonas Rodewald, Philipp Haslinger, Nadine Do ̈rre, Benjamin A Stickler, Armin Shayeghi, Klaus Hornberger, and Markus Arndt. pages 21–34. Springer, 2018.
[9] Markus Arndt. Physics Today, 67(5):30–36, 2014.
[10] Yaakov Y Fein, Filip Kialka, Philipp Geyer, Stefan Gerlich, and Markus Arndt. New Journal of Physics, 2020.
[11] Yaakov Y Fein, Armin Shayeghi, Lukas Mairhofer, Filip Kialka, Philipp Rieser, Philipp Geyer, Stefan Gerlich, and Markus Arndt. Physical Review X, 10(1):011014, 2020.
[12] Yaakov Y Fein, Philipp Geyer, Filip Kialka, Stefan Gerlich, and Markus Arndt.Physical Review Research, 1(3):033158, 2019.
[13] Stefan Gerlich, Lucia Hackermüller, Klaus Hornberger, Alexander Stibor, Hendrik Ulbricht, Michael Gring, Fabienne Goldfarb, Tim Savas, Marcel Müri, Marcel Mayor, et al. Nature Physics, 3(10):711, 2007.
[14] Klaus Hornberger, Stefan Gerlich, Hendrik Ulbricht, Lucia Hackermu ̈ller, Stefan Nimmrichter, Ilya V Goldt, Olga Boltalina, and Markus Arndt. New Journal of Physics, 11(4):043032, 2009.
[15] Yaakov Y Fein, Philipp Geyer, Patrick Zwick, Filip Kialka, Sebastian Pedalino, Marcel Mayor, Stefan Gerlich, and Markus Arndt. Nature Physics, 15(12):1242–1245, 2019