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Electric mobility development in the Chinese and Japanese automotive industry
Mit China und Japan haben die beiden größten Volkswirtschaften Asiens ehrgeizige Ziele angekündigt, um Führungspositionen im Bereich der Elektromobilität zu erreichen. Beide Länder zeigen Tendenzen, sich an die Elektrifizierung der Mobilität anzupassen, scheinen jedoch unterschiedliche Ziele zu verfolgen, die sie zu unterschiedlichen Ansätzen führen. Diese Arbeit zielt darauf ab, Unterschiede und Ähnlichkeiten in Bezug auf die Entwicklung der Elektromobilität in den Automobilsektoren beider Länder herauszuarbeiten, um ihre jeweiligen Wettbewerbsfähigkeiten in Bezug auf die anhaltende globale EV-Verlagerung zu bewerten. Ein wesentliches Forschungsziel dieser Arbeit ist es, gängige Stereotypen dieser Branche Frage zu stellen: (1) Japan sei der Technologieführer ist und stark in Forschung und Entwicklung investiert, während (2) China lediglich der Massenproduzent von international nicht wettbewerbsfähigen Elektrofahrzeugen für den chinesischen Markt sei. Die Arbeit erarbeitet die jeweiligen Stadien der chinesischen und japanischen Entwicklung der Elektromobilität und wie diese unterschiedlichen Realitäten zum jeweiligen Stand des heimischen Automobilsektors beitragen. Angesichts ihrer Rolle als Global Player ist es wichtig, den unterschiedlichen Status und die unterschiedlichen Absichten Chinas und Japans in Bezug auf die Entwicklung von Elektrofahrzeugen zu verstehen. Daher zielt dieser Vergleich darauf ab, die unterschiedlichen Ansätze Chinas und Japans in Bezug auf Elektrofahrzeuge zu klären, um zu verstehen, wie und in welchem Umfang beide Länder zur anhaltenden globalen Mobilitätselektrifizierung beitragen. Die Basis der Analyse wird durch Porters „Diamond Model“ bestimmt, da dieses ermöglicht, die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft oder einer bestimmten Branche zu analysieren. In diesem Modell definiert Porter vier Determinanten der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie: (1) Faktorenbedingungen wie die Position des Landes oder der Industrie in Bezug auf Produktionsfaktoren wie Fachkräfte und Infrastruktur, (2) Nachfragebedingungen im Heimatmarkt, (3) verknüpfte und unterstützende Branchen und (4) Geschäftskontext wie die Bedingungen für die Organisation von Unternehmen und Inlandskonkurrenz (Porter, 1990). Die Methodik der der Arbeit baut primär der auf den vier Säulen von Porter auf und erweitert diese durch branchenspezifische Faktoren, um den Entwicklungsstand der Automobilindustrie beider Länder im Hinblick auf die Elektrifizierung zu bewerten. Die Ergebnisse zeigen, dass China trotz seiner Entwicklungs- und Technologiedefizite die die automobile Elektrifizierung bisher nachhaltiger angegangen ist.With China and Japan, two major economies have announced ambitious goals to become leading players in the emerging car- and batteries markets. Both countries have shown tendencies to adapt to the ongoing shift in terms of mainstream mobility, but appear to follow different incentives that are leading them to diverging approaches. This thesis aims to discover differences and similarities in terms of electric mobility development within both countries’ automotive sectors in order to evaluate their respective competitive capabilities concerning the ongoing global EV shift. An essential research objective of this thesis is to challenge the common assumptions of Japan being the technological leader, heavily investing in R&D, whereas China simply being the mass-producer of relatively uncompetitive EVs for domestic use. The thesis clarifies what the respective stages of the Chinese and Japanese e-mobility development are, and how these presumably greatly differing positions contribute to the respective state of the domestic automotive sector. Both Asian countries stand for automotive superpowers, as they embody the top of global automotive production. Given their role as global players, it is crucial to understand China’s and Japan’s differing status and intentions in terms of EV development. Hence, this comparison aims at clarifying China’s and Japan’s differing approaches towards EVs in order to understand how and to which extent both countries are contributing to the ongoing global EV shift. The basis for analysis is determined by Porter’s “the Diamond Model” which enables to explain country-, or more specifically, industry-competitiveness. In this model Porter defines four determinants of industry competitiveness: (1) Factor conditions such as the nation's or industry’s position in factors of production, such as skilled labor and infrastructure, (2) demand conditions such as sophistication of customers in the home country or market, (3) related and supporting industries, and (4) business context such as conditions for organization of companies and the nature of their domestic rivalry (Porter, 1990). The methodology of the thesis is characterized by an eclectic approach that builds upon Porter’s four pillars and extends them by adding sector- specific factors in order to evaluate the developmental state of both countries’ automotive industries in terms of electrification. The results show that despite its developmental and technological deficits, China has so far approached the EV-shift more sustainably
Die Darstellung der Sklaverei und der Leibeigenschaft als literarische Themen in ausgewählten Werken des 19. Jahrhunderts
Die Wahl des Masterarbeitsthemas erfolgte aufgrund der z. T. noch heute bestehenden Aktualität der Sklaverei. Um das Problem besser zu verstehen, befasst sich der erste Teil der Arbeit mit der Geschichte und den Formen der Sklaverei und der Leibeigenschaft sowie mit dem Bezug zum Rassismus.
Die Arbeit vergleicht Literatur des 19. Jh., die sich mit der amerikanischen Sklaverei und der russischen Leibeigenschaft beschäftigt; Bezug genommen wird auf die theoretische, vergleichende Studie Peter Kolchins Unfree Labor. American Slavery and Russian Serfdom.
Um ein literarisches Bild der zur damaligen Zeit herrschenden Ansichten über Sklaverei und Leibeigenschaft zu geben, wurden für diese Arbeit Erzählungen ausgewählt, von denen einige eine bedeutende Auswirkung auf die sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen der jeweiligen Länder hatten und die dazu beitrugen, diese inhumanen Arbeitsverhältnisse zu beseitigen.
Beispielhaft behandelt die Arbeit drei amerikanische Erzählungen: (1) Narrative of the Life of Frederick Douglass, an American Slave. Written by Himself (1845), (2) Harriet Beecher Stowes Uncle Tom’s Cabin (1852) und (3) Herman Melvilles Benito Cereno (1855).
Auch in einigen ausgewählten deutschsprachigen Werken werden Sklaverei und Leibeigenschaft literarisch behandelt, wie z.B. in Charles Sealsfields Lebensbilder aus der westlichen Hemisphäre (1836) und Talvjs Die Auswanderer sowie Heloise (beide aus 1852).
Der letzte Teil der Arbeit befasst sich mit russischer Literatur, welche sich mit dem Schicksal von Leibeigenschaft beschäftigt, so z. B. in Ivan S. Turgenevs Aufzeichnungen eines Jägers (1852), Michail E. Saltykov-Ščedrins Provinz Poschechonien (1887-1889) sowie Lev Tolstojs Morgen eines Gutsbesitzers (1856) und Herr und Knecht (1895).
In allen Texten werden die Grausamkeit und Unmenschlichkeit der Sklaverei und der Leibeigenschaft sowie die Recht- und Hoffnungslosigkeit der unterdrückten Menschen angeprangert. In einigen Erzähl-ungen wird aber auch die Rache der Versklavten (z. B. in Benito Cereno oder in Provinz Poschechonien) und eine mögliche Verschmelzung zwischen Herr und Knecht bzw. ein Verschwinden der Hierarchie (Herr und Knecht) aufgezeigt.
Es besteht eine erstaunliche Parallelität und Ähnlichkeit zwischen Sklaverei und Leibeigenschaft, welche in den literarischen Werken deutlich wird sowie eine fast generelle Verurteilung dieser Institutionen, mit Ausnahme von Charles Sealsfield, der die Südstaatenplantagenbesitzer verteidigt.
Der Schwerpunkt der behandelten Werke fokussiert auf den vergleichenden Aspekt, wobei versucht wird, dies an Hand von Szenen aus dem Alltagsleben, von Art und Weise der Bestrafung, der Folgen von Fluchtversuchen sowie von Charaktereigenschaften der Unterdrücker und der Unterdrückten zu zeigen.The selection of the topic of the Master thesis was based on the partly still current issues of slavery. So the first part deals with the historical roots and forms of slavery and serfdom as well as the connection to racism in order to better understand the problem.
The thesis compares literature from the nineteenth century concerning American slavery and Russian Serfdom. It refers to Peter Kolchin’s book Unfree Labor. American Slavery and Russian Serfdom, which contains a comparative study of unfree labor in theoretical terms.
In order to give a literary picture of the mood of the time on the institutions of slavery and serfdom, narratives were selected for this thesis, some of which had a great effect on the social and societal conditions of the respective countries and contributed to the abolition of these inhumane working conditions.
The thesis deals with three American narratives: (1) Narrative of the Life of Frederick Douglass, an American Slave. Written by Himself (1845), (2) Harriet Beecher Stowe’s Uncle Tom’s Cabin (1852) and (3) Herman Melville’s Benito Cereno (1855).
There is also a literary treatment of slavery and serfdom in selected German-language novels such as Charles Sealsfield’s Lebensbilder aus der westlichen Hemisphäre (1836) and Talvj’s Die Auswanderer and Heloise (both 1852).
The last part of the thesis deals with Russian literature dealing with the fate of serfs, such as Ivan S. Turgenev’s Aufzeichnungen eines Jägers (1852), Michail E. Saltykov-Ščedrin’s Provinz Poschechonien (1887-1889) as well as Lev Tolstoj’s Morgen eines Gutsbesitzers (1856) and Herr und Knecht (1895).
In each of the texts the cruelty and inhumanity of slavery and serfdom is denounced, the lack of rights and hopelessness for the oppressed people are clearly shown. But in some of the works the vengeance of the enslaved people is also evident (e.g. in Benito Cereno or in Provinz Poschechonien) and a possible fusing of domination and bondage or a disappearance of hierarchy is shown (Herr und Knecht).
It is the astonishing parallelism and similarity of slavery and serfdom that is evident in the literary works, and the almost universal condemnation of these institutions, with the exception of Charles Sealsfield, who defends the southern state planting society.
In general, emphasis is placed on the comparative aspect of the novels dealt with, and attempts are made to show this in scenes of everyday life, punishment and flight as well as by noting the character traits of landowners and the oppressed
Wie wirkt "OM" online?
Die vorliegende Masterarbeit, welche im Rahmen des Studiengangs „Publizistik- und Kommunikationswissenschaften“ geschrieben wurde, soll die diversen Darstellungsweisen der Sport- und Wellnessrichtung „Yoga“ im Online Bereich, vor dem Hintergrund der Wirkungspsychologie und der Geschlechterforschung beziehungsweise der Gender Studies veranschaulichen.
Das Thema wurde aufgrund meines Interesses für Yoga, Sport und Wirkungspsychologie im Kommunikations- und Marketingbereich und im Kontext der Gender Studies gewählt. Es ist sehr spannend zu beobachten, wie vergleichsweise Männer und Frauen durch Werbung und die Publizierung von Online-Inhalten angesprochen werden sollen und welche Stereotype, Bilder und Werte dadurch entstehen und vermittelt werden. Anhand einer quantitativen Inhaltsanalyse untersuche ich in meiner Arbeit diverse Yoga Online Anbieter und möchte auf Differenzen, wiederholende Aspekte und die dadurch entstehenden Wirkungsweisen und möglichen Wertevermittlungen hinweisen.The presented master's thesis, which was written within the framework of the studies of "Journalism and Communication Sciences", is intended to illustrate the various ways of presenting the sport and wellness discipline "Yoga" in the online area, in front of the background of impact psychology and gender studies.
The topic was chosen because of my interest in yoga, sports and impact psychology in the field of communication and marketing and in the context of gender studies. It is very exciting to observe how comparatively men and women are to be addressed by advertising and the publication of online content and what stereotypes, images and values are created and conveyed as a result. By means of a quantitative content analysis, I examine various yoga online providers in my work and would like to point out differences, repetitive aspects and the resulting effects and possible value mediation
The wave equation in hyperboloidal similarity coordinates
Wir präsentieren eine Konstruktion von Energienormen für die radiale Wellengleichung in ungeraden Raumdimensionen in einem kürzlich entwickelten Koordinatensystem, genannt hyperboloidal similarity coordinates. Unsere Strategie verwendet die bekannte Transformation der radialen Wellengleichung in ungeraden Raumdimensionen auf die eindimensionale Wellengleichung. Der Schlüssel dabei ist das Verständnis dieser Reduktion in den neuen Koordinaten in Schritten von zwei Dimensionen. Wir beweisen Abbildungseigenschaften der zugehörigen Operatoren und erhalten zu Sobolevnormen äquivalente Energienormen, welche zugleich gute Wachstumsabschätzungen für die freie Wellenevolution geben. Daraus folgen Existenz und Energieabschätzungen für Lösungen der freien Wellengleichung in hyperboloidal similarity coordinates. Dies liefert für weitere Anwendungen passende Topologien, welche neue Möglichkeiten zur Untersuchung der Stabilität von selbstähnlichem Blowup in Wellengleichungen auf der globalen Raumzeit durch hyperboloidal similarity coordinates eröffnen.We present a construction of energy norms for the radial wave equation in odd space dimensions in a recently developed coordinate system called hyperboloidal similarity coordinates. Our strategy adopts the well-known transformation of the radial wave equation in odd space dimensions to the one-dimensional wave equation. The key is to understand this reduction in the new coordinate system as an operation in steps of two space dimensions. We prove mapping properties for the associated operators and obtain energy norms that are equivalent to Sobolev norms and at the same time exhibit good growth estimates for the free wave evolution. As a result, existence of solutions and energy bounds for the free wave evolution in hyperboloidal similarity coordinates follow. As an outline for further applications, this provides suitable topologies which open the door for a rigorous study of stability of self-similar blowup in wave equations on the whole spacetime through hyperboloidal similarity coordinates
Topology optimization for incremental finite plasticity
Wir behandeln das Thema Topologie Optimierung eines elastoplastischen Objekts, welches von äußeren Kräften beeinflusst wird und zeigen, dass es eine optimale Konfiguration des Modells mit eindeutiger Grenzschicht und des Modells mit Phasenübergang gibt, wo die Dichte des Materials stetig ist.
Zuerst präsentieren wir den Aufbau des Modells und modellieren die Bewegung des Objekts. Dabei wird das elastoplastische Verhalten durch die Minimierung eines Energie Funktionals beschrieben. Deshalb beweisen wir, mit Hilfe der \textit{Direkten Methode der Variationsrechnung}, dass ein solcher Minimierer existiert. Anschließend beweisen wir, dass sowohl für das Problem mit eindeutiger Grenzschicht, als auch für das Problem mit Phasenübergang eine Lösung existiert. Schlussendlich zeigen wir, dass unter geeigneten Bedingungen das Modell mit Phasenübergangen, bezüglich Gamma-Konvergenz, gegen das Modell mit eindeutiger Grenzschicht konvergiert.In this thesis we discuss the topic topology optimization for an elastoplastic object which is influenced by external forces and show that there exists an optimal configuration for the sharp-interface model, as well as for the phase-field approach, where the material density is continuous.
First, we introduce our setting and model the motion of the medium. Here, the elastoplastic behaviour is described by the minimization of a specific energy functional. Following this, we prove the existence of such a minimizer, using the \textit{Direct Method of the Calculus of Variations}. Subsequently, we prove that both the sharp-interface problem, as well as the phase-field problem admit a solution. Eventually, we show that under suitable conditions the phase-field model converges to the sharp-interface model with respect to gamma-convergence
Die Lebensmittelversorgung in Baden bei Wien im Ersten Weltkrieg
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der „Lebensmittelversorgung in Baden bei Wien im Ersten Weltkrieg“. Durch die hermeneutische Analyse von Quellen wie etwa Gemeinderatsprotokollen, den zur Zeit des Ersten Weltkriegs in Baden erscheinenden Zeitungen und Aktenmaterial aus dieser Zeit wird mit Berücksichtigung der Sekundärliteratur die Entwicklung der Lebensmittelversorgung im Ersten Weltkrieg skizziert, gleichzeitig werden die besonderen Umstände der Lebensmittelversorgung in Baden bei Wien zur Zeit des Ersten Weltkriegs näher beleuchtet. Besonders in Augenschein genommen werden die durchaus vorhandenen Auswirkungen, die sich aus der Nähe zur Reichshauptstadt Wien, dem Status als Kurstadt und Anfahrtsziel hochgestellter Persönlichkeiten sowie auch durch die Funktion Badens als Lazarettstadt und Aufnahmeort für Flüchtlinge ergaben. Von großer Bedeutung für die Versorgung Badens im Krieg war auch, dass Baden zu Beginn 1917 Sitz des Armeeoberkommandos und erneut Kaiserstadt wurde. Auch dieser Einfluss des Armeeoberkommandos und Kaiser Karls auf die Versorgung der Kurstadt wird eingehend dargestellt
Zukunftserwartungen junger Europäer/innen: kontextuelle und individuelle Einflussfaktoren
Im aktuellen medialen und wissenschaftlichen Diskurs hat das Thema des sozialen Abstiegs – sowohl individuell als auch gesamtgesellschaftlich – einen prominenten Platz. Es wird argumentiert, dass junge Europäer/innen heute, im Unterschied zu den Generationen der goldenen Jahrzehnte, nicht mehr davon ausgehen können, dass sich die Lebensbedingungen bzw. ihr sozioökonomischer Status verbessern werden.
Vor diesem Hintergrund setzt sich die vorliegende Dissertation mit zwei Dimensionen negativer Zukunftserwartungen junger Europäer/innen auseinander.
%Spezifisch werden zwei Erwartungsdimensionen untersucht:
Gesellschaftliche Zukunftssorgen drücken die generelle Befürchtung aus, dass das Leben im jeweiligen Land schlechter wird. Individuelle Abstiegsängste stellen eine konkrete Ausformung negativer Zukunftserwartungen dar und bilden die Sorge junger Erwachsener ab, den Lebensstandard ihrer Eltern nicht aufrechterhalten zu können. Die übergeordnete Forschungsfrage der vorliegenden Arbeit lautet: Wie verbreitet sind gesellschaftliche Zukunftssorgen und individuelle Abstiegsängste in der Gesellschaft und in Abhängigkeit von welchen kontextuellen und individuellen Faktoren variieren diese?
Diese Dissertation stützt sich auf verschiedene theoretische Strömungen, die die Bedeutung der individuellen relativen Position in der Statushierarchie für das soziale und individuelle Wohlbefinden betonen. Es wird argumentiert, dass die individuellen Ansprüche auf soziale Aufwärtsmobilität und soziale Anerkennung Zukunftserwartungen beeinflussen. Hierauf aufbauend werden individuelle und ebenenübergreifende soziale Mechanismen theoretisch identifiziert und empirisch geprüft:
Auf individueller Ebene wird erwartet, dass intergenerationale Abstiegsängste und gesellschaftliche Zukunftssorgen durch die Determinanten des Statuszuweisungsprozess (Bildung, Statusposition der Familie), die Wahrnehmung des sozialen Status und individuelle Merkmale erklärt werden können. Auf der Makroebene wird argumentiert, dass Einkommensungleichheit die Mechanismen auf individueller Ebene beeinflusst.
Die empirische Analyse basiert auf zwei Datensätzen: den Daten des European Social Survey (2012) und des FP7-Konsortiums CUPESSE (2016).
In Bezug auf gesellschaftliche Zukunftssorgen zeigt die Datenanalyse, dass Bildungsaufsteiger/innen - im Einklang mit den theoretischen Erwartungen - positivere Zukunftsaussichten haben; dies trifft jedoch nur in Ländern mit hoher sozialer Ungleichheit zu. Eine bessere subjektive Statuseinschätzung und individueller Optimismus verringern das Sorgenpotenzial junger Menschen. In Bezug auf Abstiegsängste zeigen die Ergebnisse, dass - entgegen den theoretischen Erwartungen des Statuszuweisungsmodells - Bildungsmobilität keinen signifikanten Einfluss hat. Soziale Ungleichheit intensiviert jedoch die Auswirkungen sozialer Herkunft, sodass in Ländern hoher Ungleichheit die Stellung der Herkunftsfamilie verstärkt auf Abstiegsängste wirkt. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass länderspezifische Unterschiede ein erhebliches Erklärungspotenzial aufweisen, wobei soziale Ungleichheit eine Schlüsselrolle spielt.Social decline and status anxiety are topical themes in current media and scientific discourses. For young Europeans it became increasingly difficult to believe in increasing living conditions and raising their socioeconomic status. This dissertation deals with negative future expectations of young Europeans in two dimensions: Social concerns about the future express a general fear that life will deteriorate in a country; status anxiety reflects the individual fear of intergenerational downward mobility. The overarching research questions are: how widespread are general concerns about the future and individual fears of intergenerational downward mobility in the European societies; which contextual and individual factors influence both?
This dissertation draws on various theoretical streams, which stress the significance of the individual relative position in a status hierarchy for social and individual well-being. It is argued that the individual demand for upward social mobility and social recognition influence expectations about the future. To capture these propositions, individual and cross-level social mechanisms are theoretically identified and empirically tested:
On the individual level the fear of intergenerational downward mobility and social concerns can be explained by the determinants of the intergenerational status attainment process (education, status position of the family), social status perceptions and individual characteristics. On the macro level income inequality moderates individual level mechanisms.
The empirical analysis is based on two data sets: the European Social Survey (2012) and FP7 consortium CUPESSE (2016) data.
Regarding future concerns, the data analysis shows that - in line with theoretical expectations - young people who experienced educational upward mobility have more positive future prospects; however, only in countries with high social inequality. Furthermore, a better subjective social status reduces concerns about the future. Regarding expected downward mobility, the main result is that - contrary to theoretical expectations of intergenerational status attainment processes – educational mobility has no significant influence. However, social inequality moderates effects of social origin: a high status position of the family of origin intensifies the fear of intergenerational downward mobility, particularly in more unequal countries. Overall, the findings indicate country-specific differences to have significant explanatory potential, with social inequality playing a key role
Geschlecht als Kostüm - das demaskierende Potential der Parodie im Filmmotiv der Verwandlung
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, inwiefern das Filmmotiv der Verwandlung die Konstruktion von Geschlecht im Film offenlegen kann. Die These dieser Arbeit ist, dass Verwandlung ein Film-Motiv ist, in welchem besonders gut sichtbar wird, dass Weiblichkeit* eine Maske ist, die getragen und abgelegt werden kann – und dass anhand dessen die Konstruktion des Geschlechts deutlich gemacht und dekonstruiert werden kann. Es wird, dem Ansatz von Judith Butler folgend, davon ausgegangen, dass Geschlecht performativ und die Parodie durch Travestie im Film ein geeignetes Mittel ist, um dies zu enttarnen. Um diese These zu überprüfen wird folgende Forschungsfrage gestellt: Wie wird in den Verwandlungssequenzen der Filme Now Voyager (R.: Irving Rapper, USA 1942), Female Trouble (R.: John Waters, USA 1974), Miss Undercover (R.: Donald Petrie, USA 2000) und Orlando (R.: Sally Potter, UK 1993) mittels Kostüm Geschlecht inszeniert und wechselwirkend konstruiert? Die zweite Forschungsfrage lautet: Welches Potential hat die kritische Auseinandersetzung mittels Parodie im Filmmotiv der Verwandlung für die Darstellung und das Verständnis von Geschlecht im Sinne der ‚Performance Theory‘ von Judith Butler?
Die gewählte Methode ist eine auf die Forschungsfrage fokussierte Filmsequenzanalyse. In dieser ‚feministisch-semiotische Filmsequenzanalyse‘ werden Inhalte und Bedeutungen herausgearbeitet, die in ‚Verwandlungsmomenten‘ über das Kostüm an die Zuschauer*innen vermittelt werden. Die Schlussfolgerung der Arbeit ist, dass die Parodie von Geschlechternormen in der Verwandlungssequenz Regulierungsmechanismen sichtbar machen kann, die besonders für Frauen* gelten. Indem Geschlechternormen überhöht und untypisch, mit verschiedenen Arten der Travestie, abgebildet werden, kann Weiblichkeit* als eine Maskerade und die Imitationsstruktur dieser erkannt werden. Besonders mit einem parodistischen und kritischen Anspruch bietet sich ein Potential der Subversion von Geschlechternormen. Mit der Demaskierung der Konstruktion von Geschlecht und der Machtstrukturen, die sich dahinter verbergen, bietet sich die Möglichkeit eines Umdenkens der Konzeption von ‚natürlichem Geschlecht‘.This master thesis examines to what extend the film motif of transformation can reveal the construction underlying our concepts of sex and gender. My hypothesis is that transformation is a motif which makes it particularly visible that femininity* is a mask that can be worn and taken off. The construction of gender can be revealed and deconstructed on this basis. Following Judith Butler’s approach, it is assumed that gender is performative and that parody through travesty can unmask this. To investigate this hypothesis, I posed the following research questions: How does the film costume stage and construct gender interactively, in the movies Now Voyager (R.: Irving Rapper, USA 1942), Female Trouble (R.: John Waters, USA 1974), Miss Undercover (R.: Donald Petrie, USA 2000) and Orlando (R.: Sally Potter, UK 1993)? The second research question is: What’s the potential of critical discussion through parody in the film motif of transformation for the representation and understanding of gender in the sense of Judith Butler’s ‘performance theory’?
My method is a film sequence analysis focused on the research questions mentioned above. With this ‘feminist-semiotic film sequence analysis’, I examined how different meanings are conveyed to the audience through the change of costume. I conclude that the parody of gender norms in transformation sequences can reveal regulatory mechanisms that apply particularly to women*. By exaggerating and depicting gender norms atypically with different types of travesty, femininity* can be recognized as a masquerade and its imitation structure is exposed. Parodistic and critical claims in particular have the potential for the subversion of gender norms. The unmasking of the construction of gender and the power structures underlying it, opens up the possibility of rethinking the conception of ‘natural gender’
Of priests and kings: the Babylonian new year festival in the last age of cuneiform culture
Diese Dissertation hat drei Ziele: Das erste Ziel ist zu untersuchen, was moderne Gelehrte unter dem “babylonischen Neujahrsfest” (NYF) verstehen und darzustellen, worauf dieses Verständnis beruht. Das zweite Ziel besteht darin, ein bestimmtes Korpus von Texten zu untersuchen, die als Quellen für das Neujahrsfest verwendet werden, aber niemals einer Quellenkritik unterzogen wurden, um den historischen Rahmen darzulegen, aus dem sie stammen. Das dritte Ziel besteht darin, festzustellen, aus welchem Grund die NYF Texte verfasst wurden und welchen Zweck diese Texte möglicherweise erfüllt haben. Mit anderen Worten, es wird gefragt, wie sie sich auf ihren Entstehungskontext beziehen.
Die Dissertation beginnt mit einer Präsentation des status quaestionis bezüglich des Neujahrsfestes anhand einer Übersicht zu seiner Geschichte, seinem Ablauf und seiner Bedeutung und Funktion (Kapitel II). Kapitel III bietet eine Übersicht über die Textquellen, die im Allgemeinen für die Studie des Neujahrsfestes des ersten Jahrtausends v.Chr. verwendet werden. Es zeigt zich eine klare Kontinuität zwischen der neuassyrischen und der neubabylonischen Periode, während sich aus den spätbabylonischen Quellen ein wesentlich anderes Bild ergibt.
Unter den spätbabylonischen Quellen befinden sich die NYF-Texte, die Anweisungen für die Durchführung der Rituale am Anfang des Monats Nisannu enthalten. Obwohl diese Texte wesentlich für unser Verständnis des Neujahrsfestes sind, wurden sie bisher nie umfassend und kritisch untersucht. In Kapitel IV wird deshalb eine neue Edition mit kritischem Apparat geboten. Kapitel V besteht aus vier Teilen, die jeweils einen anderen Aspekt der NYF-Texte analysieren: Sprache und Orthografie, paratextuelle Notizen und materielle Merkmale, Ritualanweisungen und Gebete. Die Ergebnisse dieser vier Analysen zeigen, dass die NYF-Texte von spätbabylonischen Priestern verfaßt wurden und keine Kopien von Texten aus der ersten Hälfte des ersten Jahrtausends v.Chr. sind, wie allgemein angenommen.
Im letzten Kapitel (VI) werden die NYF-Texte in ihrem historischen und textuellen Kontext untersucht. Es wird gezeigt, dass unterschiedliche Genres der spätbabylonischen Keilschriftliteratur – so wie auch die NYF-Texte – ein gemeinsames Interesse an bestimmten Themen wie König, Priester und Gott haben, obwohl natürlich auch Unterschiede vorliegen. Es wird auch gezeigt, wie spezifische historische Zusammenhänge zu dieser Late Babylonian Priestly Literature, zu der die NYF-Texte gehören, geführt haben.The aim of this dissertation is threefold. The first goal is to investigate what modern scholars mean when they speak about “the Babylonian New Year Festival” (NYF) and to understand the process by which that concept of the NYF was construed. The second goal is to study a specific corpus of texts which are used as sources for the NYF but were never submitted to source criticism in order to disclose the historical framework in which they originated. The third goal is to determine what gave rise to the creation of the NYF texts and which purpose(s) these texts may have served; in other words, it is asked how they relate to their context of creation.
The dissertation opens with a presentation of the status quaestionis regarding the NYF by means of a survey of its history, schedule, and meanings and functions (Chapter II). Chapter III offers an overview of the textual sources commonly used in the study of the NYF during the first millennium BC. This reconsideration of the source material shows that, while there is a clear continuity with only minor differences between the Neo-Assyrian and Neo-Babylonian periods, a substantially different image is found in the Late Babylonian sources.
Amongst the LB sources are the NYF texts, which contain prescriptions for rites to be performed at the beginning of Nisannu. Although they are crucial for our understanding of the festival, they have never been placed under close scrutiny. Therefore, a re-edition with critical apparatus is offered in Chapter IV. Chapter V consists of four parts, each of which analyses a different aspect of the texts: language and orthography, paratextual notes and material aspects, ritual instructions, and prayers. The results of these four analyses show that the NYF texts, as we know them, are creations of Late Babylonian priests active in the temple of Bēl, not copies of a composition that originated in the first half of the first millennium BC as is commonly assumed.
In the final chapter (VI), the NYF texts are set in light of their historical and textual framework. A discussion of the contemporary corpora of cuneiform literature intends to show that, despite their fundamental differences, these texts share with each other and with the NYF texts in particular an interest for distinct themes revolving around Marduk, the king and the priesthood. It will be argued that specific historical conjunctures gave rise to this Late Babylonian priestly literature to which the NYF texts belong
Physiologisches und physisches Belastungs-Beanspruchungsprofil in der Kampfsportart Karate
Hintergrund: Karate ist eine Kampfsportart, welche sich im Wettkampfsport in zwei Dis-ziplinen unterteilen lässt (Kata und Kumite). Beide Disziplinen erfordern schnelle Aktionen, die während des Wettkampfes von dem/der Kampfrichter/in unterbrochen werden können. Darüber hinaus erfordert es ein hohes Maß an aerober sowie anaerober Ausdauerleis-tungsfähigkeit, jedoch auch an koordinativen Fertigkeiten, um ein optimales Leistungsni-veau für die gesamte Kampfzeit zu gewährleisten.
Zielsetzung: Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob ein signifikanter Unterschied im Hinblick auf das physiologische sowie physische Anforderungsprofil zwischen dem Sport-kampf (Kumite) und der Formdisziplin (Kata) besteht.
Methode: Bei dieser Masterarbeit handelt es sich um einen narrativen Review. Es wurden Studien nach zuvor festgelegten Suchkriterien in den medizinischen Literaturdatenbanken „Pub Med“ und „Google Scholar“ herangezogen und bei Erfüllung der Ein- und Aus-schlusskriterien zur weiteren Analyse miteinbezogen. Das Kriterium für die Auswahl der Studien war, dass es sich bei den untersuchten Personen um Spitzenathlet(inn)en der bei-den Disziplinen handelt, die bei der durchgeführten Untersuchung mindestens 16 Jahre oder älter waren, und bei welchen Daten zur aeroben und anaeroben Ausdauerleistungsfä-higkeit, maximale Kraft, Schnellkraft sowie Beweglichkeit erfasst wurden.
Resultate: In den vorliegenden Review wurden entsprechend der Ein- und Ausschlusskri-terien 28 Studien einbezogen. Der Disziplinenvergleich ergibt, dass sich Kumite und Kata hinsichtlich der physiologischen und psychischen Beanspruchung in mehreren Kenngrö-ßen unterscheiden, dennoch weisen beide Disziplinen grundlegende Gemeinsamkeiten auf. In beiden Disziplinen überwiegt die aerobe Energiebereitstellung, auch hinsichtlich der motorischen Grundeigenschaft Maximalkraft sind keine signifikanten Unterschiede fest-stellbar. Tendenziell sind die untersuchten Beanspruchungsparameter bei der Disziplin Ka-ta aber geringer. So verfügen Kumite Athlet(inn)en über höhere Explosivkraftwerte, sowie eine höhere aerobe Kapazität. Spitzenathlet(inn)en der Disziplin Kata verfügen dagegen über eine bessere Beweglichkeit und Agilität. Spitzenathlet(inn)en der internationalen Leis-tungsklasse weisen in den meisten physiologischen und physischen Eigenschaften besse-re Werte auf als Athlet(inn)en der nationalen Leistungsklasse.Background: Karate is a combat sport which comprises two different style forms (Kumite and Kata). The combat consists of rapid movements which are occasionally interrupted by the referee. In addition, a high level of aerobic, anaerobic and conditional performance is required for an optimal level of performance during the entire fight time.
Objective: The aim of this study is to determine if a significant difference between com-petitive disciplines in karate kumite (sports fight) and kata (forms) in physical and physio-logical characteristics exists, respectively.
Method: This master thesis has been performed as a narrative review. The studies were found in the scientific databases “PubMed and Google Scholar” using previously deter-mined criteria and were included for further analysis under the precondition that they ful-filled all defined requirements. A major criterion for the selection was that included studies were about elite athletes being 16 years and older and that aerobic and anaerobic profiles, maximum strength, speed and agility has been assessed.
Results: The database research generated 28 studies. The review focused on the essen-tial physiological and physical differences of the two different disciplines (Kumite and Ka-ta). With regard to competition loads in both disciplines, certain differences in the physio-logical parameters were found, with parameters tending to be lower in the discipline kata. It was determined that aerobic capacity dominates in both disciplines. There is no significant difference between Kata and Kumite in the assessment of the maximal strength. Kata ath-letes showed higher agility compared with Kumite athletes, but Kumite athletes had better indicators of explosive power and aerobic capacity. A significant difference was found in physiological and physical characteristics between top-level (international) and novice (na-tional) Karate athletes