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Post-Tourismus am Beispiel von Airbnb-Reisenden in Barcelona
Städtetourismus wird in der Postmoderne nicht mehr nur von klassischen Sehenswürdigkeiten geprägt. Auf der Suche nach dem authentischen Erlebnis einer Stadt, dringen Reisende zunehmend in Räume abseits des Massentourismus ein. Es kommt zur Verschmelzung von Tourismus und dem städtischen Alltag, wodurch der Alltag zur touristischen Sehenswürdigkeit wird. Parallel zu den neuen Bedürfnissen der Tourist*innen etablierte sich am Unterkunftsmarkt Airbnb, eine Online-Plattform wo Reisende und Gastgeber*innen direkt miteinander in Kontakt treten können. Tourist*innen haben dabei unter anderem die Möglichkeit bei den Einheimischen zuhause zu nächtigen.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen, soll am Beispiel Barcelonas, dem beliebten Reiseziel und Airbnb Mittelpunkt Spaniens, die Formen des Post-Tourismus bei österreichischen Barcelona Reisenden, die Airbnb nutzten, aufgezeigt werden. Dies soll durch die Abgrenzung von post-touristischen Aktivitäten/Orten und klassischen Sehenswürdigkeiten/Orten gelingen. Mit den Ergebnissen einer quantitativen Online-Umfrage wird versucht die geänderten Reisebedürfnisse in Hinblick auf den Post-Tourismus aufzuzeigen.In postmodernity city tourism is not only dominated by classic sights since travellers are increasingly visiting areas away from mass tourism in search of an authentic experience. Recently, tourism has more and more merged with everyday urban life, making everyday life a tourist attraction. Due to these new needs of tourists, the online platform Airbnb where travellers and hosts can get in touch with each other has established itself on the accommodation market. Therefore, people have the opportunity to stay at home with locals. According to this current development, the popular travel destination and Airbnb centre of Spain Barcelona is intended to show the forms of post-tourism for Austrian Barcelona travellers who use Airbnb. In order to achieve this, it is necessary to separate post-tourist activities/places and classic sights/places. The results of a quantitative online survey will attempt to show the changed travel needs regarding post-tourism
Stress, sexuelle Aktivität und sexuelle Zufriedenheit
In der Populärwissenschaft scheint es keine Zweifel zu geben: Stress verdirbt die Lust auf Sex, (guter) Sex dagegen reduziert Stress. In der psychologischen, empirischen Forschung finden sich dazu bisher noch wenig aussagekräftige Belege. Stress und Sexualität betreffen fast jede Person und beeinflussen Gesundheit und Lebenszufriedenheit, und stellen daher relevante Themen der heutigen Gesellschaft dar. Die vorliegende Arbeit ging einerseits der Fragestellung nach, welchen Einfluss Stress auf die Häufigkeit sexueller Aktivität und Zufriedenheit hat und andererseits, welchen Einfluss sexuelle Aktivität bzw. Zufriedenheit auf Stress bei homosexuellen Männern hat. Dabei wurde auch die Rolle der sexuellen Zufriedenheit und Art der sexuellen Aktivität untersucht – beides in der Forschung bisher unterrepräsentierte Faktoren. Zur Datenerhebung wurde ein alltagsnahes Studiendesign genutzt: das ambulante Assessment. Die Probanden beantworteten an 14 aufeinander folgenden Tagen täglich sieben Mal und nach sexuellen Aktivitäten Fragen zu Stress und Sexualität auf einem iPod. Die Einzelfallanalysen von zwei Probanden gaben Hinweise darauf, dass unter Stress mehr sexuelle Aktivität stattfindet. Es wurden hingegen bei den beiden Probanden keine Belege dafür gefunden, dass Sex Stress reduziert. Unterschiede zwischen Selbstbefriedigung und anderen Arten von sexueller Aktivität wurden nicht festgestellt. Ergebnisse zur sexuellen Zufriedenheit waren nicht interpretierbar, da die Varianz hier sehr gering war. Zukünftig braucht es Untersuchungen mit einer heterogeneren, größeren Stichprobe, um die Zusammenhänge statistisch analysieren zu können
Effects of incidental news exposure on political trust
In den letzten Jahrzehnten wurde die zufällige Verbreitung von Nachrichten in westlichen Gesellschaften umfassend untersucht. Es mangelt jedoch an empirischen Untersuchungen zu den Auswirkungen einer zufälligen Nachrichtenexposition auf politische Einflussfaktoren wie das politische Vertrauen in nichtwestliche Länder. Diese Studie basiert auf einer national repräsentativen Umfrage, die 2015 auf dem Festland China (N = 998), in Russland (N = 1144) und in den USA (N = 1161) erhoben wurde und untersucht, wie zufällige Nachrichten das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Regierung durch die beiden Mediatoren nationale Identifikation und Systembegründung beeinflussen. Mediationsanalysen zeigen, dass zufällige Nachrichten einen signifikanten positiven indirekten Effekt auf das politische Vertrauen haben, in dem sie sowohl nationale Identifikation als auch Systembegründung in allen drei Ländern stärken. Die stärksten indirekten Effekte wurden in China festgestellt, gefolgt von Russland und den Vereinigten Staaten. Die Mediation erfolgte auch allein durch nationale Identifikation in China und Russland. Der Effekt war jedoch stärker, als die Systembegründung als zweiter Mediator eingeführt wurde. Interessanterweise beeinflusste nationale Identifikation allein die Beziehung zwischen zufälliger Nachrichtenexposition und politischem Vertrauen nicht in den Vereinigten Staaten. Stattdessen war hier die Einführung der Systembegründung im Analyse-Modell entscheidend.In recent decades, incidental news exposure has been studied widely within Western societies. However, there is a lack of empirical research with regard to the effects of incidental news exposure on political outcomes such as political trust in non-Western countries. Drawing on a nationally representative survey collected in mainland China (N = 998), Russia (N = 1144), and the United States (N = 1161) in 2015, this study examines how incidental news exposure influences the public’s trust in government through two mediators –– national identification and system justification. Mediation analyses show that incidental news exposure has a significant positive indirect effect on political trust through strengthening national identification and system justification beliefs in all three countries. The strongest total indirect effects were found in China followed by Russia and the United States. Mediation also occurred through national identification alone in China and Russia. However, the effect was stronger when system justification was introduced as a second mediator. Interestingly, national identification alone did not mediate the relationship between incidental news exposure and political trust in the United States. Here the introduction of system justification in the model was crucial
The decline of the African Star
Als das am weitesten entwickelte Land auf dem Kontinent wird Südafrika oftmals als der „Stern“ Afrikas bezeichnet, vor allem im Hinblick als das begehrte Zielland tausender Menschen. Allerdings ist der „Afrikanische Stern“ aufgrund andauernder Tötungen, Vergewaltigungen, Zerstörung von Einwanderereigentum und schlussendlich den Aufständen 2008 und 2015 am Untergehen. Die Arbeit stellt sich als eine Konversation zwischen einem personifizierten Südafrika und dem „Anderen“ – dem schwarzen afrikanischen Fremden – dar. Darin inkludiert sind alle Fragen und Beschimpfungen, mit denen der Fremde in Südafrika konfrontiert werden würde, ebenso alles was ein/e Südafrikaner/in im Hinblick auf das Fremde fühlt bzw. fragen würde und die Auseinandersetzung damit in dreizehn ausgewählten Romanen, welche von Autoren und Autorinnen aus Südafrika als auch aus anderen Ländern des Kontinents geschrieben wurden. Sie untersucht die Beschwerden über die Fremden, die Gewalt und Krankheiten in das Land bringen, sowie südafrikanische Arbeitsplätze und Frauen wegnehmen. Diese Fremdenfeindlichkeit, manchmal als „Negrophobie“ oder „Afrophobie“ bezeichnet, scheint Rassismus zu einem generellen menschlichen Phänomen zu machen, anstatt es ausschließlich an der Hautfarbe festzumachen. Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Dynamiken aufzuzeigen und Szenarios auszutesten, die in der Beziehung zwischen dem Selbstbild Südafrikas und der Vorstellung des afrikanischen „Anderen“ zum Tragen kommen. Ferner zeigt sie eine vermenschlichende Perspektive auf und dient als ein Menschenrechtsnarrativ, welches einfachen Fremdenhass übertrifft.As the most developed country on the continent, South Africa is often referred to as the ‘star’ of Africa in terms of being the desired final destination of thousands of people. However, the 'African Star' is declining because of the continuous killings, rapes, or destruction of immigrant-owned property culminating in the 2008 and 2015 riots. The research is meant as a conversation between a personified South Africa and its ‘other’ – the black African foreigner. It tries to cover all the questions and insults a foreigner would be confronted with in South Africa while also including what a South African would feel about/ask a foreigner, and see how thirteen selected works of fiction, written by African writers from South Africa as well as from other countries on the continent, deal with these topics. It inspects the complaints about foreigners bringing violence and diseases in the country, about stealing South African jobs and their women. This xenophobia, sometimes called ‘negrophobia’ or ‘afrophobia’ now seems to make racism a general human phenomenon and no longer one of skin color. This research aims to map the dynamics and test scenarios of the relationship between South Africa’s self-image and the image of the African ‘other’. It gives a humanizing perspective and serves as a human rights narrative overreaching a simple hatred of foreigners asking where will the ‘Rainbow Nation’ go from here, using the mistakes of the past as learning steps for the future so that one day the country can be a ‘star’ again
The acculturation of migrant customers and their customer participation in the public employment sector
Durch die alltäglichen Auswirkungen der Globalisierung und den ständigen interkulturellen Austausch in zahlreichen Ländern, nimmt die Forschung von Akkulturationsprozessen von Migranten und deren Verhalten als Kunden in Dienstleistungen immer mehr an Bedeutung. Einer der wichtigsten Konzepte des Kundenverhaltens ist die Kundenbeteiligung, da diese, im direkten Zusammenhang mit der Kundenzufriedenheit, der empfundenen Servicequalität und zukünftigen Absichten des Kunden gegenüber dem Dienstleistungsanbieter gebracht wird (Dong, Evans, & Zou, 2008; Cermak, File, & Prince, 1994). Jedoch zeigt die Umfang der Literatur im Bereich der Akkulturation und deren Auswirkungen auf die Kundenbeteiligung, große Lücken auf (Poulis et. al, 2013).
Eine Studie von Sichtmann, Davvetas, Romanyuk, & Bleich (2019), weist in diesem knappen Forschungsfeld neue relevante Ergebnisse zur Beziehung von Akkulturation und Kundenbeteiligung in Dienstleistungsprozessen auf. In diesem Forschungsgebiet gilt es jedoch zu beachten, dass die Daten zur Messung der Kundenbeteiligung bis heute nur aus der Sicht der Kunden gemessen wurde. Die dahinterliegende Problematik äußert sich dabei, dass Kunden möglicherweise nicht die Erfahrung besitzen, eine angemessene Kundenbeteiligung zu evaluieren (MacKenzie & Podsakoff, 2012), oder sie würden auch ihr Ergebnis eher mit positiven als mit negativen Attributen abschätzen (Taylor & Brown, 1988). Eine passende Lösung dafür, die in der Literatur ihren Anklang findet, ist die Betrachtung dyadischer Daten (sowohl von Kunden als auch von Mitarbeitern) zur Messung des Beteiligungsverhaltens (Schneider, Parkington, & Buxton, 1980; Chan, Yim, & Lam, 2010).
Genau dieses Vorhaben liefert die Motivation für die vorliegende Arbeit mit zwei konkreten Zielen. Als Erstes wird die Auswirkung von Identifikation mit der Gastgesellschaft auf das Beteiligungsverhalten der Kunden anhand der Daten der Mitarbeiter mit Kundenexpertise und Kundenbereitschaft zur Beteiligung am Service als Mediatoren, gemessen. Das zweite Ziel liegt darin herauszufinden, wie sich Identifikation mit der Kultur der Gastgesellschaft auf die Kundenbeteiligung auswirkt, wobei die Anzahl und die Qualität der sozialen Beziehungen in der Gastgesellschaft als Mediatoren betrachtet werden.
Die präsentierten Resultate der Forschungsziele wurden durch empirische Daten von beiden Seiten, Kunden und Mitarbeitern des österreichischen Arbeitsmarkt Service (AMS), erreicht. Das AMS wurde aufgrund der enormen Wichtigkeit der Kundenbeteiligung am Erfolg des Dienstleistungsprozesses gewählt (Sichtmann et al., 2019).
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die beiden Ziele der Thesis erreicht wurden und, basierend auf die Resultate, festgestellt werden kann, dass die Identifikation mit der Gastgesellschaft, die Kundenexpertise, die Bereitschaft am Dienstleistungsprozess mitwirken und die Qualität der sozialen Beziehungen eine enorm wichtige Rolle für die Kundenbeteiligung spielen. Dennoch ist zu vermerken, dass die Anzahl der sozialen Beziehungen, die die Kunden mit der Gastgesellschaft pflegen, keine Rolle als Mediator zwischen der kulturellen Anpassung und Kundebeteiligung spielen.
Des Weiteren wurde eine Vergleichsanalyse der Mediatoren Effekte der Bereitschaft und der Expertise des Kunden am Dienstleistungsprozess teilzunehmen anhand der Daten aus der Sicht des Mitarbeiters und des Kunden durchgeführt. Basierend auf dieser Gegenüberstellung kann der Entschluss gefasst werden, dass, abgesehen von ähnlichen Ergebnissen der Mediatoren Effekte von Mitarbeiter und Kunden, nur kleine Unterschiede zwischen beiden Daten zu erkennen sind. Jedoch liefert die Betrachtung von Daten aus beiden Perspektiven stets aussagkräftigere Ergebnisse als unilaterale Daten.
Zum Schluss konnte durch eine zusätzliche Analyse basierend auf der Kategorisierung verschiedener Akkulturationsstrategien nach Berry (1997) festgestellt werden, dass Kunden die als integriert in die Gastkultur eingeordnet werden, die höchste Beteiligungsrate aufweisen, gefolgt von Assimilation, Marginalisierung und zuletzt, entgegen der Erwartungen, weist Separation die niedrigsten Beteiligungsrate auf.
Die Ergebnisse, die in dieser Thesis präsentiert werden, liefern einen wichtigen theoretischen Beitrag und tragen zu wertvollen praktischen sowie unternehmerischen Verbesserungen bei. Diese Thesis bietet Forschern einen objektiveren Ansatz zur Messung der Kundenbeteiligung. Insbesondere für Dienstleistungsanbieter, Gesetzgeber und Dienstleistungsmarken bietet die Forschung dieser Arbeit wertvolles Wissen im Bereich Akkulturation und Kundenbeteiligung. Dieses Wissen kann verwendet werden, um Marketingstrategien besser definieren und durchführen zu können und weiteres kann damit auf eine maximale Mitwirkung der Kunden unterschiedlicher Herkunft am Dienstleistungsprozess gezielt werden. Darüber hinaus, kann durch die erlangten Ergebnisse der tägliche interkulturelle Austausch von Einzelnen die sich im Anpassungsprozess befinden, aber auch von multikulturellen Gesellschaften erleichtert werden und zu einer erfolgreichen kulturellen Anpassung.The everyday implications of globalization in certain countries, full with intercultural interactions, have demonstrated the big importance of studying the acculturation process of migrant customers and their consumer behaviour in services. One of the most important concepts of consumer behavior is customer participation, since it is often associated with customer satisfaction, perceived quality of the service, and future intentions towards the service provider (Dong, Evans, & Zou, 2008; Cermak, File, & Prince, 1994). Nevertheless, literature on acculturation and its effect on customer participation behavior is surprisingly very scarce (Poulis et al., 2013).
Among the limited literature on the topic, a study from Sichtmann, Davvetas, Romanyuk, & Bleich (2019) examines the relationship between acculturation and customer participation in services, providing interesting findings. However, there are also limitations in such study because until now, the data for measuring customer participation was collected only from the customer’s perspective. This could be problematic, as the customer himself might not have the experience of how a customer should participate properly in that specific service (MacKenzie & Podsakoff, 2012) or could attribute more positive than negative outcomes to himself (Taylor & Brown, 1988). The possible solution to this limitation, is collecting dyadic data (from both employees and customers) for measuring participation behavior, which is often emphasized and recommended by the literature (Schneider, Parkington, & Buxton, 1980; Chan, Yim, & Lam, 2010).
This is precisely what motivated this thesis with two main aims. The first aim was studying the effect of identification with the host society on participation behavior measured from the employee’s perspective through expertise and willingness to participate as mediators. The second aim was also studying the effect of identification with the host society’s culture on participation behavior, but through the number and quality of social relationships with the host society as mediators.
The explained effects of the two research aims were studied using empirical methodology by collecting data from both customers and employees in the Austrian public employment service (AMS). The public employment service was selected due to the heavy importance of customer participation in the success of the service outcome (Sichtmann et al., 2019).
In general, the two main aims of this thesis were reached. Based on the solid results of this thesis, it can be concluded that identification with the host society, the customer’s expertise, his willingness to participate, and the quality of his social relationships play a very important role in his participation behavior. However, the number of relationships with the host society that the customer had did not play any role between acculturation and customer participation.
Furthermore, a contrast analysis was done between the mediation effects of expertise and willingness to participate taken from the employee and the customer’s perspective. Based on this contrast analysis it can be concluded that, despite finding relatively similar mediation effects from the employee and customer’s perspective, there are nonetheless mild differences between both of them and collecting data from both will always be more reliable.
Finally, it was found through an additional analysis based on Berry’s (1997) categorization of acculturation strategies, that integrated customers were the ones having the highest participation behavior score, followed by assimilated, then marginalized, and lastly, contrary to expectations, separated customers with the lowest score.
The findings of this thesis provide valuable theoretical contributions as well as managerial and practical implications. For researchers, this thesis offers a more objective approach for measuring customer participation. For service providers, policy makers, and service brands, this thesis provides valuable knowledge in the acculturation and customer participation field in order to plan and execute marketing strategies aimed at maximizing the participation behavior of customers with different cultural backgrounds. For acculturating individuals and multicultural host societies, the findings of this thesis provide recommendations for easing the everyday intercultural interactions and a successful acculturation process of both minority groups and the multicultural host society
US-led UNSC sanctions on Iraq 1990-2003: an unjust "war"
Die historischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und außenpolitischen Folgen/Zusammenhänge der vom UNO Sicherheitsrat verhängten Irak Sanktionen 1990-2003 sind Gegenstand dieser Masterarbeit. Die USA waren federführend im Ersten Golfkrieg und bei der Verhängung/Aufrechterhaltung dieser Sanktionen. Die Folgen für Irak und dessen zivile Bevölkerung waren verheerend – ein humanitäres Desaster. Das Öl-für-Lebensmittel-Programm war ungeeignet das Leid der Bevölkerung zu lindern und stand überdies unter Korruptionsverdacht. Die rechtlichen Grenzen gemäß Kapitel VII der UN-Charta wurden verletzt. Die Bevölkerung war schutzlos den unverhältnismäßigen und illegalen Sanktionen ausgesetzt. Gemessen an ihren Auswirkungen waren die Sanktionen ein ungerechter Krieg, für das die UNO zumindest die moralische/politische Verantwortung trägt.This thesis analyzes the historical, legal, economic and foreign policy aspects of the US-led UNSC sanctions on Iraq from 1990 to 2003. In conjunction with the First Gulf War in 1991, these sanctions devastated and impoverished Iraq, throwing it back to a pre-industrial state. Its cities were destroyed, its population starved and its industry and economy demolished. An entire nation was intentionally made to pay for Saddam Hussein’s wrongdoings, The US-led war and sanctions against Iraq were primarily determined by the US neoconservative foreign policy objectives in the Middle East. This analysis studied UN sanctions as a policy tool and specifically as an enforcement measure under Chapter VII of the UN Charter. The UNSC does not and cannot act in a legal vacuum, but must respect certain legal boundaries which the Iraq sanctions violated. Moreover, the UN failed to meet its obligations to protect civilian populations, preventing critical humanitarian aid and relief for Iraq. UN mismanagement and corruption occurred on many levels, especially regarding its Oil-for-Food-Programme. This thesis asks and attempts to answer the questions: did the Iraq sanctions regime constitute an unjust war and was there a moral if not legal responsibility for this war? The conclusion reached is that the comprehensive 13-year-long UNSC sanctions, unprecedented for the UN, represented an unjust war, a “continuation of politics by other means”, for which the moral and political responsibility lies with those who sought, imposed, supported and implemented the Iraq sanctions regime
The effects of fluvic acid on different plant species growing in Nickel and Zinc contaminated substrates
Zunehmender Gebrauch von Schwermetallen in Industrie und Haushalt führte in den letzten Jahrzehnten zu einer vermehrten Belastung der Umwelt. Manche Schwermetalle sind wichtige Spurenelemente für Pflanzen und werden daher leicht von ihnen aufgenommen. So gelangen sie schließlich auch in das Nahrungsnetz. Menschen nehmen Schwermetalle vor allem über Nahrung pflanzlichen und tierischen Ursprungs auf. Schwermetalle sind biologisch nicht abbaubar und akkumulieren daher leicht in Geweben und können so gesundheitliche Schäden verursachen. Sie stellen nicht nur in hohen Konzentrationen ein Problem dar, sondern auch wenn es nicht genug von ihnen gibt. So ist Zink ein wichtiges Spurenelement von dessen Mangel etwa 33% der Weltbevölkerung betroffen ist. Zinkmangel ist außerdem der am häufigsten vorkommende Nährstoffmangel in landwirtschaftlich genutzten Böden. Studien über den Einsatz von Biostimulatoren konnten das Potential dieser aufzeigen, diesen Problemen beizukommen. Sie können abhängig von ihrer Zusammensetzung und ihrer Konzentration sowohl die Toleranz von Pflanzen gegenüber erhöhten Schwermetallkonzentrationen steigern als auch die Aufnahme von wichtigen Spurenelementen wie beispielsweise Zink erhöhen. Dies könnte eine Möglichkeit sein dem weltweiten Zinkmangel entgegenzuwirken. In der vorliegenden Arbeit wurde der Effekt von Fulvic Acid (FA) auf Weizen (Triticum aestivum), Amaranth (Amaranthus cruentus und A.caudatus) und Thlaspi caerulescens in unterschiedlichen Substraten (In-Vitro-Kulturen, Hydrokulturen und Erdkulturen) unter Zink und Nickel Stress unterschiedlicher Konzentrationen untersucht. Regelmäßiges Besprühen der Blätter mit FA verbesserte unterschiedliche Wachstumsfaktoren (Wurzelhaarlänge, Wurzellänge, Anzahl der Blätter, Länge der Distanz von Wurzelspitze zu erstem Wurzelhaar), jedoch stark abhängig von der gewählten Konzentration der FA, der Pflanzenart und der Konzentration der Schwermetallbelastung durch Zink oder Nickel. Besonders auffallend war die Verbesserung der mechanischen/physikalischen Eigenschaften mit zunehmender FA Konzentration von Weizen- und Amaranthpflanzen in den Erdkulturen. Mit zunehmender FA Konzentration nahm außerdem Blattfläche und Stammdurchmesser zu, sowie die Regenerierungsfähigkeit nach Lausbefall.The amount of heavy metals released into the environment increased tremendously in the last centuries, due to enhanced use in industry and daily life. Some heavy metals are important trace elements for plants, which therefore easily take them up and facilitate entry of these elements into the food chain. Heavy metals intake by humans mainly happens through consumption of plant- and animal-based food. They are non-degradable and therefore often accumulate in tissues, causing adverse effects to human health. While excess of heavy metals pose a great threat, not enough trace elements are problematic for plants, animals and humans as well. Zinc deficiency for example is the most common deficiency in soils for crop production and 33% of the world’s population suffers from the results of zinc deficiency as well. Previous studies suggest that biostimulants can be used to support plants in tolerance of high heavy metal concentrations or increase the content of important trace elements like zinc in crops, to battle deficiency in human nutrition, depending on the concentration and type of the biostimulant used. In this work the effect of foliar application of different concentrations of fulvic acid (FA) on Triticum aestivum, Amaranthus (A. cruentus and A. caudatus) and Thlaspi caerulescens, growing in in vitro cultures, hydroponics and soil, contaminated by different concentrations of zinc and nickel, was investigated. FA improved growth performance on several parameters (root hair length, root length, number of leaves, distance between root tip and first root hair) depending on the concentration of the FA applied, the concentration of the heavy metals and the plant species. Especially outstanding was the improvement of the mechanical properties of Amaranth and wheat in soil with increasing concentration of FA. Leaf surface and stem diameter in Amaranth increased visible with increasing FA concentration, as well as the ability to recover faster and better after aphid invasion
New India and the dynamic international order - age of nationalism and geopolitical transitions
In diesem Forschungsbericht befasste sich dieses Papier mit der indischen Außenpolitik und wie sie durch innenpolitische Änderungen beeinflusst wurde. Es wurde die Hanrieder-Theorie der Kompatibilität und des Konsenses verwendet, die eine hervorragende Gelegenheit bietet, die nationalen und internationalen Beziehungen aus verschiedenen Dimensionen zu verstehen. Es gab dem Autor einen Standpunkt, um die Richtlinien zu überprüfen, die zu Hause Konsens genießen und die auch für die Weltbühne machbar sind. Das Papier konzentrierte sich auf den Staat Indien, um das Wachstum seiner internationalen Statur in den letzten 6 Jahren und seine Entwicklung zu einer internationalen Großmacht zu verstehen. Eine Studie zeigt, dass die inländische Mehrheit zu Hause Indien eine gute Moral bietet, um auf der Weltbühne zu stehen und mit globalen Führern umzugehen. Indien wird eine größere Rolle in Bezug auf seine Geopolitik im Indischen Ozean sowie in Asien spielen, um die Welt zu stärken und sie aus der Covid-19 herauszuholen. Die indische Position würde sich in Zukunft aufgrund ihrer überlegenen und billigeren digitalen Transformation und der vergleichsweise billigeren Arbeitskräfte verbessern.This study examine and evaluate the Indian foreign policy in the present context and how the domestic nationalistic environment has affected country's external dimensions. The research question for this thesis is to identify the changes within India's foreign policy and how it has changed India's global image and reputation. I have used the theory of compatibility and Consensus by Professor Hanreider which provides an excellent way to study about the linkage between Internal and external dimensions of a nation. The aspects of a nation’s internal, external and systematic referents could be understood in a simple way through this process. Deductive approach has been opted as the methodology for this research, along with the comparative method to understand the growth trajectory. Primary as well as secondary sources have been utilised to explore various readings available on this study.
Based on the research, I could observe that India has effectively changed the nature of its foreign policy in the past decade, with a remarkable shift from being a non-aligned nation to become a country with ambitious goals and a dynamic, multi-aligned foreign policy. The geopolitical transition happened in the past few decades has assisted the country to put forward a strong image as a stable economy. We can conclude that the emergence of the current regime, nationalistic emotions and domestic stability has built a reliable consensus at home for India, to redefine itself as a compatible global leader at the world stage. Post this pandemic, we could expect the birth of new world order and no one should get surprised if India emerges as the flag bearer
European privacy legislation: a legal and economic analysis
Die Datenschutz -Grundverordnung 2016/679 (DSGVO) ist im Juli 2020 seit mehr als zwei Jahren in Kraft. Gemeinsam mit der E-Privacy Richtlinie 2002/58/EG ist sie auf Millionen von Europäischen Unternehmen direkt anwendbar. Die Umsetzung beider Rechtsakte hat eine Herausforderung für die betroffenen Industrien dargestellt. Die Auseinandersetzung mit den Erfahrungsberichten von Interessenvertretern dient als Grundlage für eine qualitative rechtliche Analyse der DSGVO, der e-Privacy-RL und des Entwurfs der kommenden E-Privacy-VO mit dem Ziel, jene Bestimmungen zu identifizieren, die am schwierigsten in europäischen Unternehmen umzusetzen waren. Dieser rechtliche Querschnitt wird begleitet von einer quantitativen Aufbereitung der Geldbußen, die von europäischen Aufsichtsbehörden verhängt wurden.As of July 2020, the General Data Protection Regulation 2016/679 (GDPR) has been in force for more than two years. Together with the e-Privacy Directive 2002/58/EC, it applies to millions of European businesses across all sectors. Both pieces of legislation have been challenging to implement for industry stakeholders; A review of their reports serves as the basis of a qualitative legal analysis of the GDPR, the E-Privacy Directive and the draft of the coming E-Privacy Regulation that seeks to identify which provisions have turned out to be most difficult for European Businesses to implement. This legal dissection will be accompanied by a quantitative assessment of the administrative fines that have been issued by data protection authorities throughout the Union. The aim is to locate problems within the legislature and to provide recommendations for how to solve them
How the United Nations is contributing to the securitisation of climate change
Angesichts der Tatsache, dass sich der Klimawandel rasch zu einer der größten existenziellen Bedrohungen unserer Zeit herauskristallisiert, wird auch zunehmend versucht seine potentiellen Auswirkungen auf den internationalen Frieden und Sicherheit zu erforschen. Die Vereinten Nationen stellen sich dabei selbst in den Mittelpunkt der kontroversiellen politischen und wissenschaftlichen Debatte über die Existenz und den Schweregrad von klimabedingten Sicherheitsrisiken. Die vorliegende Arbeit wendet die Theorie der Versicherheitlichung der Kopenhagener Schule auf drei miteinander verknüpfte Punkte an: (1) wie der UN-Sicherheitsrat zur Versicherheitlichung des Klimawandels beitrug; (2) in welchem Ausmaß die Versicherheitlichung des Klimawandels im Sicherheitsrat die Arbeitsagenden ausgewählter UN-Organisationen beeinflusste; und (3) in welchem Ausmaß die wissenschaftlichen Agenden dieser UN-Organisationen zu Versicherheitlichung beitrugen. Durch die nähere Analyse von Debatten, Statements von Präsidenten und Resolutionen im Sicherheitsrat in Bezug auf ihren Sprachgebrauch wird aufgezeigt, dass bestimmte Mitglieder des Sicherheitsrates bisher eine wichtige Rolle bei der Versicherheitlichung des Klimawandels spielten indem sie den Klimawandel effektiv als eine existentielle Bedrohung darstellten. Dadurch gelang es ihnen zahlreiche politische Barrieren zu überwinden. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der Versicherheitlichung auf die Arbeitsagenden des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und der Abteilungen für politische und friedensschaffende Angelegenheiten und Friedensoperationen (DPPA-DPO) untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass jede dieser Organisationen - wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß - durch die Priorisierung relevanter bestehender Instrumente und die Einrichtung neuer Partnerschaftsinitiativen wie dem Climate Security Mechanism beeinflusst wurden. Letztlich werden diese drei Organisationen durch die Erweiterung ihrer Mandate bezüglich der Bewertung und Bewältigung klimabezogener Sicherheitsrisiken wahrscheinlich eine zunehmend wichtige Rolle im Sicherheitsrat bei der Gestaltung der wissenschaftlichen Agenda der Debatte um die Versicherheitlichung spielen.With climate change quickly emerging as perhaps the greatest existential threat of our time, efforts are currently underway to identify and address its potential implications for international peace and security. The United Nations is placing itself at the centre of the controversial political and scientific debate regarding the existence and severity of climate-related security risks. This thesis applies key elements of the Copenhagen School’s theory of securitisation to three interlinked focus areas: (1) how the UN Security Council has contributed to the securitisation of climate change; (2) the extent to which the securitisation of climate change in the Security Council has impacted the work agendas of key selected UN entities; and (3) the extent to which the scientific agendas of these entities have contributed to securitisation moves. By examining the language used in Security Council debates, presidential statements, and resolutions, it is found that certain members of the Council have so far played a significant role in the securitisation of climate change by effectively portraying it as an existential threat and overcoming some political barriers. Furthermore, there is an examination of the impact of securitisation on the work agendas of the UN Development Programme (UNDP), Environment Programme (UNEP), and Departments of Political and Peacebuilding Affairs and Peace Operations (DPPA-DPO). The findings indicate that each of these entities has been impacted – although to varying extents – through prioritisation of relevant existing instruments and the establishment of new partnership initiatives such as the Climate Security Mechanism. Finally, as their mandates for assessing and addressing climate-related security risks expand, it is concluded that these entities will likely play an increasingly substantial role in shaping the scientific agenda of securitisation debates in the Security Council