University of Vienna

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    Machine learning for RNA structure prediction

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    Einst nur als Zwischenstufe von DNA und Proteinen betrachtet, ist RNA heutzutage dafür bekannt, an verschiedenen biologischen Prozessen in regulierender und katalytischer Funktion beteiligt zu sein. Die Funktion von RNA hängt üblicherweise stark von deren Struktur ab, wobei die Struktur auch besser konserviert ist als die Sequenz, was dazu geführt hat, dass RNA Struktur seit Jahrzehnten erforscht wird. RNA faltet sich auf hierarchische Weise von Primär-, zu Sekundär-, zu Tertiär- und schließlich zu Quartärstruktur, wobei die Sekundärstruktur schnell ausgebildet wird, während die Bildung der Tertiärstruktur üblicherweise ein langsamer Prozess ist. Die RNA Sekundärstruktur setzt sich aus allen kanonischen Basenpaaren, einschließlich Wobble Basenpaaren, zusammen. Dies schließt Basenpaare von Adenin mit Uracil, Cytosin mit Guanin und Guanin mit Uracil ein. Die Sekundärstruktur ist von Interesse für die Forschung, da sie eine geeignete Zwischenstufe in der Vorhersage der Tertiärstruktur ist und effiziente Algorithmen für ihre Vorhersage existieren. Traditionell wurde dynamische Programmierung genutzt, um die Strukturen mit der niedrigsten freien Energie zu finden, dabei werden Nächste-Nachbar Parameter genutzt, um die Stabilität verschiedener Faltungsmotive abzuschätzen. Während diese Algorithmen effizient sind und häufig verwendet werden, haben sie dennoch einige Versäumnisse. Beispiele dafür sind die Beschränkung auf verschachtelte Strukturen, da dies Pseudok- noten ausschließt, oder die mögliche Vernachlässigung von Interaktionen zwischen weit entfernten Basen. Da die Verwendung künstlicher Intelligenz in vielen Bereichen von Bildklassifizierung zu Spracherkennung und zu Proteinstrukturvorhersage an Beliebtheit gewinnt, haben diese Methoden auch erste Anwendung in der RNA Sekundärstrukturvorhersage gefunden. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Verwendbarkeit von Deep Learning Methoden für die Vorhersage von RNA Sekundärstrukturen zu überprüfen, um herauszufinden, ob sie eine ähnliche Leistung wie Dynamische Programmierungsalgorithmen erreichen oder auch Verbesserungen bieten können. Es werden sowohl verschiedene Netzwerktypen wie Long-Short Term Memory Netzwerke (LSTMs) oder Convolutional Neurale Netzwerke (CNNs), als auch verschiedene Arten Input und Output darzustellen getestet. Während einige, bereits publizierte Methoden gute Leistungen vorweisen, wird in dieser Arbeit auch versucht, Aspekte wie Vergleichbarkeit zwischen Modellen, Generalisierbarkeit und die Abhängigkeit von Daten zu diskutieren, um eine breitere Sicht auf das Thema zu bieten. Zusätzlich werden alternative Bewertungsmethoden vorgestellt, wie die Berücksichtigung von lokalen und globalen Eigenschaften und die Topologie von Strukturen.Once only thought of as the intermediate step between DNA and proteins, RNA is nowadays known to be involved in various biological processes in a regulating or catalyzing function. RNA function is usually strongly dependent on its structure, with the structure also being more conserved than the sequence, making RNA structure prediction the subject of research since decades. RNA folds in a hierarchical way from primary, to secondary, to tertiary and to quaternary structure, forming the secondary structure quite rapidly, while the formation of the tertiary structure is usually a slow process. RNA secondary structure consists of all canonical base pairs, including wobble base pairs. This includes base pairs of Adenine with Uracil, Cytosine with Guanine and Guanine with Uracil. Secondary structure is of interest for research, as it is a suitable intermediate step in the prediction of the full tertiary structure and efficient computational methods for its prediction are available. Traditional methods have been relying on dynamic programming algorithms to find the lowest free energy structure, using nearest neighbor parameters to estimate folding stability. While these algorithms are efficient and widely used, they have some shortcomings. For example the restriction on all nested structures, excluding pseudoknots, or the possible neglect of long distance effects. As Artificial Intelligence methods are gaining popularity in many fields, ranging from image classification to speech recognition and protein structure prediction, they have found their way into RNA secondary structure prediction. The aim of this thesis is to explore deep learning techniques for their use in RNA secondary structure prediction, to see if they could reach the performance of state-of-the-art dynamic programming approaches or even offer enhancements. Different network types such as Long-Short Term Memory Networks (LSTMs) or Convolutional Neural Networks (CNNs) are tested as well as different ways to represent input and output. While several already published machine learning models report good performances, this thesis tries to discuss aspects such as comparability between methods, generalization ability and dataset dependence to offer a broad view on the topic. Additionally, other measures of performance, such as the representation of global and local secondary structure constraints and the overall topology of structures, are presented

    Pränatale Arsenbelastung

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    In der vorliegenden Diplomarbeit wurden 36 Erden aus verschiedenen Ländern auf Ihren Gesamtgehalt sowie den bioverfügbaren Anteil von Mikro und Makroelementen im Bereich der Geophagie untersucht. Die Ausgangsfragestellungen für diese Arbeit sind einerseits die toxikologische Bewertung von Erden bei der Geophagie, mit besonderem Augenmerk auf Schwangere, sowie der hypothetische Beitrag von Arsenik zum berichteten suchtartigen Antrieb Erde zu essen. Um diese Fragen zu beantworten wurde mittels eines in vitro physiologically based extraction test (PBET) der bioverfügbare Anteil bestimmt und eine anschließende Speziierung der Arsenverbindungen vorgenommen. Die Untersuchungen ergaben einen sehr großen Schwankungsbereich der Gesamtarsenkonzentration von 2,34 mg/kg bis 17,2 mg/kg. Diese effektiven Konzentrationen werden durch eine sehr unterschiedliche eingeschränkte Bioverfügbarkeit von 0 bis 44 % weiter reduziert, wobei nur bei einer von sechs Proben ein Wert von 10 % überschritten wurde. Wegen der niedrigen bioverfügbaren Arsenkonzentrationen lässt sich für diese Proben keine akute toxische Gefahr aufgrund des Arsengehaltes feststellen. Bei täglicher Einnahme von großen Mengen kann bei einzelnen untersuchten Proben aber durchaus der PTDI von 0,0021 mg/kg KG pro Tag überschritten werden. Bei der Speziierung stellte das pentavalente Arsenat den überwiegenden Teil der bioverfügbaren Arsenverbindungen dar und weniger das abhängigkeitserzeugende dreiwertige Arsenik. Aufgrund der teilweisen hohen Konzentrationen von Arsen, Blei oder Cadmium, kann das Essen von Erden für Schwangere nicht empfohlen werden. Des Weiteren könnte die Bioverfügbarkeit von Eisen oder Zink durch die große spezifische Oberfläche, sowie Komplexbildung negativ beeinflusst werden, was zu anämischen Zuständen führen kann, welche auch oft mit der Geophagie in Verbindung gebracht werden. Diese Studie zeigt deutlich, dass es für die Bewertung der oralen Toxizität von Arsen in Bodenproben nahezu unerlässlich ist, die Bioverfügbarkeit zu berücksichtigen, da diese, je nach Erde, sehr unterschiedlich sein kann. Zu diesem Thema sollten auf jeden Fall mehr Untersuchungen durchgeführt und die bestehenden Hypothesen genauer überprüft werden. Noch immer ist die Ursache der Geophagie und das unbewusste, aber auch bewusste starke Verlangen nach den Erden nicht vollständig geklärt und dies bedarf weiterer Forschung. Die Annahme, dass Arsen in Form von Arsenik die Ursache des „craving“ darstellt, kann durch die Ergebnisse dieser Probenanalyse nicht bestätigt werden und ist als unwahrscheinlich zu bewerten.In this study, 36 soil samples from different countries were examined for their total content as well as their bioavailable proportion of micro and macro elements. Therefore, this work is concerned with the toxicological evaluation of soil in geophagy samples. Furthermore, the paper aims to investigate whether arsenic is the reason for the reported addicting behavior to eat soil, especially among pregnant women. To answer these questions, the bioavailable portion was determined by an in vitro physiologically based extraction test (PBET) and a subsequent specification of the arsenic compounds. Interestingly, the results revealed a very wide range of the total arsenic concentration from 2.34 mg/kg to 17.2 mg/kg. These concentrations are further reduced by a very different reduced bioavailability of 0 to 44 %, with only one in six samples exceeding 10 %. Due to the low bioavailable arsenic concentrations of the samples, no acute toxic hazard due to arsenic content could be found. However, consuming large amounts on a daily basis, the PTDI of 0.0021 mg/kg of body weight per day may well be exceeded in some samples examined. In the case of speciation, the pentavalent arsenate represented the predominant part of the bioavailable arsenic compounds and less the addiction-generating trivalent arsenic. Due to the partial high concentrations of arsenic, lead or cadmium, eating soil cannot be recommended for pregnant women. Furthermore, the bioavailability of the contained iron or zinc could be negatively affected by the large specific surface and by complexation, which can lead to the anemic states that are also often associated with geophagy. In summary, this study clearly shows that it is essential to consider the bioavailability, which can vary significantly depending on the chosen soil, for the assessment of the oral toxicity of arsenic in soil samples. In any case, more studies should be carried out on this subject and the existing hypotheses should be investigated more closely. The cause of geophagy and the unconscious but also conscious strong desire for the earths is still not fully clarified and this requires further research. The assumption that arsenic in the trivalent form is the cause of "craving" cannot be confirmed by the results of this sample analysis and is to be considered unlikely

    Verhaltensbiologie im BU-Unterricht der Sekundarstufe 1 und 2

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    Das Verhalten der Tiere und die vergleichende Betrachtung menschlicher Verhaltensmuster ist im BU-Unterricht oft hilfreich um äußerlich nicht sichtbare Vorgänge anschaulich und „begreifbar“ zu vermitteln (z. B. Physiologie, Neurobiologie, u.v.m.). Viele Inhalte der Verhaltensbiologie könnten im BU-Unterricht helfen um ein vernetztes und in der Alltagswelt der Jugendlichen anwendbares Lernen zu ermöglichen. Viele Fragestellungen der modernen Verhaltensbiologie sprechen die Interessen von 10-14-Jährigen ebenso wie jene von 15-18-jährigen Schülerinnen und Schülern direkt an. Die Verhaltensbiologie ist im österreichischen Lehrplan für AHS (vgl. BMB, 2018) (erst) in der 10. Schulstufe vorgesehen. In den verfügbaren Schulbüchern sind die Kapitel über die Verhaltensbiologie aber im Gegensatz zu anderen Themen eher kurz gehalten. Dies spiegelt auch den aktuell wenig entwickelten Stellenwert der Verhaltensbiologie in der Praxis des BU-Unterrichts wider. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten diese bereits vor der 10. Schulstufe – eigentlich in allen Schulstufen - im BU-Unterricht einzuplanen und den Unterricht damit interessant und anschaulich zu gestalten. Diese Themen können bereits in der Sekundarstufe 1 aufgegriffen werden und Experimente durchgeführt werden. Bei differenzierterer Betrachtung wird bereits jetzt das Verhalten von Tieren auch in den Lehrplänen und Schulbuchwerken der 5. bis 8. Schulstufe genutzt. Ein besonderer Fokus soll hier auch auf ein von Fragen (Hypothesen) geleitetes Lernen, selbsttätiges Beobachten und die Durchführung von Experimenten mit Schülerinnen und Schülern im BU-Unterricht gelegt werden. In der Schulpraxis ist der Frontalunterricht die häufigste Sozialform – die Verhaltensbiologie gibt uns jedoch die Möglichkeit den Unterricht interaktiver, lebensnaher und interessanter (und nicht zuletzt spannender) zu gestalten. Es soll gezeigt werden, dass anhand von Experimenten, die auf die jeweilige Altersgruppe und den Lehrplan abgestimmt sind, könnten BU-Lehrende auch schon vor der 10. Schulstufe die Verhaltensbiologie in den Unterricht einbauen

    Kinder- und Jugendliteratur in der Zeit von Spätaufklärung und Biedermeier am Beispiel des Leopold Chimani

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    In der Arbeit Kinder- und Jugendliteratur in der Zeit von Spätaufklärung und Biedermeier am Beispiel des Leopold Chimani – eine narratologische Analyse erfolgte der Vergleich ausgewählter moralischer Texte für Kinder und Jugendliche von Leopold Chimani. Dabei wurde festgestellt, dass sich die Literatur für Mädchen, Knaben und beide Geschlechter nicht wesentlich voneinander unterscheidet, abgesehen von dem jeweiligen Titel, welcher sich explizit an ein bestimmtes Geschlecht oder an beide richtet. Die Erzählungen sind ähnlich aufgebaut und die Handlungsschemata sind durch Übergänge strukturiert. Die Übergangsriten von Arnold van Gennep bilden die Basis dieser Analyse. Dabei wurde die Erkenntnis gewonnen, dass sich vor allem die Hauptprotagonist*innen im Hinblick auf ihre Eigenschaften weiterentwickeln können. Zudem finden in den meisten Texten ähnliche Übergangsriten statt. In der Figurenanalyse, welche in Anlehnung an Fotis Jannidis erfolgte, wurde erläutert, dass die Hauptprotagonist*innen tendenziell rund und dynamisch gestaltet sind und die Nebenfiguren häufig mittels generischer Bezeichnungen benannt werden und flach und statisch konzipiert sind. Abschließend wurde ein Figurenschema, das zu allen ausgewählten Primärtexten Chimanis passt, auf Basis von Vladimir Propps Theorie entwickelt. Die These, dass es in den Erzählungen wiederkehrende Figurentypen gibt, kann dadurch belegt werden

    Politik, Zensur und persönliche Sicherheit

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    Die Meinungs- und Pressefreiheit sind Grundrechte der Menschheit, die von internationalen Abkommen garantiert werden. Diese Freiheiten werden teilweise durch politische Maßnahmen eingeschränkt und der Journalismus gehört zu den betroffenen Bereichen, der die Konsequenzen dieser Aktionen erleidet. Die Beziehungen zwischen den Medien und dem politischen System können sehr eng sein und sich u.a. in zensorische Aktionen auswirken. Vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss der türkischen Politik auf die Arbeit der JournalistInnen im Land. Außerdem, werden auch die Konsequenzen des politischen Einflusses untersucht und eine Perspektive über die persönliche Sicherheit, über die entwickelten Sicherheitsstrategien und über die Grenzen der Pressefreiheit der journalistischen AkteurInnen aufgezeigt. Um die Arbeitsbedingungen der JournalistInnen in der Türkei zu ergründen, wurden sechzehn qualitative Interviews mit lokalen und internationalen JournalistInnen durchgeführt. Die Ergebnisse der empirischen Forschung zeigen dass, die türkische Medienlandschaft ein kompliziertes Feld für journalistische AkteurInnen darstellt. Die regierungskritischen Berichterstattungen der lokalen und internationalen ReporterInnen werden in unterschiedlichen Weisen bestraft und es findet seitens der türkischen Regierung eine staatliche Selektion der ‚Regierungs-freundlichen‘ JournalistInnen statt

    Der 'Nazi-Vergleich' im Diskurs um die Präsidentschaft Donald Trumps in der deutschen Presse

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    Die Masterarbeit beschäftigt sich mit der Realisierung sowie der metasprachlichen Rezeption sogenannter ‚Nazi-Vergleiche‘ im Kontext der Wahl und Präsidentschaft des 45. US-Präsidenten Donald J. Trump. Das methodisch-theoretische Fundament der Abhandlung bilden die diskursgeschichtlichen Ansätze der Düsseldorfer Schule sowie die Erkenntnisse der Nazi-Vergleichsforschung. Anhand eines eigens zu diesem Zweck kompilierten Korpus deutscher Pressetexte beschäftigt sich die Untersuchung mit den drei Ebenen Wort, Metapher und Argumentation. Im ersten Teil der Analyse wird der Frage nachgegangen, auf welche Weise ‚Nazi-Vergleiche‘ konkret sprachlich realisiert werden. Neben vielen aus dem politischen Diskurs bekannten Basisvokabeln sind hierbei NS-spezifische Lexeme wie Eigennamen und andere Verweise auf den Wissensrahmen der NS-Zeit ebenso wie kontextabstrakte und kontextspezifische Topoi von Relevanz. Der zweite Analyseteil befasst sich mit der Frage, wie ‚Nazi-Vergleiche‘ in diesem Kontext metasprachlich rezipiert werden. Das Hauptaugenmerk lag hierbei auf dem metasprachlichen Vokabular und wenigen dominanten Argumentationstopoi, welche die Ausgangshypothese einer generell kritischen Rezeption derartiger Vergleiche bzw. Juxtapositionen im Wesentlichen bestätigte.The master's thesis deals with the realization of so-called 'Nazi-Vergleiche' (Nazi analogies) and the metalinguistic discussion in the context of the election and presidency of the 45th President of the United States Donald J. Trump. Its basic methodological-theoretical framework is formed by the approaches of the Düsseldorf School and the findings of certain studies from various disciplines that deal with the phenomenon of Nazi analogies. By means of a corpus of German media articles compiled for this purpose, the study is devoted to the three analysis levels of word, metaphor, and argumentation. The first part of the analysis examines how 'Nazi-Vergleiche' are linguistically realized in this sub-discourse. In addition to some basic vocabulary that has long been established in political discourse, Nazi-specific lexemes such as proper names and other references to the knowledge framework of the Nazi era as well as context-abstract and context-specific topoi are of relevance. The second part of the analysis deals with the question of how 'Nazi-Vergleiche' are perceived in the course of the metalinguistic discourse. The main focus was on the metalinguistic vocabulary and a few recurring topoi of argumentation, which essentially confirmed the initial hypothesis of generally critical reception of such linguistic phenomena

    Hab' ich kein Recht auf Stadt? Vom pandemischen Alltag, Wohnungs- und Obdachlosigkeit & sozialer Ungleichheit in Wien

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    Ende Februar 2020 erreichte das Corona-Virus, das sich ausgehend von China, innerhalb weniger Wochen, global verbreitete, Österreich. Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie, werden zahlreiche Ungleichheitsverhältnisse in der Wiener Gesellschaftsstruktur ersichtlich. Diese Masterarbeit zeigt an Hand von der Produktion, -Aneignung und -Nutzung öffentlicher Räume in Wien, die strukturelle, gesellschaftliche und politische Exklusion der vulnerablen Bevölkerungsgruppe wohnungs- und obdachloser Menschen auf. Der grundlegenden These folgend, dass eine Pandemie die Vulnerabilität der Menschen offenlegt und sich dieser folglich unterstützend angenommen werden muss, soll diese Arbeit außerdem dazu beitragen das vorherrschende gesellschaftliche Sozialsystem zu hinterfragen und anzuerkennen, dass sich die Einstellung gegenüber marginalisierten Teilen der Gesellschaft grundlegend ändern muss, um Städte sozial gerechter zu entwickeln.In late February 2020, the so-called “Corona”-virus reached Austria, after spreading globally, from China. In the light of the COVID-19 pandemic, multiple inequalities in the social structure of Viennese society, become apparent. This master thesis highlights the structural, social and political exclusion of vulnerable population groups such as homeless and houseless people, by analyzing the production, appropriation and use of public spaces in Vienna. Building on the underlying premise, that a pandemic exposes people's vulnerability and consequently requires a supportive approach, this paper also aims at questioning the prevailing social system and recognizing that a fundamental change in societal mind-sets towards marginalized groups is needed in order to develop cities in a more socio-just manner

    Emergency Medical Services in low- and middle-income countries - explored for Rwanda (East Africa)

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    Rettungsdienste sollten, in allen Ländern, der breiten Bevölkerung zur Verfügung stehen. Was in Länder mit einem hohen Durchschnittseinkommen eine Selbstver-ständlichkeit ist, ist in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommensniveau (noch) nicht der Fall. Diese Masterarbeit hat zum Ziel, Rettungsdienste in Ländern mit niedrigem und mitt-lerem Durchschnittseinkommen zu beleuchten. Zwei verschiedene Ansätze werden dafür verwendet. Auf der einen Seite wird die verfügbare Literatur (z.B. Kobusingye et al., 2005, Mould-Millman et al., 2017, Obermeyer et al., 2015) ausgewertet, vergli-chen und eine Fazit gezogen. Auf der anderen Seite stehen eine anfängliche Be-standsaufnahme und eine Halbzeitstudie eines Rettungssanitäter/innen Projektes in Ruanda zur Verfügung. Diese Studien wurden ausgewertet und verglichen. Die Ergebnisse der Studien und der verwendeten Literatur decken sich weitestgehend. Wie die wissenschaftlichen Belege zeigen, fehlen den Rettungsdiensten, in Län-dern mit niedrigem und mittlerem Durchschnittseinkommen, ein strukturiertes Ma-nagement, Standard Operating Procedures, spezifizierte Trainings und eine ange-messene Ausstattung. Zusätzlich sind die Dienste nicht für die gesamte Bevölke-rung zugänglich und oft zentral in den Hauptstädten gelegen. Nichtsdestotrotz, mit angemessenen Investitionen können die Dienste in ihrer Qualität und ihrer Verfüg-barkeit gesteigert werden.Emergency Medical Services should be available to the entire population of a coun-try. This is the case in high- income countries, however the situation in low- and middle- income countries is different. This thesis analyses Emergency Medical Services in low- and middle- income coun-tries, and sheds some light on those differences. On the one hand, available litera-ture (e.g. Kobusingye et al., 2005, Mould-Millman et al., 2017, Obermeyer et al., 2015) was compared, and a conclusion was drawn. On the other hand, an Emer-gency Medical Technician project, in Rwanda, was evaluated by means of a base-line and a midterm survey. The presented literature matched the surveys’ findings. The evidence proves, that the systems in low- and middle- income countries lack a structured management, Standard Operating Procedures (SOP), specialised training and adequate equipment. In addition, the services are not available to the broad public and often centred in the capitals. However, with moderate investments the quality of EMS in low- and middle- income countries can be improved and made available to the entire population

    Homo Smartphonicus

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    Das Smartphone. Für viele stellt es den ersten Gegenstand, zu dem man morgens nach dem Aufwachen greift, und den letzten Gegenstand, mit dem man sich abends vor dem Einschlafen beschäftig, dar. Es gehört auch zu den ersten Antworten auf die Frage, was man denn auf eine einsame Insel mitnehmen würde, wenn man nur fünf Gegenstände auswählen dürfte. Die Beziehung zwischen einem Smartphone und seinen Besitzer*innen erweist sich als besonders und übersteigt in den meisten Fällen ein übliches Mensch-Maschinen-Verhältnis. Ob Smartphonenutzer*innen in ihren Geräten nun mehr als einen bloßen Gebrauchsgegenstand sehen und inwiefern sich die Verwendung des smarten Elektronikgeräts auf das Verhalten und die Selbstwahrnehmung von Menschen auswirkt, ist Gegenstand der vorliegenden Masterarbeit. In einem ersten Schritt werden verwendete Begrifflichkeiten rund um den Themenbereich ›Smartphone‹ erläutert. Im Anschluss daran folgt eine Charakterisierung der Smartphonebesitzer*innen als Personen, die eine Identität und ein Selbst besitzen. Den Hauptteil der Arbeit bildet eine Untersuchung verschiedener Bereiche, in denen sich Auswirkungen des Smartphonegebrauchs auf die Person, die Identität und das Selbst der Nutzer*innen verzeichnen lassen. Da es sich um eine Arbeit aus dem Bereich der Ethik handelt, wird hierbei immer wieder auf unterschiedliche philosophische Ansichten Bezug genommen. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung zeigen, dass sich die Konsequenzen, die sich aus einer Smartphonenutzung ergeben, als äußerst vielfältig erweisen. Da das Smartphone bereits als Teil seiner Besitzer*innen wahrgenommen wird, gehen mit seiner Verwendung auch Veränderungen des menschlichen Selbst(bildes) einher. Dass diese nicht unbedingt Vorteile mit sich bringen, wird in der vorliegenden Arbeit verdeutlicht, weswegen eine reflektierte Betrachtung des smarten Multifunktionsgerätes notwendig ist.The smartphone. For many, it is the first thing to pick up in the morning after waking up and the last thing to think about in the evening before going to sleep. It is also one of the first answers to the question, which item people would take to a deserted island, if they could only choose five things. The relationship between a smartphone and its owner proves to be special and, in most cases, exceeds the normal human-machine relationship. The subject of this master's thesis is whether smartphone users see more in their devices than a mere object of utility and to what extent the use of smart electronic devices affects people's behavior and self-perception. In a first step, this thesis describes the terms commonly used around the topic ›smartphone‹. This is followed by a characterization of the smartphone owners as people who have an identity and a self. The main part of the work is an investigation of various areas in which the effects of smartphone use on the person, the identity, and the self of the user can be recorded. Since this is a thesis written in the field of ethics, it refers to a variety of different philosophical views. The results of this examination show that the consequences of using a smartphone are extremely diverse. Since the smartphone is already perceived as being part of its owner, changes in the human self (-perception) accompany its use. The present work demonstrates that these changes are not solely beneficial. Therefore, a reflected consideration of the smart multifunctional device is necessary

    Das Spannungsfeld zwischen Pressefreiheit und Persönlichkeitsschutz in politischer Berichterstattung

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    Spannungsfeld zwischen Pressefreiheit und Persönlichkeitsschutz Veröffentlichung des Ibiza-Videos als Grundlage

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