University of Vienna

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    When irony sings - musical intervals as prosodic markers

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    Akustische Signale fungieren als Transmitter von Emotion in Musik wie auch gesprochener Sprache. Die Art und Weise mit welcher eine, einem musikalischen Klangbild ähnelnde, Intonationseinheit die Strukturierung und Koordination in der Sprachproduktion beeinflusst, war Gegenstand dieser Diplomarbeit. Das durchgeführte empirische Verfahren umfasste zwei unterschiedliche Phasen. Die erste bestand aus dem Sammeln von Daten und der quantitativen Auswertung dieser Daten in Bezug auf Messwerte früherer Recherchen. Die Resultate dieser Auswertung dienten als selektiver Filter, um für die qualitative Analyse qualifizierte Probanden zu ermitteln. Die gesammelten Daten enthielten Aufnahmen von ironischen Aussagen und Aussagen mit demselben wörtlichen Inhalt, jedoch ohne jegliche ironische Wertigkeit. Die Aufnahmen wurden ausgeführt von jeweils zwanzig deutsch-und englischsprachigen Personen, welche die kontextualisierte Sprache als ihre Muttersprache beherrschten. Die Teilnehmer wurden innerhalb ihrer Sprachzugehörigkeit erneut in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt. Den Probanden wurden kurze Texte vorgelegt, welche sechs verschiedene Situation beinhalteten, die die Hintergründe der dazugehörenden Aussagen darstellten. Die jeweils ersten Gruppen wurden im Gegensatz zu den zweiten Gruppen, nicht darüber informiert, dass die Hälfte der Aussagen der gegebenen kontextuellen Informationen widersprach. Die Aufnahmen wurden mit einem Plug-in, dem „Prosogram“, für das phonetische Analyseprogramm Praat ausgewertet, um die Intonationsprofile mit musikologischen Einheiten, den Halbtonwerten, beschreiben zu können. Die errechneten Intervallwerte der Intonationsprofile wurden in Bezug auf ihre affektiven Funktionen und Wertigkeiten untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigten eine Tendenz zur Verwendung von musikalischen Intervallen von positiver konnotierter Wertigkeit in markanten Silben zur Bekräftigung der wortwörtlichen Bedeutung des verbalen Inhalts einer Aussage. Des weiteren konnte auch die Verwendung von musikalischen Intervallen von negativer affektiver Wertigkeit in markanten Silben zur Kennzeichnung von implizierten Bedeutungen einer Aussage festgestellt werden. Die Ergebnisse dieser Diplomarbeit heben physikalisch messbare Verstrickungen von Musik und Sprache als ursprüngliche menschliche Kommunikationsform hervor und ebnen damit den Weg für weitere Analysen auf diesem Gebiet.Acoustic signals act as transmitters of affect in music as well as speech. In this diploma thesis the ways in which units similar to musical sounds may structure and coordinate the production of speech melodies were investigated. The empirical research conducted comprised two stages. The first consisted of collecting data and quantitatively evaluating this data by referring it to prior findings. The results of this evaluation served as a selective filter for choosing the most competently performing subjects for further qualitative examination. The collected data consisted of the recordings of ironic statements and their non-ironic equivalents produced by twenty native speakers of German and twenty native speakers of English. The speakers were split into two groups per language. The subjects were provided with pieces of text which included six utterances that the subjects were to perform as well as the corresponding situations contextualizing the utterances. The first groups were not informed about half of the utterances contradicting the given contextual information, whereas the second groups were explicitly informed about it. The recordings were analyzed using “prosogram”, a plugin for the speech analysis software Praat, in order to be able to compare the prosodic contours in musicological units, namely, semitones. The intervallic values forming the pitch contours calculated by the prosogram were compared to musical intervals regarding their valence and affective functions. The tendencies that were found comprised the use of musical intervals of positive valence in prominent syllables to reinforce the literal meaning of an utterance’s verbal content and the use of musical intervals of negative valence in prominent syllables to signal some form of nonliteral meaning of an utterance’s verbal content. The findings of this thesis highlight the entanglements of music and speech as primary forms of human communication that can be physically measured and may therefore provide valuable subject matter for further investigations into the musical properties of intonation

    Belastungs- und Beanspruchungsstruktur im leistungsorientierten Herrentennis

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    Als weltweit ausgeübte Sportart ist Tennis für die Sportwissenschaft ein breites Forschungsfeld. Ein modernes Training muss sich den tatsächlichen Wettkampfbedingungen so weit wie nur möglich annähern, d.h. die im Wettkampf erforderlichen Belastungszeiten, Belastungsintensitäten, etc. müssen im Training so gut wie nur möglich integriert werden. Ziel dieser Arbeit ist es, die im leistungsorientierten Herrentennis auftretenden Belastungs- bzw. Beanspruchungsstrukturen zu untersuchen und ein repräsentatives Ergebnis präsentieren zu können. Methodik Mit Hilfe einer systematischen Literaturanalyse wurden in den elektronischen Referenzdatenbanken ‚PubMed‘ und ‚Web of Science‘ insgesamt 1674 Datensätze identifiziert. Nach mehreren Filterungsprozessen wurden 25 davon in die Volltextanalyse aufgenommen. Schlussendlich dienten neun Studien für die Analyse und zur Beantwortung meiner Forschungsfragen. Ergebnisse Die Stichprobe aus 76 Tennisspielern hat ergeben, dass die mittlere Ballwechseldauer zwischen 4,3 und 14,1 Sekunden liegt und sich kaum zwischen Sandplatz und Hartplatz unterscheidet, ebenso wie die Mittelwerte der Laktatkonzentrationen zwischen 2 und 5 mmol x L-1. Herzfrequenzmittelwerte bewegen sich im Bereich von 140 – 150 Schlägen pro Minute, die 70 – 85% der maximalen Herzfrequenz bedeuten und somit moderat sind. Die Höchstwerte erreichen bis zu über 90% der maximalen Herzfrequenz. Einfluss hat das taktische Verhalten bzw. die jeweilige Aufgabe am Platz. Defensivspieler haben höhere Herzfrequenzmittelwerte als Offensivspieler. Aufschläger haben höhere Herzfrequenzmittelwerte als Returnspieler. Die Studien zeigen im Durchschnitt eine Beanspruchung von rund 50% der maximalen Sauerstoffaufnahmefähigkeit. Obwohl der aerobe Anteil im Tennissport dominant ist, können, aufgrund des intermittierenden Charakters, mehrmals Phasen mit Werten von über 90% der maximalen Sauerstoffaufnahmefähigkeit vorkommen

    J.M. Coetzee's "Disgrace": the portrayal of Lucy in the novel and its film adaptation

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    Diese Diplomarbeit befasst sich mit dem Roman Disgrace von J.M. Coetzee, sowie mit dessen Verfilmung von Regisseur Steve Jacobs. Buch und Film werden analysiert und miteinander verglichen. Dabei wird besonders auf die Darstellung der weiblichen Hauptfigur Lucy eingegangen. Darüber hinaus wird über den Begriff „corrective rape“, also „ausgleichende Vergewaltigung“, im Kontext dieser in Südafrika stattfindenden Geschichte diskutiert. Zum Abschluss der Arbeit werden die relevantesten Erkenntnisse über die beiden Werke zusammengefasst. Außerdem wird die mögliche Wirkung dieser voller tragischer Ereignisse steckenden Erzählung auf ihr Publikum analysiert und hinterfragt, welches Bild von Südafrika nach dem Ende der Apartheid diese vermittelt.In this diploma thesis, certain aspects of the novel Disgrace by South African author J.M. Coetzee and its film adaptation are analysed. After exploring the theory of adaptation, an overview of the differences and similarities between novel and film is given. Most of the paper focuses on the female protagonist Lucy's portrayal in both works. Furthermore, it deals with the concept of "corrective rape", taking into account the setting in postcolonial South Africa. In the conclusion, the possible effect of the story on its audience is analysed, as well as the image it conveys of post-apartheid South Africa

    Zur Assoziation von Stressparametern am Skelett und der Körperhöhe bei adulten Individuen aus dem Gräberfeld Csokorgasse

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    Anhand der Körperhöhe kann auf die Gesundheit von einzelnen Individuen oder auch der ganzen Population geschlossen werden. Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Anwesenheit von Porositäten am Knochen und lineare Zahnschmelzdefekte, als Ursachen von umweltbedingtem und metabolischem Stress, in einer retardierten Körperendhöhe resultiert und ob es diesbezüglich einen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt. Insgesamt wurde bei 51 Männern und 34 Frauen, ab der Altersklasse Adultus, die Anwesenheit von Cribra orbitalia, Cribra palatina, Cribra cranii und linearen Schmelzhypoplasien in vier Kategorien aufgenommen und die Langknochen der Individuen gemessen, um die Körperhöhe mit vorgegebenen Formeln zu berechnen. Mittels eines T-Test wurden die Körperhöhen der Gruppe mit Läsionen und jener Gruppe ohne, nach Geschlechtern getrennt, verglichen. Signifikante Unterschiede in der Häufigkeit der Stressmerkmale zwischen den Geschlechtern wurden mit einem Chi-Quadrat-Test aufgezeigt. Bei beiden Geschlechtern wurde kein negativer Zusammenhang von Cribra orbitalia, (n= 14; 17,3%), Cribra palatina (n= 72; 88,9%), Cribra cranii (n=10; 13%) oder linearen Schmelzhypoplasien (n=58; 68,2%) und der Körperhöhe festgestellt. Obgleich es keinen negativen Zusammenhang zwischen Stressoren und Körperhöhe gibt, kann ein positiver Zusammenhang zwischen Cribra palatina und Körperhöhe von Frauen (t(31)= -2,149, p= 0,040) beobachtet werden. Neben der Frequenz von Cribra palatina (χ²(3)= 18,791, p< 0,001) gibt es auch in der Häufigkeit von Schmelzhypoplasien an einigen Zähnen einen signifikanten Unterschied zwischen den Geschlechtern. Anhand der Ergebnisse kann kein eindeutiger Schluss über die Gesundheit der Awaren der Csokorgasse gezogen werden, unter anderem auch deshalb, weil sich Stress oft anders als erwartet am Skelett manifestiert

    Erzählungen im Raum

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    Die Arbeit untersucht zwei historische Stätten, die zu Ausstellungen inszeniert wurden. Die Virgilkapelle Wien stellt eine als Museum eingerichtete Ausgrabung dar, am Erlebnis Burgbau Friesach wiederum wird eine fiktive historische Stätte mittels Ausprobieren bildlich tradierter Arbeitstechniken erschaffen. Die Burgbaustelle ist ein archäologisches Experiment, das Elemente der Living History Interpretation beinhaltet. Ziel der Arbeit ist es, die musealen Erzählungen der beiden Inszenierungen historischer Stätten herauszuarbeiten, sie in den Kontext historischen Erzählens einzuordnen und zu untersuchen, auf welche Weise sie das historische Denken anregen. Die Analyse stützt sich auf die von Heike Buschmann unter Zuhilfenahme von Begriffen aus der Literaturwissenschaft und der Kulturgeographie entwickelte Methode „Geschichten im Raum“. Es werden die Erzählperspektive, inhaltliche Elemente wie Objekte, Abfolgen und Kausalzusammenhänge sowie die räumliche Gestaltung und Kommunikation mit den Betrachter*innen untersucht. Anschließend findet eine Erörterung statt, welche Merkmale historischen Erzählens die Inszenierung der Ausgrabung und jene des archäologischen Experiments aufweisen. Dabei dienen Theorien von Hans-Jürgen Pandel, Jörn Rüsen und Michele Barricelli zu Retrospektivität, Temporalität, Konstruktivität, Partialität und Sinnbildung sowie Imagination und Fiktion in historischen Erzählungen als Grundlage. Auf der Basis von Peter Seixas‘ Modell der Six Historical Thinking Concepts wird die Darstellung historischer Bedeutsamkeit, von Kontinuitäten und Wandel sowie Ursachen und Wirkung innerhalb der Ausstellungen herausgearbeitet, genauso wie die Offenlegung der Quellen und der Inszenierung als Deutung, das Einnehmen historischer Perspektiven und die Anregung zu Werturteilen

    Wissensnetzwerke in der Freiwilligenarbeit

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    Freiwilligen-Netzwerke, vor allem informelle, sind bisher kaum bis gar nicht erforscht. So wie in Netzwerken, die unter Angestellten oder Mitarbeitenden in einem Unternehmen be-stehen, haben auch Beziehungen zwischen den Freiwilligen Einfluss auf die Tätigkeit und das Wissen, das weitergegeben, bzw. nicht verbreitet wird. Die Situation von Freiwilligen ist eine spezielle, weil diese die Tätigkeit in ihrer Freizeit und ohne Verpflichtung ausüben. Die Motivation eine bestimmte Tätigkeit auszuüben ist eine andere als bei Erwerbstätigkeit, so-mit sind auch das Engagement und die Beteiligung nicht von allen Beteiligten gleicherma-ßen zu erwarten. Mit der Frage „Wie wird im Projekt ‚Stadtmenschen‘ gelernt und inwieweit wird das Wissen der ‚Stadt-menschen‘ unter den Freiwilligen genützt und ausgetauscht?“ sollen Freiwilligen-Netzwerke, anhand eines bestimmten Projekts in Wien, beleuchtet werden. In diesem Projekt geht es darum Hilfesuchenden passende soziale Angebote (wie Caritas, FSW, MA40, …) für ihre Problem zu nennen. Dazu ist viel Wissen, auch Hintergrundwissen über Abläufe, das vor allem informell ausgetauscht wird, von Vorteil. Die Daten dafür wurden über eine Online-Umfrage und über sechs leitfadengestützte Inter-views erhoben. Die quantitativen und qualitativen Daten wurden durch Methoden der SNA (Soziale Netzwerkanalyse; vor allem Netzwerkkarte), QSA (Qualitative Strukturale Analyse Herz et al. 2015) und durch die Methode der zusammenfassenden Inhaltsanalyse nach May-ring (2015) zusammengeführt, um daraus weiterführende Theorien bilden zu können. Dazu wurden sowohl zu den Interviews als auch zur Netzwerkkarte Codes und Memos erstellt, die sich gegenseitig ergänzen und sich weitergehend verdichten lassen. Damit wird das Netz-werk sichtbar gemacht und die dahinterliegenden Strukturen, bzw. die Wissensverbreitung unter den Freiwilligen aufgezeigt

    Wildschweinsuhlen als Habitat für Libellen im Lainzer Tiergarten

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    In der Literatur werden Wildschweinsuhlen als ein mögliches Fortpflanzungshabitat von Libellula depressa und Libellula quadrimaculata angeführt. Für andere Pionierarten, wie beispielsweise Orthetrum brunneum, finden sich keine Angaben dazu. Diese Studie behandelt die Rolle von Wildschweinsuhlen als Habitat für Libellen und zeigt auf, welche Artenvielfalt in diesem stark von Störung durch Wildschweine (Sus scrofa) geprägtem Lebensraum besteht. An fünf Suhlen-Standorten mit Quellaustritten im Lainzer Tiergarten (Wien, Österreich) wurden von März bis Oktober 2018 Erhebungen durchgeführt und es konnten insgesamt sieben sicher bodenständige Arten nachgewiesen werden: Libellula depressa, Libellula quadrimaculata, Orthetrum brunneum, Orthetrum coerulescens, Aeshna cyanea, Aeshna mixta und Sympetrum striolatum. Um die Standorte hinsichtlich ihrer Wildschweinintensität zu unterscheiden (niedrige oder hohe Wildschweinintensität), wurde ein Index entwickelt. Die Standorte Aumüllerwiese und Schattenwiese gehören der Gruppe mit niedriger Wildschweinintensität an, Hochwiese, Scheibenwiese und Große Auhofer Stockwiese der Gruppe mit hoher Wildschweinintensität. Es zeigten sich Unterschiede in der Artenzusammensetzung zwischen den beiden Gruppen, die sich vermutlich aus den Veränderungen der Vegetation in und um die Suhltümpel durch die Aktivität der Wildschweine und der unterschiedlichen Empfindlichkeiten der Libellenlarven auf Störung ergeben. Des Weiteren wurde die Räuber-Beute-Beziehung zwischen Larven von Libellula depressa und Kaulquappen von Bombina variegata untersucht. Dazu wurden Exuvien, Larven von Libellula depressa (Larvenstadien F3 – F0 nach ROBERT 1959) und Kaulquappen von Bombina variegata im Freiland auf Sicht gezählt, sowie deren Verhalten im Labor beobachtet (Larvenstadien F2 – F0 nach ROBERT 1959). Es kam zu deutlichen Räuber-Beute-Zyklen in den Suhltümpeln und es konnte festgestellt werden, dass Larven von Libellula depressa Kaulquappen der Gelbbauchunken erbeuten und fressen können und somit einen nachweisbaren Einfluss auf die Population von Bombina variegata ausüben. In Tümpeln, in denen viele Larven gesichtet wurden, kam es erst wieder zu einem Anstieg der Gelbbauchunken-Kaulquappen, nachdem die Emergenz des Großteils der Larven stattgefunden hatte und viele Exuvienfunde verzeichnet werden konnten. In Tümpeln in denen ganzjährig große Larven vorhanden waren, waren die Abundanzen der Kaulquappen gering und es konnten keine Metamorphlinge gesichtet werden. Da die Tümpel durch die Suhlaktivität der Wildschweine stets in frühen Sukzessionsstadien gehalten werden, ist anzunehmen, dass die dort bodenständigen Arten diesen Lebensraum auch weiterhin dominieren werden, sollte der Schwarzwildbestand nicht aufgelassen oder drastisch reduziert werden. Durch eine Regulation des Schwarzwildbestandes könnte es künftig zu Veränderungen der Artenzusammensetzung an den Standorten kommen.In literature, wild boar wallows are mentioned as a possible reproductive habitat of Libellula depressa and Libellula quadrimaculata. For other pioneer species, such as Orthetrum brunneum, no information is available. This study evaluates the role of wild boar wallows as a habitat for dragonflies and determines the species diversity in this habitat, which is strongly influenced by the disturbance by wild boars (Sus scrofa). At five study sites in the Lainzer Tiergarten (Vienna, Austria), surveys were carried out from March to October 2018 and a total of seven autochthonous species were detected: Libellula depressa, Libellula quadrimaculata, Orthetrum brunneum, Orthetrum coerulescens, Aeshna cyanea, Aeshna mixta and Sympetrum striolatum. In order to distinguish the sites with respect to their wild boar impact (low or high wild boar impact), an index was developed. The sites Aumüllerwiese and Schattenwiese belong to the group with low wild boar impact, Hochwiese, Scheibenwiese and Große Auhofer Stockwiese belong to the group with high wild boar impact. There were differences in species composition between the two groups, probably due to the changes in vegetation in and around the wallow-ponds caused by the activity of wild boars and the different sensitivity of dragonfly larvae to disturbance. Furthermore, the predator-prey relationship between larvae of Libellula depressa and tadpoles of Bombina variegata was investigated. Exuviae, large larvae of Libellula depressa (larval stages F3 – F0 according to ROBERT 1959), as well as tadpoles of Bombina variegata were counted in the field and their behaviour was observed in the laboratory (larval stages F2 – F0 according to ROBERT 1959). There were clear predator-prey cycles in the wallow-ponds and it was possible to detect that larvae of Libellula depressa are able to capture and feed tadpoles of the yellow-bellied toad and have a verified impact on the population of Bombina variegata. In ponds with many larvae the number of tadpoles of the yellow-bellied toad increased after the majority of the larvae had emerged. In ponds where large larvae were present during the whole year tadpole-abundances were low and no metamorphlings were found. Due to the activity of the wild boars the ponds are kept in an early succession stage and it can be assumed that the autochthonous species will dominate this habitat furthermore if the wild boar population will not be drastically reduced or abandoned. A regulation of the wild boar population in the next few years could lead to changes in the species composition at the study sites

    Kopf oder Schrift - drei "papiers collés" Picassos im Grenzgebiet von Malerei und Lyrik

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    Die vorliegende Arbeit „Kopf oder Schrift – Drei papiers collés Picassos im Grenzgebiet von Malerei und Lyrik“ beschäftigt sich mit drei Werken Pablo Picassos, die zwischen dem Winter 1912 und Sommer 1913 entstanden. Hauptgegenstand der Ausführungen ist die Frage, inwiefern sie in ihren Funktions- und Sinngeneseprozessen lyrischen Texten ähnlich sind. Bedeutung und Referenz entstehen durch Prozesse simultaner Sinngenese auf formaler wie semantischer Ebene. Gleichzeitig eröffnen die einzelnen Markierungen assoziative Bedeutungsräume, die weiter sind als ihre primär-lexikalischen Sinnzuweisungen. Darin gleichen sie sich lyrischen Texten an. Anhand eines geschichtlichen Überblicks werden die ausgewählten Werke als ein Höhepunkt der vorangegangenen Entwicklung kubistischer Syntax positioniert. Mithilfe von theoretischen Ausführungen aus den Bereichen der Bildwissenschaft und Poetologie werden Termini erarbeitet, die für die Beschreibung dieser spezifischen Sinnprozesse produktiv gemacht werden. In Ergänzung dazu zeigt sich, dass das Genre der Kalligramme seit seinen ältesten Beispielen die Nähe zwischen der Bildlichkeit von Schrift und Sprache zugunsten verdichteter assoziativ-semantischer Aussagen genutzt hat. Durch Stéphane Mallarmés Neuerungen in seinem Gedicht Un coup de dés jamais n’abolira le hasard und Guillaume Apollinaires letztem Gedichtband Calligrammes wird deutlich, dass es bis ins 20. Jahrhundert beständig aktualisiert wurde. In Apollinaires lyrischem Werk lässt sich durch die enge Freundschaft zu Picasso eine eigenständige malerische Qualität feststellen, wie auch umgekehrt eine lyrische Qualität in den ausgewählten papiers collés Picassos sichtbar wird. Abschließend kann gezeigt werden, dass die Werke Picassos ihre Bedeutungen aus den komplexen Verbindungen zwischen ihren visuell- und sprachsemantischen Kapazitäten gewinnen und ihre plurisemantischen Funktions- und Erkenntnisprozesse analog zu lyrischen Texten operieren.The present Master’s thesis „Kopf oder Schrift – Drei papiers collés Picassos im Grenzgebiet von Malerei und Lyrik“ [trans.: Head or Script – Three papiers collés by Picasso in the periphery of painting and poetry] is considering three works done by Pablo Picasso between the winter of 1912 and the summer of 1913. Its main inquiry lies in comparing the selected paintings to poetry, in terms of their operational principles and processes of sensemaking. Meaning and referentiality are produced through simultaneous sensemaking both on a formal as well as semantical level. Coinstantaneously, the autonomous graphical marks are capable of opening up larger associative semantic fields than are covered by their primary lexical meaning. In this, the selected papiers collés resemble operations in poetical texts. By positioning them in their historical narrative and, within it, as pinnacle examples of the development of the cubist syntax, the complexity of their operational system can be demonstrated. With the help of a specified and clarified terminology drawn from theoretical assumptions of both pictorial science and poetology, the papiers collés can subsequently be described in a more precise and clarified manner. A closer look at the genre of visual poetry will reveal manifold ways of entanglement between script, language and pictures. Stéphane Mallarmés poem Un coup de dés and Apollinaires last volume of poetry, Calligrammes, show that the genre was updated even in the 20th century. Furthermore, the close amity of Apollinaire and Picasso led to mutual influences in the respective production of the artists, making the poet’s works more picturesque and the painter‘s works more lyrical. Thus can conclusively be shown, that the the three selected works by Picasso adopt operational and semantical processes of sensemaking analogous to those in poetical texts

    Männlichkeit dekonstruktiv lesen

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    Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und wenn ja inwiefern die Vorstellung einer hegemonialen Männlichkeit, anlehnend an Raewyn Connell (1985), in dem Roman A Little Life (2015) von Hanya Yanagihara (re-)produziert beziehungsweise dekonstruiert wird. Am Beispiel ausgewählter Figuren werden die Kategorien Sexualität, Ability, Klasse und Race beschrieben und hinsichtlich ihrer Differenzierungsfunktion untersucht. Das Konzept der hegemonialen Männlichkeit nach Raewyn Connell (1985) dient dieser Arbeit als Analysegrundlage. Weiter werden poststrukturalistische und intersektionale Ansätze hinzugezogen, um die soziale Konstruktion von Differenz zu erläutern (vgl. Bhabha 1994, Duggan 2003, Kafer 2013). Anhand eines dekonstruktiven, textbezogenen Ansatzes soll die Funktion und das Wirkungspotenzial der Darstellung von Geschlechterverhältnissen identifiziert werden, um Literatur als Ort der Produktion von geschlechtlicher Differenz zu markieren. Ziel dieser dekonstruktiven Analyse von A Little Life ist die Ambiguität von literarischen Männlichkeitskonfigurationen zu veranschaulichen, nicht-hegemoniale Männlichkeiten als solche zu markieren und ihnen in diesem Zusammenhang mehr Gewicht zu geben. Es werden die Oppositionen Heterosexualität/Homosexualität, Eigen/Fremd, Ability/Disability, Oberschicht/Mittelschicht, Weiblichkeit/Männlichkeit in dem Text identifiziert und als ästhetische Figurationen lesbar gemacht (vgl. Bovenschen 1979, Menke 1995, Tholen 2015, Krammer 2018). Die Literaturanalyse zeigt, dass in A Little Life hegemoniale Männlichkeitsstrukturen reproduziert, destabilisiert und allen voran inszeniert werden. Die Erzählung ist in ungleiche Macht- und Dominanzverhältnisse eingebettet, in denen hegemoniale Männlichkeit verhandelt wird, ohne soziologische Männlichkeitskategorien festzuschreiben. A Little Life erzählt, beschreibt und stellt die Ambiguität und Vielschichtigkeit von Männlichkeit narrativ dar.The present thesis investigated if there is a subversive potential in the representation of masculinity and femininity in literature and whether it is possible to undergo the structures of hegemonic masculinity. The following analysis highlighted the constitution of different fictional identities, stereotypical gender representation and the construction of difference in literature. Through a literary analysis based on concepts by Connell (Hegemonic Masculinity 1985), Bhabha (Mistaken Identity 1994), Duggan (Homonormativity 2003) and Kafer (Disability 2013), the novel A Little Life by Hanya Yanagihara was examined to answer the research interest. The results of the analysis show that the representations of male and female characters are reflecting normative behavioral ideals, which promote stereotypical gender roles. Nevertheless, there are moments in which the fundamental conceptual distinctions, or oppositions between Masculinity/Femininity, Ability/Disability, The Self/The Other are being challenged

    Das Politische und die Gerechtigkeit

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    Meine Masterarbeit will zeigen, welchen Beitrag die Philosophie von Emmanuel Levinas für die zeitgenössischen Theorien des Politischen leisten kann. Hierzu wird zunächst entlang der Theorien von Hannah Arendt und Chantal Mouffe das normative Dilemma beleuchtet, das mit der von den Theorien des Politischen beanspruchten Autonomie des Politischen einhergeht. Es soll gezeigt werden, wie mit Levinas’ Figur des Dritten ein Begriff des Politischen gewonnen werden kann, der durch seine Verstrickung mit dem Ethischen eine be-stimmte Konzeption von Normativität ermöglicht, mit der dargestellt werden kann, warum die institutionelle Anerkennung des Politischen normatives Gewicht besitzt. Zwei Aspekte sind demnach leitend für die Arbeit: erstens wird gezeigt, dass es sich bei der beanspruchten politischen Dimension in der Figur des Dritten um eine mit dem Begriff des Politischen kompatible Begrifflichkeit handelt. Zweitens wird ausgewiesen, wie mit dem Begriff der Gerechtigkeit bei Levinas das normative Dilemma der Theorien des Politischen alternativ konzipiert werden kann, sodass der normative Status der institutionellen Affirmation des Politischen ersichtlich wird.My master’s thesis wants to show the contribution of the philosophy of Emmanuel Levinas to the contemporary theories of the political. In dialog with the theories of Hannah Arendt and Chantal Mouffe, the thesis points out a normative dilemma that goes along with the claim of the autonomy of the political. With the help of Levinas’ figure of the third, a conception of the political shall be possible that remains in a relation with the ethical. This relation enables an understanding of normativity that can explain the importance of the institutional affirmation of the political. Two aspects will be central for the thesis: first, it has to be shown that the claim of a political dimension in Levinas’ work is compatible with the criteria given by the theories of the political. Second, with the introduction of Levinas’ notion of justice, the thesis tries to formulate a new conception of the normative dilemma. By doing so, the normative status of the institutional affirmation of the political shall become evident

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