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Die subjektive Nation?
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern politische Akteure als Redner im Rahmen des Staatsaktes 100 Jahre Republik Österreich bestimmte (verdeckte) sprachlich-funktionale Techniken verwenden, um ihre Deutungen bestimmter Sachverhalte zu kommunizieren und diesen möglichst hohes persuasives Potenzial zu verleihen. Gerade mit Blick auf die Republik Österreich, ihre jüngere (Entstehungs-)Geschichte und ihr grundlegendes Nationsverständnis bestehen unterschiedliche Deutungshoheiten, wenngleich die Nation an ihrer Oberfläche von österreichischen politischen Akteur*innen beinahe identisch beschrieben wird. Jedoch bestimmen Faktoren wie Parteizugehörigkeit, ideologische Gesinnung oder politische Funktion die jeweilige Interpretation der Nation mit, weshalb die Frage auftaucht, ob "die Nation" überhaupt eine objektiv definierbare Einheit darstellen kann oder ob es sich nicht vielmehr um ein zutiefst subjektives Konstrukt handelt
Which books should we order?
In dieser Diplomarbeit werden Kriterien zur Auswahl passender Bilderbücher für den Fremdsprachenunterricht in österreichischen Kindergärten vorgeschlagen, sowohl für Englisch, als auch für mehrsprachigen Unterricht. Eine Vielzahl an Bilderbüchern wird jährlich veröffentlicht, die Zielgruppe sind fast ausschließlich MuttersprachlerInnen der jeweiligen Sprache, diese haben jedoch andere Anforderungen als FremdsprachenlernerInnen. Daher haben KindergartenpädagogInnen Bedarf an Richtlinien und Kriterien, anhand derer adäquate Bilderbücher ausgewählt werden können, die Grundlage dafür sind der Bildungsrahmenplan des Staates Österreich und der Bildungsplan des Landes Niederösterreich. Weiters wurden Studien aus den Bereichen Mehrsprachigkeit, Bilderbuchtheorie und Vokabelerwerb berücksichtigt. Die folgenden Kriterien sind relevant: Komplexität der Erzählung und Textlänge, Involvierung der Lesenden, Mehrsprachigkeit, Thema bzw. Inhalt, Diversität und pragmatische Überlegungen.In this thesis criteria for EFL and multilingual picturebook selection for Austrian elementary education is suggested. A vast variety of picturebooks is published each year, the great majority of which aims at native speakers of the respective language. However, the demands of foreign language learners vary from those of native speakers, hence, many of those books are not appropriate language learning tools. Kindergarten teachers require criteria to choose suitable picturebooks in various languages. The basis for the suggested guidelines are the curricula provided by the government, as well as previous studies on multilingualism, picturebook theory and vocabulary acquisition. The following criteria are suggested to foster / support language learning: complexity of story and text length, reader involvement, multilingualism, topic/content, diversity and pragmatic considerations
Impact of nitrogen deposition on forest biogeochemical processes investigated using a tool kit of stable isotope methods
Über 50 Prozent der gegenwärtigen atmosphärischen Stickstoffdepositionen werden durch anthropogene Aktivitäten verursacht und durch den atmosphärischen Stickstofftransport teils kilometerweit transportiert. Diese anthropogenen Veränderungen der biogeochemischen Kreisläufe von Stickstoff und folge dessen auch von Kohlenstoff verstärken die aktuelle Klimakrise in vielen Bereichen. Terrestrische Ökosysteme spielen eine essentielle Rolle in der Regulierung des Klimawandels da terrestrische Böden die signifikantesten Kohlenstoffsenken an Land sind. Mikrobielle Gemeinschaften in Waldböden sind ein essentieller Teil des terrestrischen Stickstoffkreislaufs da sie Stickstofftransformationen vermitteln und den Kohlenstoffhaushalt beeinflussen.
In dieser Studie wurden die Effekte einer Langzeitbelastung durch erhöhten Stickstoffeintrag in temperate Waldböden in 4 Ländern durch stabile Isotopenmethoden gemessen. 15N und 13C Konzentrationen wurden in Bodenproben und in mikrobiellen Bodengemeinschaften mittels verschiedener Tracer-Experimente gemessen. Ungeachtet der unterschiedlichen klimatischen und bodenchemischen Parameter verhielten sich alle Böden der untersuchten Waldgebiete hinsichtlich der Reaktionen in Stickstoff- und Kohlenstoffparametern gleich. Mittels statistischer Analysen konnten wir signifikante Unterschiede zwischen Kontrollböden und mit Stickstoff gedüngten Böden feststellen. Auch bei PLFA Untersuchungen verhielten sich die untersuchten Böden der verschiedenen Standorte gleich, mit signifikanten Unterschieden zwischen den Behandlungen, wobei wir hier eine Reduktion des gram-negative zu gram-positive Verhältnisses beobachteten. Bodenrespirationsmessungen und Messungen des in der mikrobiellen Biomasse enthaltenen Stickstoffes ergaben widersprüchliche Ergebnisse. Unsere Hypothese besagte, dass sich die Zersetzung des biologischen Bodenmaterials durch eine höhere Stickstoffzufuhr erhöhen wird, was wir in unseren Versuchsstandorten in Deutschland und Schweden bestätigen konnten, jedoch nicht in Österreich und Großbritannien. Diese Ergebnisse könnten bedeuten, dass in diesen Waldböden andere Parameter wichtiger für die mikrobielle Aktivität sind.Contemporary sources of atmospheric reactive nitrogen are to approximately 50% associated with human activities. Due to atmospheric transport of reactive nitrogen, nitrogen is often introduced into nitrogen-limited ecosystems like temperate forest ecosystems. Those anthropogenic changes to the biogeochemical cycle of nitrogen and subsequently of carbon add to the current climate crisis in many ways. Terrestrial ecosystems play a crucial role in regulating climate and affect climate change, with terrestrial soils being the most significant carbon sink on land. Soil microbial communities are a crucial part of the nitrogen cycle as microbes mediate most soil nitrogen transformations. In this report, we investigated the effects of medium-term exposure to elevated nitrogen input in temperate forest soils (80 to 100 kg ha-1 yr-1 for 3-7 years) by tracing 15N- and 13C-labelled litter material in bulk soils as well as in soil microbial communities at multiple sites across Europe (Austria, Germany, UK, and Sweden). Irrespective of differences in climatic parameters and soil chemistry, all study sites showed a faster decomposition in bulk soil nitrogen measurements. A significantly increased soil 13C and 15N retention was found across all four study sites. Phospholipid acid (PLFA) analysis showed the same pattern at both investigated study sites, with decreasing the gram-negative to gram-positive bacteria ratios under elevated nitrogen inputs. Soil respiration and soil microbial biomass nitrogen measurements revealed contradictory results. We hypothesised an increased rate of organic matter breakdown through added nitrogen inputs, which could be confirmed in Germany and Sweden, but not in Austria and the UK. This indicates that other parameters than nitrogen availability might be more important to control soil microbial activity in those forests
Populationsökologische Untersuchung an Reptilien in der Unteren Lobau (Nationalpark Donau-Auen Wien/Niederösterreich)
Diese Untersuchung behandelt die Populationsökologie von Reptilien in der Unteren Lobau, Teil des Nationalpark Donau-Auen, in Wien und Niederösterreich. Fünf, von den 14 bekannten Reptilienarten in Österreich, kommen in diesem Gebiet vor (Lacerta agilis, Anguis fragilis, Coronella austriaca, Natrix natrix, Zamenis longissimus). Neben der Verteilung und der Häufigkeit dieser Reptilienarten in dem Untersuchungsgebiet, klärt die Untersuchung auch die Abhängigkeit zwischen der An- und Abwesenheit der Reptilien und der Umgebungsstruktur des Habitats. Ziel dieser Untersuchung ist ein verbesserter Schutz und gezielteres Management dieser Arten in naher Zukunft.
Die Daten wurden mit Hilfe von 100 künstlich ausgelegten Verstecken (Folien), in der Heißlände Kreuzgrund und an dem Hochwasserschutzdamm, gesammelt. Die künstlichen Verstecke wurden so gewählt, dass sich diese schnell erwärmen und einen geeigneten Sonnenplatz für Reptilien bieten, wodurch die Sichtungen der Reptilien erleichtert werden.
Während der Feldarbeit wurden die Charakteristiken (Variablen) der Folie und der Umgebung aufgezeichnet. Hierzu zählen Untergrund, geschlossene, halb offene oder offene Vegetation, Standortgruppe (Heißlände, Lobau oder Damm), Vegetationshöhe, Beschattung und die Bedeckung von Vegetation. Bei jeder Begehung, insgesamt 22, wurden die 100 Verstecke auf Reptilien kontrolliert und Sichtungen notiert. Neben den Koordinaten, die Nummer des Versteckes, die Anzahl der Reptilien und die Reptilienart wurden auch Fotos für die Individualerkennung aufgenommen. Mit der Hilfe von ArcGIS 10.6 und den gesammelten Daten wurden Verbreitungskarten der Reptilienarten erstellt. Kreuztabellenanalysen zeigen die Zusammenhänge zwischen der Umgebungsstruktur und der An- und Abwesenheit der Reptilien.
Insgesamt wurden 122 Sichtungen, an 40 verschiedenen Folien, und acht Sichtungen außerhalb von Folienbereichen gemacht. Die gesammelten Daten resultieren in einer An-treffwahrscheinlichkeit von Ψ=0,42 und einer Sichtungswahrscheinlichkeit von 0,11. Einige der künstlichen Verstecke (Nummer 48, 52 und 87) konnten als kleine „Hotspots“ identifiziert werden. Hier wurden die häufigsten Sichtungen mit der höchsten Anzahl von Repti-lien während der Untersuchung gemacht. Die statistische Auswertung zeigt, dass global gesehen alle fünf Reptilienarten die gleichen Verstecke bevorzugen. Auf lokalem Level hängt die Wahrscheinlichkeit, ein Reptil an bestimmten Standorten zu finden, jedoch stark von Kleinstrukturen ab. Der Untergrund, wie Steine und Kies, so wie eine halb offene Vegetation scheinen sich positiv auf die Anwesenheit der Reptilien auszuwirken. Der Damm (südlicher Teil, donauseitig) ist signifikant negativ, sodass Reptilien hier eher abwesend sind. Im Gegensatz dazu spielt die Lobau (nördlicher Dammfuß) eine wichtige Rolle für die Anwesenheit der Reptilien.This research is about the ecology of the reptile population in the “Untere Lobau”, a part of the national park “Donau-Auen”, in Vienna and Lower Austria in Austria. Five out of the 14 reptile species known in Austria are present in this area (Lacerta agilis, Anguis fragilis, Coronella austriaca, Natrix natrix, Zamenis longissimus). The focus of this research will be on the population distribution and the population density as well as the dependence between the presence and absence of the species and the structure of the surrounding habitat. It contributes to a better knowledge of those species and their protection and man-agement in the future.
The data were collected by using 100 artificial hiding places, distributed in the xeric alluvial biotope “Kreuzgrund” and at the flood control dam. Due to the quick warm up of those artificial hiding places reptiles are attracted and use them for sunbathe. During the field work characteristics as the subsoil, closed, half closed or open vegetation, location (xeric alluvial biotope, Lobau, Dam) vegetation height, shading and the cover of vegetation types (stone, sand, grass etc.) were measured. During the site visits, in total 22, all 100 artificial hiding places were checked for reptiles. In case of sightings, the coordinates, the number of the artificial hiding place, and a photo for individual identification were taken. With the help of ArcGIS 10.6 and the collected presence and absence data distribution maps were created. Cross table analyzes were made to find connections between the characteristics of the surrounding and the presence of the reptile species.
In total 122 reptiles were found at 40 different artificial hiding places. Eight sightings were done outside the area of the artificial hiding places. The collected data resulted in a sighting probability (Ψ) of 0,42 and a discovery probability of 0,11. Some artificial hiding places (number48, 52, and 87) are characterized as small hotspots because of the increased number of reptiles found there during the research.
On a global scale the statistical analysis shows that the different reptile species prefer the same spots. At the local level, sightings of reptiles and the chance of sightings, depending on very important small structures like the composition of the subsoil (stones/gravel) as well as the half open vegetation structures. The flat control dam (southside, side of the Danube) is significant negative for the reptile’s presence. This means reptiles are likely to be absence at this side. The side of the Lobau (northside of the dam) and the characteristic of it plays a major role for the presence of the reptiles in this research
Relativitätstheorie auf rein mechanischer Grundlage
In dieser Diplomarbeit führe ich ein neuartiges Unterrichtskonzept für die Schule ein,
welches die Relativitätstheorie konsequent aus der Mechanik heraus entwickelt.
Meine Überlegungen basieren dabei auf einem von Univ.-Prof. i.R. Dr. Romano
Rupp für die Hochschule entwickelten Konzept. Ich beginne damit mehrere gängige
Physikbücher zu untersuchen, um festzustellen, wie die übliche Zugangsweise im
Schulunterricht aufgebaut ist und um zu überprüfen, ob es sich bei meiner Arbeit
tatsächlich um eine neuartige Idee handelt. Anschließend habe ich eine
Unterrichtsplanung entwickelt, die sieben Unterrichtseinheiten umspannt. Jede
Unterrichtseinheit benötigt zwischen einer und drei Schulstunden. Zuletzt habe ich
einem derzeit im Beruf tätigen Physiklehrer meine Überlegungen vorgelegt, um sie
auf ihre Alltagstauglichkeit zu überprüfen und sein Feedback dokumentiert. Er
konnte noch einige Probleme mit dem Konzept aufzeigen, die man jedoch in weiterer
Arbeit überwinden könnte.In this diploma thesis I’m introducing a new concept to teach the theory of special
relativity in school, where the theory is strictly derived from mechanical
considerations. I base my work on a university-level concept that was developed by
university professor Romano Rupp. I start by reviewing several physics school
books, to see how special relativity is usually taught and to check if my approach is
truly original. I have planned a sequence spanning seven units that can be used to
teach in school. After that I have presented my thoughts to an active physics teacher
and documented his feedback. He was able to show a few problems with my
concept that should, however, be fixable
Der Nebel des Seins - eine Analyse existenzialistischer Motive in ausgewählten Werken A. Platonovs, J.-P. Sartres und A. Camus'
Nicht angegeben
Sprachliche Integration von ÖsterreicherInnen mit jugoslawischen Wurzeln aus dem Blickwinkel der interkulturellen Pädagogik
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der sprachlichen Integration von ZuwanderInnen. Dabei wird der Blickwinkel der Interkulturellen Pädagogik eingenommen, der als Ansatz für die Analyse von Lösungsalternativen herangezogen wird.
Um ein vertiefendes Verständnis für die gewählte Thematik zu erlangen, wird ein kurzer historischer Einblick in die Entwicklung des österreichischen Staates als Einwanderungsland vorgenommen, wobei beispielhaft die ehemalige Situation der jugoslawischen GastarbeiterInnen veranschaulicht wird. Neben einer Darstellung der Migration in Österreich werden auch die theoretischen Grundlagen der Interkulturellen Pädagogik erläutert. Im Besonderen wird auf den Wandel des Konstrukts von der Migrationspädagogik zur aktuellen Interkulturellen Pädagogik eingegangen, um ein Verständnis hinsichtlich der veränderten Ausrichtung auf die Integration von ZuwanderInnen zu verdeutlichen. Als wesentlicher Schwerpunkt gilt im vorliegenden Kontext der Spracherwerb von Individuen. Dabei werden sowohl die theoretischen Grundlagen zum Spracherwerb bei Kindern und Erwachsenen als auch der Erst- und Zweitsprachenerwerb erörtert. Zudem erfolgt eine Erläuterung zu möglichen Motiven und Schwierigkeiten beim Spracherwerb. Nach der Darstellung des Status-quo werden Lösungsansätze aus der Perspektive der Interkulturellen Pädagogik abgeleitet. Im Speziellen werden Problembereiche der sprachlichen Integration anhand von ÖsterreicherInnen mit jugoslawischen Wurzeln beispielhaft erörtert. In weiterer Folge werden in Form von Handlungsempfehlungen erfolgversprechende Maßnahmen der sprachlichen Integration von MigrantInnen beschrieben.
Resümierend kann festgestellt werden, dass die ursprüngliche Vorgehensweise in Bezug auf die sprachliche Integration einem positiven Wandel unterliegt. Folglich wurden aus der Vergangenheit positive Erkenntnisse gezogen und Angebote entwickelt, um Personen mit der Zweitsprache Deutsch eine förderliche Bildungsbiografie zu ermöglichen. Die vorgestellten Handlungsempfehlungen zeigen interessante Möglichkeiten, wie eine sprachliche Integration gewährleistet werden kann und Kindern mit Migrationshintergrund bereits ab dem Kindergarten Möglichkeiten der Sprachförderung geboten werden können
Analysis of potential human pheromones
Die Frage, ob Menschen mittels Pheromonen kommunizieren und wie diese aussehen könnten, beschäftigt die Forschung schon seit vielen Jahren. Bisherige Studien zu diesem Thema suchten entweder nach dem Pheromonrezeptor und dem Vomeronasalen Organ, dem Ort an dem die Pheromonrezeptoren in vielen anderen Säugetieren zu finden sind, oder versuchten die Aktivität spezieller Pheromonkandidaten durch Verhaltensstudien herauszufinden.
In dieser Arbeit soll Mithilfe der Strategie der „umgekehrten chemischen Ökologie“, die sich in den letzten Jahren besonders durch ihre Erfolge bei der Suche nach den Pheromonen von großen Pandas hervorgetan hat, versucht werden mehr über die Struktur möglicher menschlicher Pheromone herauszufinden. Genauer gesagt, sollte erforscht werden, wie verschiedene Liganden in die Bindetasche des „geruchsbindenden Proteins“ passen, das diese Pheromone im gemeinsamen Vorfahren von Menschen und Affen von der Drüse, in der diese Synthetisiert werden in die Umwelt und von der Umwelt zu den Pheromonrezeptoren transportierte (hier h-SAL genannt, es wurden in der Literatur zwei unterschiedliche Sequenzen gefunden). Seit der Zeit, in der diese Vorfahren lebten, vor 400.000 bis 350.000 Jahren, wird dieses Protein nicht mehr transkribiert, da die Gensequenz durch eine Mutation an der Spleißstelle des zweiten Introns nicht mehr korrekt übersetzt werden konnte.
Da sich die unterschiedliche Proteinsequenzen fanden, wurden beide Proteine bearbeitet. Der Unterschied dabei beträgt vier zusätzliche Aminosäuren rund um die Spleißstelle, bei der die Mutation aufgetreten ist. Für dieses Projekt wurde die kürzere Gensequenz als synthetisches Gen bestellt und das Protein in E. coli exprimiert. Es wurde die Aufreinigung an die Eigenschaften dieses Proteins angepasst und Bindungsexperimente, auf der Basis von Fluoreszenzquenching, mit verschiedenen Liganden wurden durchgeführt. Danach wurden, mittels PCR, die vier fehlenden Aminosäuren in die Gensequenz eingefügt und die Experimente wiederholt.
In dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass keiner der getesteten Liganden mit dem Protein eine Bindung eingeht, deren Dissoziationskonstanten in einem Bereich liegt, wie für andere Pheromon-bindende Proteinkomplexe üblich. Ein Grund hierfür könnte sein, dass entweder nicht die passenden Liganden getestet wurden oder sich die Gensequenz in den Jahren, die dieses Protein nicht mehr funktionstüchtig war, durch zufällige Mutation zu stark verändert hat und somit die ursprünglichen Pheromone nicht mehr binden kann.The question of whether humans communicate with pheromones and what they might look like has been in the focus of research for many years. Previous studies on this topic investigated the expression of pheromone receptors and the presence of a vomeronasal organ, the site where pheromone receptors are found in many other mammals or sought to discover the activity of specific pheromone candidates through behavioural studies.
The purpose of this thesis is to gain information about the structure of possible human pheromones, in case evolution had taken a different course, using the "reverse chemical ecology" approach, that has emerged in recent years and was particularly successful in the search for the pheromones of giant pandas. More specifically, this thesis investigated how different ligands fit into the binding pocket of the "odorant-binding protein" (here called h-SAL, two different sequences were found in literature), that transported pheromones from the glands, where they are synthesised into the environment and from the environment to the odorant-binding receptors in the common ancestor of humans and monkeys. Since the time of these ancestors, 400,000 to 350,000 years ago, this protein is no longer transcribed due to the gene sequence no longer being translated correctly because of a mutation at the splice donor site of the second intron.
Since these different sequences were found, both proteins were studied. The difference between them is four additional amino acids around the splicing site where the mutation occurred. For this project, the shorter gene sequence was ordered as a synthetic gene and the protein was expressed in E. coli. The purification was adapted to the specific properties of this protein and binding experiments based on fluorescence quenching with different ligands were performed. Thereafter, the 4 missing amino acids were inserted into the gene sequence by means of PCR and the experiments were repeated.
In the end it could be shown, that none of the tested ligands binds the protein with dissociation constants in the same range as other typical pheromone-odorant binding protein complexes. One reason for this could be that either suitable ligands were not tested, or the gene sequence has changed too much over the period, in which this protein was no longer functional, and the original pheromones can no longer bind
Ein Beitrag zur Kenntnis der phytopathogenen Pilze des Nationalparks oö. Kalkalpen
Die Erstellung einer umfassenden Datenbank zu Vorkommen, Verbreitung und Diversität der Makro- und Mikropilze in Österreich, ist ein Projekt unter der Organisation und Betreuung der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft. Neben Institutionen und Mykologen sind auch zahlreiche Privatpersonen an der Erhebung detaillierter Daten zur Dokumentation der Pilzfauna in Österreich beteiligt. Diese Diplomarbeit leistet einen Beitrag zur Kenntnis der Verbreitung von phytopathogenen Pilzen im Nationalpark oö. Kalkalpen.
Im September 2016 wurden im Laufe einer Exkursionswoche im Nationalpark oö. Kalkalpen 116 mögliche phytopathogene Pilze gefunden. Davon wurden 43 Echte Mehltaupilze und Rostpilze, sowie 73 Blattfleckenpilze im Verlauf der Exkursion bestimmt.
Im Zuge dieser Arbeit wurden insgesamt 45 Pflanzenbelege aus dieser mykofloristischen
Arbeitswoche untersucht. Es konnten 24 Echte Mehltaupilze, 15 Rostpilze, neun Blattfleckenpilze, zwei Schimmelpilze und zwei Hyperparasiten bestätigt und taxonomisch ein-deutig
bestimmt werden. Die Auswertung der Ergebnisse zu den Blattfleckenpilzen ist noch
ausstehend.The implementation and maintainig of a comprehensive database on the occurrence, distri-bution and diversity of macro- and microfungi in Austria is a project under the organization and support of the Austrian Mycological Society. In addition to institutions and professional
mycologists, numerous unsalaried private individuals are also involved in the collection of detailed data for documenting the fungal fauna in Austria. This diploma thesis contributes to the knowledge of the distribution of phytopathogenic fungi in the Nationalpark oö. Kalkal-pen.
In September 2016, during an excursion week, in the Nationalpark oö. Kalkalpen, 116 phy-topathogenic fungi were found. Of these, 43 Erysiphales and Pucciniales, as well as 73 leaf spot parasites, were predicted.
In the course of this thesis, 45 samples from the mycofloristic working week were examined. Out of these, 24 Erysiphales, 15 Pucciniales, nine leaf spot fungi, two species of Alternaria sp. and two hyperparasites of powdry mildews could be confirmed and clearly determined taxonomically. The evaluation of the results on the leaf spot fungi is still pending