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    "Ma, evidentemente, qualcosa è andato storto..." : das Dokumentarkino von Gustav Hofer und Luca Ragazzi: ein Blick der Krise?

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    Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit drei Filmen der italienischen Regisseure Gustav Hofer und Luca Ragazzi. Es wird darin aufgezeigt, dass die Filmemacher mit ihren Werken Suddenly, Last Winter (2008), Italy – Love it or Leave it (2011) und What is Left? (2013) einen Blick auf Italien werfen, der von Krisennarrationen geprägt ist. Die Arbeit analysiert die inhaltlichen Krisenerzählungen, indem sie die Filme auf verschiedene theoretische Konzeptionen des Phänomens und Narrativs „Krise“ untersucht. Das Abweichen von einem klassisch dokumentarischen Vorgehen durch die Verwendung fiktiver Elemente und die Nähe der Filme zur Konzeption von Essay-Filmen bestimmt die filmästhetischen Krisenerzählungen. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich ein Blick der Krise auf der Ebene der Filmästhetik durch ein Abweichen von üblichen Genregrenzen manifestiert

    Optimierung der Schulverpflegung an ausgewählten Standorten im süddeutschen Raum als Impuls für den österreichischen Schulsektor

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    Die sich wandelnde, wissenschaftliche Praxis erfordert verstärkt eine Forschung für und mit der Gesellschaft (Community Based Research) zu betreiben. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde an einem Forschungsprojekt zur Optimierung der Schulverpflegung für einen Schulstandort im süddeutschen Raum mitgewirkt. Das Forschungsbestreben, welches von mehreren Schulen des Sekundarschulwesens an die wissenschaftliche Community herangetragen wurde, sollte die Datengrundlage für die Neukonzipierung einer Schulmensa, insbesondere deren Verpflegungssituation, schaffen. Ausgehend vom Forschungsauftrag der schulischen Gemeinschaften sowie auf Basis einer theoretischen Einbettung des Themenfeldes Ernährung in das aktuelle Forschungsfeld der Schulverpflegung, wurden zunächst die aktuellen Rahmenbedingungen der Schulspeisung in Ganztagsschulen des Sekundarschulbereichs im deutschsprachigen Raum beleuchtet sowie die zentralen Herausforderungen der Schulverpflegung analysiert. Auf Basis dieser theoretischen Analyse und in Zusammenarbeit mit den schulischen Communities wurden in diesem Teilprojekt in einem qualitativen Forschungsdesign Daten in leitfadengestützten Interviewgesprächen in der Gruppe der erwachsenen Schulakteur*innen an den Schulstandorten erhoben. Im Zuge der Erhebung wurden zudem auch Beobachtungen der Interviewsituation mittels Feedback-Fragebögen geteilt und dadurch Daten zur Validierung des Forschungsdesigns generiert. Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Schulgemeinschaften hinsichtlich der Optimierung nicht nur eine ausgewogene und abwechslungsreiche Schulverpflegung fordern, sondern auch Vorstellungen im erweiterten Kontext der Schulverpflegung bestehen, unter anderem in Hinblick auf räumliche und zeitliche Gestaltung und Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Durch die Dokumentation der wissenschaftlichen Vorgehensweise dieser qualitativen Sozialforschung in Kooperation mit schulischen Gemeinschaften soll aufgezeigt werden, wie Community Based Research im Schulverpflegungssektor erfolgen kann. Diese Diplomarbeit bildet die Basis für weitere Community Based Research Projekte im Feld der schulischen Gemeinschaftsverpflegung und zeigt konkrete Impulse der Forschung mit der Gesellschaft für den österreichischen Schulverpflegungssektor auf.Changing scientific practice increasingly requires research for and with the society – a community-based approach. In the scope of this thesis, the research project contributed to improve the school catering concept for two school communities in the south of Germany. The research endeavour, proposed by several secondary schools, was supposed to create the data basis for the refurbishment of the school canteen and in particular the redesign of the school’s provisions situation. This diploma thesis is one sub-project and avail itself of qualitative analysis methods. Based on extensive theoretical analyses in scientific research of school nutrition and the current school provisions practices in Austrian and German schools in the first part of this final thesis, six guided interviews were created and conducted, to illuminate the ideas and pre-conceptions of optimal school provisions in the group of parents, teachers and headmasters. Furthermore, some data of the field were collected in online feedback questionnaires, to validate the findings and discuss the methodologies. The results suggest that the school communities not only demand balanced and varied meal plans regarding the optimization of the school food situation, but also ideas in a wider context of school provisions, such as spatial and temporal adaptions and sustainability measures were identified through the interviews. In documenting the steps of this qualitative social research in cooperation with school communities in a detailed way, the thesis demonstrates how community-based research can be realized in an educational and social context. This thesis also provides the basis for further community-based research projects in the field of school catering, such as the fast-growing Austrian school provisions sector

    Wer spricht? Stimmenüberlagerung von Akteur*innen im Syrienkrieg am Beispiel der Schlacht von Aleppo

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    Diese Masterarbeit analysiert im Rahmen einer diskurslinguistischen Medienanalyse mittels der Heteroglossietheorie die Positionierungspraktiken österreichischer Tageszeitungen bei der Berichterstattung zur Schlacht von Aleppo. Im theoretischen Teil wird die Heteroglossietheorie vorgestellt und ihre Umsetzung im Rahmen der Arbeit erläutert. Die Grundlage bilden Überlegungen aus der Positionierungstheorie nach Du Bois (2007) und die nachfolgenden Thesen Spitzmüllers (2013b). Spezifisch orientiert sich die Arbeit an der Positionierung im Rahmen von Narrativen an den Publikationen von Bamberg (1997) und Wortham (2001). Zusätzlich wird in Anknüpfung an Spitzmüller (2013c) und Günthner (1997) auch auf Überlegungen aus der Stilforschung zurückgegriffen. Einen Schwerpunkt der Arbeit bildet die Berücksichtigung der metapragmatischen Marker „Boosters“ und „Hedges“ (Zienkowski 2014). Im empirischen Teil widmet sich die Arbeit im Rahmen der „Diskurslinguistische[n] Mehr-Ebenen-Analyse (DIMEAN)“ (Spitzmüller & Warnke 2011:197-198) der Untersuchung von insgesamt 60 Artikeln österreichischer Tageszeitungen zur Schlacht von Aleppo aus den Jahren 2012, 2014/2015 und 2016. Ziel dieses Teil ist, mit Hilfe diskurslinguistischer Methodik heteroglossische Überschneidungen zwischen Autor*innen und Akteur*innen in Medientexten aufzuzeigen. Zu diesem Zweck werden ausgewählte Beispiele aus den Texten einer umfassenden Feinanalyse unterzogen. Zusammenfassend zeigt die Analyse, dass in allen untersuchten Artikeln österreichischer Tageszeitungen zur Schlacht von Aleppo heteroglossische Überschneidungen von Autor*innen und Akteur*innen vorzufinden sind. Alle diese Überschneidungen lassen sich als Positionierungspraxis auffassen.The present thesis analyzes positioning practices of the portrayal of the battle of Aleppo within Austrian newspapers using the theory of heteroglossia. Within the theoretical section the concept of heteroglossia is introduced, and furthermore, its use is specified. The foundation of the present thesis lies within studies on positioning theory from Du Bois (2007) and Spitzmüller (2013b), and more specifically on research on positioning within narratives following Bamberg (1997) and Wortham (2001). It also incorporates insights from previous studies on stylistics, such as Spitzmüller (2013c) and Günthner (1997), and additionally places a strong emphasis on the incorporation of the metapragmatic markers “hedges” and “boosters” (Zienkowski 2014). Within the empirical section the present thesis analyzes 60 articles portraying the battle of Aleppo published by Austrian newspapers from the years 2012, 2014/2015, and 2016. Using “a multi-layered model of analysis (DIMEAN)“ (Spitzmüller & Warnke 2008: 3), the aim of this section is to analyze heteroglossic overlapping between authors and the portrayed actors within the articles. In summary the present thesis shows, that heteroglossic overlapping between authors and the portrayed actors within the articles can be found in all analyzed Austrian newspapers. All the heteroglossic overlapping can be noted as practices of positioning

    Lorentzian length spaces

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    Lorentzsche vor-Längenräume werden per Analogie zu metrischen Räumen eingeführt, sie sind eine synthetische Verallgemeinerung von Raumzeiten, der auf Zeit-Abständen beruht. Hier werden einige Kausalitätsbedingungen auf Lorentzsche vor-Längenräume übertragen. Es wird auch eine Art angegeben, Lorentzsche vor-Längenräume intrinsisch zu machen (bei metrischen Räumen entspricht das den Längenräumen). Es werden regulär lokalisierbare Lorentzsche vor-Längenräume eingeführt, in diesen können kausale Kurven von positiver Länge zu einer zeitartigen Kurve verlängert werden. Für intrinsische Lorentzsche vor-Längenräume werden Krümmungsvergleiche mit zeitartigen Dreiecken definiert (wie Dreiecksvergleiche in Längenräumen). Man kann auch hyperbolische Winkel definieren. Unter schwachen Bedingungen kann das Resultat, dass in Räumen mit unterer Krümmungsschranke keine Verzweigungen von Geodäten auftreten kann, reproduziert werden.Lorentzian pre-length spaces are introduced by analogy to metric spaces, giving a synthetic generalization of spacetimes based on the time distance. Some causality conditions are transferred to this setting. A way of making Lorentzian pre-length spaces intrinsic is shown (in analogy to length spaces). Regularly localizable Lorentzian pre-length spaces are introduced to get length increasing push-up of causal curves. For intrinsic Lorentzian pre-length spaces, curvature comparison by timelike triangles is introduced by analogy to triangle comparison in intrinsic metric spaces. Hyperbolic angles in intrinsic Lorentzian pre-length spaces are defined by analogy to hyperbolic angles in Lorentzian manifolds and angles in intrinsic metric spaces. The no branching result in spaces of curvature bounded below is reproducible using further weak conditions

    Bildungserfolge von MigrantInnen aus der Türkei und aus Ex-Jugoslawien

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    Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Bildungsunterschieden zwischen SchülerInnen mit türkischem und ex-jugoslawischem Migrationshintergrund in Österreich. Anhand einer theoretischen Analysen wurden vier Studien, welche sich mit diesem Thema befassen und den Zeitraum zwischen 1996 und 2005 untersuchen, miteinander verglichen. Die Ergebnisse bestätigten, dass türkische Jugendliche die geringsten Bildungserfolge verzeichnen konnten. Beim Vergleich der Studien wird allerdings eine langsame Aufwärtsmobilität sichtbar. Die Gründe für das schlechte Abschneiden sind vor allem auf strukturelle und soziale Faktoren zurückzuführen. Da Bildung bis heute vererbbar und stark vom sozialen Status und Bildungsgrad der Eltern abhängig ist, sind SchülerInnen mit Migrationshintergrund, welche öfter aus sozial schwachen Familien kommen, stark benachteiligt. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass ein Großteil der ersten Generation, also der in den 1960er und 1970er nach Österreich eingewanderten ArbeitsmigrantInnen, als un- oder angelernte ArbeiterInnen tätig waren. Das Verfolgen des Rotationsprinzips - die Arbeitskräfte sollten nach Beenden des Arbeitsverhältnisses in ihre Heimatländer zurückreisen - führte dazu, dass die Integrationsmaßnahmen ebenfalls auf kurzfristige Dauer ausgelegt waren. Auch die schulische Situation der ausländischen Kinder war eher von Vorbereitung auf die Reintegration als von dauerhafter Eingliederung geprägt. Die Auswirkungen sind bis heute bemerkbar. Die Schulen stehen vor der herausfordernden Aufgabe, SchülerInnen mit Migrationshintergrund, die oft aus bildungsfernen Schichten kommen, Chancengleichheit zu bieten, um ihnen eine gute Ausbildung zu garantieren und später eine erfolgreiche Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu sichern. Dazu bedarf es einer grundsätzlichen Reformation des österreichischen Schulsystems, da beispielsweise die frühe Bildungswegentscheidung der Kinder im Alter von zehn Jahren zur Selektion beiträgt. Ziel ist jedoch nicht die Spaltung, sondern der Zusammenhalt der österreichischen Bevölkerung und so sollte die Integration ausländischer Kinder und Jugendlicher anhand von Bildung gefördert werden

    La identidad cultural del Caribe colombiano

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    Die kolumbianische Karibik zählt als Schmelztiegel der Kulturen. Nicht nur historische Umstände, sondern auch geografische und klimatische Bedingungen prägen die städtische Entwicklung in dieser Region bis heute. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden bedeutende Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Karibikstädte Cartagena de Indias und Barranquilla präsentiert, um ein aktuelles Bild der kulturellen Identität in den beiden Orten zu schildern. Zu Beginn wurde die allgemeine Methodik nach Metzeltin und Wallmann (2010) erklärt, anhand derer sich kulturelle, kollektive Identität beschreiben lässt. Davon wurden folgende Aspekte ausgewählt: Eigenbezeichnung, Herkunft, Bewusstsein einer gemeinsamen historischen Vergangenheit, Sprache, Religion und Riten sowie Essensgewohnheiten. Zusätzlich wurde die Komponente des Meeres hinzugezogen, da sich diese als gemeinsames Merkmal der Küstenstädte erweist. Im zweiten Kapitel wurden zuerst die Konzepte Soziotop und Region allgemein dargelegt, um anschließend die kolumbianische Karibikregion genauer hinsichtlich ihrer kulturellen, linguistischen und sozialen Merkmale zu beschreiben. Der dritte Teil handelte von der Geschichte und der Entwicklung der beiden Küstenstädte, wobei diese trotz ihrer geografischen Nähe nicht parallel verliefen. Das vierte und größte Kapitel stellte der empirische Teil der Arbeit dar. Auf die Vorstellung der Hypothesen sowie die Erläuterungen zur Planung und Umsetzung der Feldforschung mittels eines Fragebogens folgte eine Auswertung der gesammelten Daten von ungefähr 60 Personen pro Stadt. Anschließend wurden die Ergebnisse interpretiert und die meisten Hypothesen verifiziert. Was die Forschungsfragen anlangt, lässt sich sagen, dass kulturelle Traditionen nach wie vor eine wichtige Rolle in beiden Städten einnehmen und sich die große Mehrheit der BewohnerInnen mit der jeweiligen Stadt identifizieren kann. Auch wenn koloniale Strukturen auf verschiedenen Ebenen des Alltags immer wieder wahrzunehmen sind, lassen sich Tendenzen in Richtung sozialer Wandel und Förderung zur Herausbildung einer karibischen Identität erkennen.This diploma thesis is a contribution to the field of cultural studies as it elaborates on cultural identity and collective identity in two Caribbean cities of Colombia, Cartagena de Indias and Barranquilla. Based on the methodology by Michael Metzeltin and Thomas Wallmann (2010), the following aspects were used for creating a questionnaire: name, origin, awareness of a common historical past, language, religion and rites, traditions (concerning traditional music and city symbolism) as well as eating habits. The concept of the importance of the sea was added as the location by the Caribbean Sea is what characterizes both cities. The main focus lies in giving an actual impression of the cultural identity in the named cities. The aim was to answer the two principle research questions which were: Do culture and regional traditions play a significant role in the Colombian Caribbean of the 21st century? What are the differences and similarities of those two collectives? Therefore, a questionnaire was filled out by approximately 60 participants in each city. The result of six hypotheses about views on living in the respective city show the tendencies of the habitants of the two cities as well as preferences per age group, sex or level of education. In order to get a better overview of the mostly open questions and to interpret the results, the answers were partly classified in thematic groups. Most of the six hypotheses concerning habits and opinions on life in a coastal town could be confirmed. Finally, the outcomes show that traditions play an important role and most of the participants identify themselves with the city they are living in. Even though ancient structures are still visible at various levels in daily life, there are tendencies towards change and the support of formation of a Caribbean identity

    Katholische Machtverhältnisse in Barbara Frischmuths "Die Klosterschule" und Marlen Haushofers "Eine Handvoll Leben"

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    In Die Klosterschule von Barbara Frischmuth und Eine Handvoll Leben von Marlen Haushofer werden Machtverhältnisse und Katholizismus motivisch aufgegriffen. Ausgehend von dieser These wird die Frage aufgeworfen, wie die katholischen Machtverhältnisse in den beiden Texten literarisch konzipiert werden. Methodisch werden aus Foucaults Machttheorie Kriterien zur Textanalyse abgeleitet, die mithilfe der Bibel und des Katechismus in den Kontext des Katholizismus gesetzt werden. Foucault definiert Macht als produktiven Prozess. Die Prämisse eines Machtprozesses ist die freiwillige Unterwerfung der Subjekte. Im Analyseteil der Arbeit werden die Texte zunächst auf Aspekte der Disziplinar- und Pastoralmacht untersucht. Hierbei werden auch die Funktionen der ZuchtmeisterInnen und HirtInnen berücksichtigt. Darauf folgend wird das Individuum als Produkt und Problem der Macht analysiert. Abschließend wird das erkennende und sich freiwillig unterwerfende Subjekt untersucht. Momente des Widerstandes der Subjekte werden in die Analyse einbezogen. Ziel ist es, die katholischen Machtprozesse in Die Klosterschule und Eine Handvoll Leben zu ermitteln und zu vergleichen. Es soll festgestellt werden, inwiefern die Texte Macht- oder Zwangsprozesse darstellen. Die Textanalyse zeigt, dass pastorale und disziplinarische Machtverhältnisse verschränkt auftreten und über die Institution der Klosterinternate in den Bereich der Familie eindringen. Während Frischmuth sich auf die Klausur des Internats beschränkt, beschreibt Haushofer eine bürgerliche Welt, die von katholischen Normen und Werten geprägt ist. Ziel der schulischen Ausbildung der Protagonistinnen beider Autorinnen ist die gläubige, gehorsame und sich unterwerfende Ehefrau und Mutter. Die Figuren erlangen über Selbstreflexion und Erkenntnis ein Bewusstsein für die sie umgebenden Machtprozesse. Trotz der Möglichkeiten zum Widerstand und zu Handlungsfreiheiten sind die Grenzen zwischen Macht- und Zwangsphänomenen fließend. Kirche und Gesellschaft fordern eine vom katholischen Glauben geprägte Konformität ein, der sich die Protagonistinnen nicht vollständig entziehen können

    Wirtschaftspolitik mittels autoritärer Wende in der Weimarer Republik

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    In der vorliegenden Arbeit sollen die Auswirkungen der Politik Heinrich Brünings auf Wirtschaft und Gesellschaft, während seiner Kanzlerschaft in der Weimarer Republik, zwischen 1930 und 1932 aufgezeigt werden. Da diese als Antwort auf die 1929 ausgebrochene Weltwirtschaftskrise von einem harten Sparkurs sowie Deregulierung des Marktes gekennzeichnet war, und man in der heutigen Zeit mit der Austeritätspolitik ähnliche Maßnahmen ergriff, hat diese Thematik nach wie vor hohe Aktualität. Gleichzeitig galten die Entscheidungen des Kabinetts Brüning im Laufe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts immer wieder als Triebfeder für den Aufstieg der Nationalsozialisten. In Anbetracht der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten bereits ein Jahr nach seiner Regentschaft, gilt es daher folgende Forschungsfrage zu untersuchen: Inwiefern kam es durch die Maßnahmen Heinrich Brünings bei Umsetzung seiner wirtschaftspolitischen Ziele in der Weimarer Republik zwischen 1930 und 1932 zu einer Radikalisierung der Gesellschaft? Um diese Frage zu beantworten, müssen mehrere Ebenen der Gesellschaft analysiert werden, wodurch sich folgende Thesen ergeben: 1. Heinrich Brüning vollzog mit seiner Auslegung des Notverordnungsartikels 48 eine autoritäre Wende in der politischen Kultur der Weimarer Republik, da seine wirtschaftlichen Zielvorstellungen keine parlamentarische Mehrheit fanden. 2. Heinrich Brüning sah die Reparationen als Hemmschuh für Deutschland, wieder eine wirtschaftliche Großmacht zu werden, weshalb er die Zahlungen politisch instrumentalisierte und versuchte ihre Unerfüllbarkeit zu beweisen, obwohl die Alliierten der Weimarer Republik verglichen mit den ursprünglichen Friedensbedingungen bereits mehrmals entgegengekommen war. 3. Heinrich Brüning war durch die Erfahrungen der Hyperinflation sowie des Dawes-Plans und der öffentlichen Verschuldung der 1920er Jahre überzeugt, dass die Sanierung der öffentlichen Haushalte ein wesentliches Ziel für erfolgreiche Wirtschaftspolitik ist. 4. Durch die Wirtschaftspolitik Heinrich Brünings kam es vor allem für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sowie Konsumenten und Konsumentinnen zu harten Einbußen im täglichen Leben, die sich daher zunehmend radikalen Parteien zuwandten. 5. Heinrich Brüning verfolgte bei seinen wirtschaftspolitischen Zielen sehr marktliberale Vorstellungen, war in seinen Alternativen in Hinblick auf die Wirtschaftskrise jedoch stark eingeschränkt. Die vorliegende Arbeit ist in sieben Kapitel gegliedert, von denen insbesondere das erste und das vierte auf Bereiche der politischen Kultur und autoritäre Tendenzen zur Umsetzung wirtschaftspolitischer Ziele eingehen. Obwohl in diesen Kapiteln auch mit historischen Quellen gearbeitet wurde, überwiegt hier methodisch die Auswertung und Analyse anhand von Fachliteratur. Das zweite sowie das fünfte Kapitel haben einen außenpolitischen Schwerpunkt und sollen die Bedeutung der Reparationen sowie der Friedensverträge in Hinblick auf Motive des Reichskanzlers zwischen 1930 und 1932 beleuchten. Das dritte und ebenso das sechste Kapitel stehen wiederum im Zeichen innenpolitischer Aspekte und behandeln insbesondere wirtschaftliche Krisen und damit verbundene Lösungsansätze Heinrich Brünings. In diesem Abschnitt der Arbeit stehen die Notverordnungen des Kanzlers im Fokus der Quellenanalyse. Außerdem wird immer wieder auf die Amtsantrittsrede Heinrich Brünings Bezug genommen, um aufzuzeigen, inwiefern sich seine Ankündigungen mit den Gesetzerlässen deckten. Im abschließenden siebenten Kapitel stehen Wirtschaftstheorien der 1920er und 1930er im Fokus, um Heinrich Brünings wirtschaftspolitische Agenda zu kontextualisieren und Überlegungen zu zeitgenössischen Alternativen aufzuzeigen. Dabei werden wirtschaftsliberale Theorien Modellen antizyklischer Konjunkturpolitik gegenübergestellt

    Sprachförderung im Psychologie- und Pädagogikunterricht

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    Diese Arbeit zeigt eine Möglichkeit zur Verknüpfung von sprachlichem und fachlichem Lernen im Psychologie- und Pädagogikunterricht auf. Allgemeine Konzepte und Modelle zur Sprachförderung werden diskutiert und im Anschluss auf den besagten Fachunterricht angepasst und auf diesen übertragen. Einige Faktoren, beispielsweise das Sprechen einer anderen Erstsprache als Deutsch, begünstigen, dass manche Schülerinnen und Schüler bildungssprachliche Defizite aufweisen. Integrative Sprachförderung im Fachunterricht trägt zur Chancengerechtigkeit bei. Ferner wird Sprache aus dem Blickwinkel der Philosophie betrachtet und dabei John L. Austins Sprechakttheorie erläutert

    Eine ziemlich außergewöhnliche Henne

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    Der Tiroler Volksautor Felix Mitterer hat neben seinen bekannten Theaterstücken und Drehbüchern wie Kein Platz für Idioten, Kein schöner Land oder In der Löwengrube auch eine Kinderbuchserie verfasst, welche sich um die tierische Protagonistin Hanna dreht. Ziel der vorgelegten Arbeit ist die Herausarbeitung der im Text enthaltenen Elemente, die als prägnant für die Erzählungen gelten. Als Basis der Analyse dient Gérard Genettes narratologisches Grundlagenwerk Die Erzählung, welche den Text in die drei Ebenen der Erzählung, der Geschichte sowie der Narration unterteilt. Darüber hinaus wird die Untersuchung um ausgewählte Kategorien aus dem russischen Formalismus nach Boris Tomaševskij und Jurij M. Lotman erweitert. Nachdem es sich bei einem der Werke um ein Bilderbuch handelt, werden zudem die Spezifika dieser Erzählform ebenso beleuchtet wie die Aspekte der seriellen Narration. Des Weiteren werden die gewonnenen Ergebnisse anschließend in Rubriken geordnet, welche in zwei übergeordnete Kategorien gegliedert sind. Auf der einen Seite stehen Anleihen an bekannten literarischen Gattungen, auf der anderen Seite jene Komponenten, die dem Autor selbst zuzuordnen sind

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