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Artgerechte Pferdehaltung aus evolutionärer Sicht
Die vorliegende Diplomarbeit setzt sich zum Ziel, Herausforderungen in der Pferdehaltung aus evolutionärer Sicht zu beleuchten. Nach einem Überblick über Evolution und Domestikation des Hauspferdes unter Berücksichtigung der damit einhergegangenen Spezialisierungen im Verdauungssystem und im Bewegungsapparat folgt ein praktischer Teil, in dem PferdehalterInnen zu Wort kommen. Die Theorie der evolutiven Anpassung vermischt sich hier mit der täglichen Praxis der Haltung und Zucht. Allgemeine sowie rassetypische Probleme werden gleichermaßen angesprochen. Zusätzlich werden kritische Fragen gestellt, ob die gängigen Vorgehensweisen in der Pferdehaltung immer dem Wohle des Pferdes dienen. Am Ende der Arbeit folgt ein fachdidaktischer Teil, der anhand von durchgeplanten Unterrichtseinheiten demonstriert, wie das Thema im Unterricht umgesetzt werden könnte. Die Arbeit bietet in vielen Bereichen einen groben Überblick über die Thematik. Darauf können zukünftige Untersuchungen aufbauen und diese noch weiter vertiefen.The aim of this diploma thesis is to examine challenges in horse husbandry from an evolutionary point of view. After an overview of the evolution and domestication of domestic horses, taking into account the associated specializations in the digestive system and the musculoskeletal system, follows a practical part in which horse owners speak of their experiences. Here the theoretical aspects of evolutionary adaptation mixes with the daily practice of husbandry and breeding. General as well as breed-typical problems are addressed equally. In addition, critical questions are asked whether the current procedures in horse husbandry always serve the welfare of the horse. At the end of the thesis, there is a didactic part, which demonstrates how the topic could be implemented in the classroom, based on planned lessons. The thesis offers a broad overview in many areas of the topic. Future works can build on this and deepen them even further
Problematic portrayals of Native Americans/First Nations in Native American crime novels
„Problematic Portrayals of Native Americans/First Nations in Native American Crime Novels […]” behandelt die Darstellung der kontemporären indigenen Bevölkerung Nordamerikas in „Native American“ Kriminalromanen, die von indigenen Nordamerikanern verfasst wurden. Bei den Texten, die analysiert werden, handelt es sich um DreadfulWater von Thomas King, Indian Killer von Sherman Alexie und All the Beautiful Sinners von Stephen Graham Jones. In allen Texten wurde durch eine genauere Betrachtung festgestellt, dass, obwohl alle Autoren indigenen Ursprungs sind, Stereotypen trotzdem vorkommen und das Bild des primitiven und wilden Indianers überwiegt. Wieso dieses Bild überwiegt und alle Autoren dieses übernehmen, anstatt genau diese Darstellung des „Indianers“ zu bekämpfen und richtig zu stellen, wird zum zentralen Thema dieser Diplomarbeit.
Kapitel 2 befasst sich mit den Anfängen des Kriminalromans in den USA und geht den Gründen nach, wieso die Autoren dieses Medium dazu verwenden, um über die Probleme und Falschdarstellungen des indigenen/der indigenen Nordamerikaners/Nordamerikanerin zu schreiben. Recherchen zu diesen Themen zeigen, dass der Kriminalroman das perfekt Medium zu sein scheint, da in den meisten Krimis schon immer auch Kritiken an der Gesellschaft ausgedrückt wurden und die Thematik des kontemporären „Indianers“ genau in dieses Genre passt. Hinzuzufügen wäre auch noch, dass das Leben vieler indigener Stämme in den USA einem Kriminalroman in vielerlei Hinsicht gleicht.
Das nächste Kapitel befasst sich dann näher mit den indigenen Charakteren in den primären Texten und analysiert wie diese in den Kriminalromanen dargestellt werden. Die meisten Charaktere leiden, da sie die ungleiche Behandlung der Gesellschaft spüren und oft in einer Identitätskrise stecken. Den meisten ist nicht klar, ob sie Amerikaner sind oder Navajo, Cherokee oder einem anderen Stamm angehören. Die ungleiche Behandlung wird dann auch im vierten Kapitel thematisiert und die Diskussion wird langsam zu einem Ende geführt. Die literarische Analyse zeigt, dass der Großteil der Bevölkerung der Vereinigten Staaten von Amerika noch immer nur den traditionellen Indianer sieht und den heutigen Ureinwohner Nordamerikas noch immer nicht akzeptiert hat
Provably finding and exploiting patterns in data
Im letzten Jahrzehnt gab es immensen Fortschritt und Wachstum in den Bereichen der Künstlichen Intelligenz, des Data Mining und des Maschinellen Lernens. Diese Entwicklung wurde durch spezialisierte neue Hardware, die immer größere Verfügbarkeit von Daten und Durchbrüche bei der Entwicklung von Algorithmen, die Muster in Daten finden und ausnutzen, ermöglicht. Obwohl wir uns in der Praxis täglich vom großen Erfolg dieser Algorithmen überzeugen können, ist unser theoretisches Verständnis von ihnen weiterhin eingeschränkt. Allerdings wären formale Garantien für diese Algorithmen höchst wünschenswert, weil sie wichtige Einblicke in die Stärken und die Grenzen dieser Algorithmen erlauben.
Das Ziel dieser Dissertation ist es, die Kluft zwischen Theorie und Praxis zu verkleinern. Dafür entwickeln wir Algorithmen, die beweisbar Muster in Daten finden und ausnutzen. Die Zusammenfassung der Ergebnisse ist wie folgt:
• Beweisbar Muster finden: Wir entwickeln Algorithmen, die beweisbar eine Menge von versteckten Clusterns aus bipartiten Zufallsgraphen extrahieren. Eine Anwendung von diesem Problem ist die Analyse von Onlineshopping-Daten, in denen Gruppen von Produkten gesucht werden, die häufig gemeinsam gekauft werden, und Gruppen von Kund⋅innen, die ähnliche Produkte kaufen. Wir präsentieren den ersten Algorithmus, der beweisbar winzige versteckte Cluster finden kann. Dieses Resultat liefert eine theoretische Begründung für den Erfolg bereits existierender heuristischer Methoden, die in der Praxis verwendet werden. Außerdem präsentieren wir den ersten Datenstromalgorithmus, der nur zwei Iterationen über die Knoten eines bipartiten Graphen vornimmt und anschließend eine Menge an versteckten Clustern ausgibt. Der Algorithmus skaliert auf viel größere Daten als bekannte Methoden.
• Verstehen der Komplexität des Musterfindens: Wir betrachten die Komplexität häufig verwendeten Subroutinen von Data Mining-Algorithmen und erhalten neue Härteresultate. Für die approximative Berechnung der Anzahl der Dreiecke in einem Graphen und für die Approximation der Häufigkeit von Itemsets in transaktionalen Datenbanken zeigen wir, dass existierende Algorithmen, die auf zufälligen Stichprobenverfahren beruhen, nicht signifikant verbessert werden können, außer gängige Hypothesen der Komplexitätstheorie sind falsch. Außerdem präsentieren wir eine Hierarchie der Enumerationskomplexität von mehreren Maximal Frequent Pattern Mining-Problemen und wir bestimmen eine Bedingung, unter der diese Hierarchie zusammenbricht.
• Beweisbar Muster ausnutzen: Wir formulieren ein theoretisches Modell, das die Struktur von Mustern in realen Kommunikationsnetzwerken abbildet. Wir entwickeln Algorithmen, die die Muster in den Daten ausnutzen und damit den Datenverkehr im Netzwerk reduzieren. Wir beweisen, dass der kompetitive Faktor unserer Algorithmen asymptotisch optimal ist.
Um unsere Resultate zu erhalten, verwenden wir die beyond worst-case Analyse: Anstatt von worst-case Eingaben für unsere Algorithmen auszugehen, nehmen wir an, dass die Eingabedaten die Eigenschaften von praktischen Datensätzen erfüllen.In the last decade, there has been immense progress and growth in the fields of artificial intelligence, data mining and machine learning. This development was enabled by specialized new hardware, the ever-larger availability of data and breakthroughs in the development of algorithms that find and exploit patterns in the data. While these methods are known to be extremely successful in practice, our theoretical understanding of them is still limited. However, formal guarantees for these algorithms are highly desirable, because they yield important insights into the strengths and the limitations of these algorithms.
In this thesis, we make an effort to narrow the gap between theory and practice. To this end, we develop algorithms for provably finding and exploiting patterns in data. The results are summarized as follows:
• Provably Finding Patterns: We provide algorithms that provably extract a set of planted clusters from random bipartite graphs. This problem has applications, for example, in the analysis of online shopping data, where one wishes to identify groups of products that are frequently bought together and groups of customers who purchase similar products. We present the first algorithm which can provably extract tiny planted clusters. This result provides a theoretical justification for the success of existing heuristic methods that are used in practice. We further present the first streaming algorithm which, after two passes over a bipartite graph, returns a set of planted clusters and which scales to much larger datasets than existing methods.
• Understanding the Complexity of Finding Patterns: We study the computational complexity of frequently-used subroutines of data mining algorithms and provide new hardness results. We show that for approximately computing the number of triangles in a graph and for approximating the support of itemsets in transactional databases, existing random sampling algorithms cannot be significantly improved unless popular conjectures in computational complexity are false. Furthermore, we present a hierarchy of the enumeration complexity of several maximal frequent pattern mining problems and we provide a condition under which this hierarchy collapses.
• Provably Exploiting Patterns: We formulate a theoretical model that captures the structure of the patterns in real-world communication networks. We provide algorithms that reduce the network traffic by exploiting these patterns and we show that the competitive ratios obtained by our algorithms are asymptotically optimal.
To obtain our results, we use beyond worst-case analysis, i.e., instead of considering worst-case inputs for our algorithms, we consider inputs that satisfy the properties of real-world datasets
Sprachenlernen durch Bewegung, Handlung und Spiel: "Embodied Learning" im (Fremd-)Sprachenunterricht
Die vorliegende Diplomarbeit versucht die Frage zu beantworten, inwiefern sich Bewegung, Handlung und Spiel positiv auf das (Fremd-)Sprachenlernen auswirken. Hierzu werden aktuelle Erklärungsmodelle sowie empirische Befunde aus den Neuro- und Kognitionswissenschaften herangezogen. Auf Basis dieser Erkenntnisse erfolgt der Brückenschlag zum Sprachunterricht, indem Möglichkeiten des methodischen Einsatzes von Bewegung, Handlung und Spiel (Embodied Learning) erörtert und diskutiert werden. Der abschließende, empirische Teil liefert anhand qualitativer Expert/inneninterviews mit (Hochschul-)Lehrkräften des Performativen Lernens Einblicke in die Praxis von Embodied Learning. Auf diese Weise sollen sowohl dessen Potential in konkreten Lehr-Lern-Kontexten ergründet als auch bestehende Hürden auf dem Weg zu einer umfassenden Etablierung und Anerkennung aufgezeigt werden
Vorstellungen zum Thema "Ernährung" von SchülerInnen im Alter von 13-15 Jahren
2016 wurde das EU-geförderte BigPicnic Projekt ins Leben gerufen, an dem 19 verschiedene PartnerInnen diverser europäischer (und nicht europäischer) Städte mitwirkten. Im Zentrum dieses dreijährigen Projekts stand die Idee, die Öffentlichkeit in Zusammenarbeit von WissenschaftlerInnen, NGOs und Verantwortlichen aus der Landwirtschaft für das Thema „food security“ zu sensibilisieren. Es wurden verschiedene Unterprojekte entwickelt, um diverse Zielgruppen zu erreichen. Ein solches Projekt, welches für die vorliegende Diplomarbeit relevant war, entstand in der Zusammenarbeit von SchülerInnen der Sekundarstufe II und dem Botanischen Garten der Universität Wien. Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit den Vorstellungen zum Thema „Ernährung“ von SchülerInnen im Alter von 13 – 15 Jahren, welche nicht am BigPicnic Projekt teilgenommen haben. Anhand von Befragungen mit Fragebögen und Einzelinterviews wurde untersucht, ob die SchülerInnen über ein Ernährungsbewusstsein verfügen, wie detailliert dieses ist, und ob sie zukunftsorientierte Vorstellungen zum Thema Ernährung haben. Die Ergebnisse bieten einen ersten Überblick über SchülerInnenvorstellungen zum Thema Ernährung und dienen als Vergleichsgrundlage für etwaige Studienergebnisse der BigPicnic Projekte, welche in Zusammenarbeit mit SchülerInnen der Sekundarstufe II durchgeführt wurden.In 2016, the EU-funded BigPicnic project was launched, involving 19 different partners from various European (and non-European) cities. At the heart of this three-year project was the idea of raising public awareness for "food security", involving scientists, NGOs and agricultural leaders. Various sub-projects were developed to reach out to various target groups. One such project, which was relevant for this diploma thesis, dealt with the cooperation between students of the upper secondary school and the Botanical Garden of the University of Vienna. The aim was to raise the awareness of the pupils about "food security". This diploma thesis deals with the conceptions and the knowledge on "food" of pupils aged 13 – 15 years who did not participate in the BigPicnic project. By means of surveys with questionnaires and individual interviews it was examined whether the pupils have a detailed nutritional awareness and whether they have future-oriented ideas on the topic of nutrition. The results give a first overview of pupils' ideas about nutrition and serves as a basis for comparison of possible study results of impacts of the BigPicnic projects carried out in cooperation with pupils of secondary schools
SchülerInnenvorstellungen zur Fortpflanzung und Entwicklung bei Blütenpflanzen
Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Didaktischen Rekonstruktion. Basierend auf diesem Forschungsrahmen wurde eine theoretische Einführung in den Themenbereich „Fortpflanzung und Entwicklung von Blütenpflanzen“ präsentiert und SchülerInnenvorstellungen zu diesem Thema erhoben. Die lebensweltlichen Vorstellungen der acht befragten SchülerInnen der 2. und 3. Klassen Unterstufe (6. und 7. Schulstufe), wurden mittels qualitativer Leitfadengestützer Interviews erfasst und selektiv in unterschiedliche Auswertungsbereiche geordnet. Die Strukturierung erfolgte anhand induktiv und deduktiv herausgefilterter Konzepte und Denkfiguren der SchülerInnen. Die somit aufgearbeiteten Alltagsvorstellungen und Schwierigkeiten der Lernenden konnten als Grundlage für eine schülerInnenorientierte Unterrichtsplanung genutzt werden. Schließlich wurden fachdidaktische Implikationen vorgestellt, die sich aus dem Zusammenspiel vorherrschender SchülerInnenvorstellungen und fachlich angemessener Vorstellungen ableiten lassen. Dementsprechend lag der Fokus auf der Beantwortung der Frage, wie der Unterricht gestaltet werden sollte, um fachliches Lernen und Vorstellungsänderungen zu fördern.The starting point for this thesis is the method of Educational Reconstruction. On the grounds of this research framework a theoretical introduction to the topic "reproduction and development of flowering plants" is presented and students’ conceptions on this matter are gathered. The individual ideas of eight pupils surveyed in different classes of the 6th and 7th grade were recorded, using qualitative guideline interviews, and selectively organized into different categories. On the basis of qualitative content analysis these categories consist of inductively and deductively selected students’ concepts, which demonstrate existing ideas and misconceptions on the complex topic of plant reproduction. Finally, didactic implications were presented, which can be deduced from combining dominant student ideas and biologically appropriate ideas. Accordingly, the presented thesis specifically addresses student´s difficulties and needs by exploring lesson design, which encourages conceptual reconstructio
The impact of MRP1 activation on tobacco smoke-induced toxicity in human respiratory epithelial cells in vitro
Hintergrund
Das Multidrug-Resistenz assoziierte Protein (MRP1) ist nicht nur für ein mögliches Versagen einer Chemotherapie in der Krebstherapie aufgrund von Multidrug-Resistenzen verantwortlich, sondern spielt auch eine Rolle bei zellulären Entgiftungsprozessen durch seine Fähigkeit schädliche Substanzen, die zu oxidativem Stress und Entzündungsprozessen führen, aus Zellen heraus zu transportieren. In der Lunge ist das Protein stark exprimiert.
Das Ziel der vorliegenden Studie war es die Effekte von diversen pharmakologischen MRP1 Modulatoren zu evaluieren und abzuwägen, ob eine Aktivierung des Transporters ein neues therapeutisches Target in der Behandlung von COPD sein könnte.
Methoden
Zigarettenrauchextrakt, Sulforaphan, Perphenazin und Quercetin wurden an der NCI-H441 Zelllinie und humanen Alveolarepithelprimärzellen in Efflux-Experimenten getestet, um etwaige MRP1 modulierende Eigenschaften zu untersuchen. Die Zellen wurden zunächst entweder kurzfristig oder über einen längeren Zeitraum mit der jeweiligen Substanz inkubiert und dann mit 5,6-Carboxyfluorescein Diacetat (CFDA) behandelt, welches intrazellulär in das fluoreszierende Substrat von MRP1 Carboxzfluorescein (CF) metabolisiert wird. CF wurde im Zellüberstand und intrazellulär gemessen.
Mittels Western Blot wurden die Effekte der Substanzen auf die Proteinexpression von MRP1 untersucht.
Ergebnisse
Im Efflux-Experiment nach Langzeitinkubation reduzierten 5 und 10% CSE die Fähigkeit des Transporters, CF effektiv aus der Zelle zu transportieren. Gelagertes CSE verursachte eine weniger offensichtliche Retention verglichen zu frisch zubereitetem CSE. Sulforaphan wiess MRP1-stimulierende Eigenschaften an den Primärzellen auf, während Quercetin die MRP1-Aktivität hemmte. Nur Sulforaphan verursachte signifikante Veränderungen der Proteinexpression, indem es die MRP1-Menge erhöhte.
Fazit
Die Aktivität von MRP1 kann durch Sulforaphan in primären Alveolarepithelzellen stimuliert werden. Dies könnte ein interessanter neuer Mechanismus sein, um die zelluläre Entgiftung in der Lunge von COPD Patienten zu unterstützen.Background
The multidrug resistance-associated protein 1 (MRP1) not only potentially results in chemotherapeutic failure by causing multidrug resistance in cancer treatment, but also plays a pivotal role in cellular detoxification owing to its ability to extrude noxious substances causing oxidative stress and inflammation. In the lung, MRP1 has been shown to be expressed at high levels. The present study aimed to evaluate the effects of various pharmacological MRP1 modulators, to assess whether the activation of the transporter could be a novel target in the treatment of chronic obstructive pulmonary diseases (COPD).
Methods
In order to study MRP1 modulating properties, cigarette smoke extract (CSE), sulforaphane, perphenazine and quercetin were tested on the NCI-H441 cell line and human alveolar epithelial cells in primary culture. Cells were incubated either short or long-term with the respective compound, before being loaded with 5,6-carboxyfluorescein diacetate (CFDA), which was intracellularly converted into the fluorescent MRP1 substrate, carboxyfluorescein (CF). CF was measured in the cell supernatant and intracellularly. By Western blot, the substances´ effects on MRP1 protein levels was evaluated.
Results
In the long-term incubation assays, 5% and 10% CSE reduced MRP1’s ability to efflux CF efficiently. Aged CSE caused a less pronounced retention compared to freshly prepared CSE. Sulforaphane only showed stimulatory properties when tested in primary cells, whereas quercetin inhibited MRP1 activity. In the Western blots, only sulforaphane showed slightly significant results by raising the total protein abundance of MRP1.
Conclusions
MRP1 activity could be stimulated by sulforaphane in primary alveolar epithelial cells. This might be an interesting new mechanism to increase cellular detoxification in lungs of COPD patients
Der Suizid und seine formale Darstellung in der "Aeneis" und dem "Eneasroman"
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Thema der formalen Darstellungsformen des Suizids in den Eneiden Vergils, des anonymen Altfranzosen und Heinrichs von Veldeke. Nach einer einleitenden Ausarbeitung, wie man in Antike und Mittelalter zum Freitod stand – in der Antike war der Suizid unter gewissen Umständen erlaubt, ja sogar geschätzt, im Mittelalter hingegen eine Sünde gegen Gott, weil Mord – und welche etwaige Sonderformen, z. B. den Tod aus Liebe, es gibt. Anschließend wurde in einem Close Reading bewiesen, dass Vergil um einiges – aber nicht immer – objektiver arbeitet als die beiden mittelalterlichen Autoren, die zwar auch die verschiedenen Figuren in der direkten Rede ihre jeweiligen Emotionen aussprechen lassen, den Erzähler aber viel wertender, i. e. moralischer gestalten. Während Vergil besonders auf die Kontinuität von Erzählung und Handlung achtet, wird man beim Anonymus und bei Heinrich öfter auf retardierende Momente aufmerksam. Interessant ist in den mittelalterlichen Versionen die Stichomythie bzw. Hemistichomythie, die in der Aeneis gar nicht existiert. Sie verweist auf für die Dichter besonders wichtige Szenen. Generell enthält direkte Rede subjektivere Ansichten als die Erzählerrede. Vergil zieht dem eine bunte Variation von direkter Rede und Erzählerpassagen vor, um keine Langeweile zu erzeugen; selbst der griechischen Tragödie bedient er sich dafür. Heinrich und der Franzose lassen in die Dido-, Turnus- und Amata-Szene auch christliche Ansichten einfließen, was sich auf die Darstellungsweise des Suizids auswirkt
Wiener Gemeinschaftsgärten: eine Analyse zentraler Aspekte der Zugänglichkeit nach Pierre Bourdieu
Vor dem Hintergrund globaler Urbanisierungstendenzen wird die Bedeutung einer nachhaltigen Gestaltung städtischen (Lebens-) Raums ersichtlich. Im Sinne einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung, die auf die Lebenschancen kommender Generationen bedacht ist, nehmen urbane Gemeinschaftsgärten, auch in der von den Vereinten Nationen (UN) proklamierten Lokalen Agenda 21 (LA 21), eine zentrale Rolle ein. Zugleich beschränken sich derartige Potentiale nicht auf Regionen des Globalen Nordens. Sie sind in einer kontextspezifischen Betrachtung auch für den Globalen Süden relevant. Allgemein werden urbane Gemeinschaftsgärten in der wissenschaftlichen Literatur als offene Sphären sozialer Inklusion betrachtet. Doch zentrale Erkenntnisse dieser Forschung, die auf einer Analyse nach Pierre Bourdieus Konzept des Habitus (1982) beruht, widersprechen dieser Auffassung und beschreiben eine klassenspezifische Selektivität des Zugangs zu derartigen Initiativen. So sind im Rahmen dieser Studie vier unterschiedliche Projekte, die jeweils verschiedenen Gartenformen zuzurechnen sind, dargestellt worden. Diese wurden in Hinblick auf wesentliche Aspekte sozialer Zugänglichkeit analysiert. Die Konzeption der Forschung nach einem theoretischen Sampling orientierte sich an zentralen Prinzipien der Grounded Theory und zielte darauf ab die vielfältigen Formen urbaner Gartenpraktiken darzustellen.Facing global trends of urbanization, the importance of a sustainable design of urban (living) spaces becomes apparent. Aiming at a sustainable urban development, which is concerned with the lives and chances of future generations, urban community gardens also play a central role in the Local Agenda 21 (LA 21) proclaimed by the United Nations (UN). At the same time, such potentials are not limited to regions of the Global North. In a context-specific analysis, they are also relevant for the Global South. In the scientific literature, urban community gardens are mostly perceived as open spheres of social inclusion. However, central findings of this research, which is routed in an analysis based on Pierre Bourdieu's concept of habitus (1982), contradict this view and describe a class-specific selectivity of access to such initiatives. In this study, four different projects, each of which can be assigned to different garden types, were presented. These were analysed with regard to central aspects of social accessibility. The concept of research, consisting a theoretical sampling, was based upon central principles of grounded theory, aiming to illustrate the diverse forms of urban gardening practices
Erziehung statt Bildung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der politischen Einflussnahme auf das Schulwesen im Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Analysiert wird dies anhand zweier ausgewählter Lehrpläne aus den Jahren 1935 bzw. 1938 für die Fächer Geschichte bzw. Erdkunde/Geographie. Ausgehend von der Frage, welche faschistischen Tendenzen sich sowohl in den Lehrplänen des Austrofaschismus als auch während des Nationalsozialismus wiederfinden, wird anfangs der Begriff „Austrofaschismus“ und die langjährige Diskussion um diese Begrifflichkeit behandelt, anschließend folgt eine Aufarbeitung der Schulpolitiken des Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Dafür wurden zwei ausgewählte Lehrpläne inhaltlich analysiert. Sowohl im Hauptschullehrplan von 1935 im austrofaschistischen Österreich, als auch im nationalsozialistischen Lehrplan für die Höhere Schule von 1938, lassen sich Elemente hinsichtlich eines Führerkultes, vormilitärische Schulung der Schüler als auch zur Schaffung einer „Volksgemeinschaft“ feststellen