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Elterliche Wahrnehmung der Kooperation mit professionellen Unterstützungspersonen für Jugendliche mit Behinderung am Übergang von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II oder in die Beschäftigung
Die vorliegende Masterarbeit wurde im Zuge des Forschungsprojektes „Kooperation für Inklusion in Bildungsübergängen“ unter der Leitung von Assoz. Prof.in Mag.a Dr.in Helga Fasching am Institut für Bildungswissenschaft, an der Universität Wien, verfasst. Das Forschungsinteresse galt den Kooperationserfahrungen von Eltern von Jugendlichen mit Behinderung, die sich am Übergang von der Pflichtschule in eine weiterführende (Aus-)Bildung oder in die Beschäftigung befinden. Der Fokus der Untersuchung waren die elterlichen Einschätzungen von Kooperationsprozessen im Zuge des Übergangsprozesses von Jugendlichen mit Behinderung. Die Eltern sollten bei einer quantitativen Elternbefragung die Kooperation mit professionellen Akteur*innen im Zuge des Übergangsprozesses bewerten. Es zeigte sich, dass die Beziehung zwischen Eltern und professionellen Unterstützungspersonen einen Einfluss auf die elterlichen Kooperationserfahrungen hat.This master thesis was authored within the research project “Cooperation for Inclusion in Educational Transitions” which is lead by Assoz. Prof.in Mag.a Dr.in Helga Fasching at the University of Vienna, Department of Education. The aim of this thesis was to research parents of youths with disabilities in inclusive transition processes between school, higher education and work. The main focus were parental experiences of cooperation processes within the transition processes of their children. Data was collected through a quantitative questionnaire for parents in which they rated their experiences regarding cooperation. Results show that the relationship between parents and professionals influences parental experiences on cooperation
Zwettl im 19. Jahrhundert – neue Herausforderungen für eine alte Stadt
Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit Macht und Herrschaft in der Stadt Zwettl im 19. Jahrhundert und ihrer Sozialgeschichte in diesem Zeitabschnitt.
Im Rahmen der Arbeit werden die vielfältigen Veränderungen beschrieben, denen die Stadt im 19. Jahrhundert gegenüberstand. Neben der Besetzung durch französische Truppen waren es vor allem die überkommenen Vorschriften, die der am kurzen Gängelband des Kreisamtes geführten Stadtverwaltung das Handeln erschwerte. Mit der Aufstellung einer Nationalgarde während der Revolution von 1848 nahmen die Bürger Zwettls in einem vorher selten gekannten Ausmaß das Heft für ihre Stadt in die Hand. Die Errichtung der Stadtgemeinde im Jahr 1850 brachte Änderungen in der Verfasstheit der Stadt. Dabei war es vor allem das schon bestehende Organisationswissen, das zur Bewältigung der erweiterten Aufgaben beitrugen. Die Errichtung einer stadteigenen Sparkasse im Jahr 1856 machte es möglich, die finanziellen Herausforderungen zu bewältigen. Diese ergaben sich vor allem aus dem notwendigen Infrastrukturausbau. Hauptthema war die lange ersehnte Anbindung an das Eisenbahnnetz. Mit der Abhaltung von Wahlen und der Formierung der politischen Massenparteien traten neue Konfliktfelder auf.
Im Bereich der Sozialpolitik konnte Zwettl mit dem Bürgerspital, der Haarstube und dem Siechenhaus auf seit langer Zeit bestehende Institutionen zurückgreifen und so ein bescheidenes Ausmaß von Armen- und Altersversorgung aufrechterhalten. Den Verantwortlichen kam dabei entgegen, dass Zwettl auf Grund der langsamen wirtschaftlichen Entwicklung keinen großen Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen hatte.
Ziel der Arbeit ist es, als Fallstudie zu dienen und anhand einer typischen niederösterreichischen Kleinstadt des 19. Jahrhunderts einen Teil des Prozesses von Staatsbildung und Ausformung der modernen Gesellschaft zu beschreiben
Öffentlich-rechtliche Medien in der Krise
Im Wandel befindliche Medienlandschaften und die damit einhergehende Vertrauenskrise vor allem etablierter, institutionalisierter Medien werden in der (Kommunikations-)Wissenschaft und der Gesellschaft vieldiskutiert. Das Internet und der wachsende Diskurs über die dort zirkulierenden (Des-)Informationen tragen dazu bei. Mit Ausbruch der Covid-19-Pandemie im Frühjahr 2020 erhielten traditionelle Medien, wie der ORF, allerdings starken Zulauf. In der
vorliegenden Arbeit soll dieses Phänomen des potenziell gestiegenen Vertrauens ergründet werden. Um dies zu tun wurden insgesamt zwölf Interviews mit RezipientInnen des ORF verschiedener Altersklassen geführt und mit einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring analysiert. Am Beginn der Analyse standen die vier Hauptkategorien Nutzung der ORF Angebote, Vertrauen gegenüber dem ORF, Bewertung der ORF-Angebot und Verbesserungsvorschläge. Die Ergebnisse zeigen, dass nahezu alle ProbandInnen die Berichterstattung des ORF seit Beginn der Corona-Krise verstärkt rezipieren, sowohl im Fernsehen und Radio als auch online. Gleichzeitig lässt sich erkennen, dass der starke Fokus auf Themen rund um Covid-19 auch kritisch gesehen wird und es so im Verlauf der Pandemie zu einer Abflachung der Nutzung kam. Grundsätzlich vertrauen die RezipientInnen darauf das Wichtigste vom Tag und die harten Zahlen und Fakten zu erfahren und unterstellen sowohl dem Medienunternehmen an
sich als auch einzelnen JournalistInnen ein hohes Maß an Professionalität und Neutralität. Kritikpunkte umfassen dabei die Selbstinszenierung einzelner AkteurInnen sowie den starken
Fokus auf Covid-19, der anderen Themen den Raum nimmt. Einflüsse seitens der Politik wurden ebenso thematisiert. Für die Zukunft wünschen sich die ProbandInnen ein breiteres Meinungs- und Themenspektrum sowie mehr Publikumsnähe
Vergleich zweier Beratungsmethoden bei Ernährungsberatungen zu Divertikulose/Divertikulitis im klinischen Bereich
Titel: „Vergleich zweier Beratungsmethoden bei Ernährungsberatungen zu Divertikulose/Divertikulitis im klinischen Bereich“
Hintergrund und Ziel: Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Auswertung der Daten von 60 Patientinnen und Patienten, die im Zeitraum von Dezember 2019 bis November 2020 in der Klinik Landstraße in Wien, Österreich erhoben wurden. Ziel dieser Masterarbeit ist es, zwei Methoden in der Beratung zum Thema Divertikulose und Divertikulitis zu vergleichen und so die Wissensvermittlung nachhaltiger und zeitökonomischer zu gestalten.
Es gilt zu erarbeiten, ob Betroffene mehr Informationen in einer Beratung mittels Broschüre oder mithilfe einer Power Point Präsentation nur mit visuellen Empfehlungen mitnehmen. Die Praxisrelevanz steht hier im Vordergrund und es soll sowohl für die Diätologin bzw. den Diätologen ein effizienteres Arbeiten erreicht werden und die möglichst positive Beeinflussung des Krankheitsverlaufes soll gewährleistet werden.
Auch die Gewinnung von innovativen Ansätzen in der Ernährungsberatung im klinischen Setting ist ein Ziel dieser Masterarbeit. Das Arbeiten als Diätologin bzw. Diätologe soll so Erfolg versprechend wie möglich gestaltet werden, indem die gewonnenen Ansätze auch bei Beratungen bzgl. anderer ernährungsrelevanter Themen angewendet werden.
Methoden: Die Daten wurden mithilfe eines quantitativen Fragebogens erhoben. Dieser wurde nach dem Einverständnis der Patientin bzw. dem Patienten direkt nach der erfolgten Beratung ausgehändigt. Entweder erfolgte die Beratung mithilfe der bereits etablierten Beratungsbroschüre oder mithilfe der visuellen Darstellung der Empfehlungen in Form einer Power Point Präsentation. Die Datenanalyse erfolgte mit dem Statistiksoftwareprogramm SPSS, Version 26.
Ergebnisse: Es konnten keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen erhoben werden. Daher konnten diese direkt verglichen werden. Es gab keinen signifikanten Unterschied bei der Informationsaufnahme bezüglich der Art der Beratung.
Schlussfolgerung: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahl der Art der Beratung patientenorientiert und individuell getroffen werden sollte. Eventuell ergeben sich bei Sprachbarrieren Vorteile bei der visuellen Darstellung der Empfehlungen.Title: “Comparison between two nutrition counselling methods for diverticulosis/diverticulitis in the clinical setting”
Background and aim: In this thesis, the results of 60 patients which visited the clinic Landstraße in Vienna, Austria during December 2019 to November 2020 are examined. The aim was to compare two methods of nutrition counseling with the goal to make the information transfer sustainable and time efficient.
The main question was whether patients remember more information after receiving counselling either in a written form, using a leaflet, or a visual form, using a power point. The focus was drawn on generating an efficient workflow for dietitians which therefore leads to a positive influence on the disease. Further, extracting innovative approaches for nutrition counseling was aimed for. The work of the dietitian is intended to be as fruitful as possible, as the results can be used broadly.
Methods: Patients received a quantitative questionnaire after their counselling which was either performed solemnly with visual or written recommendations. The data analysis was performed with SPSS Version 26.
Results: There was no significant difference between the two groups of counselling forms, hence making the methods directly comparable. In conclusion, the information was retained similarly in both groups.
Conclusion: The type of counselling used within the clinic should be chosen accordingly to the patient. Individuals with limited language proficiency potentially benefit more from a visually based counselling
Eine Analyse der sportmedizinischen und sportwissenschaftlichen Jugendarbeit im Leistungssport
Diese Arbeit gibt einen Einblick in die Betreuung und Organisation im Nachwuchsleitungssport, im sportmedizinischen, sportwissenschaftlichen Bereich. Ziel ist die Analyse und Beschreibung der Strukturen und Prozesse sowie das Aufzeigen von möglicherweise vorhandenen Verbesserungsmöglichkeiten. Zur genannten Thematik wurde Literatur zum aktuellen Ist – Stand in Österreich recherchiert und internationale Ansätze und Vorgehensweisen analysiert. Basierend auf den Erkenntnissen wurde ein Interviewleitfaden erstellt und mithilfe letzteren Interviews mit Expert*innen (N=19), aus verschiedensten Bereichen im Betreuungsbereich im Nachwuchsleistungssport, geführt. Die Ergebnisse dieser Masterarbeit zeigen, dass die Art und Qualität der sportmedizinischen und sportwissenschaftlichen Betreuung von vielen Faktoren wie Sportart und -verband, Besuch einer Leistungssportschule oder Akademie und Trainings- bzw. Schulstandort abhängig ist. Verbesserungsvorschläge und Wünsche wurden in vielen Bereichen von Expert*innen vorgeschlagen. Gewünscht wurde unter anderem eine vermehrte Arbeit im Bereich der Prävention von Verletzungen, sowie in der Entwicklung von Tools zur besseren Kommunikation. Des Weiteren wurden Vorschläge bezüglich Verbesserungsmöglichkeiten vor allem in den Themenbereichen Kommunikation, Abstimmungen von Belastungen und dem Wiedereinstieg von Verletzungen verortet. Die Ergebnisse wurden in Hinsicht auf die praxisnahe Umsetzbarkeit und dafür notwendigen Ressourcen wie Zeit und Kosten diskutiert.This thesis aims to give insight in terms of support and organization of youth athletes. Concerning sports medicine and sports science the goal is to analyze this subject to show possibilities for improvement and to characterize structures and procedures. Based on literature international approaches were researched and a guideline for Interviews was created. Interviews were conducted with various experts in the field of care of youth athletes in competitive sports (N=19). Findings of this work show different results in quality and possibilities in care of youth athletes, depending on various factors like the kind of sport specific sports organization, presence of the athletes in schools for competitive sports, sport academies or training- and school locations. Options for improvement were suggested in various fields. Experts recommended action in the increase of prevention of injuries and in developing tools for better communication. Further possibilities for improvement were characterized focused on areas like communication, coordination of volume in training and rehabilitation after injuries. Findings were discussed in consideration of factors like practicability and available resources like time and financial costs
Das Fantastische im nachklassischen Artusroman
Kaum ein Thema hat im Mittelalter so viel Beachtung erfahren wie die
Erzählungen rund um König Artus. Auf der Suche nach minne und aventiure ritten die Ritter der Tafelrunde aus, um Ruhm und Ehre zu erlangen und am legendären Hof von König Artus aufgenommen zu werden. Im Rahmen dieser Arbeit wurde untersucht, welche fantastischen Elemente sich in Heinrichs von dem Türlin Diu
Crône und Wirnts von Grafenberg Wigalois finden lassen, und wie diese definiert
werden können. Die Fantastik ist in beiden Werken sehr vielfältig und bietet daher viel Material für Spekulationen und Interpretationsversuche. Dabei liegt der Fokus dieser Arbeit auf der Beantwortung folgender Forschungsfragen:
• Welche Darstellungen des Fantastischen lassen sich in Wirnts von
Grafenberg Wigalois und Heinrichs von dem Türlin Diu Crône finden?
• Wie unterscheiden sich die Darstellungen des Fantastischen in den
beiden Werken und in welcher Hinsicht ähneln sie sich?
Zur Beantwortung dieser Forschungsfragen werden Darstellungen des
Fantastischen in den Kategorien Reisen, Fremde und AußenseiterInnen,
sprechende Tiere und fantastische Kreaturen, Träume sowie vorherrschende
Dichotomien in den Kategorien Gut und Böse, natürliche und manipulierte Zeit und Menschen und Monster in beiden Werken kategorisiert und analysiert, einander gegenübergestellt und verglichen
Siedlungsgenetische Methoden am Beispiel Raisdorf
Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, sich mit Methoden siedlungsgenetischer Forschung auseinanderzusetzen und sie an einem Fallbeispiel exemplarisch anzuwenden. Gegenstand der Untersuchung ist das „Beidseitige Bachuferdorf“ Raisdorf in der Großgemeinde Pernegg im nordöstlichen Waldviertel.
Als Teil der Nordumrahmung des Horner Beckens liegt Pernegg an der Schnittstelle zwischen einem dauerhaft besiedelten Altsiedelgebiet und dem hochmittelalterlichen Kolonisationsgebiet der Waldviertler Hochfläche. Slawische Vorbesiedelung trifft in Gestalt der Grafen von Pernegg auf fränkisch-bairische Kolonisation babenbergischer Ministeriale.
Etymologisch betrachtet ist der Pernegger Raum eine Kontaktzone slawischer und bairischer Bevölkerungsanteile. Doch der schriftliche Horizont ist schmal und verlässliche archäologische Befunde zu ethnischem und zeitlichem Hintergrund der mittelalterlichen Siedlungsanfänge fehlen. Die siedlungsgenetische Forschung versucht, anhand von Rückschreibung der Flur die Siedlungsgenese von Dörfern über den Befund schriftlicher Quellen hinaus nachzuvollziehen und anhand der Rekonstruktion der Gründungsanlage nach Möglichkeit eine zeitliche Einschätzung vorzunehmen.
Das Nebeneinander von Alt- und Neusiedelland sowie eine besondere Wüstungsproblematik stellen die siedlungsgenetische Forschung im Waldviertel vor eine besondere Herausforderung und grenzen die Aussagemöglichkeiten ein. Auch Raisdorf zeigt eine komplexe Entwicklung im Kontext der spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Wüstungsperioden. Eine detaillierte ortsgeschichtliche Aufarbeitung im Rahmen einer gründlichen Quellenstudie und unter Berücksichtigung der Wüstungsforschung stützt deshalb die flurgenetische Analyse anhand des Franziszeischen Katasters
Was ist normal? Die Bedeutung und Wahrnehmung von Normalität durch Menschen mit Behinderung
In der vorliegenden Masterarbeit habe ich mich mit der Thematik der subjektiven Wahrnehmung und Einschätzung der Normalität von Menschen mit Möbius Syndrom beschäftigt. Zur Beantwortung meiner Fragestellung „Wie entstehen und gestalten sich individuelle Normalitätskonstruktionen von weiblichen Betroffenen mit Möbius Syndrom vor dem Hintergrund des Fremd- und Selbstverständnisses ihrer Einschränkung?“ habe ich fünf leitfadengestützte Interviews durchgeführt, die anschließend anhand der Methode der zusammenfassenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) ausgewertet wurden. Den Rahmen der theoretischen Ausführungen bildeten dabei die flexibel-normalistischen und protonormalistischen Ansätze von Link (2006) sowie Goffmans (2014) Ausführungen zum Stigma. Es wurde in dieser Arbeit angestrebt, tradierte Überzeugungen und Strukturen kritisch zu reflektieren und zu hinterfragen, wie es zu Einstellungen und Konstruktionen von Normalität, aber auch von Behinderung kommt. In den theoretischen Ausführungen zeigte sich, ebenso wie in den Ergebnissen, dass man auf die Frage, was Normalität für die oder den Einzelnen bedeutet, höchst unterschiedliche Antworten erhalten kann. Es wäre vermessen zu glauben, dass nur eine Normalität existiert. Die persönliche Vorannahme, dass es sich bei der Normalität um ein Konzept handelt, das sehr oft implizit und unbewusst mitschwingt, fand im Rahmen der empirischen Erhebung Zustimmung und Bestätigung. Es wurde einerseits Wert darauf gelegt, die eher angespannte und komplizierte Beziehung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung darzustellen, sowie die oftmals kritischen Einstellungen Betroffenen gegenüber. Andererseits wurde angestrebt, nicht nur den negativen Aspekten verhaftet zu bleiben, sondern Entwicklungspotentiale und positive Begleiterscheinungen einer Behinderung und insbesondere beim Möbius Syndrom aufzuzeigen.In my Masters´Thesis I dealt with the topic of the subjective perspective on and the opinion about normality of people with Moebius Syndrome. To answer my research question „How are individual constructions of normality of women affected by Moebius Syndrome emerging and developing considering the image of their disability others have about them and the image they have about themselves?” I conducted five guideline-based interviews, which were evaluated with the summarizing qualitative content analysis according to Mayring (2015). The theoretical frame of my thesis was built on the flexible-normalistic and protonormalistic approaches according to Link (2006) and the theory of stigma by Goffman (2014). One goal of this thesis was to critically reflect and question, how traditional attitudes and constructions of normality but also disability develop. In the theoretical part as well as in the results it could be shown that the question, what normality means for the individual person, will be answered in many different ways. Therefore it would be wrong to believe that there´s only one kind of normality.
The personal presumption that normality is a concept, which implicitly and unconsciously influences our lives could be approved in the empirical section of the thesis.
I set value on showing the more tense and complicated relationship between persons with and without disabilities as well as the often critical attitudes towards disabled people. On the other hand it seemed important to me not to exclusively focus on the negative aspects but to show the potentials for development and positive sides of a disability, especially of Moebius syndrome
Die ehemalige Augustiner-Eremitenkirche von Fürstenfeld in der Steiermark und ihre Klosteranlage
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der ehemaligen Augustinerkirche von Fürstenfeld in der Steiermark, einem ursprünglich spätgotischen, Ende des 18. Jahrhunderts barockisierten, seit Anfang des 19. Jahrhunderts profanierten und ab 1978 kulturell genutzten Kirche. Ebenso wird die ehemalige, dazugehörige Klosteranlage beleuchtet. Kirche und Kloster wurden 1362 von Herzog Rudolf IV. von Habsburg gestiftet und vom Bettelorden der Augustinereremiten besiedelt. Während das Kirchengebäude 1368 fertiggestellt und im gleichen Jahr eingeweiht wurde, dauerte es bis zur Fertigstellung der angrenzenden Klosteranlage wahrscheinlich bis über das Jahr 1400 hinaus. Mit Hilfe des Quellenmateriales und unter Einbeziehung des historischen und auch topographischen Kontextes wird in dieser Arbeit versucht, das Aussehen der Augustinerkirche und ihres Klosters zu beleuchten, da die Gebäude im Laufe der Jahrhunderte durch zahlreiche kriegerische Handlungen, Katastrophen, gesellschaftliche Umbrüche und finanzielle Nöte mehrmals eine bauliche Wandlung durchlaufen mussten. Während von den Klostergebäuden heute nichts mehr vorhanden ist, zeugen sehr wohl die Kirche selbst, der prominente Rang ihres Stifters Herzog Rudolf IV. von Habsburg und die Tatsache, dass der Chor der Kirche mit aufwändigen Fresken ausgeschmückt wurde (und die wohl in Österreich als einzigartig anzusehen sind), von der ehemals großen Bedeutung der Bettelordenskirche in Fürstenfeld. Anhand von historischen Bildquellen und Grundrissen wird den Betrachter*innen das Bild einer kleineren Anlage mit zwei Klosterhöfen und einer Kirche präsentiert, die für den Wirkungsbereich von 12 Ordensmitgliedern ausreichend groß war. Die Lage der Gebäude wurde an die Topographie und baulichen Gegebenheiten des Ortes, direkt an der Stadt- bzw. Befestigungsanlage, angepasst. Obwohl am spätgotischen Kirchenbau im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Umbauten vorgenommen wurden oder mussten, sie schließlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts barockisiert wurde und heute stark restauriert ist, konnte sie dennoch von der Forschung der Gruppe der Saalkirchen zugeordnet werden. Diese Zuordnung bildete den Grundstein für weitere Betrachtungen
"...dass sich halt die Welt noch einmal auf den Kopf stellt"
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Auslandspraktikum Deutsch als Fremdsprache und der Frage: Welche Faktoren beeinflussen DaF-AuslandspraktikantInnen in ihrem Rollenverhalten? Der Rollenbegriff orientiert sich dabei an der soziologischen Rollentheorie und greift vor allem den interpretativen Charakter des Rollenhandelns auf. Um den potenziellen Nutzen von Praktika zu diskutieren, kommt das „Komfortzonenmodell“ von Luckner und Nadler zum Einsatz.
Der Untersuchung liegt ein exploratives Forschungsdesign zugrunde. Durch eine Analyse des Anforderungsprofils von DaF-AuslandspraktikantInnen, bei der die vorliegende Literatur zum Thema „DaF-Auslandspraktikum“ bearbeitet wurde, konnten Rollenkategorien herausgearbeitet werden, mit denen potenzielle DaF-AuslandspraktikantInnen konfrontiert sind. In einem weiteren Schritt wurden Leitfadeninterviews mit sechs DaF-Auslandspraktikantinnen aus dem Studienjahr 2019/20 in zwei Phasen (vor und nach dem Praktikum) durchgeführt, welche mithilfe der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Die Auswertung der Interviews konnte zeigen, dass DaF-AuslandpraktikantInnen eine Vielzahl von sozialen Rollen einnehmen. Neben den eigenen Rollenerwartungen und den Erwartungen durch RollenpartnerInnen konnte außerdem eine Reihe weiterer Faktoren identifiziert werden, welche sich maßgeblich auf die Interpretation und Ausführung der Rolle(n) auswirken. Dabei stellen besonders die erlebten Rollenkonflikte, welche durch situative kreative Eigenleistungen harmonisiert wurden, einen konstruktiven Faktor in Hinblick auf Lernzuwachs, Reflexion und ein autonomes Rollenhandeln dar. Durch permanente interaktive Aushandlungs- und Interpretationsprozesse agierten die befragten DaF-AuslandspraktikantInnen zwischen erwartungskonformem Handeln und eigener Individualität und erwarben so eine Rollenkompetenz, welche für einen kulturreflexiven Zugang zum DaF-/DaZ-Bereich als wesentlich erachtet wird