39929 research outputs found
Sort by
Generation of clonal cell lines from fibroblasts of female RETT syndrome patients
Das Rett Syndrom (RTT) ist eine X-chromosomale neurologische Entwicklungsstörung, die
bei Kindern auftritt. Die Hauptursachen für diese Erkrankung sind Mutationen im Methyl-CpG-Bindungsprotein 2 (MECP2) Gen, welches für das Protein MeCP2 codiert und als
entscheidender Modulator der Genexpression fungiert. Um die Entwicklung von Therapien
für RTT voranzutreiben ist es notwendig, geeignete Zellmodelle zu etablieren.
Das Ziel dieser Arbeit ist es daher, einzelne Zellklone aus den Fibroblasten eines Rett-Patienten zu isolieren und dadurch monoklonale Zellen von mutiertem und Wildtyp MeCP2
zu erhalten. Zu diesem Zweck wurden drei verschiedene Methoden verwendet und
verglichen: Durchflusszytometrie, Limiting Dilution Cloning und QIAscout™. Es wurden
zahlreiche Vereinzelungen durchgeführt; Klone wurden mit verschiedenen Medien behandelt,
die Zellen wurden immortalisiert und mittels Elektroporation mit dem Plasmid pCl neo-hEST2 transfiziert. Nach Erhalt der Klone wurden diese dann durch
Immunfluoreszenzfärbung, HUMARA-Assay und Sanger-Sequenzierung charakterisiert. Die
Ergebnisse zeigten einen Unterschied hinsichtlich verschiedener Behandlungen von Klonen
sowie Zellen, die mit und ohne Plasmid behandelt wurden. Schließlich wurde der Status der
Histonacetylierung in monoklonalen Zellen, der wesentlich beim RTT ist, mittels Western
Blot mit einem gegen acetylisiertes Histon H3 bei Lys9 (H3k9) gerichteten Antikörper
bestimmt.
Zusammenfassend haben wir ein zelluläres Modell für das Rett-Syndrom entwickelt, bei dem
aus Einzelzellen stammende Wildtyp- und mutierte MeCP2-exprimierende Fibroblastenklone
mit einer häufigen Mutation in MeCP2 (705delG) verwendet wurden. Darüber hinaus konnten
wir in diesem Modell einen RETT-spezifischen Phänotyp zeigen, in dem wir den
Hyperacetylierungsstatus untersuchten. Dieses Zellmodell könnte für das Hochdurchsatz-Screening von Therapeutika, sowie der Diagnostik und der personalisierten Behandlung
dienen.Mutations in the methyl-CpG-binding protein 2 (MECP2) gene which encodes the protein
MeCP2, a crucial modulator of gene expression, are the main cause of Rett Syndrome (RTT),
an X-linked neurodevelopmental disorder that appears in children. In order to advance the
development of therapies for RTT, the need to establish the appropriate cell models is
apparent.
It is hence the aim of this work to isolate single cells from a Rett patient’s fibroblasts and
ultimately obtain monoclonal cells such as mutant and wildtype MeCP2 clones. For this
purpose, three different methods were used and compared: Flow cytometry (FC), limiting
dilution cloning and QIAscout™. Numerous seedings were performed; clones were treated
with various mediums, cells were immortalized and transfected with the plasmid pCl neo-hEST2 via electroporation. Clones were obtained and then characterized by
immunofluorescence staining, the HUMARA assay and Sanger sequencing. Results showed a
difference between different treatments of clones as well as cells that were treated with and
without plasmid. Lastly, the status of histone hyperacetylation in monoclonal cells, which is
essential in RTT, was determined by western blot with an antibody directed against acetylated
histone H3 at Lys9 (H3k9).
In summary, we have developed a cellular model for Rett Syndrome by using single cell-derived wild-type and mutant MECP2 expressing fibroblast clones with a common mutation
in MeCP2 (705delG). Furthermore, we were able to demonstrate a RETT-specific phenotype
in this model by investigating the hyperacetylation status and therefore it could serve as a cell
model for high throughput screening of therapeutic agents, diagnosis and personalized
treatment
Die Auswirkungen des Seerechtskonflikts zwischen Kolumbien und Nicaragua auf die Bewohner des Archipels San Andrés, Providencia und Santa Catalina
Nicaragua zog im Jahr 2001 vor den Internationalen Gerichtshofs in Den Haag, um gegen das Seerechtsabkommen Esguerra-Bárcenas mit Kolumbien aus dem Jahr 1928 vorzugehen. Schließlich bekam Nicaragua im November 2012 große Flächen Meeresgebiet in der Südwestkaribik rund um den Archipel San Andrés, Providencia und Santa Catalina zugesprochen. Kolumbien akzeptiert die Entscheidung nicht, ist in der Folge aus dem Pakt von Bogotá ausgetreten und kämpft weiter gegen das Urteil an. Die Auswirkungen des Gebietsverlusts auf die Bevölkerung der Insel wird in dieser Masterarbeit untersucht. Der Archipel fühlt sich von Kolumbien vernachlässigt, fordert mehr Mitbestimmung auf politischer Ebene. Die angestammte Bevölkerung der Raizales fühlt sich auf San Andrés unterdrückt. Durch den forcierten Zuzug von Menschen vom kolumbianischen Festland und aus dem Ausland wurden Raizales zur Minderheit auf der Insel. Die formal wenig gebildete Bevölkerungsgruppe findet nur schwer ein ökonomisches Auskommen. Vor allem junge Menschen suchen Bildungschancen und Arbeit auf dem Festland. Die Verbliebenen sind mitunter für kriminelle Machenschaften zu gewinnen. Der Archipel ist ein strategisch wichtiger Ort im kolumbischen Geschäft des Drogenschmuggels. Junge Raizales, die das Meer besonders gut kennen, eignen sich für Hilfstätigkeiten auf dem Meer, wie das Auftanken der Boote vom Festland Richtung USA. Das schnell verdiente Geld zieht Jugendliche an, denen sich auf der Insel wenig andere Chancen eröffnen. San Andrés leidet unter der Kriminalität, die nicht mehr nur im Verborgenen stattfindet. Streitigkeiten unter Drogenbanden werden mittlerweile auf offener Straße ausgetragen. Gleichzeitig bringt der vom Staat geförderte Massentourismus der lokalen Bevölkerung nur wenig Nutzen. Die Menschen fordern konkrete Pläne für eine Neuausrichtung, hin zu nachhaltigem Tourismus. Die ständige Wasserknappheit tut das übrige, um Akteur*innen aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft gegeneinander aufzubringen. Die Auswirkungen auf wirtschaftlicher, ökologischer, kultureller und politischer Ebene, auf Gruppen wie die traditionellen Fischer, auf Tourismus und Umwelt, werden in dieser Arbeit analysiert. Dazu wurden zehn Personen auf San Andrés interviewt.Nicaragua went to the International Court of Justice in The Hague in 2001 to challenge the 1928 Esguerra-Bárcenas maritime agreement with Colombia. Finally, in November 2012, Nicaragua was granted large areas of marine territory in the southwest Caribbean around the archipelago of San Andrés, Providencia and Santa Catalina. Colombia does not accept the decision, has subsequently withdrawn from the Pact of Bogotá and continues to fight against the ruling. The effects of the loss of territory on the population of the island are examined in this master thesis. The archipelago feels neglected by Colombia and demands more participation on a political level. The ancestral population on San Andrés, the Raizal people, feels oppressed by the federal government. Through the forced influx of people from the Colombian mainland and from abroad, Raizals became a minority on the island. The often poorly educated population group has difficulty making an income. Young people in particular seek educational opportunities and work on the mainland. Those who remain can sometimes be won over to criminal activities. The archipelago is a strategically important location in the Colombian drug-smuggling business. Young Raizals, who know the sea particularly well, are suitable for auxiliary activities at sea, such as refuelling boats on their way from the Columbian mainland to the USA. The quickly earned money attracts young people who have few other opportunities on the island. San Andrés suffers from crime, which no longer takes place in secret. Disputes among drug gangs are now being fought out on the streets. At the same time, the mass tourism promoted by the state after the loss of marine territory brings little benefit to the local population. People demand concrete plans for a reorientation toward sustainable tourism. The constant water shortage does the rest to set actors from business and civil society against each other. This thesis analyses the effects on an economic, ecological, cultural and political level, on groups such as traditional fishermen, on tourism and the environment. Ten people were interviewed on San Andrés for this purpos
Sadistischer Lehrer – wehrloser Schüler?
In der Arbeit wird die Frage beantwortet, wie sich die genrespezifischen Handlungsräume sadistischer Lehrpersonen und ihrer Schüler*innen im Sadismus-Diskurs verorten lassen. Dafür wird zunächst ein Abriss über den Forschungsstand zu Lehrer*innenbildern in der Literatur und zum Sadismus-Diskurs gegeben. Hier wird das Augenmerk sowohl auf den psychologisch-soziologischen als auch auf den literaturwissenschaftlichen Diskurs gelenkt. So wird ein Bogen von Sadismus als individuelle Neigung zur Schule als Disziplinarsystem und Ort des Machtmissbrauchs gespannt. Anschließend wird die Methode der kognitiven Figurenanalyse nach Ralf Schneider vorgestellt, da diese im Analyseteil der Arbeit zur Anwendung kommt. Mithilfe dieser Methode wird die Verbindung des Sadismus-Diskurses mit den Genres der Werke deutlich: So wird erstens davon ausgegangen, dass bestimmte Genres eine spezifische Figurenkonstellation sowie bestimmte Handlungsstrukturen verlangen. Zweitens wird angenommen, dass je nach Genre die Handlungsräume der Schüler*innen und Lehrkräfte unterschiedlich dargestellt werden. Die dritte Annahme ist, dass diese Handlungsräume aufgrund unserer Wahrnehmung der Lehrkräfte alle durch den Sadismus-Diskurs geprägt sind. Und viertens wird konstatiert, dass sadistische Lehrkräfte in den Werken als „free motif“, durch dessen Handlungen die Romane in den unterschiedlichen Genres partikularisiert werden, wirken.
Indem „Gott“ Kupfer in Friedrich Torbergs Adoleszenzroman „Der Schüler Gerber“, Friedrich Grinzinger in Stefan Slupetzkys Wiener Kriminalroman „Der Fall des Lemming“ und Dolores Umbridge in J. K. Rowlings Fantasyroman „Harry Potter und der Orden des Phönix“ mittels Figurenanalyse untersucht und ihnen kontrastierende Lehrpersonen gegenübergestellt werden, können die Grenzen der Handlungsräume der sadistischen Lehrpersonen erschlossen werden.
Anschließend werden zu diesem Zweck auch die Handlungsräume der Schüler*innen untersucht
The effect of axons of preganglionic spinal neurons on the embryonic cardiac development
Das Herz wird durch die antagonistische Wirkung der sympathischen und parasympathischen Innervation sowie von Integration von sensorischen Nerven reguliert. Die sympathische Regulierung des Herzens stammt von präganglionischen Motorneuronen des Rückenmarks, welche Synapsen zu Ganglien des Grenzstrangs formen. Postganglionäre Axone des Stellarganglions innervieren schließlich das Herz. Parasympathische Motorneuronen, zusammen mit sensorischen Neuronen, bilden den Vagus Nerv, welcher, neben die vieler anderer Organe, auch die Funktion des Herzens kontrolliert. Axone des Vagus Nervs bilden Synapsen zu den Neuronen der intrakardinalen Ganglien. Die Neuronen dieser parasympathischen kardinalen Ganglien stammen von Schwannzell-Vorläuferzellen, welche aus der Neuronalleiste entstehen und multipotente Eigenschaften besitzen. Diese Zellen sind in engem Kontakt mit peripheren Nerven und migrieren entlang dieser zu ihrem vorgesehenen Zielort. Die korrekte Etablierung der präganglionischen Nerven ist daher essentiell für die Entwicklung des kardinalen Nervensystems. In der vorliegenden Studie haben wir die embryonale Entwicklung der kardinalen Innervation untersucht. Unser Fokus liegt auf der zeitlichen Ankunft der präganglionischen Nerven zum Herzen und die Reifung der Neuronen im Sinne der Existenz der klassischen Neurotransmitter. Wir untersuchen die neuronale Beeinflussung der Herzentwicklung mit Hilfe eines genetisch veränderten Models, in welchem die Formation aller präganglionischen Motorneuron verhindert ist. Mit dem Ziel die Bedeutung der sympathischen Innervation für die kardinale Entwicklung zu erfassen, haben wir die Morphologie des embryonalen Herzens mit Immunofloureszenz und Mikro-Computertomography Analysen untersucht. Außerdem haben wir spezifische Marker für die Identifizierung sensorischer Subtypen des Vagus Nervs analysiert. Mit dieser Studie zeigen wir deutlich, dass trotz der jahrelangen Forschung an der neuronalen Regulierung des Herzes, noch viele Details unklar sind. Unsere Ergebnisse tragen daher einen weiteren wichtigen Teil bei, die kardinalen Innervation und dessen Rolle in der Entwicklung des Säugetierherzens zu verstehen.The cardiac autonomic nervous system (cANS) comprises sensory as well as sympathetic and parasympathetic motor neurons (MNs) and plays a vital role in adult cardiac function. The sympathetic division is built by preganglionic thoracic MNs synapsing onto ganglia of the sympathetic chain, which extends postganglionic adrenergic axons towards the heart. Cranial MNs traveling along the vagus nerve towards the heart form, together with cholinergic cardiac ganglia, the parasympathetic innervation. Interestingly, parasympathetic cardiac ganglia have been shown to derive from nerve-associated Schwann cell precursors (SCPs), a multipotent progeny population of the neural crest cells (NCCs); and not directly from NCCs as the majority of cANS. Preganglionic nerves are therefore crucial for the correct establishment of the cANS. In the present study, we analysed the development of cardiac innervation, in particular the temporal arrival of preganglionic nerves at the cardiac primordium and the establishment of a neurotransmitter phenotype during normal embryogenesis. Further, with the utilization of a genetic model to specifically ablate all preganglionic sympathetic visceral MNs, we investigated the role of neuronal input in cardiogenesis. We analysed the embryonic heart of this mutant strain on a structural basis with immunofluorescence and microCT imaging to elucidate whether preganglionic sympathetic MNs play a vital role for correct cardiac development. Lastly, we tested specific markers to identify different embryonic vagal sensory neuron subtypes. Our results reveal new insights essential for deciphering the crosstalk between the autonomic nervous system and embryonic cardiogenesis and further illustrates how little is known about this interaction despite a decade of research focusing on the cardiac nervous system
Mediale Körperinszenierungen paralympischer Sportler*innen
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit den Körpern von paralympischen Leistungssportler*innen und deren mediale Inszenierung durch Medien, Politik und Gesellschaft. Die Bedeutung, die dem menschlichen Körper heute in unserer Leistungsgesellschaft zuteilwird, nimmt stetig zu. Der perfekte, schöne und vor allem leistungsfähige Körper bestimmt unser Leben und forciert den gesellschaftlichen Druck zur Selbstoptimierung und Inszenierung. Die zunehmende Technologisierung unseres Alltags scheint dem menschlichen Körper buchstäblich auf und in den Leib zu rücken. Mensch und Maschine rücken immer näher zueinander und verändern unser Körperverständnis. Gerade der moderne Leistungssport nimmt hier eine besondere Position durch seine massenmediale Inszenierung von Athlet*innen-Körpern ein. Technik und Körper gehen gleich auf mehreren Ebenen Synergien ein, die zu einer Verschiebung der Grenze zwischen Mensch und Maschine führten. Durch seine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 löste Oscar Pistorius bereits im Vorfeld eine weitreichende Debatte um die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers aus. Als erster paralympischer Sportler, also als Sportler mit körperlicher Behinderung, trat er bei den Olympischen Spielen mit einem technischen Hilfsmittel – seinen Karbonprothesen gegen Sportler ohne körperliche Behinderung an. Was dadurch in Gang gesetzt wurde, war ein neues Verständnis von körperlicher Leistungsfähigkeit, das nun zur öffentlichen Diskussion in Medien und Gesellschaft stand. Die Frage, ob Pistorius durch seine Prothesen leistungsfähiger ist als Sportler*innen ohne, führte zu einer breiten medialen Aufmerksamkeit und stellt die Grenze von „disabled“ zu „superabled“ in einem neuen Licht dar. Nach einem ersten theoretischen Teil, in dem die wichtigsten sportsoziologischen und kulturphilosophischen Körperansätze, wie etwa Gugutzers These des „body turn“ oder aber auch Haraways „Manifest für Cyborgs“ diskutiert werden, folgt ein geschichtlicher Überblick des Körpers im Sport. Der zweite praktische Teil setzt sich mit der Analyse von Medieninhalten des Sportlers Oscar Pistorius auseinander, um Aufschluss über das aktuelle Körperverständnis im Behindertensport und darüber hinaus zu erlangen. Der Zeitraum der Untersuchung erstreckt sich über die im Vorfeld der Olympischen Spiele 2012 stattgefundene Medienberichterstattung bis hin zu Pistorius Teilnahme und die im Nachfeld der Spiele ereigneten Berichte und Veröffentlichungen zu seiner Person
Literatur-Review zu Feedbacksystemen im Basketball
Hintergrund
Die Analyse von menschlichen Bewegungen ist ein wachsendes Forschungsgebiet im Bereich des Sports, die darauf abzielt, die Leistung von SportlerInnen zu verbessern, Verletzungen vorherzusagen oder Trainingsprogramme zu optimieren. Ziel dieser Arbeit war es, verschiedene Feedbacksysteme im Basketballsport und deren gemeinsame technische Charakteristika vorzustellen, sowie die Art und Weise der Präsentation von gewonnenen Kamera-, GPS- oder Sensordaten mit Hilfe von ausgewählten Studien zu beleuchten.
Ziele
Ziel dieser Arbeit ist es, sowohl einen Überblick über die verschiedenen Ansätze und die Theorie des motorischen Lernens in Zusammenhang mit den verschiedenen Arten der Feedbackkgabe zu bieten, als auch technische Gemeinsamkeiten und Unterschiede von verschiedenen Feedbacksystemen im Basketballsport darzustellen.
Methode
Diese Masterarbeit ist eine systematische Überblicksarbeit. Studien wurden nach vorher festgelegten Suchkriterien und bestimmten Schlüsselwörtern in verschiedenen informatischen und medizinischen Literaturdatenbanken gefunden und bei der Erfüllung der jeweiligen Einschlusskriterien in die Analyse miteinbezogen. Diese Einschlusskriterien waren das Publikationsdatum nach dem Jahr 2000, die Verfassung in englischer oder deutscher Sprache und ein relevanter Studieninhalt für den Kontext von Feedbacksystemen im Basketballsport. Hierbei wurden Studien inkludiert, welche sowohl visuelle Darstellung verschiedener Parameter überprüften, Studien die Positionsdaten im Basketball analysierten und Studien, welche Systeme vorstellten, mit denen man verschiedene Sensordaten im Sport nutzen kann.
Resultate
Die Anzahl der identifizierten Datensätze durch die Datenbanksuche ergab 515 Studien. Nachdem die Datensätze anhand der Titelangaben und des Screenings des Abstracts aussortiert wurden, blieben 38 Studien zur Volltextuntersuchung über. Nach der Volltextuntersuchung wurden 18 weitere Studie ausgeschlossen, wodurch es letztendlich 20 Studien waren, die in den Literaturreview eingeschlossen wurden.
Schlussfolgerung
Die Interpretation und Vergleiche der Studien lassen die Konklusion zu, dass es vor allem im Wettkampf schwer ist, präzise Ergebnisse von nützlichen Feedbacksystemen darzulegen. Für den Trainingsbetrieb und allem voran für das motorische Lernen von basketballspezifischen Bewegungen wie dem Werfen, sowie für die Darstellung relevanter Daten für Coaches, TrainerInnen und ZuseherInnen scheinen jedoch nützliche Systeme vorhanden zu sein, deren Anwendung vom Amateur- bis in den professionellen Bereich sinnvoll sind.Background
The analysis of human movements is a growing field of research in sports, which aims to improve the performance of athletes, predict injuries or optimize training programs. The aim of this thesis was to present different feedback systems in basketball and their common technical characteristics, as well as to highlight the way in which camera, GPS or sensor data obtained from selected studies are presented.
Aim
The aim of this thesis is to give an overview of the different approaches and the theory of motor learning in connection with the different types of feedback, as well as to present technical similarities and differences between different feedback systems in basketball.
Methods
This master thesis is a systematic review. Studies were found according to pre-defined search criteria and specific keywords in various informatic and medical literature databases and were included in the analysis if the respective inclusion criteria were met. These inclusion criteria were the publication date after the year 2000, the study language in English or German and a relevant study content for the context of feedback systems in basketball sports. Included were studies that examined visual representations of various parameters, studies that analyzed positional data in basketball and studies that presented systems that can be used for various sensor data in sports.
Results
The number of data sets identified by the database search resulted in 515 studies. After the data records were sorted out based on the title information and the screening of the abstract, 38 studies for full-text analysis remained. After the full-text investigation, 18 further studies were excluded, which ultimately resulted in 20 studies being included in the literature review.
Conclusions
Interpretation and comparison of the studies lead to the conclusion that it is difficult, especially in competition, to present precise results of useful feedback systems. However, useful systems seem to be available for training and especially for motor learning of basketball-specific movements such as shooting, as well as for the presentation of relevant data for coaches, trainers and spectators. The application of these systems seems to be useful from the amateur to the professional level
Einflussfaktoren auf das Rauchverhalten von AHS-SchülerInnen
In dieser Diplomarbeit wurde untersucht, welche Faktoren sich auf das Rauchverhalten von Jugendlichen auswirken. Das Ziel dieser Arbeit war, neben einer Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstands im Zuge einer empirischen Untersuchung die Zusammenhänge sowie deren Größe zwischen Meinungen, Lebensumständen sowie dem Gesundheitsbewusstsein der ProbandInnen und deren Konsumverhalten zu erfassen.
Zu diesem Zweck wurden Schülerinnen im Alter von 13 bis 19 Jahren an vier Wiener Gymnasien befragt. Die Erhebung der Daten erfolgte mittels eines Fragebogens, der 170 Items umfasst, die sich zum Großteil aus Likert-Skalen sowie Multiple Choice – Fragen zusammensetzen. Insgesamt konnten 434 gültige Fragebögen in die Analyse einfließen.
Zum Zweck der statistischen Auswertung wurden die SchülerInnen nach ihrem Konsumverhalten in vier ordinalskalierte Gruppen eingeteilt.
Die Studie zeigt, dass in dieser Stichprobe Neugier, der Geschmack sowie die Wirkung gegen Stress die wichtigsten Beweggründe für den Tabakkonsum darstellen, während bei regelmäßigen RaucherInnen vor allem eine mittels Faktoranalyse ermittelte emotionale Komponente für das Konsumverhalten verantwortlich ist. Zudem unterscheiden sich regelmäßige und gelegentliche RaucherInnen hinsichtlich ihrer Entzugserscheinungen, wobei unruhige Gefühle dominieren.
Hinsichtlich finanzieller Aspekte weist die Höhe des Taschengelds eine höchst signifikante Assoziation mit dem Rauchverhalten auf, nicht jedoch die Beurteilung des Zigarettenpreises.
Als wichtigste Faktoren im Hinblick auf das soziale Umfeld stellen sich im Einklang mit der Literatur das Konsumverhalten des/der beste(n) FreundIn sowie des/der BeziehungspartnerIn dar, gefolgt von der Erlaubnis, zuhause rauchen zu dürfen. Rauchverbote in der Schule sowie das Rauchverhalten der Eltern unterschreiten jedoch nicht die Signifikanzgrenze.
8
In Bezug auf das Gesundheitsbewusstsein korreliert die Einschätzung der Gefahr des aktiven Tabakkonsums erwartungsgemäß negativ mit dem Konsumverhalten, wohingegen sich kein Zusammenhang zwischen letzterem und der Einschätzung des Abhängigkeitspotentials, des Entstehungsrisikos von Krankheiten und der Wahrnehmung von Warnhinweisen in einer abschließenden Regression zeigt
Explaining returns of equity focused hedge funds through factor models
Die Diskretion von Informationen, vor allem für Aktienpräferenzen sowie deren Auswahlprozeduren, wird in der Hedge Fonds Branche geschätzt. Dennoch sind Hedge Fonds dazu verpflichtet, Einblicke in ihre Aktienportfolios in Form 13F Reports quartalsweise zu veröffentlichen. Meine Masterarbeit beschäftigt sich deshalb mit der Fragestellung, wie die Renditen von Hedge Fonds, im Hinblick auf die Generierung von Faktorprämien und abnormalen Renditen, zusammengesetzt sind. Hierzu wende ich Faktorenmodelle an, die die Zeitreihen- sowie Querschnittsdaten von 18 Hedge Fonds auswerten. Der Erhebungszeitraum umfasst die Zeitspanne von Januar 2003 bis Dezember 2019. Die Faktorauswahl bezieht sich auf Faktoren aus dem Carhart Vier-Faktoren Model und zusätzlich fünf weiteren Faktoren aus der jüngeren akademischen Forschung. Meine Ergebnisse zeigen, dass die Renditevariabilität der Hedge Fonds mit Hilfe meiner Faktorenmodelle zu einem hohen Teil erklärt werden kann. Mit Außnahme des Markt-Faktors, sind von insgesamt neun getesten Faktoren fünf Faktorladungen höchst signifikant, wovon widerum vier negativ sind. Die negativen Faktorladungen stellen die durchschnittliche Ausnutzung von Faktorprämien aus der jüngeren Forschung stark in Frage. Abgesehen von der niedrigen Renditeperformance von Faktorprämien während meines Untersuchungszeitraumes, kristallisiert sich die nicht-Faktor basierte Rendite als maßgeblicher Renditetreiber heraus. Zusätzlich finde ich mit Hilfe eines zwei-stufigen Regressionsansatzes zwei Variablen, die im Querschnitt zur abnormalen Rendite der Hedge Fonds beitragen.Hedge funds value the privacy of information, regarding their stock preferences and selection processes, greatly. However, they are obliged to disclose their equity holding reports in so-called Form 13F filings at each quarter end. This study explains the return composition of equity-focused hedge funds with respect to their factor premium exploitation as well as alpha generation. In this regard, I apply multifactor models in time- and cross-sectional regressions on a sample of 18 hedge funds, including four traditional as well as five novel factors. The data is retrieved from publicly avaiablabe Form 13F equity holding reports, comprising a sample period from January 2003 to December 2019. My results suggest that the applied multifactor models can explain hedge funds’ return variability to a large extent. Of overall nine tested factors in different models over the observed sample period, five factor betas show highly significant results from which four are negative. The negative factor betas reveal that the interest in the systematic exploitation of those factor premia is limited. Besides low factor performances on average over the last 17 years, alpha emerges as the main return driver between performance-based hedge fund portfolios. Lasty, conducting a two-stage regression approach, I find that two variables contribute to the explanation of alpha
Ariadnes Stimme
Basierend auf der Forschungsfrage „Wie entwickelte sich das Motiv der klagenden Ariadne von Catull zu Ovid und wie wird diese Stimme von Vargas Llosa interpretiert und umgesetzt?“ analysiert die vorliegende Arbeit die genannte Figur im Gedicht c.64 Catulls, in den Ovid-Texten Heroides X, Ars Amatoria 1.527-564 und Fasti 3.459-516 sowie im Roman Lituma en los Andes von Mario Vargas Llosa auf Grundlage der Narratologie von Gérard Genette. Als weitere Methoden wird die Intertextualitätstheorie nach Kristeva und die Rezeptionsästhetik nach Umberto Eco herangezogen.
Ariadne, die von ihrem Geliebten Theseus auf einer menschenleeren Insel zurückgelassen und von Dionysos gerettet wird, ist eine der prominentesten Heroinnen der griechischen Mythologie und war immer ein beliebtes Thema, nicht nur in der klassischen Antike, sondern während der kompletten westlichen Literaturgeschichte. Es wurde zum Stereotyp, sie klagen zu lassen, d.h. sie artikuliert ihre Gefühle in den Texten selbst – bei allen drei Autoren ist sie daher auch eine Erzählerin.
Schon Catull und Ovid behandelten Ariadne und ihre Stimme unterschiedlich: Catull verwendet in der berühmten Ekphrasis das Sprechen als einen Akt der Selbstbefreiung, während Ovids Ariadne zunächst zur konträren Schlussfolgerung kommt. Es zeigt sich, dass das Motiv der sprechenden Frau nicht automatisch dazu führt, dass eine emanzipierte Figur vorliegt, wie vor allem Heroides X beweist; es ist die Art, wie der Autor sie behandelt.
Vargas Llosa, der als postmoderner Schriftsteller auch postmodern die Mythen rezipierte, wählte eine gänzlich neue Interpretation der Figur, weil er eine moderne Rekontextualisierung der Fabel anstrebte. So konnte er seiner Adriana dieselbe Macht wie Dionysos geben, was in der Antike nicht so zu lesen ist, und ihr Sprechen ist keine Klage mehr, sondern neutrales Erzählen.Based on the scientific question „How did the motive of the lamenting Ariadne develop from Catullus to Ovid and how is her voice interpreted and implemented by Vargas Llosa”, the following thesis analyzes the mentioned character in the poem c.64 by Catullus, in the Ovidian texts Heroides X, Ars Amatoria 1.527-564 and Fasti 3.459-516 as well as in the novel Lituma en los Andes by Mario Vargas Llosa, based on the narratology of Gérard Genette. Other used methods are the theory of intertextuality by Kristeva and the reception theory by Umberto Eco.
Ariadne, who is left by her lover Theseus on a deserted island and saved by Dionysus, is one of the most prominent heroines of the Greek mythology and has always been a beloved topic, not only in classical antiquity, but in the whole of western literature history. Her laments became a stereotype, i.e., she articulates her own feelings in the texts– because of this, she appears as a narrator in the works of the three authors.
Yet, Catullus and Ovid treated Ariadne and her voice different: Catullus uses in the famous ecphrasis the speech as an act of self-liberation, while Ovid’s Ariadne first comes to the contrary conclusion. This shows that the motive of the talking woman does not automatically leads to the fact, that she is an emancipated figure, what especially Heroides X shows, it is the way the author thematizes her.
Vargas Llosa, whose reception of the myth as a postmodern writer is postmodern too, chose a completely new interpretation, because he aimed for a modern recontextualization of the fable. Thus, he could give his Adriana the same powers as Dionysus’, what cannot be read in ancient texts, und she is no longer the narrator of a lament, but a neutral one