University of Vienna

OTHES
Not a member yet
    39929 research outputs found

    Del hogar a mi hogar

    No full text
    Die Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen in Institutionen (Kinderheimen) wurde weltweit lange unreflektiert durchgeführt. Die dabei verfolgte Intention, die Grundrechte der Kinder, welche von ihren Familien verlassenen oder misshandelten wurden, wiederherzustellen, führte in den meisten Fällen abermals zur Verletzung derselben (z.B. Recht auf Familie, Recht auf Identität, etc.). In den letzten Jahren wurde diese Tatsache zunehmend problematisiert, was eine Veränderung des Fokus in Richtung Familienrückführung zur Folge hatte. Primäres Ziel ist dabei die Wiedervereinigung mit der Herkunftsfamilie. Ist dies nicht möglich (z.B. auf Grund des Ablebens oder der fortwährenden Alkoholkrankheit der Eltern), müssen alternative Möglichkeiten in Betracht gezogen werden, wie die Unterbringung bei Verwandten, Pflegefamilien oder Adoption. Ohne Zweifel befinden sich die täglich zu treffenden Entscheidungen der verantwortlichen Institutionen in einem mannigfaltigen Spannungsfeld, wodurch der Vollzug der Familienrückführung oftmals wiederum zu fatalen Situationen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen führt (erneuter Missbrauch durch die Erziehungsberechtigten bis hin zu Kinderhandel). In dieser Forschungsarbeit werden sowohl die Lebensrealitäten der betroffenen Kinder und ihrer Familien berücksichtigt als auch die Interessen und Paradigmen der staatlichen und privaten Institutionen, sowie ökonomische und gesetzliche Rahmenbedingungen (Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, bolivianische Verfassung und Gesetze). Außerdem wird die Einflussnahme internationaler Empfehlungen von Seiten des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, UNICEF berücksichtigt. Die Ergebnisse der Studie, basierend auf qualitativen Forschungsmethoden (Leitfadeninterviews), werden in die Theorie des Post-Developments eingebettet, auf einer Makroebene analysiert und anhand des Konzepts der Vulnerabilität beschrieben.The institutionalization of children and teenagers in residential facilities has been practiced for a long time without considering main aspects such as their right to live in a family, their right to have an identity, etc. so their situation has turn out a serious problem in the late years. The Bolivian state’s and NGO’s work approach has changed, their institutionalization was no longer encouraged, but their family reintegration process. When this process is not possible due to parents’ death, unbeknown residence, alcoholism, etc., then the reintegration process is promoted to their extended or substituted family. However, the organizations’ daily decisions involved with this work area are placed in a manifold area of tension as a result of which the execution of family reintegration often repeatedly leads to fatal situations for the children and adolescents concerned (recurred abuse by the legal guardians up to child trafficking). In this study, I address children’s and teenagers’ realities and their families, the interests and paradigms of the State and public and private organizations, the work area budget, the legal context (Convention on the Rights of the Child, national laws e.g. Law 548), and the recommendations and the international influence on the Bolivian context (trough UNICEF – United Nations Children’s Fund) The results of the study, based on qualitative research methods (guided interviews), are embedded in the theory of post-development, analyzed on a macro level and described using the concept of vulnerability

    Frauen im Wirkungsbereich heilpädagogischer Anstalten des 19. Jahrhunderts

    No full text
    In der hier vorliegenden Masterarbeit wurde der Frage nachgegangen, in welchem Umfang Frauen innerhalb heilpädagogischer Anstalten des 19. Jahrhunderts wirken konnten, welche Funktionen sie dabei einnahmen und welchen Einfluss sie damit auf die Entwicklung der Heilpädagogik hatten. Mithilfe der Quellenkritik, sowie der Quellenanalyse und der Hermeneutik wurden Hypothesen gebildet, welche ihren Ursprung in gesellschaftlichen Normvorstellungen des 19. Jahrhunderts hatten. Diese Hypothesen wurden durch die Analyse des Quellmaterials auf ihren heilpädagogischen Aspekt hin untersucht und überprüft. So war es möglich gesellschaftliche von heilpädagogischen Funktionen zu separieren. Die Überprüfung der Hypothesen ergab, dass Frauen innerhalb der heilpädagogischen Einrichtung eben jene Funktionen einnahmen, die sie aufgrund gesellschaftlichen Sitten- und Moralvorstellungen auch innerhalb eines familiären Gefüges einnehmen würden. Aus heilpädagogischer Perspektive ergab sich, dass Frauen, ausführende Organe heilpädagogischer Maßnahmensetzung waren. Zudem waren sie für die ihnen anvertrauten Kinder, Bezugspersonen, denen es möglich war über eine Beziehungsebene im Sinne der heilpädagogischen Konzepte der Anstalten heilpädagogisch zu wirken

    Die "soziale Bedeutung" der Variation der deutschen Sprache im Generationenvergleich im Innviertel

    No full text
    In dieser Master-Arbeit werden ausgewählte Aspekte der „sozialen Bedeutung“ der Hetero-genität bzw. Variation der deutschen Sprache untersucht. Diesbezüglich wird die emische Dimension, d. h. die subjektive Perspektive von jeweils zwei Sprecher*innen aus der älteren Generation (Altersgruppe 60+) und der jüngeren Generation (Altersgruppe 18-30) im ruralen oberösterreichischen Innviertel, ausgelotet. Die gewonnenen Ergebnisse werden im Genera-tionenvergleich miteinander in Bezug gesetzt. Den theoretischen Rahmen dieser Arbeit bilden die soziolinguistischen Paradigmen der Sprachwahrnehmungs- und Spracheinstellungsforschung, sowie der Sprachbiographie- und „Spracherlebens“-Forschung. Die zentralen Forschungsfragen dieser Arbeit beziehen sich auf die den Gewährspersonen im Bewusstsein stehenden Konzepte und Bezeichnungen für die verschiedenen Erscheinungs-formen bzw. Varietäten der deutschen Sprache. Dabei soll insbesondere beantwortet werden, welche Parallelen und Unterschiede sich im Generationenvergleich hinsichtlich der „sozia-len Bedeutung“ dieser Sprachformen, also dem Stigma, dem Prestige, dem kommunikativen und identitätskonstituierenden Potenzial oder auch der Zuschreibung von Normativität oder Grammatikalität, feststellen lassen. Im Rahmen der zur Beantwortung dieser Forschungsfra-gen durchgeführten Empirie werden qualitative Methoden – sprachbiographisch akzentuier-te, narrative Interviews sowie eine qualitativ-inhaltsanalytische Auswertung nach Mayring – angewandt. Die Ergebnisse zeigen im Generationenvergleich Parallelen hinsichtlich eines bivarietären Konzeptes der Variation des Deutschen („Dialekt“ und „Hocheutsch“). Ebenfalls zeigt sich, dass die Zuschreibung von Stigma und Prestige in Bezug auf den „Dialekt“ und das „Hoch-deutsche“ kontextabhängig ist. Unterschiede zeigen sich hinsichtlich der räumlichen Dimen-sionierung des „Dialekts“ und seiner Bezeichnungen, ebenso in der Einstellung zum situativ angemessenen und normgerechten – mündlichen sowie schriftlichen – Sprachgebrauch. Die erhobenen Daten reflektieren Unterschiede hinsichtlich der Ausprägungen puristischer und kulturpessimistischer Einstellungen in Bezug auf die deutsche Sprache im Allgemeinen und den „Dialekt“ im Besonderen

    Ethics and time travel - ethics of ambiguity in "Doctor Who"

    No full text
    Geschichten über das Thema der Zeitreise experimentieren nicht nur mit den physikalischen Regeln der Zeit, sondern beschäftigen sich auch mit Fragen der Ethik und Moral in Verbindung mit der Zeitreise. Die meisten Zeitreisenarrative beschreiben das Vorkommen von Zeitparadoxon und diskutieren somit die Frage, was bei einer Missachtung der linearen Richtung von Zeit geschehen kann. Die vorliegende Arbeit nimmt diese Thematik als Basis und befasst sich mit der britischen Science Fiction TV-Serie „Doctor Who“, welche durch die speziellen Regeln, die in ihrem Serienspezifischen Universum herrschen, einen Weg gefunden hat die Entstehung von Paradoxen größtenteils zu vermeiden. Diese Regeln regulieren die Möglichkeit der Zeitreise mit nur wenigen Einschränkungen. Ein Verstoß gegen eben diese Einschränkungen führt allerdings zu katastrophalen Situationen, welche der Protagonist der Serie, der Doktor, mit moralisch fragwürdigen Taten auflösen muss, um die Integrität der Zeit wiederherzustellen. Ausgehend von einer Verbindung zwischen Zeitreise und Ethik widmet sich die vorliegende Arbeit somit der Beantwortung der Frage, ob die Fähigkeiten des Doktors zur Zeitreise Einfluss auf seine ethischen Konzepte haben. Es wird argumentiert, dass sich die Verhaltensweise des Doktors (speziell die des Elften Doktors) an einer Moraltheorie geformt durch Ambiguität orientiert, welche durch seine Fähigkeiten und relative Freiheit in Bezug zur Möglichkeit der Zeitreise geprägt ist. Diese „Ethik der Ambiguität“ begründet auf einer existenzialistischen Moraltheorie, und dient dazu, die Ambiguität des Verhaltens des Doktors nicht nur beschreiben, sondern auch zu reflektieren, und so eine Vernetzung zwischen Ethik und der Fähigkeit des Doktors durch die Zeit zu reisen aufzuzeigen.Time travel narratives experiment not only with the physical reality and philosophical conception of time, but also with ethicality in connection to time travel. Most do so through the creation of stories which effectively represent thought experiments on the matter of paradoxes, trying to pose and answer questions on what could happen when the direction of time is violated. Inspired by this subject matter, this thesis focuses on “Doctor Who”, a time travel narrative that has found a way of avoiding such paradoxes. The universe of “Doctor Who” only has few restrictions concerning the rules of time travel, but their violation can still lead to the creation of paradoxes which can threaten the integrity of time and space. The main protagonist of the series, the Doctor, has to solve these paradoxes, often by means of morally questionable actions. Focusing on the possible connection of time travel and ethics, this thesis poses the question of how the Doctor’s time travel abilities influence the Doctor’s ethical concepts in focusing on the evaluation of the ethical conduct of a specific incarnation of the Doctor (the Eleventh Doctor). This thesis argues that the Doctor, due to his relative freedom with regards to time travel, follows an ethics of ambiguity, which forms a combination of various existing ethical theories and is designed to describe and reflect the ethical ambiguity of the Doctor’s behaviour as it is influenced through time travel

    Development aid - secret marionette of neo-colonialism?

    No full text
    Diese Arbeit dient der Analyse des möglichen Missbrauchs von Entwicklungshilfe/ -zusammenarbeit für neokoloniale Zwecke, welche am Beispiel der U.S.A. in Laos während des Zweiten Indochina Kriegs erfolgt. Die U.S.A. haben im Krieg Laos als eine Art Pufferzone missbraucht, zwischen dem kapitalistischen und dem kommunistischen Block. Da Laos ab 1962 aufgrund der Neutralitätserklärung nicht mehr von fremden Truppen unterstützt werden durfte, umgingen die U.S.A. das Abkommen und die Genfer Konventionen mit vorgetäuschter Entwicklungshilfe. Dieser Missbrauch reichte von Tarnidentitäten für U.S. Soldaten als Entwicklungshelfer, über Waffen- und Opiumschmuggel bis hin zu Reislieferungen im Austausch gegen Kindersoldaten. Der Umgang der U.S.A. mit Laos und dessen Bevölkerung wird mit Beispielen aus der Kolonialzeit abgeglichen und mit Beispielen aus der älteren bis jüngsten Vergangenheit der U.S.A., welche die Evolution der einstigen britischen Kolonie zur Neokolonialmacht zeigen. Laut Nkrumah ist ein wichtiger Punkt im Neokolonialismus die fehlende Rechenschaft. Im Beispiel U.S.A. – Laos zeigt sich diese unter anderem darin, dass sich die U.S.A. für die Kriegsschäden an Boden und Menschen nicht ausreichend verantworten und auch andere Hilfsprojekte eher in tiefere Abhängigkeit als in Selbstbestimmtheit führen.This thesis analyses the possible misuse of development aid/ assistance for neo-colonial purposes, specifically in the case of the U.S.A. in Laos during the Second Indochina War. The U.S. abused Laos during war by using the country as a buffer zone between the capitalist and communist bloc. Because of Laos' declaration of neutrality in 1962, any foreign military intervention was forbidden. For the U.S., development aid/ assistance was the only way of intervening in Laos without violating the Geneva Conventions. From 1962-1975, a huge campaign was released under the disguise of development aid: U.S. soldiers were camouflaged as development aid workers who trained soldiers or distributed rice but not without demanding child soldiers in return. The U.S.'s approach in Laos will be compared both to examples of colonial history and U.S. history. According to Nkrumah a major point of neo-colonialism is the lack of responsibility. In the U.S. – Laos case this is proven in not taking serious responsibility for war damages neither on soil, nor on humans. Also, that many of the USAID projects in Laos make Laos more dependent on the U.S. instead of installing an independent nation underlines the lack of the U.S.'s responsibility

    Identity politics and Taiwan-Japan relations

    No full text
    Seit der Besiedlung der Kuomintang in Taiwan um 1949 grenzen die beiden normativen Achsen Japans und Chinas taiwanesische Vorstellung von Nationalität ab. Die Kuomintangs und die regierende Demokratische Fortschrittspartei Haltung in der Frage der Identität Taiwans, ihr kollektives historisches Gedächtnis und ihre Wahrnehmung von Japan, unterscheiden sich erheblich aufgrund der ethnischen Kluft zwischen einheimischen Taiwanesen und Festlandlern. Aufgrund der gemeinsamen Geschichte beider Staaten, der gegenseitigen Einflüsse sowie der räumlichen Nähe, ist die Analyse der Beziehungen zwischen Japan und Taiwan ein repräsentativer Fall für das Verständnis der Identitätspolitik. Mit der Verwendung ausgewählter Ereignisse verwendet diese Masterarbeit Othering-Analyse- und Diskursverlaufsansatz (DHA), um zu beurteilen, wie sich die Konstruktionen von Selbst und Anderen im Laufe der Zeit im offiziellen Diskurs in Taiwan und Japan über ihre bilateralen Beziehungen verändert haben. Die Ergebnisse zeigen, dass die Verschiebung der positiven und negativen Gestaltung des Anderen weitgehend vom Kontext des Ereignisses und den diskursiven Themen abhängt. Taiwans Beitrag nach dem Erdbeben von Tōhoku im Jahr 2011 war ein Durchbruch in den Beziehungen zwischen Japan und Taiwan und führte zu positiven Darstellungen des Anderen in beiden Ländern. Auf der anderen Seite führte der Okinotorishima-Zwischenfall zu einer sehr starken Reaktion der Regierung der Kuomintang, die Japans Bild negativ beeinflusste. Das wichtigste Problem, das derzeit Japans "Othering of Taiwan" betrifft, ist das anhaltende Lebensmittel Importverbot Taiwans, das auch Taiwans Bemühungen um den Beitritt zum von Japan geführten umfassenden und fortschrittlichen Abkommen über die transpazifische Partnerschaft verzögert.Since the Kuomintang’s settlement in Taiwan around 1949, the two normative axes of Japan and China delimitate Taiwan’s imagination of nationhood. The Kuomintang’s and the ruling Democratic Progressive Party’s stance on the issue of Taiwan’s identity, their collective historical memory and their perception of Japan differ significantly due to the ethnic divide between native Taiwanese and Mainlanders. Because of the both states’ shared history, mutual influences, as well as the spatial proximity, the analysis of Japan-Taiwan relations stands as a representative case for understanding the identity politics. Simultaneously, a research puzzle was identified in terms of nonsufficient research concerning Japan-Taiwan relations that applied discourse analytical approach. Focusing on selected events, this thesis uses the Othering analysis and discourse historical approach (DHA) to assess how the constructions of Self and Other changed over time in the official discourse in Taiwan and Japan regarding their bilateral relations. The findings show that the shift in positive and negative framing of the Other depend largely on the context of the event and the discursive topics. Taiwan’s contributions after the Tōhoku earthquake in 2011 was a breakthrough in Japan-Taiwan relations, and resulted in positive representations of the Other in both countries. On the other hand, the Okinotorishima Incident resulted in a very strong reaction of the Kuomintang’s government which Othered Japan negatively. The most important issue currently affecting Japan’s Othering of Taiwan is the ongoing Taiwan’s food import ban which also stalls Taiwan’s efforts to join Japan-led Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership

    Familie auf der Überholspur?

    No full text
    Das Gefühl, keine Zeit zu haben, gehört zum Familienalltag dazu. Trotz der vielfältigen neuen Möglichkeiten, die durch die Beschleunigung bzw. Optimierung der Mobilität oder von Produktions- und Kommunikationsprozessen entstanden sind, erleben Familien der Spätmoderne dieses Zeit-Paradoxon. Zu erforschen, wie technische und soziale Beschleunigung den heutigen Familienalltag beeinflussen und um das zuvor genannte Paradoxon zu ergründen, ist das Ziel dieser Arbeit. Es gilt unter anderem, die von den Familienmitgliedern subjektiv empfundene Zeitknappheit und Fremdbestimmtheit genauer zu beleuchten. Die Forschungsfragen lauten: Welche Auswirkungen hat die Beschleunigung auf die spätmoderne Familie? Wie wird die Beschleunigung in der spätmodernen Familie erlebt? In dieser Arbeit wird auf die Theorien Hartmut Rosas Bezug genommen und der aktuelle Forschungsstand zur Auswirkung der Beschleunigung auf die postmoderne Familie genauer erläutert. Im empirischen Teil wird eine Untersuchung auf Grundlage des problemzentrierten Interviews (Witzel, 2000) durchgeführt, wobei neun Eltern unterschiedlicher Familienkonstellationen in einer Stichprobe befragt und deren Aussagen mittels Themenanalyse (Froschauer und Lueger, 2020) interpretiert werden. Schließlich werden die Ergebnisse detailliert dargestellt, die Forschungsfragen beantwortet und in den Forschungsstand eingeordnet. Daraufhin wird auf die Beschränkungen dieser Arbeit hingewiesen und ein Ausblick auf mögliche zukünftige Forschung erstellt. Die Ergebnisse meiner Forschungsarbeit zeigen, dass das Familienleben maßgeblich durch die Beschleunigung beeinflusst wird und dass die eingeschränkte Familienzeit einer Strukturierung bedarf, um den Herausforderungen des Alltags gerecht zu werden, was besonders stark die neueren Familienformen wie Patchwork- oder Regenbogenfamilien, aber auch Familien Alleinerziehender, betrifft. Eltern-Kind-Zeit wird knapper, wenn die Mutter berufstätig ist. Termindruck und Leistungsdruck sowie die gesellschaftlichen Erwartungen können zur Überforderung von Eltern und Kindern führen. Deshalb versuchen Eltern künstliche Zeitfenster zu schaffen, um zusätzliche Familienzeit zu gewinnen, aber auch Zeit für sich selber zu finden

    Wohnungspräferenzen und der Einfluss von internen Wohnungseigenschaften auf die Mietentscheidung

    No full text
    Die Stadt Wien ist eine der am stärksten wachsenden Städte Europas. Der starke Anstieg der Bevölkerung der Stadt Wien beruht auf der anhaltenden Migration aus dem Ausland sowie der gesellschaftlichen Veränderung der Urbanisierung. Der dauerhafte Anstieg der Bewohnerzahlen hat einen konstant bestehenden Nachfrageüberhang auf dem Wiener Wohnungsmarkt sowie einen sich verstärkenden Wohnungsmangel zur Folge. Der daraus resultierende steigende Bedarf zeigt sich in Form einer erhöhten Wohnkostenbelastung der Wiener Mieter*innen, einem erhöhten Verwertungsdruck auch in günstigeren und unattraktiveren Lagen sowie einem im Vergleich zum restlichen Österreich überproportional hohen Anteil an überbelegten Wohnungen. Neben der durch den Wohnungsmangel bedingten Reduktion der Haushaltsgrößen kommt es in der Stadt Wien auch zu einem Anstieg der Einpersonenhaushalte durch sich veränderte Lebensformen sowie den Demographischen Wandel. Die Motivation für die Durchführung einer Präferenzmessung der Mieter*innen des Wiener Wohnungsmarktes in Bezug auf die internen Eigenschaften von auf Einpersonenhaushalte ausgerichteten Wohnungen basiert auf einer nach Möglichkeit präferenzkonformen Umsetzung von Nachverdichtungs- und Neubauprojekten in der Stadt Wien. Während nämlich der Preis sowie die Größe der neu zu errichtenden Wohnungen immer stärker durch den bestehenden Nachfrageüberhang diktiert werden, ist eine freie Gestaltung des Inneren der Wohnungen noch möglich. Zu diesem Zweck erfolgte die Abfrage der Präferenzen der Wiener Mieter*innen in Form einer online basierten Adaptiven-Conjoint-Analyse (ACA). Die Auswahl der zu untersuchenden Merkmale wurde zuvor in einer Vorstudie mit Hilfe einer Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt. Auf den Ergebnissen der ACA aufbauend kam es zur Bestimmung des Einflusses der internen Eigenschaften im Zuge der Mietentscheidung sowie der Präferenzen der Mieter*innen. Eine weitere Fragestellung befasste sich mit der Möglichkeit der Segmentierung der Mieter*innen des Wiener Wohnungsmarktes auf Grundlage der gemessenen Präferenzen. Mithilfe einer Clusteranalyse konnten vier unterschiedliche Mietersegmente identifiziert werden – Ruhelagenmieter, Bauplanmieter, Helligkeitsmieter sowie Interior Designer.The city of Vienna is one of the fastest growing cities in Europe. The strong growth of the population of the city of Vienna is based on the continuing migration from abroad as well as the social changes of urbanization. The continuing grow in the number of inhabitants has resulted in a permanent excess of demand on the Viennese housing market as well as an increasing shortage of housing. The resulting rising demand is reflected in the form of an enlarging housing cost burden on Vienna's tenants, growing pressure to create new apartments even in cheaper and less attractive locations, and a disproportionately high share of overcrowded apartments compared to the rest of Austria. In addition to the reduction in household size due to the housing shortage, the number of single-person households in the city of Vienna is also on the rise due to changing lifestyles and demographic change. The motivation for conducting a preference measurement of tenants in the Viennese housing market with regard to the internal characteristics of apartments geared to single-person households is based on the implementation of redensification and new construction projects in the City of Vienna, if possible in line with preferences. While the price and size of new apartments are increasingly dictated by the existing excess demand, the interior of the apartments can still be freely designed. For this purpose, the preferences of the Viennese tenants were surveyed in the form of an online-based adaptive conjoint analysis (ACA). Beforehand, the selection of the characteristics to be examined was carried out within a preliminary study with the help of a content analysis according to Mayring. Using the results of the ACA as a basis, the influence of internal characteristics during the rental decision as well as the preferences of the tenants regarding these characteristics were determined. A further question was the feasibility of segmenting the tenants of the Viennese housing market based on the measured preferences. Using a cluster analysis, four different tenant segments were identified - quiet tenants, blueprint tenants, brightness tenants and interior designers

    Die Wirkung von semi-professionellem Chorsingen auf die Stimmung bei gesunden Jugendlichen in Abhängigkeit von Auftritten und Auftrittsangst

    No full text
    Hintergrund: Einige Forschungen belegen eine Stimmungsverbesserung durch Chorsingen. Eine aktuelle Längsschnittstudie beobachtet erstmalig einen wellenförmigen Verlauf der Stimmungsveränderung über Chorsessions, bedingt durch Auftritte, hinweg. Folglich ist das Ziel der vorliegenden Arbeit die Untersuchung der Wirkung von semi-professionellem Chorsingen auf die Stimmung von vor zu nach den Chorproben bei gesunden Jugendlichen in Abhängigkeit von Auftrittszeitpunkten sowie dem subjektiven Auftrittsangstlevel. Methode: Eine naturalistische, längsschnittliche Pilotstudie mit Prä-Post-Design wurde an 21 deutschsprachigen gesunden Jugendlichen eines semi-professionellen Chores durchgeführt. Zu Beginn wurde Auftrittsangstlevel mittels eines modifizierten STAI-T und jeweils vor und nach jeder der 14 Chorproben wurden Stimmungsvalenz, Aktivierungsgrad sowie Innere Ruhe via des MDBF erhoben. Die Auftrittszeitpunkte wurden nach jeder Chorprobe anhand eines halb-offenen Antwortformates erfragt. Ergebnisse: Die Jugendlichen zeigen in dem Prä-Post-Vergleich tendenziell eine bessere Stimmungsvalenz, mehr Aktivierung und mehr innere Ruhe nach dem Chorsingen. Allerdings sind die Jugendlichen im Laufe der Chorproben von vor zu nach dem Chorsingen signifikant weniger aktiviert, etwas weniger gut gelaunt und etwas weniger innerlich ruhig. Die Stimmungsveränderungen dieser drei Dimensionen zeigen lediglich einen Anstieg zwischen der Chorprobe vor dem ersten Auftritt zu der danach sowie eine Abnahme dessen bezüglich des zweiten Auftrittes. Es wurden keine Unterschiede in den Stimmungsveränderungen vor den Auftritten zwischen niedrig- und hochängstlichen Jugendlichen deutlich. Schlussfolgerung: In dieser Stichprobe zeigen die Stimmungsdimensionen keine eindeutigen Verbesserungen von vor zu nach dem Chorsingen und die Veränderungen sind nicht abhängig von Auftrittszeitpunkten und Auftrittsangst. Gesundheitspsychologische Folgestudien sollten die positiven Tendenzen und angedeuteten Muster mit einer größeren Stichprobe untersuchen und ebenso die Stimmung direkt vor und nach den Auftritten erheben. Dieses Wissen könnte als Basis zur Implementierung stimmungsverbessernder Chorintervention in der Praxis genutzt werden.Background: Some research demonstrates mood improvement through choral singing. A recent longitudinal study observes for the first time a wave-like progression of mood change across choral sessions depending on performances. The purpose of the present study is to research the effect of semi-professional choral singing on mood from before to after choir rehearsals in healthy adolescents relative to the influence of the timing of the performance as well as subjective performance anxiety level. Methods: A naturalistic longitudinal pilot study with a pre-post design was conducted in 21 German-speaking healthy adolescents of a semi-professional choir. First, performance anxiety level was assessed using a modified STAI-T. Before and after each of the 14 choir rehearsals, valence of mood, degree of energetic arousal, and of inner calmness were assessed via the MDBF. Timing of the performances was asked after each choir rehearsal using a semi-open response format. Results: Adolescents tended to show better mood valence, more activation, and more inner calmness after choral singing in the pre-post comparison. However, over the course of choir rehearsal from pre- to post-choir singing, adolescents are significantly less activated, slightly less in good mood, and slightly less calm. The mood changes regarding these three dimensions show only an increase between the choir rehearsal before the first performance to the one after as well as a decrease of this with respect to the second performance. No differences in mood changes before the performances between low-anxious and high-anxious adolescents became clear. Conclusion: In this sample, the mood dimensions do not show clear improvements from before to after choral singing and the changes are not dependent on performance timing and performance anxiety. Further health psychology studies should examine the positive trends and suggested patterns with a larger sample, surveying mood also immediately before and after performances. This knowledge could be used as a basis for implementing mood-improving choral interventions in practice

    17,199

    full texts

    39,929

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    OTHES is based in Austria
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇