University of Vienna

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    (Fast) Fashion goes Green

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    Die Bekleidungsindustrie zählt du den größten Umweltsündern weltweit. Während die Nachfrage in den letzten Jahrzehnten weiter anstieg, zeichnet sich parallel dazu ein wachsendes Nachhaltigkeitsbewusstsein in der Gesellschaft ab. Fast-Fashion-Unternehmen bieten vermehrt vermeintlich nachhaltige Kollektionen an, die häufig durch gezielte Greenwashing Claims vermarktet werden und eine Alternative zu konventionellen Produktlinien bieten sollen. Fair-Fashion-Unternehmen bedienen weiterhin nur einen Nischenmarkt. Influencer Marketing hat sich derweil zu einer der wichtigsten Disziplinen der strategischen Unternehmenskommunikation entwickelt. Social Influencer gelten mittlerweile als mächtigste Kraft der Modeindustrie. Ziel der Forschungsarbeit war es, festzustellen, inwieweit Influencer die Wahrnehmung zu gesponserten grünen bzw. Greenwashing Beiträgen von Fair- und Fast- Fashion-Unternehmen beeinflussen und welche Rolle dabei intervenierende Faktoren auf VerbraucherInnen-Ebene wie individuelles Nachhaltigkeitsbewusstsein, Nachhaltigkeitswissen oder Modeaffinität spielen. Im Zuge einer im 2x2-Design konzipierten Experimentalstudie, deren Quotensampling sich aus 166 Instagram-Nutzerinnen aus Österreich und Deutschland zusammensetzte, konnte die Wahrnehmung von einer fiktionalen Social Influencerin in vier Stimulus-Variationen näher erforscht werden. Die Kern-Erkenntnisse, die sich aus der Datenanalyse des Online-Survey-Experiments herauskristallisierten, zeigen, dass eine wahrgenommene Konsistenz im Gesamtbild der Influencer einen positiven Einfluss auf die Bewertung der gesponserten Beiträge allgemein hat. Die wahrgenommene Konsistenz beinflusst das Erkennen von Greenwashing Beiträgen jedoch negativ. Nachhaltigkeitsbewusste Userinnen erkannten Greenwashing in den gesponserten Beiträgen von Fast-Fashion- Unternehmen eher, als jene, die sich weniger um Nachhaltigkeit sorgen. Da mehr als die Hälfte der Befragten kein nachhaltiges Modeunternehmen nennen konnte, besteht weiterhin Handlungsbedarf sowohl für Forschung, als auch für PraktikerInnen, um mehr Sensibilität und Transparenz zur Thematik zu schaffen. Dies könnte durch eine Neudefinition der Fashion Supply Chain im Hinblick auf Nachhaltigkeit umgesetzt werden und zum anderen durch eine weltweit zugängliche Online-Plattform, in welcher der Grad der Nachhaltigkeit eines Modeunternehmens einfach und zuverlässig geprüft werden kann.The apparel industry is one of the biggest polluters in the world. While demand has continued to rise in recent decades, society's awareness of sustainability is growing as well. Fast-fashion companies are increasingly offering supposedly sustainable collections, often marketed through greenwashing claims and intended to offer an alternative to conventional product lines. Fair fashion companies continue to serve only a niche market. Influencer marketing, meanwhile, has developed into one of the most important disciplines in strategic corporate communications. Social influencers are now considered the most powerful force in the fashion industry. The aim of this research work was to determine the extent to which influencers influence the perception of sponsored green content or greenwashing content by fair fashion companies and fast fashion companies and what role intervening factors at the consumer level such as individual sustainability awareness, sustainability knowledge or fashion affinity play in this. In the course of an experimental study conceived in a 2x2 design with a quota sampling consisting of 166 female Instagram users from Austria and Germany, the perception of a fictional social influencer in four stimulus variations could be investigated in more detail. The core findings, which emerged from the data analysis of the online survey experiment, show that a perceived consistency in the overall picture of the influencer has a positive influence on the evaluation of the sponsored content in general. However, perceived consistency has a negative impact on the recognition of greenwashing contents. Sustainability-conscious users were more likely to recognise greenwashing in the sponsored content of fast fashion companies than those who were less concerned about sustainability. As more than half of the respondents could not name any sustainable fashion company, there is still a need for action both for research and for practitioners to create more sensitivity and transparency on the topic. This could be implemented by redefining the fashion supply chain in terms of sustainability and by providing a globally accessible online platform where the degree of sustainability of a fashion company can be easily and reliably checked

    Investigation of the phase transition from low- to high chalcocite in nanorods using High-Dimensional Neural Network Potentials

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    Kupfer(I)-sulfid ist ein häufig untersuchtes Material, das für potenzielle Anwendungen in Solarzellen erforscht wird. Es hat einen fest-fest Phasenübergang, bei dem die Schwefelatome im festen Zustand verweilen, während die Kupferatome innerhalb des Schwefelgitters mobil werden. Der Mechanismus des Phasenübergangs wird mit MD Simulationen von Nanokristallen untersucht. Dafür wird ein High-Dimensional Neural Network Potenial (HDNNP, ein machine learning Algorithmus) entwickelt – aufbauend auf einem bereits vorhandenem HDNNP für das Material unter periodischen Randbedingungen – das die Simulationen mit ab initio Genauigkeit durchführt. Das HDNNP berechnet Kräfte und Energien sehr viel schneller als reguläre ab initio Methoden und kann daher für große und lange Simulationen verwendet werden. Mit dem HDNNP werden Simulationen von Nanokristallen, unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses der Oberfläche, durchgeführt. Es wird entdeckt, dass sich sowohl die Diffusion der Kupferatome, als auch die lokalen Umgebungen der Atome (radiale Verteilungsfunktionen) nur minimal in Oberflächennähe ändern, es aber zu sehr viel stärkeren Änderungen dieser Größen im Zentrum des Materials kommt. Es wird weiter entdeckt, dass die Energie / Atom Änderung für den Phasenübergang für Kristalle mit prozentual mehr Atomen in Oberflächennähe sinkt, und das der Phasenübergang auch in umgekehrte Richtung simuliert werden kann. Bei Letzterem stellt sich heraus, dass alle entdeckten Veränderungen im umgekehrten Phasenübergang genau rückgängig gemacht werden. Zuletzt zeigt sich, dass es beim Phasenübergang zu einer systematischen Änderung im Trägheitstensor kommt, die so interpretiert werden kann, dass die Homogenität der Massendichte während der Transformation steigt.Copper(I) sulfide has been studied for possible applications in photo voltaic cells. It exhibits a solid-solid phase transition, in which the sulfur atoms remain on a rigid lattice, but the copper atoms gain high mobility. An accurate High-Dimensional Neural Network Potential (a machine learning algorithm) is developed, based on a previous HDNNP for bulk chalcocite, that is capable of MD simulations of nano crystals with ab initio quality with a low fraction of the usual computational cost. This potential is used to drive simulations of nano crystals, with a particular focus on the influence of the surface on the material. The simulations show that the diffusion of copper atoms and the local environments of atoms (quantified by the radial distribution functions) change only marginally close to the surface compared to atoms far removed from the surface. Similarly, crystals with a higher fraction of atoms at the surface / atoms far away from the surface show a lower potential energy step / atom. Furthermore, it is discovered that the reverse phase transition can also be simulated and that all changes precisely reverse. A less related discovery is a systematic change in the inertia tensor that can be interpreted as an increase in the homogeneity of the mass-density

    Impact of activin A on the progression of small cell lung cancer?

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    Hintergrund: Das kleinzellige Lungenkarzinom (SCLC), das von neuroendokrinen Zellen in der Lunge ausgeht und in etwa 10-15% aller Fälle von Lungenkrebs ausmacht, ist charakterisiert durch schnelles Zellwachstum, frühe Bildung von lokalen Metastasen sowie Fernmetastasen und zunächst gutes Ansprechen auf Chemo- oder Radiotherapie. Activine, Mitglieder der TGF-β Familie von Wachstumsfaktoren, spielen eine wichtige Rolle für Zellwachstum, Zelltod, Wundheilung und im Verlauf von Entzündungen. Insbesondere Activin A, einem aus zwei βA-Ketten bestehenden Zytokin, wurde eine wichtige Rolle für die Entstehung und Progression verschiedener Tumorerkrankungen zugeschrieben. Über den Einfluss von Activin A auf die Aggressivität des kleinzelligen Lungenkarzinoms lagen bisher jedoch keine Daten vor. In Plasmaproben von Patienten mit SCLC konnte unsere Gruppe mittels ELISA Messungen erhöhte Activin A Konzentrationen feststellen. Speziell jene Patienten, die bereits Metastasen entwickelt hatten, wiesen erhöhte Werte von Activin A auf. Ziel der vorliegenden Arbeit war die Klärung, ob Activin A, wie in anderen Tumorarten, einen Einfluss auf die malignen Eigenschaften von Zellen des kleinzelligen Lungenkarzinoms hat. Materialien und Methoden: Mittels retroviraler Transduktion wurde von der Zelllinie GLC4 eine stabile Tochterzelllinie mit ektopischer Überexpression von Activin A generiert. Des Weiteren wurde die Zelllinie CRL-2066 für Behandlungen mit rekombinantem Activin A genutzt. Die Expression von Activin A, Activin A Rezeptoren und dem Activin A Antagonisten Follistatin wurde mittels qRT-PCR untersucht. Zellwachstum, Viabilität und Zellzyklus wurden durch Klonogenizitäts-, Wachstums und MTT-Tests sowie mittels Durchflusszytometrie ermittelt. Zusätzlich wurden weitere Tests, welche zur Metastasierung beitragen, durchgeführt. Zellmigration wurde durch Transwell Assays ermittelt. Um die Ausbreitung von Tumorzellen in Blut- bzw. Lymphgefäßen zu untersuchen, wurde ein in-vitro Ko-Kultur-Testsystem, das aus einem Zellrasen von Endothelzellen und Tumorzellspheroiden besteht, verwendet. Phosphorylierung von Smad2 wurde anhand von Immunoblots mit phosphospezifischen Antikörpern analysiert. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass Activin A keinen signifikanten Einfluss auf das Zellwachstum, die Viabilität, das Migrationsverhalten oder den Zellzyklus der untersuchten Zelllinien des kleinzelligen Lungenkarzinoms hat. Activin A führte einerseits zu vermindeter Invasivität und transendothelialer Migration, andererseits zu erhöhtem Wachstum im Soft-Agar. Phospho-Smad2 konnte nur nach ektopischer Überexpression von Activin A, aber nicht in Zellen mit endogener Activin Expression nachgewiesen werden. Schlussfolgerung: Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass Activin A keinen Einfluss auf das Wachstum von kleinzelligen Lungenkarzinomzellen hat, jedoch Zelleigenschaften beeinflusst, die an der Bildung von Metastasen beteiligt sein könnten. Die Quelle der erhöhten Activin A Plasmawerte von Patienten mit kleinzelligem Lungenkarzinom bedarf noch weiterer Untersuchungen.Background: Small cell lung cancer (SCLC) that originates from neuroendocrine-cell precursors in the lung is characterized by rapid growth, a highly aggressive disease course, initially high response rates to chemo- and radiotherapy and early development of local and distant metastasis. Activins, cytokines of the TGF-β family of growth and differentiation factors, play an important role in growth, inflammation, cell death and wound healing. Specifically, activin A, the dimer of two βA subunits, has been described to impact on malignant growth in different types of solid tumors. So far, however, there was little information about activin A in SCLC. Initial studies in our group had found elevated levels of activin A in an extended collection of blood samples in SCLC patients, especially in those with metastatic disease, that were determined using a commercially available ELISA assay. These data suggest that activin A is associated with - and in line with the known functions in other malignancies could contribute to - the aggressiveness of SCLC. Aim of this thesis was to clarify the impact of activin A on the malignant growth and aggressive behavior of SCLC cells. Materials and Methods: To study effects of high activin A expression, a transgenic cell line with stable overexpression of activin A was generated from the SCLC cell line GLC4 via retroviral transduction. The cell line CRL-2066 was used for treatment with recombinant activin A. The expression levels of endogenous activin A, activin receptors and the activin A antagonist follistatin were determined in a panel of 9 SCLC cell lines by qRT-PCR. For characterizing cell proliferation, viability and cell cycle distribution upon an elevated level of activin A, clonogenicity, growth and MTT- assays as well as flow cytometry of propidium iodide stained cells were performed. In addition, mechanisms underlying metastasis were investigated. To analyze transendothelial migration, endothelial cells stably overexpressing mCherry were used and tumor cells were transiently transfected with GFP and immediately treated with activin A after seeding. Invasion through a layer of collagen was tested by transwell invasion assays. Anchorage-independent growth was measured by performing a soft agar colony formation assay. For investigating activin A signaling, phosphorylation of Smad2 was analyzed by immunoblotting using phospho-specific antibodies and transcriptional activity of Smad proteins was assessed with a luciferase reporter gene assay. Results: Results revealed no significant difference in proliferation, viability or cell cycle distribution between SCLC cells overexpressing activin A or treated with recombinant activin A and the respective control groups. Treatment with recombinant activin A led to decreased invasion of 2066 SCLC cells and impaired the transendothelial migration capacity of SCLC cells through blood endothelial cell layers. SCLC cells with an increased level of activin A showed smaller circular chemorepellent-induced defects in lymphatic endothelial cell layers. However, activin A overexpressing cells demonstrated a greater capacity to form colonies in an anchorage-independent growth assay. Phosphorylation of Smad2 could only be detected in SCLC cells overexpressing activin A but not in cell lines expressing endogenous levels of activin A. Conclusion: The results of this thesis indicate that in SCLC an increased level of activin A has no effect on cell proliferation but could contribute to properties relevant for metastasis, such as colony forming ability in soft agar. Further investigations to clarify the source of the elevated activin A level in patients with SCLC are needed

    Pilgernd Gott und sich selbst im Anderen begegnen

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    Religiöses und spirituelles Lernen sind Kernaufgaben der religiösen Bildung und entsprechen dabei keiner linearen Leistungsabfrage. In Reaktion auf die Lebenswelt junger Menschen und ihrer Konfrontation mit den existenziellen Fragen des Lebens muss dieses Lernen als ein lebenslanger Prozess verstanden werden. Religiöse Bildung versteht sich darin als Begleiterin, der es um die Eröffnung eines Raumes geht, der Begegnungen mit sich selbst, Anderen und darin auch mit Gott, möglich macht, aber nicht erzwingt. Religiöses und spirituelles Lernen ist dabei eng verknüpft mit der Identitätsbildung, insofern es gelingt, die Schüler:innen in ihren existenziellen Fragen und den Erfahrungen zu begleiten. Die Lehrperson steht dabei mit ihrer individuellen (Glaubens-)Geschichte zur Verfügung. Das setzt einen Prozess der Bewusstwerdung der eigenen individuellen religiös-spirituellen Identität voraus. Studierende des Unterrichtsfaches katholische Religion sehen sich dabei in der Herausforderung, in einer als Postmoderne beschriebenen Welt nicht mehr auf traditionell religiöse Sozialisation zurückgreifen zu können. Um als zukünftige Ansprechpartner:innen diese anspruchsvolle Rolle der Begleitung wahrnehmen zu können, ist es wichtig, dass (zukünftige) Lehrer:innen nicht nur die eigene religiös-spirituelle Identität, sondern auch den Weg dorthin und dessen Umstände reflektiert haben. Deshalb widmet sich diese Arbeit der Vorstellung des Projektes „SpiRiTex — Sacred Spaces, Rituals und Texts in European Teacher Education“, das religiös-spirituelle Identitätsentwicklungen von Lehramtsstudierenden für das Fach Religion unterstützen möchte. Mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse wird untersucht, inwiefern das Kennenlernen und Erleben von spirituellen Sources (heilige Orte, Rituale, Texte = SpiRiTex) in Verbindung mit einer Didaktik des Pilgerns in der gemeinsamen Reflexion und Transformation zu Resources der individuellen und religiös-spirituellen Identitätsentwicklung werden können

    Walk the plank

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    Heutzutage kann auf eine breit fundierte Basis an Literatur zurückgegriffen werden, welche belegt, dass sich natürliche Umgebung in vielfältigster Weise positiv auf unser physisches sowie psychisches Wohlbefinden auswirkt. Jedoch wurde noch nicht untersucht, ob Kontakt zur Natur auch auf die Selbsteinschätzung Einfluss hat. Anhand der Selbstwirksamkeitstheorie von Badura (1997) sowie einer evolutionären Erklärungsperspektive wird angenommen, dass sich Naturkontakt und eine hohe allgemeine Selbstwirksamkeitsüberzeugung positiv auf die Selbsteinschätzung auswirken. Um diese Annahme zu überprüfen, gingen in der vorliegenden Studie 117 Testpersonen (55 Männer und 62 Frauen, Durchschnittsalter 23±3 Jahre) zehn Minuten entweder in einem Innenraum (Sporthalle, Universitätssportzentrum Schmelz) oder einem Außenraum (urbane Grünfläche) spazieren. Die Selbsteinschätzung wurde in Anlehnung an Bichler (2019) durch das Knobelspiel „Walk-The-Plank“ erhoben. Die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung wurde dabei mithilfe der Skala von Jerusalem und Schwarzer (1981) gemessen. Es hatten weder die Natur noch die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung einen signifikanten Einfluss auf die Selbsteinschätzung im Knobelspiel. Jene Teilnehmer/innen, die im Außenraum spazieren gingen, glaubten nicht häufiger daran, das Spiel lösen zu können bzw. es schneller zu lösen. Personen mit einer hohen allgemeinen Selbstwirksamkeit waren ebenfalls nicht öfter der Überzeugung das Knobelspiel zu enträtseln, oder weniger Zeit für die Lösung zu benötigen. Außerdem profitierten Studienteilnehmer/innen mit einer geringen allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung nicht eher von dem Spaziergang im Außenraum als jene mit einer hohen Erwartung. Als erste Studie, die sich mit dem Thema Natur und Selbsteinschätzung auseinandersetzte, konnte mit der vorliegenden Arbeit schließlich gezeigt werden, dass natürliche Umgebungen im Freien unabhängig von der allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung scheinbar keinen Einfluss auf die Selbsteinschätzung haben. Allerdings sind weitere Forschungen notwendig, um einen Einfluss der Natur auf die Selbsteinschätzung ausschließen zu können. Zu klären wäre insbesondere, ob sich andere natürliche Standorte, wie Wälder, oder Umgebungen mit Gewässern auf die Selbsteinschätzung auswirken und inwiefern die Bewegungsform während des Naturkontaktes sowie die Dauer des Naturaufenthaltes eine Rolle spielen.Nowadays we can draw on a based literature, which shows that nature has a wide variety of positive effects on our physical and mental well-being. However, it has not yet been investigated whether contact with natural elements also affects self-assessment. Based on Badura's theory of self-efficacy and under an evolutionary perspective, it is assumed that contact with nature and a high general self-efficacy belief have a positive effect on self-assessment. To investigate this theory 117 participants (55 men and 62 women, mean age 23 ± 3 years) walked for ten minutes either indoor (sports hall, University Sports Center Schmelz) or outdoor (urban green space). Following Bichler (2019) the puzzle game "Walk-The-Plank" was used to analyze the self-assessment. General self-efficacy was measured applying the scale of Jerusalem and Schwarzer (1981). Neither nature nor general self-efficacy had a significant influence on the self-assessment in the puzzle game. Participants who walked outdoor did not state that they could solve the game more often, or solve it faster. Also, persons with a high level of general self-efficacy were not overly convinced to solve the puzzle, or to solve it in less time. Furthermore, study participants with a low level of general self-efficacy did not benefit from the walk outside comparing those with a high level. As the first study dealing with the topic of nature and self-assessment, the present work was able to show that natural surroundings do not seem to have an influence on self-assessment regardless of the general self-efficacy. However, further investigations are necessary in order to determine the influence of nature on self-assessment more secifically. In particular, further analysis whether other natural locations, such as forests, or environments including bodies of water can affect the self-assessment, is necessary. Additionally the role of movement form during nature contact and the duration of the time spent in natural surroundings has to be further investigated

    Insights into the interaction of host-derived microRNAs and the gut microbiome

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    Der menschliche Darm beherbergt eine komplexe Gemeinschaft von Mikroben die ständig untereinander und mit ihrem Wirt interagieren. Epitheliale Darmzellen produzieren und sezernieren miRNAs, die Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms regulieren können. In dieser Arbeit wurde untersucht, ob und welche Mitglieder der menschlichen Darmmikrobiota synthetische miRNAs (hsa-miR-21 und hsa-miR-1226) aufnehmen können, welche in Fäkalien im Kontext einer komplexen Gemeinschaft nachgewiesen wurden (Ziel 1). Es wurde festgestellt, dass miR-1226 dazu neigt, aufgenommen zu werden und/oder mit mehreren Organismen aus der Gattung Bacteroides und der Gattung Ruminococcaceae (Ruminococcus oder Faecalibacterium) zu assoziieren. Weiters wurde festgestellt, dass verschiedene Gattungen der Familie Oscillospiraceae in einigen Individuen mit miR-21 assoziieren, in anderen jedoch nicht. Anschließend wurde untersucht, ob miRNAs, die einer mikrobiellen Spezies hinzugefügt wurden, deren Genexpression verändern können (Ziel 2). Es wurde beobachtet, dass das Wachstum von B. finegoldii und B. thetaiotaomicron, die in einem nährstofflimitierten Medium kultiviert wurden (aber nicht in einem reichhaltigen Medium), durch die dem Medium zugefügten miRNAs gefördert wurde. Schließlich wurden die Abundanzniveaus bestimmter fäkaler miRNAs aus Stuhlproben einer gesunden Kohorte und von Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) analysiert (Ziel 3). Die wichtigsten beobachteten Unterschiede waren eine geringere Abundanz von miR-21, miR-30d und miR-320e bei IBD-Patienten im Vergleich zur gesunden Kohorte. Die hier umgesetzte Methodik und die erzielten Ergebnisse liefern wertvolle Erkenntnisse über die Wechselwirkungen zwischen fäkalen miRNAs und komplexen Darmmikrobiota-Gemeinschaften. Diese verdeutlichen den Einfluss von miRNAs auf die Zusammensetzung und Funktion der Mikrobiota in Gesundheit und Krankheit.The human gut harbors a complex community of microbes that constantly interact with each other and with the host. Epithelial gut cells produce and secrete miRNAs which can regulate its inhabiting microbiome composition. In this work it was aimed to determine if and which of the members of the human gut microbiota can uptake synthetic miRNAs (hsa-miR-21 and hsa-miR-1226) detected in faeces in the context of a complex community (aim 1). It was determined that miR-1226 tends to be up-taken and/or associate with several organisms from the genus Bacteroides and Ruminococcaceae genera (Ruminococcus or Faecalibacterium). Different genera of the family Oscillospiraceae have been found to associate with miR-21 in some individuals, but not in others. Subsequently, it was assessed if miRNAs supplemented to the microbial species could alter its gene expression (aim 2). It was observed that B. finegoldii and B. thetaiotaomicron cultured in a nutrient limited medium (but not in a rich medium) had its growth boosted by the miRNAs supplemented to the medium. Lastly, the abundance levels of particular faecal miRNAs from faecal samples of a healthy cohort and of patients affected by inflammatory bowel diseases (IBD) have been analyzed (aim 3). The major differences observed were lower abundance of miR-21, miR-30d, miR-320e in IBD patients compared to healthy cohort. Implemented methodology and results here obtained provide valuable insights on the interactions between faecal miRNAs and complex gut microbiota communities further clarifying the impact of miRNAs in microbiota composition and function, in health and disease

    Ausgewählte Arzneimittel mit Relevanz im klinischen Alltag

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    Im klinischen Alltag kommen die Arzneistoffe Amoxicillin, Carbamazepin, Dexamethason, Furosemid, Metamizol, Nadroparin und Pantoprazol sehr häufig zum Einsatz. Durch eine kritische Auseinandersetzung mit Fachinformationen von Medikamenten mit den genannten Arzneistoffen sind mögliche Fehlerquellen bei der Informationsgenerierung aus der Fachinformation zu spezifischen Fragestellungen erkennbar. Neben der Verteilung von Informationen zu einer Problematik über mehrere verschiedene Kapitel der Fachinformation ist auch die Verwendung von Synonymen, widersprüchlichen und unklaren Formulierungen eine mögliche Fehlerquelle für die Recherche über arzneistoffspezifische Informationen. Neben der Angabe von einzelnen Problematiken in der Fachinformation erfolgt auch die Angabe von pharmakokinetischen Informationen in vielen unterschiedlichen Kapiteln. Eine grafische Darstellung gibt hier einen Überblick und ein Vergleich mit den Angaben aus der Fachinformationsverordnung findet statt. Zusätzlich zu der Analyse der Fachinformationen und deren Aufbau steht die Recherche aus Leitlinien zu Monitoringmöglichkeiten für Arzneimitteltherapien mit den ausgewählten Wirkstoffen im Vordergrund. Da in den Fachinformationen hierzu keine ausreichenden Angaben vorhanden sind, werden indikationsspezifische Leitlinien sowie Monitoring - Parameter aus dem Programm UpToDate® verwendet. Eine Überlegung zu dem Behandlungserfolg, ausbleibendem Erfolg und einem möglichen Misserfolg findet durch die recherchierten Monitoring - Parameter abschließend statt. Auch die Überlegung, welche Parameter durch medizinisches Fachpersonal oder selbstständig durch Patient*innen und deren Angehörige erhoben werden können, findet Beachtung. Abschließend wird ein mögliches Anwendungsmodell für den klinischen Alltag für die recherchierten Monitoring - Parameter beschrieben. Durch Zeitbarrieren und bestimmte indikationsspefizische Parameter soll dieses Model eine Möglichkeit zur Überwachung des Therapieverlaufes und Erkennen eines Behandlungserfolges, einer ausbleibenden Wirkung oder eines Misserfolges bieten.In daily clinical routines the drugs amoxicillin, carbamazepine, dexamethasone, furosemide, metamizole, nadroparin and pantoprazole are used very frequently. A critical examination of the specialist information on drugs with the above-mentioned medicinal substances shows possible sources of error in the generation of information from the specialist information on specific issues. In addition to the distribution of information on a problem over several different chapters, the use of synonyms, contradicting and unclear formulations are possible source of errors, too. In addition to the specification of individual problems in the specialist information, pharmacokinetic information is also provided in different chapters. A graphic representation gives an overview and a comparison with the information from the regulation for specialist information is made. In addition to the analysis of the specialist information and its structure, research from guidelines on monitoringparameters for drug therapies with the selected substances is made. Since there is insufficient information on this in the specialist information, indication-specific guidelines and monitoringparameters from UpToDate® are used. A consideration of the success of the treatment, the lack of success and a possible failure takes place through the researched monitoringparameters. Which parameters can be monitored independently by medical specialists or by patients and their relatives, is differentiated. Finally, a possible application model for everyday clinical practice for the researched monitoringparameters is described. By time barriers and certain indication-specific parameters, this model is intended to offer the possibility of monitoring the course of the therapy and recognizing a treatment success, a lack of effect or a failure

    Nachricht statt Nonsens?

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    Die Einordnung satirischer Fernsehsendungen im journalistischen Feld, sowie deren Wahrnehmung aus Sicht der Rezipient*innen, ist innerhalb des deutschsprachigen Raums ein bislang kaum erforschtes Thema. Die vorliegende Arbeit versucht dahingehend erste Lücken zu schließen und die Grenzverhandlung bezüglich der Formate abseits klassischer Nachrichtenangebote um eine bis dato weniger präsente Perspektive zu erweitern. Ziel ist es, zu ergründen, ob satirischen TV-Shows journalistisches Potential seitens des Publikums zugestanden wird und inwieweit dies anhand der dahinterstehenden Nutzungsmotive ersichtlich ist. Hierfür wurden Motive und Gratifikationen sowie journalistische Ansichten und Nutzungsmuster von Rezipient*innen deutschsprachiger Satire anhand qualitativer Leidfadeninterviews erhoben und mittels inhaltlich strukturierter Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse der Untersuchung deuten darauf hin, dass Satire-TV-Sendungen und Late-Night-Shows zweifelsohne in der Lage sind, journalistische Funktionen zu übernehmen, die Rezeption dieser dennoch nicht gänzlich losgelöst von traditionellen Nachrichtenformaten erfolgt. Demzufolge gelten Satire-Formate jedenfalls als wichtige Ergänzung des klassischen Journalismus, nicht aber als dessen Ersatz.The conceptual placement of satirical TV shows within the expansive field of journalism - well as their respective perception by recipients - has received little scholarly attention in the german-speaking area. This thesis seeks to explore thus gap in the literature by expanding the discussion of journalistic boundaries beyond traditional news media: In brief, it asks whether satirical TV shows can fulfil tasks traditionally associated with news media from a recipient-based perspective. Following a structured content analysis, the study hence evaluated qualitative data on users’ motives and gratifications, usage patterns, as well as their conception of journalistic standards with respect to German Satire TV shows. The findings indicate that satirical TV programs and late-night shows may, in fact, assume several key journalistic functions, yet their reception is inherently linked to the usage of traditional news media. Accordingly, the conclusion holds that satire journalism in German speaking areas is to be seen an important supplement to traditional news media rather than a substitute

    Las Mujeres del Sogamoso

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    Die von modernen Gesellschaften benötigte Energieproduktion ist Teil eines komplexen und vielschichtigen Diskurses. Die Vision und die Einbeziehung der Gemeinschaften, die in den Einflussbereichen der Energieprojekte leben und von ihnen betroffen sind, in die Debatte ist notwendig und grundlegend, um festzustellen, ob die derzeitigen Energiemodelle tatsächlich nachhaltig sind. Ziel dieser Masterarbeit ist es, die Vision und den Widerstand der Frauen als Führungspersönlichkeiten in der Bewegung “Movimiento en Defensa de los ríos Sogamoso y Chucurí” (MDRSCH) im Zusammenhang mit dem Umweltkonflikt, der durch das Energieprojekt Hidrosogamoso in Kolumbien ausgelöst wurde, zu beschreiben. In dieser Arbeit werden aus der Perspektive der feministischen politischen Ökologie drei zentrale Argumente vorgeschlagen, die wiederum in jedem Kapitel entwickelt werden. Erstens die Notwendigkeit einer geschlechterdifferenzierten Studie über die Auswirkungen des Sogamoso-Staudamms im Umweltmanagementplan, die die negativen Auswirkungen dieses Energieprojekts auf Frauen sichtbar macht. Zweitens die Sorge der Frauen um das Recht ihrer Kinder auf eine menschenwürdige Zukunft im Territorium hat den Wissensaustausch zwischen den Generationen innerhalb des MDRSCH gefördert, was die Notwendigkeit der Umweltrechte von Kindern und Jugendlichen in Kolumbien sichtbar macht. Und drittens, der Widerstandsprozess, den die Frauen unternommen haben, um im Territorium verbleiben zu können, hat zu ihrem Empowerment sowie zu verschiedenen Lernprozessen und Erfolgen geführt; gleichwohl sie mit Herausforderungen und Hindernissen konfrontiert sind.The energy production required by modern societies is part of a complex and multilayered discourse. The vision and involvement in the debate of communities living in and affected by energy projects is necessary and fundamental to determine whether current energy models are truly sustainable. The goal of this master's thesis is to describe the vision and resistance of women as leaders in the “Movimiento en Defensa de los ríos Sogamoso y Chucurí” (MDRSCH) in the context of the environmental conflict triggered by the Hidrosogamoso energy project in Colombia. In this work, three central arguments are proposed from the perspective of feminist political ecology, which in turn are developed in each chapter. First, the need for a gender-differentiated study of the effects of the Sogamoso dam in the environmental management plan, which will make visible the negative effects of this energy project especially on women. Secondly, women's concern for the right of their children to a dignified future in the territory has promoted the exchange of knowledge between generations within the MDRSCH, which makes the need for environmental rights for children and youth in Colombia latent. And thirdly, the process of resistance that these women have undertaken in order to remain in the territory has led to their empowerment and to various learning processes and successes; despite facing challenges and obstacles

    Der Einfluss des Europäischen Parlamentes auf die Verhandlungen zum CETA-Abkommen

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    Das Europäische Parlament hat in den vergangenen Jahren, angestoßen durch die Reformen des Vertrags von Lissabon an Einfluss in der Europäischen Handelspolitik gewonnen. Dies bestätigt auch die Analyse des informellen Einflusses des Europäischen Parlamentes auf die Verhandlungen zu CETA. Diese Arbeit schließt sich an die Empowerment-Forschung an. Es wird mithilfe der Auswertung der parlamentarischen Resolution zu CETA von 2011 untersucht, inwiefern sich die Präferenzen des Europäischen Parlamentes im CETA-Vertragstext finden und mithilfe welcher informellen Strategien das Parlament Einfluss genommen hat. Dabei lassen sich bereits in der wissenschaftlichen Literatur erwähnte Strategien nachweisen, zudem konnte das Parlament die Bedeutung der Resolution als informelles Verhandlungsmandat zementieren

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