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    Das Bindungsverhalten von Kleinkindern während der Medienaneignung - zur Bedeutung des affektiven Ausdrucks von Kleinkindern während der Aneignung von Medien aus bindungstheoretischer Sicht

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    Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob eine Bindung von Kleinkindern an Medien im Alter von drei Jahren während der Medienaneignung in einer „Fremden Situation“ empirisch beobachtbar ist. Unter anderem wird der Frage nachgegangen, ob Unterschiede bei Kleinkindern aus Kernfamilien und Multiproblemfamilien auf der affektiven Verhaltensebene festgestellt werden können. Aufgrund der Gegebenheit, dass empirischen Forschungen zur frühen Kindheit bisher nur wenig Beachtung im Forschungsfeld der Mediensozialisation beigemessen wurde, erschien es im Rahmen dieser Arbeit notwendig, selbst eine Methode zu entwickeln. Diesbezüglich wurde ein qualitatives Datenerhebungsverfahren anhand einer verdeckten, teilnehmenden Beobachtung innerhalb eines strukturierten, experimentellen Settings entwickelt, um das Bindungsverhalten von Kleinkindern zu Medien aus bindungstheoretischer Sicht anhand des unmittelbaren, affektiven Ausdrucks klassifizieren zu können. Mithilfe der vorliegenden Methode konnte gezeigt werden, dass eine Bindung an Medien während der Medienaneignung bei Kleinkindern empirisch beobachtbar ist. Ein wesentliches Ergebnis war, dass Gemeinsamkeiten im Bindungsverhalten zu unterschiedlichen Medienangeboten bei Kleinkindern beobachtbar sind. Darüber hinaus wurde die Annahme bestätigt, dass sichere und unsichere Bindungsverhaltensmuster sowohl zu Bezugspersonen als auch Bezugsmedien beobachtbar sind. Entgegen der Vermutung zeigten die Ergebnisse keine relevanten Unterschiede in Bezug auf die Bindung der Kleinkinder an Medien. Eine Weiterentwicklung der vorliegenden empirischen Methode erscheint für den Fachbereich Medienpädagogik im mediensozialisationstheoretischen Feld erstrebenswert. Unter anderem könnten weiterführende Studien anhand der Beobachtung des unmittelbaren Affektausdrucks bei Kleinkindern als Ausdruck eines medialen Habitus weitergedacht werden.The present Master’s thesis addresses the question if the attachment of three-year-old infants to media is empirically observable during the appropriation of media in a “strange situation”. One specific questions is whether there are differences in the affective behaviour between infants from core families and infants from multi-problem families. As media socialisation research has so far hardly focused on the empirical research of early childhood, it seemed necessary to develop a new method in the context of the present thesis. For this reason, a qualitative data collection procedure was developed based on a covert participant observation within a structured, experimental setting, in order to classify the media attachment behaviour of infants from an attachment theory point of view based on the children’s immediate affective expression. By this method it could be demonstrated that an attachment to media during the infants’ media appropriation is empirically observable. Furthermore, the assumption was confirmed that secure and insecure patterns of attachment behaviour towards attachment persons as well as attachment media could be observed. Contrary to what might have been presumed the findings did not show any relevant differences related to the infants’ media attachment. Further developing the present empirical method seems desirable for the academic field of media education, in particular theoretical media socialization. Focus could be put on carrying out further studies based on the observation of the immediate affect expression of infants as an expression of their media habitus

    Circulating microRNAs and in-stent restenosis with peripheral artery disease

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    Hintergrund. Die folgende Studie befasst sich mit dem Zusammenhang von zirkulierenden microRNA (miR) im Blut von Patienten nach einer Stent-Legung aufgrund einer vorher bekannten peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PVK) und dem Risiko einer wiederauftretenden Thrombose und Restenose. Der interventionelle Eingriff der Angioplastie dient der Aufweitung verengter bzw. verschlossener Gefäße und anschließendem Einsetzen des Stents, zum Offenhalten des Gefäßes. Die In-Stent-Restenose ist die, am häufigsten vorkommende, Komplikation bei diesem Verfahren. MiRs sind nicht-codierende, kleine RNAs, welche die Genexpression auf der posttranslationalen Ebene regulieren, und in der Pathogenese der Atherosklerose und Restenose impliziert wurden. Methoden. Die Kausalität zwischen der zirkulierenden Menge der untersuchten miRs und dem Auftreten von kardiovaskulären Ereignissen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacke, gilt hier als primärer Endpunkt der Studie. Zur untersuchten Population gehören 62 Patienten mit bekannter PAVK und einer Stent-Implantation in der femoral Arterie. Die untersuchten miRs wurden aus dem Plasma der Patienten isoliert und mittels real-time PCR quantifiziert. Resultate. Von den 11 untersuchten miRs, haben sich miR-195 und miR-92a als prognostizierend herausgestellt, in Betracht auf die Vorhersage von Ereignissen in einem Zeitraum von 2 Jahren nach einer Angioplastie mit Stent-Implantierung. Zusammenfassung. miR-195 and miR-92a konnten in dieser Studie als potentielle Biomarker identifiziert werden, welche leicht quantifizierbar sind und Teil der Risikostratifizierung, bei PAVK-Patienten nach einer Stent-Setzung, werden könnten.Background. The following study examined a relation between circulating microRNA (miR) in blood samples of peripheral arterial disease (PAD) patients with an in-stent implantation and the risk of restenosis. The interventional procedure provides the expansion of the narrowed or closed blood vessel and an affiliating onset of a medical implant (stent) which is used to maintain the vessel open for blood flow. Restenosis is the most common complication of the procedure and so a particular emphasis is placed on these miRNAs to provide future development of less invasive and faster diagnostic methods. MicroRNAs (miRNAs) are small, non-coding RNAs, which regulate gene expression on the post-translational level. Methods. The prognostic value of circulating levels of the examined miRs in relation with the occurrence of cardiovascular events, such as heart failure, stroke or transient ischemic attack, is the primary endpoint of the study. The population of 62 Patients with PAD had an in-stent implantation at or below the inguinal ligament. The circulating miRs were isolated from blood plasma, reverse-transcribed and quantified using the real-time-PCR. Results. Out of the eleven investigated miRs, miR-195 and miR-92a independently predicted 2-year outcomes in patients after stenting and angioplasty. Circulating levels of miR-195 and miR-92a were lower in patients with adverse atherothrombotic events during the follow-up as compared to patients without events. Conclusion. miR-195 and miR-92a could become an important biomarker, which is easy to assess and can be used for risk stratification for patients after endovascular revascularization procedures

    Die Wehrtürme von Linz

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    Vor dem Hintergrund der Napoleonischen Feldzüge und den aus ihnen resultierenden Sicherheitsbestrebungen des österreichischen Kaisertums entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Festungsgürtel von beträchtlichem Ausmaß. Linz wurde im Verlauf der 1830er-Jahre mit 32 Türmen, einem Fort und einigen Nebenwerken umgeben. Die vom Erzherzog Maximilian Joseph von Österreich-Este erbaute Festungsanlage wurde angesichts einer sich rasch weiterentwickelnden Waffentechnik bald obsolet, woraufhin das Lager aufgelöst und einzelne Festungsbestandteile nach und nach beseitigt wurden. Nachdem die militärische Geschichte der Türme beendet war, begann die Nachnutzungsgeschichte, die bis heute andauert. Als zentrales Anliegen der vorliegenden Arbeit ist die Aktualisierung der Geschichtsschreibung über jene Maximilianischen Festungsbauten definiert, deren Fortbestand bis in die Gegenwart reicht. Da dieses Ziel vorrangig mittels voneinander unabhängiger Einzelaufarbeitungen verfolgt wurde, kann die gegenständliche Arbeit als Nachschlagewerk über die noch bestehenden Einzelwerke des Linzer Lagers herangezogen werden. Den Abschluss der Arbeit bilden, realisiert anhand eingangs definierter Nutzungskategorien, überblicksweise Darstellungen und Interpretationen ehemaliger und aktueller Verwendungen der heutigen Baudenkmäler. Dabei wurde überlegt, welche Voraussetzungen und Begebenheiten unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten – von denen die meisten den Bereichen Frei-zeit, Kultur und Wohnen zuzuordnen sind – begünstigen oder benachteiligen

    Usability von Augmented Reality bei der Indoor-Navigation

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    Heutzutage gibt es diverse Hilfsmittel bei der Navigation im Outdoor-Bereich, welche überwiegend auf der Satellitennavigation aufbauen. Im Indoor-Bereich gibt es derzeit keine so weit verbreitete sowie allgemeingültige Technologie. Dennoch gibt es zahlreiche Ansätze, die beispielsweise auf Funksignale setzen, dabei allerdings für die Positionierung zusätzliche Infrastruktur benötigen oder andere Nachteile mit sich bringen. Augmented Reality ist einerseits eine Technologie, welche die reale Umgebung um virtuelle Inhalte erweitert, andererseits aber auch Indoor-Navigation ermöglicht. Hierbei kann nicht nur die praktische Darstellung von Navigationsanweisungen genutzt werden, sondern über Lokalisierung anhand eines 3D-Modells das Wayfinding von der Positionierung bis zur Zielerreichung durchgeführt werden. Diese Art der Navigation findet allerdings im Indoor-Bereich noch wenig Verwendung. Der Erfolg solch einer Technologie wird überwiegend durch den technischen Fortschritt getrieben, jedoch sind die nicht technischen Einflüsse, wie die soziale Akzeptanz sowie die menschlichen und kommerziellen Faktoren nicht zu marginalisieren. Aus diesem Grund liegt der Fokus dieser Arbeit auf den menschlichen Faktoren. In diesem Zusammenhang ist Usability ein abstraktes Konstrukt, welches allgemein als Erfolgsfaktor für interaktive Produkte steht und dabei die menschlichen Bedürfnisse als zentrales Element sieht. In dieser Arbeit wird die Nutzersicht der Problematik der Indoor-Navigation mit AR evaluiert, indem eine AR-Navigations-Applikation (GuideBOT von ViewAR) auf Usability untersucht wird. Des Weiteren wird sie der noch oft benutzten Navigation mit Hilfe eins analogen Systems (Karte + Informationsschilder) gegenübergestellt. Hierzu wurde eine Usability-Evaluierung durchgeführt, welche die Effizienz, Effektivität und Zufriedenstellung erfasst, indem die Zeiten (Time on Task) sowie die Fehlerrate (Error-rate) einer Navigationsaufgabe im Albertina Museum in Wien aufgenommen und eine Befragung zur wahrgenommenen Usability durchgeführt wurde. Dabei stellte sich heraus, dass die AR-Applikation effektiver sowie effizienter ist und von den Teilnehmern sowohl zufriedenstellender und nützlicher beurteilt wurde.Nowadays, there are various tools for navigation outdoors, which are mainly based on satellite navigation. Indoors, there is currently no such widespread and universal technology. Nevertheless, there are numerous approaches that rely for instance on radio signals but require additional infrastructure for positioning or have other disadvantages. Augmented reality is on the one hand a technology that expands the real environment with virtual content, but on the other hand also enables indoor navigation. Not only can the practical representation of navigation instructions be used, but the entire process of wayfinding from positioning to reaching the goal can be carried out via localization using a 3D model. However, this type of navigation is still rarely used indoors. The success of such a technology is driven mainly by technical progress, but the non-technical influences, such as social acceptance, human as well as commercial factors cannot be marginalized. For this reason, the focus of this work is on human factors. In this context, usability is an abstract construct that generally stands as a success factor for interactive products, seeing human needs as a central element. In this work, the user view of the problem of indoor navigation with AR is evaluated by examining an AR navigation application (GuideBOT from ViewAR) for usability. Furthermore, it is juxtaposed to the still frequently used navigation with the help of an analogue system (map + information signs). For this purpose, a usability evaluation was carried out, which records the efficiency, effectiveness and satisfaction by recording the times (time on task) as well as the error rate of a navigation task in the Albertina Museum in Vienna and conducting a survey on perceived usability. It turned out that the AR application is more effective, efficient and has been judged both more satisfactorily and useful by the participants

    Novellen von Caroline Pichler

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    Die österreichische Schriftstellerin Caroline Pichler lebte im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert. Trotz ihrer umfangreichen Sammlung an Gedichten, Dramen, Romanen und anderen Erzählungen konnten ihr Ruhm und ihre Bekanntheit nicht über ihren Tod hinweg fortdauern. Die Autorin und Salonière zeigt in ihren Werken, vor allem auch in den autobiographisch gestalteten Schriftstücken, eine eingehende Auseinandersetzung mit Themen, die die Lebenswelt von Frauen betreffen. Obwohl Pichler selbst als emanzipierte Frau in Erscheinung trat und sie sich zuweilen für mehr Rechte für Frauen aussprach, prononcierte sie stets ein sehr traditionell und konservativ orientiertes Frauenbild als Weiblichkeitsideal. Dieses vermittelt sie auch in ihren Werken, durchaus mit der Intention, moralisch auf die Leser*innen einzuwirken. In vorliegender Arbeit werden im Speziellen die zahlreich vorhandenen – doch bisher in der Literaturwissenschaft wenig beachteten – Novellen in den Fokus gerückt. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf den Darstellungen der weiblichen Figuren. Anhand zweier Novellenanalysen wird aufgezeigt, mit welchen inhaltlichen und rhetorischen Mitteln die Autorin die weiblichen Charaktere ausgestaltet. Auch in diesen beiden Novellen – „Stille Liebe“ und „Der Bluträcher“ – zeigen sich die sympathietragenden Hauptprotagonistinnen als stille, aufopferungsbereite und unterdrückte Wesen in scheinbar unliebsamen Frauenrollen, dennoch suchen und finden sie ihr angestrebtes Glück in der Liebe

    Gefangenschaft deutscher Soldaten und Zivilpersonen in den Lagern Rumäniens im Zeitraum 1944 - 1946

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    Die nachfolgende Arbeit beschreibt die Lebensrealität von im Zeitraum August 1944 bis Mai 1946 in Lagern in Rumänien gefangengehaltenen deutschen BürgerInnen. Es wird sowohl das Schicksal deutscher Soldaten, die häufig nach wenigen Wochen in die Sowjetunion deportiert wurden, als auch jenes von Zivilpersonen, welche in der Regel länger in den rumänischen Lagern verblieben, untersucht. Zusätzlich zu Ausführungen zur historischen Entwicklung der Kriegsgefangenenrechte und der Institution des Lagers gibt die Arbeit auch Einblicke in die politische Situation sowie die allgemeine Struktur des Lagersystems in Rumänien im betrachteten Zeitraum. Der Hauptfokus gilt jedoch der Erfassung der Situation der Gefangenen in den Lagern Târgu Jiu, Turnu Măgurele und Budeşti. Unter sorgfältiger Anwendung der historisch-kritischen Methode werden unter anderem Erfahrungsberichte ehemaliger Lagerinsassen sowie Aufzeichnungen von Delegierten des Rumänischen Roten Kreuzes analysiert und für besagte drei Lager entlang der Kategorien „Bauliches“, „Verpflegung und Gesundheit“, „Machtstrukturen“, „lagerinterne Gesellschaftsstrukturen“, „Beziehungen zur Außenwelt“, „Arbeitstätigkeiten“, „Religionsausübung“ und „Fluchtversuche“ zueinander in Verbindung gesetzt. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse sind vielfältig und ermöglichen ein verbessertes Verständnis der weitgehend noch unzureichend erforschten Situation deutscher Gefangener in den rumänischen Lagern des Zweiten Weltkrieges

    Prävalenz und Prädiktoren von Symptomen der Depression, Angststörung, Somatisierung und (komplexen) Posttraumatischen Belastungsstörung während der Corona-Krise in Österreich

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    Studien im Rahmen früherer Virusausbrüche ermittelten gestiegene psychopathologische Prävalenzen. Daher ist davon auszugehen, dass auch das Coronavirus, und die damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen, Folgen für die psychische Gesundheit haben. Diese Studie untersucht daher die psychopathologischen Prävalenzen von Symptomen der Depression, Angststörung, Somatisierung und (komplexen) Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) in Österreich während der Corona-Krise, sowie deren Risikofaktoren. Durchgeführt wurde eine querschnittliche Online-Befragung der Allgemeinbevölkerung (Start während des ersten Lockdowns) mittels anfallender Stichprobe. Messinstrument für Depression war der PHQ-9, für Angststörungen der GAD-7, für Somatisierung der PHQ-15 und für (K)PTBS der ITQ. In der Stichprobe (N = 483, Frauen 72 %, Alter: 18–82, M = 39.76 Jahre, SD 13.82) wurden für alle erhobenen Psychopathologien gestiegene Prävalenzen im Vergleich zu vor dem Coronavirus-Ausbruch verzeichnet. Moderate bis schwere Symptome der Depression zeigten 28.4 %, der Angststörung 19.7 % und der Somatisierung 33.3 % der Teilnehmer und Teilnehmerinnen. In 6.5 % der Fälle wurden Symptome der PTBS und in 5.9 % der KPTBS ermittelt. Für die Bestimmung psychopathologischer Risikofaktoren wurden multiple hierarchische Regressionen berechnet. Stärkster Prädiktor aller erhobenen Psychopathologien war Einsamkeit gefolgt von Existenzangst. Frauen haben höhere Depressions-, Somatisierungs- und PTBS-Symptomausprägungen. Auch jüngere Menschen weisen höhere Depressions-, Angststörungs-, Somatisierungs- und DSO-Symptomausprägungen der KPTBS auf. Ein weiterer Risikofaktor für Depressions-Symptome, Symptome der Angststörung und der Somatisierung ist Infektionsangst vor dem Coronavirus. Ebenfalls als Risikofaktor für Symptome der Depression und Angststörung zeigt sich die Haushaltsgröße. Protektiver Faktor für Angststörungs-Symptome ist in einer Kleinstadt zu leben. Weiterer Forschungsbedarf besteht zur Absicherung der Befunde und zur Untersuchung der Langzeiteffekte

    Ingenieurgeologische Kartierung und Standsicherheits-Analyse am Tunnel St. Michael-Wachaubahn /NÖ

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    Diese Masterarbeit befasst sich mit der ingenieurgeologischen Kartierung und der Standsicherheits-Analyse in/am Tunnel St.Michael-Wachaubahn/Niederösterreich. Der Tunnel ist ein Teil der Donauuferbahn, die von Krems an der Donau nach Mauthausen verläuft. Der Streckenabschnitt zwischen Krems an der Donau und Emmersdorf an der Donau wird als Wachaubahn bezeichnet. Die Strecke beginnt in Krems an der Donau und endet in Mauthausen. Der St. Michaelstunnel befindet sich bei Kilometer 17,201. Neben dem Tunnel liegen die Böschungen, die von der Donau-Bundestraße angeschnitten wurden. Im Untersuchungsgebiet sind Paragneis-Wechselfolgen und Glimmerschiefer vorliegend. Um einen ersten Eindruck von der Natur des Gebirges zu erhalten, wurden erste Inspektionen durchgeführt und der Tunnel sorgfältig untersucht. Während dieser Untersuchung konnten an den beiden Einschnitten erste Bewertungen der Gesteinsfestigkeit, Verwitterung, Rissbildung und Haftfestigkeit vorgenommen werden. Dabei wurden Gebiete mit Risikopotential aufgrund offener und verwitterter Risse im Westportal und den angrenzenden Böschungen identifiziert und erfasst. Um die für die Standsicherheits-Analyse erforderliche Gestein und die Gesteinsparameter zu bestimmen, wurden die Aufzeichnungen der Trennflächen oberirdisch unter Verwendung der Scanline-Methode, basierend auf der gesamten Länge des Tunnels durchgeführt. Auf diese Weise konnten der Einfallswinkel und die Einfallsrichtung der Klüfte aufgezeichnet werden. Mit Hilfe eines Schmidt-Hammers wurde die Gesteinsdruckfestigkeit der betreffenden Gesteinsarten abschnittsweise ermittelt. Um die Standsic herheits-Analyse durchführen zu können, wurden zuerst, die Karte, der Tunnel und das Gelände über dem Tunnel dargestellt. Alle Daten, die vom Untersuchungsgebiet stammen, wurden auf eine einzige Karte implementiert. Dann wurde der Tunnel in 3 verschiedene Abschnitte und 3 Berechnungsprofile unterteilt. Dafür wurden Felsklassifizierungs - Methoden wie: RQD, GSI und Q-System verwendet. Um die Standsicherheits-Analyse des Tunnels ermitteln zu können, wurde mit zwei Finite-Element Programmen, Examine 2D, RS2, EX3, RS3, UnWedge und Swedge gearbeitet. Die Stabilitäts-Analyse des Felshanges und der Böschungen wurde gemäß den Ergebnissen der Kinematischen Analyse der Hangstabilität, mit RocPlane und Swedge -Software durchgeführt. Außerdem wurde die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Trennflächenabstände mit MatLab analysiert. Die statistische Analyse der Diskontinuitäts-Eigenschaften basiert auf dieser Analysemethode, einschließlich der folgenden: Einfallsrichtung /Einfallswinkel, Anzahl der Trennflächenscharen, Abstand und Häufigkeit, Größe bzw Länge, Art des Durchtrennungsgrades.This master thesis deals with the engineering geological mapping and rock stability analysis in/at the tunnel St. Michael - Wachau-Bahn/Lower Austria. The tunnel is part of the Donauuferbahn, which reaches from Mauthausen to Krems an der Donau. In the course of the construction work, Venus von Willendorf, Austria's best-known find from the younger Paleolithic period, was found in 1908. The section of the line between Krems an der Donau and Emmersdorf an der Donau is called the “Wachaubahn”. The route begins in Krems on the Danube and ends in Mauthausen. The tunnel is located at Kilometer 17,201. At the western and at the eastern entrance of the tunnel there are embankments that were cut at the Danube federal road. In the study area, which extends over the entire area, there are Paragneiss alternations and Schists. In order to get a first impression of the natural ground, inspections were carried out initially and the crown and the walls of the tunnel were thoroughly examined. During these visits, initial estimates of rock- and rock mass strength, weathering, fracturing and bonding strength could be made. In the course of this, areas with danger potential due to open and weathered fissures and sagging ridge vaults were identified and recorded. To determine the rock parameters required for the stability analysis, geometrical parting surface images were carried out using the scanline method relating to the length of the tunnel. Using a geological compass, the dip and the dip direction of the joints could be recorded. With the help of a Schmidt-Hammer, the rock compressive strength of the existing rock types was determined in sections. In order to be able to do the stability analysis, the map of the tunnel and the area was first shown and all of the data that were carried out by the study area and implemented on the map. Then the tunnel was divided into 3 different units and calculation profiles. Rock mass classification methods such as RQD, GSI and Q-System were used for this. The subsequent computer analysis of the tunnel was realised with two finite element programs, Examine 2D, RS2, EX3, RS3, UnWedge and Swedge. The stability analysis of the rock slope was carried out according to the result of the kinematic analysis of the slope instability, with Dips, RocPlane and Swedge software. In addition, the probability distribution of the separating surface distances was analysed in the MATLAB. The statistical analysis of the discontinuity properties is based on this analysis method, including the following: dip direction/ dip, spacing, discontinuous of fractures and frequency, size, length and shape of the discontinuities. Keywords: Stability analysis, engineering geological mapping, Rock mass classification, kinematic analysis, statistical analysis, discontinuity properties, 2D FE analysis, 3D Methode moldeling

    La vérité en marche! Die Dreyfus Affäre im Lichte von Émile Zolas J’Accuse…!

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    Spricht man in Frankreich von l’affaire, so wird diese mit der einflussreichen Symbolfigur des zu Unrecht wegen Spionage für die Deutschen verurteilten jüdischen capitaine Alfred Dreyfus assoziiert, dessen im Jahre 1894 auf antisemitischen und chauvinistischen Vorurteilen basierende moralische Degradation und lebenslange Deportation auf die île du diable die 3. französische Republik in ihren Grundfesten erschütterte. 1870 infolge der Niederlage von Sedan ausgerufen, erfuhr das republikanische System in seinen Anfängen durch die Boulangerkrise sowie zahlreiche Finanzskandale eine politische Schwächung, mit der Dreyfus Affäre jedoch eine veritable Staatskrise. Fest auf alle Zeit im französischen kollektiven Gedächtnis verankert, schuf dieses weltbewegende Ereignis, das bis heute identitätsstiftend das politische Leben Frankreichs beeinflusst, einen linken Gründungsmythos der Intellektuellen und vermochte einen gesamtgesellschaftlichen Paradigmenwechsel einzuleiten. Den Ursprung der Affäre markiert der mutwillig durch eine Verschwörung innerhalb des französischen Generalstabs herbeigeführte Justizskandal, der durch die Einflussnahme der Presse, im fin de siècle aufgrund politisch-legislativer, technischer sowie organisatorischer Entwicklungen zum Massen- und Leitmedium avanciert, das existierende vielfältig schattierte Meinungsbild der Bevölkerung in die oppositionellen politischen Lager der dreyfusards und der antidreyfusards einzugrenzen vermochte. In der Auseinandersetzung zwischen Militärgewalt und Zivilgesellschaft wurde der von Émile Zola an den Präsidenten der Republik, Félix Faure, gerichtete, epochale Offene Brief J’Accuse…! zu einem Fanfarenstoß für die Front der dreyfusards, hatte Zola als Galionsfigur der Revisionisten doch in seiner öffentlichen geharnischten Anklage der unantastbaren militärischen Kaste in der Causa Dreyfus avantgardistisch, in einer herausragenden Kunstprosa, in literarisch-dramatischem Ton und unter Anwendung der antiken Kunst der Rhetorik nachweislich die Ausübung eines Willkürrechts vorgeworfen. Dieses revolutionäre publizistische Meisterwerk, das kraft seines Erscheinens einen lebhaften Widerhall in der öffentlichen Meinung fand, führte die französische Gesellschaft an den Rand eines Bürgerkriegs und leitete mit der Aufdeckung der Fälscherwerkstatt inmitten des militärischen Geheimdienstes einen Revisionsprozess ein, der erst 1906 mit der Rehabilitierung von Alfred Dreyfus den end-gültigen Sieg der Revisionisten markierte. Durch die siegreiche Austragung der Staatsaffäre gestärkt, vermochte die dritte Republik bis heute nachwirkende Demokratisierungsprozesse, allen voran die Parlamentarisierung, die endgültige Säkularisierung sowie die Etablierung des moralischen Individualismus unter den Prämissen der universellen, unantastbaren Menschenrechte, durchzusetzen. Hauptaugenmerk der vorliegenden Diplomarbeit ist, neben der mentalitätsgeschichtlichen Analyse des politisch-historischen Kontexts und der medienwissenschaftlichen Analyse des aufsteigenden Pressewesens, die literaturwissenschaftliche Analyse und Interpretation von Émile Zolas Offenem Brief J’Accuse…! unter genauer Betrachtung der Lehren der antiken Rhetorik

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