University of Vienna

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    Häufige Fachbegriffe und ihre Wortverbindungen im österreichischen und russischen Strafrecht

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    Angesichts des wachsenden Volumens und der zunehmenden Komplexität von Ausgangstexten erleben Übersetzer*innen einen steigenden Bedarf an verlässlichen und aktuellen Sprachressourcen zur Einarbeitung in neue Fachgebiete. Das Ziel dieser Arbeit ist, ein Konzept für die Erstellung einer solchen Ressource für die Rechtsübersetzung zu erarbeiten: ein bilinguales Fachglossar häufiger Fachbegriffe und ihrer Wortverbindungen im österreichischen und russischen Strafrecht. Ausgehend von der Hypothese, dass Gesetzestexte eine hohe Repräsentativität für Rechtssprache haben, werden zwei Korpora des jeweiligen Strafgesetzbuches und der Strafprozessordnung der Republik Österreich und der Russischen Föderation erstellt. Unter der Anwendung korpuslinguistischer Methoden werden die häufigsten Fachbegriffe und relevanten Kookurrenzen aus den Korpora extrahiert. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für ein zweisprachiges Fachglossar aus 40 Einträgen. Es wird nach den terminologischen Prinzipien und der Forschung zu Sprache, Übersetzung und Terminologie im Fachgebiet Recht, die im theoretischen Teil dieser Arbeit erarbeitet werden, erstellt. Im Fazit und der abschließenden Diskussion wird die Effektivität in der Anwendung der korpuslinguistischen Methoden und der traditionellen terminologischen Prinzipien auf die Terminologiearbeit im österreichischen und russischen Strafrecht kritisch evaluiert.With the rising volume and complexity of source texts, there is an increasing need for reliable and continuously updated language resources to help translators specialise in a new subject field. This thesis aims to develop a concept for creating such a resource for legal translation: a bilingual glossary of frequent terms and their usage in Austrian and Russian criminal law. Drawing on the hypothesis that statutory texts are highly representative of legal language, two corpora of the respective criminal codes and codes of criminal procedure of the Republic of Austria and the Russian Federation are built. By using corpus-linguistic methods, the most frequent terms and their relevant co-occurrences are extracted from the corpora. The results serve as the basis of a bilingual glossary comprising 40 entries. It is built according to the terminological principles and the research on language, translation and terminology in law as discussed in the theoretical part of the thesis. The conclusion and the final discussion critically evaluate the effectiveness of applying both corpus-linguistic methods and traditional terminological principles to terminology work in Austrian and Russian criminal law

    Erwerb der Zweisprachigkeit im Kindesalter am Beispiel der slowakischen Sprachminderheit in Serbien

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    Diese Masterarbeit befasst sich mit der Sprachsituation im mehrsprachigen Raum der Vojvodina und dem Erwerb der Zweisprachigkeit im Kindesalter in slowakischen Familien in diesem Bereich. Die Existenz der slowakischen nationalen Minderheit in der Vojvodina und ihren Status in der Republik Serbien werden erläutern, die Entwicklung der slowakischen Kulturfern der Slowakei überprüfen und der Bildungssprache dieser Minderheit in Serbien in Grundschulen und Mittelschulen (inkl. Sportbereich), Hochschulen und Universitäten besondere Aufmerksamkeit widmen. Das Phänomen der Zweisprachigkeit in der Kindheit wird erklärt, und dabei werde ich auf den Erwerb der Zweisprachigkeit im Kindesalter in der Familie und in der Schule fokussieren, um auf die Frage zu antworten, auf welche Weise Kenntnisse einer anderen Sprache erworben werden können. Der praktische Teil der Masterarbeit besteht aus einer speziell für Slowaken in der Vojvodina erstellten Umfrage mit Fragen zur Sprachverwendung im Alltag zu Hause, in der Kommunikation mit Freunden, in der Öffentlichkeit, in der Schule sowie in den Geschäften. Basierend auf der zuvor recherchierten Theorie werde ich diese Umfrage analysieren, um zu dem Schluss zu kommen, wie Slowaken aus der Vojvodina die Kenntnisse der serbischen Sprache als Amtssprache auf dem Gebiet der Republik Serbien erwerben und auf welche Weise die Kenntnisse der slowakischen Sprache als einer Sprache der nationalen Minderheit. Die Hauptfrage, die diese Masterarbeit beantworten sollte, ist: Wer und wann verwendet welche Sprache in der Kommunikation mit wem und wo sowie was beeinflusst die Vermischung dieser beiden Sprachen in der Rede und in der schriftlichen Kommunikation und warum passiert dies überhaupt

    "Heartland" Südtirol

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    Rechtspopulismus ist kein Phänomen der 2000er Jahre. Das Gesicht und die Orga-nisationsform populistischer Bewegungen hat sich im Lauf der Geschichte verän-dert und längst haben Populisten die neuen digitalen Plattformen, als geeignetes Kommunikationsmittel für sich entdeckt. Anhand der Theorie von Karin Priester zei-ge ich in der vorliegenden Masterarbeit auf, welche Wesensmerkmale dem Phäno-men Populismus zugrunde liegen und wie diese auch auf kommunaler Ebene aus-zumachen sind. Das Hauptaugenmerk meines empirischen Teiles liegt dabei auf Populismus im Wahlkampf der Partei „Die Freiheitlichen“ in Südtirol. Dabei unter-suche ich den Gemeinderatswahlkampf der Partei in den sozialen Medien Insta-gram und Facebook. Zur Beantwortung meiner Forschungsfrage greife ich auf eine Multimodalanalyse zurück, welche die Analyse der visuellen Medien anhand der Bildtypenanalyse und die Analyse der Textbausteine anhand einer qualitativen In-haltsanalyse beinhaltet. In meiner Masterarbeit werde ich populistische Elemente im Wahlkampf der „Freiheitlichen“ aufzeigen und sie in Zusammenhang mit der theo-retischen Grundlage bringen. Dadurch möchte ich einen besseren Einblick auf das Phänomen des Populismus auf kommunaler Ebene geben und zudem Ansätze für weiterführende Forschungen bieten

    Politisches Framing in Zeiten von Corona

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    Ausgehend vom Framing-Ansatz beschäftigt sich diese Arbeit mit den Frames, die von den österreichischen Parlamentsparteien, während der „ersten Welle“ der COVID-19 Krise, in Presseaussendungen gesetzt wurden. Die Studie soll einen Beitrag zur politisch-kommunikativen Aufarbeitung der Corona-Krise in Österreich leisten. Hier kam das interpretativ-quantifizierende Verfahren zum Einsatz, bei dem in einem ersten Schritt die Frames im Untersuchungsmaterial identifiziert werden, um das gesamte Material dann in einer quantitativen Inhaltsanalyse zu analysieren. In 450 Presseaussendungen, die die KommunikatorInnen über APA OTS verschickten, wurden so 19 Frames identifiziert. Außerdem wurde überprüft, wie sich die Frames über die Dauer der Corona-Krise verändert haben, welche Arten des strategischen Framings sie aufwiesen und ob in den Presseaussendungen narratives Framing verwendet wurde. Untersucht wurden folglich lediglich Kommunikatoren-Frames. Über Medien-Frames oder Rezipienten-Frames kann in dieser Studie keine Aussage getätigt werden. Neben der Identifizierung der Frames konnte die Studie darlegen, dass die Opposition in ihrer Setzung von Frames konsistenter vorging als die Bundesregierung. Weiter fokussierten sich die Regierungsparteien in ihren Presseaussendungen auf motivationales, die Opposition hingegen auf diagnostisches Framing. Narratives Framing wurde in den Presseaussendungen kam angewandt und blieb über alle Krisenphasen hinweg eine Randerscheinung.Based on the framing approach, this paper deals with the frames used by Austrian parliamentary parties in press releases during the "first wave" of the COVID-19 crisis. The study aims to contribute to the political-communicative reappraisal of the Corona crisis in Austria. To do so, the interpretative-quantifying method was used, in which the frames in the research material are identified in a first step. Subsequently, the whole material is analysed in a quantitative content analysis. In 450 press releases sent via APA OTS, 19 frames were thus identified. In addition, it was examined how the frames changed over the duration of the Corona crisis, what type of strategic framing they exhibited, and whether narrative framing was used in the press releases. Consequently, only communicator-frames were examined. No statement can be made about media-frames or recipient-frames in this study. In addition to identifying the frames, the study was able to show that the opposition was more consistent in its framing than the federal government. Furthermore, the government parties focused on motivational framing in their press releases, while the opposition focused on diagnostic framing. Narrative framing was rarely used in the press releases and remained a marginal phenomenon throughout all phases of the crisis

    Quantum photonics for classically-accessible blind quantum computing

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    Seitdem erstmals erkannt wurde dass Licht aus diskreten Teilchen, sogenannte Photonen, besteht und sich daraus die Quantenmechanik entwickelte, hält diese die Welt der Forschung auf Trapp. Kombiniert mit dem rasanten Wachstum der Informatik, die immer mehr und komplexere Probleme zu lösen hatte, und dem zunehmenden Wunsch nach mehr Sicherheit und Privatsphäre im Zeitalter des Internets, erkannte man bald, dass die Werkzeuge zur Lösung dieser Probleme in der Überlagerung, Interferenz und Verschränkung der Quantenmechanik zu finden waren. Dies war die Geburtsstunde der Quantencomputer. Diese neuen Computer sind weder besonders einfach zu handhaben noch zu warten. Aus diesem Grund liegt es nahe, dass es zukünftig eine kleine Anzahl an Quantenservern über die ganze Welt verteilt geben wird, welche über alltägliche klassische Computer für jeden zugänglich sein werden. In diesem Sinne widmen wir uns der Implementierung eines Proof-of-prinzipal Experiments, das es erlaubt, über einen klassischen Client auf einen Quantencomputer zuzugreifen und dabei die Eingabe, die Ausgabe sowie die für den Klienten durchgeführten Berechnungen vor dem Server zu verbergen. Diese Form des Quantencomputers basiert auf hoch verschränkten Zuständen, die aus mehreren Qubits bestehen. In unserer Implementierung verwenden wir eine nicht-deterministische Ein-Photonen-Quelle, die auf spontaner parametrischer Fluoreszenz basiert, um die Qubits zu erzeugen. Unsere Cluster- Generierung ist jedoch dadurch begrenzt dass die Anzahl der erzeugten verschränkten Photonenpaare mit der Pumpintensität skaliert, was gleichzeitig zu einer Zunahme der Multipaar-Emission mit steigender Pumpleistung führt. Aus diesem Grund wechseln wir zu einer neuen Technik der Photonenerzeugung, basierend auf Quantenpunkten. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Aufbau zur Polarisationsunterdrückung realisiert, der zukünftige Quantencomputing- Schemata, die auf diesen neuen Quellen basieren, deutlich verbessern wird.Ever since light was first recognised as discrete particles called photons and the development of quantum mechanics resulted out of that, it has kept the world of research busy. Combined with the rapid growth of computer science, finding always more and more complex problems to solve, and the increasing desire for more security and privacy in the age of internet, it was soon recognised that the tools needed to solve these problems could be found in superposition, interference and entanglement of quantum mechanics. With this, the field of quantum computing was born. These new computers are neither particularly easy to handle nor to maintain. For this reason, the most probable future scenario will be a small number of quantum servers around the world which will be accessible via classical computers by everyone. In this sense, we are dedicated to the implementation of a proof-of-principal experiment that allows to access a quantum computer via a classical client while hiding input, output as well as the calculations performed for the client from the server. This form of quantum computing is based on highly entangled states consisting of several qubits. In our implementation we use a non-deterministic singlephoton source based on spontaneous parametric down conversion to generate our qubits. Unfortunately, the state generation is limited due to the fact that the number of generated entangled photon pairs scales with the pump intensity, which simultaneously leads to an increase of multi pair emission with rising pump power. For this reason we switch to a new technique of photon generation, based on quantum dots. In this context a polarisation suppression setup has also been realised, which will improve future quantum computing schemes based on these new sources

    Identification, cloning and heterologous expression of cryptic gene clusters for natural product biosynthesis

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    Die zunehmende Anzahl von Krankheitserregern, die gegen alltäglich verwendete Antibiotika resistent werden, ist sehr besorgniserregend. Professor Landecker veranschaulicht dieses gegenwärtige Problem mit folgender Aussage: „Lösungen sind zu Problemen geworden“ [46]. Actinomyceten haben die Gabe, neue bioaktive Komponente mit einer hohen chemischen und strukturellen Vielfalt zu produzieren. Der Fokus dieses Projektes lag auf zwei potentiell interessanten, biosynthetischen Genclustern von Amycolatopsis sp. YIM 10. Durch Verwendung von computergestützten „Genome Mining“ Tools wurde vorhergesagt, dass Cluster 11 eine NRPs-ähnliche Komponente produzieren würde und Cluster 17 hingegen ein Arylpolyen und ein Ladderan. Cluster 11 und Cluster 17 wurden jeweils in den „Pendelvektor“ pCLY10 geklont. Der Großteil dieses Projekts bezieht sich auf das Cluster 11, das im Zuge der in Hefe basierten DNA-Assemblierungstechnik erfolgreich vereinigt wurde. Für dessen heterologe Expression wurden Streptomyces coelicolor M1154 und Streptomyces albus Del14 verwendet mit dem Ziel, Cluster 11 zu aktivieren. Extrakte der Kulturen beider Stämme, die das Konstrukt pVS_C11 enthielten, zeigten weder im Agardiffusionstest, noch während der HPLC-Analyse neue Resultate im Vergleich zu jenen Extrakten, die den leeren Vektor pCLY10 enthielten. Deswegen wurden in einem zweiten Schritt die Transkriptionsregulatorgenen vom LuxR- und SARP-Typ von Cluster 11 überexprimiert. Anschließend wurde wieder eine HPLC-Analyse durchgeführt, Streptomyces coelicolor M1154 mit pVS_C11 + SARP, zeigte einen neuen Peak bei Minute 21,9. Nach LC-MS Analysen kombiniert mit „Genome Mining“ Techniken wurde aufgezeigt, dass rekombinante Stämme mit pVS_C11 + SARP, aber auch jene die den leeren Vektor pCLY10 enthielten, vermeintliche Spoxazomicin A/B- und Tetroazolemycin A/B-Derivate produzieren. Diese Moleküle werden wahrscheinlich vom Genom des Wirtsorganismus kodiert.The rising number of pathogens becoming resistant against daily used antibiotics is very concerning. As Professor Landecker defines it: “Solutions have become problems” [46]. Actinomycetes have the gift for the production of novel bioactive compounds with a high chemical and structural diversity. The focus of this project was on two potentially interesting BGCs of Amycolatopsis sp. strain YIM 10. Using different “in silico” genome mining tools, BGC11 was predicted to produce a NRPs-like compound, BGC17 an arylpolyene and ladderane. Both BGCs were respectively cloned into the shuttle vector pCLY10. Most part of the project is related to BGC11. After the yeast-based DNA assembling technique of BGC11, a heterologous expression in Streptomyces coelicolor M1154 and Streptomyces albus Del14 was carried out with the aim of activating BGC11. Extracts of the cultures of both strains harboring pVS_C11 didn’t deliver any new results in disk diffusion tests or in HPLC-analysis compared to extracts containing the empty vector pCLY10. Subsequently an overexpression of the transcriptional regulator genes of BGC11 from the SARP and LuxR-type was performed. HPLC-analysis of the extracts were carried out where the extract of Streptomyces coelicolor M1154/pVS_C11 + SARP showed a new peak at min 21,9. After LC-MS analysis combined with genome mining analysis, it was shown that recombinant strains harboring pVS_C11 + SARP but also strains harboring the empty vector pCLY10 and no SARP produced inter alia compounds which are presumably spoxazomicin A/B- and tetroazolemycin A/B, indicating that these compounds are encoded by the genome of the host organism

    Der Lebensmitteleinzelhandel während der Corona-Krise

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    Eine gute Reputation gilt sowohl als zentrale immaterielle Zielgröße als auch als einer der wichtigsten intangiblen Vermögenswerte, der Unternehmen auch in einer Krise schützt (vgl. u.a. Schwaiger, 2010; Caruana et al., 2006; Keh & Xie, 2009). Strategische Kommunikation im Sinne der Reputation strebt einen Vertrauenserwerb (vgl. Oeckl, 1964, S. 43; Bentele 1994, S. 154), die Information der Öffentlichkeit (vgl. Ronneberger, 1977, S. 15) oder den Aufbau von Glaubwürdigkeit (vgl. Bentele & Seidenglanz, 2015, 415) und schlussendlich die Erlangung einer „licence to operate“ an ( vgl. Eisenegger, 2015, S. 450). Daher verwundert es nicht, dass Unternehmen auch während der Corona-Krise versuchen, ihren Ruf zu schützen und um die Gunst der Stakeholder bemüht sind. Social Media Kommunikation im Zuge des Reputationsmanagements stellt eine Möglichkeit dar, um die relevanten Anspruchsgruppen zu erreichen und so ist zu beobachten, dass Unternehmen in der Anfangsphase der COVID-19-Pandemie auf Online-Vernetzung mit Stakeholdern gesetzt haben (vgl. Berens, 2020). Im Sinne Eisenegger und Imhofs (2009) kann diese Kommunikation neben einer Bewirtschaftung der funktionalen Reputation ebenso die Sozialreputation und die expressive Reputation anstreben. Um der Frage nachzugehen, welche Reputationsbewirtschaftung während der Kommunikation in der Anfangsphase der Corona-Krise verfolgt wird, unterzieht die vorliegende Forschungsarbeit die Social Media Kommunikation von fünf österreichischen Lebensmitteleinzelhändlern auf Instagram, Facebook und Twitter zunächst einer Einordnung in die „Drei-Welten“ der Reputationstheorie Eisenegger und Imhofs (2009) und geht darüber hinaus der Frage nach, welche Kommunikationsstrategien die untersuchten Unternehmen verfolgen und wie diese ausgestaltet sind. Zuletzt wird eine Antwort auf die Frage, welche Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten in der gegenständlichen Kommunikation zu finden sind, gegeben. Die Studie gelangt zu dem Ergebnis, dass die Social Media Kommunikation der Lebensmitteleinzelhändler auf die Bewirtschaftung aller drei Reputationsdimensionen abzielt, wobei die soziale Reputation über die Charakterisierung als sozialverantwortliches Unternehmen adressiert wird, das in der COVID-19-Pandemie die Mitarbeitenden, LieferantInnen, KundInnen und andere Unternehmen sowie die Gemeinschaft unterstützt und die normativen und moralischen Standards der Krise einhält. Um expressive Reputation zu erlangen, zeigen sich die Unternehmen auf Social Media als authentischer und nahbarer Sympathieträger, der auf Augenhöhe mit den Stakeholdern kommuniziert, während die funktionalen Erwartungen der Stakeholder über die Darstellung als kompetenter Experte realisiert werden, indem sie demonstrieren, dass sie auch während der Corona-Krise der originären Aufgabe des Handels mit Lebensmitteln nach- gehen und die Versorgung aufrechterhalten können. Eine Bevorzugung der Generierung von Sozialreputation ist zu erkennen. Die Bewirtschaftung der drei Reputationswelten wird vor allem durch CSR-Kommunikation, Storytelling und SMI-Kommunikation praktiziert. Darüber hinaus gestaltet sich die Kommunikation auf Social Media durchwegs homogen und wesentliche Unterschiede konnten keine festgestellt werden

    Alpha-desynchronization and theta-synchronization during naturalistic mother-infant interaction

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    Die frühe Kindheit ist von existenzieller sozialer Abhängigkeit, sowie von hoher Neuroplastizität und Aufnahmefähigkeit gegenüber externen Reizen gekennzeichnet. Es wird daher angenommen, dass frühe soziale Interaktion einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung neuronaler und sozial-kognitiver Strukturen hat. Erfolgreiche Interaktion setzt voraus, dass die interagierenden Personen kontinuierlich und dynamisch aufeinander reagieren. Es wird vermutet, dass sich diese Koordinationsprozesse in erhöhter Alpha-Power (Desynchronisation) und verringerter Theta-Power (Synchronisation) im frontozentralen EEG-Signal widerspiegeln. Alpha-Desynchronisation und Theta-Synchronisation konnte ebenfalls bei gegenseitigem Blickkontakt beobachtet werden. Studienergebnisse deuten darauf hin, dass gegenseitiger Blickkontakt in der frühen Mutter-Kind-Interaktion eine grundlegende koordinative Rolle spielt. Obwohl der derzeitige Erkenntnisstand die Bedeutung der dynamischen bidirektionalen Eigenschaften von realen sozialen Interaktionen unterstreicht, kommen in der sozial-neurowissenschaftlichen Forschung bislang überwiegend Paradigmen zum Einsatz, bei denen die Versuchspersonen passiv soziale Reize beobachten. Die vorliegende Studie untersucht die Alpha- und Theta-Aktivität bei Müttern und Säuglingen unter Anwendung eines EEG-Hyperscanning-Paradigmas, das eine freie Interaktion ermöglicht und so eine maximale ökologische Validität sicherstellt. Die durchschnittlichen Alpha- und Theta-Werte wurden zwischen einer „Free-Play“ (FP) und einer Resting-State Bedingung (RS) verglichen. Außerdem wurde die Beziehung der Gesamtdauer des Blickkontakts während FP mit der durchschnittlichen Alpha- und Theta-Aktivität von Müttern und Säuglingen untersucht. Die durchschnittliche Alpha-Power von Säuglingen war während FP signifikant niedriger. Die durchschnittliche Theta-Power war während FP bei Müttern und Säuglingen signifikant höher. Korrelationsanalysen der Beziehung zwischen der Dauer des Blickkontakts und Alpha- und Theta-Aktivität von Müttern und Säuglingen ergaben keine signifikanten Resultate. Die Erkenntnisse der Studie werden in Bezug auf frühere Ergebnisse und zukünftige Ansätze diskutiert.During early childhood the brain’s both structural and functional architecture is highly plastic and sensitive to external input. This period is also characterized by infants’ strong dependency on their social environment, especially their primary caregivers. Thus, scientists argue that early social interaction has a fundamental impact on early neurodevelopment and the emergence of social cognition. During social interaction human beings dynamically and bidirectionally monitor and adapt to each other. These coordination processes are thought to be supported by decreased alpha power (desynchronization) and increased theta power (synchronization) over frontocentral areas. Furthermore, alpha desynchronization and theta synchronization was observed in association with mutual gaze. In early mother-infant interaction mutual gaze is thought to act as an important communicative cue supporting dynamic interpersonal coordination. Although findings emphasize the dynamic and reciprocal qualities of real-life social interaction, social neuroscience is dominated by observational paradigms with participants passively observing social stimuli. This study investigated alpha and theta activity in mothers and infants through an EEG hyperscanning paradigm. This allowed the dyads to interact freely, thus ensuring maximal ecological validity. Average alpha- and theta-power values were compared between a “free-play” (FP) and a resting state (RS) condition and overall mutual gaze duration during FP was correlated with average alpha and theta power of both mothers and infants. Infants’ average alpha power was significantly lower during FP. Average theta power was significantly higher during FP in mothers and infants. Correlation analyses indicated no significant associations. The results are discussed in the context of previous findings and future directions

    Jugendkriminalität - die Wirklichkeitskonstruktion der Medienberichterstattungen ausgewählter Zeitungen im Zeitraum 1946-2020

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    Jugendkriminalität ist bestimmt kein neues Phänomen. Medien greifen oftmals Vorkommnisse der Jugend auf, die den Anschein hinterlassen, dass Jugendliche bereitwillig Regeln und Gesetze brechen würden. Deshalb ist das Ziel dieser Arbeit herauszufinden, wie sich der Diskurs der Jugendkriminalität in den Tageszeitungen seit dem 2. Weltkrieg entwickelt hat und welche Themenkonjunkturen erkennbar werden. In diesem Zusammenhang nimmt vorrangig der mediale Diskurs eine wichtige Rolle ein und auch die Kriminalisierungstheorie des Labeling Approachs, der Kriminalität als eine Zuschreibung begreift. Als Forschungsperspektive wird die sozialwissenschaftliche Diskursforschung eingenommen, die es ermöglicht Jugendkriminalität als diskursives Ereignis zu erfassen. Durch die auftretenden MeinungsträgerInnen im medialen Diskurs und die gekonnte journalistische Sprache verfestigen sich die Vorstellungen über die Jugend rasch in der Gesellschaft. Neben der eigens erhobenen Längsschnittstudie wird auch auf wissenschaftliche Erkenntnisse und Kriminalitätsstatistiken zurückgegriffen. Dadurch kann das Konstrukt Jugendkriminalität besser dargestellt werden. Bedeutend für die Jugendkriminalität als zeitlich wandelbares Phänomen sind die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen. Die beschriebene Sicherheitsgesellschaft von Garland (2001) verdeutlicht außerdem die aufkommende Punitivität und zeigt wie sich der Trend der Straflust entwickeln konnte. Die nachfolgende Arbeit steht nicht repräsentativ für die gesamte Presse bzw. Bevölkerung

    Intertextuality in Terry Pratchett's "Wyrd Sisters"

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    Der im Jahre 2015 verstorbene Verfasser des Scheibenwelt-Zyklus, Sir Terry Pratchett, zählte zu den bekanntesten britischen Fantasy-Autoren der letzten dreißig Jahre. Diese Diplomarbeit befasst sich mit dem Roman Wyrd Sisters, welcher durch einen komplexen Gebrauch von Intertextualität gekennzeichnet ist. Diese umfasst Referenzen auf literarische Texte, moderne Medien, aber auch auf das menschliche Dasein. Der Fokus dieser Untersuchung liegt auf der Feststellung, ob die Verwendung von Intertextualität in diesem modernen Fantasy-Roman, welcher der komischen Sorte zuzuordnen ist, die Immersion der Leserschaft in eine andere Welt stört, oder ob sie ein noch tieferes Eintauchen in die fremde Welt bewirkt. Meine Arbeit besteht aus einem theoretischen und einem analytischen Teil. Als Erstes fasse ich den Forschungsstand bezüglich des Fantasy-Genres und jenem der Intertextualität zusammen. Eine kritische Betrachtung ausgewählter Arbeiten über den Roman Wyrd Sisters rundet das Kapitel ab. Im Folgenden gehe ich der Frage nach wie sich das Fantastische in Pratchetts Roman darstellt. Dazu verwende ich als Grundlage Farah J. Mendlesohns Betrachtungen zu den von ihr erstellten Kategorien der sogennanten immersiven, und jener der intrusiven Fantasy. Im theoretischen Abschnitt analysiere ich dann wie sich intertextuelle Bezüge in Wyrd Sisters manifestieren. Anhand Manfred Pfisters und Ulrich Broichs Modell zur Feststellung unterschiedliche Intensitätsgrade diesbezüglich, identifiziere ich verschiedene Arten von Textbezügen. Sechs Kriterien, die sowohl die klassische, strukturell-hermeneutische, als auch die neuere, post-strukturalistische, Vorgehensweise einbeziehen, erlauben eine Unterscheidung zwischen intensiven, sehr spezifischen Einzeltextreferenzen, und globaleren Beziehungen, wie zum Beispiel jene eines intertextuellen Textes zu verschiedenen Diskursen, literarischen Genres, oder gesellschaftlichen Gegebenheiten. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit zeigen, dass Pratchett eine kohärente und stimmige Fantasiewelt konstruiert, die von der Leserschaft betreten und geglaubt werden kann, trotz vielerlei disruptiver Inkursionen aus der realen Welt. Das ist darauf zurückzuführen, dass der Autor intertextuelle Bezüge ironisiert und in seiner realistisch anmutenden Fantasy-Welt als absurd vorführt. Dadurch soll die Leserschaft ermutigt werden, die eigene Welt unter einem neuen Blickwinkel kritisch zu betrachten.The late Sir Terry Pratchett was a successful British fantasy writer, whose Discworld sequence is characterised by a complex intertextual system. My thesis focuses on the novel Wyrd Sisters, which features diverse references to literary texts, to modern media as well as to the human condition. The aim of this study is to explore whether intertextuality spoils, or rather enhances, the readers’ immersion in the otherworld depicted in this humorous modern fantasy work. My investigation moves from theory to analysis. First, I give an overview of the theories of fantasy and intertextuality, which is followed by a brief review of selected papers on Wyrd Sisters. Subsequently, I consider the nature of the fantastic in Pratchett’s novel by relating to Farah J. Mendlesohn’s categories of immersive and intrusion fantasy. The second part of my inquiry, then, zooms in on the manifestations of intertextuality in Pratchett’s text. I organise the references that I could identify according to Manfred Pfister’s and Ulrich Broich’s principles of intertextuality. Six criteria allow for both a structural-hermeneutic view on specific text relationships, for example between literary texts, and for a post-structural one on references that allude to broader systems, such as genres, or social conditions. The results show that Pratchett constructs a coherent fantasy world that remains intact for the readership, despite numerous incursions from the real world. This is due to the author’s technique of not only dealing with these irruptions ironically but also of providing the readers with thought-provoking impulses for reconsidering their own world

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