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    Der Mensch verschwindet im Holozän

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    Vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von Naturverhältnissen in Max Frischs "Der Mensch erscheint im Holozän" (1979) mit besonderem Blick auf die Dialektik von Anthropologie und Geologie. Als zeitgeschichtliche Voraussetzung aktueller Debatten über ein neues Erdzeitalter des Menschen erscheinen jene über ökologische Gefährdungslagen, wie sie die Erzählung in Chiffren wie der Sintflut prägen. Mit einer an Samuel Beckett wie Günther Anders anknüpfenden 'Apokalypse im Stillstand' reflektiert der Text sich verändernde kulturelle Vorstellungen der Katastrophe zwischen Atombombe und anthropogenen Klimaveränderungen. Formal präfiguriert Frisch dabei die Erzählstrategien W. G. Sebalds, dessen literarische Verarbeitung von Adornos und Benjamins Konzept der 'Naturgeschichte' einen wesentlichen Vergleichspunkt darstellt. Zentral ist somit eine Engführung mit Kritischer Theorie, die nachzeichnet, wie in "Holozän" die vermeintliche Rationalität 'verwilderter Selbsterhaltung' eigene Naturverfallenheit produziert, an deren Ende geschichtsphilosophisch das Posthistoire steht.This thesis examines the representation of societal relations with nature in Max Frisch’s "Der Mensch erscheint im Holozän" (1979) with a special focus on the dialectical interplay of anthropology and geology. The basis for current debates about a new geological age of humankind are those about ecological threats, which shape the narrative in ciphers such as the Deluge. With its 'apocalypse at a standstill' the text reflects changing cultural notions of the catastrophe between the atomic bomb and anthropogenic climate change, linking the text to Samuel Beckett and Günther Anders. In the process, Frisch formally prefigures the narrative strategies of W. G. Sebald, whose literary treatment of Adorno’s and Benjamin’s concept of ‚natural history‘ constitutes an essential point of comparison. Central to the approach is the work of Critical Theory, which allows to outline how the supposed rationality of non-reflective self-preservation in "Holozän" produces its own 'Naturverfallenheit' that paves the way for the (philosophical) end of history or 'posthistoire'

    Symmetric spaces and their compactifications

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    Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, eine Einführung in die Theorie Riemannscher symmetrischer Räume mit besonderem Augenmerk auf nicht-kompakte Räume zu geben. Ausgehend von ihrer klassischen Theorie im Rahmen von Riemannscher Geometrie und Lie-Theorie wird eine Korrespondenz zwischen symmetrischen Räumen und einer bestimmten Art reeller Lie-Algebren entwickelt. Diese Methode ermöglicht eine vollständige Klassifizierung symmetrischer Räume und zeigt die Existenz der ausgezeichneten Klasse der symmetrischen Räume vom nicht-kompakten Typ, die aus vollständigen, einfach zusammenhängenden Riemannschen Mannigfaltigkeiten mit nicht-positiver Schnittkrümmung besteht. In diesem Kontext ergibt sich die Frage, wie solche Räume kompaktifiziert werden können. Im Allgemeinen gibt es viele Ansätze zu diesem Problem, was die Frage aufwirft, wie unterschiedliche Kompaktifizierungen miteinander verglichen werden können. Der Hauptteil der Arbeit ist der Beschreibung verschiedener Methoden der Kompaktifizierung symmetrischer Räume vom nicht-kompakten Typ gewidmet und vergleicht diese in den konkreten Beispielen des hyperbolischen Raumes sowie offenen Bahnen in Graßmann-Mannigfaltigkeiten. Diese Räume stellen eine wichtige Familie symmetrischer Räume dar und können mit einer Vielzahl an Werkzeugen der Riemannschen Geometrie, Lie-Theorie und linearen Algebra untersucht werden.The aim of this thesis is to provide an introduction to the theory of Riemannian symmetric spaces with a particular view towards non-compact spaces. Starting from their classical theory in the setting of Riemannian geometry and Lie theory, we develop a correspondence between symmetric spaces and a certain type of real Lie algebras. This method leads to a complete classification of symmetric spaces and gives rise to the distinguished class of symmetric spaces of the non-compact type consisting of complete, simply connected Riemannian manifolds of non-positive sectional curvature. The question how such spaces can be compactified arises naturally in this context. In general, there are many approaches to this problem, which raises the issue of relating compactifications obtained by different methods. The core of this thesis is devoted to describing various methods of compactification of symmetric spaces of the non-compact type and to compare them in the concrete examples of hyperbolic space and open orbits in Grassmannian manifolds. These spaces provide an important class of symmetric spaces and can be studied with a wide range of tools from Riemannian geometry, Lie theory and linear algebra

    Adoption of home-based telework during the COVID-19 pandemic and its effect on the employees' commitment to the company

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    Die COVID-19-Pandemie brachte weltweit unerwartete Herausforderungen mit sich; Unternehmen führten mit den ersten Einschränkungen und Ausgangsperren Homeoffice ein. Mit einem plötzlichen Anstieg der Zahl der Mitarbeiter, die im Homeoffice arbeiten, erleben Unternehmen eine Workforce Transformation. Ziel dieser Recherche ist es herauszufinden, wie Homeoffice die Mitarbeiterbindung beeinflusst, wobei die drei Dimensionen des organisationales Commitments berücksichtigt werden: affektiv, normativ und kalkulatorisch. Es wurde vorgeschlagen die Mitarbeiterbindung anhand des Ausmaßes, in dem Homeoffice geleistet wird, zu vergleichen. Es wurde behauptet, dass Homeoffice einen negativen Zusammenhang zur Mitarbeiterbindung hat. Infolgedessen wurden Daten von Mitarbeiter zu ihrer Situation im Homeoffice und zu ihrer Bindung erhoben und ausgewertet. Es wurde festgestellt, dass mit Beginn der Pandemie das Homeoffice sich verdreifacht hatte, und dass die Mitarbeiterbindung hoch ist, wobei diese bei den Mitarbeitern mit 2 Tage Homeoffice am höchsten ist. Basierend auf diesen Ergebnissen werden Unternehmen die Einführung eines Arbeitsmodells vorgeschlagen, die Homeoffice und Arbeit im Büro kombiniert. Da keine Korrelation zwischen den beiden analysierten Variablen gefunden wurde und die Hypothesen keine statistische Unterstützung finden konnten, wurde für zukünftige Forschungen empfohlen, diese Beziehung unter Berücksichtigung der Mitarbeiterbindung vor, seit Beginn und nach der Coronavirus-Pandemie zu untersuchen.The COVID-19 pandemic brought unexpected challenges worldwide; and with the first restrictions and lockdowns in place, companies adopted home-based telework. With a sudden rise in the number of employees working from home, companies have been experiencing a workforce transformation. The aim of this research is to find out how home-based telework influences employees’ commitment taking into account the three dimensions of organizational commitment: affective, normative, and continuance commitment. It has been proposed to compare employees’ commitment based on the extent to which they work from home arguing that home-based telework is negatively related to employees’ commitment. Consequently, data on employees’ work from home situation and commitment was collected and analyzed. It was found that home-based telework had tripled with the start of the pandemic, and that employees’ commitment is high with the most committed employees having two work from home days. Based on these results, the adoption of a work model that combines work from home and work in the office is being recommended to companies. Since a correlation between the two analyzed variables was not found and the hypotheses could not find statistical support, it has been recommended for future research to examine this relationship taking into account employees’ commitment before, since, and after the coronavirus pandemic

    "Praeceptor nuper inchoavit Sallustium, qui quoniam sententiosus est mihi perplacet" - Sallustrezeption im Lateinunterricht der habsburgischen Erzherzöge Rudolf (1552-1612) und Ernst (1553-1595)

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    Die vorliegende Arbeit zielt auf eine kritische Betrachtung der sogenannten „imitationes Sallustii“ der habsburgischen Erzherzöge Rudolf (1552-1612) und Ernst (1553-1595) ab, welche die beiden im Zuge ihres Lateinunterrichts verfassen mussten. Dabei haben sie quasi das Rededuell Cato-Caesar aus Sallusts „Catilina“ nachgespielt, Rudolf als Cato, Ernst als Caesar. Die Betrachtung bezieht sich dabei konkret auf zwei Fragen: Welche Kriterien waren ausschlaggebend für die Aufnahme ins Lektüreprogramm? Wie (gut) haben Rudolf und Ernst die „imitationes“ umgesetzt? Die erste Frage konnte mittels einer Kontextualisierung der „imitationes“ im gesamten Unterricht beantwortet werden. Sie ergab, dass bei der Auswahl der Texte vor allem die Relevanz antiker Autoren für den Herrscher („clementia Caesaris“) sowie die Aktualisierbarkeit (Aufstände gegen die spanische Herrschaft in den Niederlanden) eine große Rolle gespielt haben dürften. Die Transkription und Übersetzung der „imitationes“ sowie ihr Vergleich mit den sallustischen Reden unter bestimmten Gesichtspunkten (Inhalt und Aufbau, Sprache und Stil) konnten danach Aufschluss über die Umsetzung der „imitationes“ geben und zeigen, dass und vor allem warum Ernst diese deutlich besser gelungen ist als seinem Bruder Rudolf. Als Quellen der Arbeit sind schließlich vor allem die im ÖStA und der ÖNB aufliegenden Manuskripte der beiden Erzherzöge, die Monographie von E. MAYER-LÖWENSCHWERDT über den Aufenthalt der beiden Erzherzöge in Spanien (1564-1571) sowie Kommentare und einschlägige Sekundärliteratur zu Sallusts „Catilina“ respektive dem Rededuell Cato-Caesar zu nennen

    The Snake Omens in the Mesopotamian Divinatory Series Šumma ālu (Tablets 22-24)

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    Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit den Schlangenomina aus drei Tafeln der mesopotamischen divinatorischen Serie Šumma ālu ina mēlê šakin “Wenn eine Stadt auf einer Anhöhe liegt” (Tafeln 22-24). Der erste Teil der Masterarbeit ist eine Einführung in das Thema mit einem geschichtlichen Über-blick mesopotamischer Divination und ihrer Quellen. Zusätzlich wird speziell auf die Serie Šumma ālu, ihre Inhalte und ihre Struktur eingegangen. Der zweite Teil behandelt die Primärquellen der Schlangenomina mithilfe von literaturkritischen und sprachwissenschaftlichen Methoden. Mehrere strukturelle und stilistische Elemente werden beleuchtet und in einem Modell zusammengefasst. Schließlich bietet der dritte Teil der Masterarbeit eine neue und verbesserte Edition der Tafeln 22-24. Im Rahmen des Projekts Bestiarium Mesopotamicum: Tieromina im Alten Mesopotamien (Universität Wien/Austrian Centre for Digital Humanities, 2018-2021) werden die Tieromina aus Šumma ālu derzeit für eine Online-Datenbank neu bearbeitet, wodurch auch diese Edition zustande kam.This master’s thesis deals with the snake omens from three chapter-tablets of the Mesopotamian divin-atory series Šumma ālu ina mēlê šakin “If a city is set on a height” (Tablets 22-24). The first part of the thesis is an introduction to the topic with a historical overview of Mesopotamian divination and its sources. In addition, the series Šumma ālu, its contents, and structure are considered. The second part of the thesis deals with the snake omens as primary sources using a literary-critical and linguistic methodology. A discussion of several structural and stylistic elements serves as the basis for a model explaining the multidimensionality of omen lists. Finally, the third part of the master’s thesis offers a new and improved edition of Tablets 22-24. As part of the project Bestiarium Mesopotamicum: Tieromina im Alten Mesopotamien (University of Vienna/Austrian Centre for Digital Humanities, 2018-2021) the animal omens from Šumma ālu are currently being prepared for an online database, which also resulted in this edition

    Pausendauer zwischen Belastungssätzen im Krafttraining und deren Bedeutung für die Entwicklung von Muskelkraft und Muskelmasse

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    Krafttraining ist die primäre Methode, um muskuläre Anpassungen hervor zu rufen und sowohl eine Steigerung der Kraft als auch der Muskelmasse zu erzielen. Die Pausendauer zwischen den Sätzen spielt eine wichtige Rolle bei der Planung eines effektiven Krafttrainings. Ziel dieser Arbeit war es die optimale Pausendauer für die Steigerung der Kraft und Muskelmasse zu definieren und dabei sowohl auf die Unterschiede zwischen trainierten und untrainierten Personen als auch zwischen ein- und mehrgelenkigen Übungen einzugehen. Dazu wurde ein systematischer Review durchgeführt und die Datenbanken PubMed, Scopus und Web of Science durchsucht. 16 Studien, die sich mit der Entwicklung der Kraft und 6 die sich mit der Entwicklung der Muskulatur beschäftigten, erfüllten folgende Kriterien und wurden in das Review aufgenommen: a) experimentelle Studie, die in einem begutachteten Journal veröffentlicht wurde; b) mindestens 2 Trainingsgruppen, die sich nur durch die Dauer der Pause zwischen den Sätzen unterschieden. Alle weiteren Parameter wie die Anzahl der Trainingssätze und Wiederholungen mussten gleich sein; c) die Dauer der Trainingsintervention betrug mindestens 4 Wochen mit mindestens 2 Trainingseinheiten pro Woche; d) Durchführung von mindestens einem Test zur Bewertung der Entwicklung der Kraft. 1-10RM Tests, einschließlich isometrische und isokinetische Tests. Oder Durchführung von mindestens einem Test, um eine Veränderung der Muskelmasse zu identifizieren; e) Die ProbandInnen hatten keine zuvor bekannten chronischen Beschwerden oder Verletzungen. Die Qualität dieser Studien, welche mit der PEDro Skala bewertet wurde, war zwischen mäßig und sehr gut. Die Literatur zeigt, dass trainierte Personen, um Kraft und Muskelmasse zu steigern zwischen 2 und 5 Minuten Pause benötigen, wohingegen untrainierte Personen bereits mit Pausen von ungefähr einer Minute stabile Resultate hinsichtlich der Steigerung der Kraft und Muskelmasse erzielen.Lifting weights is the primary method to cause muscular adaptations and make strength and hypertrophy gains. The rest interval between sets plays an important role in planning an effective resistance training program. The goal of this paper was to define the optimal rest interval duration between sets to increase strength and muscle mass and in this regard analyse the differences between trained and untrained and between single- and multi-joint exercises. Therefore, a systematic review was performed and the following electronic databases were searched: PubMed, Scopus and Web of Science. 16 studies focussing on the measurements of strength and 6 focussing on the measures of muscle hypertrophy met the following criteria and were included in the review: a) experimental study published in a peer reviewed journal; b) a minimum of 2 training groups, with the only difference between groups being the rest interval duration and all other parameters like sets and repetitions being equal; c) the study lasted for a minimum of 4 weeks with at least 2 training sessions per week; d) at least one method of measuring changes in muscle mass was used in the study. 1- 10RM tests including isometric and isokinetic tests. Or at least one method of measuring a change in muscle mass; e) participants had no known chronic disease or injury. Methodological quality was assessed using the PEDro scale which showed the included studies ranging in between moderate and very good quality. Literature shows that trained individuals should rest 2-5 minutes between sets if their goal is to increase strength or gain muscle mass whereas untrained individuals can make robust increases in strength and muscle mass using a rest interval of around 1 minute

    Literarische Zeitreisen

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    Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit dem Motiv der literarischen Zeitreisen in einer Auswahl zeitgenössischer Jugend- und Erwachsenenliteratur. Hierbei soll veranschaulicht werden, dass eine Genre-Zuordnung der Romane durch die beschriebenen Zeitreisen geleistet werden kann und neue Aspekte des Motivs aufgenommen werden. Nach einer Skizzierung der Gattungen der Science Fiction und der Fantastik wird dafür das Motiv – darunter ein Abriss über die Entwicklung der Zeitreise-Geschichten, deren Funktionen und Paradoxien – umfassend dargestellt, um zu zeigen, wie unterschiedlich das Motiv bespielt werden kann. Bei der anschließenden Erzählanalyse der ausgewählten Werke wird auf die narratologische Typologie von Gérard Genette zurückgegriffen. Im Zuge dessen werden die Zeitsprünge hinsichtlich ihrer Nutzung, Beschreibung und der Wahrnehmung der Figuren analysiert. Neue Ansichten können dabei einerseits durch die Auswahl der Romane, andererseits durch die Forschungsansätze gewonnen werden

    Alternative Geschichte

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    In der vorliegenden Arbeit werden die Besonderheiten sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Alternativweltgeschichten „Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten“ (2008) von Christian Kracht und „Der Komet“ (2013) von Hannes Stein untersucht und verglichen. Beide Romane sind kontrafaktische Erzählungen, die ihren Divergenzpunkt im 20. Jahrhundert haben, im deutschsprachigen Raum (vornehmlich in der Schweiz und Österreich) spielen und der entsprechenden Region eine veränderte Machtposition in der Welt einräumen. In den beiden Geschichten werden die narratologischen und inhaltlichen Merkmale sowie die zentralen Themen und Konflikte herausgearbeitet und auch die wesentlichen Bestandteile des kontrafaktischen Erzählens hervorgehoben. Ein besonderer Fokus liegt, neben der Analyse der Vermittlung von Zeit, der Abweichungen von der realen Geschichte und deren Auswirkungen sowie dem daraus resultierenden Aufbau der jeweiligen Welt, vor allem auch auf der Relevanz und Aktualität der Texte. Durch die sehr unterschiedlichen Erzähltechniken und die sich teilweise überschneidenden Elemente und Themen der beiden Uchronien ergibt sich so ein Bild über die Funktionsweise und Wirkung der Alternativweltgeschichte im Allgemeinen, welche vor allem die Reflexion der Leser*innen zum Ziel hat

    Entwicklung und Entstehung der Isotype von Otto Neurath sowie Vergleich zum aktuellen Regelwerk zur Erstellung von Bildstatistiken

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    Als meist letzter Schritt einer Datenaufbereitung oder -analyse bildet die Bildstatistik einen wichtigen Aspekt der Arbeit eines/r Statistiker*in. Um statistisches Wissen korrekt und leicht fasslich zu visualisieren, müssen allerdings einige Regeln befolgt werden. Für Entwicklung der Bildstatistik trug Otto Neurath mit dem Regelwerk des Isotype einen großen Teil zur Verbreitung von statistischem Wissen unter der Gesamtbevölkerung bei. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist zu untersuchen, worin die Parallelen zwischen dem Regelsystem des Isotype und den aktuellen Regeln zur Erstellung von Bildstatistiken bestehen. Dabei wird zunächst eine Übersicht über die historische Entwicklung der Bildstatistik im Allgemeinen, anschließend über die der Wiener Methode im Speziellen gegeben. Zweitere beinhaltet das von Otto Neurath entwickelte und 1943 niedergeschriebene Regelsystem, das in der Begriffsdefinition des Isotype resultierte. Im Folgenden werden die aktuellen Regeln zur Erstellung von Bildstatistiken, zusammengetragen aus diversen Quellen, vor allem aber aus Edward Tuftes Niederschriften und eines Leitfadens des Statistischen Bundesamtes in Deutschland, beschrieben. Zuletzt sollen drei exemplarische Vergleiche die Analyse der Parallelen und Unterschiede in den beiden Regelwerken veranschaulichen. Verursacht durch den technischen Fortschritt und das variierende Zielpublikum gibt es heute eine größere Anzahl an Darstellungsarten mit individuellen Regeln. In den Regeln, die für alle heute gängigen Darstellungsarten gelten, finden sich beinahe alle von Neurath aufgestellten Forderungen, allerdings konkretisiert. Ident ist insbesonders die Zielsetzung, niederschwellige und schnell verständliche Grafiken zu erzeugen. Die exemplarischen Vergleiche zeigen einerseits, dass es Isotype vermag, mehrere Informationsebenen übersichtlich und schnell verständlich darzustellen, während aktuelle Grafiken jeweils nur einen Teil dieser Information vermitteln. Andererseits verdeutlicht der Vergleich, dass die Verwendung von zu viel des heute vorliegenden, umfangreichen Datenmaterials zu komplexen Grafiken führt, die teilweise nur von Statistiker*innen verstanden werden können, während im Fall von Isotype häufig bewusst nur wenig Information dargestellt wurde, um diese einprägsam zu vermitteln.Regarding the work of a statistician, visualization is a crucial step in the course of data processing and data analysis. There are, however, several rules that have to be followed to visualise statistical information in a correct and easily comprehensible way. In the development of pictorial statistics, Otto Neurath’s rule system of Isotype was fundamental for making statistical knowledge accessible to the entire population. In order to determine the influence of Otto Neurath’s rule system on the current one, the goal of this thesis is to analyse the similarities between the two. First an overview of the historical development of pictorial statistics is given, followed by a description of the Vienna Method of Pictorial Statistics (Wiener Methode der Bildstatistik), which contains the rule system developed and written down in 1943 by Otto Neurath, terminated by renaming the method to Isotype. In addition, considering several sources, mainly Edward Tufte’s works and a guide provided by the Federal Statistical Office of Germany, the current rule system of pictorial statistics is given. In the end three exemplary comparisons illustrate the analysis and comparison of the two rule systems. Due to technical advances and the diverse target group today, there is a wide range of different methods of visualisation, each possessing specific rules. However, the rule system immanent for all methods contains almost all of Neurath’s ideas and regulations, though more detailed defined. Noticeable is the common goal of creating easily understandable graphics. Exemplary comparisons make it visible that while Isotype is able to depict high information density in several layers in a clear and easily understandable way, current graphs are only capable to do so with less information. The comparison also illustrates that using too much of the extensive data that is nowadays available may result in pictorial statistic that is in some cases too complex to be understood by anybody but statisticians. Isotype on the other hand in some situations deliberately depict only little information to ensure it is easy to understand and more importantly easy to remember

    Die Darstellung von Männer- und Frauenfiguren in Arno Schmidts "Schwarze Spiegel", "Die Gelehrtenrepublik" und "Kaff auch Mare Crisium"

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    In der vorliegenden Arbeit sind Arno Schmidts Werke Schwarze Spiegel, Die Gelehrtenrepublik und Kaff auch Mare Crisium hinsichtlich der Darstellung von Männer- und Frauenfiguren untersucht worden, wobei mit der narratologischen Textanalyse und der Heuristik gearbeitet worden ist. Es hat sich gezeigt, dass der Autor vielschichtige Figuren entworfen hat, die zugleich statisch sind. Bezüglich der Eigenschaften der Figuren hat der Schriftsteller keine Geschlechterstereotypen reproduziert. Die hohe Aktivität und die Auskunftsfreudigkeit der Figuren – dadurch ergeben sich viele interessante, informationsreiche Dialoge – sowie der Umstand, dass es sich bei den vier Protagonisten um autodiegetische Ich-Erzähler handelt, tragen zu einer hohen Glaubwürdigkeit der Geschichten und zu einer lebhaften Erzählweise bei. Schmidts eigenwilliger, ironischer Umgang mit der Gattung Utopie spiegelt sich auch in seiner Figurenkonzeption wider, mittels derer er mit der Tradition der literarischen Utopie bricht. Der Autor hat sich beim Entwerfen der ausschließlich patriarchal geprägten Gesellschaften offensichtlich an den zur Entstehungszeit der Texte vorherrschenden Gegebenheiten orientiert, weshalb in seinen Geschichten Männer und Frauen bestimmte Berufe ausüben, ersteren durchschnittlich ein höherer sozialer Status zukommt und Männer die Vorherrschaft in der Politik, dem Militär und der Wissenschaft innehaben. Obwohl er viele andere Zustände, wie die atomare Bedrohung und den Militarismus, anprangert, kritisiert er die Unterdrückung der Frauen nicht. Trotz der Tatsache, dass die Protagonisten männlich sind – dies liegt daran, dass es sich bei ihnen um autobiographische Figuren handelt – und in den Werken fast vier Mal so viele Männer wie Frauen erwähnt werden, ist es dem Schriftsteller ein Anliegen gewesen, auch wichtige weibliche Figuren in seine Geschichten einzubauen

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