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Der Künstler als Verwandler
Die Hauptfigur der vorliegenden Masterarbeit, der Verhüllungskünstler Christo, beschreibt das Internet als eine illusionäre Realität, wo die echten Dinge, die echten Gefühle, die echten Emotionen unauffindbar sind. Seine umstrittene Zuordnung zu den Neuen Realisten, die Einbeziehung des Alltags in die Kunst und die Vergänglichkeit der Kunst stehen im Zentrum der vorliegenden Masterarbeit. Christo hat durch sein Kunstschaffen ein neues Kapitel in der Kunstgeschichte aufgeschlagen, da er nicht nur die Form, sondern auch den ursprünglichen Zweck der traditionellen bildenden Kunst umgestaltet hat. Mit seinem Kunstschaffen entwickelt er das Konzept des Neuen Realismus einen Schritt weiter, indem er seine Installationen begehbar und das Publikum zu aktiv Mitgestaltenden des Schöpfungsprozesses gemacht hat. Ziel der vorliegenden Masterarbeit ist es, aufzuzeigen, wie Christo durch seine Kunst die Trennlinie zwischen Kunst und Leben aufhebt. Es geht ihm darum, die indirekte Kommunikation zwischen Publikum und Kunstwerk zu überwinden und in direkte Kommunikation umzuwandeln. Christos wichtigste Kunstprojekte und Installationen lassen sich nicht nur einer einzigen Kunstgattung zuordnen, weshalb die Historisierung und die Begriffsbestimmung der radikalsten Kunstformen ab der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts - darunter die Aktionskunst, das Happening, der Fluxus, das Environment, die Land Art und die kinematographische Installation - vorgenommen werden soll. Um die zentralsten Werke des Künstlers - "Die verhüllte Kunsthalle", "Der verhüllte Reichstag", "Der verhüllte Pont Neuf", "The London Mastaba" und "The Floating Piers" zu untersuchen, werden neben einer allgemeinen systematischen Literaturrecherche einige theoretische Konzepte besonders herangezogen: die Ästhetik des Performativen von Erika Fischer-Lichte, die Erweiterung des Kunstbegriffs von Anita Moser, die Aura von Walter Benjamin, die Kunstwerke in Bewegung von Umberto Eco, die Ästhetik der kinematographischen Installation von Juliane Rebentisch und die Intermedialität von Irina O. Rajewsky
Aspekte des Dialogs in Psychomotorik und Feldenkrais
In dieser Arbeit wurde versucht, der Frage nachzugehen, wie sich das Ich oder das Selbst formiert und welche Aspekte des dialogischen Prozesses für die bewegungsorientierte, therapeutische Begleitung von Personen wichtig sind, um einerseits das eigene Potential zu heben und anderseits mit sich selbst wieder vertraut zu werden und dadurch eine bessere Zentrierung zu erhalten. Vom evolutionsbiologischen Standpunkt ausgehend wurde daher zunächst die Aufmerksamkeit auf die neurologische Entwicklung unseres Nervensystems gelegt – quasi als innere, angelegte Grundlage. Mit zunehmender Interaktion gewinnen allmählich bei der Etablierung des Ichs die verschiedenen Gedächtnisformen, Verhalten und Emotion eine gewichtige Rolle. In diesem Zusammenhang wurde das Augenmerk auf die Polyvagal-Theorie gelegt, weil durch sie die vermittelnde Rolle zwischen inneren und äußeren Prozessen erklärt und dabei auch der Stellenwert unsers viszeralen/autonomen Nervensystem bei der Verhaltensadaptierung gezeigt werden kann. In einer eigens für diese Arbeit konzipierten Workshopreihe wurde versucht, die Reaktionsbereitschaft dieses Systems über verschiedene Messreihen zu dokumentieren. Die Theorie postuliert, dass sich unser System umso mehr öffnet, je besser es gelingt eine einladende Atmosphäre zu gestalten. Bei einem großen Teil der Teilnehmer*innen konnte dies bestätigt werden, bei einer Minorität, bei der offensichtlich die sensomotorische Amnesie sehr vordergründig war, nicht. Aber Dialog, wie er von Martin Buber vertreten wird, bedeutet das Dahinter zu erkennen und daher Wege zu finden, um selbst jenen Personen das Dahinter liegende fühlbar und erahnbar zu machen.This work tried to investigate the question of how the self is formed and which aspects of the dialogical process are important for the movement-oriented, therapeutic support of people, on the one hand to raise one's own potential and on the other hand to become familiar with oneself again and thereby getting a better centering. Based on the evolutionary biological point of view, the attention was initially set on the neurological development of our nervous system as internal setting of our being. With increasing interaction, the various forms of memory, behavior and emotions gradually play a more important role in the establishment of the self. In this context, the focus was placed on the polyvagal theory, because of its mediating role between internal and external processes. This theory shows the importance of our visceral / autonomous nervous system in behavioral adaptation. In a series of workshops specially designed for this work, an attempt was made to document the readiness of this system to react using various series of measurements. The theory postulates that our system opens up the more it is possible to create an inviting therapeutic atmosphere. This could be confirmed for a large proportion of the participants, but not for a few with obvious sensorimotoric amnesia. But dialogue, as represented by Martin Buber, means recognizing what is behind it and finally making it tangible and perceptible even for these individuals
Food Aid, kommerzielle Nahrungsmittelexporte und die Initiative Feed the Future zur Schaffung von Ernährungssicherheit in Haiti
Die Masterarbeit hinterfragt die Wirkung der US-Entwicklungspolitik auf die Ernährungssicherheit Haitis, indem die Aktivitäten seiner beiden federführenden Ministerien US Agency for international Development (USAID) und US Department of Agriculture (USDA) analysiert werden. Im ersten Teil werden die Interventionen zwischen 1970 und 2000 untersucht. Besonderer Fokus liegt hier auf dem Export von Reis und Weizen, die als Nahrungsmittelspenden im Rahmen des Food for Peace (FFP) begannen und massive Auswirkungen auf die haitianische Landwirtschaft und die Ernährungsgewohnheiten der Haitianer*innen zur Folge hatten. Eingebettet in eine neoliberale Entwicklungsstrategie, versuchte man in Haiti Textilien und Obst für den Export herzustellen. Zusammen mit weiteren US-Interventionen verringerten die Nahrungsmittelexporte die Ernährungssicherheit Haitis. Mein Forschungsinteresse bestand darin herauszufinden, inwiefern sich das Engagement der USA seitdem verändert hat und wie gut sich die Maßnahmen der USA zur Schaffung von Ernährungssicherheit in Haiti ergänzen.
Abgesehen von globalen Veränderungen im FFP zu mehr food assistance, das mit weniger Marktverzerrungen verbunden ist, halten zwei weitere USDA-Programme namens Food for Progress und dem McGovern-Dole Schulspeisungsprogramm am traditionellen in-kind food aid fest. Parallel dazu förderte die im Jahr 2010 geschaffene regierungsweite Initiative Feed the Future die landwirtschaftliche Entwicklung seiner Schwerpunktländer. Sämtliche dieser Programme sind in Haiti aktiv, die im zweiten Teil der Arbeit eingehend untersucht werden. Neben einer umfassenden Analyse von US-Regierungsdokumenten, Projektberichten und Sekundärliteratur, wurden auch Daten von UNCTAD, FAOStat und Comtrade ausgewertet und drei Expert*inneninterviews durchgeführt.The Master's thesis examines the impact of US development policy on Haiti's food security through analysing the activities of its two lead ministries: the US Agency for International Development (USAID) and the US Department of Agriculture (USDA). The first part reviews the interventions between 1970 and 2000. Particular focus is being placed on the export of rice and wheat, which began under the program Food for Peace (FFP), and which had a massive impact on Haitian agriculture and changed the diet of Haitians. Embedded in a neoliberal development strategy, Haiti was urged to produce textiles and fruits for export. Together with other US interventions, food exports diminished Haiti's food security. My research interest was to find out to what extent US engagement has changed since then and how well US interventions complement each other in establishing/improving food security in Haiti.
Apart from global changes in FFP towards more food assistance, which leads to fewer market distortions, two other USDA programmes called Food for Progress and the McGovern-Dole school feeding programme continue the provision of traditional in-kind food aid. In parallel, the government-wide initiative Feed the Future promotes agricultural development in its focus countries. All of these programmes are active in Haiti, which are being examined in detail in the second part of the paper. In addition to a comprehensive review of US government documents, project evaluations and secondary literature; data from UNCTAD, FAOStat and Comtrade has been analysed and three expert interviews have been conducted
Aspects of time and space in modernist texts
Raum und Zeit begrenzen die Handlung eines Textes, eine inhaltliche Funktionalisierung dieser Komponenten kann neue Möglichkeiten der Interpretation eröffnen. Drei für den Modernismus im englischsprachigen Raum repräsentative Texte stehen im Zentrum dieser Analyse. Für die Neudeutung des physischen und imaginierten Raumes wird Juri Lotmans Theorie über die Semiosphere, semantische Felder, und das Voranschreiten der Handlung durch das Überschreiten von binär semantisch abgegrenzten Feldern hergenommen. Die zeitliche Dimension wird mit Michail Bachtins Theorie des Chronotopos ergänzt. In dieser Theorie wird die räumliche und zeitliche Struktur eines Textes als Genre-bestimmend und gebunden an den sozio-kulturellen Kontext des Verfassers oder der Verfasserin und der Lesenden angesehen. Räumliche und sozio-kulturell zeitliche Interpretationen von Jacob’s Room (1922) von Virginia Woolf eröffnen eine neue Dimension der Kategorie Geschlecht im Kontext des Romantypus des Bildungsromans, welche vor allem im Vergleich mit A Portrait of the Artist as a Young Man (1916) von James Joyce hervorgehoben wird. Das Brechen mit vorherrschenden Konventionen im Modernismus wird durch eine Analyse von Tender Buttons (1914) von Gertrude Stein nach den Aspekten konstruierter Raum und Zeit unterstrichen.Time and space form the limits of a text, functionalising these categories opens the possibility for new interpretations. Three modernist texts are the subjects of this analysis. The underlying theoretical scope is based on the theories on spatial semantics by Yuri Lotman and the concept of the chronotope by Mikhail Bakhtin. Plot events are bound to the transgression of text intrinsic semantic boundaries and the text is inextricably bound to the context its consumer and producer are located in. This contingency of the sociocultural context is also relevant for the genre itself: Literary modernism is a product of the context of its time, the stylistic devices used by authors in order to disrupt prevalent literary traditions reflect the disruptions of the early 20th century. Jacob’s Room (1922) by Virginia Woolf, A Portrait of the Artist as a Young Man (1916) by James Joyce and Tender Buttons: Objects, Foods, Rooms (1914) by Gertrude Stein will be analysed with focus on manifestations of uses of space and time which qualify them to be modernist texts. The reinterpretation of the modernist bildungsroman and the failure of the prototypical protagonist will be delineated in the context of Jacob’s Room and A Portrait of the Artist as a Young Man as well as the abandonment of the desire to be understood with regard to Tender Buttons
Zehn Jahre zwischen Akzeptanz und Ablehnung
Seit 2009 gibt es in Japan das Laienrichtersystem, in welchem Bürger Seite an Seite mit Richtern über Schuld und Unschuld sowie das Strafmaß bei ausgewählten Delikten in strafrechtlichen Verhandlungen entscheiden. Obwohl von den Personen, die bereits als Laienrichter gedient haben, durchwegs positive Rückmeldungen zu den Erfahrungen bei Gericht zu hören sind, sieht sich das Laiengericht jedoch mit einem Problem konfrontiert. Auch nach zehn Jahren hat die Bevölkerung eine negative Einstellung gegenüber einer aktiven Teilnahme am Laienrichtersystem. Viele der Gründe für die passive Einstellung, wie die strenge Geheimhaltungspflicht und die psychische Bürde durch schockierende Beweise und Fälle, sind der Forschung bekannt. Wie anhand der qualitativen Analyse der freien Antworten der Fragebögen an die Laienrichter gezeigt wird, werden jedoch auch andere Faktoren, wie die mangelnde Aufklärung der Bevölkerung, die fehlende Kooperation der Firmen oder die beschränkten Möglichkeiten der Kinderbetreuung bei Frauen als Subjekt einer Überarbeitung angegeben. Das Laienrichtersystem wird einer laufenden Revision unterzogen und obwohl nun bereits die zweite Überarbeitung des Laienrichtersystems vorgenommen wurde sind dies Punkte, die von den Reformen nicht erfasst wurden. Die erlassenen Gesetzesrevisionen wurden soweit es dem Obersten Gerichtshof möglich war, durchgeführt, um die Bürde der Laienrichter bei Gericht zu mindern. Jedoch üben diese Revisionen keinen Einfluss auf Bereiche außerhalb der Autorität des Obersten Gerichtshofs aus. Für eine Umsetzung tiefgreifenderer Änderungen zur Erleichterung der Teilnahme der Bevölkerung am Laienrichtersystem sind Eingriffe in die Politik und Wirtschaft notwendig
Das Magische Moment und die Frage nach seiner medialen Wiederholbarkeit im transitorischen Kunstwerk
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Magischen Moment als ein besonderes Ereignis am Theater. Es werden die Probleme gezeigt, die sich beim Einfangen theatralischer Ereignisse durch analoge und digitale Reproduktionstechniken ereignen. Thematisiert werden Streamen und aufgenommene Live-Events, die zugleich einen Verlust oder Gewinn für das gezeigte bzw. dargestellte Kunstwerkes bedeuten. Die Untersuchung nimmt ihren Ausgang, einen passenden Begriff für solche liminalen Erfahrungen zu finden und versucht die Besonderheiten für das Magische Moment zu beschreiben. Da es bislang keine Referenz-Arbeiten in der Literatur gibt, versucht eine empirische Feldforschung Antworten zu finden.
Anhand von zehn Fragen wird das Verhältnis zwischen grenzüberschreitenden Erlebnissen und deren technischer Wiederholung untersucht, die die zentrale These der Arbeit formulieren: Durch die Transformation entsteht ein neues eigenständiges Kunstwerk, das sich mit einem Live-Erlebnis nicht vergleichen lässt. Das Magische Moment kann trotz Digitalisierung und Distanz zum Live-Erlebnis weiter existieren. Aufgrund seiner endlosen Wiederholungen ist es durchaus in der Lage, Wirt und Raum für das Atopische Continuum zu sein.
Wo zunächst das Magische Moment als ephemeres Ereignis im transitorischen Kunstwerk zu stehen scheint, kommt ein Verdichten von Bildern und Erlebnissen hinzu, die über das Raum- und Zeitlose berichten. Diese einmalige Intensität des Zustandes überträgt sich durch ihre digitale Wiederholung in der medialen Welt. Das Ereignis folgt darin seinen eigenen Gesetzen, sodass Grenzen durchlässig werden und ein neues eigenständiges Kunstwerk sich etablieren kann.A major motif of theatrical performance concerns the special circumstances of an outstanding event which the author here fore will call the magical moment or the atopic continuum. It deals with the problems which appear by catching real-time-events with digital methods of repetition. One of the aspects of this work concentrates on the problems of streaming and how this process adds and looses important valued qualities of live performance.
The fact is, that a streamed version becomes a new piece of art, which is similar and different to the original at the same time. This work explores this process with help of an empirical research based on 10 questions about the magical moment. According to border experiences we try to observe the transformation of an artwork.
The main thesis of the present research is, that transformation implies a new virtual artwork, which is not comparable to reality. But nevertheless, the magical spirit will survive in that new artificial piece locked in as an atopic continuum, which rebuilds art experiences in its own way. The volatile quality of the magic moment is gone, but its extraordinary single intensity transfers its digital repetition into the media world with its own rules and borders; so a new kind of art piece emerges
Strategy in Japanese Christmas and New Year television advertising
Obwohl Feiertags-Rituale wie Weihnachten und Neujahr in der Fernsehwerbung eine bedeutende Rolle spielen, wurden bisher nur sehr wenige Untersuchungen durchgeführt, die sich mit dem Werbedesign in Festtagswerbung auseinandergesetzt haben. Basierend auf Aufzeichnungen von 400 Stunden japanischen Fernsehprogramms wurden 142 Fernsehwerbespots ausgewählt, die mit Hilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse untersucht wurden. Zum einen wurde die Verwendung der auffälligsten Elemente von Feiertags-Ritualen, nämlich Artefakte und Rituale, analysiert, zum anderen die involvierten Branchen („Wer?“), die beworbenen Produkte und Dienstleistungen („Was?“), die angesprochenen Zielgruppen („Für wen?“) sowie die verwendeten Gestaltungselemente („Wie?“) untersucht, um zu klären, wie Feiertags-Rituale das Design von Fernsehwerbung beeinflussen. Bei den Gestaltungselementen, die dabei analysiert wurden, handelte es sich um Botschaftsstrategien, Umsetzungstechniken, Musik, Sound-Icons und Orte. Es wurde gezeigt, dass Weihnachts- und Neujahrswerbung Produkte und Dienstleistungen als Artefakte und Rituale bewirbt und Feiertags-Rituale verwendet werden, um die Attraktivität von Werbebotschaften zu erhöhen. Darüber hinaus fokussiert sich Neujahrswerbung auch häufig auf Promotion und Verkauf, was durch Umstände erklärt werden kann, die mit der Position dieses Feiertages im Kalender zu tun haben. Japanische Weihnachtswerbung tendiert dazu, alltägliche Situationen und fantastische Szenarien darzustellen, wobei die Hauptzielgruppen die Kernfamilie und Frauen sind. Andererseits hat japanische Neujahrswerbung weniger klar definierte Zielgruppen und bevorzugt Umsetzungstechniken, die sich stärker auf die beworbenen Produkte und Dienstleistungen als auf bestimmte Szenarien konzentrieren. Zusätzlich zu diesen Erkenntnissen wurde auch ein neues Rahmenwerk für die Analyse von Artefakten und Ritualen in Fernsehwerbung entwickelt sowie eine Typologie der Werbelandschaft von Weihnachten und Neujahr vorgestellt.Although holiday rituals like Christmas and New Year are prominently featured in television advertising, not much research has been done so far in investigating the advertising design of these commercials. Based on a recorded sample of 400h of Japanese television program, 142 TV spots were selected to be part of a quantitative content analysis in which the advertising design of holiday commercials was examined. On the one hand, the utilization of the most conspicuous elements of holiday rituals, artifacts and rituals, was investigated, on the other hand, the involved industries (“Who?”), the advertised products and services (“What?”), the addressed target groups (“For whom?”) and the incorporated executional elements (“How?”) were examined to clarify how holiday rituals shape television advertising design. Among the analyzed executional elements were message strategies, executional frameworks, music, sound icons and settings. It was shown that Christmas and New Year commercials advertise products and services as artifacts and rituals, and make use of holiday rituals to increase the appeal of their advertising message. In addition, New Year advertisements also strongly feature sales and promotions due to circumstances related to the position of that holiday in the calendar. Japanese Christmas commercials tend to emphasize day-to-day situations and fantastic scenarios, with major target groups being the nuclear family and women. On the other hand, Japanese New Year commercials have a broader appeal with less narrowly defined target groups and favor executional frameworks that focus stronger on the advertised products and services instead of certain scenarios. In addition to these findings, also a new framework for analyzing artifacts and rituals in television commercials was developed and a typology of the advertising landscape of Christmas and New Year advertisements was presented
Transcriptional requirements and diversifications in early embryos of Arabidopsis thaliana
Die Embryogenese ist ein grundlegender Entwicklungsprozess, der allen Eukaryoten gemeinsam ist, die sexuelle Fortpflanzung betreiben. Aufgrund technischer Schwierigkeiten ist unser Wissen über die Regulationsmechanismen während der Embryogenese bei blühenden Pflanzen im Ver-gleich zu Tieren begrenzt. In der tierischen Embryogenese ist eine entscheidende Periode, die als maternal-to-zygotischer Übergang bekannt ist und aus der Eliminierung der mütterlichen geneti-schen Produkte und der Aktivierung des zygotischen Genoms besteht, für die Zellspezifikation erforderlich. Während der maternale-zu-zygotische Übergang bei mehreren Arten beobachtet wird, scheinen der Zeitpunkt, das Ausmaß und die zugrundeliegenden Mechanismen zwischen den Arten zu variieren. Obwohl ähnliche Vorgänge bei Blütenpflanzen berichtet wurden, ist es riskant anzunehmen, dass irgendein Mechanismus zwischen den beiden Königreichen konser-viert ist. In der eudikotylen Modellpflanze Arabidopsis thaliana sind der Zeitpunkt und das Ausmaß der zygotischen Genomaktivierung seit einem Jahrzehnt umstritten und wurden erst durch eine aktuelle Transkriptomstudie geklärt. Obwohl transkriptionelle Veränderungen oft mit Entwicklungsprozessen gekoppelt sind, gab es bisher keine genomweiten Hinweise auf die Not-wendigkeit einer aktiven Transkription in der frühen Embryogenese. Andererseits ist die Aufde-ckung der verschiedenen Genexpressionsprofile von grundlegender Bedeutung für das Ver-ständnis der Bildung der Körperachsen des Embryos und der Zellspezifikationsmechanismen. Mehrere Studien haben die Transkriptomdynamik entlang der Entwicklungsstadien aufgedeckt, aber ein umfassender Genexpressionsatlas für verschiedene embryonale Zelltypen ist noch er-forderlich.
In dieser Arbeit untersuche ich die Anforderungen und Diversifikationen der Genexpression während der frühen Embryogenese in Arabidopsis thaliana. Die Visualisierung aktiver Tran-skriptionsmarker mit Expansionsmikroskopie liefert zytologische Beweise für global aktive Transkription in Zygoten. Live-Cell-Imaging an sich entwickelnden Samen, die mit Transkripti-onsinhibitoren kultiviert wurden, liefert physiologische Hinweise darauf, dass aktive Transkrip-tion in Zygoten vor der asymmetrischen Zellteilung erforderlich ist. Diese Beobachtungen stim-men mit den kürzlich berichteten globalen Transkriptomveränderungen nach der Befruchtung überein und weisen darauf hin, dass eine aktive Transkription bereits zu Beginn der Embryoge-nese erforderlich ist. Zusätzlich zeigen embryonale Methylome aus einer Entwicklungszeitreihe die Cytosin-Methylierungsdynamik auf Euchromatin und Heterochromatin transponierbaren Elementen. Die Visualisierung der zygotischen Kerne zeigt die Dekondensation des Hete-rochromatins nach der Befruchtung und deutet auf die Produktion von 24-nt siRNA hin, die zur Cytosin-Methylierung beiträgt. Andererseits liefern die Einzelkern-RNA-seq-Bibliotheken kon-taminationsfreie embryonale zelltypspezifische Transkriptome. Die Untersuchung der Expressi-onsdynamik epigenetischer Regulatoren über embryonale Zelltypen hinweg offenbart die linien-spezifischen Expressionsmuster und lässt auf hypomethylierte Suspensor-Genome schließen. Analysen von Transkriptionsfaktor-Bindungsstellen zeigen eine Anreicherung von Transkripti-onsfaktoren, die möglicherweise an der Funktion oder Spezifikation einzelner Zelltypen beteiligt sind. Die zelltypspezifischen Genexpressionen könnten als Eckpfeiler für Studien zur Embryo-genese dienen, und die von mir eingeführten Techniken zur Überwindung der technischen Bar-rieren würden den Werkzeugkasten für Pflanzenbiologen erweiternEmbryogenesis is a fundamental developmental process common to eukaryotes conducting sexual reproduction. Due to technical difficulties, our knowledge of the regulatory mechanisms during embryogenesis in flowering plants is limited compared to animals. In animal embryogenesis, a crucial period known as maternal-to-zygotic transition consisting of elimination of maternal genetic products and zygotic genome activation is required for cell specification. While maternal-to-zygotic transition is observed in multiple species, the timing, scale and the underlying mechanisms seem to vary among species. Although similar events have been reported in flowering plants, it is risky to assume any mechanism is conserved between the two kingdoms. In the model eudicots Arabidopsis thaliana, the timing and the scale of zygotic genome activation have been under debate for the past decade and was only resolved by a recent transcriptome study. Although transcriptional changes are often coupled with developmental processes, there has yet been genome-wide evidence indicating the requirement of active transcription in early embryogenesis. On the other hand, revealing the diverse gene expression profiles is fundamental to understanding the embryo body axes formation and cell specification mechanisms. Several studies revealed transcriptome dynamics along developmental stages, but a comprehensive gene expression atlas for various embryonic cell types is still required.
In this thesis, I investigate the requirements and diversifications of gene expression during early embryogenesis in Arabidopsis thaliana. Visualization of active transcription markers with expansion microscopy provides cytological evidence for globally active transcription in zygotes. Live-cell imaging on developing seed cultured with transcriptional inhibitors provides physiological evidence indicating active transcription is required in zygotes before the asymmetric cell division. These observations are consistent with the recently reported global post-fertilization transcriptome changes and indicates active transcription is required at the very beginning of embryogenesis. In addition, embryonic methylomes from a developmental time series reveal the cytosine methylation dynamics on euchromatin and heterochromatin transposable elements. Visualization of zygotic nuclei shows post-fertilization heterochromatin decondensation and suggests the production of 24-nt siRNA contributing to cytosine methylation. On the other hand, the single nucleus RNA-seq libraries provide contamination-free embryonic cell-type specific transcriptomes. Examining the expression dynamics of epigenetic regulators across embryonic cell types reveals the lineage-specific expression patterns and suggests hypomethylated suspensor genomes. Transcription factor binding site analyses reveal enriched transcription factors which may involve in the function or specification of individual cell types. The cell type-specific gene expressions could serve as a cornerstone for embryogenesis studies, and techniques I introduced to overcome the technical barriers would expand the toolkits for plant biologist