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About high resolution and quiet comfort
Obwohl Millennials heutzutage eher mehrere als keine Kopfhörer besitzen, und ihre Hauptinformationsquelle beim Recherchieren über diese Produkte das Internet ist, gibt es noch keine Studien über Kopfhörer Produktbeschreibungen im Netz. Die vorliegende Diplomarbeit vergleicht Produktbeschreibungen von billigen (180) headphones from 6 of the most popular headphone brands in the US: Sony, Bose, Beats by Dre/ Apple, Skullcandy, Panasonic, and Philips. In particular, it examines the move structure, lexical and grammatical patterns, as well as multimodal features of 48 sample texts using a hand-tagged move analysis, the software AntConc and AntWordProfiler, and Pauwels’ (2012) framework for multimodal analysis.
This thesis shows that, while there are no major differences in move structure, lexico-grammatical features and multimodality between descriptions of expensive and cheaper headphones, sample texts of the costlier category are substantially longer. Moreover, it is revealed that, while similar lexical and grammatical elements can be found in texts by different companies, brand specific tendencies can be found in the move structure, as well as webpage design. The insights gained through this study benefit in particular the authors of these texts, as well as other website content creators, and can be useful in an ESP classroom where students learn to analyze effective promotional strategies and apply them accordingly. It also contributes to the growing field of research on web-based genres
Wizarding supremacy
Die Buchreihe „Harry Potter“ geschrieben von J.K. Rowling ist eine der bestverkauften Romanreihen weltweit. Mit Veröffentlichung des ersten Buches 1997 hat Rowling eine Welt erschaffen, die gleichzeitig voll von magischen wie auch realen Problemen ist und mit denen sich die Leserschaft identifizieren kann. Ein Thema, das sich durch die gesamte Reihe zieht, ist Rassismus. In der fiktiven Welt von Harry Potter stoßen die Charaktere mehrmals auf Diskriminierung und Rassismus. Rassistische Ideologien und Praktiken sind in der heutigen Gesellschaft
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immer noch präsent. Deshalb werden in dieser Arbeit verschiedene rassistische Konzepte der Vergangenheit und Gegenwart besprochen, die vor allem in Nordamerika und Großbritannien zur Unterdrückung bestimmter Gruppen verwendet wurden. Es wird dann untersucht, ob diese Konzepte auch im Harry Potter-Universum vorkommen. Rassistische Momente im Text werden somit ermittelt und sollen aufzeigen, dass solch eine Ideologie nicht nur Teil der realen Welt, sondern auch der Welt von Harry Potter ist.The “Harry Potter” series by J.K. Rowling has been one of the best sold series in fiction worldwide. Since the publication of the first novel in 1997, Rowling has created a universe that is simultaneously full of magical as well as real-world problems which readers can relate to. One of the themes that consistently appears throughout the series is racism. In the fictional universe of Harry Potter, the characters are confronted with numerous concepts of racism, such as purity of blood, slavery and institutional racism. Some people may think racism has vanished; however, this thesis will present some racist ideologies and practices which are still present in our contemporary society. This thesis aims at discussing various racist concepts that have been used throughout history, and up to this day, in order to dominate certain groups of people. It is analyzed if these concepts also occur in the Harry Potter universe. Instances of discrimination and racism are located in the text, and the series is examined regarding its racist ideology. It will be shown that racist beliefs are, likewise, a part of the real world and the world of Harry Potter
Spanische Sprachvarietäten und Simultandolmetschen
Diese Masterarbeit befasst sich mit der Fragestellung, ob es Dolmetschstudierenden größere Schwierigkeiten bereitet, eine SprecherIn des argentinischen Spanisch simultan zu dolmetschen als eine des europäischen Spanisch. Dabei wird von der Hypothese ausgegangen, dass die Studierenden mehr Erfahrung im Dolmetschen von SprecherInnen des europäischen Spanisch als von solchen einer mittel- oder südamerikanischen Varietät haben. Zur Untersuchung dieser Frage wurde ein Versuch durchgeführt, bei dem Verdolmetschungen eines Redebeitrags einer ArgentinierIn mit solchen einer Rede einer SpanierIn hinsichtlich ihrer Qualität miteinander verglichen wurden.
Im theoretischen Teil der Arbeit werden zunächst, neben einer Definition der Begriffe Dolmetschen sowie Simultandolmetschen, drei Prozess-Modelle, die sich insbesondere mit Schwierigkeiten beim Simultandolmetschen auseinandersetzen, näher beschrieben. Außerdem wird besprochen, welchen Einfluss ein wenig vertrauter Akzent auf die Verständlichkeit beim Simultandolmetschen haben kann. Der zweite und dritte Abschnitt beschäftigen sich, nach einer Darstellung der Verbreitungsgebiete der spanischen Sprache, mit den linguistischen Merkmalen des europäischen wie auch des amerikanischen Spanisch, wobei ein besonderes Augenmerk auf die sprachlichen Charakteristika der argentinischen Varietät gelegt wird. In Kapitel 4 und 5 werden das Versuchsdesign und die Methodik vorgestellt und schließlich die Ergebnisse der Analyse der Dolmetschungen sowie jene der Auswertung er Fragebögen präsentiert. Die Ergebnisse des Experiments zeigen, dass alle VersuchsteilnehmerInnen in Summe eine geringere Output-Qualität bei der Dolmetschung der argentinischen SprecherIn erzielten. Dies steht auch weitgehend im Einklang mit den mittels Fragebogen erhobenen Informationen, aus denen hervorging, dass beinahe alle Versuchspersonen mit dem europäischen Spanisch wesentlich vertrauter als mit dem amerikanischen waren
Die multilaterale Dimension des Konfliktes um die umstrittene Seegrenze zwischen Nord- und Südkorea
Am 30. August 1953 beschloss der United Nations Command eine Seegrenze zwischen Nord- und Südkorea, welche von Pjöngjang nicht anerkannt wurde. Die sogenannte Northern Limit Line (NLL) ist bis heute umstritten. Eine Lösung des Konfliktes spielt im Hinblick auf die Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel eine bedeutende Rolle, da es in der Vergangenheit regelmäßig zu militärischen Zusammenstößen entlang der Grenze kam. Ziel dieser Masterarbeit ist es, mittels einer Drei-Ebenen-Analyse zu erklären, welche Faktoren eine Einigung verhindern. Auf innerkoreanischer Ebene erschweren sicherheitspolitische, ökonomische, juristische sowie politische Faktoren die Lösung des Konfliktes. Doch auch Kontroversen innerhalb der südkoreanischen Gesellschaft führten letztlich zum Scheitern der Verhandlungen. Die Analyse der globalen Ebene beleuchtet das Kräftemessen zwischen China und den USA im Kontext der Vorfälle entlang der NLL im Jahr 2010. Offiziell wünschen sich zwar beide externen Mächte den Frieden auf der koreanischen Halbinsel. In dieser Arbeit wird jedoch die Hypothese aufgestellt, dass weder die USA noch China tatsächlich an der Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel interessiert sind, da dies ihren nationalen Interessen entgegenläuft. Somit ist die NLL nicht nur ein Relikt des Kalten Krieges, sondern sogar eine Brücke zu einem neuen Machtkampf zwischen den Supermächten.On 30 August 1953, the United Nations Command decided on a maritime border between North and South Korea, which was not recognised by Pyongyang. The so-called Northern Limit Line (NLL) is still disputed today. A solution to the conflict plays an important role with regard to the reunification of the Korean peninsula, as there have been regular military clashes along the border in the past. The aim of this Master's thesis is to explain, by means of a three-level analysis, which factors prevent a settlement. At the inter-Korean level, security, economic, legal and political factors make it difficult to resolve the conflict. But controversies within South Korean society also ultimately led to the failure of the negotiations. The analysis of the global level highlights the trial of strength between China and the USA in the context of the incidents along the NLL in 2010. Officially, both external powers want peace on the Korean peninsula. However, this paper hypothesises that neither the US nor China are actually interested in the reunification of the Korean Peninsula, as this runs counter to their national interests. Thus, the NLL is not only a relic of the Cold War, but even a bridge to a new power struggle between the superpowers
The Limbic® approach in scientific research
Ziel der Masterarbeit ist es, die Limbic® Map zu testen, ein Multiscience-Modell, welches entwickelt wurde, um die Persönlichkeit von Individuen und Gruppen auf der Basis von drei Dimensionen, Stimulanz, Balance und Dominanz, zu messen. Die Masterarbeit wird überprüfen, ob die Limbic® Map ein geeignetes Model zur Vorhersage von Kaufabsichten und anderen Einflusskriterien, wie beispielsweise die Identifikation mit dem eigenen Land und dem wahrgenommenen Wert, ist. Als Vergleichsmodel dient das Stereotype Content Model (SCM).
Im ersten Teil wird auf die Basis des Limbic® Konzepts und jene der einzelnen Werte eingegangen. Der zweite Teil überprüft die analytische Funktion der Limbic® Map anhand eines Fragebogens. Hier wird Österreich als Marke anhand der Werte der Limbic® Map bewertet. Mit Hilfe einer Hauptkomponentenanalyse werden Dimensionen geschaffen, welche die Wahrnehmung der österreichischen Persönlichkeit widerspiegeln sollen. In das Model für die Messung von Auswirkungen auf das Kaufverhalten werden schrittweise die Kontrollvariablen, die beiden Dimensionen Wärme und Kompetenz des SCM und die österreichischen Dimensionen inkludiert. Bei jedem Schritt werde die Verbesserte erklärte Varianz und signifikante Verhältnisse geprüft.
Die Ergebnisse zeigen, dass die österreichischen Dimensionen mehr Varianz erklärt als die Kontrollvariablen und mehr als die Variablen des SCM. Jene österreichischen Dimensionen wirken sich indirekt auf die Kaufabsichten über die Einflussfaktoren Identifikation mit dem Land und wahrgenommener funktionaler Wert aus. Darüber hinaus wurde die wissenschaftliche Relevanz des SCM erneut nachgewiesen und auch direkte Auswirkungen auf Kaufabsichten von österreichischen Produkten gemessen.
Es besteht Potential für die Verwendung der Limbic® Map unter bestimmten Voraussetzungen. Die Interpretation der Werte kann sich bei Anwendung in verschiedenen Kulturen unterscheiden, weshalb dies ein ausreichendes Verständnis der Werte je nach Kontext erfordert. Das SCM bietet eine bessere Vergleichbarkeit von Gruppen über verschiedene Anwendungen, da anhand zweier standardisierter Dimensionen gemessen wird. Die Verwendung der Limbic® Map hingegen bietet Flexibilität und Einzigartigkeit mit der Möglichkeit, eine oder mehr einzigartige Dimensionen aus der gewünschten Stichprobe zu erstellen.The purpose of this master’s thesis is to test the Limbic® map, a multi-science model created to determine an individual’s or a group’s personality based on the three dimensions stimulation, dominance and balance. The thesis evaluates whether the map is a viable model for the prediction with regards to purchase intentions of Austrian products and other purchase influencing criteria such as the identification with the country as a brand and perceived value.
The first part takes a closer look at the conceptual foundations of the map and its individual items. Following this, the second part investigates the analytical function of the map by using a questionnaire to measure the assessment of Austria as a brand according to the consumer values of the Limbic® map. A principal component analysis creates dimensions that mirror the perception of the Austrian personality and the analysis model then measures the effects of the created dimensions on purchase behaviour. In the next step, the results are compared with the effects of the Stereotype Content Model (SCM) dimensions warmth and competence as well as demographic control variables. This is realised step-by-step, with checks for an improved explained variance and significant relationships.
The findings indicate that the Austrian dimensions result in additional explained variances over the control variable and SCM. The Limbic® model could successfully impact purchase intentions indirectly via consumer brand identification and perceived functional value. In addition, the scientific relevance of the SCM could be proven again highlighting that there is a direct effect on purchase intentions.
There is potential for the use of the Limbic® map under certain conditions. The interpretation of the consumer values can be different across cultures depending on where the sample is created. This might require pretesting or a sufficient understanding of the values in the specific context. The SCM offers a better comparability of groups because it has the same dimensions across applications. By contrast, using the Limbic® map offers flexibility and uniqueness with the opportunity to create one or several distinctive dimensions for the target sample
Factorial structure of the dark personality and its relationship to the quality of sexual life
Die vorliegende Studie untersuchte die Qualität des Sexuallebens sowie Aspekte des sexuellen Selbstkonzepts und deren Zusammenhang mit Merkmalen der Dunklen Triade, indem sie eine Studie zu diesem Thema konzeptionell replizierte. Darüber hinaus wurde in der vorliegenden Studie auch die faktorielle Struktur der Dunklen Triade und der Dunklen Tetrade untersucht, indem verschiedene Konzeptualisierungen mittels Strukturgleichungsmodellierung verglichen wurden. Zu diesem Zweck füllte eine große, deutschsprachige Stichprobe Online-Fragebögen zur Dunklen Triade, Sadismus und zum sexuellen Selbstkonzept aus (N = 1033, 69% Frauen, Durchschnittsalter = 27,9 Jahre). Nur für die Replikationsanalysen mussten 137 Personen aufgrund von präregistrierten Kriterien ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse der Replikationsanalysen erlaubten eine Unterscheidung von zwei Gruppen von Dark Triad Traits. Die erste Gruppe, bestehend aus Narzissmus und Psychopathie, sagte Variablen positiv voraus, die eine höhere Qualität ihres sexuellen Erlebens anzeigten, während sie gleichzeitig Variablen negativ voraussagten, die eine niedrigere Qualität des Sexuallebens anzeigten. Im Gegenzug wiesen Individuen mit höherem Machiavellismus die gegenteiligen Assoziationen auf, was auf eine geringere Qualität ihrer sexuellen Erfahrung hindeutet. Allerdings scheinen alle Merkmale der Dunklen Triade, insbesondere Narzissmus und Psychopathie, Personen mit hohen Werten dazu zu prädisponieren, übermäßig über ihr Sexualleben nachzudenken. Hinsichtlich der faktoriellen Struktur der dunklen Persönlichkeitsmerkmale deuteten die am besten passenden Modelle entweder auf ein hierarchisches Modell der Dunklen Triade oder einen einzelnen latenten dunklen Kern der Persönlichkeit hin, dessen Varianz zu einem großen Teil durch die primären Psychopathie-Facetten Kaltherzigkeit und Manipulation erklärt wurde. Das Erweitern der Dunklen Triade zu einer Dunklen Tetrade durch Hinzufügen von Sadismus erhöhte den Erklärungswert der berechneten Modelle nicht. Da jedoch keines der Modelle einen adäquaten Fit aufwies, der durch die in der kontemporären Literatur empfohlenen Fit-Indizes angezeigt wird, konnte keine ausreichend eindeutige Lösung erzielt werden. Die vorliegenden Ergebnisse deuten darauf hin, dass die zuvor beobachteten Effekte der Merkmale der Dunklen Triade auf verschiedene Variablen bezüglich der Qualität des Sexuallebens als stabil und stichprobenübergreifend replizierbar angesehen werden können.The present study investigated the quality of sexual life as well as aspects of sexual self- concept and their association to Dark Triad traits by conceptually replicating a recent study on the subject matter. Furthermore, the present study also examined the factorial structure of the Dark Triad and Dark Tetrad by comparing different conceptualizations utilizing structural equation modeling. Therefore, a large, community-based, German-speaking sample completed online self-report measures of the Dark Triad, Sadism, and sexual self-concept (N = 1033, 69% women, mean age = 27.9 years). For the replicatory analyses only, 137 individuals had to be excluded based on criteria stated prior to the collection of data. Results of the replicatory analyses allowed a distinction of two groups of dark traits. The first one, being comprised of Narcissism and Psychopathy, positively predicted variables indicating a higher quality of their sexual experience, while they simultaneously inversely predicted variables indicating a lower quality of sexual life. In turn, individuals higher in Machiavellianism exhibited the opposite associations, thereby hinting at a lower quality of their sexual experience. However, all Dark Triad traits, especially Narcissism and Psychopathy, seem to predispose individuals scoring high on them to think excessively about their sex lives. Regarding the factorial structure of dark personality traits, the best fitting models hinted at either a hierarchical Dark Triad model or a single latent Dark Core of personality, whose variance was to a large extent accounted for by the Primary Psychopathy facets callousness and manipulation. Extending the Dark Triad into a Dark Tetrad by adding Sadism did not increase the explanatory value of the computed models. However, as none of the models exhibited an adequate fit, being indicated by fit measures recommended in the contemporary literature, a sufficiently conclusive solution could not be obtained. The present findings suggest that previously observed effects of the Dark Triad traits on various variables regarding the quality of one’s sexual life can be considered stable and replicable across samples
Erika Mitterer – writer, poet, translator
Die englischsprachige Masterarbeit setzt sich mit dem Werk der österreichischen Dichterin, Schriftstellerin und Übersetzerin Erika Mitterer auseinander. Der erste Teil behandelt ausgewählte unveröffentlichte Übersetzungen von Gedichten, der zweite Teil das Zusammenspiel von Mitterer mit ihren englischsprachigen Übersetzerinnen. Der Forschungsschwerpunkt dieser Arbeit, die Chestermans (2009) "Translator Studies" Ansatz folgt, liegt auf
(1) Erika Mitterers Gedichtübersetzungen aus dem Englischen und Französischen,
(2) "Close reading" Analysen (Scott 1990; Schogt 2018) von Mitterers prosodischen und pragmatischen Übersetzungsentscheidungen und deren "cognitive poetic effects" (Pilkington 2000) auf das Lesepublikum,
(3) Mitterers Einfluss auf zwei ihrer englischsprachigen Übersetzerinnen, Norah K. Cruickshank (GB) und Catherine Hutter (US), sowie
(4) einer Gegenüberstellung der Veröffentlichungsprozesse zweier Werke Mitterers in englischer Übersetzung.
Die Grundlage bilden Archivmaterialien der Erika Mitterer Gesellschaft (EMG) und des Deutschen Literaturarchivs (DLA) Marbach. In der Analyse werden Quell- und Zieltexte einander gegenübergestellt, sowie weiterführendes Material, wie Briefe, Notizen und Entwürfe, herangezogen. Dieser "textual genetics" Ansatz (Karpinski 2015) macht die Übersetzungsprozessdynamik ebenso deutlich, wie die Übersetzungsentscheidungen im Kontext.
Diese Masterarbeit analysiert Mitterers Übersetzungswerkzeuge aus stilistischer, struktureller und pragmatischer (insbesondere metaphorischer) Perspektive und zeigt Mitterers Umgang mit ihren erklärten Schwerpunkten im Bereich Gedichtübersetzung.
Gegenstand der Untersuchung ist auch Mitterers Zusammenarbeit mit zwei englischsprachigen Übersetzerinnen ihrer Werke. Dazu gehörte Catherine Hutter, deren Rollenwechsel von der Übersetzerin zur Literaturagentin untersucht wird. Der Vergleich der Übersetzungs- und Veröffentlichungsprozesse von "Correspondence in verse" (1953) und "All our games" (1988) soll weitreichende Einflussfaktoren auf das Erscheinen von Publikationen deutlich machen, darunter übersetzungsbezogene, kommerzielle, interkulturelle und historisch-politische Faktoren.
Darüber hinaus soll gezeigt werden, wie u.a. die „Waldheim Affäre" und die Unterstützung des Austrian Institute in New York nach insgesamt elf Jahren und 26 Absagen (laut Hutter) letztlich zur Veröffentlichung von "All our games" (1988) beigetragen haben.This Master's Thesis explores the Austrian writer, poet and translator Erika Mitterer. The first part covers selected unpublished poetry translations and the second part investigates her interaction with translators of her works. Following Chesterman's (2009) Translator Studies approach, the research focus lies on
(1) poetry translations by Mitterer from English and French source texts,
(2) close reading analyses (Scott 1990; Schogt 2018) of Mitterer's linguistic (prosodic and pragmatic) translatorial choices and their cognitive poetic effects (Pilkington 2000) on the reader,
(3) Mitterer's impact on two of her English-speaking translators, Norah K. Cruickshank (UK) and Catherine Hutter (US), and
(4) a comparison between the publication processes of two of Mitterer's works in Eng-lish translation.
The research is based on archived material provided by the Erika Mitterer Gesellschaft (EMG) and the Deutsches Literaturarchiv (DLA) Marbach. It juxtaposes and discusses source and target texts and includes extra-textual sources, e.g. letters, notes and drafts. This "textual genetics" approach (Karpinski 2015) enables to analyse translation process dynamics and decisions in their context.
The Master's Thesis analyses Mitterer's stylistic, structural and pragmatic (especially metaphoric) "translatorial toolkit" and how she adhered to her own key criteria for poetry translations. It also reveals Mitterer's cooperation with two translators of her works. It investigates Catherine Hutter's role as Mitterer's literary agent-translator. The comparison between two translation and production processes ("Correspondence in verse" 1953 and "All our games" 1988) sheds light on key drivers for publication, e.g. translation-related, commercial, intercultural and historical-political factors. Finally the Master's The-sis aims to explain, how the "Waldheim af-fair" and the involvement of the Austrian Institute in New York likely favoured the publication of "All our games" (1988) after eleven years of publication attempts and 26 re-jections (according to Hutter)
Verschwindenlassen in Mexiko
Das Gewaltsame Verschwindenlassen ist in Mexiko kein neues Phänomen: Bereits im „Schmutzigen Krieg“ der 1970er Jahre ging der Staat mit diesem Gewaltmittel repressiv gegen die politische Dissidenz vor. Aktuell gelten zehntausende Menschen als verschwunden, wobei gängige Erklärungen das Verschwindenlassen im Kontext der (Bekämpfung der) Drogenkriminalität verorten. Über diese Ansätze hinausgehend wird das Verschwindenlassen in dieser Arbeit als eine bestimmte Form der (staatlichen) Gewaltausübung analysiert und in Zusammenhang mit struktureller Gewalt bzw. sozialer Ungleichheit und Marginalisierung gesetzt. Ziel war es, die Implikationen des Verschwindenlassens in Mexiko für die Absicherung staatlicher Herrschaft und die Reproduktion gesellschaftlicher Verhältnisse zu untersuchen.
Dazu wurde ein Staatsverständnis entwickelt, das sich aus historisch-materialistischer Staatstheorie und lateinamerikanischen staatstheoretischen Debatten zusammensetzt. Unter Rückgriff auf methodologische Konzepte der historisch-materialistischen Politikanalyse (Brand 2013, Buckel et al. 2014) wurde das Verschwindenlassen in Mexiko zwischen 2006 und 2018 analysiert.
Die Untersuchung exemplarischer Fälle zeigte, dass das Verschwindenlassen ein Metaphänomen bezeichnet, mit dem eine Strategie der territorialen und sozialen Kontrolle verfolgt wurde. Dies privilegierte systematisch das (transnationale) Kapital und war somit strukturell konstitutiv für die Reproduktion des Kapitals in Mexiko, wobei diskursiv die Verantwortung auf die Drogenkriminalität verschoben und jene des mexikanischen Staates verschleiert wurde.
Über eine dichotomisierende Sicht „Staat vs. Drogenkriminalität“ hinausgehend, veranschaulicht die vorliegende Arbeit die vielfältige Akteurskonstellation beim Verschwindenlassen und kann damit zeigen, dass mit dem Gewaltmittel staatliche Herrschaft in Mexiko abgesichert und die ungleichen gesellschaftlichen Verhältnisse reproduziert wurden
Das Internet in Österreich zwischen Freiheit, Regulierung und Kontrolle
Vor inzwischen mehr als 50 Jahren begannen amerikanische Universitäten, ihre Großrechner miteinander zu verbinden. Das daraus resultierende Internet stellt heute eine der zentralen Kommunikationstechnologien dar. Die neu entstanden Kommunikationsmöglichkeiten wurden bald als Freiräume verstanden die der Entwicklung der Gesellschaft dienen sollten. Gleichzeitig wurde der Anspruch nach einer Selbstverwaltung des Internets in Form des Prinzips der Internet Governance umgesetzt. Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das Verhältnis von Internet Governance und Internetfreiheit in Österreich zu untersuchen und dessen Auswirkungen auf die Öffentlichkeit zu ermitteln. Dazu wurden acht leitfadengestützte Interviews mit Expertinnen und Experten geführt, die an der Entwicklung des Internets in Österreich bzw. an dem Prozess der Internet Governance beteiligt sind. Die Ergebnisse der Auswertung mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse zeigen, dass das Prinzip der Selbstverwaltung des Internets grundsätzlich hochgehalten wird, auch wenn den dahinter stehenden internationalen Organisationen Skepsis und Kritik entgegengebracht wird. Der Prozess der Internet Governance in Österreich wird hingegen vorwiegend, wenn auch nicht von allen, positiv beurteilt. Die Wahrung des Anspruchs auf Internetfreiheit würde entsprechend angepasste Regulierungen erfordern, vor allem die großen Plattformen würden einen negativen Einfluss auf die Öffentlichkeit ausüben. Dabei wurde der Themenbereich des Schutzes der Privatsphäre besonders betont. Als neue Herausforderung konnte der ökologische Fußabdruck des Internets identifiziert werden. Schließlich zeigte sich, dass die Covid-19-Pandemie zwar die Schwächen von Online-Kommunikation verdeutlicht, aber auch die Digitalisierung in Österreich begünstigt hätte.More than 50 years ago, American universities began connecting their mainframe computers. Today, the resulting Internet is one of the central communication technologies. The newly created communication possibilities were soon understood as free spaces that were to serve the development of society. At the same time, the demand for self-administration of the Internet was implemented in the form of the principle of Internet Governance. This paper aims to examine the relationship between Internet Governance and Internet Freedom in Austria and to determine its impact on the public. To this end, eight guided interviews were conducted with experts involved in the development of the Internet in Austria or in the process of Internet Governance. The results of the evaluation by means of a qualitative content analysis show that the principle of self-governance of the Internet is basically upheld, even though the international organizations behind it are met with skepticism and criticism. The Internet Governance process in Austria, on the other hand, is predominantly viewed positively, although not by everyone. Safeguarding the claim to Internet freedom would require appropriately adapted regulations, and the large platforms in particular would exert a negative influence on the public. The issue of privacy protection was particularly emphasized. The ecological footprint of the Internet could be identified as a new challenge. Finally, the Covid 19 pandemic showed the weaknesses of online communication, but would also have favored digitization in Austria
Metalepse und unzuverlässiges Erzählen
Die Metalepse und das unzuverlässige Erzählen sind unverzichtbare Analysewerkzeuge der narratologischen Untersuchung moderner Erzählliteratur. Die vorliegende Arbeit diskutiert die beiden Konzepte zunächst getrennt, wobei insbesondere auf das Kriterium der Paradoxität der Metalepse sowie die Relation beider Phänomene zum Fiktionalitätspakt eingegangen wird. Deren Konfrontation findet in der Folge entlang der Frage nach der Subjektivität der entsprechenden Leseeindrücke statt, sowie entlang eines attestierten Zusammenhangs des unzuverlässigen Erzählens als Rationalisierungsstrategie der Metalepse mit beider dynamischem, selbstauflösendem Charakter. Dieser wird gemeinsam mit mangelnder Transparenz bezüglich angelegter Objektivitätsstandards als die Ursache für den Disput zwischen Rhetoriker*innen und Kognitivist*innen im Zusammenhang mit dem unzuverlässigen Erzählen verteidigt.I suggest a definition of metalepsis that requires a paradoxical structure in order to differentiate it from other phenomena of metafictionality. Further, I argue that only a transgression between the highest and another narrative level fulfils that requirement. Metalepsis is best seen as an event during the process of reading that is caused by signals in the text and that threatens the aesthetic illusion. As a reaction to such an event we may (1) give up on the aesthetic illusion and on treating the text as narrative, (2) integrate a different kind of logic into the diegesis that allows for causal loops and transgressions between narrative levels, or (3) attribute unreliability to the narrator of the metaleptic structure.
In case (3), we save the aesthetic illusion and the pact with a narrator, except that now the pact holds with the implied author instead of the former narrator. In none of the cases does metalepsis continue to exist as paradox. It seems to disintegrate as soon as we rationalize it in any way. Therefore, metalepsis is better thought of as a moment in the process of reading than as a state in the text.
Unreliable narration can have the same stabilizing function for other structures that potentially threaten the aesthetic illusion. It dissolves when dealt with, just as metalepsis does: By attributing unreliability to the highest narrator, they become a normal fictional character, whereas an implied author is introduced as reliable. The resulting static picture is a normal multi-level narration whereas the history of unreliable narration is undetectable a posteriori.
The importance of the process of reading in the case of both metalepsis and unreliable narration plus the importance of signals in the text is the reason for an ongoing competition between rhetoric and cognitive approaches to unreliability: Both narratological traditions claim competence, but they fail to make their meta-theoretic premises (standards of objectivity/intersubjectivity) transparent