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    Wissensintensive Unternehmensdienstleistungen und Einkommensungleichheit in Österreichs Gemeinden

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    Wissensintensive Unternehmensdienstleistungen (KIBS) und ihre Teilbereiche – die technologieorientierten wissensintensiven Unternehmensdienstleistungen (TKIBS) und die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKTs) – sind zentrale Treiber des innovationsbasierten Strukturwandels (IBS) in Österreich. Die Beschäftigung in diesen Sektoren konzentriert sich regional aufgrund infrastruktureller Standortvorteile, Vorteile dichterer Arbeitsmärkte und Wissens-spillovers vornehmlich in und um städtische Gemeinden. In dieser Arbeit untersuche ich, inwiefern der Anteil der in KIBS Beschäftigten im Zusammenhang mit dem Ausmaß der Einkommensungleichheit innerhalb dieser Gemeinden steht. Während internationale empirische Studien häufig einen positiven Zusammenhang zwischen IBS und der Höhe regionaler Einkommensungleichheit feststellen, wurde dieser Zusammenhang für Österreich bisher nicht untersucht. Gerade auf kleinräumiger Ebene ist Ungleichheit jedoch für das soziale Gefüge und damit gesellschaftliche Auswirkungen und individuelle Verhaltensweisen relevant. Ich untersuche den Zusammenhang anhand deskriptiver Statistiken, einer OLS Regression und räumlich ökonometrischer Modelle auf Ebene der österreichischen Gemeinden (N = 2297). Die bivariaten Statistiken zeigen, dass eine positive Korrelation zwischen dem Ausmaß der Beschäftigung in KIBS, TKIBS und IKT und den Maßen der Einkommensungleichheit besteht. Die Polarisation der Einkommen, gemessen anhand des 90/10 Punkt-Verhältnisses, steht dabei in weniger starkem Zusammenhang zur Beschäftigung in wissensintensiven Unternehmensdienstleistungen als die Ungleichheit über die gesamte Verteilung hinweg, gemessen anhand des Gini Indexes. In den Regressionsanalysen fallen die Ergebnisse nicht eindeutig aus. Die Beschäftigung in wissensintensiven Unternehmensdienstleistungen steht in den grundlegenden Modellspezifikationen in positivem und statistisch signifikantem Zusammenhang mit der Höhe der Einkommensungleichheit. Wenn das durchschnittliche Bildungsniveau und das Durchschnittseinkommen in die Modelle inkludiert werden, zeigt sich dagegen ein statistisch signifikanter negativer Zusammenhang. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der positive Zusammenhang zwischen dem Anteil der in KIBS Beschäftigten und der Höhe der Einkommensungleichheit auf die – im Vergleich zu den anderen Sektoren – höheren Einkommen der hoch qualifizierten in KIBS, TKIBS und IKT Beschäftigten zurückzuführen ist. Der negative Zusammenhang nach der Inklusion des Bildungsniveaus und des Durchschnittseinkommens deutet dagegen daraufhin, dass die Einkommensungleichheit innerhalb dieser Sektoren geringer ist als in den anderen Sektoren. Die Ergebnisse zeigen, dass Einkommensungleichheiten als Folge des IBS auch auf regionaler Ebene mitgedacht werden müssen. Maßnahmen zur Verringerung von Bildungsungleichheit könnten auch zu einer gleicheren Verteilung der Gewinne durch IBS beitragen.Knowledge intensive business services (KIBS) and its subfields – the technology-oriented KIBS (TKIBS) and information and communications technology (IKT) – are central drivers of innovation based structural change (IBS) in Austria. Due to locational advantage, dense labor markets and knowledge spillovers, employment in these sectors is concentrated in and around urban municipalities. In this thesis, I analyze to what extent the employment in KIBS affects the level of income inequality within Austrian municipalities. The relationship between employment in KIBS and inequality on the regional scale has received relatively little attention in the literature and has so far not been analyzed in the Austrian context. Income inequality, however, is particularly important on a small-scale regional level. On this local scale, it affects the social structure and social relations, and therefore societal outcomes and individual behavior. I use descriptive statistics, an OLS regression model and spatial econometric regression models to analyze the relationship between the employment in KIBS and the level of income inequality within Austrian municipalities (N = 2297). Bivariate statistics show that the level of employment in KIBS, TKIBS and IKT is positively correlated with the amount of income inequality. The polarization of the income distribution, measured by the 90/10 point ratio, shows a weaker correlation to the employment in KIBS than the overall distribution of incomes, as measured by the Gini index. The results of the regression analysis are somewhat ambiguous. In the basic specifications, the level of employment in KIBS is positively related to the income inequality. However, the relation becomes negative when including the educational level and average incomes as covariates. I interpreted these results as support for the argument that the higher income inequality in municipalities with higher employment in KIBS is due to the higher incomes within these sectors, earned by well-educated individuals. The reversal of the coefficient when controlling for the educational level and average incomes, however, implies that the income inequality within these sectors is lower than in other sectors. The results imply that income inequality needs to be considered as a potential repercussion of IBS – also on a small-scale regional level. Measures aimed at decreasing educational inequalities might contribute to dampening the effect of IBS on income-inequality

    Probleme mit der Wissenschaftssprache Deutsch im DaF-Kontext in ausgewählten Lehrveranstaltungen an der Universität Wien

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    Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit Strategien von Lehrpersonen der Universität Wien, die sich mit Schwierigkeiten internationaler Studierender mit einer anderen Erstsprache als Deutsch in Bezug auf die Wissenschaftssprache und ihrem Ausdruck innerhalb ihrer Lehrveranstaltungen konfrontiert sehen. Hierfür wurden sieben Lehrende aus den Bereichen der Geisteswissenschaft, Sozialwissenschaft und der Formalwissenschaft nach den am häufigsten auftretenden Schwierigkeiten sowie nach deren persönlicher Reaktion auf die genannten Probleme befragt. Anfangs wird im theoretischen Teil die Wissenschaftssprache Deutsch als Forschungsgegenstand beleuchtet. Weiters wird auf ihre Rolle im universitären Kontext eingegangen. Anschließend wird der empirische Teil der Arbeit dargestellt. Als methodischer Zugang wurde die qualitative Inhaltsanalyse gewählt. Hierfür wurden Expert*inneninterviews geführt, die mithilfe der zusammenfassenden Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden. Aus der Untersuchung geht hervor, dass Probleme der internationalen Studierenden mit einer andere Erstsprache als Deutsch von den Lehrenden wahrgenommen werden und dass sie auf diese auch innerhalb ihrer Lehrveranstaltungen eingehen. Es konnten keine einheitlichen Lösungsstrategien seitens der Lehrenden festgestellt werden. Probleme bezüglicher der Wissenschaftssprache Deutsch und ihrer Ausdrucksweise konnten vor allem im schriftlichen Bereich gefunden werden. Es wurden zwar auch Herausforderungen im mündlichen Bereich genannt, jedoch lassen sich diese nicht explizit auf die Wissenschaftssprache Deutsch zurückführen, sondern mehr auf eine mangelnde Übung. Das macht deutlich, dass vor allem im mündlichen Bereich Förderungsbedarf der aktiven Anwendung der Wissenschaftssprache besteht

    Take (Green) Care! Additive Nutzungsmöglichkeiten von landwirtschaftlichen Betrieben als Zugang zur nachhaltigen ländlichen Entwicklung in der Region Niederösterreich Mitte

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    Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit Diversifizierungsmöglichkeiten von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben in der Region Niederösterreich Mitte und geht dabei speziell auf das Anbieten von sozialen Dienstleistungen auf Bauernhöfen, auch bekannt unter den Begriffen Green Care oder Social Farming, ein. Ziel der Arbeit ist es, anhand von Analysen ausgewählter Entwicklungsstrategien und leitfadengestützten Interviews mit Green Care LandwirtInnen und ExpertInnen, den Beitrag von Green Care Angeboten auf land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, für eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums zu untersuchen. Hierfür werden die Ergebnisse der Dokumentenanalyse und der leitfadengestützten ExpertInneninterviews in den Rahmen des Mehrsäulenmodells für nachhaltige Entwicklung von Hammer (2013) gesetzt und diskutiert. Weiters werden Herausforderungen und Hürden für Land- und ForstwirtInnen, welche Green Care Angebote auf ihren Höfen andenken oder umsetzen, identifiziert. Hierzu zählen beispielsweise finanzielle, rechtliche, strukturelle, persönliche sowie regionale Problemstellungen, welche, je nach individuellen Gegebenheiten, auftreten können. Abschließend werden mögliche Handlungsempfehlungen für StakeholderInnen unterschiedlicher (öffentlicher) Ebenen, sowie für Green Care LandwirtInnen, ausgesprochen. Besonders wichtig ist hierbei die Bewusstseinsbildung von lokalen und regionalen AkteurInnen, sowie das Andenken weiterer finanzieller Unterstützungen. Außerdem wäre eine einheitliche bundesweite Richtlinie für Green Care als Diversifizierungsmöglichkeit in der Land- und Forstwirtschaft, ein wichtiger Schritt, um dem Thema mehr Relevanz und Aufmerksamkeit zu geben.This master’s thesis is concerned with various options of diversification of agricultural farms in the region Niederösterreich Mitte and sets a focus on social farming, also known in the context of “green care”, as a possibility for farmers. The aim of this thesis is to identify the contribution of green care farms to a sustainable development of rural areas, analysing strategy papers and guided interviews with green care farmers and experts. The outcomes of the evaluations are combined with a theoretical concept for sustainable development by Hammer (2013). Furthermore, challenges and obstacles for present and future green care farmers are identified and discussed, such as financial, legal, structural, personal and regional problems, that can occur depending on individual circumstances. Afterwards, recommended courses of action for green care farmers and players of different (public) levels are pointed out. The creation of awareness, especially at the level of local and regional players as well as the creation of additional financial supports are particularly important. Moreover, a nationwide general guideline for Green Care as an option of diversification of agricultural farms, would be an important step, to give the topic more relevance and attention

    Die Vermarktung ländlicher Regionen als Revitalisierungsmaßnahme

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    Die Vermarktung von Städten und Regionen hat zunehmend an Bedeutung als Revitalisierungsstrategie gewonnen, allerdings ist die Etablierung einer ortsbezogenen Marke ein komplexer Prozess. Die Marke muss nicht nur im politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext des Ortes eingebettet werden, sondern auch auf der Zusammenarbeit einer Großzahl von AkteurInnen, der lokalen Regierung, lokaler Unternehmen und der lokalen Bevölkerung beruhen. In dieser Arbeit wurde die Revitalisierung ländlicher Regionen Japans durch regionale Marken am Beispiel der Initiative Zen der Stadt Aso in der Präfektur Kumamoto untersucht. Anhand der Daten, die in Interviews mit den unterschiedlichen AkteurInnen der Initiative geführt wurden, konnten zentrale Schwierigkeiten erkannt werden, die das Vorankommen von Zen verhinderten. Zum einen förderten starre Machtstrukturen Konflikte zwischen der in Zen aufgenommen lokalen Bevölkerung und der Leitung der Initiative durch die Stadtverwaltung und einer Werbeagentur. Andererseits wurde die Marke nicht mit ausreichenden Qualitäten versehen, die für die Erzeugung von Bedeutung und Wert der Marke notwendig gewesen wären. Es wurde gezeigt, welche Hürden im Prozess der Konzeption einer Marke und der Zusammenarbeit der AkteurInnen überwunden werden müssen, um erfolgversprechendere Konzepte für ländliche Regionen entwickeln zu können

    Einfluss von Wearable-Technologien auf die Leistungsdiagnostik im Sportspiel Fußball

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    Die folgende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Wearable- Systemen im Sportspiel Fußball. Das Forschungsziel behandelt die positiven sowie negativen Einflüsse dieser Systeme in ihrer ganzheitlichen Betrachtung der physischen Parameter. Im Mittelpunkt steht der Einsatzbereich von Wearable- Systemen in der Leistungsdiagnostik und deren Subkategorien. Auch die theoretischen Aussagen der Hersteller dieser Systeme werden einer Prüfung unterzogen, ob diese in der Praxis wieder zu finden sind. Anhand von qualitativen Leitfadeninterviews wurden Daten von drei vordefinierten Experten erhoben. Die Experten waren zwischen 43 und 50 Jahre alt und konnten eine gemeinsame Erfahrung im trainingswissenschaftlichen Bereich von mehr als 50 Jahren vorweisen. Alle Experten waren männlich. Die Ergebnisse dieser Experteninterviews liefern bezüglich dem Einsatz von Wearable- Systemen vorwiegend positive Argumente. Besonders im Bereich der Leistungsdiagnostik sind diese technischen Hilfsmittel nicht mehr weg zu denken. Bezugnehmend auf die Erhebung, Auswertung und Implementierung in der Leistungsdiagnostik spielen vereinsabhängige Vorstellungen eine große Rolle. Des Weiteren konnten die theoretischen Aussagen der Hersteller weitgehend bestätigt werden

    Biophysikalische Aufgabenstellungen im Physikunterricht

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    Die vorliegende Masterarbeit behandelt die Entwicklung und Erprobung biophysikalischer Aufgabenstellungen für den Physikunterricht. Ausgehend von der Tatsache, dass der Physikunterricht von vielen Schüler*innen als uninteressant wahrgenommen wird, was mittlerweile zahlreiche Studien belegen, wird im Rahmen dieser Arbeit versucht, Unterrichtsmaterialien zu entwickeln, die sich vermehrt an den Interessen der Schüler*innen orientieren. Grundlage dafür ist die IPN-Interessenstudie, in welcher festgestellt wurde, dass besonders viele Schüler*innen im Physikunterricht angesprochen werden können, wenn physikalische Inhalte in das Interessenfeld „Mensch und Natur“ eingebettet werden. Bei den im Folgenden entwickelten Aufgabenstellungen „Elektronik der Nervenzelle“ und „Aus einer Maus einen Elefanten machen“ wurden daher die physikalischen Inhalte in einen biophysikalischen Kontext eingebettet. Mit dem Ziel, herauszufinden, inwiefern sich biophysikalische Aufgabenstellungen dazu eignen, das Verständnis physikalischer Inhalte zu fördern und gleichzeitig die Interessen der Schüler*innen zu treffen, werden die entwickelten Aufgabenstellungen empirisch erprobt. Die dazu gewählte Methode ist die der Akzeptanzbefragung, die hier dazu genutzt wird, um die beiden Aufgabenstellungen im Gespräch mit den Schüler*innen zu erarbeiten und schließlich zu verbessern. Die Lehrperson tritt dabei sowohl als Interviewer*in als auch Lehrende*r auf und leitet das Gespräch mithilfe eines Interviewleitfadens. Das Gesprächsmaterial wird aufgezeichnet und transkribiert. Durch die Auswertung der Akzeptanzbefragungen soll herausgefunden werden, inwieweit die entwickelten Aufgabenstellungen für die Schüler*innen lösbar sind und wo Lernhindernisse auftreten. Die Schüler*innen werden auch hinsichtlich ihres Interesses für die Aufgabenstellung befragt. Aus den Auswertungen geht hervor, dass die befragten Schüler*innen die beiden Aufgabenstellungen mehrheitlich jeweils selbstständig oder mit wenigen Hilfestellungen lösen konnten und dass die gewählten Inhalte die Schüler*inneninteressen treffen. Neben der Aufgabenstellung wird auch die Methode der Akzeptanzbefragung evaluiert und diskutiert.This Master’s Thesis presents the development and testing of biophysical tasks, created to be used in physics class at school. Regarding to several studies, physics lessons at school are not considered as interesting, at least according to the opinion of many students. As the results of the „IPN-Interessenstudie“ show, most students can be captivated by physical content if it is put in the context of the human body or nature. Because of that the two designed tasks „Elektronik der Nervenzelle“ and „Aus einer Maus einen Elefanten machen“ are set in a biophysical context to meet the interests of a large group of students. The aim of this Master’s Thesis is to find out to which extent biophysical tasks can be beneficial for student’s comprehension of physical concepts and to which extent biophysical tasks can increase the interest in physics lessons. To answer the questions above the two created tasks are tested using the method of probing acceptance. This method is characterized as both an interview and a teaching lesson. The teacher operates during the conversation with the student as an interviewer asking the student questions about the physical content and at the same time providing the student necessary information and explaining the content. The whole conversation is structured by an interview guideline which was created beforehand by the teacher. The interviews are recorded and later transcribed. To sum up the gathered data, the analysis of the transcripts showed that the majority of the set tasks could be solved by the students without or with little help and that the chosen context meets the interests of the interviewed students. Finally the created tasks are revised based on the results and the method of probing acceptance is evaluated

    Reaktionen auf den Sartan-Vorfall durch das europäische Netzwerk für Arzneimittelregulierung

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    Bei Sartanen handelt es sich um eine Gruppe von Arzneistoffen, die zur Behandlung von Herz-Kreislaufkrankheiten eingesetzt werden. Zu diesen Krankheiten zählt unter anderem Bluthochdruck, die eine der häufigsten chronischen Erkrankungen der Allgemeinbevölkerung ist. Im Sommer 2018 wurden Verunreinigungen in einzelnen Chargen von Sartanen nachgewiesen. Dabei hat es sich um die N Nitrosamine, N Nitrosodimethylamin und N Nitrosodiethylamin, gehandelt. In Tierversuchen wurde diesen Verbindungen eine stark kanzerogene Wirkung nachgewiesen, die auch beim Menschen als wahrscheinlich krebserregend gilt. Zunächst stand nur ein chinesischer Wirkstoffhersteller mit dem Wirkstoff Valsartan im Mittelpunkt, jedoch stellte sich relativ schnell heraus, dass weitere Sartane und auch andere Hersteller davon betroffen sind. Ziel dieser vorliegenden Masterarbeit war es, herauszufinden, wie das europäische Netzwerk für Arzneimittelregulierung auf diese Vorfälle reagiert hat und welche Maßnahmen gesetzt wurden. Das Netzwerk besteht dabei aus der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA), damit verbunden auch die Europäische Kommission, die zuständigen nationalen Behörden im europäischen Wirtschaftsraum und das European Directorate for the Quality of Medicines & HealthCare (EDQM) des Council of Europe. Die Sicherheit der Patientinnen und Patienten hat bei der Anwendung von Arzneimitteln oberste Priorität. Aus diesem Grund hat das Netzwerk auch unverzüglich mit Maßnahmen zum Schutz der Anwenderinnen und Anwender reagiert. Es wurden sowohl kurzfristige als auch langfristige Maßnahmen gesetzt. Zunächst wurde der Einsatz betroffener Wirkstoffchargen verboten und auf Apothekenebene chargenbezogene Rückrufe durchgeführt. In weiterer Folge wurden auch Produktionsstätten inspiziert und betroffene CEPs suspendiert. Zusätzlich wurde bei allen Sartanen ein Risikobewertungsverfahren durchgeführt. Ebenfalls wurde bei allen chemisch synthetischen Arzneimitteln ein Risikobewertungsverfahren gestartet. Aufgrund dieser Untersuchungen wurden für eine zweijährige Übergangsfrist Grenzwerte festgelegt sowie bestehende Leitlinien und Monographien überarbeitet, um ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu vermeiden.Sartans are a group of drugs that are used to treat cardiovascular diseases, including hypertension which is one of the most common diseases. In summer 2018, the national competent authorities in the European Economic Area became aware of the presence of nitrosamines, N-Nitrosodimethylamine (NDMA) and N Nitrosodiethylamine (NDEA), in valsartan from one Chinese manufacturer. Subsequently other sartans from more API manufacturers were implicated. Nitrosamines are classified as a probable human carcinogen. The aim of this master thesis was to find out how the European medicines regulatory network reacted to these incidents and which measures were taken. The members of the network are the European Commission, the European Medicines Agency (EMA), national competent authorities in the European Economic Area and the European Directorate for the Quality of Medicines & HealthCare (EDQM). The health and safety of patients take top priority when using medicines. For this reason, the network reacted immediately with measures to protect patients and the quality of medicines. The network considered both short-term and long-term measures. First, affected batches were quarantined and national authorities, initiated batch-related recalls from pharmacies. In addition, the manufacturing sites were inspected and affected CEPs were suspended. Also, a review for all sartans and later for all drugs with chemically synthesized substances has been carried out. Based on these investigations, limits were set to apply for a two-year transition period. Existing guidelines and monographs were revised in order to avoid similar incidents in the future

    Determining fundamental parameters of red giants using asteroseismic quantities and machine learning

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    Radius und Masse von Sonnen-ähnlichen Pulsatoren werden häufig mithilfe seismischer Skalierungsrelationen der großen Frequenzseparation, ∆ν, sowie der Frequenz der maximalen Oszillationspower, ν_max , ermittelt. Die asteroseismischen Größen, ∆ν und ν_max, werden über stellare Oszillationsspektren abgeleitet. Diese müssen hoch aufgelöst sein, um ∆ν ausreichend gut bestimmen zu können, was mit kürzeren Beobachtungsperioden immer schwieriger wird. Das Ziel dieser Masterarbeit ist daher, ein Modell zu erstellen, welches nicht von ∆ν abhängt, sondern von anderen asteroseismischen Größen, die einfacher abzuleiten sind. Auf diese Weise wird eine alternative Methode geboten, um Radius und Masse von Sonnen-ähnlichen Pulsatoren abzuschätzen. Das Modell wird mithilfe eines maschinellen Lernenalgorithmus, nämlich eines Random Forest Regressors, erstellt, welcher an die seismischen Parameter von mehr als 6000 Roten Riesen angepasst wird. Diese Sterne wurden mit dem Kepler Weltraumteleskop beobachtet und decken verschiedene Entwicklungsstadien vom roten bis zum asymptotischen Riesenast ab. Letztendlich werden drei Modelle erstellt: (1) das erste Modell basiert auf den seismischen Parametern ν_max , σ und p_tot als auch auf T_eff und wird mit den Radien und Massen, welche von den seismischen Skalierungsrelationen resultieren, verglichen, (2) ein zweites Modell hängt nicht von Temperaturmessungen ab, und (3) ein drittes Modell verlangt die stellare Metallizität zusätzlich zu den Inputparametern des ersten Modells. Die Vorhersagegenauigkeit der Modelle variiert mit der Anzahl der Inputparameter und erzielt für die Validierungssets RMSE_S (d.h. skalierter RM SE ) Werte von 0.64 (Modell 2) bis 0.58 (Modell 3). Die Modelle werden an Sonnen-ähnlichen Pulsatoren getestet, für welche unabhängige (d.h. nicht-seismische) Massen- und Radiusmessungen existieren. Der erste Test umfasst 24 Sonnen-ähnlichen Pulsatoren, deren asteroseismischen Daten erst kürzlich von der laufenden NASA Mission TESS gemessen worden sind. 16 Sterne können mit den Radius- und Massewerten von Aguirre et al. (2020) verglichen werden. Die Massen und Radien der übrigen acht Sterne werden in dieser Arbeit zum ersten Mal abgeschätzt. Die Modelle erzielen außerdem gute Resultate für sechs Doppelsterne sowie neun metallarme Sterne, welche wiederum mit Kepler beobachtet wurden, wobei Modell 1 die Radien und Massen von letzteren systemat- isch überschätzen. Als letzten Test werden die durchschnittlichen RGB und RC Massen von 90 Roten Riesen abgeschätzt, welche zu den offenen Sternhaufen NGC 6791 und NGC 6819 gehören. Modell 1 sagt eine durchschnittliche RGB Masse von (1.051 ± 0.004) M_⊙ und (1.41 ± 0.02) M_⊙ für die RGB Sterne in NGC 6791 beziehungsweise NGC 6819 voraus. Die Modelle funktionieren gut für mittelschwere Sterne, vor allem für Sterne die R_true < 20 R_⊙ erfüllen. In den meisten Fällen versagen sie jedoch, die schwersten und leichtesten Sterne des ursprünglichen Datensatzes sowie der verschiedenen Testsets zu reproduzieren. Außerdem scheint es bei der Radiusvorhersage eine Massenabhängigkeit zu geben, da die vorhergesagten Radien von leichten Sternen eher überschätzt, während die Radien von massiveren Sternen tendenziell unterschätzt werden. Ebenso werden die Massen von massearmen sowie massereichen über- beziehungsweise unterschätzt. Die Modelle können das Aussehen eines berechneten Masse-zu-Radius Plots grundsätzlich gut reproduzieren, vor allem die unterschiedlichen Entwicklungsstadien sind in diesem klar erkennbar.Radius and mass of solar-like oscillators are frequently derived by means of scaling relations for the large frequency separation, ∆ν, and the frequency of maximum oscillation power, ν_max. The asteroseismic quantities ∆ν and ν_max are derived from stellar oscillation spectra. They need to be well resolved in order to suffciently well determine ∆ν, which becomes quite challenging for short observation periods. The aim of this thesis is therefore to construct a model that does not depend on ∆ν but on other asteroseismic quantities, which are easier to obtain. This way, an alternative method for estimating the radius and mass of solar-like oscillators is provided. The model is created using a machine learning algorithm, namely a Random Forest Regressor, which is fitted to the seismic parameters of more than 6000 red giant stars. These stars were observed with the Kepler space telescope and cover different evolutionary stages from the red giant branch to the asymptotic giant branch. In the end, three models are created: (1) the primary model is based on the seismic parameters ν_max , σ and p_tot as well as T_eff and calibrated against the mass and radius that result from the seismic scaling relations, (2) a second model does not rely on temperature measurements as input, and (3) a third model requires also the stellar metallicity in addition to the input of the primary model. The prediction performance of the three models varies with the number of input parameters and give a RMSE_S (i.e. scaled RM SE ) for the validation set ranging from 0.64 (model 2) to 0.58 (model 3). The models are tested using evolved solar-like oscillators, for which independent (i.e. non-seismic) mass and radius measurements exist. The first test set includes 24 solar-like oscillators, for which the asteroseismic data has been recently obtained from the ongoing NASA mission TESS . 16 stars can be compared with the radii and masses from Aguirre et al. (2020). The masses and radii of the remain ing eight stars are estimated in this work for the first time. Furthermore, the models yield good results for six eclipsing binaries and nine metal-poor stars observed by Kepler, whereas model 1 systematically overestimates the true radii and masses of the latter. Finally, the average RGB and RC masses of 90 red giants, which belong to the open cluster NGC 6791 and NGC 6819 are predicted. I arrive at an average RGB mass of (1.051 ± 0.004) M_⊙ and (1.41 ± 0.02) M_⊙ for the RGB stars in the cluster NGC 6791 and NGC 6810, respectively. The models work well for intermediate-mass stars, above all for stars with R_true < 20 R_⊙. However, they fail in most cases to reproduce the lowest and highest mass stars from the initial data set as well as from the different test sets. Moreover, there seems to be a mass dependency for the radius predictions, as the predicted radii of less massive stars are rather overestimated while the radii of more massive stars are tendentially underestimated by the ML models. Similarly, the masses of low- and high mass stars are over- and underpredicted, respectively. The models are able to reproduce the overall appearance of the true mass and radius distribution in the analyzed sample, with the different evolutionary stages clearly recognizable

    Normen des Kommunaldolmetschens - gute und schlechte Praxis in Lehrfilmen

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    Die vorliegende Masterarbeit thematisiert Lehrfilme über das Kommunaldolmetschen, die öffentliche Dienstleister_innen (public service provider, kurz: Provider) als Zielpublikum haben. In diesen kurzen didaktischen Videos wird mithilfe von simulierten Dolmetschszenen vermittelt, worin die Unterschiede zwischen Laien- und professionellen Dolmetscher_innen liegen und wie sich Provider in einer gedolmetschten Situation verhalten sollen, um effektive Kommunikation zu ermöglichen. In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, welche Normen zum Kommunaldolmetschen in diesen Lehrfilmen verbreitet werden. In einer qualitativen Analyse werden 15 ausgewählte Lehrfilme nach Normen untersucht und diese anschließend anhand Chestermans Wertemodell nach den Werten Klarheit, Wahrheit, Vertrauen und Verständnis analysiert. Es wird festgestellt, dass alle vier Werte in den Lehrfilmen vertreten und sowohl die Normen für Dolmetscher_innen als auch für Provider nach diesem Modell kategorisierbar sind. Die Lehrfilme thematisieren jeweils eine unterschiedliche Anzahl an Normen, es besteht jedoch ein großer Konsens über die Prinzipien Unparteilichkeit, Vollständigkeit, Genauigkeit, Vertraulichkeit und Kulturmittlung. Auch Normen für Provider weisen unabhängig von den verschiedenen Berufsgruppen einen hohen Grad an Übereinstimmung auf und beziehen sich darauf, dass Provider im Gespräch die Kontrolle übernehmen, die Dolmetscher_innen in der Ausübung ihrer Tätigkeit unterstützen und die Einhaltung der Rechte der Klient_innen sicherstellen sollen. Unterschiede betreffen die Positionierung der Gesprächsparteien, Fürsprache, sowie, ob die Verantwortung für die Einhaltung bestimmter Normen den Dolmetscher_innen oder den Providern obliegt.This master thesis focuses on educational films about community interpreting targeted to the audience of public service providers (abbreviated: providers). These short educational videos use simulated interpreting scenarios to teach providers the differences between professional and non-professional interpreters. They also provide good and bad practice examples on how to work with interpreters to ensure effective communication. This thesis aims to find out which norms about community interpreting are being conveyed in educational films. For this purpose, a qualitative analysis explores the norms in 15 selected educational films. Afterwards these norms are analyzed by using Chesterman‘s model of translational values according to the values clarity, truth, trust and understanding. It was found that all four values are represented in the educational films and that both the norms for interpreters as well as the norms for providers can be categorized according to this model. The educational films convey varying numbers of norms, nevertheless there is great consensus about the principles of impartiality, completeness, correctness, confidentiality and cultural mediation. Regardless of the various professions portrayed, there is also broad agreement on the norms for providers. These norms advise that providers should take control of the conversation, support the interpreters in fulfilling their tasks as well as ensure that the rights of their clients are upheld. Differences between the conveyed norms can be found regarding the positioning of the participants, advocacy for the client as well as whether the responsibility for the enforcement of certain norms lies with the interpreter or the provider

    Die Wirkung von Deviant Behavior in der Werbung auf Erfolgsgrößen des Marketings

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    Das Thema Reizüberflutung durch Werbung betrifft immer mehr die Gesellschaft. Wer-bung vermehrt sich rasant in allen Medienformaten und versucht sich durch Einzigartig-keit von anderen abzuheben. Dabei experimentieren Unternehmen durch Differenzierung ihrer Werbeanzeigen, die sich von Werbeinhalten der Wettbewerber unterscheiden. Eine Möglichkeit, die Unternehmen teilweise schon praktizieren, ist die Gestaltung von Werbe-inhalten mit schockierenden, provokativen oder offensiven Inhalten. Das Ziel dabei ist, die Aufmerksamkeit möglicher KonsumentInnen auf sich zu fokussieren. Wissenschaftliche Basis dieses Verhaltens ist die Theorie des Deviant Behavior. Dabei werden soziale Nor-men des jeweiligen kulturellen Umfelds verletzt und/oder missbilligt. Kulturelle Normen erlangen dabei einen hohen Stellenwert, da die in unterschiedlichen Kulturkreisen auftre-tenden KonsumentInnen auf Anstößigkeiten verschieden reagieren. In der wissenschaftlichen Literatur werden die Möglichkeiten des abweichenden Verhal-tens in der Werbung auf unterschiedlichen Abweichungsebenen analysiert. Trotzdem ist das Thema insgesamt noch bedeckt behandelt. Die häufigsten Inhalte bisheriger Studien umfassen die Wirkung von schockierenden oder beleidigenden Werbeinhalten auf Pro-bandInnen und deren Wahrnehmung, weniger jedoch die Interpretation und Auswirkung auf mögliche Erfolgsgrößen des Marketings, wie die Einstellung zur Werbung, die Kauf-absicht, Word-of-Mouth oder die wahrgenommene Produktqualität. Aus diesem Grund greift die vorliegende Masterarbeit diese Forschungslücke auf und untersucht, ob und inwieweit abweichende Werbeinhalte Einfluss auf Erfolgsgrößen des Marketings haben und ob diese Inhalte auch erfolgreich in der Werbung eingesetzt werden können. Weiters werden Einflüsse der kulturellen Offenheit, des Alters sowie des Geschlechts berücksich-tigt. Die durchgeführte empirische Untersuchung zeigt, dass abweichende Stimuli in der Werbung eindeutig auf die Erfolgsgrößen des Marketings wirken. Die Quantifizierung der Wirkungsweise ist ein Ergebnis dieser Analyse. Die Beantwortung der Forschungs-frage führt zu einer Strategie des Einsatzes von abweichendem / nicht-abweichendem Verhalten in der Werbung. Das hat sich in der Praxis bei renommierten Werbekampagnen und ähnlich durchgeführten Studien gezeigt. Beim Einsatz des Marketinginstruments des abweichenden Verhaltens kommt es unter anderem auch zur indirekten Beeinflussung der ProbandInnen. Eine besondere Bedeutung hat dabei das Alter der potenziellen oder aktu-ellen KäuferInnen

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