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Post New Public Management oder Rückbesinnung auf Public Management?: Eine Analyse der Reformaktivitäten von Kommunen in NRW
Die Arbeit beschäftigt sich mit Verwaltungsreformen in nordrhein-westfälischen Kommunen. Die Untersuchung beschäftigt sich mit der Frage, ob der "Post-NPM" oder das Bürokratiemodell von Max Weber die Reformtätigkeiten in den NRW Kommunen am besten abbilden. Um sich dem Sachverhalt zu nähern, wurden Experteninterviews in zwei Kommunen durchgeführt. Dies gibt einen Einblick in die kommunalen Reformaktivitäten und ermöglicht einen Vergleich zwischen kommunaler Praxis und den diskutierten Reformmodellen.
Im Verlauf der Arbeit werden Public Management Konzepte differenziert und mit Rückblick auf das Neue Steuerung Modell betrachtetet. Die Arbeit zeigt auf, dass die von Max Weber aufgestellten Prinzipien nach wie vor angewendet werden, jedoch verlieren Hierarchien in der kommunalen Praxis an Bedeutung.
Zudem zeigt die Arbeit auf, dass der Post-NPM in der internationalen Debatte häufig als Reformphase anerkannt wird, welches kritisch hinterfragt wird. In der deutschsprachigen Literatur spielt der Post-NPM jedoch eine untergeordnete Rolle und ist deutlich vom NSM zu unterscheiden. Empirisch konnte gezeigt werden, dass der Post-NPM keinen gravierenden Einfluss auf die deutsche Verwaltungspraxis genommen hat.The thesis deals with administrative reforms in North Rhine-Westphalian municipalities. The study questions, whether the "post-NPM" or Max Weber's bureaucracy model best reflects the reform activities in NRW municipalities. In order to approach the issue, expert interviews were conducted in two municipalities. This provides an insight into municipal reform activities and enables a comparison between municipal practice and the reform models discussed.
In the course of the work, public management concepts are differentiated and considered in retrospect of the New Governance Model. The work shows that the principles established by Max Weber are still applied, but hierarchies are losing importance in municipal practice.
In addition, the study shows that post-NPM is often recognized as a reform phase in the international debate, which is critically questioned. In the German-language literature, however, post-NPM plays a subordinate role and is clearly distinguishable from NPM. Empirically, it could be shown that the post-NPM has not had a serious influence on German administrative practice
Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Blended Learning im Medizinstudium: Eine Analyse aus gestaltungs- und handlungsorientierter mediendidaktischer Perspektive
In dieser Bachelorarbeit wird vor dem Hintergrund einer handlungs- und gestaltungsorientierten Mediendidaktik dargelegt, inwieweit Blended-Learning-Ansätze, also eine Kombination aus digitaler und Präsenzlehre, im Medizinstudium schon heute eine Rolle spielen, inwieweit dabei eine gestaltungsorientierte mediendidaktische Sichtweise, die die Optimierung von Lernbedingungen zum Ziel hat, berücksichtigt ist, inwieweit dabei auch eine Vermittlung von digitalen und Medienkompetenzen aus handlungsorientierter Perspektive erfolgt und welche Möglichkeiten und Grenzen hinsichtlich des Einsatzes einer gestaltungs- und handlungsorientierten Mediendidaktik vor dem Hintergrund der formulierten Anforderungen an das zukünftige Medizinstudium bestehen. Zunächst werden die Grundlagen einer handlungs- und gestaltungsorientierten Mediendidaktik dargestellt. Anschließend werden Struktur, Lernziele und die für die nächsten Jahre geplanten Entwicklungen und Veränderungen des Medizinstudiums erläutert. Anschließend wird die Relevanz von Blended Learning im Medizinstudium untersucht: Neben einer Analyse der Lernangebote, die in der Zeitschrift „GMS Journal for Medical Education“ in den letzten Jahren zu Blended-Learning-Angeboten im Medizinstudium publiziert wurden, werden zwei Lernangebote genauer vorgestellt und hinsichtlich ihrer mediendidaktischen Gestaltungs- und Handlungsorientierung untersucht. Abschließend werden die Möglichkeiten und Grenzen einer gestaltungs- und handlungsorientierten Mediendidaktik im Medizinstudium erörtert
Der Wegfall der Leistungspflicht bei Arbeitsverhinderungen aus persönlichen Gründen gem. § 616 BGB
§ 616 BGB ermöglicht bei nur kurzfristigen Verhinderungen in der Person des Dienstverpflichteten eine Aufrechterhaltung des Vergütungsanspruchs. Eine ausdrückliche Bestimmung über das Schicksal der Leistungspflicht des Dienstverpflichteten enthält § 616 BGB nicht. Unter der Annahme, dass der Dienstverpflichtete die im Anwendungsbereich des § 616 BGB nicht erbrachte Leistungspflicht nicht nachholen muss, stellt sich die Frage, auf welcher Grundlage die Leistungspflicht entfallen kann. Diesem Problem widmet sich die Arbeit. Das Thema wird zunächst historisch beleuchtet. Insbesondere werden die Gesetzgebungsmaterialien auf das Verständnis des historischen Gesetzgebers untersucht. Es wird auf das Unmöglichkeitsrecht sowie die Begriffe der Unzumutbarkeit und der Verhinderung eingegangen. § 616 BGB wird mit der Bestimmung des § 615 BGB verglichen. Es folgt eine Betrachtung der Entwicklung des Problems während des 20. Jahrhunderts. Die Auswirkungen des Schuldrechtsmodernisierungsgesetzes sowie der aktuelle Meinungsstand werden ausgewertet. Abschließend erfolgen Vorschläge, wie künftig mit dem Problem umgegangen werden könnte
Frequenz- und frequenzspektrumselektive TE-Messung an Generatoren
Teilentladungen können, je nach Art und Örtlichkeit, die organischen Komponenten vom Isolationssystem über die Zeit angreifen und zersetzen. Da sich verschiedene TE-Quellen in der phasenaufgelösten Darstellung häufig überlagern, sind diese nur schwer voneinander zu unterscheiden. Die vorliegenden Arbeit erforscht, die Möglichkeit, aus den an den Klemmen des Generators messbaren Frequenz- & Phasenspektren von inneren TE-Quellen ein Analyse-Verfahren abzuleiten. Dieses soll eine weitgehend automatische Separierung sowie eine bessere Lokalisierung der verschiedenen aktiven TE-Quellen ermöglichen bzw. vereinfachen.Depending on the type and location, partial discharges (PD) can attack and decompose the organic components of the insulation system over time . Since different sources often overlap in the phase-resolved pattern, they are difficult to distinguish from each other. The present work explores the possibility of deriving an analysis procedure from the frequency & phase spectra of internal PD sources measurable at the generator terminals. This should allow an automatic separation and a better localization of the different active PD sources
Safety Assessment of Driving Situations using the Method of Minimmum Relative Entropy
Mit dieser Arbeit wird eine neue Methode zur Sicherheitsbewertung von Fahrsituationen vor-gestellt, welche sowohl bei der Assistenz von Fahrern als auch in autonomen Fahrzeugen ein-gesetzt werden kann.
Zur Reduzierung der hohen Unfallzahlen im Straßenverkehr wird die Entwicklung neuer Tech-nologien der Collision Avoidance (CA) weltweit intensiv vorangetrieben. Eine Schlüsselfunk-tion kommt hierbei der sicheren Erkennung und Bewertung kritischer Verkehrssituationen zu. Heutige Sicherheitsmaße bilden den stochastischen Charakter und die Komplexität derartiger Verkehrskonflikte jedoch nur begrenzt ab. Die hier vorgeschlagene Methode ist durch den Be-darf an umfassenden Sicherheitsmaßen, insbesondere für autonome Fahrzeuge und intelligente Assistenzfunktionen motiviert und basiert auf stochastischen Modellen sowie der Generierung fehlenden Wissens über Wahrscheinlichkeiten durch Entropieoptimierung.
Die Entwicklung und Untersuchung der vorgeschlagenen Methode erfolgte auf Basis von Ver-kehrssimulationen. Ein Abschnitt der Autobahn A9 bei Ingolstadt diente hierbei zur Modellie-rung, Kalibrierung und Validierung der Verkehrsmodelle. In Simulationsläufen wurden Fahrzeugtrajektorien als Basis für statistische Auswertungen und dynamische Analysen er-zeugt.
Unterschiedliche Arten von Wissensquellen bildeten die Grundlage für den Entwurf neuer stochastischer Modelle, welche Komponenten eines Gesamtmodells zur Sicherheitsbewertung darstellen. Dabei wurden statistische Zusammenhänge zwischen Fahrzeugbewegungsdaten, Expertenwissen zum Fahrverhalten sowie Heuristiken zu Gefahrensituationen ausgewertet. Die Formulierung aller verfügbaren Informationen als bedingte Wahrscheinlichkeiten ermöglicht hierdurch die Kombination hybriden Wissens zu einem einheitlichen Regelwerk.
Das stochastische Gesamtmodell zur Sicherheitsbewertung von Fahrzeug-Längskonflikten be-steht aus einer Wahrscheinlichkeitsverteilung, welche alle Kombinationen der betrachteten Zu-standsgrößen umfasst. Ein kleinerer Teil der 86400 Elemente dieser Verteilung repräsentiert das modellierte hybride Wissen und das noch fehlende Wissen wird durch die Methode der minimalen relativen Entropie erzeugt. Dadurch entstanden drei neue Sicherheitsmaße der Kon-fliktwahrscheinlichkeit, der möglichen Schwere einer Kollision sowie der Kritikalität als stochastische Kombination aus Konfliktwahrscheinlichkeit und Schwere.
Die drei neuen Metriken zeigen bei beliebigen Konfigurationen von Fahrzeugtrajektorien plau-sibles Verhalten. Insbesondere bei gleichzeitigem Auftreten mehrerer Konfliktarten bilden die Metriken diese Konstellationen in ihrem kontinuierlichen Zufallsvariablen sehr differenziert ab. Die Konflikt-Erkennungsraten des Verfahrens lagen im Vergleich zu einem Standardtool deutlich höher wobei keine Fehlerkennungen auftraten. Durch Variation des Fahrer-Fehlver-haltens konnte die Empfindlichkeit der Methode auch gegenüber geringen Änderungen des Fahrverhaltens nachgewiesen werden.
Ein weiteres neues Sicherheitsmaß dieser Arbeit bewertet Konfliktwahrscheinlichkeiten ganzer Fahrten anstelle einzelner Situationen und ermöglicht dadurch vergleichende Untersuchungen von Assistenzfunktionen zur Kollisionsvermeidung. Auch diese Metrik zeigte eine hohe Emp-findlichkeit bei der Erkennung kritischen Fahrverhaltens.
Die Idee, das Konzept und die Erkenntnisse dieser Arbeit zeigen einen Weg für neue, bessere Sicherheitsmaße, welcher als Alternative zu etablierten Methoden und als Impuls für weitere Forschungsaktivitäten zu sehen ist.This work presents a new method for the safety assessment of driving situations, which can be used both in the assistance of drivers and in autonomous vehicles.
In order to reduce the high number of traffic accidents, the development of new technologies of the collision avoidance (CA) is being intensively promoted worldwide. A key function is the reliable detection and evaluation of critical traffic situations. However, today's safety measures only reflect the stochastic character and complexity of such traffic incidents to a limited extent. The proposed method is motivated by the need for comprehensive safety measures – especially for autonomous vehicles and intelligent assistance functions – and is based on stochastic models as well as the generation of missing knowledge about probabilities through entropy optimiza-tion.
The development and investigation of the proposed method was based on traffic simulations. A section of the A9 motorway near Ingolstadt, Germany, was used for modelling, calibration and validation of the traffic models. In simulation runs, vehicle trajectories were generated as a basis for statistical evaluations and dynamic analyses.
Different types of knowledge sources formed the basis for the design of new stochastic models, which represent components of an overall model for safety assessment. Statistical correlations between vehicle movement data, expert knowledge of driving behavior and heuristics on dan-gerous situations were evaluated. The formulation of all available information as conditional probabilities thus enables the combination of hybrid knowledge into a uniform set of rules.
The overall stochastic model for the safety assessment of vehicle longitudinal conflicts consists of a probability distribution that includes all combinations of the considered state variables. A smaller part of the 86,400 elements of the distribution represents the modeled hybrid knowledge, and the missing knowledge is generated by the method of minimal relative entropy. This resulted in three new security measures of conflict probability, the possible severity of a collision and criticality as a stochastic combination of conflict probability and severity.
The three new measures show plausible behavior for any configuration of vehicle trajectories. Especially with the simultaneous occurrence of several types of conflict, the measures depict these constellations in their continuous random variables in a very differentiated way. The con-flict detection rates of the procedure were significantly higher compared to a standard tool and no false detections occurred. By varying the driver's misconduct, the sensitivity of the method could also be demonstrated by minor changes in driving behavior.
Another new safety measure of this work evaluates the conflict probabilities of an entire journey instead of individual situations and, thus, enables comparative investigations of assistance func-tions for CA. This measure also showed a high sensitivity in the detection of critical driving behavior.
The idea, concept and findings of this work pave the way for new and improved safety measures, which can be seen as an alternative to established methods and as motivation for further research activities
Paradoxien im Digitalen – Zum Phänomen der Mensch-Maschine-Interaktion aus bildungstheoretischer Perspektive
Second Wave Gamification des Empirisch-Experimentellen Praktikums in der Sozialpsychologie
Gamification ist in aller Munde, und scheint manchmal das Allerheilmittel für die Motivation Lernender zu sein. Welches Ausmaß an Gamification ist aber das richtige, wenn Studierende an der FernUni für ein Semester lang im Rahmen einer Gruppenarbeit motiviert mitarbeiten sollen? Dieser Frage wird im vorliegenden Bericht für das Modul 6b im Bachelorstudiengang Psychologie nachgegangen und verschiedene Methoden dazu vorgestellt
Beiträge zur Spektraltheorie von Quantengraphen: Eigenwertabschätzungen, Nodaleigenschaften und Spektralminimalpartitionen
In this thesis, we present some new developments in the spectral theory of quantum graphs. The topics we are primarily interested in are nodal properties of Schrödinger operators on metric graphs, eigenvalue bounds for Laplacians on metric graphs and spectral minimal partitions of metric graphs.
In the first part of this thesis, we establish metric graph counterparts of Pleijel’s theorem on the asymptotics of the number of nodal domains of the n-th eigenfunction(s) of a broad class of operators on compact metric graphs, including Schrödinger operators with a variety of vertex conditions as well as the p-Laplacian with standard vertex conditions.
In the second part, we provide new eigenvalue estimates for Laplacians on metric graphs with standard vertex conditions. We are particularly interested in the role played by planarity or – more generally – embeddability into more general surfaces and derive upper eigenvalue bounds in dependence of the genus of said surface. An important tool in the proof of one of these bounds is a recently developed transfer principle by Amini and Cohen–Steiner. We demonstrate how this transfer principle can be used to also derive good lower eigenvalue bounds for graphs that possess certain types of so-called double covers. Finally, we derive eigenvalue bounds in terms of the graph’s inradius if on additionally imposes Dirichlet vertex conditions at some vertices.
In the third and final part, we study properties of spectral minimal partitions of metric graphs within the framework recently introduced by Kennedy, Kurasov, Mugnolo and Léna. We provide sharp lower and upper estimates for minimal partition energies in different classes of partitions; while the lower bounds are reminiscent of the classic isoperimetric inequalities for metric graphs, the upper bounds are more involved and mirror the combinatorial structure of the metric graph as well. Combining them, we deduce that these spectral minimal energies also satisfy a Weyl-type asymptotic law similar to the well-known one for eigenvalues of quantum graph Laplacians with various vertex conditions.In der vorliegenden Arbeit stellen wir einige neue Ergebnisse der Spektraltheorie von Quantengraphen vor. Die Teilgebiete, für die wir uns hauptsächlich interessieren, sind Nodaleigenschaften von Schrödinger-Operatoren auf metrischen Graphen, Eigenwertabschätzungen für Laplace-Operatoren auf metrischen Graphen sowie Spektralminimalpartitionen von metrischen Graphen.
Im ersten Teil stellen wir eine Quantengraphenversion des Satzes von Pleijel über das asymptotische Verhalten der Nodalzahl der n-ten Eigenfunktion vor. Die Klasse von Operatoren, mit der wir uns hierbei beschäftigen, sind einerseits Schrödinger-Operatoren mit sehr allgemeinen Knotenbedingungen und anderseits p-Laplace-Operatoren mit Standardknotenbedingungen.
Im zweiten Teil leiten wir eine Reihe neuer Eigenwertabschätzungen für Laplace-
Operatoren mit Standardknotenbedingungen her. Hierbei sind wir besonders an planaren Graphen oder Graphen, die sich in allgemeinere Flächen einbetten lassen, interessiert. Genauer gesagt, leiten wir obere Eigenwertabschätzungen in Abhängigkeit des topologischen Geschlechts des Graphen her. Ein wichtiges Hilfsmittel in einem der Beweise ist ein Transferprinzip von Amini und Cohen–Steiner. Wir zeigen, dass dieses Transferprinzip auch effektive Anwendungen für die Herleitung unter Eigenwertabschätzungen vorweist. Schließlich leiten wir Eigenwertabschätzungen in Abhängigkeit des Innenradiuses metrischer Graphen her, wobei wir hier zusätzlich annehmen, dass eine endliche Anzahl von Knoten mit Dirichlet-Bedingungen ausgestattet ist.
Im dritten und letzten Teil der Arbeit beschäftigen wir uns mit der kürzlich von Kennedy, Kurasov, Mugnolo und Léna vorgestellen Theorie von Spektralminimalpartitionen metrischer Graphen. Wir erhalten untere und obere Abschätzungen für die zugehörigen Minimalpartitionsenergien her. Während die unteren Abschätzungen eher an bereits bekannte isoperimetrischen Abschätzungen für Eigenwerte erinnern, sind die oberen Abschätzungen komplizierter und spiegeln die kombinatorische Struktur des Graphen wider. Mit Hilfe der Abschätzungen sind wir in der Lage ein Weyl’sches Gesetz für die Minimalpartitionsenergien zu folgern