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Urbanization, Remittances, Energy: An Impact Assessment on Economic Development: Analysis in Three Essays
Die Friedens- und Ostermarschbewegung in Deutschland von 1960 bis 2017: Eine Untersuchung mit Interviews von Zeitzeugen aus dem Ruhrgebiet
Die Intention zu dieser vorliegenden Arbeit ist es, lebensgeschichtliche Erzählungen von Zeitzeugen der Friedens- und Ostermarschbewegung aus dem Ruhrgebiet zwischen den Jahren 1960 - 2017 zu analysieren, zu interpretieren und mit dem aktuellen Forschungsstand über die Friedens- und Ostermarschbewegung in Bezug zu setzen. Anhand der Lektüre von Büchern, Beiträgen in Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen und Materialien aus diversen Archiven verschaffte ich mir ein breites Basiswissen über die heterogene soziale Bewegung der Friedensaktivisten in dem o.a. Zeitraum. Allerdings wurden die Erkenntnisse und Erfahrungen von Zeitzeugen zur Friedens-und Ostermarschbewegung in der Literatur kaum berücksichtigt.Um diese Forschungslücke zu schließen, wird in der vorliegenden Dissertation der Versuch gemacht, einen Bezug zwischen den Narrativen der interviewten Zeitzeugen und dem aktuellen Forschungsstand herzustellen. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen mithin die subjektiven Haltungen, Sichtweisen und Perspektiven der Friedens- und Ostermarschaktivisten. Es geht in dieser Arbeit nicht um die Beantwortung der Frage , was durch die Ostermärsche friedenspolitisch erreicht wurde, sondern vielmehr um die lebensgeschichtlichen Erfahrungen, die Erkenntnisse von Friedensaktivisten, respektive von den Ostermarschierern, die individuelle Verarbeitung des Erlebten und den Erkenntnisgewinn, sowie die Perspektiven der Befragten, zu ihren Protesten und Demonstrationen, in dem vorgegebenen Zeitfenster 1960-2017
Gerechtigkeit im Spiegel der Mediationsliteratur und Mediationskritik
Obwohl Mediation gerne als gerecht oder sogar gerechter als das Rechtssystem angepriesen wird, gibt es im deutschsprachigen Raum bisher keinen Überblick über die in der Mediation vertretenen Gerechtigkeitskonzepte. Ziel dieser Untersuchung ist es herauszufinden, ob in der Mediationsszene ein einheitliches Gerechtigkeitskonzept vertreten wird bzw. welche Übereinstimmungen in den verschiedenen Konzepten zu finden sind und ob es einen Diskurs über Gerechtigkeit in der Mediationsszene gibt. Die qualitative Analyse von 13 Texten der Meditationsliteratur zeigt, dass es kein einheitliches Gerechtigkeitskonzept gibt. Es lassen sich aber Gemeinsamkeiten identifizieren. Die quantitative Untersuchung einschlägiger Fachzeitschriften kommt zu dem Ergebnis, dass sich kein systematischer Gerechtigkeitsdiskurs in der deutschsprachigen Mediationsszene verorten lässt. Zur Beschreibung des individuellen Gerechtigkeitsempfindens, das in der Mediationsszene als Begründung für die Verwirklichung von Gerechtigkeitsvorstellungen dient, wird neben der rechtssoziologischen Literatur vor allem die Entwicklungspädagogik und die Psychologie herangezogen. Die von der pädagogischen Forschung identifizierten förderlichen Bedingungen der Moralentwicklung werden mit den Rahmenbedingungen, dem mediatorischen Handeln und der Haltung der Mediatorinnen und Mediatoren kontrastiert. So wird das Potenzial der Mediation, die Entwicklung des Gerechtigkeitsempfindens zu fördern, herausgearbeitet. Ebenso wird die Gerechtigkeit der Mediation aus kritischen Perspektiven beleuchtet, so lassen sich zehn Einfallstore für Ungerechtigkeit identifizieren. Im Fazit stellt die Arbeit die Bedeutung des Auftrags an die Mediatorinnen als notwendige Bedingung für die Gerechtigkeit der Mediation heraus
Can the resilience of group-serving informal norms be promoted?: Ways to maintain group-serving behavior against non-group-serving influence
Die vorliegende Ausarbeitung möchte sich der Frage widmen, ob und wie Resilienz gruppendienlicher informeller Normen gefördert werden kann. Mit der Beantwortung dieser Fragestellung ist beabsichtigt, Möglichkeiten aufzuzeigen, eine Widerstandsfähigkeit dienlicher Normen gegen abweichenden Einfluss zu begünstigen. Dies ist bedeutsam für die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit einer Organisation. Dazu wird, nach einer Klärung zentraler Begriffe, die Bildung von Normen dargestellt, wobei sich auf Prozesse sozialen Lernens beschränkt wird. Dem Schema „Entstehung-Veränderung-Verfestigung“ folgend, wird mit der Darstellung sozialer Einflussprozesse und der Bedeutung sozialer Normen für die Vorhersage von Verhaltensintentionen der Bogen zum Anwendungsteil geschlagen
Nutzerbefähigung in der Analyse von Big Data durch Anwendung von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen
Global data volume is growing exponentially, driven by manifold reasons: Smartphones and mobile connectivity, IoT, social media, and many others. Data availability drives progress in many application domains. Examples comprise pharmaceutical research, traceability of contagious diseases, research related to climate change, and data-driven insurance models. The rise of AI is closely connected to the availability of large data quantities. Although AI has been researched since the 1950s, it has recently gained significant momentum since it improves with more data available. AI and ML already affect everyday interactions with digital devices (e.g. face recognition) and will further penetrate all industrial sectors. Generative AI and Large Language Models already demonstrate how AI utilizes Big Data to solve complex tasks while lowering entry barriers and making it available to the general public. The growing scientific and economic relevance of Big Data, AI, and ML drives research, e.g. the European Commission-funded projects SMART VORTEX and EDISON. SMART VORTEX focused on defining Big Data-related infrastructure and creating a reference implementation. EDISON followed up on this by investigating the corresponding skill gap on the market and creating a competence framework (e.g. skill profiles and education plans). However, it did not investigate the concept of user-empowering Information Systems that lower entry barriers and reduce induction needs. Bornschlegl continued with the research on these challenges with his dissertation. He introduced IVIS4BigData, a reference model for visual Big Data analysis that enables standardized user stereotypes to participate in analyzing Big Data. None of these projects thoroughly considered AI and ML and their implications. However, AI and ML bear the potential to provide methods for analyzing Big Data and improving Big Data infrastructure and tooling. This requires defining AI and ML representation alongside the Big Data analysis pipeline and overcoming an intensified skill challenge, adding capability requirements for AI and ML. Architecture blueprints for implementing this integration do not exist. Thus, it remains a challenge to investigate AI and ML applications for Big Data-related infrastructure and tooling (SMART VORTEX), their impact on user capabilities (EDISON), and their integration into user-empowering Big Data analysis IS (IVIS4BigData). To close this gap, this dissertation developed AI2VIS4BigData, a reference model for end user-empowering AI and ML integration into the Big Data analysis pipeline that defines AI and ML representation, categorizes user stereotypes, and provides a service-oriented reference architecture. It was implemented for seven application domains (e.g. meteorology) and thoroughly evaluated, e.g. in workshops and studies.Die weltweite Datenmenge wächst aufgrund vielfältiger Ursachen wie Smartphones und Mobilfunktechnologie, dem Internet der Dinge und sozialen Netzwerken exponentiell. Die Verfügbarkeit von Daten treibt den Fortschritt in verschiedenen Anwendungsdomänen voran. Beispiele umfassen die Medikamentenforschung, die Überwachung ansteckender Krankheiten, Forschung mit Klimawandel-Bezug sowie datengetriebene Versicherungsmodelle. Die steigende Relevanz von KI ist eng mit der Datenverfügbarkeit verbunden. Auch wenn KI bereits seit den 1950er Jahren erforscht wird, so stieg in den letzten Jahren die Bedeutung von KI mit steigender Datenmenge auf Grund mit einer mit den Daten wachsenden Leistungsfähigkeit. KI und maschinelles Lernen beeinflussen schon heute das digitale Leben von jedem (bspw. durch Gesichtserkennung) und werden zukünftig alle industriellen Bereiche durchdringen. Generative KI und große Sprachmodelle (sog. Large Language Models) demonstrieren bereits, wie KI komplexe Aufgaben lösen und gleichzeitig die Hemmschwelle so senken kann, dass die Allgemeinheit daran partizipiert. Die wachsende wissenschaftliche und wirtschaftliche Relevanz von Big Data, KI und ML beschleunigt die Forschung bspw. durch die von der Europäischen Kommission geförderten Forschungsprojekte SMART VORTEX und EDISON. Der Schwerpunkt von SMART VORTEX lag auf der Definition von Big Data Infrastruktur und Referenzimplementierungen. EDISON hat mit einer Untersuchung der Bedarfslücke der notwendigen Nutzerfähigkeiten daran angeknüpft und ein Kompetenz-Rahmenwerk (z.B. Fähigkeitsprofile, Bildungspläne) geschaffen. Es hat jedoch keine nutzer-befähigenden Informationssysteme untersucht, die Eintrittshürden absenken und Einarbeitungsbedarfe reduzieren können. Bornschlegl setzte mit seiner Dissertation die Forschung an diesen Herausforderungen fort. Er hat mit IVIS4BigData ein Referenzmodell für visuelle Analyse von Big Data eingeführt, das standardisierten Nutzerstereotypen die Partizipation am Big Data-Analysevorgang ermöglicht. Keines dieser Projekte hat den Einsatz von KI und ML in hohem Maße berücksichtigt. Dabei haben KI und ML das Potenzial, als Big Data-Analysemethode eingesetzt werden zu können oder Big Data-Infrastruktur und -Tooling zu verbessern. Dazu müssen allerdings die Repräsentation von KI und ML entlang der Big Data-Analysepipeline definiert und die zusätzliche Herausforderung an die KI- und ML-Fähigkeiten der Nutzer beherrscht werden. Musterarchitekturen, die für Umsetzungen herangezogen werden könnten, existieren keine. Aus diesem Grund verbleibt es eine Herausforderung, Anwendungen von KI und ML für Big Data-Infrastruktur und -Tooling (SMART VORTEX), deren Auswirkungen auf die Nutzerfähigkeiten (EDISON) sowie deren Einbettung in nutzer-befähigende Informationssysteme (IVIS4BigData) zu untersuchen. Um diese Lücke zu schließen hat diese Dissertation mit AI2VIS4BigData ein Referenzmodell entwickelt, das nutzerbefähigende Einbettung von KI und ML in die Big Data-Analysepipeline beschreibt und die KI- und ML-Repräsentation definiert, Nutzerstereotype charakterisiert und eine serviceorientierte Referenzarchitektur bereitstellt. Dieses wurde für sieben Anwendungsdomänen (bspw. Meteorologie) umgesetzt und umfangreich, bspw. über Workshops oder Studien evaluiert
Staatsgenres: Zur politischen Dimension von Filmgenres
Filme entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern werden im Kraftfeld staatlichen Handelns produziert. Von dieser Produktivität der Macht angezogen, vermitteln und formen Filme unsere Vorstellungen vom Staat, der zwangsläufig auf Imaginationen und Fiktionen angewiesen ist, um zu funktionieren. Das kann allerdings kein einziger Film schaffen, sondern erst ein Genre, das als Institution befähigt wird, Staat zu definieren und zu legitimieren. Staatsgenre ist primär eine Superposition in der Hierarchie der Genres, die das eine oder andere Genre aus verschiedenen Gründen für eine bestimmte Zeit einnehmen kann. In der Regel gilt: je mehr Anerkennung des Publikums, desto näher an der Macht des Staates. Filme kämpfen um die Aufmerksamkeit des Publikums, möchten also staatstragende Anliegen mitdefinieren, was freilich nicht immer gelingt bzw. nicht immer strategisch kalkuliert werden kann. Es geht also keineswegs allein um propagandistische Seiten der Filme, sondern auch um ihre Popularität. An der Definition eines Staatsgenres treffen sich aktuelle kollektive Bedürfnisse, politische Diskurse der Zeit, historische Situiertheit des Publikums und filmische Mittel, die all das zu einem Identitätsangebot synthetisieren. Diesem Spektrum widmen sich die Beiträge dieses Sammelbandes, um anhand von Beispielen herauszufinden, welche Filme in welchem Land unter welchen Bedingungen als Staatsgenre funktionieren. Die komparatistische Perspektive sowie historische Besonderheiten der Filmproduktion und -rezeption machen es also möglich, die Verschränkung der Genres und der Belange eines Staates zu beschreiben: vom Politthriller über das Musical und die Science Fiction bis hin zu Politserien. Von Staatsgenres zu sprechen heißt also nicht, einer langen Liste von Genres ein weiteres Genre hinzuzufügen – vielmehr soll jene produktionsästhetische und sozialpolitische Wechselwirkung erfasst werden, die kulturelle Verhandlung von und über Staatlichkeit ermöglicht. Mit Beiträgen von Irina Gradinari, Nikolas Immer, Nils Jablonski, Hauke Lehmann, Florian Mundhenke, Michael Niehaus, Wim Peeters, Ivo Ritzer, Drehli Robnik, Carolin Rolf und Peter Scheinpflug
LAMASS-Studie: Studienerfolg und Studienabbruch in digitalen Studienformaten
Die LAMASS Studie untersucht Faktoren und Hintergründe für den Studienerfolg und -abbruch in digitalen Studienformaten. In drei Teilstudien werden Einflussfaktoren für Studienerfolg, Studienabbruch und zur studentischen Persistenz im digitalen Studienformat untersucht und mit denen in Präsenzformaten verglichen. Ergänzend wurden aus den Erkenntnissen Handlungsempfehlungen abgeleitet
Animals as Artists: An Interdisciplinary Conversation on German Copyright Law
oai:ub-deposit.fernuni-hagen.de:mir_mods_00002237The article discusses the question of animal authorship under German copyright law and argues for the advancement of legal research through interdisciplinary conversations. It sets out by outlining the key aspects of German copyright law and arguments from legal discourse and then moves on to discussing those elements within this discourse with the potential for meaningful revisions of current legal practice: the definition of the artwork as an entity uniquely tied to human creators, the notion of creativity and its connection to ‘human dignity,’ and the exclusiveness of current definitions of personhood. It suggests a conversation with various disciplines subsumed under the moniker of the environmental humanities, particularly animal philosophy and ethics, artistic practice and art theory, and environmental anthropology and the comparative study of legal cultures. Such a conversation, it is argued, offers a rich archive and toolkit for revising and advancing legal theory and practice, no least in better alignment with scientific insights into animal cognition and behaviour, but also with greater attention to non-western legal practice
Anpassung moderner Dienstleistungsunternehmen durch Service-Management-Fähigkeiten: Aufsätze über Informationstechnologie- und Unternehmensdienstleistungsmanagement
The modern economy has undergone profound changes driven by the rise of service-oriented businesses, the transformative power of information technology (IT), and the increasing dynamism of global markets. Within this context, this cumulative dissertation explores service management as a dynamic, IT-enabled capability critical for modern service organizations. It focuses on IT Service Management (ITSM) and Enterprise Service Management (ESM) as pivotal enablers of organizational adaptability, efficiency, and competitiveness. ITSM, a management approach built upon reference frameworks, optimizes IT services through structured workflows and resource alignment. ESM extends these principles across business functions towards non-IT services, creating enterprise-wide efficiencies. This research is motivated by two theoretical and one practical challenge in the service management field: the missing organizational context of ITSM maturity, the lack of theoretical grounding of ESM and the practical discrepancy in organizations between the digitalization urge for business workflows and the insufficient comprehension of ESM. This research bridges practical challenges with theoretical propositions by embedding service management concepts within theoretical frameworks of service-dominant logic, service systems, and dynamic capabilities. This dissertation addresses three key research objectives: identifying contingency factors influencing ITSM capability, conceptualizing ESM as a hierarchical, resource-based construct, and developing a validated ESM capability instrument. In four essays, this dissertation delivers new insights, including a context-sensitive perspective on the maturity of service management capability, a unifying, holistic ESM definition, and an empirically grounded, measurable ESM capability model based on organizational, architectural, technological, shared information, and people resources (OATIP) dimensions. The findings advance the theoretical clarity of both service management concepts and provide actionable guidance for organizations to effectively implement or mature ITSM and ESM frameworks. This introductory essay to the cumulative dissertation establishes the integrated research framework grounded in Information Systems theories, outlines the research objectives and questions, presents the applied methodology, and summarizes the core contributions