University of Hagen

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    Religion und Humanität, Ironie und Skepsis in Thomas Manns Erzählung Das Gesetz

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    Thomas Manns Erzählung „Das Gesetz“ ist als Teil einer Anthologie gegen Hitler im Zweiten Weltkrieg erschienen; sie hat durch den russischen Angriffskrieg eine bei Erstellung dieser Untersuchung ungeahnte Aktualität erhalten. Die Erzählung ist allerdings vielschichtig konzipiert und kann in unterschiedlichster Weise gelesen werden: Als Bibelkommentar, als Suche nach der Grundlage einer Universalethik und als Faschismus-Kritik. Prägendes Merkmal des Texts, das jede einseitige Interpretation verbietet, ist die Ironie. Die ironische Unterminierung jeder eindeutigen Aussage steht in einem Spannungsverhältnis zu dem Versuch der Herleitung einer Universalethik. Zugleich stellt die ironische Distanz, die skeptische Grundhaltung selbst einen Aspekt von Humanität dar, indem sie sich als Gegenstück zu entmenschlichenden totalitären Weltbildern positioniert. Die vorliegende Untersuchung widmet sich dem komplexen Verhältnis zwischen ironischer Denkweise und universalethischem Anspruch in der Erzählung

    Ärzt*innen und ihre Medien: Erkenntnisse aus Onlinediskussionen mit Ärzt*innen in der klinischen Aus-, Fort- und Weiterbildung

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    Im Beitrag werden Erkenntnisse zur Mediennutzung von Ärzt*innen in der klinischen Aus-, Fort- und Weiterbildung zusammenfassend vorgestellt, die aus der Analyse von drei Onlinediskussionen hervorgegangen sind. Zu den Ergebnissen gehört, dass bei den Ärzt*innen eine überwiegend offene Haltung gegenüber der Digitalisierung in Arbeitskontexten mit einer gleichzeitigen Kritik der gegenwärtigen Umsetzung im klinischen Alltag einhergeht. Diese Kritik baut nicht zuletzt darauf, dass zu wenig Unterstützung seitens der Klinik bei der Bedienung von Software gesehen wird. Bezüglich der Einstellungen zu Datenschutz hat sich in den Diskussionen gezeigt, dass dieser zwar als wichtig erachtet wird, die Mehrheit der Teilnehmenden jedoch den effizienten Ablauf von klinischen Prozessen gegenüber der Einhaltung von datenschutzrechtlichen Bestimmungen priorisiert. Das Dokument schließt mit Überlegungen, wie die Erkenntnisse aus der Studie im Rahmen einer fortschreitenden Digitalisierung des Arbeitsalltags an Kliniken berücksichtigt werden könnten

    The Debate on the European Union’s Future From the Perspective of Regional Members of Parliament

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    Differentiated integration has become ubiquitous in the European Union today. However, the evaluation of differentiated integration by the academic community is much contested: While some see it as a remedy to political gridlock, others think of it as the beginning of the end of the EU (i.e., disintegration). Our article sheds light on the relationship between differentiated integration and disintegration from the viewpoint of subnational members of Parliament. Assuming that at least some scenarios of differentiated integration are related to disintegration, we report on data from a survey of seven EU member states about subnational members of Parliament’s preferences regarding future scenarios for the EU. Our results find that a preference for a Europe with a singular focus on “nothing but the single market” is related to a functionalist approach towards European integration and the perceived disintegration of the EU. This preference is especially prevalent among subnational MPs in the Czech Republic and Poland, both known for having opt-out solutions. While the Czech Republic constantly shows high levels of Euroscepticism in public surveys, the reverse is true in Poland. Obviously, a general commitment to the EU should not be equated with a shared common goal of further European integration. If such differences become permanent, European integration may genuinely be endangered

    Imperiales Bauen: Architektur und Stadtplanung im Kontext großer Reiche

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    Große expansive Imperien, die unter einer Herrschaft kulturelle Grenzen überschritten und tatsächlich oder in ihrem Selbstverständnis, in ihrer Ideologie oder ihrer Planung als „Weltreiche“ zu verstehen sind, haben stets ein breites Programm an Repräsentationsformen zur Selbstdarstellung und Legitimation entwickelt. Dabei spielten architektonische und städtebauliche Ausdrucksformen eine zentrale Rolle. Zahlreiche bauliche Zeugnisse bringen dieses Bedürfnis bis heute zum Ausdruck. Anhand exemplarischer Beispiele von der Antike bis zum Kaltem Krieg wird hier die Bandbreite baulicher Repräsentationsformen imperialer Reiche deutlich gemacht

    Content design of a module 'Climate Change and Health' as part of a university distance learning course 'Environment and Health'

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    Wir befinden uns mitten in einem Klimawandel, der bereits zu besorgniserregenden Verschlechterungen bei den sozialen und ökologischen Determinanten von Gesundheit geführt hat. Mittlerweile ist nicht nur die menschliche Gesundheit, sondern mittel- bis langfristig sogar die weitere Existenz des Menschen auf der Erde gefährdet. Es besteht dringender Handlungsbedarf, Lehrende und Lernende mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit im Sinne einer Planetary Health vertraut zu machen. Diese Masterarbeit beschäftigt sich daher mit der Frage, welche Inhalte ein Modul Klimawandel und Gesundheit im Rahmen eines Hochschul-Fernlehrgangs Umwelt und Gesundheit vermitteln soll. Antworten hierauf wurden in einem mehrstufigen Verfahren (a) mit Hilfe der Durchführung und Analyse von Experteninterviews und (b) über die Ausführung einer Lehrbuchanalyse gewonnen. Es zeigte sich eine große inhaltliche Übereinstimmung zwischen den von den Expert:innen genannten Einzelthemen und den Inhalten der untersuchten Lehrbuchkapitel. Große Unterschiede gab es bei der Art der Einteilung der Gesundheitsfolgen des Klimawandels. In beiden Quellen wurden grundlegende Begriffe nicht immer einheitlich definiert. Probleme gab es bei der Anwendung des Präventionsbegriffs auf die Gesundheitsfolgen des Klimawandels. Das geplante Modul sollte hiernach folgende Gliederung aufweisen: (1) Grundlagen (Physikalische Grundlagen, klimatische und ökologische Folgen des Klimawandels, Einflussmöglichkeiten des Klimawandels auf Physiologie/Epigenetik beim Menschen, globale Konzepte zur Betrachtung klimawandelbedingter Gesundheitsfolgen, ethische Aspekte, themenrelevante Methoden), (2) Primäre, sekundäre und tertiäre Gesundheitsfolgen des Klimawandels, (3) Möglichkeiten der Prävention und der Anpassung

    Einflussgrößen auf die Entwicklung empathischen Erlebens und prosozialen Verhaltens bei Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten: Eine empirische Analyse über die motivationalen Prozesse, die kollegialer Unterstützung zugrunde liegen

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    Im Rahmen einer Fragebogen- und einer Interviewstudie wurde das ehrenamtliche Engagement der Sozialen Ansprechpersonen der Polizei NRW einer sozialpschologischen Analyse unterzogen. Ermittelt wurden Motivstrukturen und Einflussfaktoren auf individuelle motivationale Faktoren des Hilfeverhaltens. Insbesondere wurden die zentralen Einflüsse der polizeilichen Organisation und einer damit verbundenen sehr besonderen beruflichen Sozialisation auf die motivationalen Prozesse herausgearbeitet

    Situative Differenz: Situiertheit und Positionierung als Grundbegriffe einer politischen Phänomenologie

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    Situiertheit ist in Theoriebildung und politischer Rhetorik seit langem eine bekannte Referenz. Sie tritt in kritischer Abkehr von Idealen standpunktloser Objektivität in Erscheinung, wie sie in erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen, aber auch politiktheoretischen und moralphilosophischen Traditionen gängige Münze waren, und bezeichnet die Markierung des Orts, von dem aus ein Diskurs oder ein theoretischer Ansatz seinen Ausgangspunkt nimmt. In ganz unterschiedlichen Traditionen ist betont worden, dass Theorien ihre eigene Situiertheit zu reflektieren haben, wenn sie nicht in eine bloße doxa zurückfallen wollen. Dazu zählen insbesondere die Standpunkttheorien der feministischen Epistemologie sowie die sich daran anschließenden relationalen Ontologien etwa im Ökofeminismus oder in posthumanistisch dezentrierten Science and Technology Studies wie der Akteur-Netzwerk-Theorie oder dem agentiellen Realismus. Der Phänomenologie kommt in diesem Chor eine besondere Rolle zu, weil die „Situation“ zu den Grundbegriffen der existenzialen Phänomenologien gehört. Heidegger, Sartre und Merleau-Ponty setzen den Begriff ein, um den Horizont der Möglichkeiten des erfahrenden Ichs zu bezeichnen. Für eine Politisierung des Begriffs kommt der Differenz zwischen Situation und Position besondere Bedeutung zu, die raum- und wahrnehmungstheoretisch in den phänomenologischen Begriffen angelegt ist. Indem sie zu einer situativen Differenz ausgebaut wird, lässt sich die ambivalente Zwischenstellung ausweisen, die sich zwischen dem Ort des Sprechens und dem Raum des Politischen auftut. Damit stünde eine analytische Differenzierung bereit, die zu einer phänomenologischen Explikation der Logik von Politiken der Positionierung führt

    Theater(therapie) in sozialpsychiatrischen Einrichtungen: Eine fallrekonstruktive Studie

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    Obwohl dem Theater seit der Antike eine positive psychische und soziale Wirkung beigemessen wird, ist das Spielen und Inszenieren von Theater im Rahmen therapeutischer oder psychiatrischer Behandlungen ein relativ neues Phänomen. Dabei sind sozialpsychiatrische Einrichtungen bestens geeignet, theatrales Spiel in ihr Behandlungsrepertoire aufzunehmen, denn sie sind offen für unkonventionelle, kreative oder innovative Ansätze. In Annemaria Köhlers Dissertation werden zwei Fälle von Theaterpraxis in sozialpsychiatrischen Einrichtungen anhand von Interviews, Genogrammen und Beobachtungsprotokollen fallrekonstruktiv untersucht, ein dritter Fall wird vergleichend herangezogen. Im Zentrum dieser Untersuchung steht die Frage, wie Theater(therapie) jeweils gestaltet wird und welche sozialgeografischen, institutionellen und (berufs-)biografischen Bedingungen die jeweilige Theaterpraxis maßgeblich beeinflusst haben

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