Institut für Informationswissenschaft
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Eignungsdiagnostik in wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland: Vorschläge zum Einsatz von Persönlichkeitstests in der Personalgewinnung
In der vorliegenden Masterarbeit werden die theoretischen Grundlagen und der praktische Einsatz von Persönlichkeitstests bei der Personalgewinnung in wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland untersucht. Anhand des Bochumer Inventars zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP) und des BIP-6F werden die Relevanz und Anwendbarkeit solcher Tests illustriert. Dabei werden Richtlinien zur Testanwendung und rechtliche Rahmenbedingungen analysiert. Für eine Erhebung praxisnaher Einschätzungen wurden zehn leitfadengestützte Interviews mit Expert:innen aus wissenschaftlichen Bibliotheken durchgeführt. Die Ergebnisse verweisen darauf, dass Persönlichkeitstests bei der Personalauswahl – wie erwartet – nur selten verwendet werden, was auf Bedenken hinsichtlich ihrer Validität und zwar insbesondere durch die Möglichkeit der Manipulation, Datenschutzbedenken und ein unzureichendes Wissen über ihre Anwendung zurückzuführen ist. In einem Bezug darauf wurden konkrete Handlungsvorschläge entwickelt, um den zukünftigen Einsatz von Persönlichkeitstests zu fördern und zu optimieren.This master's thesis examines the theoretical foundations and practical application of personality tests in personnel recruitment within academic libraries in Germany. The relevance and utility of these tests are demonstrated using the Bochum Inventory for Job-Related Personality Description (BIP) and BIP-6F. Guidelines for test application and legal framework conditions are analyzed. Ten guided interviews with experts from academic libraries were conducted to gather practical assessments. As expected, the results indicate that personality tests are rarely used in personnel selection due to concerns about their validity, in particular the possibility of manipulation, data protection concerns and insufficient knowledge about their use. Based on these results, specific recommendations are proposed to encourage and optimize the future use of personality tests
Die Bibliothek als Safer Space – Eine qualitative Untersuchung von Erfahrungen und Bedürfnissen von trans*identen und non-binären Menschen
Um die Rolle des „dritten Ortes“ zu erfüllen, müssen Bibliotheken zu einem sicheren Rückzugsort für transidente und non-binäre Personen gemacht werden. Hierbei ist es entscheidend, dass diese Nutzenden nicht nur von den Mitarbeiter*innen der Bibliothek, sondern auch von den anderen Nutzenden willkommen geheißen werden. Um dies zu erreichen, sollte eng mit Mitgliedern von Trans*-Communities zusammengearbeitet werden, um herauszufinden, welche Änderungen und Erweiterungen an der Bibliothek durchgeführt werden müssen. Änderungen und Erweiterungen dieser Art beschränken sich nicht auf bestimmte Aspekte der Bibliothek, sondern können und sollen in allen Bereichen der Einrichtung, wie zum Beispiel am Katalog, Veranstaltungsprogramm oder auch den Räumlichkeiten stattfinden.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, herauszustellen, inwieweit deutsche öffentliche Bibliotheken ein inklusives und einladendes Umfeld für Menschen mit einer Trans* oder non-binären Identität bieten und entsprechende Handlungsempfehlungen für deutsche öffentliche Bibliotheken zu entwickeln. Dazu werden die folgenden Forschungsfragen gestellt: 1.) Wie lauten Wünsche und Bedürfnisse von transidenten und non-binären Menschen bezüglich des Angebots von öffentlichen Bibliotheken?, 2.) Inwieweit werden transidente Nutzenden in öffentlichen Bibliotheken in Deutschland inkludiert? und 3.) Wie können deutsche öffentliche Bibliotheken zu besseren Safer Spaces für transidente Menschen werden?
Um diese Forschungsfragen zu beantworten, wurden sieben transidente und non-binäre Personen aus Deutschland in semi-strukturierten Interviews zu ihren Bedürfnissen und Anforderungen an Bibliotheken als Safer Spaces, sowie öffentliche Safer Spaces im Allgemeinen befragt.
Die Ergebnisse der Interviews zeigen, dass die Anforderungen und Bedürfnisse von transidenten und non-binären Menschen sehr divers und individuell ausfallen. Am wichtigsten waren den Befragten zwischenmenschliche Aspekte, wie der Umgang des Bibliothekspersonals mit transidenten und non-binären Menschen, sowie eine klare Positionierung der Bibliothek in Bezug auf Themen wie Trans- und Geschlechtsidentitäten. Auch physische Aspekte wie das Einführen von geschlechtsneutralen Toiletten waren den Befragten wichtig.
Weiterführende Forschung sollte durch quantitative Methoden mit einer höheren Zahl an Teilnehmenden die in dieser Arbeit aufgestellten Handlungsempfehlungen auf ihre Relevanz in der generellen LBGTQIA+-Community prüfen
Forschungsdatenmanagement an der TH Köln – Hochschulangebote für Studierende an der Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften
Die Arbeit widmet sich der Untersuchung des aktuellen Stands und der Entwicklungsmöglichkeiten von Bildungsangeboten im Bereich des Forschungsdatenmanagements (FDM) für Studierende der Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften der TH Köln.
Neben einer allgemeinen Diskussion, weshalb eine frühe Vermittlung von FDM-Kompetenzen von Relevanz ist sowie der Identifikation von Kompetenzen, Inhalten und Strategien zur Integration von FDM in Studium und Lehre, erfolgt eine Bestandsaufnahme der aktuellen Angebote zur Förderung von FDM-Kompetenzen bei Studierenden in Deutschland. Das Ziel dieser Untersuchung ist es basierend auf den Ergebnissen der Analyse am Fallbeispiel der Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften der TH Köln, konkrete Handlungsempfehlungen für den Ausbau der FDM-Bildungsangebote für Studierende zu formulieren
Umgang mit umstrittenen Autor*innen und Künstler*innen in Bibliotheken. Ein Beitrag zur bibliothekarischen Berufsethik.
Durch die zunehmende Relevanz von gesellschaftlichen Diskursen geraten vor allem Öffentliche Bibliotheken ins Visier. Dieser Wandel begünstigt ethische Fragenstellungen zum Umgang mit umstrittenen Inhalten, Autor*innen oder Künstler*innen. Diskurse zu Themen wie Rassismus, Transphobie, Diskriminierung oder Tendenzen zum rechten Spektrum werden immer lauter, sodass Bibliotheken regelrecht gezwungen werden ihren Bestand anzupassen oder zu kontextualisieren. In dieser Bachelorarbeit soll der aktuelle Erfahrungsstand im Umgang mit umstrittenen Autor*innen und Künstler*innen sowie Herausforderungen in den einzelnen Handlungsfeldern der bibliothekarischen Praxis herausgearbeitet werden. Im ersten Teil der Arbeit wird ein theoretischer Rahmen zur Ethik selbst sowie im Kontext Öffentlicher Bibliotheken festgelegt. Anschließend werden die sieben Interviews, geführt mit Mitarbeiter*innen Öffentlicher Bibliotheken, anhand der zusammenfassenden Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Die Ergebnisse der Auswertung sind Grundlage für Handlungsempfehlungen für die bibliothekarische Praxis.Due to the increasing relevance of social discourse, public libraries in particular are coming under scrutiny. This change favors ethical questions about how to deal with controversial content, authors or artists. Discourses on topics such as racism, transphobia, discrimination or tendencies towards the right-wing spectrum are becoming ever louder, forcing libraries to adapt or contextualize their collections. This bachelor's thesis aims to identify the current state of experience in dealing with controversial authors and artists, as well as challenges in the individual fields of library practice. The first part of the thesis sets out a theoretical framework for ethics itself and in the context of public libraries. The seven interviews conducted with employees of public libraries are then evaluated using Mayring's summarizing content analysis. The results of the analysis form the basis for recommendations for library practice
Einfluss von parasozialen Beziehungen zu Musiker:innen auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Parasoziale Beziehungen stellen in der Medienwirkungsforschung eines der am häufigsten erforschten Untersuchungsfelder dar. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene sind anfällig für das Entwickeln von parasozialen Beziehungen. Ebenfalls besteht in dieser Altersgruppe eine vermehrt negative Veränderung der psychischen Gesundheit. Musik und Musiker:innen nehmen in dem Leben von jungen Personen oftmals einen wichtigen Stellenwert ein und dienen häufig als Identifikationsfiguren und Vorbilder. Die vorliegende Arbeit soll die Themenbereiche der psychischen Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie parasoziale Beziehungen zu Musiker:innen zusammenführen und die hierbei existierende Forschungslücke schließen. Das Ziel der Arbeit ist es, Aufschluss über Zusammenhänge und Einflüsse zwischen parasozialen Beziehungen zu Musiker:innen und der psychischen Gesundheit sowie dem subjektivem Wohlbefinden von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu erlangen.
Hierfür erfolgte eine empirische Untersuchung anhand einer beispielhaften Betrachtung des Musikers Harry Styles. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine Online-Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie basieren auf 4834 Datensätzen und zeigen keine signifikanten Zusammenhänge zwischen der allgemeinen psychischen Gesundheit und dem allgemeinen subjektiven Wohlbefinden von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und dem Führen einer parasozialen Beziehung zu Harry Styles.
Signifikante Zusammenhänge mit dem Führen einer parasozialen Beziehung zu Harry Styles konnten lediglich die Subkomponenten „Knüpfen neuer Kontakte/Freundschaften“ und „ausgelöste Glückgefühle“ aufweisen. Ebenfalls konnte durch die Untersuchung festgestellt werden, dass das Alter der Befragten einen signifikanten Einfluss auf die parasoziale Beziehung zu Harry Styles hat.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Führen einer parasozialen Beziehung zu Musiker:innen einen positiven Einfluss auf einzelne Subkomponenten der psychischen Gesundheit und des subjektiven Wohlbefindens Jugendlicher und junger Erwachsener haben kann.Parasocial relationships are one of the most frequently researched areas in media effects research. Adolescents and young adults are particularly susceptible to developing parasocial relationships. This age group also experiences an increased negative impact on their mental health. Music and musicians often play a significant role in the lives of young people, serving as identification figures and role models. The objective of this study is to bring together the topics of mental health in adolescents and young adults as well as parasocial relationships with musicians and close the existing research gap. The aim of the thesis is to shed light on the connections and influences between parasocial relationships with musicians and the mental health and subjective well-being of adolescents and young adults. An empirical study was conducted using musician Harry Styles as an example.
An online survey was conducted to answer the research question. The results of the study are based on 4834 data sets and show no significant correlations between the general mental health and general subjective well-being of adolescents and young adults and having a parasocial relationship with Harry Styles. However, the subcomponents 'making new contacts/friendships' and 'triggered feelings of happiness' showed significant correlations with having a parasocial relationship with Harry Styles. The study also found that the age of the respondents had a significant influence on the parasocial relationship with Harry Styles.
The results show that having a parasocial relationship with musicians can positively impact individual subcomponents of mental health and the subjective well-being of adolescents and young adults
Esoterische Literatur in öffentlichen Bibliotheken: Praxis, Probleme, Perspektiven
Diese Bachelorarbeit setzt sich mit Esoterik und esoterischer Literatur auseinander und dem aktuellen Umgang mit dieser in öffentlichen Bibliotheken. Mit Hilfe diverser Methoden wird die aktuelle Praxis in öffentlichen Bibliotheken im Umgang mit esoterischer Literatur ermittelt, Probleme aufgezeigt und eventuelle Perspektiven benannt. Für eine angemessene Auseinandersetzung mit dem Thema Esoterik wird das Thema zu Beginn umfassend erläutert, ein thematischer Ramen gesteckt und relevantes Hintergrundwissen vermittelt. Anschließend wird mit zu Hilfenahme einer empirischen Datenerhebung, in Form einer Umfrage, die aktuelle Praxis im Umgang mit esoterischer Literatur sondiert, sowie die Meinungen von Bibliotheksmitarbeitern und Nutzern zum Thema Esoterik erfragt. Ergänzend wird durch eine Kataloganalyse großer öffentlicher Bibliotheken Nordrhein-Westfalens die Katalogisierung von zuvor ausgewählter esoterischer Literatur genauer analysiert und Gemeinsamkeiten und Unterschiede ermittelt. Durch die Recherchen wurde herausgefunden, wie präsent das Thema Esoterik in öffentlichen Bibliotheken ist, ob und wie esoterische Literatur als solche kenntlich gemacht wird und welche Chancen und Möglichkeiten sich für die Zukunft anbieten.This bachelor thesis deals with esotericism and esoteric literature and the current handling of these in public libraries. Through various methods the current situation is determined, problems are shown and possible perspectives are named. For an appropriate discussion of the topic esotericism, it is comprehensively explained, a thematic framework established and relevant background knowledge is conveyed. With the aid of an empirical data collection in form of a survey the current practice of how public libraries handle esoteric literature is explored. In addition the personal opinion of library staff and customers was collected. Furthermore an analysis of the catalogs of large public libraries in nothern westphalia is done to ascertain similarities and differences of how they currently handle esoteric literature. Throught the research it was determined how present the thematic esoteric in public libraries is at the moment wether esoteric literature is beeing labeled as such and wich opportunities and possibilities are offered for the future
Wirkungsforschung in der Kinder und Jugendarbeit : Die theoretische Konzeption eines Wirkungsmodells im Kinderschutz
Es wird ein innovativer Ansatz dargestellt, indem die Methoden der Wirkungsforschung mit den theoretischen Grundlagen des Kinderschutzes verknüpft werden. Zentral ist die ausführliche Definition von Schlüsselbegriffen wie Kindeswohl, Kindeswohlgefährdung, Kinderschutz und den verschiedenen Tätigkeitsebenen der Sozialen Arbeit. Dabei wird ein fundiertes Verständnis für die Komplexität des Themas geschaffen. Ebenso werden auf allgemeine Präventionstheorien sowie auf Verhaltens- und Verhältnisprävention wert gelegt. Dies ermöglicht eine umfassende Betrachtung der präventiven Maßnahmen im Kinderschutz und ihrer potenziellen Wirkungen. Die Wirkungsforschung wird detailliert beleuchtet, wobei Fragen nach der Natur von Wirkung, dem Aufbau von Wirkungsmodellen und den verschiedenen Ebenen, auf denen Wirkung entfaltet werden kann, unter-sucht werden. In der Synthese verschmelzen die Erkenntnisse aus der Wirkungsforschung mit der Praxis und Theorie des Kinderschutzes. Dabei entwickeln sich aus identifizierten Schutz- und Gefährdungsfaktoren zwei übersichtliche Modelle. Diese bilden die Grundlage für ein besseres Verständnis der Wirkzusammenhänge Sozialer Arbeit im Kinderschutz und sind die ersten ihrer Art. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass ein klar erkennbares Wirkungsgefüge die Qualität der Ergebnisse im Kinderschutz entscheidend beeinflusst. Durch gezielte Förderung des Kindeswohls und eine präzisere Ressourcenallokation können die Effektivität und Effizienz präventiver Maßnahmen verbessert werden. Der Wirkungsorientierung in der Sozialen Arbeit wird noch nicht genügen Aufmerksamkeit geschenkt. Angesichts der dynamischen gesellschaftlichen Entwicklung ist es entscheidend, dieser Thematik mehr Bedeutung beizumessen, um die Bildung von Traumata zu verhindern, abweichendes Verhalten zu reduzieren und einen positiven Wandel in der Gesellschaft zu fördern.An innovative approach is presented in which the methods of impact research are combined with the theoretical foundations of child protection. A central concern is the detailed definition of key terms such as child welfare, child endangerment, child protection and the various levels of activity in social work. This creates a profound understanding of the complexity of the topic. Particular attention is paid to general prevention theories as well as behavioral and relationship prevention. This enables a comprehensive consideration of preventive measures in child protection and their potential effects. Impact research is examined in detail, with questions about the nature of impact, the structure of impact models and the various levels at which impact can be achieved. In the synthesis, the findings from impact research are applied to the practice of child protection. Two clear models are developed from the protection and risk factors identified. These form the basis for a better understanding of the interdependencies of social work in child protection and represent the first of their kind. The results clearly show that a distinct impact structure has a decisive influence on the quality of results in child protection. The effectiveness and efficiency of preventive measures can be improved through the targeted promotion of child welfare and a more precise allocation of resources. Not enough atten-tion is paid to impact orientation in social work. In view of the dynamic development of society, it is crucial to attach more importance to this topic to prevent the formation of trauma, reduce deviant behavior and promote positive change in society
Einbindung der Fanfiction-Kultur in öffentliche Bibliotheken im deutschsprachigen Raum
Fanfiction ist eine kreative Form der Rezeption von unter anderem Büchern, Filmen, Computerspielen und realen Persönlichkeiten. In den letzten Jahren hat diese besondere Art der Literatur vermehrt Aufmerksamkeit erlangt und das Interesse an ihr ist gewachsen. Allerdings ist die Fanfiction-Kultur in öffentlichen Bibliotheken im deutschsprachigen Raum unterrepräsentiert.
Angesichts der wachsenden Popularität und der gleichzeitig bestehenden Unterrepräsentation in Bibliotheken, stellt sich die Frage, warum und auch wie öffentliche Bibliotheken die Fanfiction-Kultur in ihre Praxis integrieren können. Die vorliegende Bachelorarbeit beantwortet diese Frage und untersucht zudem das Potenzial der Integration. Dazu wird zunächst der Wandel des Lesens und Publizierens beleuchtet, einschließlich der Lesemethode des Social Readings. Im Weiteren wird der Begriff Fanfiction definiert und die Fanfiction-Kultur anhand von Beispielen sowie kurzen Einblicken in verschiedene Fanfiction-Plattformen erläutert. Weiterhin werden Beispiele von öffentlichen Bibliotheken genannt, die Fanfiction auf unterschiedliche Art und Weise in ihre Praxis integriert haben. Um herauszufinden, wie öffentliche Bibliotheken die Fanfiction-Kultur optimal integrieren können, wurde eine Online-Umfrage durchgeführt. Diese Umfrage richtete sich an die deutschsprachige Fanfiction-Community, um ihre Bedürfnisse und Wünsche in Bezug auf öffentliche Bibliotheken zu ermitteln. Abschließend wird bewertet, ob es Potenzial für öffentliche Bibliotheken gibt, die Fanfiction-Kultur in ihre Praxis zu integrieren, und wie dies aussehen könnte. Es wird deutlich, dass die Integration von Fanfiction in öffentliche Bibliotheken in vielerlei Hinsicht Vorteile bringt.Fanfiction is a creative form of reception of books, films, computer games and real-life personalities, among others. In recent years, this particular type of literature hat attracted increasing attention and has grown. However, fanfiction culture is underrepresented in public libraries in German-speaking countries.
Given the growing popularity of fanfiction and its simultaneous underrepresentation in public libraries, the question arises as to why and how public libraries can integrate fanfiction culture into their practices. This bachelor's thesis answers this question and also analyses the potential for integration. Firstly, the changes in reading and publishing, including the reading method of social reading, are examined. The term fanfiction is then defined and fanfiction culture is explained using examples and brief insights into various fanfiction platforms. Furthermore, examples of public libraries that have integrated fanfiction into their practice in different ways are given. In order to find out how public libraries can best integrate fanfiction culture, an online survey was conducted. This survey was aimed at the German-speaking fanfiction community to determine their needs and wishes in relation to public libraries. It concludes by assessing whether there is potential for public libraries to integrate fanfiction culture into their practice and what this might look like. It becomes clear that the integration of fanfiction into public libraries brings benefits in many ways
Motivation und Einstellung zur externen Wissenschaftskommunikation von Forschenden im Reallabor: eine qualitative Untersuchung im Projekt Co-Site.
Transdisziplinär und transformativ ausgerichtete Forschungsprojekte gewinnen zunehmend an Relevanz in der Wissenschaftslandschaft. Dabei stellt das Forschungsformat des Reallabors einen bislang wenig erforschten Gegenstand für die Wissenschaftskommunikationsforschung dar.
In dieser Arbeit wird daher anhand von qualitativen Leitfadeninterviews untersucht, wie Forschende in dem Reallabor Co-Site die externe Wissenschaftskommunikation und ihre Rolle darin wahrnehmen. Ziel ist es, eine Grundlage zu schaffen und tiefere Einblicke in die Einstellungen und Motivationen der Forschenden zu gewinnen, die für weitere Forschungsvorhaben genutzt werden können.Transdisciplinary and transformative research projects are becoming increasingly relevant in the scientific landscape. The research format of the living lab represents a so far under-researched subject for the field of science communication.
This study uses qualitative guided interviews to analyse how researchers in the living lab Co-Site perceive external science communication and their role in it. The aim is to create a basis and gain deeper insights into the attitudes and motivations of the researchers, which can be used for further research projects
Unsere Lena! – Die parasoziale Beziehung zwischen Fans und ihren Idolen in den sozialen Medien
Soziale Medien nehmen eine bedeutsame Rolle im Alltag vieler Menschen ein. In den sozialen Netzwerken sind neben Durschnittsbürger*innen ebenfalls Personen des Öffentlichen Lebens präsent, welche als Vorbilder fungieren können. Dies bietet die Möglichkeit für die Entstehung parasozialer Beziehungen zwischen Fans und ihren Idolen.
In der vorliegenden Bachelorarbeit wird die Natur und Bedeutung parasozialer Beziehungen zwischen Fans und Idolen auf Instagram speziell am Beispiel der Sängerin Lena Meyer-Landrut untersucht. Mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse der Kommentare von Fans wurden die Dynamiken und Auswirkungen parasozialer Beziehungen herausgearbeitet. Die Ergebnisse zeigen, dass persönliche Beiträge der Sängerin das Gefühl von Nähe sowie Vertrautheit bei den Fans signifikant steigern und die Illusion von Freundschaft entstehen kann. Weiter wird die Sängerin für ihre Musik und Charaktereigenschaften bewundert, die Fans können sich teilweise mit ihr identifizieren und sie wird als Bezugsperson angesehen. Die parasozialen Bindungen ähneln realen sozialen Beziehungen und können das Wohlbefinden der Fans positiv beeinflussen.Social media plays an important role in the everyday lives of many people. In addition to average citizens, public figures who can act as role models are also present on social networks. This offers the opportunity for parasocial relationships to develop between fans and their idols.
This bachelor thesis examines the nature and significance of parasocial relationships between fans and idols on Instagram, specifically using the example of the german singer Lena Meyer-Landrut. With the help of a qualitative content analysis of fans' comments, the dynamics and effects of parasocial relationships were worked out. The results show that the singer's personal contributions significantly increase the feeling of closeness and familiarity among fans and can create the illusion of friendship. Furthermore, the singer is admired for her music and character traits, the fans can identify with her to some extent, and she is seen as a person of reference. The parasocial bonds are similar to real social relationships and can have a positive influence on the well-being of fans