Institut für Informationswissenschaft
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Analyse der Digitalisierung mit BCS-2 zur Unterstützung der Langzeitarchivierung : Erstellung eines Kriterienkatalogs zur Analyse der Software BCS-2 der ImageWare Components GmbH auf das Unterstützungspotential für die digitale Langzeitarchivierung
Bereits bei der Digitalisierung analoger Medien muss die digitale Langzeitarchivierung beachtet werden, um die langfristige Verfügbarkeit und Zugänglichkeit zu garantieren. In dieser Arbeit wird ein Kriterienkatalog für die Digitalisierung von gedruckten Werken erstellt. Dieser legt Mindestanforderungen fest, die bereits bei der Erstellung der Digitalisate zu beachten sind, um die digitale Langzeitarchivierung zu erleichtern. Der Kriterienkatalog basiert auf einer ausführlichen Literaturrecherche und gliedert sich in drei Abschnitte. Der ersten Abschnitt Organisatorisches und Voraussetzungen definiert wichtige Prozesse und bietet die Möglichkeit der Erfassung der Vorgaben durch Bestand oder Repositorium. Im zweiten Abschnitt werden die wichtigsten zu erfüllenden Technischen Parameter (z. B. Auflösung, Farbraum, Dateiformat) erläutert. Im dritten Abschnitt werden die für die jeweiligen Metadatenarten zu erfassenden Metadaten festgelegt. Die Software BCS-2 der ImageWare Components GmbH wurde anhand dieses Kriterienkatalogs getestet. BCS-2 ermöglicht die Erfüllung der Technischen Parameter. Bei der Erfassung der Aufbewahrungsmetadaten ist die automatische Dokumentation nicht ausreichend. Es fehlt an automatischer Qualitätskontrollmechanismen wie Dateiformatvalidierung.This paper focuses on the importance of considering long-term digital archiving during the digitisation process of analogue media. The author compiles a catalogue of criteria specifically for the digitisation of printed works, which sets minimum requirements to ensure long term accessibility and availability. The catalogue consists of three sections: Organisational Matters and Requirements, Technical Parameters, and Metadata. The first section outlines important processes and allows for the recording of requirements based on the collection or the repository. The second section highlights crucial technical parameters like resolution, colour space, and file format. The third section defines the metadata to be captured and differentiates them by metadata type. The author tests the software BCS-2 against this catalogue and finds that it meets the technical parameters but lacks automatic quality control mechanisms such as file format validation and automated logging of image processing
Evaluation des digitalen Reifegrades der Prozesse der Universitätsbibliothek Mannheim
Im Zeitalter der digitalen Transformation stehen Bibliotheken vor der Herausforderung, ihre Prozesse und Dienstleistungen zu digitalisieren, um den veränderten Anforderungen und Erwartungen ihrer Nutzerinnen und Nutzer gerecht zu werden. Diese Masterarbeit untersucht den digitalen Reifegrad der Prozesse der Universitätsbibliothek (UB) Mannheim und adressiert dabei zwei zentrale Forschungsfragen: Wie weit fortgeschritten ist die UB Mannheim in der digitalen Prozesstransformation und wo gibt es Optimierungspotential?
Die empirische Untersuchung erfolgte durch eine schriftliche Befragung der Abteilungsleiter*innen der UB Mannheim. Als Resultat der Befragung entstand ein Prozessinventar, in dem die Prozesse der UB Mannheim mit Hilfe bestimmter Kriterien, wie z. B. Digitalisierungsgrad, Fallzahlen, Problemen und Verbesserungsvorschlägen, beschrieben sind.
Mithilfe dieses Inventars konnte der Anteil der digitalen und manuellen Prozesse der UB Mannheim bestimmt werden. Zusätzlich erfolgte eine Analyse, wie dieser Wert einzuordnen ist. So wurde auf Basis der Einträge im Prozessinventar der maximal mögliche digitale Reifegrad der UB ermittelt. Es zeigt sich, dass die UB Mannheim ihren Digitalisierungsgrad von aktuell 39% selbstständig auf bis zu 60% steigern könnte. Bei einer Zusammenarbeit mit anderen universitären Abteilungen könnte ein Digitalisierungsgrad von maximal 79% erreicht werden.
Darüber hinaus erfolgte eine Priorisierung von Prozessen mit besonders hohem Optimierungspotential, einschließlich erster Verbesserungsvorschläge. Empfehlungen für ein iteratives Vorgehen zur Prozessoptimierung unter Einbindung verschiedener universitärer Stakeholder runden diese Masterarbeit ab und bieten einen Ausblick für die UB Mannheim auf dem Weg zur digitalen Exzellenz.In the era of digital transformation, libraries face the challenge of digitalizing their processes and services to meet the changing demands and expectations of their users. This master thesis examines the digital maturity of processes in the University Library (UB) Mannheim, addressing two key research questions: How advanced is UB Mannheim in its digital process transformation, and where is there potential for optimization?
The empirical investigation was conducted through a written survey of departmental heads at UB Mannheim. The survey results yielded a process inventory detailing UB Mannheim's processes based on criteria such as digitalization level, case numbers, issues, and suggestions for improvement. This inventory allowed the determination of the proportion of digital and manual processes at UB Mannheim. Based on entries in the process inventory, the maximum potential digital maturity of UB Mannheim was determined. The findings indicate that UB Mannheim could autonomously increase its current digitalization level from 39% to up to 60%. Through collaborative efforts with other university departments, a maximum digitalization level of 79% could be achieved.
Furthermore, processes with significant optimization potential were prioritized, accompanied by initial suggestions for improvement. Recommendations for an iterative approach to process optimization, involving diverse university stakeholders, conclude this master's thesis and provide a forward-looking perspective for UB Mannheim on the path to digital excellence
Der Umgang mit NS-Raubgut Provenienzforschung in Bibliotheken
Fast 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der nationalsozialistischen Herrschaft befinden sich noch immer NS-verfolgungsbedingt entzogene Kulturgüter in öffentlichen Einrichtungen. Auch Bibliotheken beschäftigen sich mit so genanntem NS-Raubgut in ihren Beständen und bedienen sich dabei der Hilfsmittel und Erkenntnisse der Provenienzforschung.
In der vorliegenden Arbeit wird ein Überblick über den Umgang mit NS Raubgut in deutschen Bibliotheken und im Rahmen der so genannten NS Provenienzforschung gegeben. Die Rückgabe solcher unrechtmäßig in die Bibliotheken gelangten Bestände ist eine ebenso wichtige wie komplexe Aufgabe, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Der erste Teil dieser Bachelorarbeit widmet sich den theoretischen Hintergründen der NS-Provenienzforschung, wohingegen der zweite Teil die praktische Auseinandersetzung mit NS-Raubgut in Bibliotheken behandelt. Zur Illustration dessen werden drei Bibliotheken, die sich früh und intensiv mit der Thematik befasst haben, als konkrete Fallbeispiele herangezogen.Almost 80 years after the end of the Second World War and the National Sozialist regime, there are still cultural assets in public institutions that were confiscated as a result of Nazi persecution. Libraries also deal with so-called Nazi-confiscated cultural property in their collections and are making use of the tools and knowledge of provenance research.
This thesis provides an overview of how Nazi looted property are handled in German libraries and what is known as Nazi provenance research. The return of such illegally deposited holdings is a task that is as necessary as it is complex, and one that is becoming increasingly important. To display this, the first part of this bachelor thesis is dedicated to the theoretical background of provenance research, while the second part deals with the practical examination of Nazi looted property in libraries. To illustrate this, three libraries whose research on this topic took place at an early stage are used as specific case studies
Digitalisierung in Bibliotheken. Prozessbeschreibung, Herausforderungen, Perspektiven
Die Digitalisierung analoger Medien nimmt als Fachaufgabe für wissenschaftliche Bibliotheken eine immer wichtigere Stellung ein und eröffnet diesen neue Perspektiven. Die Überführung von analogem in digitales Material verbessert die Sichtbarkeit der Bestände und der Institutionen, unterstützt die Bestandserhaltung und die langfristige Verfügbarkeit von Informationsträgern, fördert die Forschung zu Sammlungsschwerpunkten, gewährleistet die Barrierefreiheit und vieles mehr. Gleichzeitig bedeutet dies alles für die Institutionen einen erhöhten Verwaltungs-, Organisations- Finanzierungs- und Personalaufwand. Es zeigt sich, dass die digitale Umwandlung analoger Informationsträgern ein sehr komplexes, aufwendiges und ressourcenintensives Verfahren ist, das viele Herausforderungen mit sich bringt. Die vorliegende Arbeit versucht Ursachen für Herausforderungen oder Fehler im Digitalisierungsprozess in Theorie und Praxis aufzuzeigen. Dafür wurden eine literaturbasierte Informationsgewinnung und eine anonyme Online-Befragung durchgeführt. Es konnten Verbindungen zwischen Herausforderungen in der Theorie und Antworten aus der Praxis hergestellt werden. Die Ergebnisse der Umfrage bestätigen unter anderem objektbedingte, organisatorische, technische und personelle Herausforderungen bei der Digitalisierung analoger Medien. Es zeigte sich, dass der komplexe Digitalisierungsprozess jede wissenschaftlich Bibliothek vor ein individuelles Setting von Herausforderungen stellt und der langfristige Erfolg der Digitalisierungsbemühungen unter anderem von einem verbesserten Austausch der Institutionen untereinander abhängig ist.The digitization of analog media is taking on an increasingly important position as a specialized task for research libraries and is opening up new perspectives for them. The transfer of analog to digital material improves the visibility of the collections and the institutions, supports the preservation and long-term availabilty of information carriers, promotes research on collection focal points, ensures accessibility, and much more. At the same time, all of this means increased administrative, organizational, funding, and staffing costs for institutions. It turns out that the digital transformation of analog information carriers is a very complex, costly, and resource-intensive process that poses many challenges. This paper attempts to identify causes of challenges or errors in the digitization process in theory and practice. For this purpose, a literaturebased information retrieval and an anonymous online survey were conducted. Connections could be made between challenges in theory and answers from practice. The results of the survey confirmed, among other things, object-related, organizational, technical and personnel challenges in the digitization of analog media. It became apparent that the complex digitization process presents each research library with an individual setting of challenges, and that the long-term success of digitization efforts depends, among other things, on improved exchange among institutions
Getrennte Welten? Publikationsmuster in den sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie
Diese Arbeit analysiert die Publikationsmuster der deutschen Sozialwissenschaften zwischen 2001 und 2021 und zeigt, wie sich die Anteile der Publikationsformate und -sprachen über die Zeit entwickeln und wie sie sich zwischen den Fächern sowie innerhalb der Fächer unterscheiden. Mit dieser Untersuchung soll die Frage beantwortet werden, ob sich anhand der Publikationszahlen eigenständige Publikationskulturen der betrachteten Fachrichtungen Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie identifizieren lassen. Zudem wird analysiert, inwieweit sich die unterschiedliche methodische und nationale oder internationale Ausrichtung einzelner Fachbereiche in den Publikationsmustern widerspiegelt: Gibt es innerhalb der Sozialwissenschaften also getrennte (Publikations-)Welten? Um diese Frage zu beantworten, werden die Metadaten sozialwissenschaftlicher Publikationen analysiert, die in der Datenbank The Lens verzeichnet sind. Nach dem Abruf der Lens-Daten für alle deutschen Universitäten mit einem sozialwissenschaftlichen Fachbereich wurden diese um eine Fachzuordnung sowie eine Spracherkennung der einzelnen Publikationen ergänzt. Die Datenbearbeitung für die statistische Analyse der fast 280.000 Publikationen von 64 Universitäten erfolgte unter Zuhilfenahme der Programmiersprache Python sowie der Statistikprogramme Stata und R. Die Ergebnisse bestätigen, dass Buchpublikationen in ihren verschiedenen Formen in den Sozialwissenschaften eine signifikante Rolle spielen und über den Beobachtungszeitraum hinweg nimmt der Anteil an Buchpublikationen und anderen Publikationsformaten sogar zu. Den Großteil der Publikationen im Datensatz machen dennoch Zeitschriftenartikel aus, wozu besonders die Psychologie beiträgt. Hier dominiert zudem Englisch als Publikationssprache, während in der Soziologie und vor allem in der Politikwissenschaft häufig auch auf Deutsch veröffentlicht wird. Insgesamt nimmt der Anteil englischsprachiger Veröffentlichungen im Beobachtungszeitraum zu. Auf der Ebene der Universitäten bzw. Fachbereiche zeigen die Ergebnisse, dass es signifikante Unterschiede in den Publikationsmustern einzelner Einrichtungen gibt. Man kann also gewissermaßen tatsächlich von getrennten Welten in den deutschen Sozialwissenschaften sprechen: Das Publikationsverhalten der Psychologie setzt sich deutlich von den anderen beiden Fachdisziplinen ab, innerhalb derer sich wiederum signifikante Unterschiede zwischen den Fachbereichen zeigen. Diese Ergebnisse sind u. a. für die Publikationsberatung in den Fachdisziplinen und insbesondere an den verschiedenen Fachbereichen relevant
How queer is the library (not)? - Die bibliothekswissenschaftliche Rezeption von LGBTIQ*: ein Vergleich zwischen Deutschland und den USA
Die hier vorgelegte Masterarbeit hat die Zielsetzung, die bibliothekswissenschaftliche Rezeption von LGBTIQ* aus einer interkulturellen Perspektive zu untersuchen. In einem Vergleich der beiden Länder Deutschland und USA wird mithilfe einer Literatur- bzw. qualitativen Dokumentenanalyse belegt, dass das Thema in den USA seit mehreren Jahrzehnten eine breite Resonanz erfährt, wohingegen es im deutschen bibliothekswissenschaftlichen Diskurs praktisch bis heute nicht existiert. In der Analyse wie auch im Rahmen eines gegenüberstellenden Vergleichs wird deutlich gemacht, dass die wissenschaftliche Beachtung oder eben Nichtbeachtung Konsequenzen sowohl für LGBTIQ*-Nutzende als auch LGBTIQ*-Bibliotheksschaffende hat und die Bereitstellung von Angeboten und Dienstleistungen für LGBTIQ*-Personen fördert oder hemmt. Mithilfe einer selbstentwickelten Modellierung wird anschließend gezeigt, welche Dynamiken hinter dieser unterschiedlichen Rezeption wirken und welche Gründe dafür verantwortlich sein können, dass beim Thema LGBTIQ* und Bibliothek in Deutschland nach wie vor eine Art Leerstelle herrscht.This master thesis examines the perception of LGBTIQ* in library science from an intercultural perspective. By comparing Germany and the USA within the framework of a literary and qualitative document analysis, it shows that in the USA LGBTIQ* has been featured within library science discourse for decades, whereas in Germany coverage of the issue is virtually non-existent. Contrasting the findings for each country shows how focusing on or disregarding LGBTIQ* has consequences for library users, librarians, and the provision of materials and services for LGBTIQ* patrons. In the second part of the thesis, a model is conceptualized that illustrates the dynamics behind the different perception in both countries and aims to explain German library science’s blind spot on the issue of LGBTIQ*
Publizieren im Open Access an Fachhochschulen fördern: am Beispiel der Frankfurt University of Applied Sciences
Die vielfach geforderte Open-Access-Transformation ist noch lange nicht abgeschlossen. Da meist Universitäten Treiber dieser Transformation sind, stellt sich die Situation an Fachhochschulen oft anders dar. Ihr Fokus liegt stärker auf Lehre und Anwendung als auf der reinen Forschung, weswegen ihre Publikationsaktivität wesentlich geringer ausfällt. Derzeit ändert sich dieses Bild jedoch durch einen Ausbau des akademischen Mittelbaus an vielen Fachhochschulen, wodurch nicht zuletzt mit einer Verstärkung der Publikationstätigkeit zu rechnen ist. Diese Arbeit untersucht, wie sich die nun dringend auch an den Fachhochschulen nötige Open-Access-Transformation fördern lässt. Dazu werden nach Möglichkeit bereits vorhandene Dienstleistungen und Infrastrukturen zur Förderung des Open Access vorgestellt und wie sie auf die Besonderheiten und Bedarfe von Fachhochschulen angepasst werden können.The OA transformation, which has been called for in many cases, is far from complete. Since it is mostly universities that are driving this transformation, the situation at universities of applied sciences is often different. Their focus is more on teaching and application than on pure research, which is why their publication activity is much lower. Currently, however, this picture is changing due to an expansion of the academic mid-level faculty at many universities of applied sciences, which is expected to lead to an increase in publication activity. This work examines how the Open Access transformation, which is now urgently needed at universities of applied sciences as well, can be promoted. For this purpose, existing services and infrastructures for the promotion of Open Access are presented, where possible, and how they can be adapted to the spe-cifics and needs of universities of applied sciences
Disziplinspezifisches Forschungsdatenmanagement am Beispiel von MOSAiC - Chancen und Herausforderungen für die Informationswissenschaften
Diese Arbeit legt den Schwerpunkt auf das disziplinspezifische Forschungsdatenmanagement (FDM) am Beispiel der internationalen MOSAiC-Expedition (Multidsciplinary drifting Observatory for the Study of Arctic Climate) aus dem Bereich der Geowissenschaften beziehungsweise der Erd- und Umweltwissenschaften.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu beantworten, inwieweit sich das disziplinspezifische, geowissenschaftliche FDM der MOSAiC-Expedition und das generische Verständnis von FDM aus Sicht der Informationswissenschaft unterscheiden und welchen Mehrwert dieses Wissen Bibliotheken für die Unterstützung geowissenschaftlicher Forschende im Umgang mit ihren Forschungsdaten bietet. Methodisch, nach dem Prinzip vom Speziellen zum Allgemeinen, wurden dafür eine Inhaltsanalyse, ein Experteninterview mit Datenmanagerinnen des Alfred-Wegener-Instituts und ein Abgleich durchgeführt.
Es zeigt sich, dass im kommunikativen Austausch gleichzeitig die Herausforderung und Chance von disziplinspezifischem FDM und FDM Unterstützungsservices besteht. Es gilt die drei Perspektiven auf das FDM (a) Institution, (b) Forschende und (c) informationswissenschaftliche Entwicklungsmodelle zu berücksichtigen. FDM ist auch im Bereich einzelner Disziplinen grundlegend generisch und sollte unter Beachtung von Disziplinspezifika ausgebaut beziehungsweise die Infrastruktur nach diesen ausgerichtet werden, um die Datenqualität und eine FAIRe Datennachnutzung zu sichern. Die Arbeit dient informationswissenschaftlichen Einrichtungen wie wissenschaftlichen Bibliotheken mit Forschenden aus dem Bereich der Geowissenschaften als Hintergrundinformation, um deren Datenkultur zu verstehen und den Datenumgang ziel- und nutzendenorientiert mit und im FDM unterstützen zu können. Darüber hinaus ist die vorliegende Arbeit für alle interessant, die die Besonderheit von disziplinspezifischem FDM im Vergleich zu generischem FDM anhand eines gesellschaftlich relevanten Praxisbeispiels verstehen und eventuell in der eigenen Institution unabhängig vom Fachbereich und den Disziplinen der Nutzenden verfeinern möchten.The given thesis focuses on discipline-specific research data management (RDM) using the example of the international MOSAiC (Multidsciplinary drifting Observatory for the Study of Arctic Climate) expedition from the field of earth and environmental science.
The aim of the current thesis is to show the differences between the discipline-specific RDM of MOSAiC to the generic RDM from the perspective of information scientists. Furthermore, it should be discussed how this knowledge can help libraries to support their geoscientific users in dealing with their research data. Methodological, following the principle from specific to general, the thesis is built on content analysis, an interview with data experts from german Alfred-Wegener institute and a comparison. The main impact of the thesis is to show that communication is the simultaneous challenge and chance coming to discipline-specific RDM and RDM support services. The three perspectives on RDM (a) institution, (b) researcher and (c) developments and models in information science are valid to consider. Even in individual disciplines RDM is fundamentally generic and it should be considered to develop and state the infrastructure around the discipline specifics to secure data quality and FAIR data reuse. The given thesis serves as a background information for information science institutions such as academic libraries with researchers from geoscience areas in order to understand their data culture and to be able to support the way they deal with data in a goal- and user-oriented manner. In addition, this paper is of interest to those who want to understand the specificity of discipline-specific RDM compared to generic RDM through a socially relevant practical example in order to refine their own institutional discipline-specific RDM
Inhaltserschließung von Sondersammlungen am Beispiel der Hermann-Klenner-Schriften
Der 1926 geborene Jurist und Rechtsphilosoph Hermann Klenner gilt als einer der angesehensten Rechtswissenschaftler der DDR. Die auf Vollständigkeit ausgelegten Hermann-Klenner-Schriften (HKS) umfassen die von ihrem Autoren gesammelten Publikationen von 1952 bis in die heutige Zeit. Ende 2021 übergab Klenner die HKS an die wissenschaftliche Spezialbibliothek der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLSB) in Berlin. Die vorliegende Arbeit rekonstruiert die Integration der HKS als moderne Sondersammlung in den Bestand der RLSB unter dem Aspekt der inhaltlichen Erschließung. Nach Herausarbeitung des Stellenwerts inhaltlicher Erschließung in der einschlägigen Literatur zu Sondersammlungen werden zunächst mit der Thomas-Mann-Sammlung der ULB Düsseldorf und der Wilhelm-Fraenger-Bibliothek in Potsdam zwei Fallbeispiele moderner Sondersammlungen im Hinblick auf Besonderheiten bei der Indexierung analysiert. Im Anschluss wird aus den Faktoren Zielgruppe, Rahmenbedingungen und Charakter der HKS das angepaßte Erschließungskonzept der RLSB abgeleitet und expliziert sowie einer kritischen Bewertung unterzogen. Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse zusammengefasst und Optimierungspotenziale identifiziert.Hermann Klenner, who was born in 1926, is considered one of the most respected jurists and legal philosophers of the GDR. His writings, the Hermann- Klenner-Schriften (HKS), were compiled by their author. His aim was to create a complete collection of his publications from 1952 to the present day. At the end of 2021, Klenner handed over the HKS to the library of the Rosa Luxemburg Foundation (RLSB) in Berlin, a scientific special library. This paper reconstructs the integration of the HKS, a modern special collection, into the RLSB's holdings and focuses on content indexing. Firstly, it shows how the literature on special collections discusses subject indexing . Secondly, it analyses the Thomas Mann Collection of the ULB Düsseldorf and the Wilhelm Fraenger Library in Potsdam – two modern special collections – with regard to the issue of indexing. Thirdly, it explains and critically evaluates the approach to indexing chosen by the RLSB, highlighting the target group, the organisational framework and the distinct character of the HKS . The last chapter summarises the results and identifies potential for optimisation
Literaturrecherche und strukturierter Vergleich zu Lösungsansätzen für reproduzierbare wissenschaftliche Ergebnisse
Bereits seit einiger Zeit diskutiert die Wissenschaftsgemeinschaft über eine „Reproduzierbarkeitskrise“, weiter verschärft durch die Allgegenwart von computergestützter Forschung, „Big Data“ und algorithmischer Erkundung und Entscheidungsfindung. Mit Hilfe einer Literaturrecherche gibt diese Arbeit einen strukturierten Überblick über den Stand der Debatte zu Reproduzierbarkeit, einschließlich aktueller Definitionen, Werkzeugen und Mitteln, die Forschenden zur Verfügung stehen, und Maßnahmen, die von Institutionen, Politik und anderen am Forschungsprozess Beteiligten ergriffen wurden. Der Fokus liegt dabei auf den Disziplinen Informatik, Informationswissenschaft und Data Science.Discussion about a “reproducibility crisis” has been going on in the science community for quite a while, and increasingly so with the advent of ubiquitous scientific computing, “big data” and algorithmic detection and decision making. By means of literature research this thesis undertakes to give a structured overview about the current state of the debate about reproducibility, including current definitions, tools available to researchers and measures taken by institutions, policy makers and other stakeholders in the research process, with a focus on computer, information, and data sciences