University of Hildesheim
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Gender constructions in karate – On social gender constructions in sport karate from the perspective of a female karateka. An approach to greater gender equality
In a single sentence Judith Lorber illuminates the mechanism for the social construction of gender: “The social reproduction of gender in individuals reproduces the gendered societal structures; as individuals act out gender norms and expectations in face to face interaction, they are constructing gendered systems of dominance and power.” (1984, 7), (in: Mandel, 2009, 12). The consequences of this are described by West and Zimmermann (1987, 187): “Doing gender mean creating differences between boys and girls, women and men; differences that are not natural, essential or biological. Once the differences have been constructed, they are used to reinforce the essentialness of gender.” To this, Bilden adds: “Doing gender thus always means doing inequality.“ (1997), (in: Mandel, 20009, 14). These structures can be charted with the help of focused narrative interviews with women who hold leading positions in clubs or associations within the German Karate Association. Conscious and unconscious gender constructions and their effects are described extensively in the appraisals of these interviews. The result clearly shows that the longer women are involved in the association, especially in positions of leadership, the more they have adapted to the male system of reference. In part this generates conflictual constructions of their own femininity and of femininity in general, and specifically in karate. Traditional notions of gender roles are thus perpetuated in ‘doing gender’. In the view of the author, this situation can be avoided if karate is understood and practised more as a do or path to self-knowledge. This would lead to a softening of the gender boundaries and attributions – i.e. a hybridisation – thus also to interactions that are independent of traditional gender notions.Judith Lorber veranschaulicht in einem einzigen Satz den Mechanismus der sozialen Konstruktion von Geschlecht : "The social reproduction of gender in individuals reproduces the gendered societal structures; as individuals act out gender norms and expectations in face to face interaction, they are constructing gendered systems of dominance and powerʺ. Die Folgen davon beschreiben West und Zimmermann: "Doing gender means creating differences between boys and girls, women and men; differences that are not natural, essential or biological. Once the differences have been constructed, they are used to reinforce the essentialness of gender.ʺ Bilden sagt dazu: "Doing gender bedeutet also immer doing inequality". Diese Strukturen lassen sich mit Hilfe fokussierter narrativer Interviews mit Frauen, die Führungspositionen in Verein oder Verband im Deutschen Karate Verband inne haben, nachzeichnen. Bewusste und unbewusste Geschlechterkonstruktionen und deren Auswirkungen werden in der Auswertung ausführlich beschrieben. Im Ergebnis wird deutlich: je länger Frauen im Verband insbesondere in Führungspositionen involviert sind, umso mehr haben sie sich dem männlichen Referenzsystem angeglichen. Dies erzeugt zum Teil konflikthafte Konstruktionen eigener Weiblichkeit und von Weiblichkeit generell sowie im Karate im Speziellen. Im 'doing gender' werden so tradierte Geschlechterrollenbilder perpetuiert. Eine Chance sieht die Autorin in der Ausgestaltung des Karate mehr im Sinne von Do als Lebensweg, was eine Verflüssigung der Geschlechtergrenzen und Zuschreibungen - eine Hybridisierung und somit von tradierten Bildern unabhängige Interaktionen zur Folge hätte
Dat sick jwe gnade up dat forstlikeste holde. Vorbild und Planung der Hochzeit Annas von Polen und Bogislaws X. von Pommern in Stettin 1491
Es werden die von Werner von der Schulenburg geplanten Vorbereitungen zum Fest anlässlich der Hochzeit zwischen Herzog Bogislaw X. von Pommern und der polnischen Königstochter Anna im Februar 1491 vorgestellt. Diese waren organisiert nach dem Vorbild der Hochzeit zwischen Markgraf Friedrich dem Älteren von Brandenburg-Ansbach und der polnischen Königstochter Sophie in Frankfurt an der Oder im Jahr 1479
Zeit für Helden. Herzog Bogislaw X. von Pommern (1474-1523) in der frühneuzeitlichen Chronistik und im historischen Roman des 19. Jahrhunderts
Historische Stoffe sind populär im 19. Jahrhundert, und so steht auch der pommersche Schriftsteller Johann Ernst Benno mit seinem 1822 erschienenen Roman "Bogislaw X. Ein historisches Gemälde" in der Nachfolge Walter Scotts. Wie in seiner Vorlage, der aus dem 16. Jahrhundert stammenden Chronik des Thomas Kantzow, schildert Benno einen vorbildhaften Helden, dem der historische Bogislaw wohl kaum genügen kann. Beide Texte haben ihre Leser gefunden, das 19. Jahrhundert ist wie das 16. Jahrhundert eine Zeit der Umbrüche, die Helden braucht, auch wenn sie erst erschrieben werden müssen. Wie viel Dichtung die Geschichte verträgt, soll ein Vergleich des Heldenmusters in der Chronik und im historischen Roman zeigen
"Lux compendiosa terrae sanctae"
Artikel zu einer um 1689 entstandenen und reich illustrierten Paderborner Handschrift über die Gnadenorte des Heiligen Lande
Kirche (Kapelle?) St. Johannes Baptist bei Helmarshausen
Abriss zur Geschichte der im 12. Jahrhundert errichteten Wallfahrtskirche bzw. -kapelle St. Johannes Baptist auf dem Krukenberg bei Helmershause
Wie werde ich Mensch? : Annäherung an Edith Steins Beitrag zu einem christlichen Existenzdenken
Diese Studie widmet sich dem anthropologischen Denken EDITH STEINs. Der Mensch denkt in der wissenschaftlichen Anthropologie über sich selber nach. Seinem Ich kann er nicht aus dem Wege gehen. Aus diesem Grund wird in dieser Arbeit biographisches Material miteinbezogen. Denken und Leben steigern und befruchten sich bei EDITH STEIN in besonderer Weise. Dabei ist der Begriff des Werdens leitend, denn nach EDITH STEIN entfaltet sich der Mensch. Und er ist ein Jemand, der sich zu seinen Gewordenheiten noch einmal verhalten kann. Der Mensch ist nicht den Verhältnissen, in die hinein er geworfen wurde, ausgeliefert. Er ist verantwortlich für das, was aus ihm geworden, bzw. nicht geworden ist. So wird auch deutlich, dass das Individuum ineffabel ist. Diese Ineffabilität spricht für eine anthropologische Konzeption der Entfaltung. Es wird gezeigt, dass die Liebe eine hohe Bedeutung im Leben und Denken EDITH STEINs hat. Das Thema Liebe hat in der Edith-Stein-Forschung bisher keine Beachtung gefunden. Es ist die Liebe schlechthin, der sie begegnet, und dies ermöglicht ihr, ihr Leben anzunehmen, zu gestalten und letztlich hinzugeben. Wahrheit und Freiheit erhalten aufgrund ihrer Fundierung in der Liebe ihre besondere Richtung. Es kann das eigene Sein als geliebtes Sein entdeckt werden. Dies eröffnet einen Möglichkeitsraum für die Entfaltung der je eigenen Individualität. Nach der Herausarbeitung der existentiellen Ausgangsfrage EDITH STEINs werden ihre phänomenologischen, christlichen, pädagogischen und mystischen Antwortversuche nachgezeichnet. So wird deutlich, dass die Sinnsuche eine religiöse Suche ist, die nicht im Privaten bleibt, sondern immer zur Selbst- und Weltgestaltung führt. EDITH STEIN hat in ihrem anthropologischen Entwurf die biblische Rede vom Menschen als Bild Gottes in die existentielle Sicht ihrer Zeit übersetzt
Begegnung mit dem Fremden. Die Jerusalemreise Herzog Bogislaws X. von Pommern in der zeitgenössischen Überlieferung (1496–98)
Entstanden wohl auf der Basis von Reisenotizen, verschwand der Reisebericht des Notars Martin Dalmer bereits unmittelbar nach der Rückkehr des pommerschen Herzogs Bogislaw X. aus dem Heiligen Land im Archiv. Im Gegensatz zur herzoglichen Pilgerreise wurde dieser iventarisierende Gebrauchstext lange Zeit nicht rezipiert. Eingang in die Geschichtsschreibung fand eine etwa zeitgleich entstehende und zunächst in königlichen Privilegien fixierte Darstellung eines Kampfes des Herzogs mit türkischen Seefahrern. Ungeachtet dessen, dass der Kampf mit der Niederlage der Pilger endet, wird das Bild des siegreichen Fürsten als zentrales Moment in der nachfolgenden Rezeption zur festgeschriebenen Erinnerung, der Bericht des Augenzeugen dagegen für memorative Zwecke obsolet
Diplomatisches Wissen und Informationsauslese im 15. Jahrhundert. Brandenburgische Fürstenkorrespondenzen, Gesandteninstruktionen und -berichte zum böhmischen und ungarischen Hof
In den 1470er- und 1480er-Jahren bestanden zwischen dem Kurfürstentum Brandenburg sowie den Königshäusern in Böhmen und Ungarn besonders intensive Kontakte, die nicht nur von einem häufigen Briefwechsel geprägt waren, sondern auch von einem hohen Reiseaufkommen der höfischen Gesandten. In dieser Studie werden die personalen, strukturellen und räumlichen Rahmenbedingungen dieses Gesandtschaftswesens untersucht, um die Erhebung von Informationen aus der Fremde exemplarisch darzustellen
Gesichter einer Tragödie. Unbekannte Helden im historischen Roman
Der heute unbekannten Markgräfin Barbara von Brandenburg (1464–1515) widmen sich zwei historische Romane, geschrieben von der ihrerzeit efolgreichen Jugendschriftstellerin Emma Wuttke-Biller (1886) und der fränksichen Autorin Sabine Weigand (2004). Barbaras tragische Biografie wurde für beide Autorinnen zum Ausgangspunkt einer gegenläufigen Personenstruktur. Auf der einen Seite wird der Typ einer hochgebildeten und leidensfähigen Frau entworfen. Auf der anderen Seite stehen männliche Gegenspieler, im Intellekt unterlegen, gezeichnet durch moralische Verwerfungen. Während Biller noch dem historischen Vorbild folgend eine sich ihrem Leid ergebende Fürstin inszeniert, wird bei Weigand Barbara zum Prototyp einer sich emanzipierenden Frau in einer ihr feindlich gesonnenen, von Männern dominierten Welt. Sexualität und Brutalität bestimmen das Handeln der mänllichen Figuren. Der historische Zeitraum wird zugunsten von entwertenden Plagiaten und zeitlosen Charakterzügen seiner prägenden Ereignisse und Persönlichen zunehmend beraubt
MEUM-WB : Konzepte und Module für das E-Learning in der Weiterbildung
Erweiterter Abschlussbericht des Projekts Modulentwicklung Übersetzungsmanagement für die Weiterbildung (MEUM-WB