University of Hildesheim
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Retrieving knowledge domains from navigation paths based on an online encyclopedia - Implementing a prototype called "Simpedia"
In today's information society, the efficient handling of knowledge as a production factor is of growing importance. Because of the decreasing half-life of knowledge, the mere study of facts becomes less relevant whereas learning of knowledge relations increases in importance. In this doctoral thesis a prototype, based on the German Wikipedia, is introduced, which can be used to automatically retrieve knowledge about relations and which employs a novel didactic concept for learning associations. In order to define knowledge domains, algorithms are presented for aggregating catego-ries assigned to a specific Wikipedia article to predefined main-categories. Due to the lack of data regarding the content-based relations of Wikipedia articles, these associa-tions are derived by means of the semantic similarity between them which is calculated by two programs, Findlink and SENTRAX. The resulting list of similar articles forms a particular network in which the nodes represent individual Wikipedia articles and the edges show the content-based relations. Subsequently, the associations are integrated into the user interface of the prototype and mechanisms for tracking user interactions are added. The main problem of the experimental setup is the complexity of the corpus. On the one hand, the enormous amount of articles leads to problems when calculating the similarity using Findlink; on the other hand, the multitude of entries causes anomalies in the net-work structure, i.e. several detached sub-networks are generated. These problems are solved by defining several filter criteria whose effects on the complexity of the corpus are outlined. Additionally, a new validity measure is introduced which evaluates the relevance of an article. The developed prototype and its implemented concepts allow learning knowledge rela-tions through play by working on random or predefined navigation tasks. Moreover, the created prototype can serve as initial point for further research regarding the study of knowledge relations. The implemented tracking of user interaction lays the foundation for additional evaluation algorithms.In der heutigen Informationsgesellschaft erweist sich der effiziente Umgang mit dem Produktionsfaktor Wissen als entscheidender Wettbewerbsfaktor. Aufgrund der gerin-geren Halbwertszeit des Wissens tritt das reine Faktenlernen zunehmend in den Hinter-grund, das Lernen von Zusammenhängen gewinnt demgegenüber an Bedeutung. Diese Dissertationsschrift beschreibt einen auf der deutschen Wikipedia basierenden Prototyp, der zum einen zum automatisierten Abfragen von Zusammenhängen genutzt werden kann und zum anderen ein neuartiges didaktisches Konzept zum Lernen von Assoziationen einführt. Zur Definition von Wissensdomänen werden Algorithmen vorgestellt, die die einem Wikipedia-Artikel zugeordneten Kategorien auf vordefinierte Hauptkategorien aggre-gieren. Da Daten zu inhaltlichen Zusammenhängen zwischen verschiedenen Wikipedia-Einträgen bisher noch nicht erhoben wurden, stellt diese Arbeit solche Assoziationen anhand der semantischen Ähnlichkeit her, die durch zwei Programme namens Findlink und SENTRAX berechnet wird. Die so generierte Liste ähnlicher Artikel formt ein spe-zielles Netz, in dem die Knoten einzelne Wikipedia-Artikel darstellen und die Kanten inhaltliche Zusammenhänge abbilden. Die Assoziationen werden anschließend in die Oberfläche des Prototyps integriert und um Mechanismen zum Tracken der Benutzerin-teraktion erweitert. Ein Kernproblem des Versuchsaufbaus stellt der Korpusumfang dar. Einerseits führt die enorme Artikelanzahl bei der Ähnlichkeitsberechnung durch Findlink zu Perfor-manceproblemen, andererseits zeigen sich aufgrund der Vielzahl der Einträge Anoma-lien in der Netzstruktur der ähnlichen Artikel in Form vieler untereinander kaum ver-bundener Teilnetze. Als Problemlösungen werden mehrere Filterkriterien definiert und deren Auswirkungen auf den Korpusumfang skizziert. Zusätzlich wird ein eigenes Gütemaß eingeführt, das sich als hilfreich bei der Beurteilung der Relevanz eines Arti-kels erweist. Die im entwickelten Prototyp implementierten Konzepte ermöglichen das spielerische Lernen von Zusammenhängen durch die Bearbeitung zufälliger oder vordefinierter Navigationsaufgaben. Darüber hinaus kann der erstellte Prototyp als Ausgangspunkt für weitere Forschungen zum Lernen von Zusammenhängen dienen. Das implementierte Tracking der Benutzerinteraktion legt die Basis für spätere Auswertungsalgorithmen
Situation Awareness in Cockpits Differentiated measurement of perception and social suggestibility as reasons for misjudgements in cockpits
This doctoral thesis investigates possibilities to improve the experimental measurement of situation awareness. Misjudgements of aircraft personell are targeted to provide a differentiated measurement of situation awareness.Das Ziel der vorgelegten Dissertation besteht darin, Möglichkeiten zu untersuchen, welche die Messbarkeit der Fehlentscheidungen von Piloten weiter differenzieren könnten und so möglicherweise auch die Messbarkeit des Situationsbewusstseins zu verbessern
Der anwesende Dritte im Internetforum zwischen potentieller Sprecherrolle und "non-personne"
In seiner einflussreichen Schrift "La nature des pronoms" von 1956 bezeichnet Émile Benveniste die dritte Person als "non-personne", da sie Gesprächsgegenstände benenne. Diese Sicht ist bis heute verbreitet. Dieser Beitrag zeigt dagegen, dass die dritte Person vielmehr eine sehr wichtige Rolle für die Gesprächskonstellation einnimmt - ebenso wie die zweite Person hat sie eine potentielle Sprecherrolle inne. Das gilt in besonderem Maße für die Kommunikation in Internetforen, wo über anwesende Dritte gesprochen wird. Der Beitrag weist nach, dass dieses höchst gesichtsbedrohende Sprechen über anwesende Dritte ein wichtiger Grund für die häufig konstatierte Aggressivität von Forenkommunikation ist
Literatur und Religion
Dieser Band enthält 13 Vorlesungen der Ringvorlesung des Instituts für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Hildesheim, die im Wintersemester 2011/12 vorgetragen wurden. Die Vorlesungen gehen dem vielfältigen Verhältnis von Literatur und Religion interdisziplinär in historischer und interkultureller Perspektive nach und stellen dabei auch gegenwartskulturelle Bezüge her
Videoaufnahme
Eintrag aus WSK Sprachdidaktik. Erstsprache, Zweitsprache, Fremdsprache. Ein Lern- und Konsultationswörterbuch mit systematischer Einleitung und englischen Übersetzungen
Der „letzte Ritter“. Lesekompetenz durch die Konzeption eines Audioguides
Unterrichtsentwurf zur Text- und Bildanalyse einer mittelalterlichen Illustration für zwei Doppelstunden im Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe 1; geschult werden Analyse- und Dekonstruktionskompetenz sowie Strategien der Perspektivenübernahme
Fragetechnik
Eintrag aus WSK Sprachdidaktik. Erstsprache, Zweitsprache, Fremdsprache. Ein Lern- und Konsultationswörterbuch mit systematischer Einleitung und englischen Übersetzungen
PS: keine "ausländerfeindin", nur eine patriotin – Konstruktion politischer Identität in LeserInnen-Postings
Der Beitrag geht der kommunikativen Konstruktion rechter bzw. extrem rechter politischer Identität im Netz nach. Basis der Untersuchung bilden LeserInnen-Postings, die im Anschluss an den freiheitlichen "Exil-Jude"-Sager bei dr Voralberger Landtagswahl 2009 auf krone.de veröffentlicht wurden, In einem ersten Schritt wird dabei auf lokaler Ebene nach spezifischen Kategorisierungsprozessen gesucht, die dem Selbst, dem Gegenüber und anderen eine bestimmte Identität zuweisen. In einem zweiten Schritt werden typische Argumentationsschemata herausgearbeitet, in denen rechte bzw. extrem recht Denkmuster zum Ausdruck kommen
Sprache und Personen im Web 2.0 Linguistische Perspektiven auf YouTube, SchülerVZ & Co.
„On the internet, nobody knows you're a dog", heißt es in der berühmten Karikatur, die das Magazin New Yorker 1993 veröffentlichte. Die zahlreichen Kommuniktionsplattformen des Web 2.0 ermöglichen heutzutage jedem Internetnutzer, Online-Inhalte auf seine Weise zu konsumieren und selbst zu erstellen. Seither ist das World Wide Web nicht mehr so anonym, wie das Zitat vom unerkannten Hund glauben macht: Die Kommunikation der Nutzer über die Inhalte ist gerade in interpersoneller Hinsicht überaus differenziert. Identität, Selbstdarstellung, Fremdzuschreibungen und kommunikative Konventionen spielen eine große Rolle im virtuellen Netzwerk der Personen. Für die Linguistik stellt sich die Frage, welche Veränderungen im menschlichen Sprachverhalten zu beobachten sind. Das Zusammenspiel von Offline- und Online-Kommunikation lässt vermuten, dass Traditionen und Innovationen aus beiden Bereichen ineinandergreifen
Sprache und Personen im Web 2.0
„On the internet, nobody knows you're a dog", heißt es in der berühmten Karikatur, die das Magazin New Yorker 1993 veröffentlichte. Die zahlreichen Kommuniktionsplattformen des Web 2.0 ermöglichen heutzutage jedem Internetnutzer, Online-Inhalte auf seine Weise zu konsumieren und selbst zu erstellen. Seither ist das World Wide Web nicht mehr so anonym, wie das Zitat vom unerkannten Hund glauben macht: Die Kommunikation der Nutzer über die Inhalte ist gerade in interpersoneller Hinsicht überaus differenziert. Identität, Selbstdarstellung, Fremdzuschreibungen und kommunikative Konventionen spielen eine große Rolle im virtuellen Netzwerk der Personen. Für die Linguistik stellt sich die Frage, welche Veränderungen im menschlichen Sprachverhalten zu beobachten sind. Das Zusammenspiel von Offline- und Online-Kommunikation lässt vermuten, dass Traditionen und Innovationen aus beiden Bereichen ineinandergreifen