University of Hildesheim
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Wohlergehen und Bedarfe junger Menschen während und ‚nach‘ der Coronapandemie
Die zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie ergriffenen politischen Maßnahmen veränderten das Leben und den Alltag junger Menschen grundlegend. Gleichwohl fanden die Perspektiven und Bedarfe junger Menschen kaum ausreichend politische Beachtung (Andresen et al., 2020a; Gravelmann, 2022). Insbesondere fehlten Formate, in denen mit jungen Menschen und nicht nur über sie gesprochen wurde. Die vier deutschlandweit realisierten JuCo (Jugend und Corona) Studien, in denen junge Menschen im Alter von 15-30 Jahren zu ihren Erfahrungen während und ‚nach‘ der Pandemie befragt wurden, ermöglichen Einblicke in das Erleben junger Menschen in dieser Zeit. Im Rahmen der vorliegenden Dissertation werden daher anhand von fünf Einzelbeiträgen, die im Kontext der JuCo-Studien entstanden sind die Bedarfe junger Menschen, deren Realisierungsmöglichkeiten, die unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten und das damit in Zusammenhang stehende Wohlergehen herausgearbeitet. Die eingebrachten Artikel werden in einer Art Metaanalyse anhand der theoretischen Konstrukte der „Bedarfsdimensionen“ (Andresen et al., 2019; Bertelsmann, 2017; JEXT-Team, 2019) sowie einer „Jugend als Capability“ (Clark, 2015) in den Blick genommen. Anschließend erfolgt eine Diskussion des theoretischen Rahmens unter Bezugnahme auf die Erkenntnisse der eingebrachten Einzelbeiträge, welche auch Vorschläge für die Weiterentwicklung des Bedarfskonzepts mit Blick auf die befragte Zielgruppe und die gesellschaftliche Herausforderung der COVID-19 beinhaltet.The political measures taken to contain COVID-19 pandemic fundamentally changed the lives and everyday routines of young people. Nevertheless, the perspectives and needs of young people received little political attention (Andresen et al., 2020a; Gravelmann, 2022). Specifically, there was a lack of formats in which young people were spoken with, and not just about. The four JuCo (youth and COVID-19) studies, conducted nationwide in Germany, in which young people from 15 to 30 years were surveyed about their experiences during and ‘after’ the pandemic, provide insights into the impressions of young people during this time. In the context of this dissertation five individual contributions, which emerged from the JuCo studies, are analyzed to elucidate the needs of young people, their possibilities for realization, the various access opportunities, and the associated well-being.. The submitted articles are examined in a kind of meta-analysis using the theoretical constructs of “need dimensions” (Andresen et al., 2019; Bertelsmann, 2017; JEXT team, 2019) and “youth as a capability” (Clark, 2015). This is followed by a discussion of the theoretical framework, reference to the findings of the individual contributions included, which also provide suggestions for further development of the concept of needs concerning the surveyed target group and the societal challenges of COVID-19
Zielgruppenanpassung in der Technischen Fachübersetzung Eine korpusbasierte Analyse der Übersetzungen von Gebrauchsanleitungen
This research investigates audience adaptation in technical translation, focusing on user manuals with diverse user backgrounds. Translators play a crucial role in bridging communication gaps by not only considering linguistic aspects but also tailoring texts to the target audience's needs, knowledge, and cultural differences. A corpus analysis of German user manuals from various manufacturers explores translation patterns and strategies. The study aims to identify changes that make manuals more accessible to a broad audience. Fifteen user manuals in German and English are compared, revealing consistent translator interventions. Results indicate active translator involvement beyond linguistic translation, emphasizing the importance of considering cultural, social, and functional aspects. Translators emerge as facilitators of cross-cultural communication, breaking down language barriers and ensuring successful communication in multilingual environments
Armut und Klassismus in kindheitspädagogischen Organisationen ethnographisch erforschen
Bei Armut und Klassismus handelt es sich um multidimensionale Phänomene, deren Erforschung für eine differenz- und ungleichheitserforschende Kindheitspädagogik an Relevanz gewinnen. Der vorliegende Beitrag erkundet, inwiefern sich die ethnographische Forschung in besonderer Weise eignet, um Armut und Klassismus in kindheitspädagogischen Organisationen empirisch zu erschließen.
Ethnographien zeichnen sich durch die flexible Handhabe verschiedenster Methoden und eine offene Forschungshaltung aus; bringen aber auch durch ihre methodologischen Herkunftslinien und ihre Fokussierung auf die Mikroebene zahlreiche Setzungen mit sich, welche zur Reifizierung von Differenzen, Kulturalisierung von Armut und Klasse, zu Individualisierung von strukturellen Ungleichheitsverhältnissen sowie zur Universalisierung machtvoller (Fremd-)Deutungen der Forschenden führen können. Bezugnehmend auf eine ethnographische Studie (Kerle, 2023) und entlang ausgewählter Materialauszüge aus einer teilnehmenden Beobachtung und einem Feldgespräch werden diese Aspekte reflektiert und Potenziale und Grenzen einer klassismusreflektierenden Ethnographie zu Armut in kindheitspädagogischen Organisationen formuliert. Dadurch werden in diesem Beitrag methodologische und methodische Übersetzungen zu Klasse (verstanden als strukturelles Ungleichheitsverhältnis) für kindheitspädagogische Forschungen angeboten, sowie konkrete Einblicke in einen ethnographischen Forschungsprozess und die Forschungspraxis sowie damit einhergehender Reflexionen geleistet
Mehr Beteiligung von Kindern unter sechs Jahren durch Nutzung digitaler Tools am Beispiel von Beschwerdeverfahren in Kindertagesstätten Überlegungen für eine konzeptionelle Entwicklung: Ergebnispapier
Kinder leben in einer digitalisierten Welt und bewegen sich heute nicht mehr ausschließlich außerhalb der digitalen Umgebung. Ihre Lebenswelten sind von digitalen Geräten, Alltagsroutinen sowie den damit verbundenen Gefahren durchzogen. Digitalisierung und die gegenwärtige digitale Transformation der Lebenswelten haben dabei auch die frühe Kindheit erreicht und fordern die pädagogischen und didaktischen Konzepte in Bildungsorganisationen, und damit auch in Kindertageseinrichtungen, heraus. Entsprechend ist auch in digitalen Umgebungen dafür Sorge zu tragen, dass die persönlichen Rechte von Kindern anerkannt und gefördert werden. Dies kann nur unter Heranziehung digitaler Verfahren sinnvoll und inklusiv gelingen, an welche die Kinder auch in
Kindertageseinrichtungen altersgerecht herangeführt werden. Digitalität kann hier als ein Zugang und als ein kindgerechtes Verfahren in Kitas genutzt werden.
Die vorliegende Konzeption setzt an der Schnittstelle von Kinderrechten und digitaler
Beschwerde an. Ziel ist ein Verfahren (entwickelt unter Mitwirkung von Fachkräften und Kindern in Kitas) zu etablieren, das Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten für Kinder unter sechs Jahren niedrigschwellig und barrierefrei ermöglicht. So sollen Kinder selbst zu einer Mitwirkung an der Verwirklichung ihrer Rechte auf Förderung, Beteiligung und Schutz gemäß der UN-Kinderrechtekonvention (UN-KRK) angeregt werden, um dem Ziel von mehr Beteiligung, Schutz und Beschwerde besser gerecht werden zu können
„Hoher Praxisanteil, Zeit zum Austausch, Input und Moderation durch Expert*innen” Merkmale gelungener Fortbildungen aus der Perspektive von Lehrkräften in Niedersachsen
Fortbildungen tragen wesentlich zur Professionalisierung von Lehrkräften sowie zur Implementierung von Innovationen in schulische Lehr- und Lernprozesse bei. Bestehende Studien zeigen jedoch, dass Lehrkräfte in Deutschland vergleichsweise wenig an Fortbildungen teilnehmen und dass Transfer und Umsetzung der vermittelten Inhalte häufig nur eingeschränkt erfolgen. Um das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage nachhaltig zu verbessern, müssen die Interessen der Lehrkräfte stärker berücksichtig werden. Vor diesem Hintergrund hat das regionale Kompetenzzentrum für Lehrkräftefortbildung in Hildesheim im Zeitraum von April 2018 bis März 2020 insgesamt 1.075 Lehrkräfte mittels eines standardisierten Fragebogens im Anschluss an lokale Fortbildungsveranstaltungen befragt. Ziel war es, herauszufinden, welche Gestaltungsmerkmale für die Teilnahme an Fortbildungen ausschlaggebend sind und welche Faktoren Ausschlusskriterien für die Fortbildungsteilnahme darstellen. Die Ergebnisse wurden qualitativ in Anlehnung an die strukturierende Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2018) kategorisiert und anschließend quantifiziert. Die Ergebnisse zeigen die Bedeutung, die Lehrkräfte der Berücksichtigung unterrichtspraktischer Themen und Aktivitäten bei der Durchführung von Fortbildungen zumessen. Außerdem deuten die Daten darauf hin, dass eine stärkere Einbindung reflexiver Elemente in Bezug auf das eigene Unterrichtshandeln im Rahmen von Fortbildungen nötig ist. Ausgehend hiervon gibt der Artikel abschließend Empfehlungen für Forschung und Fortbildungspraxis
Introducing 'inrep': an R package that facilitates fully reproducible research workfows for survey-based assessments
Conducting research often involves managing multiple disconnected tools for survey design, data collection, response analysis, and report generation, leading to inefficiencies, increased error risks, and challenges in ensuring reproducibility. To address these issues, we introduce inrep, an open-source R package that integrates the entire assessment workflow within a unified, flexible framework in R. With inrep, researchers can create customized assessments, streamline data management, and generate personalized participant reports without switching software or manually transferring data. inrep includes built-in support for generating structured prompts to guide large language models, enabling tailored adaptation of assessment components to specific study needs. By consolidating all stages of the assessment process, inrep enhances research efficiency, improves reliability, and ensures full reproducibility, making sophisticated testing methodologies accessible to researchers, educators, and practitioners regardless of programming expertise.
Keywords: adaptive testing, instant reporting, FAIR software, R infrastructure, LLM support, computerized adaptive testing, reproducible researchDie Durchführung von Forschungsarbeiten erfordert oft die Verwaltung mehrerer voneinander getrennter Tools für die Umfragegestaltung, Datenerfassung, Antwortanalyse und Berichterstellung. Dies führt zu Ineffizienzen, erhöhten Fehlerrisiken und Herausforderungen bei der Gewährleistung der Reproduzierbarkeit. Um diese Probleme zu lösen, stellen wir inrep vor: ein Open-Source-R-Paket, das den gesamten Bewertungsworkflow in einem einheitlichen, flexiblen Framework in R integriert. Mit inrep können Forschende individuelle Assessments erstellen, das Datenmanagement effizient gestalten und personalisierte Teilnehmendenberichte generieren, ohne die Software zu wechseln oder Daten manuell zu übertragen. inrep bietet integrierte Unterstützung zur Erstellung strukturierter Prompts für Sprachmodelle und ermöglicht so die gezielte Anpassung von Komponenten an spezifische Studienanforderungen. Durch die Konsolidierung aller Phasen des Erhebungsprozesses verbessert inrep die Forschungseffizienz, erhöht die Zuverlässigkeit und gewährleistet vollständige Reproduzierbarkeit. Somit sind anspruchsvolle Testmethoden für Forscher, Pädagogen und Praktiker unabhängig von ihren Programmierkenntnissen zugänglich.
Schlüsselwörter: adaptive Tests, sofortige Berichterstellung, FAIR-Software, R-Infrastruktur, LLM-Unterstützung, computergestützte adaptive Tests, reproduzierbare Forschun
Beurteilung und Förderung arbeitsbezogener Selbstwirksamkeitserwartungen im Kontext von Psychotherapie
Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Störungen sind in der Erwerbsbevölkerung in Deutschland in den vergangenen zwei Jahrzehnten stetig gestiegen. Langanhaltende Arbeitsunfähigkeit verursacht nicht nur volkswirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe, sondern vor allem schwerwiegende Folgen für die Betroffenen (z. B. Chronifizierung, Isolation, finanzielle Sorgen). Die Entwicklung und Evaluation effektiver Maßnahmen, die sowohl auf die Verbesserung der psychischen Gesundheit als auch auf den Erhalt der beruflichen Teilhabe abzielen, sind daher in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend in das politische und wissenschaftliche Interesse gerückt. Mit Blick auf dieses Ziel stellen etablierte Psychotherapieverfahren, in die arbeitsplatzbezogene Interventionen integriert werden, einen vielversprechenden Ansatz dar. In diesem Zusammenhang erscheinen insbesondere die arbeitsbezogenen Selbstwirksamkeitserwartungen der Betroffenen bedeutsam, da sie sich als prädiktiv für eine (zeitnahe) Rückkehr zur Arbeit erwiesen haben und eine protektive Wirkung angesichts gesundheitsbeeinträchtigender psychosozialer Risikofaktoren am Arbeitsplatz angenommen wird. Die vorliegende Dissertation befasste sich daher mit der Fragestellung, wie arbeitsbezogene Selbstwirksamkeitserwartungen bei Erwerbstätigen mit psychischen Störungen valide und reliabel erfasst und gezielt gefördert werden können.
Studie I stellte eine Validierungsstudie der deutschen Übersetzung eines Selbstbeurteilungsinstruments zur Erfassung der arbeitsbezogenen Selbstwirksamkeitserwartungen dar. Die Validität, Reliabilität und Veränderungssensitivität wurden anhand von drei unabhängigen Stichproben von Erwerbstätigen, die sich aufgrund psychischer Störungen oder muskuloskelettaler Erkrankungen in Behandlung befanden (N1 = 301, N2 = 103, N3 = 104), untersucht. Die Ergebnisse liefern erste Hinweise für die Konstruktvalidität, Kriteriumsvalidität, Reliabilität sowie Veränderungssensitivität der deutschsprachigen Version.
Bei Studie II und III handelte es sich um zwei Pilotstudien, in denen ein neu entwickeltes Interventionsmodul zur Verbesserung der arbeitsbezogenen Selbstwirksamkeit an zwei unabhängigen Stichproben im Kontext von ambulanter Psychotherapie evaluiert wurde. Die querschnittlichen Ergebnisse von Studie II (Sekundäranalyse einer randomisiert-kontrollierten Studie) deuten darauf hin, dass sich ein einstündiges Interventionsmodul, bestehend aus einer therapeutisch geleiteten Imaginationsübung und anschließenden ressourcenorientierten Reflexion, zur Erzeugung imaginativer Bewältigungserfahrungen und Aktivierung von selbstwirksamkeitsrelevanten Kognitionen sowie Intentionen für Verhaltensänderungen eignet.
Aufgrund theoretischer Erwägungen und methodischer Limitationen dieser Studie wurde darauf aufbauend die Machbarkeit und Wirksamkeit einer erweiterten und modifizierten Version des Interventionsmoduls im Rahmen eines randomisierten, experimentellen Einzelfalldesigns mit multipler Baseline-Messung untersucht (Studie III). Die geringe Abbruchrate, die tendenziell gute Behandlungszufriedenheit, das tendenziell geringe Ausmaß negativer Beeinträchtigung durch die Intervention und die gute therapeutische Adhärenz legen die Machbarkeit des vierwöchigen Interventionsmoduls nahe. Entgegen der Erwartungen ergaben sich keine Hinweise auf einen Interventionseffekt hinsichtlich der arbeitsbezogenen Bewältigungserfahrungen und Selbstwirksamkeitserwartungen.
Viele Fragen bleiben weiterhin offen. Diese betreffen die praktische Relevanz des Selbstbeurteilungsinstruments als potentielles Tool zur Prognose, Therapieplanung und Evaluation individueller Therapieverläufe sowie die Gestaltung effektiver Kurzinterventionen zur gezielten Förderung arbeitsbezogener Selbstwirksamkeitserwartungen. Die psychometrischen Erkenntnisse und die neu entwickelten Interventionen stellen jedoch eine gute Grundlage dar, um diese in zukünftigen Studien zu adressieren
Wie lässt sich die alltägliche Informations- und Quellenbewertung fördern? Eine visuell basierte Intervention zur Kompetenzförderung durch Selbstreflexion
Die vorliegende Arbeit untersucht das alltägliche Informationsverhalten mit dem Fokus auf zugrundeliegende Informationsbedürfnisse der alltäglichen Daseinsvorsorge. Es wird erhoben, wie analoge und digitale Informationsquellen zu deren Erfüllung genutzt werden und welche Schwierigkeiten und Engpässe sich dabei ergeben. Die Zielsetzung dieser Arbeit liegt somit in der Schaffung eines holistischen Verständnisses alltäglicher Informationsversorgung, um diese Einsichten in einem nächsten Schritt für die Konzeption eines Lösungsvorschlags zu nutzen. Zeitgenössische Phänomene wie Desinformationen oder die Undurchsichtigkeit der Informationsproduktion durch generative KI verstärken den Bedarf an passenden Formaten der Kompetenzförderung, die gleichermaßen als demokratiestärkende Maßnahmen wirken können. Die Forschungspraxis zeigt, dass obwohl die Befragten eine hohe Affinität für Technologien und digitale Informationssuche mitbringen, Unsicherheiten und Schwächen in der Bewertung von Informationen und Quellen sowie in der Identifikation von Falschnachrichten vorliegen. Die Erhebung zu gewünschten Vermittlungsmaßnahmen diente als Grundlage zur Konzeption eines entsprechenden Lernangebots. Die entstandene Intervention wandelt den methodischen Informationshorizonten als Datenerhebungsmethode zur Sensibilisierungsmaßnahme für eine stärkere Selbst-bewusst-werdung des eigenen Informationsverhaltens ab. Methodologisch dient der mehrstufige Forschungsprozess einer stetigen Weiterführung und Spezifikation des erkenntnistheoretischen Lösungsvorschlages. In jeder Datenerhebungsphase konnten somit die bestehenden Ergebnisse konkretisiert und gleichzeitig neue Ansätze iterativ evaluiert werden. Die Arbeit schließt mit der Vorlage des niedrigschwelligen VisVe-Lernkonzeptes (kurz für: Visualisieren und Verstehen), bestehend aus zwei Visualisierungsvorlagen und drei Reflexionsfragen. Zunächst werden im Alltag genutzte Informationsquellen gesammelt und im Schema anhand weiterer Merkmale platziert. Anschließend erfolgt die grafische Priorisierung bestehender Kriterien für die Bewertung der Glaubwürdigkeit von Informationen und Quellen nach individueller Bedeutsamkeit. Ein durch konkrete Fragestellungen angeleiteter Abgleich von Praxis und Theorie erlaubt das Aufzeigen möglicher Diskrepanzen des eigenen Informationsverhaltens und ermöglicht somit die Ableitung zukünftig angestrebter Verhaltensweisen. Die konzeptionelle Offenheit der Intervention sowie die lizenzfreie Nutzung und Anpassung erlaubt eine Vielzahl potentieller Einsatzmöglichkeiten in der Bildungspraxis
Interactive Trend Detection
Exponentially growing patent databases demand the urge of automatic patent analysis or the help of machines to accelerate the process while offering reliable results. One major use of patent analysis is to identify trending topics running under patent pools. Nonetheless there are yet obstacles to accurately discover such trends in technology, uses of devices or other desired criterion of the interest.
This study studies the current issues on trend detection in patent datasets and tackle some major problems in particular feature selection from patent data by designing an interactive system that offers the very professional yet trending features under the studied topic and the given dataset. This helps the user build data-relevant queries more confidently or use other methods to discover trends such as clustering and relevance
feedback.
The author believes incorporating the extensive and valuable knowledge of the expert users of patent analysis systems in one of the less studied stage of feature selection make a big difference in user satisfaction as it enables them to reflect their own exceptions on the system and guide it to the type of information they seek.
The system kicks off by the desired criterion of the user to reduce the patents to their relevant passages. It then organizes trending topics of the given patent dataset into a cooccurrencefeature network and expose it layer by layer to the user providing interactive tools for further communication. The results can be taken into different pipelines of classifiers, IRS or a PRF trend analysis system to produce the output the user wishes to investigate. The results are assessed against a benchmark designed by the WIPO reports queries of five topics on EPFULL
Gutachten: Unterstützung des Gesamtprozesses zur Implementierung neuer gesetzlicher Grundlagen für die Jugendarbeit in Niedersachsen
Zur Implementierung neuer gesetzlicher Grundlagen für die Jugendarbeit in Niedersachsen wird im Rahmen des Projektvorhabens für das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung ein Gutachten auf der Basis einer Bestands- und Bedarfsanalyse erstellt.
In Niedersachsen besteht eine etablierte Struktur der Jugendförderung, die sich vornehmlich an den traditionellen Strukturen der Kinder- und Jugendarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe orientiert. Zudem wurden in den vergangenen Jahren durch das Land Niedersachsen unterschiedliche Förderprojekte aufgelegt, um z.B. die Digitalität oder die politische Beteiligung junger Menschen zu stärken. Weiterhin wurde ein Modellprojekt zur Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit initiiert und in Modellkommunen erprobt. Grundlegend besteht die Herausforderung, die Jugendförderung den aktuellen Herausforderungen im Feld der Kinder- und Jugendarbeit in Niedersachsen anzupassen.
Das vorliegende Gutachten nimmt das Jugendförderungsgesetz vor dem Hintergrund aktueller wissenschaftlicher Diskurse in den Blick und entwickelt daran anschließend Vorschläge für eine zukunftsgerichtete Förderung der Jugendarbeit in Niedersachsen