University of Hildesheim
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    Conservation perspectives at Lake Alaotra, Madagascar – ecological state, nature protection and resource use

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    Tropical wetlands maintain a high biodiversity and provide ecological services which are basis for millions of livelihoods. However, freshwater ecosystems are largely neglected in research and environmental policy. Today they are among the most threatened habitat types throughout the world with highest loss rates for natural inland wetlands in the tropics. The high dependency of local communities upon natural resources makes conservation management for wetlands in developing countries to a particular challenge. This study investigated the different perspectives of conservation planning at Lake Alaotra, the largest wetland complex of Madagascar. First, the ecological state of Lake Alaotra was assessed to close knowledge gaps and to provide an adequate basis for ecosystem-based conservation measures. Second, I evaluated the community-led management of a small protected area in order to determine its potentials and weaknesses. Third, the local fishery, as the largest lake resource user group, was investigated to understand the drivers of overfishing. By interlinking the results of the three perspectives of conservation planning – ecology, management and resource user – interrelations and trade-offs between the three dimensions were identified. The current ecological state of Lake Alaotra reveals that the anthropogenic disturbance is favoring the proliferation of invasive plant species and leading to the alteration of the water quality (e. g. hypoxia). Insights into the local management show that the community-based management contributes to the conservation of the natural flora and fauna. However, the small-scale conservation area suffers from isolation and illegal activities, while its management lacks recognition at community level. The fishery sector has grown dramatically although fish catches have fallen sharply. Species composition changes and low reproduction rates are reflecting the fishing pressure. A high population growth and lacking agricultural land force people to enter fishery and increases the human pressure on the lake. Overall this study shows that the conservation of multiple-value ecosystems, such as tropical wetlands in developing countries, require site-specific multidimensional approaches that interlink ecological demands, resource user needs and the local sociocultural setting. This research demonstrates that: ongoing livelihood dynamics linked to the socio-economic conditions have to be considered to create more realistic management policies; strengthening resource users’ assets will help to decrease the human pressure on the already considerably altered ecosystem; capacity building for local management associations and the adoption of local ideas and management concepts is needed to enable the evolvement of an locally legitimated and tailored wetland conservation management.Tropische Feuchtgebiete weisen nicht nur eine einzigartige Biodiversität auf, sondern bilden auch die Lebensgrundlage für Millionen von Menschen. Süßwasserökosysteme werden jedoch in Forschung und Umweltpolitik weitgehend vernachlässigt. Heute gehören sie weltweit zu den am stärksten bedrohten Lebensraumtypen mit den höchsten Verlustraten für tropische Binnenfeuchtgebiete. In Entwicklungsländern ist ihr Schutz aufgrund der hohen Abhängigkeit der lokalen Bevölkerung von den natürlichen Ressourcen eine besondere Herausforderung. Diese Studie untersuchte die verschiedenen Perspektiven der Naturschutzplanung am Beispiel des Alaotra Sees, dem größten Feuchtgebiets Madagaskars. Hierzu wurde der ökologische Zustand des Alaotra Sees bewertet, um eine geeignete Wissensgrundlage für der Naturschutzplanung zu schaffen. Das örtliche Management eines kleinen Schutzgebiets wurde evaluiert, um dessen Potentiale und Schwächen festzustellen. Um die Gründe der Überfischung zu verstehen wurde die lokale Fischerei als größte Nutzergruppe der Seeressourcen untersucht. Durch die Verknüpfung der Dimensionen der Naturschutzplanung, Ökologie, Management und Ressourcennutzung, konnten Zusammenhänge und Zielkonflikte zwischen diesen identifiziert werden. Der ökologische Zustand des Alaotra Sees zeigt, dass der anthropogene Einfluss die Verbreitung invasiver Pflanzenarten begünstigt und zu einer Abnahme der Wasserqualität führt. Einblicke in das lokale Management zeigen, dass das kleinflächige Naturschutzgebiet zum Erhalt der natürlichen Flora und Fauna beiträgt, jedoch unter Isolation und illegalen Aktivitäten leidet, während es dem Management an Legitimierung mangelt. Der Fischereisektor zeigt ein dramatisches Wachstum – trotz des starken Rückganges der Fangerträge. Änderungen in der Artenzusammensetzung und niedrige Reproduktionsraten belegen den Fischereidruck. Hohes Bevölkerungswachstum und mangelnde Agrarflächen zwingen die Menschen zum Eintritt in die Fischerei und erhöhen den anthropogenen Druck auf den See. Insgesamt zeigt diese Studie, dass die Erhaltung von Ökosystemen mit vielfacher Bedeutung, wie die tropischen Feuchtgebiete der Entwicklungsländer, ortsspezifische mehrdimensionale Ansätze erfordert, die ökologische Anforderungen, die Bedürfnisse der Ressourcennutzer und das lokale soziokulturelle Umfeld einschließen. Diese Studie zeigt, dass Veränderungen der Lebensgrundlagen und die sozioökonomischen Bedingungen berücksichtigt werden müssen, um realitätsnahe Managementstrategien zu schaffen; dass die Stärkung der Rücklagen der Ressourcennutzer dazu beitragen kann, den anthropogenen Druck auf das Ökosystem zu verringern; dass der Kapazitätenaufbau für lokale Managementverbände und die Übernahme lokaler Ideen und Managementkonzepte erforderlich sind, um die Entwicklung eines lokal angepassten und legitimierten Managements zu ermöglichen

    Das (An)Erkennen digitaler Möglichkeiten durch Corona

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    Kommunikation, Arbeiten und Lernen, Kontakt halten sowie die Organisation von Freizeit mittels digitaler Medien gewinnt aktuell erneut an Bedeutung und ist durch die im Zuge der COVID-19-Pandemie festgelegten Maßnahmen und Regelungen fester Bestandteil von Lebens- und Alltagswelten geworden. Aber bestehen diese digitalen Möglichkeiten für alle? Wie sieht es hier zum Beispiel bei jungen Menschen, die in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe aufwachsen, aus? Formale Bildungssettings wie Kitas und Schulen stellen viel diskutierte Orte hinsichtlich des Umgangs mit digitalen Medien dar. Auch Familien, als Ort an dem Kinder und Jugendliche aufwachsen, werden im aktuellen wissenschaftlichen Diskurs aufgegriffen. Informelle Bildungssettings, wie Einrichtungen der stationären Erziehungshilfe (§ 34 SGB VIII) – Wohngruppen – hingegen finden diesbezüglich kaum Berücksichtigung. Daher soll in diesem Beitrag der Blick auf junge Menschen, die in der stationären Kinder- und Jugendhilfe leben und betreut werden, gerichtet werden. Grundlage ist die Masterarbeit „Digitalisierung und stationäre Einrichtungen. Alles eine Frage der Haltung?“ (Kochskämper 2020) die am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim verfasst wurde. Ziel ist es, einen Beitrag dazu zu leisten, digitale Medien zu einem selbstverständlichen Teil des alltäglichen pädagogischen Handelns mit jungen Menschen werden zu lassen. Dahinter steht eine Vorstellung von pädagogischem Handeln, das lebensweltorientiert agiert und sich somit im Sinne der jungen Menschen und unter Einbezug von Schutz und Hilfe an deren Lebenswelt orientiert (vgl. Thiersch 2017). Es geht dabei nicht darum, Digitalisierung in allen Lebensbereichen und Facetten gut zu heißen und zu unterstützen, sondern um die Förderung eines bewussten und reflektierten Medienumgangs, mit dem Ziel, die gesellschaftlichen Teilhabechancen der jungen Menschen zu verbessern und zu sichern

    Hildesheimer Übergangsmodell

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    Die Broschüre „Hildesheimer Übergangsmodell“ entstand im Rahmen des Forschungsprojektes „Trans-Fair. Übergänge aus Heimerziehung und Vollzeitpflege“, welches zwischen 2017 und 2019 vom Institut für Sozial- und Organisationspädagogik an der Universität Hildesheim in enger Kooperation mit dem Jugendamt Erziehungshilfen des Landkreises Hildesheim und dem Jobcenter Hildesheim durchgeführt wurde. Es skizziert unterschiedliche Szenarien von Übergängen, die sich im Verlauf einer stationären Hilfe ereignen können. Aber auch der Weg zurück in eine stationäre Unterbringung bzw. die erstmalige Aufnahme in eine stationäre oder ambulante Hilfe im jungen Erwachsenenalter werden darin berücksichtigt. Das Hildesheimer Übergangsmodell ist eine Empfehlung für Kommunen zur Entwicklung eines geeigneten Standards für die rechtskreisübergreifende Übergangsbegleitung von Care Leaver*innen

    Microexperiences und angeleitete Reflexion – Handlungstrainings zur Förderung der professionellen Entwicklung und der Reflexionsfähigkeit

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    Microteaching kann die professionelle Entwicklung angehender Lehrender positiv beeinflussen. Jedoch profitieren nicht nur angehende Lehrende als Teilnehmende in Lehrveranstaltungen, die diesen didaktisch-methodischen Rahmen nutzen. Teilfertigkeiten unterrichtlichen Handelns wie effektive Frage- und Aufgabenstellungen, aktivierende Gestaltung thematischer (Unterrichts-)Einstiege, gelingende Differenzierung sowie der Umgang mit unerwarteten Ereignissen (Störungen), sind für zukünftige Fach- und Führungskräfte verschiedener Professionen ebenso relevant. Die in diesem Beitrag vorgestellte Lehrveranstaltungskonzeption zeigt, wie der didaktisch-methodische Rahmen des Microteachings erfolgreich adaptiert und zur Förderung der professionellen Handlungsfähigkeit Studierender verschiedener Studiengänge genutzt werden kann. Die ganzheitliche Konzeption ermöglicht den Studierenden Microexperiences im Sinne vollständiger Handlungen, fokussiert deren Fach-, Sozial- und Selbstkompetenz, bezieht multimediale Möglichkeiten ein und integriert die Förderung der Reflexionsfähigkeit durch angeleitete Reflexion

    Bewältigung und Entwicklung

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    Wie bewältigen Menschen traumatische Ereignisse wie einen schweren Unfall oder Fluchterfahrungen? Welche vorangegangenen individuellen Entwicklungen sind für eine adaptive Bewältigung notwendig? Wie beeinflussen frühere Erfahrungen und die Art der Bewältigung die weitere Entwicklung? Inwiefern können kritische Lebensereignisse die eigene Entwicklung vielleicht sogar begünstigen? Wie werden reguläre, universelle Entwicklungsaufgaben bewältigt? Umfassen ‚Bewältigung’ und ‚Entwicklung’ vielleicht verwandte oder sogar identische Prozesse? Jeder Mensch ist in seinem Leben mehreren Lebens- und Entwicklungsproblemen ausgesetzt: Sei es die Pubertät mit den mit sich bringenden Herausforderungen, ein schwerer Unfall, eine chronische Erkrankung oder der Verlust einer nahestehenden Person. Jedes dieser Probleme muss bewältigt werden; diese Bewältigung setzt eine gewisse Entwicklung voraus. Und die (erfolgreiche) Bewältigung hat wiederum Einfluss auf die zukünftige Entwicklung. In dem vorliegenden Buch werden sowohl die zugrundeliegenden Theorien dieser beiden Konzepte als auch theorieübergreifende Perspektiven (wie das Konzept der Resilienz) dargelegt. In Anwendung auf verschiedene Lebens- und Entwicklungsprobleme, denen viele Menschen in ihrem Leben begegnen, sollen Schnittpunkte, aber auch Divergenzen aufgezeigt werden

    Staatliche Reformpädagogik in der Weimarer Zeit

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    Die Arbeitsschulpädagogik war die bedeutendste reform-pädagogische Strömung im deutschsprachigen Raum des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ihre Wirksamkeit klingt bis heute nach: im didaktischen Prinzip der Handlungs-orientierung wird dies beispielhaft deutlich.Vor diesem Hintergrund begibt sich die vorliegende Ar-beit auf geschichtliche Spurensuche: Anhand der 46. Volksschule in Dresden, von 1921 bis 1933 offiziell als staatliche Versuchsschule genehmigt, wird die zeitge-nössische Umsetzung dieses pädagogischen Ansatzes in ihrem Facettenreichtum detailliert dargestellt. Der kon-kreten Ausgestaltung von Arbeitsunterricht, Gesamtun-terricht und Gemeinschaftserziehung kommt dabei ein besonderes Augenmerk zu. Anlagen unter https://doi.org/10.18442/02

    Stu.diCo Studieren digital in Zeiten von Corona

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    Wie haben Studierende das digitale Sommer-Semester 2020 bewältigt und wie haben sie den durch die Pandemie veränderten Studienalltag erlebt? Dies untersuchte ein Forschungsteam der Universität Hildesheim in einer bundesweiten qualitativen Online-Befragung, an der über 3.000 Studierende teilnahmen. Stu.diCo setzt sich von Untersuchungen ab, die vor allem auf die Evaluation der digitalen Lehre und die technische Ausstattung sowie damit zusammenhängenden Problemlagen der Studierenden fokussieren. Dagegen sollen mit dieser Studie auch das Wohlbefinden, die Sorgen und Ängste, die Studienmotivation, die Home-Learning-Situation und die mentale Verfassung der Studierenden betrachtet werden. Der Bericht der Online-Befragung Stu.diCo präsentiert erste Ergebnisse und deskriptive Befunde der Untersuchung. Darüber hinaus wurden die zahlreichen offenen Antworten der Teilnehmenden, also die freien Statements zu dem, was die Teilnehmer*innen zusätzlich zu den in der Studie abgefragten Punkten noch sagen wollten, nach Themenschwerpunkten sortiert und für diese Publikation aufbereitet

    Land-use Conflicts and Psychosocial Well-being A Study of Farmer-Herder Conflict in Asante Akyem North District of Ghana

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    Over the past two decades, the Asante Akyem North District of Ghana has had limited peace and stability, which are preconditions for sustainable development due to protracted farmer-herder conflicts. This study provides an alternative perspective to the underlying causes of this resource conflict by arguing that mental constructions based on the formation of frames are the precursor, as contended by the framing theory. The study further investigated the psychosocial implications of the conflict on the well-being of the herders and farmers. The study also explored the resources that the actors employed to deal with the stressful event. Using a mixed-method but a qualitatively driven approach, the study used observation guide, interview guide, interview schedule, and focus group discussion guide for the data gathering. The findings highlighted that the conflict actors formed frames such as identity-relational, affective-intellectual, and compromise-win frames as the drivers of the conflict. The findings revealed that these frames and their attended hostile reactions between the actors, usually led to psychosocial problems. The study revealed that the actors adopted different coping strategies such as religion, voluntary migration, working harder, avoidance, and socio-cultural support to deal with the conflict. There is the need for a community-level education that emphasises constructive framing relationships between the transmigrant pastoralists and the host farming populace to ensure their peaceful coexistence and minimise conflict eruptions

    Potenziale und Grenzen von kasuistischen Unterrichtsvideografie-Analysen in Veranstaltungen der Lehrer*innenbildung

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    Der Beitrag zeigt Potenziale und Grenzen des Einsatzes von Unterrichtsvideografien in universitären Lehrveranstaltungen der Lehrer*innenbildung hinsichtlich der Anbahnung eines professionellen Habitus bei Studierenden auf. Im Konkreten wir der Frage, inwiefern eine als Fallarbeit konzipierte Videografieanalyse den Professionalisierungsprozess in einem Lehr-/Lernsetting unterstützen kann, anhand einer exemplarisch veranschaulichten, auf der Methode der Objektiven Hermeneutik basierenden Analyse einer videografierten Unterrichtssequenz zum Thema „Antinomien im Lehrer*innenhandeln“ nachgegangen. Im ersten grundlegenden Teil des Beitrags werden die Erwartungen an Videografien im Kontext der Lehrer*innenbildung erläutert, woraufhin die Vorstellung des von uns vorgeschlagenen methodischen Vorgehens für die kasuistische Arbeit mit Studierenden folgt. Im zweiten Teil werden für die Darstellung der kasuistischen Analyse selbst zunächst die Antinomien im Lehrer*innenhandeln als konstitutiver Gegenstand der Schulpädagogik eingeführt und hierauf die Analyse der Unterrichtssequenz hinsichtlich antinomischer Strukturen im Lehrer*innenhandeln illustriert. Schließlich wird das interdependente Zusammenspiel von fachwissenschaftlichem Gegenstand, (Analyse-)Methode und Reflexion von Professionswissen – welches für die hier abgebildete kasuistische Unterrichtsvideografie-Analyse zentral zur Anbahnung von Professionalität ist – sowohl als Potenzial als auch deren Abhängigkeit voneinander als Grenze diskutiert

    Nachteile von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausgleichen.

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    Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erlebten und erleben erhebliche Einschränkungen durch die Pandemie und darauf bezogene Maßnahmen. In einer akuten Krise stehen Erwachsene in der Verantwortung, Entscheidungen zu treffen, die die Handlungsfähigkeit auch im institutionellen Gefüge des Aufwachsens sichern. Diese Verantwortungsübernahme wird von der jungen Generation i. d. R. akzeptiert, wenn nicht sogar erwartet. Gleichzeitig sind und bleiben junge Menschen Grundrechtsträger*innen. Sie haben ein Recht auf Schutz, Beteiligung und Förderung. Wenn diese Rechte zeitweise begrenzt, neu gerahmt oder gar ausgesetzt werden, muss dieses auch gegenüber den jungen Menschen legitimiert werden. Darüber hinaus haben sie ein Anrecht auf Informationen und Transparenz darüber, wie ihre Rechte möglichst schnell wieder verwirklicht und gestärkt werden. Der Faktor Zeit spielt in diesen jungen Lebensphasen eine zentrale Rolle. Ein Jahr im Alltag von jungen Menschen hat eine andere soziale, qualifikatorische, körperliche und persönliche Entwicklungsdynamik als im Erwachsenenalter. Die Folgen der Einschränkungen in der Kindheit und Jugend schreiben sich in den biographischen Verlauf nachhaltig ein. Deswegen gilt es die Folgen abzufedern und auszugeichen. Dazu ist es notwendig, ihre Erfahrungen der letzten Monate in die weiteren Planungen einzubeziehen und ihre altersspezifischen Bedarfe zu berücksichtigen (siehe dazu Andresen/Wilmes 2020). Ein wichtiger Schritt dabei ist es, junge Menschen selbst zu Wort kommen zu lassen, um mit ihnen gemeinsam einen geeigneten Ausgleich zu entwerfen. In diese Richtung zielen die Überlegungen, die der Forschungsverbund Kindheit-Jugend-Familie in der Corona-Zeit im Folgenden insbesondere in Anlehnung an die beiden Onlinebefragungen JuCo und KiCo vorstellt

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