University of Hildesheim
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Vielfalt von Anfang an!
Häufig stehen der interkulturellen Begegnung von Menschen Vorurteile gegenüber, die einen echten Austausch zwischen Menschen verhindern. Neben sprachlichen Barrieren können auch bewusste oder unbewusste Gedankenmuster über Personen oder Personengruppen davon abhalten, in einen intensiven Kontakt und langfristige freundschaftliche Beziehungen einzutreten. Wenn der Kontakt zwischen Menschen institutionell hergestellt wird, weil dies sozial, zum Beispiel vom Bildungsträger oder innerhalb des pädagogisch ausgerichteten Settings, so erwünscht ist, wissen wir nichts über die Tiefgründigkeit und Nachhaltigkeit der Begegnungen, die dort zustande kommen.
Vorurteile gegenüber anderen Menschen oder Menschengruppen bilden häufig eine unsichtbare Barriere gegenüber verschiedenen Akteur*innen. Dies basiert oft auf Gegenseitigkeit, denn meist hegt nicht nur eine Gruppe bestimmte Meinungen und Ansichten über die andere, sondern die jeweils andere Gruppe tut dies in umgekehrter Weise auch. Menschen scheinen generell aus einem gewissen Sicherheitsbedürfnis heraus Vorurteile zu generieren. Dies zeigt die langjährige internationale Forschung zu diesem Phänomen. In diesem Beitrag soll es darum gehen, theoriebasiert zu untersuchen, warum Vorurteile überhaupt entstehen, welche Mechanismen sie beinhalten und zu hinterfragen, ob und warum sie sich allgemein (angeblich) hartnäckig halten und damit schwer zu revidieren sind. Des Weiteren sollen Möglichkeiten untersucht werden, Stereotypen – als sogenannten Vorläufern von Vorurteilen – zu begegnen und in Erziehung und Bildung Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Abbau von sozialen Vorurteilen begünstigen beziehungsweise bereits im (Vor-)Schulalter Weichen zu stellen, die den Aufbau sich festigender sozialer Vorurteile verhindern.
Der Artikel forciert dabei unter anderem auch die aktuell entbrannte Debatte um black lives matter, die in der öffentlichen Wahrnehmung, Diskussion und den Medien die Dringlichkeit der weltweiten gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Diskriminierung von Menschen unterschiedlicher Herkünfte offenbart. Die Schule als ein gesellschaftlicher Interakteur, sowie auch die frühkindlichen Bildungseinrichtungen, sind gefordert, sich diesen gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen
Minerva 2025: Entwicklungsplan der Universität Hildesheim
Im Jahr 2013 verabschiedete die Universität Hildesheim mit Zustimmung des Stiftungsrats ihre Entwicklungsplanung MINERVA 2020. Angesichts des im Wintersemester 2020/21 zu erfolgenden Wechsels im Präsidentenamt erschien es sinnvoll, zumindest eine Übergangsplanung zu erarbeiten. Die Mitglieder der Universität berieten hierüber intensiv, so dass die Gremien und Organe im Jahr 2019 eine Beschlussfassung durchführen konnten. MINERVA 2020 behält ihre Gültigkeit. Das gilt in besonderer Weise für die strategischen Leitziele der Universität. Mit der Entwicklungsplanung MINERVA 2025 werden diese ergänzt durch fünf Leitziele, deren Verwirklichung in den kommenden Jahren angestrebt wird. Hinzu kommen Entwicklungsperspektiven der Fachbereiche, der Lehramtsausbildung und die bauliche Entwicklungsplanung
Durchblick. Infos für deinen Weg aus der Jugendhilfe ins Erwachsenenleben
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https://doi.org/10.18442/leavingcare-
Bildungspläne – ein integrativer Zugang zu Dokumenten und Diskursen
Im Zentrum des Beitrags steht die Untersuchung, wie Bildungspläne für die Kindertagesbetreuung in Deutschland soziale Differenz thematisieren und mit pädagogischer Bedeutung ausstatten. Als eine diskursiv gerahmte Dokumentenanalyse richtet sie sich zwar an dem von Foucault geprägten Verständnis von Diskursen aus, worüber diese zu einer bestimmten Zeit ‚Wirklichkeit‘ in Form von Wissen über einen bestimmten Gegenstand formen und so gesellschaftliche Ordnungen strukturieren. Entgegen einer Diskursanalyse vollzieht sie dabei aber keine Kontextanalyse, die eine große Aufmerksamkeit auf die Verflechtungen und Beziehungen unterschiedlicher Diskursbeiträge zueinander fokussieren würde, sondern arbeitet analytisch dicht am Dokumentenmaterial, an den Bildungsplänen. Methodischer Zugang zu den Bildungsplandokumenten ist dabei das integrative Basisverfahren zur hermeneutischen Analyse von Texten und die Analyse von Argumentationen. Exemplarisch an zwei Ausschnitten aus den Bildungsplänen Nordrhein-Westfalens und Baden-Württembergs rekonstruiert sie die spezifischen Aussagesysteme und die Eigensinnigkeit der Dokumente in Hinblick auf die Thematisierungen sozialer Differenz und ihrer zugeschriebenen pädagogischen Bedeutung. Mit Hilfe dieses Analyseansatzes zeigt der Beitrag auf, wie die Praktiken des sprachlich produzierten Sinnzusammenhangs in Hinblick auf konkrete Begründungen und damit verbundene Vorannahmen in den Dokumenten genauer in den Blick genommen werden können. Da diese bildungspolitischen Dokumente immer vor dem Hintergrund ihres Entstehungszusammenhangs und hinsichtlich ihrer diesbezüglichen Eigensinnigkeit zu interpretieren sind, zeigt der Beitrag zudem abschließend, wie die Analyseergebnisse interpretativ an die diskursive Rahmung der Dokumente angeschlossen werden können
Die organisationspädagogische Wende in der Erziehungswissenschaft
Die Absicht einer älteren Generation, die jeweils jüngere Generation durch Erziehung zu führen und anzuleiten, um sie tüchtig zu machen für ein Leben in der gegenwärtigen Welt und sie vorzubereiten auf das Leben in einer zukünftigen Welt, mündete bis ins 17. Jahrhundert in dem steten Bestreben von Theologen, Erziehung und Unterrichtung zu optimieren. Die sodann im 17. und 18. Jahrhundert aufkommenden Disziplinen Didaktik und Pädagogik gelten als Oberbegriff für die Reflexion der Faktizität (Was ist?) und Klärung der Normativität (Was sollen erstrebenswerte Ziele sein?).
Dabei hat sich im deutschsprachigen Raum - gerahmt durch eine geisteswissenschaftlich-hermeneutische Dominanz - eine gewisse Dichotomie herausgebildet, die individuelle Seite erzieherischen Handelns zu überhöhen (Das pädagogische Verhältnis zum Kinde), andererseits die gesellschaftliche Seite zu kritisieren (Institutionenkritik und Imperfektheit der Verhältnisse).
Der Verfasser beklagt einen gewissen anti-organisationalen Reflex in der Pädagogik, durch die Engführung auf die pädagogische Grundfigur „Ich mache guten Unterricht“ bedeutsame Fragen der optimalen Lernorganisation ‚im weiteren Sinne‘ auszublenden (z.B. „Wie lernt ein ganzes Kollegium gute Schule zu machen?“; „Welchen Beitrag liefert eine pädagogische Einrichtung für eine Bildungsregion?“, „Wie lassen sich Bildungsbiographien lebenslang optimal fördern?“, „Wie werden Jugendliche auf das Denken und Handeln in einer globalisierten Netzwerkgesellschaft vorbereitet?“). Selbst die seit den 70 Jahren des letzten Jahrhunderts aufkommenden Stimuli zur ‚Lernenden Organisation - vor allem getrieben durch die (Industrie-) Soziologie, Sozial- und Wirtschaftspsychologie und den Arbeits- und Organisationswissenschaften - wurden in der Pädagogik im deutschsprachigen Raum bis Ende der 90er Jahre sozusagen ausgebürgert.
In dieser Arbeit werden für den Zeitraum 1995 – 2010 anhand einer umfassenden Literaturrecherche vielfältige theoretische, methodische und institutionelle Einflüsse als organisationspädagogische Wende in der Erziehungswissenschaft rekonstruiert, die im Ergebnis zur Etablierung einer neuen Teildisziplin Organisationspädagogik in der Erziehungswissenschaft und zur Ausbildung eines entsprechenden Berufsbildes Organisationspädagoge/-pädagogin geführt haben. Dabei wird mit dem Ziel, die erwähnte Dichotomie von individueller und gesellschaftlicher Seite zu überwinden, die organisationale Seite von Bildung und Erziehung eingeführt: Bildungstheoretisch wird von der „Bildsamkeit und Lernfähigkeit von Organisationen“ ausgegangen, die – so die didaktische Konsequenz – ihre Kommunikationsmuster im Blick auf die oben erwähnte Erweiterung des Lernverständnisses ausrichten müsse: Lebenslanges Lernen, auch außerhalb von pädagogischen Einrichtungen
Lebenslanges Lernen. Die neue Dauerausstellung im Schulmuseum der Universität Hildesheim
Es wird die Konzeption der im November 2018 neu eröffneten Dauerausstellung des Schulmuseums der Universität HIldesheim erläutert
Schutzkonzepte in der stationären Altenpflege
Die vorliegende Broschüre schafft eine Wissensgrundlage zum Thema Schutz vor Gewalt und Grenzverletzungen in organisationaler Perspektive und führt darüber hinaus an die Entwicklung und Implementierung von Schutzkonzepten in der stationären Altenpflege heran. Sie richtet sich an alle interessierten stationären Pflegeeinrichtungen und gibt als praktische Handreichung erste Anstöße für die Entwicklung eines Schutzkonzeptes in der jeweils eigenen Organisation.
Die Broschüre legt ein besonderes Augenmerk auf einen engen Praxisbezug. Sie geht über die Vermittlung von reinem Faktenwissen hinaus und trägt primär die praxisrelevanten Erfahrungen, Vorgehensweisen und Wünsche von Bewohner*innen, Pflegekräften, Leitungskräften und Angehörigen zusammen, um die erfassten „Stimmen“ als Ausgangspunkt für die praktische Anleitung zugänglich zu machen
Paradigmen der kognitiven Psychologie Anwendung bei sportpsychologischen Fragestellungen
8,95 m – das ist der Weltrekord der Männer im Weitsprung. Bei den Frauen liegt er bei 7,52 m. Das sind Leistungen, die schon fast unmöglich erscheinen. Aber wie schafft es eine Person so weit zu springen?
Viele sehen nur den Sprung, aber vergessen dabei die ganzen Faktoren, die diesen Sprung zu dem machen, was er ist – einen Weltrekord. Sei es die richtige Geschwindigkeit beim Anlauf, den perfekten Absprungzeitpunkt oder die Bewegung der Arme. Sportlerinnen und Sportler müssen in der Lage sein, Reize in der Umgebung schnell zu entdecken und verarbeiten zu können. Sie müssen ihre Aufmerksamkeit auf den Punkt fokussieren und mehrere Dinge gleichzeitig wahrnehmen können. Was sich hinter diesen all diesen Aspekten versteckt, sind Facetten von kognitiven Fähigkeiten, in denen sich Sportlerinnen und Sportler neben den sportlichen Leistungen auszeichnen.
Dieses Buch beschäftigt sich mit den kognitiven Fähigkeiten von Sportlerinnen und Sportlern mit Hilfe von etablierten kognitiven Paradigmen, die genau diese Fähigkeiten untersuchen. Beispielsweise, warum Objekte oft nicht bemerkt werden, auch wenn die sich im direkten Blickfeld befinden oder weshalb es so wichtig ist, Dinge auch mental rotieren zu können.
In 17 Kapiteln wird zunächst ein kurzer Überblick zu den einzelnen Paradigmen gegeben und anschließend beschrieben, wie diese kognitiven Paradigmen bisher in sportpsychologischen Fragestellungen angewandt wurden
Sichtweisen junger Menschen auf Schutz, Sexualität und Gewalt im Kontext von Jugendarbeit
Im Projekt "SchutzNorm – Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendarbeit. Normalitätskonstruktionen von Sexualität und Gewalt unter Jugendlichen" wurde eine bundesweite Onlinebefragung unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu ihren Sichtweisen auf die Themen Sexualität, (sexualisierte) Peer-Gewalt und Schutz durchgeführt. Das Datenhandbuch erläutert die verwendete Methodik der Onlinebefragung und stellt deskriptiv und merkmalsbezogen Ergebnisse dar. Die Befragung gibt neue Einblicke in die Sichtweisen junger Menschen auf die Themen Sexualität und Gewalt, welche einen entscheidenden Ansatzpunkt für die Weiterentwicklung von Schutzkonzepten in den unterschiedlichen Feldern der Kinder- und Jugendarbeit darstellen
Die neue Dauerausstellung des Bergbau- und Salzmuseums in Bad Salzdetfurth
Bericht über Planung und Konzeption der von 2017 bis 2021 geplanten und realisierten Dauerausstellung des Bergbau- und Salzmuseums in der Stadt Bad Salzdetfurth