University of Hildesheim
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    Bewegungsbasierte Interventionsforschung im Setting der Prä(Re)habilitation Optimierung der Versorgung von geriatrischen und kardiovaskulären Patient*innen

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    Diese Habilitationsmantelschrift umfasst sieben Publikationen und ein Behandlungsmanual, die sich mit bewegungsbasierten Interventionen in der Primärprävention sowie zu verschiedenen Zeitpunkten während des Behandlungspfades von Patient*innen mit kardiovaskulären und geriatrischen Krankheitsbildern beschäftigen. Der Fokus liegt auf der Prävention kognitiven Abbaus, Prähabilitation vor elektiven Eingriffen am Herzen, geriatrischer Frührehabilitation und kardiologischer Rehabilitation. Dabei wird die Bedeutung der Sportwissenschaft, insbesondere Sportmedizin und Trainingswissenschaft, hervorgehoben. Es wurde gezeigt, dass Risikofaktoren für Herz-Kreislauf- und Demenzerkrankungen teilweise identisch sind, was die Relevanz der Primärprävention im mittleren Lebensalter unterstreicht. Regelmäßige körperliche Aktivität gemäß WHO-Empfehlungen gilt als zentrale Maßnahme. Erfolge in Prävention und Therapie könnten sich in sinkenden Demenzraten widerspiegeln. Bewegungsbasierte Interventionen unterstützen Patient*innen individuell, fördern die Teilhabe am Alltag und können Pflegebedürftigkeit vermeiden. Studien zur Prähabilitation vor elektiven Eingriffen am Herzen zeigen, dass diese die funktionelle Kapazität steigert, die Krankenhausverweildauer verkürzt und postoperative Komplikationen reduziert. Allerdings ist unklar, wie lange eine Prähabilitation mindestens dauern und welche Module diese beinhalten sollte, um wirksam zu sein. Die geriatrische Frührehabilitation hilft älteren Patient*innen, bei einer krankenhausassoziierten Verschlechterung des Allgemeinzustandes Funktionseinbußen wie Muskelatrophie und Gleichgewichtsstörungen durch eine multimodale Komplextherapie entgegenzuwirken. Es gibt zurzeit kein evidenzbasiertes Sturzpräventionsproramm in diesem Setting. Ein digitales Sturzpräventionsprogramm zeigte Akzeptanz, war aber in der Umsetzung eingeschränkt. Studien mit Patient*innen im Alter von ≥75 Jahren im Vorfeld der multizentrischen Prähabilitationsstudie PRECOVERY zeigen, dass viele der Betroffenen nach Eingriffen am Herzen gebrechlich und sarkopen sind. Drei Monate nach der kardiologischen Rehabilitation ist der Anteil der sarkopenen Patient*innen weiterhin hoch. Das unterstreicht die Relevanz eines standardisierten Frailty-Assessments in der kardiologischen Rehabilitation als Grundlage für eine gezielte Therapie. Inwiefern eine multimodale Prähabilitation vor elektiven Eingriffen am Herzen die postoperativen Ergebnisse älterer Patient*innen verbessern kann, ist derzeit noch offen. Die aktuell laufenden multizentrischen Studien PRECOVERY und PRÄP-GO werden hierzu zeitnah neue Erkenntnisse liefern

    Qualitätsmanagement an Hochschulen Ergebnisse einer qualitativen Delphi-Studie zu Bestimmungsmomenten von QM als Steuerungspraxis

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    Der Forschungsbericht stellt Ergebnisse einer Delphi-Studie vor, die im Rahmen des Projekts ‚WirQung‘ durchgeführt wurde. Ziel war es, die Wirkung, Wirkungsweise und Wirksamkeit von Qualitätsmanagement (QM) im Bereich Studium und Lehre aus Sicht von Expertinnen und Experten zu analysieren und in den Diskurs zur Steuerung von Hochschulen einzuordnen. Aus einer interpretativen Forschungsperspektive wird das Sensemaking der Expertinnen und Experten rekonstruiert. Die Studie zeigt: QM wird weder eindeutig als wirksam noch eindeutig als unwirksam eingeschätzt – es erscheint als ‚bedingt wirksam‘. In den Fokus geraten dadurch die Bedingungen, unter denen QM als wirksam eingeschätzt wird. Die Deutungen dazu sind abhängig davon, welche Ausgestaltungsformen, Wirkungserwartungen und Steuerungsverständnisse der QM-Praxis zugrunde liegen und inwiefern auf die Restriktionen des spezifischen Steuerungskontextes Bezug genommen wird. Als besonders wirksam gelten partizipative, dezentral verortete und wissenschaftsbezogene QM-Ansätze. Hinsichtlich des zugrundeliegenden Steuerungsverständnisses werden indirekte Steuerungskonzepte als besonders anschlussfähig an den Hochschulkontext angesehen

    Ce que la peur de l’enfer fait aux vivants Hommage à Valentin-Yves Mudimbe

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    Valentin-Yves Mudimbe est né le 08 décembre 1941 à Jadothville, actuelle ville de Likasi, dans la province du Katanga. Il est mort le 22 avril 2025 en Caroline du Nord, aux États Unis à l’âge de 83 ans. Étrange coïncidence : j’apprenais sa mort au moment même où je commençais à peine à le rencontrer, non pas l’homme mais sa pensée. Il y a quelque chose de troublant dans cette rencontre différée avec une pensée qui, en étant déjà présente dans le paysage intellectuel, ne m’avait pas encore véritablement atteint

    Zu viel des Guten: Dysfunktionale Nebenwirkungen der Modi des Zwei-Prozess-Modells der Entwicklungsregulation

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    In den letzten drei Dekaden haben sich handlungstheoretische Entwicklungsmodelle fast ausschließlich auf die funktionierende Selbstregulation von Entwicklung konzentriert und dabei die dysfunktionalen Entgleisungen weitgehend außer Acht gelassen. Diese Arbeit adressiert dieses Desiderat, indem sie gezielt die dysfunktionalen Nebenwirkungen der Entwicklungsregulation, wie die eskalierende Zielbindung und die verfrühte Zielablösung, in den Mittelpunkt rückt. Im ersten Teil dieser Arbeit werden die Konzepte der dysfunktionalen Zielverfolgung und Zielanpassung näher beleuchtet, einerseits unter Einbeziehung benachbarter Forschungsdisziplinen und andererseits aus der Perspektive prominenter Entwicklungsregulationstheorien, insbesondere des Zwei-Prozess-Modells. Im zweiten Teil dieser Arbeit wird die Entwicklung, Validierung und Kreuzvalidierung eines Erhebungsinstruments zur Operationalisierung dysfunktionaler Nebenwirkungen mit den Skalen „Dysfunktionale Zielverfolgung“ (dzV) und „Dysfunktionale Zielanpassung“ (dzA) behandelt. Anhand einer Stichprobe von 457 Teilnehmenden wurde die Faktorstruktur, Messinvarianz, Reliabilität und Validität der Skalen „dzV“ und „dzA“ untersucht, zunächst in einer Validierungsstichprobe (n = 229) und anschließend in einer Kreuzvalidierungsstichprobe (n = 228). Die Ergebnisse zeigten, dass die Skalen „dzVA“ reliabel, valide und fair sind. Die Ergebnisse der Validierungsstichprobe konnten in der Kreuzvalidierungsstichprobe weitestgehend repliziert werden. In einem Messwiederholungsdesign (n = 50, 50, 50) konnten akzeptable bis gute Retest-Reliabilitäten für beide Skalen nachgewiesen werden. Die Arbeit stellt erste empirische Hinweise vor, dass ausgewählte Annahmen des Zwei-Prozess-Modells stimmig sind, und legt komplexe Wechselbeziehungen zwischen den dysfunktionalen Nebenwirkungen und den anderen untersuchten Variablen nahe. Schlüsselwörter: dysfunktionale Nebenwirkungen, hartnäckige Zielverfolgung, flexible Zielanpassung, Skala, adaptive Flexibilität, Zwei-Prozess-Modell der Entwicklungsregulation, Validität.Over the past three decades, action-theoretical models of development have focused almost exclusively on the functioning self-regulation of development, largely neglecting the dysfunctional derailments that can occur. This study addresses this desideratum by specifically highlighting the dysfunctional side effects of developmental regulation, such as escalating goal commitment and premature goal disengagement. The first part of this work explores the concepts of dysfunctional goal pursuit and goal adjustment, incorporating perspectives from related research fields as well as prominent theories of developmental regulation, particularly the dual-process framework. The second part focuses on the development, validation, and cross-validation of a measurement instrument to operationalize dysfunctional side effects, using the scales „Dysfunctional Goal Pursuit“ (dzV) and „Dysfunctional Goal Adjustment“ (dzA). Based on a sample of 457 participants, the factor structure, measurement invariance, reliability, and validity of the „dzV“ and „dzA“ scales were examined, first in a validation sample (n = 229) and subsequently in a cross-validation sample (n = 228). The results showed that the „dzV“ and „dzA“ scales are reliable, valid, and unbiased. The findings from the validation sample were largely replicated in the cross-validation sample. In a test-retest design (n = 50, 50, 50), acceptable to good retest reliabilities were demonstrated for both scales. The study provides initial empirical evidence that selected assumptions of the two-process model are valid and suggests complex interrelationships between the dysfunctional side effects and other variables studied. Keywords: dysfunctional side effects, tenacious goal pursuit, flexible goal adjustment, scale, adaptive flexibility, dual-process framework, validit

    Jugend in Organisationen - organisierte Jugend in Krisen(zeiten) Institutionelle Strukturdilemmata der Bearbeitung kritischer Lebensereignisse im Interesse von und gemeinsam mit jungen Menschen

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    Die Habilitationsschrift setzt sich mit aktuellen Erscheinungsformen von Jugend als einer durch Organisationen geprägten Lebensphase auseinander. Durch die Entgrenzung von Jugend gewinnen Organisationen auch weiterhin an Bedeutung. Es wird erörtert, wie sich Jugend schließlich auch unter den aktuellen gesellschaftlichen Krisenbedingungen charakterisieren lässt. So wurde z. B. während der Covid-19-Pandemie besonders deutlich, wie sehr das Leben junger Menschen von den Regulierungen in den Bildungsinstitutionen beeinflusst und begrenzt wurde. Als besondere Form einer organisierten Jugend wird außerdem die Lebenssituation junger Menschen aus stationären Erziehungshilfen im Übergang in ein eigenständiges Leben (Leaving Care) betrachtet. Die Gruppe der Care Leaver*innen sind aufgrund fehlender Unterstützung durch ihre Familien auf die Begleitung durch professionelle Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe sowie anderer sozialer Dienste angewiesen, werden aber gleichzeitig durch institutionelle Verfahren an jugendtypischen Entwicklungen und Übergängen gehindert. Diese institutionellen Strukturdilemmata in Organisationen des Jugendalters bei der Bearbeitung kritischer Lebensereignisse werden in der Schrift reflektiert. In diesem Kontext wird das Recht junger Menschen auf Beteiligung und Mitbestimmung als Voraussetzung für die Bearbeitung dieser Dilemmata herausgearbeitet

    Languages in contact Official bilingualism and multilingualism in Europe: Austria, Croatia, Italy, and Slovenia

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    This volume offers an examination of official bilingualism and multilingualism in contemporary Europe. Through case studies from Austria, Croatia, Italy, and Slovenia, it investigates how co-official languages function within institutional frameworks and how multilingual policies are implemented in practice. Particular attention is devoted to issues of terminology, translation practices, and language standardization in regions where majority and minority languages coexist. By integrating different approaches, the contributions reveal how minority and regional languages – such as Italian, Slovene, Friulian, and Ladin – interact within complex institutional and cultural settings. This volume contributes to current debates on linguistic diversity and multilingualism in Europe and will be of interest to scholars, policymakers, and practitioners engaged with language rights, minority language protection, and the dynamics of multilingual communication

    Citius, Altius, Fortius Die Entstehung von Imperien und Hegemonialmächten am Beispiel des Osmanischen Reiches und mit einem vergleichenden Ausblick auf die Habsburger-Universalmonarchie Karls V.

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    Diese Arbeit untersucht die Entstehung und Struktur von Imperien am Beispiel des Osmanischen Reiches und im Vergleich zur Habsburger-Universalmonarchie unter Karl V. Anil Can Özgün entwickelt einen analytischen Kriterienrahmen, der auf drei zentralen Elementen basiert: der Darstellung einer dominanten Welt, der Flexibilität imperialer Grenzen und der imperialen Mission als Verbindung von Machtinteresse und Legitimationsstrategie. Auf dieser Grundlage wird das Osmanische Reich nicht nur als geopolitisch erfolgreiches Großreich, sondern als eigenständiger Imperiumstyp ausgewiesen – im Gegensatz zur Habsburgerherrschaft, die trotz vergleichbarer Ambitionen strukturell als Hegemonie einzuordnen ist. Die Arbeit verknüpft theoriegeleitete Imperienforschung mit empirischer Analyse und leistet einen Beitrag zur historischen Vergleichsforschung politischer Ordnungen. Sie zeigt, wie Imperien sich formieren, stabilisieren – und woran sie scheitern können. Vor dem Hintergrund gegenwärtiger globaler Machtverschiebungen bietet die Studie auch einen reflektierten Deutungsrahmen für aktuelle hegemoniale Dynamiken

    Datenschutz in Onlineumfragen Ein forschungspraktischer Leitfaden mit Handreichungen, Checklisten und Best-Practice-Beispielen

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    Dieser forschungspraktische Leitfaden adressiert die zentralen Datenschutzaspekte bei der Durchführung von Onlineumfragen und -befragungen und leitet daraus detaillierte Handlungsempfehlungen für Forschende ab. Im Fokus steht die umfassende Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), ergänzt durch die ethischen Übereinkünfte relevanter Dachverbände und Wissenschaftsvereinigungen. Der Beitrag betont die Notwendigkeit einer bewussten, verantwortungsvollen und transparenten Herangehensweise, um die Forschungsethik und den Schutz der Privatsphäre in Einklang zu bringen. Die Arbeit differenziert zunächst zwischen personenbezogenen und anonymen Daten und beleuchtet die Relevanz der DSGVO in der empirischen Sozialforschung. Ein spezieller Fokus liegt auf den erhöhten Schutzmechanismen und spezifischen Anforderungen bei der Erhebung mit Minderjährigen. Dabei wird die Notwendigkeit der Freiwilligkeit und Anonymität der Datenerhebung als oberstes Gebot der Forschungspraxis hervorgehoben. Der Leitfaden dient der direkten Unterstützung bei der Umsetzung von Befragungsprojekten und stellt hierfür umfangreiche praktische Hilfsmittel bereit. Dazu gehören eine detaillierte Checkliste für Befragungen, ein Tutorial zur Einrichtung des Datenschutzassistenten in unipark sowie verschiedene Muster und Vorlagen für Datenschutzmitteilungen und Einverständniserklärungen. Durch die Einhaltung dieser anwendungsbezogenen Hinweise soll die Sicherheit und Integrität der gesammelten Daten gewährleistet und das Vertrauen der Teilnehmenden gestärkt werden. Der Beitrag stellt keine Rechtsberatung dar

    Schutz und Rechte junger Menschen in der Kinder- und Jugendarbeit sicherstellen

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    In der Kinder- und Jugendarbeit ist der Schutz sowie die Wahrung der persönlichen Rechte junger Menschen essenziell. Schutzkonzepte gelten hierbei als zentrale Instrumente zur Umsetzung der in der UN-Kinderrechtskonvention verankerten höchstpersönlichen Rechte. Eine flächendeckende Implementierung solcher Konzepte ist bislang jedoch nicht gegeben – insbesondere in nicht-betriebserlaubnispflichtigen Einrichtungen fehlt es an rechtlicher Verbindlichkeit sowie an Ressourcen. Die vorliegende Expertise bietet einen Überblick über rechtliche Entwicklungen, empirische Befunde und zentrale Herausforderungen bei der Umsetzung von Schutzkonzepten in der (verbandlichen) Kinder- und Jugendarbeit in Niedersachsen. Damit Schutzkonzepte wirksam sind, müssen junge Menschen aktiv in deren Entwicklung und Umsetzung einbezogen werden. Zudem bedarf es einer tragfähigen Infrastruktur, um insbesondere ehrenamtlich getragene Strukturen in der Ausgestaltung solcher Konzepte zu unterstützen

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