University of Hildesheim
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Pilotprojekt Ombudschaft in Niedersachsen (PONS)
Ein Ausbau der ombudschaftlichen Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe ist gemäß des neu mit dem KJSG eingeführten § 9a SGB VIII Aufgabe der Bundesländer. Niedersachsen hat sich diesem Auftrag gewidmet und als erste Landesregierung einen Gesetzentwurf für die Umsetzung flächendeckender ombudschaftlicher Infrastrukturen in Niedersachsen vorgelegt.
Die Analyse der Beratungsanfragen in der bisherigen ombudschaftlichen Arbeit zeigt – und dies gilt bundesweit – dass die bestehenden Ombudsstellen nicht alle Adressat:innengruppen (insb. Kinder und Jugendliche, aber auch Pflegeeltern) gleichermaßen erreichen. Somit ist es auch ein Auftrag des gesetzlich vorgesehenen strukturellen Ausbaus, die Zugänge in die Beratung für unterschiedliche Zielgruppen zu verbessern. Wie junge Menschen zu ihren Beschwerdemöglichkeiten kommen, muss für diese Analyse und zukünftige Evaluationen der ombudschaftlichen Arbeit in Niedersachsen eine leitende Fragestellung sein.
Auf Grundlage der Arbeit im „Pilotprojekt Ombudschaft in Niedersachsen“ (PONS) werden in diesem Bericht folgende Themen behandelt: Strukturen bundesweiter Ombudsstellen, Zielgruppen und Zugänge: Niedrigschwelligkeit in der ombudschaftlichen Beratung, Beratungsinhalte, Ehrenamt in der ombudschaftlichen Arbeit, Verhältnis von Beschwerde- & Ombudsstellen sowie abschließend zukünftige Anforderungen an Ombudsstellen in der Kinder- und Jugendhilfe resümiert
Histories of Philosophy and Thought in Korean Language
In retrospect, historiography of philosophy and thought in the Korean language extends back to the 8th century. This bibliography offers a comprehensive guide to this relatively long time span with complex developments. Using thematic and regional categories, it attempts to demonstrate the whole landscape of Korean scholarship on histories of philosophy and thought.
The introductory text offers a chronological reconstruction of the history of philosophical historiography in Korea, filling the gap between the premodern and modern discourses. It focuses mainly on two aspects: 1) The modern transformation of the traditional Korean historiographical knowledge and method, developed and cultivated by Confucian and Buddhist scholars. 2) The diversification of philosophical historiography after this process of globalization and methodical transformation, resulting in an own representation of the world history of philosophy.
The case of Korea is especially interesting because it produced ist own versions of history despite drastically changing hegemonic constellations. It provides an excellent example of alternative histories of philosophy, written at the periphery of Eurocentric and Sinocentric order
Schutzkonzepte und Persönliche Rechte in der Kinder- und Jugendarbeit Eine bundesweite Onlinebefragung zum Wissens- und Umsetzungsstand von Mitarbeitenden
Im Projekt „SchutzJu – Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendarbeit & Jugendsozialarbeit“ wurden im Rahmen einer bundesweiten Onlinebefragung Fach- und ehrenamtliche Kräfte aus den verschiedenen Feldern der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit hinsichtlich des Umsetzungsstandes von Schutzkonzepten befragt.
Im Datenhandbuch wird die verwendete Methodik der Onlinebefragung erläutert und die Ergebnisse der Befragung auf deskriptiver Ebene vorgestellt. Die im Datenhandbuch dargestellten Ergebnisse geben einen ersten Überblick darüber inwiefern die verschiedenen Bausteine von Schutzkonzepten in der Kinder- und Jugendarbeit umgesetzt werden und an welchen Stellen Kinder und Jugendliche an den Prozessen beteiligt werden oder nicht. Darüber hinaus liefern die Daten erste Anhaltspunkte zu hilfreichen Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Schutzkonzepten sowie zu den vorhandenen Wissensbeständen zu schutzkonzeptrelevanten Themen von Mitarbeitenden der Kinder- und Jugendarbeit & Jugendsozialarbeit
Continuity and Change The Significance of the Tsinza (Xylophone) among the Bura of northeast Nigeria
This study concerns the Bura tsinza xylophone, an instrument that is closely associated with the Bura peoples’ identity. The tsinza occupies an important position in Bura culture. Old musicians emphasized that it was originally an important funeral instrument. Today, however, the instrument has assumed other roles with an entirely different meaning for many in the society. The traditional context of use of the instrument is disappearing, but new contexts have surfaced that keep the instrument a lively art amongst the people. This study explores the oral history of the instrument, its traditional and contemporary contexts of use with an aim to understand why and in what ways the Bura maintain tsinza musical performance despite the gradual disappearance of its traditional context
Bilderbuch-Bilder sehen und verstehen Ein Modell zur Analyse der Bildkonzepte von Bilderbüchern am Beispiel von „Tina hat Mut“ (Tatia Nadareischwili)
Das Bilderbuch ist aufgrund seiner mehrdimensionalen Bildungspotenziale in vielen Fachdidaktiken anzutreffen. Das programmatische Ineinandergreifen von Bild und Text zeichnet das Bilderbuch als transmediales und transdisziplinäres Medium aus. Insofern braucht es für die Rezeption und Analyse verschiedene fachliche Perspektiven und Herangehensweisen, die sich aufeinander beziehen lassen. Während Forschung und Praxis in Bezug auf die textlichen und sprachlichen Elemente des Bilderbuches breit ausgearbeitet sind, fehlt es bislang noch weitgehend an einer kunst- und bildwissenschaftlichen Expertise in Bezug auf die bildlichen Elemente im Bilderbuch.
Mit diesem Text möchten wir einen Beitrag dazu leisten, den bildorientierten Perspektiven innerhalb der Bilderbuchforschung zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen. Dafür stellen wir ein Modell zur Analyse der Bildkonzepte von Bilderbüchern vor, das methodisch auf die kunstwissenschaftliche Hermeneutik als einer genuin auf Bilder und Bildlichkeit bezogenen Analysemethode rekurriert. Diese Methode wird indes so modifiziert, dass sie der Spezifik von Bilderbüchern entspricht.
Bei diesem Textauszug handelt es sich um einen Auszug aus dem gleichnamigen Aufsatz von Uhlig, Bettina/Linke, Maleen: Bilderbuch-Bilder sehen und verstehen. Ein Modell zur Analyse der Bildkonzepte von Bilderbüchern am Beispiel von „Tina hat Mut“ (Tatia Nadareischwili), publiziert in: Lieber, Gabriele/Zurmühle, Jürg/Uhlig, Bettina (Hg.): Anderes anders denken. Diversität und Narration in kunst- und musikpädagogischer Perspektive. München 2023
Akzeptabilität und Stigma durch Texte in (deutscher) Leichter- und Einfacher Sprache Ein Vergleich von Texten der Gesundheitskommunikation in der Zielgruppe von Menschen mit kognitiver Behinderung
Im Bereich der Gesundheitskommunikation besteht ein großer Bedarf an funktionierender Kommunikation zwischen medizinischem Fachpersonal und Patient*innen. Dafür müssen Patient*innen zur Erhaltung ihrer Gesundheit selbstbestimmte Entscheidungen treffen, um den individuellen Gesundheitszustand zu verbessern. Im medizinischen Bereich sind Gesundheitsinformationen jedoch durch eine hohe Fachlichkeit geprägt, die sprachliche Barrieren für unterschiedliche Zielgruppen darstellt.
Im Fokus stehen hierbei Menschen mit kognitiver Behinderung, die spezielle Anforderungen für eine sprachliche Gestaltung von Texten haben. Durch Hilfsmittel der Barrierefreien Kommunikation, wie z.B. Leichte- und Einfache Sprache, können im Rahmen einer Verständlichkeitsoptimierung sprachliche Barrieren abgebaut werden. Die Hilfsmittel entfernen sich teils jedoch sehr weit vom Standardhochdeutschen, was durch viele Menschen kritisch gesehen wird. Häufig werden daher Rückschlüsse gezogen, dass die Zielgruppen Leichter- und Einfacher Sprache stigmatisiert würden und sie die vereinfachten Sprachangebote nicht akzeptabel finden können. Forschungsdaten von primären Zielgruppen Leichter- und Einfacher Sprache liegen bisweilen jedoch nur in unzureichender Menge vor.
Folglich wird eine qualitative Studie entwickelt, welche die Zielgruppe der Menschen mit kognitiver Behinderung adressiert. Mithilfe von Texten der Gesundheitskommunikation in Leichter- und Einfacher Sprache wird die Frage nach Akzeptabilität und Stigma dieser Kommunikate bei der Zielgruppe untersucht. Durch geeignete Kommunikationsmittel werden die Menschen mit kognitiver Behinderung zur eigenständigen und selbstbestimmten Studienteilnahme befähigt
JuCo IV - Der Einfluss der Corona-Pandemie auf das Wohlbefinden junger Menschen. Trends und anhaltende Auswirkungen
Die vorliegende Publikation bündelt Kernergebnisse der JuCo IV-Studie aus dem Jahr 2023, die sich mit dem Wohlbefinden und Auswirkungen der Pandemie auf das Leben junger Menschen zwischen 15 und 30 Jahren am Ende der Pandemie und darüber hinaus befasst. Die Studienreihe wird vom Institut für Sozial- und Organisationspädagogik (Universität Hildesheim) in Kooperation mit der Universität Frankfurt seit 2020 gemeinsam durchgeführt. Der vorliegende Bericht konzentriert sich erstmalig auf ausgewählte Trends, die das Erleben junger Menschen im Verlauf der Pandemie und ihre Lebenssituation nach der Pandemie aufzeigen. Insgesamt nahmen an den vier JuCo Studien mehr als 20.000 junge Menschen aus ganz Deutschland teil. Die Studie JuCo IV wurde im Februar 2023 durchgeführt und es beteiligten sich 1185 junge Menschen. 68 Prozent der Befragten waren Mädchen und junge Frauen
Räume, Orte und Dinge des schulischen Raums in der Erfahrung von Kindern Ein phänomenologischer Forschungszugang anhand narrativer Schulführungen
Am Beispiel des Dissertationsprojektes „Im Dazwischen bewegen. Ein phänomenologischer Zugang zur Schulraumforschung“ wird im Beitrag der Blick auf die Schulraumerfahrungen von Grundschüler_innen gerichtet. Zur Erforschung dieser wurde die Methode der narrativen Schulführungen eingesetzt. Vor dem Hintergrund der Phänomenologie als erkenntnistheoretischem sowie method(olog)ischem Bezugsrahmen werden sowohl das Vorgehen im Rahmen der Erhebung als auch der schrittweise Auswertungsprozess der Untersuchung vorgestellt und exemplarisch nachvollzogen
Analysetool: KATEGORIEN + Unterkategorien zum Erschließen des BILDKONZEPTES eines BILDERBUCHES
Mit unserem Modell zur bildhermeneutischen Analyse der Bildkonzepte von Bilderbüchern möchten wir einen Beitrag dazu leisten, den bildorientierten Perspektiven innerhalb der Bilderbuchforschung zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen. Dieses Modell rekurriert methodisch auf die kunstwissenschaftliche Hermeneutik als einer genuin auf Bilder und Bildlichkeit bezogenen Analysemethode rekurriert; dabei wird die Methode indes so modifiziert, dass sie der Spezifik von Bilderbüchern entspricht.
Die hier vorgestellten Kategorien und Unterkategorien korrespondieren mit dem Aufsatz von Uhlig, Bettina/Linke, Maleen: Bilderbuch-Bilder sehen und verstehen. Ein Modell zur Analyse der Bildkonzepte von Bilderbüchern am Beispiel von „Tina hat Mut“ (Tatia Nadareischwili), publiziert in: Lieber, Gabriele/Zurmühle, Jürg/Uhlig, Bettina (Hg.): Anderes anders denken. Diversität und Narration in kunst- und musikpädagogischer Perspektive. München 2023
Chancen und Grenzen eines biblischen Escape Rooms für den Religionsunterricht
Anfang der 2000er Jahre kam die Spielidee von Escape Rooms auf und hat viele Menschen begeistert. Auch im religiösen Bereich wurde die Begeisterung wahrgenommen und bot Anlass biblische Escape Rooms zu entwickeln. Doch welche Chancen und Grenzen haben biblische Escape Rooms für den Religionsunterricht? Um diese Frage zu beantworten, werden zunächst die theoretischen Grundlagen dargelegt und die Begriffe (biblischer) Escape Room und außerschulischer (religiöser) Lernort erläutert. Im Anschluss erfolgt eine Analyse von verschiedenen temporären biblischen Escape Rooms mithilfe von Experteninterviews. Die interviewten Personen erläutern, was sie unter einem Escape Room verstehen, inwieweit sich biblische Escape Room und Escape Games für den Religionsunterricht eignen und welche Kompetenzen gefördert werden können. Daran schließt sich eine Untersuchung von digitalen biblischen Escape Rooms und von Entwürfen biblischer Escape Games für das Klassenzimmer an.
Basierend auf der wissenschaftlichen Literatur, der eigenen empirischen Untersuchung und den Entwurfsanalysen wird eine Definition und ein Grundkonzept für biblische Escape Rooms und Escape Games verfasst und hinsichtlich des Spielortes gegeneinander abgegrenzt. Des Weiteren werden Kriterien zur Auswahl einer biblischen Geschichte aufgestellt.
Die Chancen und Ziele im Hinblick auf die Verwendung eines biblischen Escape Rooms und biblischen Escape Games für den Religionsunterricht werden ebenfalls benannt.
Abschließend werden in einer Tabelle die erlangten Erkenntnisse sowie die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Formen von biblischen Escape Rooms und Escape Games im Hinblick auf ihren Einsatz im Religionsunterricht zusammengefasst