University of Hildesheim
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    Schulinspektionen und Inklusion – Inhalte und Entwicklung von Messinstrumenten im Bundesländervergleich

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    In verschiedenen Bundesländern evaluieren Schulinspektionen mithilfe von (standardisierten) Messinstrumenten die Qualität von Einzelschulen. Im Rahmen des Beitrags wird zunächst aufgezeigt, inwiefern Inklusion als ein Teilaspekt von Schulqualität in den Datenerhebungen der Schulinspektionen berücksichtigt wird, und im nächsten Schritt, wie die herausgearbeiteten Unterschiede zwischen den Bundesländern erklärt werden können. Als theoretischer Rahmen dienen Arbeiten aus der Inklusionsforschung sowie der Sensemaking-Ansatz. Im empirischen Abschnitt werden Ergebnisse der Analyse von Messinstrumenten verschiedener Inspektionen sowie von Interviews mit Mitarbeiter*innen der Schulinspektionen vorgestellt. Im Beitrag wird herausgearbeitet, dass sich die bundeslandspezifischen Messinstrumente u.a. darin unterscheiden, welche Inklusionsverständnisse verwendet und welche Erwartungen an Schulen formuliert werden. In Bezug auf die Entwicklung von Messinstrumenten spielen sowohl Rahmenbedingungen auf Bundeslandebene sowie auf individueller Ebene eine Rolle

    MLOps in der industriellen Fertigung Forschungstrends und Herausforderungen

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    MLOps in der Industrie ist ein Bereich mit zunehmendem Interesse für die Forschung. Dem jedoch jungen Forschungsfeld fehlt es jedoch an einem gemeinsamen Konsens. Das Ziel dieser Arbeit ist es einen Überblick über die aktuelle Forschung und Herausforderungen von MLOps in der industriellen Forschung zu schaffen. Dafür wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, um die Forschungsfragen zu beantworten. Gegenstand der Forschungsfragen ist es zum einen die aktuellen Forschungstrends zu ermitteln und zum anderen die Herausforderungen zu erarbeiten. Die Ergebnisse der Literaturrecherche zeigen, dass die Mehrheit der Studien eigene MLOps-Lösungen entwickeln und diese auch in einem realen industriellen Setting integrieren. Die Lösungen variieren auf verschiedene Weise. Eine Lösung integriert ein Verfahren zur künstlichen Vermehrung des Trainingsdatensatzes. Eine andere Lösung stellt eine MLOps-Pipeline vor, die Data Sovereignity verspricht. Die Herausforderungen, die sich MLOps in der Industrie stellen, sind ebenso vielseitig. Die gefundenen Studien berichten sowohl von daten- und betriebsbedingten Herausforderungen, sowie von technischen wie menschlichen Herausforderungen

    Fremdsprachliche Rechtstexte kulturgerecht verstehen Ein performativer Ansatz in der transkulturellen Rechtskommunikation

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    Wie kann im studienbegleitenden Fachfremdsprachenunterricht Rechtsdeutsch für finnische Jurastudierende verstehensrelevantes kulturelles Wissen aufgebaut werden? Eine wesentliche Voraussetzung in der transkulturellen Rechtskommunikation besteht darin, fremdsprachliche Rechtstexte in ihren jeweiligen kulturellen Kontexten zu verstehen. In dieser interdisziplinären Arbeit wird auf der Grundlage eines konstruktivistischen Kulturbegriffs ein performativer Ansatz entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei ein wissens- und performanzorientiertes Interpretationsmodell, das auf ein kulturgerechtes Verstehen fremdsprachlicher Rechtstexte abzielt. Mit Bezug auf die Wissensorientierung in der Fachkommunikationsforschung wird von einem performativ-diskursiven Rechtsverständnis ausgegangen. Zudem wird der kulturwissenschaftlich basierte Aufbau fachkonstituierender Wissensrahmen im Recht in ein rechtstheoretisches Paradigma gesetzt. Anhand des neurhetorischen Konzepts des „universalen Auditoriums“ werden Anknüpfungsmöglichkeiten aufgezeigt, fachkommunikatives Handeln im Kontext des Fachfremdsprachenunterrichts auch fachspezifisch zu erfassen. Aufgrund ähnlicher prozeduraler Strukturen, die sowohl dem Interpretationsmodell als auch Universalisierungsprozessen juristischer Argumentation zugrunde liegen, werden in dieser Arbeit Denkweisen der Rechts- und Kulturwissenschaften aus fachkommunikativer Perspektive zu einem innovativen Ansatz zusammengeführt

    Prozesse der Zielanpassung - Konzeptuelle und empirische Beiträge zur Erklärung von Entwicklungsregulation

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    Goal adjustment processes are a central component of successful developmental regulation. Disengaging from blocked goals and turning to new ones can be a functional response, especially when the pursuit of personal goals is blocked by obstacles that are difficult to overcome (e.g. due to declining physical and mental abilities with age) and there is little prospect of achieving these goals despite increased effort. In these situations, goal adjustment can prevent the depletion of individual resources. Over the past three decades, there has been extensive theoretical work on the importance of goal adjustment processes and empirical evidence accumulated that individual goal adjustment capacities are associated with a range of positive outcomes (e.g., general life satisfaction, reduced depression). However, little is known about how goal adjustment processes operate in concrete situations at different levels of observation, and thereby unfold their functional effects – partly because much of the research to date has been based on correlational studies with rather broad dispositional measures of goal adjustment. This dissertation therefore combines different approaches in order to come closer to a causal understanding of goal adjustment processes at the micro level. A systematic conceptualisation of potential facets of situational goal adjustment in relation to different levels of observation (behavioural and cognitive-affective) and explanatory approaches (personal and sub-personal) was conducted. Furthermore, a social-psychological ostracism paradigm was adapted for experimental research on goal adjustment. In this paradigm, the goal of belonging to a newly formed group is induced in par- ticipants (amongst others via the virtual ball game Cyberball). Subsequently, blockage of this goal is experimentally manipulated (by inclusion or exclusion in another round of the ball game). Around the blockage, possible indicators of goal adjustment and stress/coping over time are measured. The first applications of the paradigm in the present thesis focused on goal disengagement processes (as an important subset of goal adjustment processes) and their measurement, broken down into different levels of observation and explanatory approaches. A preliminary study and two studies with the full paradigm suggest that the paradigm successfully induces the goal to a newly formed anonymous group and that exclusion from this group leads to a blockage of this goal in addition to restrictions in well-being. This blockage also triggered reactions that can be considered as cognitive-affective and behavioural goal disengagement: After exclusion, study participants experienced a decrease in goal desirability and a self-reported devaluation of the excluding group. In addition, they showed a behavioural deprioritisation of the excluding group members in a further session of the virtual ball game in which previously unfamiliar people were also present. Regarding the functionality of goal disengagement in coping with the exclusion experience, the results were mixed. Although, on average, participants in the exclusion condition recovered almost completely from the experience, the restoration of well-being in both studies was bivariately associated only with group reevaluation processes, but not with a decrease in goal importance or behavioural deprioritisation of the excluding group members. Many questions remain about the precise conceptualisation of goal adjustment and the explanation of its functional effects, but the adapted paradigm provides a good starting point for future studies.Zielanpassungsprozesse sind zentraler Bestandteil erfolgreicher Entwicklungsregulation. Sich von blockierten Zielen zu lösen und sich neuen Zielen zuzuwenden, kann insbesondere dann eine funktionale Reaktion darstellen, wenn schwer überwindbare Blockaden in der Verfolgung persönlicher Ziele auftreten (etwa durch abnehmende körperliche und mentale Fähigkeiten mit zunehmendem Lebensalter) und eine Zielerreichung trotz Anstrengungssteigerungen wenig aussichtsreich ist. So kann unter anderem eine Erschöpfung individueller Ressourcen verhindert werden. In den letzten drei Jahrzehnten sammelten sich umfangreiche theoretische Arbeiten zur Bedeutsamkeit von Zielanpassungsprozessen und empirische Evidenz, dass individuelle Zielanpassungskapazitäten mit einer Reihe positiv bewerteter Outcomes assoziiert sind (z. B. allgemeine Lebenszufriedenheit, reduzierte Depressivität). Dennoch ist bisher wenig darüber bekannt, wie Zielanpassungsprozesse in konkreten Situationen auf verschiedenen Beobachtungsebenen ablaufen und dabei ihre funktionale Wirkung entfalten – unter anderem, weil ein Großteil der bisherigen Forschung auf korrelativen Studien mit recht breiten dispositionalen Maßen der Zielanpassung basiert. Die vorliegende Dissertation kombiniert deshalb verschiedene Ansätze, um einem kausalen Verständnis von Zielanpassungsprozessen auf Mikro-Ebene näher zu kommen. Es erfolgte eine systematische Konzeptualisierung potentieller Facetten situativer Zielanpassung in Bezug auf verschiedene Beobachtungsebenen (behavioral und kognitiv-affektiv) und Erklärungsansätze (personal und sub-personal). Weitergehend wurde ein sozialpsychologisches Ostrazismus-Paradigma für die experimentelle Zielanpassungsforschung adaptiert. In diesem wird bei Studienteilnehmenden das Ziel ausgelöst, zu einer neu gebildeten Gruppe zu gehören (unter anderem über das virtuelle Ballspiel Cyberball). Anschließend wird dessen Blockade experimentell manipuliert (durch Ein- oder Ausschluss in einer weiteren Runde des Ballspiels). Um die Blockade herum werden mögliche Indikatoren der Zielanpassung und der Belastung/Bewältigung im Zeitverlauf erfasst. Für die ersten Anwendungen des Paradigmas im Rahmen der vorliegenden Dissertation lag der Fokus auf Zielablösungsprozessen (als eine wichtige Untergruppe von Zielanpassungsprozessen) sowie deren Erfassung, aufgelöst auf die verschiedenen Beobachtungsebenen und Erklärungsansätze. Eine Vorstudie und zwei Studien mit dem vollständigen Paradigma legen nahe, dass die Induktion des Zugehörigkeitsziels mit dem Paradigma gelingt und dass ein Gruppenausschluss neben Einschränkungen im Wohlbefinden zu einer Blockade dieses Ziels führt. Diese Blockade löste zudem Reaktionen aus, die als kognitiv-affektive und behaviorale Zielablösung angesehen werden können: Nach dem Ausschluss erlebten Studienteilnehmende eine Abnahme der Zielwichtigkeit und eine Abwertung der ausschließenden Gruppe im Selbstbericht. Zudem zeigten sie eine behaviorale Depriorisierung der ausschließenden Gruppenmitglieder in einem erneuten virtuellen Ballspiel, bei dem zusätzlich zuvor unbekannte Personen dabei waren. In Bezug auf die Funktionalität der Zielablösung für die Bewältigung der Ausschlusserfahrung waren die Befunde gemischt. Obwohl sich die Teilnehmenden in der Ausschlussbedingung im Mittel nahezu vollständig von dieser Erfahrung erholten, war die Wiederherstellung des Wohlbefindens in beiden Studien bivariat nur mit Umbewertungsprozessen der Gruppe assoziiert, nicht jedoch mit der Abnahme der Zielwichtigkeit oder der Verhaltensdepriorisierung der eigenen Gruppenmitglieder. Viele Fragen zur genauen Konzeptualisierung von Zielanpassung und der Erklärung ihrer funktionalen Wirkung bleiben weiterhin offen, das adaptierte Paradigma stellt jedoch einen guten Ausgangspunkt dar, um diese in zukünftigen Studien zu adressieren

    Mal schnell die Welt retten! - Katastrophenhilfe und Soziale Arbeit

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    Hilfe gehört untrennbar als zentrale Prämisse des professionellen Handelns zur Sozialen Arbeit und stellt aus systemtheoretischer Sicht wohl die grundlegende Funktionslogik dieses gesellschaftlichen Teilsystems dar. Während das Konzept Hilfe neben der praktischen sozialarbeiterischen Auseinandersetzung in der Sozialen Arbeit auch eine wissenschaftliche und konzeptionelle Auseinandersetzung erfährt, wird das Konstrukt in anderen gesellschaftlichen Bereichen oftmals als eine Art leerer Signifikant genutzt, um damit eine komplexe und kaum näher zu definierende Praxis zu beschreiben, die mehr oder weniger explizite Formen der sozialen Unterstützung umfassen – so auch in Bezug auf die Katastrophenhilfe. Es ist festzustellen, dass es in Deutschland kaum wissenschaftliche Untersuchungen zur Katastrophenhilfe in der Sozialen Arbeit gibt. Es liegen nur vereinzelte Aufsätze und grundlegende Betrachtungen vor, an die bis jetzt kaum systematisch angeknüpft wurde. International ist der Forschungs- und Entwicklungsstand schon wesentlich differenzierter entfaltet, zu dem aber auch die sog. internationale und vergleichende Soziale Arbeit in Deutschland bisher kaum Bezüge aufgebaut hat. Daher widmet sich diese Dissertation diesem kaum beachteten Feld und eröffnet einen weiten Blick, u.a. bis in die Ausbildungsstrukturen im Bereich der Katastrophenhilfe hinein, um zu verdeutlichen, dass es nicht nur um eine Analyse einer Interventionsstrategie geht, sondern um ein eigenes Feld innerhalb der Sozialen Arbeit, welches eine eigenständige Theoretisierung herausfordert und auch für sich professionalisierungsbedürftig ist. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage danach, welche Konstruktion von Hilfe sich in diesem Handlungsfeld zeigt. Dies wird entlang einer ethnographischen Studie nachgezeichnet. Als zentrales Ergebnis könnte die Katastrophenhilfe als eine Herausforderung angesehen werden, in der sich die Soziale Arbeit selbst in neuen Zeit-, Orts- und Hilfestrukturen begreifen muss

    Sgra snyan – Eine Freude für die Ohren Die tibetischen Musikinstrumente des Center for World Music der Stiftung Universität Hildesheim

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    Der Pädagoge und Privatsammler Rolf Irle trug seit den 1950er Jahren eine Fülle von Musikinstrumenten aus verschiedenen Regionen der Welt zusammen und stiftete diese über 3000 Objekte umfassende Sammlung dem Center for World Music (CWM) der Stiftung Universität Hildesheim. Die darin enthaltene Tibet-Sammlung besitzt einen besonderen Stellenwert innerhalb Irles Sammlungstätigkeiten, da er sich dabei dezidiert einem Spezialbereich kultureller Praktiken und dem zugehörigen Instrumentarium widmete. Der vorliegende Katalog dokumentiert Musik und Klanginstrumente, die in alltäglichen, künstlerischen, religiösen und rituellen Kontexten in Tibet ihre Verwendung finden. Er zeigt die kreative Vielfalt und die hohe Kunstfertigkeit des tibetischen Instrumentenbaus

    Internationale Kinder- und Jugendhilfe Ergebnisse einer bundesweiten Fachkräftebefragung

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    Internationale Erfahrungen sind aus dem Aufwachsen heute nicht mehr wegzudenken und prägen die Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Grenzüberschreitende Mobilität und internationale Lernerfahrungen werden zudem zunehmend mit erfolgreichen Bildungsbiografien in Verbindung gebracht. Wie ist es jedoch um die Internationalität und Internationalisierung in der Kin-der- und Jugendhilfe bestellt? Das vorliegende Datenhandbuch präsentiert die Ergebnisse einer bundesweiten Online-Befragung, deren Ziel es war, die Sichtweisen und Einstellungen von Fachkräften aus unterschiedlichen Feldern der Kinder- und Jugendhilfe zu Themen der Internationalisierung abzubilden. Im Fokus der Befragung stand es unter Anderem zu ermitteln, welche organisationalen Rahmenbedingungen der Internatio-nalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe zugrunde liegen, was internationale Fachlichkeit und Inter-nationalität für die Fachkräfte in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern bedeuten und welche Potenziale, Bedarfe, Barrieren und Hemmnisse derzeit erkennbar sind, die es zukünftig zu bearbeiten gilt. Die deutschlandweite Online-Befragung wurde im Rahmen der Fachkräfteinitiative.International (FKI) durchgeführt. Die Initiative wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Die Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. (IJAB) koordiniert die Fachkräfteinitiative und hat die Projektleitung inne. Das Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Stiftung Universität Hildesheim (ISOP) begleitet das Projekt wissen-schaftlich und ist für die Umsetzung, Durchführung und Auswertung dieser Studie verantwortlich

    Schule und Familie – Praktiken der Zusammenarbeit als Grenzbearbeitung

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    Mit der Etablierung der Massenbildungsinstitution Schule hat sich in modernen Gesellschaften neben der Familie eine weitere Sozialisationsinstanz herausgebildet, die den Prozess des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen begleitet. Beide Instanzen – Familie und Schule – sind bei der Gestaltung von Erziehungs- und Bildungsprozessen zwar strukturell voneinander getrennt, gleichwohl aber aufeinander bezogen. Im Zuge sozialer und kultureller Wandlungsprozesse, mit denen veränderte Erwartungen an Elternschaft, veränderte Vorstellungen von Erziehung und neue Konzepte der Elternarbeit einhergehen, wird das Verhältnis von Schule und Familie immer wieder neu justiert. Dies ist zuletzt insbesondere in der auf den Ausbau von Ganztagsschulen bezogenen Forschung herausgestellt worden. Auffällig ist, dass die wenig empirisch geerdeten Erklärungsmodelle den Diskurs bestimmen. In dieser Einzelfallstudie, die im Schnittfeld von erziehungswissenschaftlicher Schul- und Familienforschung angesiedelt ist, wird ein anderer, ein praxistheoretischer Weg beschritten: Das Verhältnis von Familie und Schule wird im konkreten Prozess der "Herstellung" ethnografisch beschrieben und als "Grenzarbeit" untersucht. Die Praktiken der Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern werden auf der Basis von ethnographischen Episoden, mit Analysen von Textartefakten und mit einer kategorienbasierten Analyse des ethnographischen Materials herausgearbeitet. Die grenzanalytische Forschungsperspektive des Autors reicht damit über vorliegende Versuche, Veränderungen im Verhältnis zwischen Familie und Schule in einseitigen, schematischen Relationierungen (Scholarisierung der Familie) fassen zu wollen, hinaus und erweist sich als angemessener, um das komplexe und dynamische Gefüge wechselseitiger Bezugnahmen und Verflechtungen zwischen Familie und Schule zu erfassen. Ein weiterer Verdienst der Studie liegt darin, einen Zugang zu ‚intermediären‘ Orten, an denen sich Schule und Familie durchdringen, zu erschließen

    Datenhandbuch „Incoming-Freiwillige und ihre sozialen Beziehungen“

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    Obwohl Incoming-Freiwilligendienste kein neues Phänomen sind, steckt die Forschung noch in den Kinderschuhen. In der vorliegenden Studie wurde sich deshalb intensiv mit Incoming-Freiwilligen auseinandergesetzt und es werden die Ergebnisse einer quantitativen Online-Befragung von 479 ehemaligen und aktuellen Incoming-Freiwilligen aus Ländern des Globalen Südens präsentiert. In der Befragung stehen die Sichtweisen der Incoming-Freiwilligen im Mittelpunkt, um daraus Erkenntnisse zur Weiterentwicklung von Incoming-Freiwilligendienst zu generieren. Die jungen Erwachsenen aus dem Globalen Süden absolvier(t)en ihren Freiwilligendienst zwischen 6-12 Monate in sozialen Einrichtungen in Deutschland. Der Fokus der Erhebung liegt auf den sozialen Beziehungen der Incoming-Freiwilligen und somit auf der Frage nach sozialer Vernetzung und Unterstützung. Ebenfalls werden Daten zur Arbeit, Wohnsituation, Freizeitgestaltung u.ä. abgebildet. Mit dem Datenhandbuch werden erstmals quantitative Ergebnisse präsentiert, die quer zu verschiedenen Trägern und Programmen erhoben wurden. Die Studie fand in Kooperation mit dem AKLHÜ und dem Projekt FSJ INGLOS statt und wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanziert. Das Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Stiftung Universität Hildesheim führte in einem Forscher:innenteam aus wissenschaftlichen und studentischen Mitarbeiter:innen das Projekt durch

    Religiöse Elemente in der Popmusik

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    Diese Studie hat die Beziehung von Musik und Religion im Unterricht zum Gegenstand und zeigt auf, wieso der Einsatz von Liedern im Religionsunterricht sinnvoll ist. Es wird danach gefragt, inwieweit religiöse Elemente ihren Platz in der Popmusik finden und in welcher Form religiöse Themen in den Popsongs zum Ausdruck gebracht werden. Daran anknüpfend wird ein konkreter, beispielhafter Blick auf drei explizit religiöse Themen gelegt. Diese Themen sind „Wunder“, „Liebe“ und „Paradies“. In Bezug auf das Thema „Wunder“ wird der Song „An Wunder“ von dem deutschen Musiker Wincent Weiss analysiert. Am Beispiel des Popsongs „Liebe ist meine Rebellion“ von der Band Frida Gold wird das Thema „Liebe“ genauer beleuchtet. Daran anschließend geht es um das Thema „Paradies“ im Song „Das Paradies“ von Bosse

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