University of Hildesheim
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Dafen Handbuch
Dieses Handbuch richtet sich an Besucher*innen der Ausstellungen „Gao − Politics of Painting“ des Kunstvereins Hildesheim im Kehrwiederturm und der flankierenden Themenausstellung „Das Dafen Projekt“. Es sei allen Menschen an die Hand gegeben, die sich ein zumindest vages, erstes Bild machen möchten vom Dafen-Kosmos, jenem Geflecht aus Kunst, Politik und Ökonomie, dem sich beide Ausstellungen auf unterschiedlichen Ebenen verdanken
“Did you already post that in our library channel?” – instant messaging as a tool to improve staff engagement in discussing user-related issues
Effective communication is an essential part of good organisational culture. Tools like instant messaging offer new opportunities for improved communication – in our case, among library staff. The question we aim to answer is: Does instant messaging improve staff engagement concerning user-related issues
Diversitätsreflexivität im Bilderbuch - Eine Analyse mit dem Fokus auf bildliche und sprachliche Geschlechterzuschreibungen Analysegegenstand: Der Ritter Namenlos von Cornelia Funke und Kerstin Meyer (2018)
In der Analyse stellt Lars Burghardt heraus, dass das Bilderbuch „Der geheimnisvolle Ritter Namenlos“ von Cornelia Funke und Kerstin Meyer Normalisierung und Empowerment erzeugen kann. Es hat das Potenzial, stereotype Rollenbilder aufzubrechen und diese neu zu positionieren. Gleichzeitig werden stereotype Bilder in dem Buch reproduziert, so dass in Bilderbuchbetrachtungen die Haltung der Erwachsenen in Interaktion mit den Kindern eine bedeutsame Rolle einnimmt. Geschlechterkonstruktionen und -rollenerwartungen können mit diesem Buch reflektiert werden. Das Buch kann nicht genutzt werden, um Dekonstruktion von Geschlechterrollen zu erzeugen
Zukunft der Ombudschaft nach dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz
Im Rahmen des Pilotprojektes Ombudschaft in Niedersachsen (kurz „PONS“, https://www.uni-hildesheim.de/fb1/institute/institut-fuer-sozial-und-organisationspaedagogik/forschung/laufende-projekte/pons/) fand am 20. Juni 2022 ein Workshop „Zukunft der Ombudschaft nach § 9a SGB VIII in Niedersachsen“ statt. Expert*innen aus Wissenschaft und unterschiedlichen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe sowie das Projektteam haben in diesem Rahmen diskutiert,
1. welche Aufgaben aus der gesetzlichen Verankerung der ombudschaftlichen Arbeit im Kinder- und Jugendstärkungsgesetz abgeleitet werden können und
2. welche Fachstandards gewährleistet sein müssen, um eine niedrigschwellige ombudschaftliche Beratung für junge Menschen bzw. Familien in Angelegenheiten der Kinder- und Jugendhilfe abzusichern
Editorial – Qualitative Zugänge zu Räumen früher Kindheit
Das Editorial stellt die Kontur und die Beiträge des Themenhefts " Raum als Forschungsfeld der Kindheitspädagogik. Methodologien und Methoden" des Fallarchiv Kindheitspädagogische Forschung vor
Multilingualism and Multiculturalism as stimulating developmental conditions for accommodative and emotional competences
Multilingualism seems to offer advantages regarding different cognitive abilities. The goal of this dissertation is to expand on the previous research and test whether multilingualism has a positive effect on emotional competences (i.e. the competence to detect, express, understand, regulate, and use emotion; Brasseur et al., 2013) and accommodative competences (i.e. the competence to let go of personal goals that cannot be reached; Haase et al., 2013). Two lines of argument show the connection between multilingualism and emotional resp. accommodative competences. (1) Multilingualism might have a positive impact on different cognitive abilities that are important antecedents for emotional competences and accommodative competences. (2) Multilingualism is a heterogeneous life experience that stimulates the development of emotional competences and accommodative competences. This dissertation consists of four empirical studies presented in three articles that investigate these assumptions. Significant effects of different indicators of multilingualism were found on different measures of emotional competence and accommodative competence in samples of different levels of multilingualism, origin, and age. Assumptions regarding a potential mediation of effects by cognitive variables could not be confirmed. The research contributes to the debate about cognitive advantages of multilingualism by focusing on previously neglected areas of competence (accommodative and emotional). In addition, it attempts to improve the understanding of the development of these competences by testing whether multilingualism might be a beneficial developmental condition.Mehrsprachigkeit scheint Vorteile in Bezug auf verschiedene kognitive Fähigkeiten mitsichzubringen. Ziel dieser Dissertation ist es, die bisherige Forschung zu erweitern und zu prüfen, ob Mehrsprachigkeit einen positiven Effekt auf emotionale Kompetenzen (die Kompetenz, Emotionen zu erkennen, auszudrücken, zu verstehen, zu regulieren und zu nutzen; Brasseur et al., 2013) und akkommodative Kompetenzen (die Kompetenz, persönliche Ziele, die nicht erreicht werden können, loszulassen; Haase et al., 2013) hat. Zwei Argumentationslinien zeigen den Zusammenhang zwischen Mehrsprachigkeit und emotionalen bzw. akkommodativen Kompetenzen auf. (1) Mehrsprachigkeit könnte sich positiv auf verschiedene kognitive Fähigkeiten auswirken, die wichtige Antezedenzien für emotionale Kompetenzen und akkommodative Kompetenzen sind. (2) Mehrsprachigkeit ist eine heterogene Lebenserfahrung, die die Entwicklung von emotionalen und akkommodativen Kompetenzen fördert. Diese Dissertation besteht aus vier empirischen Studien, die in drei Artikeln vorgestellt werden und diese Annahmen untersuchen. Es wurden signifikante Effekte unterschiedlicher Indikatoren der Mehrsprachigkeit auf verschiedene Maße der emotionalen Kompetenz und der akkommodativen Kompetenz in Stichproben mit unterschiedlichem Grad der Mehrsprachigkeit, Herkunft und Alter gefunden. Annahmen über eine mögliche Mediation der Effekte durch kognitive Variablen konnten nicht bestätigt werden. Die Untersuchung trägt zur Debatte über die kognitiven Vorteile der Mehrsprachigkeit bei, indem sie sich auf bisher vernachlässigte Kompetenzbereiche (akkommodative und emotionale Kompetenz) konzentriert. Darüber hinaus wird versucht, das Verständnis für die Entwicklung dieser Kompetenzen zu verbessern, indem geprüft wird, ob Mehrsprachigkeit eine günstige Entwicklungsbedingung sein könnte
Kinderfänger und Gruselspielplätze Diskursanalytische Perspektiven auf räumliche Ordnungen gefährdeter Kindheit anhand von Datenmaterial aus Stadtteilbegehungen
Die Fragen, wie gefährdet Kinder ‚als Kinder‘ sind, und ob ihre Schutzbedürftigkeit ontologisch begründet oder in gesellschaftlichen Strukturen und Praktiken verankert liegt, werden in Debatten der internationalen Kindheitsforschung zu Vulnerabilität und Agency aktuell wieder virulent und kontrovers diskutiert. Der Beitrag geht diesen Fragen empirisch nach und setzt an der Sicht bzw. den Konstruktionen von Kindern selbst an. Das ausgewählte Datenmaterial stammt aus drei verschiedenen abgeschlossenen empirischen Forschungsprojekten zu Sichtweisen und Praktiken von Kindern in ihrem Alltag und wird hier einer Sekundärdatenanalyse unterzogen. Dabei wird eine diskursanalytische Perspektive eingenommen, die Äußerungen als diskursive Praktiken konzeptualisiert, die soziale Ordnungen strukturieren und durch diese strukturiert sind. Ziel ist es, damit eine methodologische Perspektive vorzustellen, die kritische Überlegungen zur Problematik der Authentifizierung von Kinderstimmen aufgreift und zugleich daran festhält, Kinder als kompetente Akteur*innen zu verstehen. Am Datenmaterial wird analysiert, wie diskursive Praktiken die Äußerungen der Kinder durchziehen und wie Kindheiten und Kinder dabei unter Gesichtspunkten von Gefahr und Sicherheit (re)produziert werden. Der Beitrag nimmt dabei eine spezifisch raumanalytische Fokussierung vor
An Analysis of MLOps Practices
The EXPLAIN project (EXPLanatory interactive Artificial intelligence for INdustry) aims at enabling explainable Machine Learning in industry. MLOps (Machine Learning Operations) includes tools, practices, and processes for deploying ML (Machine Learning) in production. These will be extended by explainability methods as part of the project.
This study aims to determine to what extent MLOps is implemented by four project partner companies. Further, the study describes the ML use cases, MLOps software architecture, tools, and requirements in the companies perspective. Besides, requirements for a novel MLOps software architecture, including explainability methods, are collected.
As a result the interviews show that each of the interviewed industry partners use MLOps differently. Different tools and architectural patterns are used depending on the particular use case. Overall, most information we gathered focused on architecture decisions in the MLOps tool landscape used by the interviewed companies
Auf dem Weg zu einer inklusiven Jugendhilfe
Mit dem Inkrafttreten des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) im Jahr 2021 hat der Gesetzgeber die Einführung von Verfahrenslotsen beschlossen. Dieser Beitrag gibt einen kurzen Einblick in ihre Verortung und Aufgaben. Welche Herausforderungen sind, vor allem für Jugendämter, mit dieser Stelle verbunden und welche Umsetzungsmodelle werden in der Praxis bereits entwickelt und diskutiert
Prädikatoren des Abbruchs stationärer Suchtmitteltherapien bei Straftäter*innen
Der Gebrauch von illegalen Substanzen gehörte vor der Inhaftierung für mindestens die Hälfte der Personen zum Alltag. Für diese Inhaftierten ist der übliche Weg zur Behandlung einer Abhängigkeitserkrankung eine Entwöhnungsbehandlung im Rahmen des § 35 Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Jedoch liegt die Erfolgsquote dieser Maßnahme seit Jahrzehnten bei nur rund 50 %, das heißt, die Hälfte der Teilnehmenden bricht die Therapie vorzeitig ab.
In dieser Arbeit wurde eine Stichprobe von inhaftierten Personen untersucht, die aus der Haft heraus eine Entwöhnungsbehandlung z.B. im Rahmen des § 35 BtMG antraten. Dazu wurden 267 Inhaftierte und deren zuständige Suchtberater*innen schriftlich befragt. Mit Regressionsmodellen wurde berechnet, welche der bereits in früheren Studien ermittelten Risikofaktoren (soziodemografische Merkmale, Merkmale der Sucht, psychologische Merkmale sowie Merkmale der Behandlung) mit einem Abbruch der Entwöhnungsbehandlung assoziiert sind. Es zeigte sich u.a. ein Einfluss soziodemografischer Variablen sowie motivationaler Aspekte. In einem zweiten Schritt wurde der Zusammenhang zwischen vollzugsinternen Behandlungsprogrammen, die inhaftierte Personen auf eine Entwöhnungsbehandlung im Anschluss an die Entlassung aus dem Strafvollzug vorbereiten sollen und dem späteren Therapiererfolg untersucht. Mittels propensity score matching wurde den a priori bestehenden Unterschieden zwischen den Teilnehmenden und einer ebenfalls untersuchten Gruppe, die nicht an einer solchen Vorbereitungsmaßnahme teilnahm, statistisch begegnet. Es ergab sich ein kein signifikanter Effekt für die Teilnehmenden an solchen Vorbereitungsprogrammen.
Auf der Basis der Ergebnisse werden Empfehlungen zur Weiterentwicklung solcher Vorbereitungsprogramme gegeben und Teilantworten auf die Frage entwickelt, für wen Entwöhnungsbehandlungen unter welchen Umständen erfolgreich wirken können