University of Hildesheim
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Meta-Learning for Data with Heterogeneous Schema
This thesis addresses the challenges of meta-learning with heterogeneous schema, extending the capabilities of meta-learning to tasks involving different input and output structures. Meta-learning involves learning across different datasets, distinguishing it from standard supervised learning. Specifically, we will take a look at few-shot learning, which strives to learn from a large set of tasks in order to generalize to novel tasks with very limited labeled data. This area has seen immense popularity in recent years with numerous approaches improving on the state-of-the-art. However, most existing few-shot learning approaches are limited to homogeneous schema, where tasks share the same input space and number of attributes and outputs. The primary focus of this thesis is to propose few-shot learning techniques for tasks with heterogeneous schema, providing solutions for input and output schema heterogeneity.
The contributions of this thesis are structured around four main publications: Chameleon, Hidra, TimeHetNet, and GraphHetNet. In these works, we are the first to formalize few-shot learning across tasks with heterogeneous schema, to the best of our knowledge. We demonstrate the necessity for this extension to standard few-shot learning and provide valuable experimental benchmarks to advance this area. We start by generalizing the approach on tabular data before extending it to complex data in the form of time-series and temporal graph data, thereby demonstrating its applicability to real-world problems. Moreover, our publications present the first methods to tackle the problem of tasks with heterogeneous predictors and targets across these modalities. Specifically, Chameleon introduces an extension to gradient-based few-shot learning methods to enable adaptation to different input schemas, enabling few-shot learning on tasks with varying attribute spaces. Hidra extends popular approaches by allowing meta-learning across tasks with dynamic target variables, utilizing a master neuron concept to handle any number of output neurons. TimeHetNet further builds upon these ideas to time-series data, employing a set-based approach for few-shot forecasting with heterogeneous channels. Finally, GraphHetNet integrates graph neural networks to address few-shot human motion prediction tasks with heterogeneous sensors, leveraging the spatial graph structure inherent in motion data. In addition to these contributions, the thesis provides a comprehensive literature review on few-shot learning techniques, heterogeneous schema, and the concepts of invariance and equivariance in machine learning. It also discusses the theoretical foundations of few shot learning with heterogeneous schema, connecting the problem setup to set theory and exploring the importance of invariance and equivariance for effective model design.
Experimental results demonstrate the effectiveness of the proposed methods across various domains, including tabular data, time-series data, and graph-based motion prediction. The experiments highlight significant performance improvements over state-of-the-art models, showcasing the versatility and robustness of the proposed approaches in handling heterogeneous tasks. Furthermore, the thesis discusses the
evaluation methodologies for meta-learning approaches, emphasizing the importance of fair comparison metrics and task sampling strategies. By addressing the challenges of schema heterogeneity in few-shot learning, this thesis broadens the scope of meta-learning applications, paving the way for more flexible and adaptive learning systems. The proposed methods not only enhance the generalization capabilities of meta-learning models but also contribute to the development of more robust and efficient algorithms for a wide range of machine learning tasks.Diese Dissertation befasst sich mit den Herausforderungen des Meta-Learning bei heterogenen Schema und erweitert die Möglichkeiten des Meta-Learning auf Aufgaben mit unterschiedlichen Ein- und Ausgabestrukturen. Meta-Lernen zielt darauf ab, über verschiedene Datensätze hinweg zu lernen, und unterscheidet sich damit vom klassischen überwachten Lernen. Im Speziellen betrachten wir das Few-Shot-Learning, das darauf abzielt, aus einer großen Menge von Aufgaben zu lernen, um auf neuartige Aufgaben mit sehr wenigen beschrifteten Beispielen zu generalisieren. Dieses Forschungsgebiet hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen, und zahlreiche Ansätze haben den Stand der Technik verbessert. Die meisten bestehenden Few-Shot-Learning-Methoden sind jedoch auf homogene Schemata beschränkt, bei denen alle Aufgaben denselben Eingaberaum sowie dieselbe Anzahl von Merkmalen und Ausgaben teilen. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt deshalb auf der Entwicklung von Few-Shot-Learning-Verfahren für Aufgaben mit heterogenen Schemata und liefert Lösungen für Heterogenität sowohl im Eingabe- als auch im Ausgabeschema.
Die Beiträge dieser Dissertation gliedern sich in vier zentrale Publikationen: Chameleon, Hidra, TimeHetNet und GraphHetNet. Soweit uns bekannt, sind wir darin die Ersten, die Few-Shot-Learning über Aufgaben mit heterogenen Schemata formalisieren. Wir zeigen auf, warum eine solche Erweiterung des klassischen Few-Shot-Learning notwendig ist, und stellen umfassende experimentelle Benchmarks bereit, um diesen Bereich voranzubringen. Zunächst verallgemeinern wir den Ansatz für tabellarische Daten, bevor wir ihn auf komplexe Daten in Form von Zeitreihen und temporalen Graphen übertragen und damit seine Anwendbarkeit auf reale Problemstellungen demonstrieren. Darüber hinaus präsentieren unsere Publikationen die ersten Methoden zur Bewältigung von Aufgaben mit heterogenen Prädiktoren und Zielvariablen in diesen Modalitäten.
Konkret führt Chameleon eine Erweiterung gradientenbasierter Few-Shot-Learning Methoden ein, um die Adaptation an unterschiedliche Eingabeschemata zu ermöglichen, sodass Few-Shot-Learning auf Aufgaben mit variierenden Merkmalräumen möglich wird. Hidra erweitert gängige Ansätze, indem es Meta-Learning über Aufgaben mit dynamischen Zielvariablen erlaubt und dabei das Konzept eines „Masterneurons“ nutzt, um eine beliebige Anzahl von Ausgabeneuronen zu handhaben. TimeHetNet baut auf diesen Ideen auf und wendet sie auf Zeitreihendaten an, indem es einen set-basierten Ansatz für Few-Shot-Forecasting mit heterogenen Kanälen implementiert. Schließlich integriert GraphHetNet Neuronale Graphnetze, um Few-Shot-Vorhersagen der menschlichen Bewegung mit heterogenen Sensoren zu adressieren und dabei die räumliche Graphstruktur der Bewegungsdaten auszunutzen.
Ergänzend zu diesen Beiträgen enthält die Arbeit einen umfassenden Stand der Technik zu Few-Shot-Learning-Verfahren, heterogenen Schemata sowie den Konzepten der Invarianz und Äquivarianz im maschinellen Lernen. Sie diskutiert die theoretischen Grundlagen des Few-Shot-Learnings bei heterogenen Schemata, verknüpft die Aufgabenstellung mit der Mengentheorie und beleuchtet die Bedeutung von Invarianz und Äquivarianz für ein effektives Modelldesign. Die experimentellen Ergebnisse belegen die Leistungsfähigkeit der vorgeschlagenen Methoden in verschiedenen Domänen – einschließlich tabellarischer Daten, Zeitreihendaten und graphbasierter Bewegungsvorhersage – und zeigen deutliche Verbesserungen gegenüber dem Stand der Technik. Darüber hinaus erörtert die Dissertation Evaluationsmethoden für Meta-Learning-Ansätze und betont die Bedeutung fairer Vergleichsmetriken und adäquater Task-Sampling-Strategien.
Durch die Adressierung der Herausforderungen der Schemata-Heterogenität im Few-Shot-Learning erweitert diese Dissertation den Anwendungsbereich des Meta-Learnings und ebnet den Weg für flexiblere und adaptivere Lernsysteme. Die vorgeschlagenen Methoden erhöhen nicht nur die Generalisierungsfähigkeit von Meta-Learning-Modellen, sondern tragen auch zur Entwicklung robusterer und effizienterer Algorithmen für ein breites Spektrum maschineller Lernaufgaben bei
Der Euro – erfolgreiche Einführung und bleibende Gefährdungen mit einem Anhang rezenter Artikel
Wie konnte der Übergang von der in Deutschland so geschätzten D-Mark zum Euro gelingen?, fragte Otmar Issing im Rahmen der Hildesheimer Finanz-, Wirtschafts- und Währungsgespräche. Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Otmar Issing war von 1998 bis 2006 Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank (EZB), zuständig für die Generaldirektionen Volkswirtschaft und Volkswirtschaftliche Forschung und von 1990 bis 1998 Mitglied des Direktoriums und des Zentralbankrats der Deutschen Bundesbank. Der Band enthält zahlreiche Antworten auf Fragen zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft der europäischen Einheitswährung
BARK - Zur Selbst-Positionierung in der (Tanz-)Vermittlungspraxis Eine qualitative Studie über eine Tanzvermittlung nach Anna Halprin
Abstract
In der vorliegenden Forschungsarbeit geht es um eine differenzierte Betrachtung einer Tanzvermittlungspraxis nach den Denk- und Handlungsweisen Anna Halprins und der Auseinandersetzung darüber, was eine qualitative Tanzvermittlung im Rahmen von Kultureller Bildung ausmacht. Hierbei wurden Irritationen und deren Auswirkungen auf Bildungsprozesse in den Blick genommen. Welche Rolle somatische Bewegungspraxis, Kommunikation sowie Bewertung dabei spielt und was dabei zu bedenken gilt, floss ebenfalls in die Arbeit ein.
Die Grundlage für die Untersuchung bildete ein Tanzprojekt mit jungen Erwachsenen, welches von zwei Schülerinnen einer Schülerin von Anna Halprin und nach deren Vermittlungsweise durchgeführt wurde. Während des Projektes und im Anschluss daran wurden Daten erhoben. Die leitgebende Frage bei der Untersuchung war, welche Verunsicherungen die Tanzenden äußern und was sie darüber hinaus rückblickend reflektieren. Es wurden Narrative Interviews geführt und diese nach der Narrationsanalyse und der Grounded Theory einer Analyse unterzogen. Die geäußerten Verunsicherungen und Reflexionen bildeten die Grundlage für die Entwicklung von vier Aspekten. BARK: Begegnen, Agieren, Reflektieren/Wahrnehmen und Kommunizieren.
Diese werden als bedeutende Aspekte einer Vermittlungsarbeit dargelegt. Es wird damit die Möglichkeit offeriert, sich durch die Auseinandersetzung mit ihnen in der eigenen Vermittlungspraxis zu positionieren.
Anna Halprins Vermittlungsweise wird durch diese Forschungsarbeit auf ihren künstlerisch pädagogischen Vermittlungsaspekt fokussiert dargelegt und somit brauchbar für eine zeitgenmäße Tanzvermittlung im deutschsprachigen Raum aufbereitet. Die Arbeit trägt dazu bei, die Sichtbarkeit von Tanzvermittlung im wissenschaftlichen Kontext zu erhöhen und Tanzvermittlungspraxis an sich und die Erfahrungen von Tanzenden im speziellen aufzuschlüsseln.This research work is about a differentiated scientific view of a dance education practice according to the ways of thinking and acting of Anna Halprin and the role of qualitative dance education in the framework of cultural education. Special attention is given to uncertainties and their impact on educational processes just like the role of somatic movement practice, communication and valuation.
The basis for this research work is a dancing project and it's method of education with young adults performed by two students taught by a student of Anna Halprin. Data was collected during and after the project. The main focus was on the uncertainties expressed by the dancers and the reflection in retrospect. Narrative interviews were carried out and subjected to analysis according to narrative analysis and the grounded theory. The basis for the development of four aspects (BARK) were the expressed uncertainties and reflections. These aspects are encounter, act, reflect/awareness and communicate. These are significant aspects in the work of education. This offers the opportunity to position oneself in one's own education practice by dealing with them.
The education of Anna Halprin is being processed in this research work and is focussed on its artistic and educational teaching aspect. Therefore it is useful for a contemporary dance education in the German-speaking countries. This research work makes a contribution to increase the visibility of dance education in an academic context and breaks down education practice per se and the experiences of the dancers in particular
Orders of Knowledge in Philosophy Critical Assessments
Philosophy is only just beginning—later than other humanities disciplines—to face the challenges of an increasingly globalized world and the associated and inescapable but difficult task of decolonization. For it is not only the exclusion of philosophical traditions from other regions of the world or the exclusion of women—both from the history of philosophy as well as the mainstream philosophical debates of the present—that is under criticism, but more fundamentally the claims to truth and universal validity associated with philosophical theories. The present volume, which brings together selected conference papers and further contributions, focuses in particular on the study of orders of knowledge in philosophy—since they continue to shape the global philosophical landscape to a significant extent today
Die Entwicklung des ostafrikanisch-iranischen Sklavenhandels im 19. Jahrhundert mit Fokus auf der britischen Interventionspolitik
Diese Arbeit befasst sich mit jenen Faktoren, die den ostafrikanisch-iranischen Sklavenhandel im 19. Jahrhundert in Hinblick auf Dynamik, Ausmaß und Charakteristik beeinflussten. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Rolle, welche die britische Interventionspolitik für die Entwicklung des ostafrikanisch-iranischen Sklavenhandels spielte. Zur Erörterung der Thematik wurden interdisziplinäre Fachliteratur sowie zeitgenössische Berichte herangezogen. Um den Untersuchungsgegenstand in seinen historischen Kontext einzuordnen, wird ebenfalls die Rolle der Sklaverei in der iranischen Geschichte thematisiert
Rezension zu: Alexander Litvinenko. Genscherismus. Ein transatlantisches Phänomen der späten 1980er Jahre. In Young Academics: Geschichtswissenschaft, Bd. 1.
Teilhabe im Deutschunterricht für Schüler(innen) mit Deutsch als Zweitsprache Zur Übersetzung von Balladen in Leichte und Einfache Sprache am Beispiel des Erlkönigs
Balladen sind fester Bestandteil des Deutschunterrichts an Regelschulen in Deutschland, dabei jedoch aufgrund von textsortenspezifischen Merkmalen oft nur schwer verständlich. Das betrifft diejenigen Schüler(innen) in besonderem Maße, die nur geringe Deutschkenntnisse haben, zum Beispiel weil sie Deutsch als Zweitsprache erwerben. Um diesen Schüler(inne)n dennoch den Zugang zu den im Unterricht behandelten Texten zu ermöglichen und somit sowohl schulische als auch kulturelle Teilhabe sicherzustellen, könnten diese Texte in Leichte oder Einfache Sprache übersetzt werden. Bei der konkreten Textsorte geraten Übersetzer(innen) jedoch in das Spannungsfeld von Verständlichkeit und Ästhetik.
Deshalb wurde in der vorliegenden Arbeit die Verständlichkeit des Erlkönigs im Original sowie in einer Version in Leichter Sprache und einer Version in Einfacher Sprache auf lexikalischer, syntaktischer und textueller Ebene untersucht. Besonderes Augenmerk lag dabei auch auf dem ästhetischen Gehalt der drei Textversionen. Gleichzeitig wurde der Fokus auf die Zielgruppe der Schüler(innen) mit Deutsch als Zweitsprache gerichtet. Es wurde textseitig gearbeitet.
Dabei zeigte sich, dass die Verständlichkeit des Originaltexts nicht deutlich geringer ausfällt als die der sprachlich vereinfachten Versionen. Gleichzeitig wurden jedoch die typischen Eigenschaften von Balladen als ästhetische Qualität in den Versionen in Leichter und Einfacher Sprache kaum berücksichtigt. Im Verlauf der Arbeit zeigte sich außerdem, dass eine Übersetzung in Leichte Sprache für die Zielgruppe der Schüler(innen) mit Deutsch als Zweitsprache nicht zu empfehlen ist. Eine Übersetzung in Einfache Sprache kann dagegen ein probates Mittel darstellen, schulische und kulturelle Teilhabe für die Zielgruppe sicherzustellen. Welche Regeln in diesem konkreten Fall anzuwenden sind, wurde ebenfalls herausgearbeitet
Rezension zu: Philipp Strobl, Severin Cramm. Transkulturelle Geschichte im 21. Jahrhundert aus studentischer Perspektive – Methoden, Ansätze und Konzepte
Influence of human land use on the Mediterranean bat fauna – An example from the National Park and Island of Asinara (Sardinia, Italy)
During the last decades, the important role of bats in ecosystems and the threats to many bat species were increasingly recognized, and bats were integrated into several conservation acts. Especially human-induced changes in landscape and climate change were identified as main threats, above all in the hot spot for bat diversity and conservation – the Mediterranean region. However, human-land use creates challenges but also chances for the local bat fauna. The ongoing climate change will increase the pressure on the Mediterranean bat fauna and thus protection concepts in the region need to consider both, the influence of the present landscape structure, and the future challenges they have to cope with.
To finally understand how bats can be protected sustainably in areas characterized by a human-modified landscape, this thesis had the overall research aim to argue obstacles and benefits for bats in human modified landscapes in the Mediterranean region with respect to the ongoing climate change. Different studies were conducted in the National Park and Island of Asinara (Sardinia, Italy), as, due to its divers history of land use, the island is characterized by a number of human-induced landscape modifications: only a small forested area remains in the northern part of the island and in contrast, many open areas can be found, shaped by feral grazing animals. Additionally, many abandoned buildings are distributed over the island.
With employing a scale from a general to a species-specific research focus, a comprehensive study of the local bat fauna of the National Park was conducted, dealing with four main topics. The first study was a first and comprehensive species inventory of the so far barely studied bat fauna of Asinara as a basis for further studies. Via multimethod approaches, a remarkable species list of at least ten bat species turned out and results highlighted buildings and artificial ponds as important man-made structures for bats in the study area. With the second study, the abundance and activity of bats in different habitat types was investigated, to understand how the different species can cope with the sparsely wooded landscape. Results emphasising the role of forest sites as a main foraging habitat. However, there were species-specific preferences found for certain habitat types and generalists as well as specialists were identified. The third study evaluated buildings as roost provider for two synanthropic Rhinolophus bats. A comprehensive overview of roost type requirements and evaluation criteria of buildings were gathered and it was demonstrated, that buildings can serve as a substitute for the lack of caves for species with synanthropic roosting behaviour. In another study, the diet of R. hipposideros and R. ferrumequinum was analysed. A direct benefit from the grazing animals on Asinara due to the provision of dung beetles as food source was not confirmed during the studied period. A last further study was done addressing the potential competition between two sympatric pipistrellus species on the island by studying social calls in intra- and interspecific situations. The high amount of social calls indicated that P. kuhlii might be exceptional territorial and social calls of this species presumably have intra- but also interspecific functions.
In sum, this thesis highlighted the interrelations of factors human land use, including grazing, and climate change with elements of the landscape structure and prey availability, and then in turn, with the local bat fauna. For example, grazing animals, on the one hand, negatively influence the bats preferred habitat type ‘forest’ by hampering reforestation, but promote directly and indirectly the insect availability, an important prerequisite for all bat species.
Due to the islands condition, this bat fauna has to cope with high intra- and interspecific competitions and thus ‘winners’ and ‘losers’, in terms of a successful colonisation, were identified. Winners were, above all, the generalists P. pipistrellus and P. kuhlii, but also R. hipposideros, as the latter switched to alternative habitat types (semi-open) for foraging and additionally fulfilled its roosting requirements of the complete life cycle by using buildings. ‘Losers’ comprises all forest specialised bats that were not able to adapt their roosting and foraging strategy.
This thesis underlines the high responsibility of the National Park for the conservation of Mediterranean bats, not least because it comprises next to the high species diversity also three ‘species of special interest’ following the habitat directives (92/43/EEC). However, particularly the identified landscape structures with positive influences for bats, namely forest sites, buildings, and artificial ponds, suffering from human-induced grazing, and climate change. Conservation implications were derived from the present results, above all reforestation, to preserve bat species on Asinara but also to increase the potential for attracting even new species for inhabiting the island.In den letzten Jahrzehnten wurde zunehmend die wichtige Rolle von Fledermäusen in Ökosystemen bei gleichzeitiger Gefährdung vieler Fledermausarten erkannt und diese deshalb europaweit unter in unterschiedlichste Naturschutzabkommen integriert. Insbesondere vom Menschen verursachte Landschaftsveränderungen und der Klimawandel wurden als Hauptbedrohungen identifiziert. Dies gilt vor allem im Mittelmeerraum, der gleichzeitig ein Hotspot für Fledermausdiversität und deren Schutz darstellt. Durch Landnutzung und Klimawandel veränderte Landschaften stellen zwar große Herausforderungen, aber auch Chancen für die lokale Fledermausfauna dar. Beides kann mit weiterem Voranschreiten den Druck auf die mediterrane Fledermausfauna erhöhen, weshalb Schutzkonzepte mit angepassten Managementmaßnamen wichtig sind, die sowohl den Einfluss der gegenwärtigen Landschaftsstruktur als auch die zukünftigen Herausforderungen berücksichtigen.
Um zu verstehen, wie Fledermäuse in Gebieten mit anthropogen veränderter Landschaft nachhaltig geschützt werden können, verfolgt diese Arbeit das Forschungsziel, die Herausforderungen, aber auch die Vorteile für Fledermäuse in anthropogen veränderten Landschaften im Mittelmeerraum im Hinblick auf den fortschreitenden Klimawandel zu erörtern. Verschiedene Studien wurden auf der Nationalparkinsel Asinara (Sardinien, Italien) durchgeführt, da die Insel aufgrund ihrer vielfältigen Landnutzungsgeschichte durch zahlreiche vom Menschen verursachte Landschaftsveränderungen gekennzeichnet ist: Im nördlichen Teil der Insel ist nur noch ein kleines Waldgebiet erhalten, im Gegensatz dazu finden sich viele offene Flächen, die von verwilderten Weidetieren geprägt sind. Darüber hinaus sind viele verlassene Gebäude über die Insel verteilt.
Anhand einer Skala von einem allgemeinen bis zu einem artspezifischen Forschungsschwerpunkt wurden umfassende Studien der lokalen Fledermausfauna des Nationalparks durchgeführt, die sich mit vier Hauptthemen und einer kleineren Zusatzstudie befasst. Mit der ersten Studie wurde ein erstes umfassendes Arteninventar der bisher kaum erforschten Fledermausfauna von Asinara erstellt, welche die wohl wichtigste Grundlage für weitere Studien darstellt. Mittels multimethodischer Ansätze entstand eine bemerkenswerte Artenliste von mindestens zehn Fledermausarten. Die Ergebnisse stellten Gebäude und künstliche Teiche als wichtige künstliche Strukturen für Fledermäuse im Untersuchungsgebiet heraus. In der zweiten Studie wurden das Vorkommen und die Aktivität von Fledermäusen in verschiedenen Habitattypen untersucht, um zu verstehen, wie die verschiedenen Arten mit der spärlich bewaldeten Landschaft zurechtkommen. Die Ergebnisse unterstreichen die Rolle von Waldstandorten als Hauptnahrungshabitat. Es zeigten sich jedoch artspezifische Präferenzen für bestimmte Habitattypen und es wurden sowohl Generalisten als auch Spezialisten identifiziert. In der dritten Studie wurden Gebäude als Quartierbereitsteller für zwei synanthrope Rhinolophusarten untersucht. Dabei wurde ein umfassender Überblick über die Anforderungen von Quartiertypen und die Bewertungskriterien für Gebäude erstellt. Es konnte gezeigt werden, dass Gebäude für Arten mit synanthropen Quartierverhalten den das Fehlen von Höhlen ersetzen können. In einer weiteren Studie wurde die Ernährung der Arten Rhinolophus hipposideros und Rhinolophus ferrumequinum analysiert. Ein indirekter Vorteil der Beweidung durch die Förderung von Dungkäfern als Nahrungsquelle konnte somit nicht bestätigt werden. Eine letzte weitere Studie befasste sich mit dem Konkurrenzverhalten zweier sympatrischer Pipistrellusarten auf der Insel, indem Sozialerufe in intra- und interspezifischen Situationen untersucht wurden. Der hohe Anteil an Sozialrufen deutete darauf hin, dass P. kuhlii auf der Insel außergewöhnlich territorial zu sein scheint und die sozialen Rufe dieser Art vermutlich intra-, aber auch interspezifische Funktionen haben.
Zusammenfassend beleuchtete diese Arbeit die Wechselwirkungen zwischen menschlichen Landnutzungsfaktoren, einschließlich Beweidung, und dem Klimawandel mit Elementen der Landschaftsstruktur und der Beuteverfügbarkeit und wie sich diese wiederum auf die lokale Fledermausfauna auswirken. So beeinträchtigen beispielsweise Weidetiere einerseits den bevorzugten Lebensraumtyp „Wald“, indem sie die Wiederaufforstung behindern, fördern aber direkt und indirekt die potentielle (Beute-)Insektenverfügbarkeit für Fledermäuse.
Aufgrund der Beschaffenheit der Insel ist die vorherrschende Fledermausfauna einer hohen intra- und interspezifischer Konkurrenz ausgesetzt und im Laufe der Studie konnten sogenannte Gewinner und Verlierer im Hinblick auf eine erfolgreiche Besiedlung identifiziert werden. Zu den Gewinnern zählen vor allem die Generalisten P. pipistrellus und P. kuhlii, aber auch R. hipposideros, da letztere zur Nahrungssuche offenbar in Lage ist, auf alternative Habitattypen (halboffene Lebensräume) umzusteigen und zusätzlich den Quartierbedarf über den gesamten Lebenszyklus durch die Nutzung von Gebäuden abdecken kann. Zu den Verlierern zählen alle wald-spezialisierten Fledermausarten, die ihre Quartierverhalten und Jagdstrategien in Bezug auf die Habitatstruktur weniger flexibel anpassen können.
Die vorliegende Arbeit unterstreicht die hohe Verantwortung des Nationalparks für den Schutz der mediterranen Fledermausfauna, nicht zuletzt, weil dieser neben der hohen Artenvielfalt auch drei Arten von besonderem Interesse gemäß der Habitatrichtlinie (92/43/EWG) umfasst. Insbesondere die identifizierten Landschaftsstrukturen mit positiven Einflüssen für Fledermäuse, nämlich Waldstandorte, Gebäude und künstliche Teiche, leiden jedoch unter der anthropogen induzierten Beweidung und dem Klimawandel. Aus den vorliegenden Ergebnissen wurden Konsequenzen für den Naturschutz abgeleitet, allem Voran Wiederaufforstung, um die Fledermausarten auf Asinara nachhaltig zu schützen, aber auch um es weiteren Arten zu erlauben, die Insel zu besiedeln
Understanding (Pre-Service) Teachers’ Well-Being: A Comprehensive Investigation of Longitudinal Change, Measurement Approaches, and Analytical Perspectives
Teachers are key figures in the school life and play an important role for their students’ achievements. Teachers do not only teach subject-specific knowledge but also support their students in the social-emotional and motivational development (Hattie, 2023; Jennings & Greenberg, 2009). However, empirical research shows that teachers’ occupational well-being is a crucial factor for successfully managing the demands and tasks in their daily work. Numerous studies have demonstrated that various facets of well-being are significantly associated with the quality of instruction, teachers’ intentions to leave the profession, and the performance and motivation of their students (Arens & Morin, 2016; Klusmann et al., 2022; Wartenberg et al., 2023; Wartenberg et al., submitted). However, understanding teachers’ occupational well-being in depth presents several challenges. These include the complex nature of well-being, the fact that most of the existing research relies on cross-sectional designs, the variability in the methods used for measurement and analysis, and the influence of individual characteristics on self-reports. To address these issues, the present dissertation examines how well-being evolves over time among pre-service teachers, investigates various measurement approaches, and incorporates different viewpoints in the analysis of well-being across three studies