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Retrospective analysis of quarter milk samples from Bavaria: changes in the distribution of mastitis pathogens and antimicrobial resistance of Streptococcus dysgalactiae, Streptococcus agalactiae, and Streptococcus canis isolates between 2012 and 2023
Interleaved TMS-fMRI of clinical iTBS protocols: a novel approach to exploring dosing and target involvement
Die Situation von schwangeren und stillenden Tierärztinnen in Deutschland - eine qualitative Studie
Mit der Novellierung des Mutterschutzgesetzes 2018 sollte die Weiterbeschäftigung schwangerer und stillender Frauen erleichtert werden. Die Gefährdungsbeurteilung spielt hierbei eine zentrale Rolle. Die Tiermedizin ist im Gesundheitswesen das Berufsfeld, mit den meisten chemischen, biologischen und physischen Gefahren. Im Zusammenhang mit der Feminisierung der Tiermedizin, stellen diese Faktoren das Berufsfeld zunehmend vor Herausforderungen. Während sich in der Humanmedizin bereits negative Effekte durch die vorschnelle Aussprache von absoluten Beschäftigungsverboten gezeigt haben, fehlen in der Veterinärmedizin bisher umfassenden Untersuchungen hierzu. Auch ist wenig zur Situation von selbstständig tätigen Müttern bekannt, die im gesetzlichen Mutterschutz nicht berücksichtigt werden. Ziel dieser Studie war es, die Situation von schwangeren und selbstständigen Tierärztinnen in Deutschland darzustellen. Hierbei lag der Fokus auf der Umsetzung des Mutterschutzgesetzes in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern. Daraus abgeleitet sollte ein Einblick in die psychosozialen und beruflichen Folgen gegeben werden, verursacht durch einerseits den Einsatz eines ausgiebigen Mutterschutzes anhand von Beschäftigungsverboten und andererseits dem Mangel an gesetzlichen Regelungen für selbstständig tätige Frauen. Des Weiteren wurde untersucht, ob absolute Beschäftigungsverbote eine mögliche Ursache für den Fachkräftemangel sein könnte.
Hierfür wurde ein qualitatives Studiendesign gewählt, in dem 14 Tierärztinnen aus den Tätigkeitsfeldern Praxis, öffentlicher Dienst, Forschung und Industrie, deren (erste) Schwangerschaft mindestens 4 Jahre zurücklag, anhand von problemzentrierten Interviews befragt wurden. Die Aussagen wurden nach dem Schema der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.
Von den 14 befragten Tierärztinnen waren 12 vor der ersten Schwangerschaft in der kurativen Praxis angestellt. Alle äußerten bereits damals Zweifel an der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hauptgründe dafür waren überlange Arbeitszeiten, viele Überstunden, schlechte Bezahlung, fehlende Anerkennung und ein hoher Leistungsdruck seitens der Arbeitgebenden und der Gesellschaft. Dies führte bei sieben dieser 12 Tierärztinnen zu einem Berufsfeldwechsel nach der der Familiengründung.
Bezüglich der Umsetzung des Mutterschutzgesetzes durch die Arbeitgebenden zeigte sich, dass die Zufriedenheit der Tierärztinnen stark vom Grad des Beschäftigungsverbotes und der Mitbestimmung bei der Aufgabenverteilung abhing. Der Tierkontakt wurde bei vier Tierärztinnen, beschäftigt im Veterinäramt oder in der Forschung, reduziert und nicht vollständig unterbunden. Acht Tierärztinnen in der kurativen Praxis oder mit Tätigkeit am Schlachthof erhielten mit der Schwangerschaftsmitteilung ein absolutes Beschäftigungsverbot. Sechs dieser Tierärztinnen hatten ihre Familienpläne im Vorfeld offen mit ihren Arbeitgebenden besprochen, um eine bessere Vorbereitung auf die neue Situation zu ermöglichen. Dennoch führte dies in den meisten Fällen nicht zu einer Umgestaltung des Arbeitsplatzes. Begründungen der Arbeitgebenden hierfür waren, dass das Risiko einer Weiterbeschäftigung für sie zu hoch oder dass die Anpassung des Arbeitsplatzes finanziell nicht attraktiv sei. Auf die Schwangerschaftsmitteilung folgte häufig eine negative Veränderung des kollegialen Verhältnisses. Von den acht Tierärztinnen wurden sechs auch während ihrer gesamten Stillzeit von der Arbeit freigestellt. Zwei Tierärztinnen wurden während ihres Beschäftigungsverbotes in der Stillzeit gekündigt.
Die Frage nach dem Wunsch einer Weiterbeschäftigung während der Schwangerschaft wurde bis auf eine Ausnahme bejaht. Zentral stand hierbei die Möglichkeit, die Art ihrer Tätigkeiten mitzubestimmen. Die Ablehnung durch die Arbeitgebenden führte bei vielen zu einem Gefühl des Selbstbestimmungsverlustes. Vier der befragten Tierärztinnen entschieden sich deshalb dazu, ihre Schwangerschaft zunächst zu verschweigen, um kein Beschäftigungsverbot zu riskieren. Hierbei ergriffen die Tierärztinnen eigenständig Schutzmaßnahmen. Bei knapp 60 % der angestellten Tierärztinnen riefen die Beschäftigungsverbote vor allem Sorgen bezüglich der beruflichen Zukunft hervor. Die Sorge vor einem Kompetenzverlust durch die lange Abwesenheit vom Beruf sorgte für einen Verlust des Selbstvertrauens. Hierdurch orientierten sich einige Tierärztinnen in andere Richtungen, fernab der kurativen Praxis.
Die Arbeitgeberinnen zeigten großen Respekt vor der Verantwortung, die eine Weiterbeschäftigung schwangerer Mitarbeiterinnen im gewohnten Tätigkeitsfeld mit sich bringt. Hierbei spielte die Sorge um die Schuldfrage eine große Rolle. Auch große Unsicherheiten bezüglich der Gefährdungsbeurteilungen wurden deutlich. Zwei Arbeitgeberinnen wurde von der Weiterbeschäftigung einer schwangeren Mitarbeiterin durch die Tierärztekammer abgeraten. Die Arbeitgeberinnen hatten auch die Erfahrung gemacht, dass manche Arbeitnehmerinnen ein Beschäftigungsverbot wünschen.
Die Familiengründung während einer Selbstständigkeit stellte sich bei den befragten Tierärztinnen als herausfordernd heraus. Zentral hierbei standen die fehlende finanzielle Kompensation bei Arbeitsausfall, der Fachkräftemangel und ein hoher Druck der Kundschaft, der Familie und den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Selbstständige Tierärztinnen setzten während ihrer Schwangerschaften erhöhte Schutzkonzepte um und delegierten riskante Tätigkeiten an Kolleg:innen. Sie nahmen ihre Praxistätigkeiten noch im Wochenbett wieder auf. Dies hatte für zwei der Tierärztinnen körperliche Konsequenzen. Rückblickend würden sich die niedergelassenen Tierärztinnen nicht mehr vor oder während der Familiengründung selbstständig machen.
Alle Tierärztinnen kamen bei der Frage zu dem idealen Arbeitsplatz während der Schwangerschaft und Stillzeit einstimmig zu der Erkenntnis, dass dieser selbstbestimmt sein muss.
Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Beschäftigungsverbote bei den Befragten durch mangelhafte Gefährdungsbeurteilung zu leichtfertig ausgesprochen wurden. Hierbei wird den Frauen die Möglichkeit zur Selbstbestimmung genommen, was zu der Anwendung von Ausstiegsstrategien führt – einem Berufsfeldwechsel oder dem Verschweigen einer Schwangerschaft. Auch die Arbeitsbedingungen für Mütter in der kurativen Praxis sind nicht attraktiv. Demgegenüber stehen die selbstständig tätigen Tierärztinnen, die, wenn sie ihren Betrieb erhalten wollen, ohne Mutterschutzfristen arbeiten müssen. Es bedarf demnach eines Wandels in der von Frauen dominierten Tiermedizin, in der frauengerechtere Arbeitsbedingungen zentral stehen sollten, um ein Fortbestehen dieses Berufsstandes garantieren zu können.With the amendment of the Maternity Protection Act in 2018, the aim was to facilitate the continued employment of pregnant and breastfeeding women. The risk assessment plays a central role in this context. Veterinary medicine is the field within healthcare with the most chemical, biological, and physical hazards. In connection with the feminization of veterinary medicine, these factors are increasingly posing challenges to the profession. While negative effects due to the premature imposition of absolute employment bans have already been observed in human medicine, comprehensive studies on this issue are still lacking in veterinary medicine. Moreover, little is known about the situation of self-employed mothers, who are not covered by statutory maternity protection. The aim of this study was to present the situation of pregnant and self-employed female veterinarians in Germany, with a focus on the implementation of the Maternity Protection Act across different professional fields. Based on this, the study sought to provide insights into the psychosocial and professional consequences caused by, on the one hand, extensive maternity protection through employment bans, and on the other hand, the lack of legal regulations for self-employed women. Furthermore, it was examined whether absolute employment bans could be a potential cause of the shortage of skilled workers.
For this purpose, a qualitative study design was chosen, in which 14 female veterinarians from the fields of practice, public service, research, and industry, whose (first) pregnancy was at least 4 years ago, were interviewed using problem-centered interviews. The statements were evaluated using the qualitative content analysis method by Mayring. Of the 14 interviewed veterinarians, 12 were employed in curative practice before their first pregnancy. All of them expressed doubts at that time about the compatibility of family and career. The main reasons for this were excessively long working hours, many overtime hours, poor pay, lack of recognition, and high performance pressure from employers and society. As a result, seven of these 12 veterinarians changed their career field after starting a family.
Regarding the implementation of the Maternity Protection Act by employers, it was found that the veterinarians' satisfaction depended largely on the degree of employment ban and their involvement in task allocation. Contact with animals was reduced but not completely prohibited for four veterinarians working in the veterinary office or in research. Eight veterinarians in curative practice or working in slaughterhouses received an absolute employment ban upon reporting their pregnancy. Six of these veterinarians had openly discussed their family plans with their employers in advance to better prepare for the new situation. Nevertheless, in most cases, this did not lead to workplace adjustments. Employers justified this by citing the high risk of continued employment or the financial unattractiveness of workplace adjustments. Reporting the pregnancy often led to a negative change in collegial relationships. Of the eight veterinarians, six were also released from work for the entire duration of breastfeeding. Two veterinarians were dismissed during their employment ban in the breastfeeding period.
The question of whether they wished to continue working during pregnancy was affirmed by all but one. Central to this was the opportunity to have a say in the nature of their tasks. The rejection by employers led many to feel a loss of self-determination. Four of the interviewed veterinarians therefore chose to hide their pregnancy initially to avoid the risk of an employment ban. In these cases, they independently implemented protective measures. For nearly 60% of the employed veterinarians, the employment bans primarily raised concerns about their professional future. The fear of losing competence due to prolonged absence from work led to a loss of self-confidence. As a result, some veterinarians redirected their careers away from curative practice.
The employers expressed great respect for the responsibility that continued employment of pregnant employees in their usual field of work entails. Concerns about liability played a significant role in this. Considerable uncertainties regarding risk assessments also became evident. Two employers were advised by the veterinary chamber against the continued employment of a pregnant employee. Employers also noted that some employees wished for an employment ban.
Starting a family during self-employment proved to be challenging for the interviewed veterinarians. Central to this were the lack of financial compensation in case of work absence, the shortage of skilled workers, and the high pressure from clients, family, and their own expectations. Self-employed veterinarians implemented enhanced protection measures during their pregnancies and delegated risky tasks to colleagues. They resumed their practice activities during the postpartum period. This had physical consequences for two of the veterinarians. Looking back, the self-employed veterinarians would no longer choose to become self-employed before or during starting a family.
All veterinarians agreed that the ideal workplace during pregnancy and breastfeeding must be one where they can make their own decisions.
The results clearly show that employment bans were imposed too readily on the interviewed veterinarians due to inadequate risk assessments. This deprived the women of the opportunity for self-determination, leading to the adoption of exit strategies, such as changing professions or concealing a pregnancy. Moreover, the working conditions for mothers in curative practice are not attractive. In contrast, self-employed veterinarians, if they wish to maintain their practice, must work without maternity leave. Therefore, a change is needed in the female-dominated veterinary profession, where more women-friendly working conditions should be central to ensuring the future of this profession
Advancing Deep Learning in medical imaging through generative modeling and representation learning
Strategien zur Steigerung von Impfquoten gegen saisonale Influenza und Covid-19 bei Erwachsenen mit Risikofaktoren in der Primärversorgung
Einleitung: Erwachsene mit Risikofaktoren sind in Deutschland trotz eindeutiger Impfempfehlungen, ausreichender Verfügbarkeit von Impfstoffen und einem geregelten Zugang zur Primärversorgung nur unzureichend gegen saisonale Influenza und Covid-19 geimpft. Das consolidated framework for implementation research (CFIR) ist ein etabliertes Modell um Implementierungsfaktoren für Präventionsmaßnahmen in der Primärversorgung zu erarbeiten. Ziel dieser Habilitationsschrift war es, Implementierungsfaktoren zur Steigerung von Impfquoten gegen saisonale Influenza und Covid-19 bei Erwachsenen mit Risikofaktoren in der Primärversorgung zu identifizieren.
Methoden: Neben systematischen Übersichtsarbeiten und Metaanalysen wurden vor allem Beobachtungsstudien bei verschiedenen Zielgruppen und Multiplikatoren möglicher Interventionen durchgeführt.
Ergebnisse: Für hausärztliche Praxisteams scheinen Fortbildungen mit Fokus auf eine bestimmte Indikationserkrankung besonders effektiv zu sein. Patienten profitieren insbesondere von Interventionen mit Modulen der Patientenaktivierung und Patienteninformation. Dabei sollten kommunikationsbasierte Interventionen unter Berücksichtigung der Kernelemente der patientenzentrierten Entscheidungsfindung angewandt werden. Die Machbarkeit in der täglichen Praxis kann durch die Aufteilung einzelner Interventionsmodule auf ein multidisziplinäres Team, sowie einer zeitlichen und räumlichen Trennung der Komponenten verbessert werden.
Um die Möglichkeiten einer Impfung bei Erwachsenen mit Risikofaktoren zu steigern, sind vermehrte Kontakte ins Gesundheitssystem förderlich. Hier sind Erinnerungssysteme hilfreich, sowie der systematische Einbezug von pflegenden Angehörigen in die hausärztliche Primärversorgung.
Weiterhin muss die psychische Belastung von professionellen Pflegekräften und pflegenden Angehörigen nachhaltig reduziert werden.
Diskussion: Um der Komplexität gesprächsbasierter Interventionen mit einer Vielzahl von beteiligten Akteuren bei gleichzeitigem Ressourcenmangel in der Primärversorgung begegnen zu können, sollte der Einsatz digitaler Innovationen weiter untersucht werden. Künstliche Intelligenz (KI) ist ein leistungsfähiges Instrument zur Unterstützung der traditionellen Kommunikationsmittel in der Primärprävention, und kann die Gesundheitskompetenz sowie die Impfbereitschaft verbessern
Exploring the frontiers of word understanding and language model evaluation in NLP
The field of natural language processing (NLP) has progressed dramatically with the rise of deep learning, yet many challenges in learning high-quality semantic representations remain. This thesis addresses these challenges through a series of studies focusing on both monolingual and multilingual contexts.
First, to improve transfer learning for low-resource languages, we develop methodologies utilizing Turkish as a high-resource proxy for related Turkic languages. By creating and evaluating on the new Kardes-NLU benchmark, we demonstrate substantial performance gains when Turkish is integrated at both intermediate training and fine-tuning stages, underscoring the value of leveraging linguistic relatives in cross-lingual transfer.
Second, we explore the underutilized potential of multiparallel corpora for enhancing word alignment. By constructing word alignment graphs from over 80 language pairs and applying advanced graph algorithms, including graph neural networks, we significantly improve alignment accuracy, showcasing the benefits of community detection techniques in multilingual settings.
Third, we introduce BiImp, a novel method to enhance the interpretability of word embeddings by aligning dimensions with semantic concepts derived from lexical databases like WordNet and Roget's Thesaurus. This approach enables the creation of interpretable embeddings that maintain high performance and reduces biases, such as gender bias.
Finally, we focus on developing robust evaluation measures for language models.
We introduce WDLMPro and CoDA21, two challenging benchmarks that assess a model’s ability to match words with definitions and align context with definitions without prior word knowledge, respectively. These benchmarks reveal significant performance gaps between models and human understanding, highlighting critical areas for improvement in language comprehension.
This thesis significantly contributes to the field by enhancing the quality of semantic representations in NLP, improving transfer strategies for low-resource languages, advancing word alignment methods, increasing interpretability of embeddings, and developing more nuanced evaluation benchmarks.Das Gebiet der Verarbeitung natürlicher Sprache (NLP) hat mit dem Aufstieg des Deep Learning dramatische Fortschritte gemacht, doch viele Herausforderungen bei der Erzeugung qualitativ hochwertiger semantischer Repräsentationen bleiben bestehen. Diese Dissertation adressiert diese Herausforderungen durch eine Reihe von Studien, die sich sowohl auf monolinguale als auch auf mehrsprachige Kontexte konzentrieren.
Erstens entwickeln wir, um das Transferlernen für ressourcenarme Sprachen zu verbessern, Methoden, die Türkisch als ressourcenreiches Proxy für verwandte türkische Sprachen nutzen. Durch die Erstellung und Evaluierung anhand des neuen Kardes-NLU-Benchmarks zeigen wir erhebliche Leistungssteigerungen, wenn Türkisch sowohl in den Zwischen- als auch in den Feinabstimmungsphasen integriert wird, was den Wert der Nutzung sprachlicher Verwandtschaften im cross-lingualen Transfer unterstreicht.
Zweitens untersuchen wir das ungenutzte Potenzial multiparalleler Korpora zur Verbesserung der Wortausrichtung. Durch die Erstellung von Wortausrichtungsgraphen aus über 80 Sprachpaaren und die Anwendung fortgeschrittener Graphenalgorithmen, einschließlich graphneurale Netzwerke, verbessern wir die Ausrichtungsgenauigkeit erheblich und zeigen die Vorteile der Community-Detection-Techniken in mehrsprachigen Umgebungen.
Drittens führen wir BiImp ein, eine neuartige Methode zur Verbesserung der Interpretierbarkeit von Wort-Embeddings, indem Dimensionen mit semantischen Konzepten aus lexikalischen Datenbanken wie WordNet und Roget's Thesaurus abgeglichen werden. Dieser Ansatz ermöglicht die Erstellung interpretierbarer Embeddings, die eine hohe Leistung beibehalten und Vorurteile wie Geschlechtervorurteile reduzieren.
Schließlich konzentrieren wir uns auf die Entwicklung robuster Evaluierungsmaßnahmen für Sprachmodelle. Wir stellen WDLMPro und CoDA21 vor, zwei herausfordernde Benchmarks, die die Fähigkeit eines Modells bewerten, Wörter mit Definitionen abzugleichen und den Kontext mit Definitionen ohne vorherige Wortkenntnis in Übereinstimmung zu bringen. Diese Benchmarks zeigen signifikante Leistungslücken zwischen Modellen und menschlichem Verständnis auf und heben kritische Verbesserungsbereiche im Sprachverständnis hervor.
Diese Dissertation trägt erheblich zum Feld bei, indem sie die Qualität semantischer Repräsentationen in der NLP verbessert, Transferstrategien für ressourcenarme Sprachen weiterentwickelt, Methoden zur Wortausrichtung vorantreibt, die Interpretierbarkeit von Embeddings erhöht und nuanciertere Evaluationsbenchmarks entwickelt
"We have to get really uncomfortable to get comfortable"
Recognizing that representations are constructed and not mimetic, this dissertation considers how objects such as postage stamps, pipelines, and beads circulate narratives of Indigenous Peoples and geographies in Canada to both domestic and international audiences. Far from essentializing the experiences of the three main groups of Indigenous Peoples in Canada—First Nations, Metis, and Inuit—three distinct case studies, grounded in human geography, illustrate how specific groups of Indigenous Peoples and their geographies, which constitute unique configurations of people, places, cultures, and environments, have been, currently are, and are striving to be represented, while critically assessing the narratives of colonialism and reconciliation they circulate.
Three types of representation are privileged, notably visual, media, and self-representation. How did a postage stamp issued in the 1950s featuring an Inuk hunter attempt to symbolically assimilate Inuit and their geographies into the Canadian body politic while bolstering Canada’s de facto sovereignty in the High Arctic? How do Indigenous views for and against fossil fuel extraction, as exemplified by the Trans Mountain Pipeline Expansion Project, come to be represented and communicated across media geographies? And how can forms of Indigenous self-representation, such as the practice and wearing of beadwork, both portray one’s identity and create strong social and cultural networks in urban areas, which have historically marginalized Indigenous Peoples and geographies?
As the title suggests, answering these questions requires getting uncomfortable to get comfortable. To achieve this, three sets of methodologies are adopted to unsettle and advance these processes, namely the use of archival material, media content analysis, and semi-structured qualitative interviews. Picking up on the work of geographers to actively engage in the decolonization of the discipline, new methodologies and concepts are proposed to develop novel ways of “sensing” geography, through seeing, listening, and feeling different objects, while understanding them as vehicles of representation. Ultimately, by centring the voices of Indigenous Peoples, it is suggested that researchers can further develop anticolonial research frameworks, which meaningfully engage with Indigenous Peoples and geographies.
The main contributions of this dissertation include 1) advancing the term banal colonialism to describe how the land-centered narrative of colonialism is circulated to a wide audience through unassuming and banal objects such as postage stamps, 2) the development of a new methodology for analyzing media content relating to the views of Indigenous Peoples, where media representation is cross-referenced with sources coming directly from the actors themselves over a long period of time, and 3) proposing the term “brave space” to characterize the spaces where Indigenous Peoples can access social and cultural networks of learning, exchange, and solidarity, which contribute to the formation of a sense of identity and place. Brought together, these case studies demonstrate how representations construct colonial imaginaries and imaginative geographies, and how present and future forms of representation can unsettle them, while advancing the project of truth, reconciliation, and healing