Ludwig-Maximilians-Universität München

Digitale Hochschulschriften der LMU
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    22455 research outputs found

    Role of immune regulatory mechanisms in AML and ALL

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    On grouping and partitioning approaches in interpretable machine learning

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    Forecasting the price-elasticity of airline passenger-demand for dynamic price optimization

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    For service industries such as air travel, pricing drives demand. To maximize revenue, airlines have to predict the demand-elasticity of the price at the micro-level to optimize their pricing strategy such that the right customer buys the right product bundle at the right time. This thesis contributes to the literature of operation research and statistics by presenting two models for estimating the passengers' price sensitivity for air travel with variable price derivatives at the daily booking and individual flight level. Furthermore, the models' applications to airline revenue management, particularly continuous pricing and customer segmentation, are discussed. Additionally, as airline revenue management systems control demand by price, price endogeneity is considered. The first, an augmented generalized additive model, assumes a booking intensity as a function of booking and flight level covariates, including nonlinear effects modelled semi-parametrically using penalized splines. The application of monotonicity constraint ANOVA-type smooth interactions up to the bivariate level can identify substantial variations in price sensitivity and exceed state-of-the-art alternatives' predictive performance. The proposed approach offers a simple and efficient way to implement continuous pricing with a closed-form solution. Furthermore, a field study is conducted, which results in a revenue increase of 6% on average. The second approach, a finite mixture model with covariate-dependent probabilities, reduces the generalized additive model's complexity by not estimating high dimensional smoothing functions to capture variable price derivatives. Compared to the generalized additive model, which models a single booking intensity with numerous smoothing functions, the finite mixture model assumes fluctuations in the observed passenger willingness to pay to originate from customer heterogeneity. The mixture model is estimated for a unique dataset of over one million daily counts of bookings for 9,602 scheduled flights on a short-haul route over two years. A rich latent segmentation is uncovered, along with strong covariate effects. The calibrated model can quantify demand and price elasticity for flights booked on different days before departure. As the model is interpretable, forecasts can be created even under unforeseeable scenarios. For instance, while our model is calibrated on data collected before COVID-19, many empirical insights will likely remain valid as air travel slowly recovers in post-COVID-19 times.In Dienstleistungsbranchen wie dem Luftverkehr bestimmt der Preis die Nachfrage. Um den Umsatz zu maximieren, müssen Fluggesellschaften die Nachfrageelastizität des Preises auf der Mikroebene (täglich für jeden Flug ) vorhersagen, um ihre Preisstrategie so zu optimieren, dass der richtige Kunde das richtige Produktbündel zur richtigen Zeit kauft. Diese Arbeit leistet einen Beitrag zur Literatur des Operations Research und der Statistik, indem zwei Modelle zur Schätzung der Preissensitivität von Fluggästen bei Flugreisen mit variablen Preisableitungen vorgestellt werden. Neben der Schätzung der Preissensitivität wird die Anwendungen der Modelle auf das Ertragsmanagement von Fluggesellschaften, insbesondere auf die kontinuierliche Preisgestaltung und die Kundensegmentierung, diskutiert. Da die Ertragsmanagementsysteme der Fluggesellschaften die Nachfrage über den Preis steuern, wird zudem die Preisendogenität berücksichtigt. Das erste Modell, ein erweitertes verallgemeinertes additives Modell, geht von einer Buchungsintensität als Funktion Kovariaten auf Buchungs- und Flugebenen aus, einschließlich nichtlinearer Effekte, die semiparametrisch mit Hilfe von penalisierten Splines modelliert werden. Durch die Anwendung monotoner ANOVA-artiger glatter Interaktionen bis hin zur bivariaten Ebene können erhebliche Variationen in der Preissensitivität identifiziert und die Prognosegenauigkeit zu gängigen Alternativen übertroffen werden. Darüber hinaus bietet der vorgeschlagene Ansatz einen effizienten Weg zur Implementierung einer kontinuierlichen Preisgestaltung Mittels einfacher mathematischer Funktionen. Des Weiteren wird eine Feldstudie durchgeführt, welche bestätigte, dass der neue Modellierungsansatz zur Umsatzsteigerung von durchschnittlich 6% führt. Der zweite Ansatz, ein Finite-Mixture-Modell mit kovariatenabhängigen Mixture-Wahrscheinlichkeiten, reduziert die Komplexität des verallgemeinerten additiven Modells, da keine hochdimensionalen Glättungsfunktionen zur Erfassung variabler Preisableitungen geschätzt werden müssen. Im Vergleich zum verallgemeinerten additiven Modell, das eine einzige Buchungsintensität mit zahlreichen Glättungsfunktionen modelliert, geht das Finite-Mixture-Modell davon aus, dass Schwankungen in der beobachteten Zahlungsbereitschaft der Fahrgäste auf die Heterogenität der Kunden zurückzuführen sind. Das Mixture-Modell wird für einen Datensatz von über einer Million täglicher Buchungen für 9.602 Linienflüge auf einer Kurzstrecke über zwei Jahre hinweg geschätzt. Die Schätzungen verdeutlichen eine umfangreiche latente Segmentierung der Fluggäste, welche sich in zahlreichen Kovariateneffekten deutlich unterscheiden. Das kalibrierte Modell kann die Nachfrage- und Preiselastizität für Flüge quantifizieren, die an verschiedenen Tagen vor dem Abflug gebucht werden. Da das Modell interpretierbar ist, können Prognosen auch unter unvorhersehbaren Szenarien erstellt werden. Obwohl unser Modell auf der Grundlage von Daten kalibriert ist, welche vor COVID-19 erhoben wurden, dürften viele empirische Erkenntnisse auch dann noch gültig sein, wenn sich der Flugverkehr in der Zeit nach COVID-19 normalisiert

    Neocarzilins – natural compounds with diverse molecular targets and biological effects

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    Die komplexe Versorgung schwerkranker Kinder im stationären Setting und die daraus resultierenden Herausforderungen und Bedürfnisse ihrer Eltern

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    Hintergrund: Die Prävalenz von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen (Life Limiting Conditions, LLC) nimmt zu. Viele der Patient:innen er-leben im Verlauf ihrer Erkrankung regelmäßig medizinische Krisen, welche einen Krankenhausaufenthalt erfordern. Ihre Eltern werden dabei zu wichtigen Unterstüt-zenden in der Versorgung. Daten über die medizinische Komplexität, den Aufwand in Pflege und Versorgung der Patient:innen sowie das Erleben des stationären Auf-enthaltes aus der Perspektive ihrer Eltern sind rar. Ziel der Studie: Ziel der Studie ist es, die Patient:innen- und Versorgungscharakte-ristika auf einer spezialisierten Station für Kinder und Jugendliche mit LLC darzu-stellen, um Hinweise auf die Komplexität in ihrer Versorgung und auf die Relevanz spezialisierter Strukturen zu erlangen. Aus der Versorgungsanalyse sowie Inter-views mit Eltern sollen Hypothesen generiert werden, um den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen mit LLC sowie ihren Eltern im stationären Setting besser gerecht werden zu können. Methodik: Die Studie beinhaltet die retrospektive Analyse und deskriptive Auswer-tung der Daten von 487 Aufnahmen (201 individuelle Patient:innen) einer speziali-sierten pädiatrischen Palliativstation, einschließlich demografischer und klinischer Daten sowie Versorgungscharakteristika in einem Zeitraum von April 2016 bis No-vember 2020. Zudem erfolgte die Durchführung von semistrukturierten Interviews mit systematischer Auswahl der 10 befragten Elternteile (7 Mütter, 3 Väter). Die In-terviewauswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz. Ergebnisse: Die Analyse der Patient:innendaten zeigte eine große Heterogenität und Versorgungskomplexität. Das Alter der Patient:innen bei der Aufnahme reichte von 1 Tag bis 35,3 Jahre (Median 4,8 Jahre, 19%18 Jahre). 66% wurden von einem Team der spezialisierten ambulanten pädiatrischen Palliativver-sorgung (SAPPV) eingewiesen, 9% wurden von einer Intensivstation zuverlegt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 11 Tage (Range 1-186). In 78% der Fälle wurden die Patient:innen nach Hause entlassen. In 11% verstarb der/die Patient:in auf der Station (27% der individuellen Patient:innen). Die häufigsten Diagnosen waren nach ICD-10 Erkrankungen des Nervensystems (38%) sowie kongenitale Anomalien (34%). Nur 7% litten an einer onkologischen Erkrankung. Von den onko-logisch erkrankten Patient:innen verstarben die meisten auf der Kinderpalliativstati-on (79%). Die vorherrschenden akuten Symptome waren Dyspnoe (61%), gastroin-testinale Symptome (58%) und Schmerzen (54%). In 79% der Fälle waren die Pati-ent:innen auf medizinische Devices angewiesen (Atemunterstützung 29%, Ernäh-rungssonde 71%). Die Auswertung der Interviews mit Müttern und Vätern von Kindern und Jugendli-chen mit LLC erlaubt im Rahmen der Studie einen Einblick in die Versorgungsstruk-turen einer Kinderklinik aus der Perspektive von Eltern. Der Aufenthalt in einer Kin-derklinik stellt für die Patient:innen und ihre Familien eine Ausnahmesituation dar. Eltern werden zu Expert:innen für ihr Kind und erlernen teilweise komplexe, medi-zinische Handlungen, um ihr Kind versorgen zu können. Sie haben das Bedürfnis nach mehr Entlastung und Unterstützung während eines Aufenthalts in einer Kin-derklinik. Eltern berichten von fachlicher und emotionaler Überforderung seitens der Fachkräfte. Zudem erleben Eltern einen deutlichen Mangel an Fachkräften und eine dadurch bedingte erhebliche eigene Belastung in der Versorgung des Kindes. Als entlastend empfinden sie eine hohe fachliche Kompetenz und persönliches En-gagement der Fachkräfte. Wichtig ist für sie weiterhin eine ehrliche und respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe sowie eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Kind im Fokus. Diskussion: Die vorliegende Studie zeigt die Komplexität und Heterogenität in der stationären Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit LLC und mit welchen Herausforderungen sich ihre Eltern dabei konfrontiert sehen. Die medizinische Komplexität der Patient:innen erfordert regelmäßige Krankenhausaufenthalte und dabei häufig die Aufnahme auf eine Intensivstation, welche für sie und ihre Eltern sehr belastend sein kann. Es gilt Konzepte zu entwickeln, wie Eltern in die stationä-re Versorgung ihrer Kinder integriert und dabei in ihrer Kompetenz gestärkt werden können. Um den Bedürfnissen der Patient:innen und Familien, welche sich aus ih-rer medizinischen Komplexität und den Erfahrungen ihrer Eltern ableiten lassen, begegnen zu können, sind spezialisierte Versorgungsstrukturen und Fachkräfte notwendig

    In silico investigations towards homochirality in the context of the origin of life

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    The future of the improvements of industrial and chemical processes is likely to be data-based. An elementary implementation for this are continuously developed tools to gain in-sights into complex reaction networks. This work provides insights into the design and ap-plication of two reaction kinetic tools and exhibits the broad application potential thereof ranging from autocatalysis to prebiotic reaction networks. The first context in which the developed program for reaction network analysis was applied to, was an Origin of Life project. Since the approaches to fathom the origin of homochirality are diverse, explicit model development is crucial. In this dissertation, a cheminformatics approach was chosen for the first topic (chapter 3) to observe symmetry breaking at the molecular level. This is particularly interesting because the tool SMK.exe we developed, can be adapted for a multitude of different chemical reaction networks. First, an insight into the program structure and functionality was given. Input and output requirements were discussed as well as the validation of reproducibility. Then, this efficient method for studying the reaction kinetics of single molecules was applied to several model systems including both autocatalysis systems and a cascade reaction. Important implica-tions for the combination of kinetic requirements towards symmetry breaking on a molecular level by statistical sampling were obtained. By means of a statistical analysis and a long-term simulation, it could be confirmed that the system has not exhibit any bias and that the formation of a preferred enantiomer is random. In the second subject area (chapter 4) the primordial atmosphere of a planet was examined with a further developed cheminformatics tool (RNA.exe). Based on experimental findings, a robust atmospheric model was developed. With this model, a large-scale in silico catalysis was carried out in which important organic molecules were formed from atmospheric gases. A novel marker within the system for CO2 fixation, building block formation and thus the Origin of Life was identified. The crucial role of H2 formation and consumption was demon-strated. The general significance of whether any early Earth-like metallosilicate planet would be able to provide evidence of the emergence of life was discussed. The third subject area was the validation of the advanced RNA.exe tool (chapter 5) in an autocatalytic setting. The program was validated using experimental kinetic data on the SOAI reaction. The refinement method and the accuracy of the simulated sets were shown

    Using guided case-based learning to foster social work students’ child welfare assessment skills

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    Preparing students for child protection practice is a challenge in social work education. Exploring ways of equipping them with relevant skills and knowledge for assessment is an ongoing endeavour. One target of social work education is to enable students engage in high- quality assessment processes, learning how to evaluate different sources of information systematically and critically. A variety of instructional approaches have been employed to teach about the assessment of child welfare cases, including case-based learning. In this approach, so-called "cases" are used to introduce students to a wide range of scenarios, most likely to be encountered in a real-world. Digital technologies broaden the range of opportunities to realize case-based learning (CBL). With digital means, it is possible to present cases in different formats like videos for example. Guiding students through their learning processes with scaffolds such as computer- supported scripts (CSS) is also possible. By breaking down complex tasks into smaller ones and showing how certain steps can be undertaken, CSS make learning about complex topics manageable. For example, students can be sequentially guided to conduct a risk assessment, reconstruct a case, or define a problem when learning about child welfare practices. However, there is a fine line between providing the right amount and too much guidance. On the one hand, scaffolds should help students perform the necessary learning activities at a higher level. On the other hand, too much guidance may have a negative impact on students’ autonomy, self-regulation, and motivation. Considering these insights, a question arises as to how computer-supported scripts can be designed to provide necessary guidance while maintaining balance that they are not too rigid. Providing students with the possibility of choosing when and how they want to be supported can be a way of making scripts flexible. This way scripts are said to be “adaptable”. Nonetheless, not all students might have the skills to make adjustments effectively so additional support might be warranted. Metacognitive reflectionprompts can be used to stipulate students’ engagement in learning activities such as planning which might lead to better adaptation decisions. Building on research about supporting learning process form various disciplines, this doctoral thesis had three aims: 1) to examine if offering guidance in digital case-based learning environments could help social work students acquire knowledge crucial to assessing child welfare cases, 2) to examine the effects of computer-supported scripts and metacognitive prompts on knowledge acquisition, and 3) to understand how students experience and reflect about learning in such environments. With a mixed method approach, two interconnected studies were conducted. The overall goal was to gain detailed insights into how instructional support can be used effectively to teach about child welfare assessment. A 2*2 quasi- experimental study with a control group was conducted. Data was collected from (N = 104) social work students on five different university campuses in Bavaria. In study 1, the 1) type of computer-supported scripts (adaptable vs. strict scripts) as well as 2) type of metacognitive reflection prompts (generic vs. specific) were manipulated. In the control condition, neither prompts nor computer-supported scripts were provided. All participants were randomly assigned to one of the experimental (Guided Case-Based Learning) or a control group (Unguided Case-based Learning). In an online learning environment, students were asked, to assess four child welfare case vignettes with or without guidance. Building on the work of Förtsch et al. (2018) three distinct types of knowledge acquisition were assessed: conceptual knowledge, strategic knowledge, and reasoning knowledge. In the post-tests, students in guided case-based learning (GCBL) environments acquired higher conceptual knowledge scores than those in unguided case-based learning (UGCBL) environments /control group. Effects of guidance on the acquisition of strategic knowledge and reasoning were marginal. There was minimal difference between students learning with an adaptable or strict CSS. Learning with the former was but not less effective than learningwith the latter. Generic prompts and adaptable scripts were found to be single-handedly effective at fostering conceptual knowledge in the post-test, but not when combined. Interestingly the intensive use of the opportunity to adapt the script was associated with conceptual knowledge acquisition. This indicated that effects of adaptable CSS might even be increased if students are effectively supported in using this option. Taking the complexity of child welfare assessments and the short duration of the study, it can be concluded that GCBL is a promising way of equipping students with knowledge crucial to the assessment of child welfare cases. In this area, further research is needed to understand how scaffolds can facilitate the congruent use of conceptual knowledge, strategic knowledge, and reasoning during child welfare assessments. In study 2, a qualitative content analysis (Kuckartz, 2019) was conducted. Responses from N = 70 to a reflection exercise about learning in a guided case-based learning environment were analysed. Based on overarching themes, participants acknowledged the complexity of conducting child welfare assessment. They attributed perceived difficulty to a variety of factors such as limited experience in the field of child welfare assessment. Dealing with uncertainty and the ambiguous nature of information in child were also revealed to be a challenge. According to some students, the GCBL environment helped them identify areas of focus during assessments. Others, however, perceived the step-by-step breakdown of the assessment exercise as an interference with their problem-solving. This study suggests that clear instruction, opportunities for interaction, and avenues for feedback can enhance GCBL environments or students' learning experiences. Specifically, this dissertation proposes that CBL can be an effective method of teaching child welfare assessment, particularly when guidance is provided. Besides supporting the knowledge acquisition process, scaffolds like CSS and metacognitive prompts can be used to foster students’ confidence in areas perceived to be challenging. An example of these is the ability to deal with uncertainty. Research is however needed to examine suitable means of achieving this

    The resolution of international tax disputes

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    Einsatz von Sedativa in den letzten sieben Lebenstagen bei Patient*innen mit malignen Erkrankungen auf Krankenhausstationen der Hämatologie/Onkologie

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    Hintergrund: Trotz des kontinuierlichen Fortschrittes in der Medizin gibt es weiterhin Erkrankungen, die kurativ nicht behandelbar sind. In solchen Situationen kann die Palliativversorgung helfen, das Leiden zu lindern und die Lebensqualität zu steigern. Wenn alle Therapiekonzepte zur Leidenslinderung versagt haben, kann eine Sedierung in der Palliativversorgung eine letztmögliche Behandlungsoption sein. Bislang mangelt es an einer einheitlichen Definition und Kriterien für Sedierung in der Palliativversorgung, weshalb die in der Literatur angegebenen Prävalenzen einer solchen Sedierung stark divergieren. Zudem wurden der Einsatz von Sedativa und Sedierung außerhalb der spezialisierten Palliativversorgung bisher kaum untersucht. Zielsetzung: Ziel der vorliegenden Doktorarbeit war es, den Einsatz von Sedativa in den letzten sieben Lebenstagen bei Patient*innen mit malignen Erkrankungen auf Krankenhausstationen der Hämatologie/Onkologie zu beschreiben. Die Charakteristika der Anwendung von Sedativa sollten erfasst und die soziodemographischen und klinischen Charakteristika zwischen Patient*innen, die Sedativa (mit kontinuierlichen Effekt) erhielten, und Patient*innen, die keine Sedativa (mit kontinuierlichem Effekt) erhielten, verglichen werden. Methoden: Es wurde eine retrospektive Kohorten-Studie in Form einer Aktenanalyse der Daten der letzten sieben Lebenstage von Patient*innen mit malignen Erkrankungen, die in zwei Münchener Kliniken für Hämatologie/Onkologie im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2015 und dem 31. Dezember 2017 verstarben, durchgeführt. Im Rahmen dieser Studie wurden nur solche Medikamente als „Sedativa“ untersucht, die in Leitlinien für Sedierung in der Palliativversorgung empfohlen werden (Haloperidol, Levomepromazin, Clonazepam, Diazepam, Flunitrazepam, Lorazepam, Lormetazepam, Midazolam, Oxazepam, Propofol). „Sedativa mit kontinuierlichem Effekt” wurden definiert als kontinuierliche parenterale Infusion für ≥ 0,5 Stunden oder wiederholte Applikationen, die erwartungsgemäß zu einer Sedierung für ≥ 24 Stunden führen. Die als „wahrscheinlich mindestens mäßiggradig sedierend“ beurteilte Dosis wurde als 24 mg für parenterales Midazolam und 4 mg für orales Lorazepam definiert. Die Reinigung und Analyse der Daten erfolgte mit dem Statistikprogramm R, Version 3.6.1. Es wurden deskriptive und bivariate statistische Analysen durchgeführt. Je nach Zielgröße und Verteilungsannahme wurden der Mann-Whitney-U-Test, der Chi-Quadrat-Test oder der exakte Test nach Fischer verwendet. Es wurde ein Signifikanzniveau von fünf Prozent verwendet. Ergebnisse: 231 Patient*innen wurden in die Studie eingeschlossen. 104 Patient*innen waren weiblich. Mittleres Alter aller Patient*innen war 69 Jahre (60-77;22-93). In ihrer letzten Lebenswoche erhielten 169/231 Patient*innen (73 %) mindestens einmal ein Sedativum. 120/169 Patient*innen (71 %) wurde ein Sedativum mit kontinuierlichem Effekt verabreicht. 40/231 aller Patient*innen (17 %) erhielten Sedativa in einer „wahrscheinlich mindestens mäßiggradig sedierenden“ Dosis. Insgesamt wurden bei 18/231 aller Patient*innen (8 %) die Begriffe „Sedierung“ oder „sedierend“ in der Patient*innenakte dokumentiert. Je näher das Versterben der Patient*innen rückte, desto häufiger wurden Sedativa eingesetzt. Die Benzodiazepine Midazolam (bei 116/231 aller Patient*innen (50 %)) und Lorazepam (bei 102/231 aller Patient*innen (44 %)) wurden am häufigsten eingesetzt. Die Tagesgesamtdosis von Midazolam lag im Median bei 10 mg/d, die von Lorazepam bei 1 mg/d. Patient*innen, die Sedativa erhielten, waren im Vergleich zu Patient*innen, die keine Sedativa erhielten, jünger (p=0,024), wurden länger stationär behandelt (p=0,011) und häufiger von einem Palliativdienst im Krankenhaus betreut (p<0,001). Sie wurden außerdem häufiger enteral oder parenteral ernährt (p=0,029) und mit Opioiden behandelt (p<0,001). Patient*innen, die Sedativa mit kontinuierlichem Effekt erhielten, waren jünger (p<0,001), öfter weiblich (p=0,025), hatten einen längeren stationären Aufenthalt (p=0,036) und häufiger solide Tumore (p=0,026). Sie wurden häufiger von einem Palliativdienst mitbetreut (p<0,001), vermehrt begleitend enteral oder parenteral ernährt (p=0,022) und häufiger zusätzlich mit Opioiden behandelt (p<0,001), als Patient*innen, die keine Sedativa mit kontinuierlichem Effekt erhielten. Diskussion: Die vorliegende Arbeit zeigt, dass Sedativa auch auf Krankenhausstationen außerhalb der spezialisierten Palliativversorgung am Lebensende häufig eingesetzt werden. Auch bei Einsatz von Sedativa mit kontinuierlichem Effekt in einer „wahrscheinlich mindestens mäßiggradig sedierenden“ Dosis wurde dies nur bei einer Minderheit auch als „Sedierung“ in der Patient*innenakte vermerkt. Dies könnte auf eine Unsicherheit hinweisen, ab wann der Einsatz von Sedativa auch wirklich eine Sedierung darstellt. Perspektivisch sind deswegen einheitliche, objektive und messbare Kriterien wichtig, um – trotz aller interindividuellen Variabilität – bei dieser Einordnung zu unterstützen. Zusätzlich kann die Erstellung von Standard Operating Procedures (SOP), also standardisierten Vorgehensweisen für einzelne Kliniken, für den Einsatz von Sedativa und Sedierung am Lebensende dazu beitragen, die Indikationsstellung sowie die Dokumentation und Überwachung des Einsatzes von Sedativa, insbesondere in sedierenden Dosen, gemäß best-practice- Standards zu gewährleisten

    The role of neutrophil extracellular traps in hepatic immune homeostasis

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    The liver is a frontline immunological barrier tissue, an active detoxifying filter and the most important metabolic organ in human beings. The liver immune compartment is capable of detecting, capturing and clearing pathogens, pathogen-associated molecular patterns (PAMPs), gut-incoming antigens and diet-derived metabolites. Consequently, the hepatic immune compartment needs to ensure a delicate balance between tolerogenic and inflammatory responses, against non- and pathogenic insults, respectively. NETosis, a neutrophil-specific cell death program, is characterized by the release of web-like structures referred to as neutrophil extracellular traps (NETs). NETs are composed of extracellular DNA strands associated with modified histones and neutrophil granular proteins. NETs exert a key antimicrobial function that allows neutrophils to capture and kill pathogens. Here, we found that NET-like structures are present in murine immunological barrier tissues (e.g. spleen, lung, lymph nodes, liver) in the absence of pathology, likely supporting an alternative role of neutrophils and NETs during tissue homeostasis. In particular, NET-like structures emerged significantly during the night-time in the hepatic tissue. Absence of NET-like structures in different neutrophil-deficient knock-out mice, and their inhibition upon DNAse I or BB-Cl-Amidine treatment, confirmed the neutrophil-origin of the identified NETs and that their presence during tissue homeostasis helps maintaining a systemic anti-inflammatory condition. Homeostasis refers to the highly dynamic processes occurring within an organism internal environment in order to ensure a constant threshold of physiological parameters. Interestingly, mice are nocturnal creatures that have a night-associated active period, when they eat substantially more food compared to the diurnal phase and are exposed to an increased amount of potential insults. This brought up the idea of NETs being not just an inner circadian-regulated immunological function, but rather that food intake could work as an environmental entrainment cue for NET release. The NETosis dynamic profile in the liver was modified upon different dietary patterns, the diet´s nutritional composition and the chemical structure of the main fatty acid content of dietary fats. A diet high in fat and sugar induced the highest NETosis ratios, compared to diets with a low-fat content or fasted conditions. Fat-rich diets induce gut-permeability, intestinal dysbiosis and metabolic endotoxemia. NETs emerged as a key component of the hepatic immunological barrier system as sentinels against gut-derived PAMPs and DAMPs (reflected by a higher TLR2- and TLR4-night-associated activity), and as peacemakers within the low-profile pro-inflammatory scenario associated to postprandial conditions. Conditions gathering a higher and local hepatic presence of NETs at night were overall associated with a lower pro-inflammatory profile in the liver. Levels of IL-5 and IFN-γ (pro-fibrotic cytokines) were particularly augmented in the liver in absence of NETs. Altogether, our study spotlights NETs as key players in the maintenance of the hepatic tolerogenic and anti-inflammatory immune status and, ultimately, in the normal liver physiology

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