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Deviant behavior and criminalization in the context of the climate movement. A systematic literature review
Im vorliegenden Beitrag wird ein systematischer Literaturüberblick über die Thematisierung von abweichendem Verhalten bzw. intentionalen Normbrüchen (vor allem zivilem Ungehorsam) durch Klimabewegungen respektive von spezifischen Aktivistinnen und Aktivisten und deren Gruppen im wissenschaftlichen Diskurs gegeben. Jenseits spezifischer Aktionsformen (darunter auch Beiträge, in denen ein Bedarf an Aktionen festgestellt wird oder in denen entsprechend argumentiert wird) werden ferner auch die gesellschaftlichen und/oder sicherheitsbehördlichen Reaktionen darauf fokussiert. Insgesamt wurden 144 deutsch- und englischsprachige (empirische sowie nicht-empirische) Publikationen zwischen 2003 und 2023 in den systematischen Literaturüberblick einbezogen. Es ließen sich drei Kernthemen identifizieren (Strategien von Bewegungen und Motivationen von Aktivistinnen und Aktivisten sowie deren Entwicklung und gesellschaftliche Wahrnehmung; rechtswissenschaftliche, kriminologische und kriminalpolitische Auseinandersetzungen; Diskussionen zur Legitimität von Protestformen, Kritik an Politik und Medien sowie die Formulierung eines Bedarfs an Aktionen), deren Ergebnisse dargestellt und diskutiert werden.This article provides a systematic literature review on the scientific analysis of deviant behaviour or
intentional norm violations (in particular civil disobedience) by climate movements or by specific activists and their groups. In addition to specific forms of action (including contributions in which a need for action is identified or argued as necessary), the focus is also on the reactions of society and/or security authorities. A total of 144 German and English-language (empirical and non-empirical) publications between 2003 and 2023 were included in the systematic literature review. Three core topics could be identified (strategies of movements and motivations of activists as well as their development and social perception; jurisprudential, criminological and criminal-political debates; discussions on the legitimacy of forms of protest, criticism of politics and the media as well as the formulation of a need for action). Results will be presented and discussed
Acid-base homeostasis orchestrated by NHE1 defines the pancreatic stellate cell phenotype in pancreatic cancer
Pancreatic ductal adenocarcinoma (PDAC) progresses in an organ with a unique pH landscape, where the stroma acidifies after each meal. We hypothesized that disrupting this pH landscape during PDAC progression triggers pancreatic stellate cells (PSCs) and cancer-associated fibroblasts (CAFs) to induce PDAC fibrosis. We revealed that alkaline environmental pH was sufficient to induce PSC differentiation to a myofibroblastic phenotype. We then mechanistically dissected this finding, focusing on the involvement of the Na+/H+ exchanger NHE1. Perturbing cellular pH homeostasis by inhibiting NHE1 with cariporide partially altered the myofibroblastic PSC phenotype. To show the relevance of this finding in vivo, we targeted NHE1 in murine PDAC (KPfC). Indeed, tumor fibrosis decreased when mice received the NHE1-inhibitor cariporide in addition to gemcitabine treatment. Moreover, the tumor immune infiltrate shifted from granulocyte rich to more lymphocytic. Taken together, our study provides mechanistic evidence on how the pancreatic pH landscape shapes pancreatic cancer through tuning PSC differentiation
Alte Tools für neue Titel?:Online-Werkzeuge zur kooperativen Vorakzession in Fachreferat und Erwerbung
Die regelmäßige Sichtung von Neuerwerbungslisten oder Nationalbibliographien ist vielerorts Bestandteil der zu erbringenden Tätigkeiten im Fachreferat. Speziell mit kleinem Budget ausgestattete Fachreferate wollen ihre Ressourcen für den Ankauf neuer Literatur gut geplant wissen. Der Abgleich der Flut an neuen Titeln mit dem vorhandenen Bestand, mit potentiellen Erwerbungen im eigenen Haus an anderer Stelle oder aufgrund beliebiger weiterer Kriterien lässt sich am besten mit digitaler Unterstützung realisieren. Im Rahmen dieser Session möchten wir drei Online-Tools vorstellen, die für diese Aufgaben entwickelt wurden, und gemeinsam erbeiten, welche Features, Datenbestände, Schnittstellen oder Fähigkeiten für die Verbesserung dieser Arbeiten gewünscht werden.
Vorgestellte Tools:
-Literarischer Speiszettl: 2014 von Christian Erlinger entwickelt, seither von der OBVSG gehostet. Die mandantenfähige Plattform bietet aktuell für ca. 10 Bibliotheken aus dem D-A-CH-Raum ein Webportal zur kollaborativen Sichtung der deutschen Nationalbibliographie.
-Bibliographienservice der ULB Münster: In-House-Entwicklung für die Bibliotheken der ULB Münster zur einfachen Durchsicht von und transparenten Bestellung aus Nationalbibliographien
-ELi:SA: Tool entwickelt vom hbz in Köln, mit dem Bibliotheken die Literatursichtung und -auswahl mittels Erwerbungsprofilen komfortabel über ein Webportal vornehmen können; die Literatur kann dann automatisiert aus dem Bibliothekssystem bei beliebigen Lieferanten bestellt werde
A Medium of Transatlanticism:Newspapers in the Weimar Era
Zeitungen und Printmedien stellen ein grundlegendes, aber häufig unterrepräsentiertes Medium für die Erforschung transatlantischer Kulturtransfers dar. Die zunehmende Digitalisierung der Titel ermöglicht Wissenschaftler*innen einen nie dagewesenen Zugang zu diesen Ressourcen. Vor dem Hintergrund solcher Online-Tools und den neueren Forschungen zur deutschen Presse untersucht dieser Beitrag, wie Zeitungen in die wichtigen transatlantischen Makrotrends der Weimarer Republik verwoben waren. Dafür werden ausgewählte Fallstudien angeführt, die den Wert des Mediums für die historische, kulturelle und literarische Analyse aufzeigen.Newspapers and print media constitute an essential, but often underutilized medium for exploring transatlantic exchange. With increasing numbers of titles digitized, newspapers are now accessible to scholars in unprecedented ways. In light of new online tools and advances in research surrounding the German press, this entry looks at how newspapers were interwoven with key macrotrends of transatlanticism during the Weimar Republic and examines select case studies to reveal the medium’s value for historical, cultural, and literary analysis
Anaplerotic Therapy Using Triheptanoin in Two Brothers Suffering from Aconitase 2 Deficiency
Citric acid cycle deficiencies are extremely rare due to their central role in energy metabolism. The 'ACO2' gene encodes the mitochondrial isoform of aconitase (aconitase 2), the second enzyme of the citric acid cycle. Approximately 100 patients with aconitase 2 deficiency have been reported with a variety of symptoms, including intellectual disability, hypotonia, optic nerve atrophy, cortical atrophy, cerebellar atrophy, and seizures. In this study, a homozygous deletion in the 'ACO2' gene in two brothers with reduced aconitase 2 activity in fibroblasts has been described with symptoms including truncal hypotonia, optic atrophy, hyperopia, astigmatism, and cerebellar atrophy. In an in vivo trial, triheptanoin was used to bypass the defective aconitase 2 and fill up the citric acid cycle. Motor abilities in both patients improved
Münsteraner Hochschulen in der Nachhaltigkeitstransformation:Bestandsaufnahme und Ausblick
Dieser Bericht dient einer evidenzbasierten Entwicklung von Transformationspfaden hin zu einer nachhaltigen Hochschullandschaft Münster. Hierfür geht der Bericht der Frage nach, welche ermöglichenden und behindernden Strukturen Angehörige von Münsteraner Hochschulen in ihrem Bestreben, Nachhaltigkeitstransformation anzustoßen, erleben und welche Bedarfe und Themen sich daraus für die aktive Gestaltung von Transformation in Form von partizipativen Formaten wie Reallaboren ergeben. Eingebunden in die Forschung sind die drei größten Münsteraner Hochschulen: die FH Münster, die Universität Münster und die katho NRW, mit Fokus auf dem Standort Münster. Der Bericht ist untergliedert in zwei Teile: Der erste Teil besteht aus einer Bestandsaufnahme bestehender Nachhaltigkeitsinitiativen und transformativer Projekte, sowie dem dahinterliegenden Nachhaltigkeitswissen und dem damit einhergehenden Engagement und den damit verbundenen Motivationen an den drei größten Münsteraner Hochschulen. Der zweite Teil beschäftigt sich mit Partizipation an Hochschulen und Methoden der Ko-Produktion, insbesondere Reallaboren. Übergeordnet dient dieser Bericht der Untersuchung der Barrieren, Treiber und weiterer Einflussfaktoren auf die Hochschultransformation, sowie dazu, Handlungsfelder zu identifizieren und vielfältige Einblicke zu liefern, um die Reallabore zielgerichtet auszugestalten
Quasiphasenanpassung von hohen Harmonischen in einem dichtemodulierten Aluminiumplasma
Die Erzeugung hoher Harmonischer gehört zu den verbreitetsten Methoden für die Bereitstellung von sowohl kurzwelliger Strahlung im XUV-Bereich als auch ultrakurzen Lichtimpulsen mit Impulsdauern von einigen Attosekunden. Aufgrund der geringen Effektivität des Erzeugungsprozesses reicht der Photonenfluss im Feld der Harmonischen jedoch für viele potentielle Anwendungen nicht aus. In dieser Arbeit wird eine Methode vorgestellt, die Effektivität des Erzeugungsprozesses möglichst weit zu steigern. Sie basiert auf der Quasiphasenanpassung der erzeugen Felder in einem räumlich strukturierten Aluminiumplasma. Es konnten bis zu vier voneinander getrennte Konversionszonen eingesetzt werden, die zu einer maximal möglichen Verstärkung der Strahlungsleistung um einen Faktor von 16 gegenüber einer einzelnen Konversionszone geführt haben. Bei einer korrekten Dimensionierung der Länge der Konversionszonen und deren gegenseitiger Abstände treten dabei keine Leistungseinbrüche im Inneren der Konversionszonen auf
Entwicklung und Evaluierung eines Toolkits für das maschinelle Lernen in der organischen Chemie
In der Chemie eröffnet das maschinelle Lernen die Perspektive, komplexe Problemstellungen zu lösen und neues Wissen für die Entwicklung von Materialien, Arzneimitteln und chemischen Reaktionen zu generieren. Trotz dieser vielversprechenden Aussichten herrscht in der chemischen Forschung eine gewisse Vorsicht gegenüber dem umfassenden Einsatz des maschinellen Lernens. Dies ist teilweise auf das Fehlen einfach zu nutzender Software für das Erstellen von Modellen des maschinellen Lernens zurückzuführen. Um diese Hürde zu überwinden, wurde in dieser Arbeit das leicht handhabbare Toolkit EasyChemML konzipiert. Dieses verfolgt das Ziel, die Kollaboration zwischen Informatiker*innen und Chemiker*innen zu fördern. Das Hauptanliegen dieser wissenschaftlichen Abhandlung bestand in der Entwicklung dieses Toolkits und dessen Evaluierung im Kontext von vier wegweisenden Projekten aus dem Bereich der organischen Chemie. Eine wichtige Erkenntnis aus diesen Projekten war die zentrale Rolle der Molekülrepräsentation für die Vorhersagequalität der Modelle. Darüber hinaus wurden die Auswirkungen von negativen Daten auf die Vorhersagequalität untersucht, wobei sich das Einbeziehen solcher Daten als vorteilhaft erwies. Zusammenfassend leistet diese Dissertation einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Steigerung der Anwendbarkeit des maschinellen Lernens in der Chemie
Gesellschaftliche Diversität und Phänomene rechtlicher Einheit und Vielfalt in der vormodernen Stadt. Effekte konfessioneller und religiöser Diversität
Formen rechtlicher Vielfalt sind stets auch Ausdruck gesellschaftlicher Diversität, die sich in der rechtlichen Sonderstellung oder Andersbehandlung bestimmter Gruppen (im positiven wie negativen Sinne) immer wieder neu konstituiert. Gleichwohl schlug sich gesellschaftliche Diversität keineswegs immer in rechtlicher Pluralität nieder. Hier ansetzend werden im Band einerseits Städte im vormodernen Ostmitteleuropa betrachtet, in denen religiöse und konfessionelle Vielfalt vollkommen selbstverständlich waren. Dem gegenüber stehen Städte im Alten Reich und England, die zwar auch durch konfessionelle Vielfalt geprägt waren, aber zugleich in einem größeren räumlichen Kontext zu verorten sind, in dem konfessionelle Einheit als Ideal und die Vorstellung der Stadtgemeinschaft als einheitlicher Heilsgemeinschaft prägend waren. Die Beiträge diskutieren, unter welchen Umständen religiöse bzw. konfessionelle Pluralität innerhalb von Stadtgesellschaften zu rechtlicher Pluralisierung führten und wo sich Ansätze einer rechtlichen Vereinheitlichung oder aber rechtlicher Gleichbehandlungen beobachten lassen.Forms of legal diversity are invariably also an expression of social diversity, which is constantly reconstituted in the special legal status or different treatment of certain groups (in a positive or negative sense). Nevertheless, social diversity has by no means always been reflected in legal plurality. Taking this as a starting point, the volume examines, on the one hand, cities in pre-modern East-Central Europe, where religious and denominational diversity was very common. On the other hand, cities in the Holy Roman Empire and in England were also characterized by denominational diversity, but they are to be located in a larger spatial context in which denominational unity was the ideal as well as the idea of the city’s community being a uniform community of salvation. The contributions discuss under what circumstances religious or denominational plurality within urban societies led to legal pluralization and where approaches to legal standardization or equal legal treatment can be observed
Graben im Gestern – die Erforschung der antiken Stadt Doliche:Interview mit Prof. Dr. Engelbert Winter
Seit 25 Jahren erforscht Prof. Dr. Engelbert Winter mit seinem Team die antike Stadt Doliche im Südosten der Türkei nahe der syrischen Grenze. Die Ausgrabung der Forschungsstelle Asia Minor zählt zu den am längsten von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekten. Die Dauer des Projekts, so der Altertumswissenschaftler, hänge vor allem mit dem Standort des Gebiets zusammen: "Die Lage der Stadt ist ein Glücksfall für die archäologische Forschung. Der Stadthügel wurde im 12. Jahrhundert verlassen und seitdem nicht mehr bebaut. Die meisten anderen Städte im antiken Teil Syriens kommen für Ausgrabungen nicht mehr in Frage, weil sie entweder nachträglich bebaut wurden oder durch den syrischen Bürgerkrieg zerstört wurden." Im Podcast berichtet Engelbert Winter von den Anfängen des Projekts und der Entwicklung bis heute. Dabei geht es beispielsweise um den Alltag während der mehrwöchigen Grabungsreisen, die im Sommer und Herbst stattfinden, um die Frage, wie moderne Technik die archäologische Forschung verändert hat und um die Zusammenarbeit mit den türkischen Ortskräften und der Regierung