Hochschulbibliographie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
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    Ein- und Ausschließungsprozesse am und unter dem Existenzminimum: Junge Menschen im Hartz IV-Bezug

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    Bilder von Armut erreichen uns fast täglich. Sei es über Werbung um Spendengelder für Entwicklungshilfe oder aus der Berichterstattung, wie etwa über Hungersnöte, afrikanische Slums oder brasilianische Favelas. Obgleich die erschreckenden Bilder existenzieller Not in sogenannten Entwicklungsländern ihre unbedingte Berechtigung haben, werden solche Bilder in wohlhabenderen Industrieländern wie Deutschland auch dazu eingesetzt, Armut im eigenen Land zu relativieren oder gar zu negieren (vgl. zu dieser Kritik: Butterwege 2009)

    Zum Stand der Etablierung und Finanzierung der Frauenbeauftragten in Werkstätten für behinderte Menschen

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    Viviane Schachler von der Hochschule Fulda und Jun. Prof. Dr. Mario Schreiner von der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg stellen in ihrem Beitrag die Ergebnisse einer im Herbst 2019 durchgeführten bundesweiten quantitativen Befragung von Werkstattleitungen / Geschäftsführungen anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) vor, im Rahmen derer Daten zum Stand der Etablierung und Finanzierung von Frauenbeauftragten in WfbM erhoben werden sollten. Dabei wurden 733 WfbM angeschrieben; der Erhebungsrücklauf betrug 19% (140 Fragebögen). Bei 98% der befragten WfbM war zum Zeitpunkt der Erhebung eine Frauenbeauftragte gewählt. Eine Einbindung der Frauenbeauftragten in interne Arbeitskreise oder Gremien der Werkstatt findet bei 79% der befragten WfbM statt. An Schulungen zur Vorbereitung auf ihr Amt haben 90 % der Frauenbeauftragten teilgenommen, wobei der Schulungsumfang von 4 bis 6 Tagen bei einem Drittel der WfbM deutlich unter dem gegebenen Anspruch von 20 Tagen liegt. Hinsichtlich der Kostensätze zur Finanzierung der Aufgaben liegen für 34% der befragten WfbM genaue Angaben vor. Die Höhe des Kostensatzes dieser WfbM liegt zwischen 0,08-1,04 € und im Durchschnitt bei 0,29€ pro Tag / weiblicher WfbM-Beschäftigter. Dies liegt deutlich unter dem in der Gesetzesbegründung angenommenen Kostensatz von 0,40 €. Bei 42% der WfbM wurde eine eigene Kostenstelle für die Frauenbeauftragte eingerichtet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Etablierung der Frauenbeauftragten zwar begonnen hat, aber noch auf schwachen Füßen steht

    Hakoniwa: enhancing physical gamification using miniature garden elements

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    Gamification has been shown to increase motivation and enhance user experience. Novel research proposes the addition of physicality to otherwise digital gamification elements for increasing their meaningfulness. In this work, we look towards gardens in the context of gamification. Motivated by their positive impact on both, physical and mental health, we investigate whether gamification elements can be represented by miniature garden elements. Based on the rules of Japanese Gardens, we contribute an exploratory framework informing the design of gamified miniature gardens. Building upon this, we realize physical implementations of a waterfall, a sand basin and a water pond reflecting the gamification elements of points and progress. In an online study (N = 102), we investigate the perception and persuasiveness of our prototypes and outline improvements to support further investigations

    Potential and effects of personalizing gameful fitness applications using behavior change intentions and Hexad user types

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    Personalizing gameful applications is essential to account for interpersonal differences in the perception of gameful design elements. Considering that an increasing number of people lead sedentary lifestyles, using personalized gameful applications to encourage physical activity is a particularly relevant domain. In this article, we investigate behavior change intentions and Hexad user types as factors to personalize gameful fitness applications. We first explored the potential of these two factors by analyzing differences in the perceived persuasiveness of gameful design elements using a storyboards-based online study (N=178). Our results show several significant effects regarding both factors and thus support the usefulness of them in explaining perceptual differences. Based on these findings, we implemented “Endless Universe,” a personalized gameful application encouraging physical activity on a treadmill. We used the system in a laboratory study (N=20) to study actual effects of personalization on the users’ performance, enjoyment and affective experiences. While we did not find effects on the immediate performance of users, positive effects on user experience-related measures were found. The results of this study support the relevance of behavior change intentions and Hexad user types for personalizing gameful fitness systems further

    Organisation über Grenzen – eine Einleitung

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    In der gegenwärtigen Gesellschaft werden Grenzen vorwiegend von, als und durch Organisationen gezogen. Grenzen konstituieren sich durch Praxen des Unterscheidens und Bezeichnens. Organisationen erzeugen sich selbst durch die Verfertigung, Wiederholung und Veränderung bestimmter Unterscheidungen. Praxen des Bezeichnens generieren organisationale Zuständigkeiten und Zugehörigkeiten als Grenzziehungen in einer ansonsten anders bzw. unmarkiert bleibenden sozialen Umwelt. Organisationen und der Vorgang der Grenzziehung hängen deshalb derart eng zusammen, dass sie nicht getrennt voneinander beobachtet werden können. Auch wenn es in fluiden Organisationsformen oder Netzwerken scheinbar zur Auflösung von Grenzen kommt oder Management- und Steuerungsansätze als Selbstbeschreibungen organisationaler Praxen in andere soziale Felder diffundieren, handelt es sich um Formen organisationaler Grenzziehung. Der Beitrag diskutiert die Dialektik von Grenze und Grenzenlosigkeit, das Bedingungsverhältnis von Grenzziehung und Grenzüberschreitung, von sozialen Objekten und Praxen, die nur auf oder in Form der Grenze existieren, um die grundlegende Bedeutung von Organisationsgrenzen für die Organisationspädagogik herausstellen und identifiziert hierfür relevante Theorien und Forschungsfelder

    Kinderschutz über Grenzen organisieren

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    Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie organisationales Lernen in Situationen möglich ist, in denen Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe bei der Bearbeitung von Fällen an ihre aktuellen Grenzen geraten. Wir diskutieren, ob und wie sie eine solche Situation als Lernmöglichkeit nutzen könnten, um organisationale Grenzen zu verschieben und Routinen zu verändern, wenn dies aus Gründen des Kindeswohls sinnvoll und notwendig erscheint. An empirischen Beispielen aus dem Interreg-Projekt Eur&Qua (2016–2020: Fördernummer: 034-3-07-023), das sich auf die Großregion Rheinland-Pfalz, Saar-Lor-Lux-Wallonie-Ostbelgien bezieht, werden Konstellationen rekonstruiert und untersucht, die dazu führen, dass grenzüberschreitende Fälle entstehen, d. h., Lösungen jenseits der Grenzen der Organisation und jenseits nationalstaatlicher Grenzen gesucht und in Betracht gezogen werden

    20 Jahre Weltsozialforum

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    Vor zwanzig Jahren, als das Weltsozialforum zum ersten Mal in Porto Alegre in Brasilien stattfand, war es eine Veranstaltung, die sich für eine Globalisierung ‚von unten‘ einsetzte. Was hat sich seit dem ersten Weltsozialforum bis hin zur pandemiebedingt erstmalig rein virtuellen, fünfzehnten Ausgabe des Weltsozialforum des Jahres 2021 verändert? Zur Beantwortung dieser Frage nahm der Autor an verschiedenen Aktivitäten während der Veranstaltungstage im Januar 2021 teil, analysierte Dokumente und führte Gespräche mit langjährigen Weltsozialforumsaktivist*innen. Die Antwort lautet: Verändert hat sich vieles, aber (immer noch) nicht der Grundansatz des Weltsozialforums

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