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    Der Name der Schiltach im Kinzigtal

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    Die Hydronymie, die sich wissenschaftlich mit den Namen von Gewässern beschäftigt, gehört zu den Wissenschaften, welche die größten Schwierigkeiten haben, Beweise für ihre Thesen zu erbringen. Dieser Teilbereich der Linguistik (Sprachwissenschaft) versucht zu erforschen, wie Flüsse, Seen, Meere und Ähnliches zu ihren Namen kamen und wie diese sich im Laufe der Zeit wandelten. Nachdem vor ein paar Jahren in der Ortenau der Namen der Kinzig erläutert wurde, soll in diesem Aufsatz auf den Namen der Schiltach näher eingegangen werden. Die Schiltach ist ein 29 km langer linker Nebenfluss der Kinzig im mittleren Schwarzwald. Sie entspringt auf der südlichen Gemarkung von Langenschiltach, einem kleinen Ort in der Nähe von St. Georgen im Schwarzwald-Baar-Kreis. Hier wurde das Gewässer früher als Langenschiltach bezeichnet. Sie fließt nach der Ortschaft Tennenbronn durch ein schluchtartiges Tal, wo der Fluss bis zur Einmündung des Lauterbachs in Schramberg auch Berneck genannt wird. Sie durchquert den Schiltacher Ortsteil Lehengericht und mündet in der Stadt Schiltach in die Kinzig

    Der Heilige Brunnen bei Haslach im Kinzigtal

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    "Steil bergan durch den Wald führt der Kreuzweg zu einem geheimnisvollen, von Legenden umrankten Ort, der schon auf Karten des 18. Jahrhunderts als "Heiligendobel" bezeichnet wird. Die Überraschung ist groß, wenn die kleine Rudolfuskapelle auftaucht und davor eine sprudelnde Quelle, deren Wasser aus einem Bildstock fließt", so die einführenden Worte eines Beitrages zum Heiligen Brunnen bei Haslach von der Basler Kulturjournalistin Edith Schweizer Völker, die zusammen mit dem Lörracher Fotografen Martin Schulte-Kellinghaus auf Spurensuche gegangen war, um "Mythische Orte am Oberrhein" aufzusuchen und mit vielen Ausflugstipps in die Dreiländerregion am Oberrhein zu führen, so auch zum Heiligen Brunnen bei Haslach. Es ist allerdings nicht nur ein Weg, der vom Tal aus in die Einsamkeit des Urwaldes führt, in jene Bergwand, welche sich östlich des Städtchens wie ein mächtiges Gebirge erhebt. Etwas beschwerlich aber sind die Wege allemal, die hinaufführen zum Heiligen Brunnen und weiter zur Sandhaasenhütte und zum Bannstein, besonders steil bergan aber führt der eingangs erwähnte und von dem Haslacher Glasermeister Fidel Falk gestiftete Kreuzweg, für dessen Gestaltung er den Bildhauer Peter Valentin aus Brixen gewonnen hatte, welcher in Offenburg seine Werkstätte führte und für Haslachs Pfarrkirche zuvor schon zahlreiche Aufträge erhalten hatte, aus denen Arbeiten "von makelloser Schönheit" hervorgegangen sind

    Die Rench - die Kulturgeschichte eines Schwarzwaldflusses

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    Die Rench hat in 915 m Höhe ihren Ursprung und mündet nach 57 km bei Helmlingen bei 123 m über dem Meeresspiegel in den Rhein. Im Vergleich zur Kinzig, die 93 km lang ist, oder zur Murg, die 80 km Länge aufweist, ist sie ein vergleichsweise kleines Flüsschen, vergleichbar der Schutter mit 56,8 km oder der Acher mit 53,5 km. Unterhalb des Kniebisrückens, dem Deckgebirge aus Sandstein, entspringen die Quellbäche der Rench. Die mündungsfernste Quelle liegt unterhalb der "Zuflucht" und speist das Schöngrundbächle. In der Kurgemeinde Bad Griesbach entsteht mit der Einmündung des Griesbachs in die Wilde Rench die eigentliche Rench. Der Quellfluss trägt den Namen "wilde" oder "wüste" Rench wegen seines reißenden Charakters, bei Hochwasser wälzt er Sandsteinbrocken zu Tal und nimmt ganze Bäume mit

    Vor dem Sondergericht: Otto Benz (1906-1943) aus Ohlsbach und Michael Jakubowski (1923-1944) aus Durbach

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    Der Ohlsbacher Otto Benz, dessen Bruder Josef ("S’Benzedunisepp") der Verfasser als gebürtiger Ohlsbacher noch gekannt hat, wurde am 29. April 1943 durch das Sondergericht Freiburg unter dem Vorsitzenden Hans von Frankenberg und Ludwigsdorf am Landgericht in Offenburg nach 10 ½ stündiger Verhandlungsdauer nach § 1 der Gewaltverbrecher-Verordnung zum Tode verurteilt und am 29. Juni 1943 hingerichtet. Unter dem gleichen Vorsitzenden wurde nicht einmal ein Jahr später – am 24. Februar 1944 – der landwirtschaftliche Mitarbeiter ukrainischer Abstammung, Michael Jakubowski, wegen Verbrechens gegen die Volksschädlings-Verordnung durch das Sondergericht Freiburg im Rathaus von Durbach ebenfalls zum Tode verurteilt und am 20. März 1944 hingerichtet. Ich stieß durch Zufall vor einigen Jahren auf die Unterlagen "Otto Benz" im Staatsarchiv Freiburg, als ich bei meinen Recherchen zu Herbert von Karajan auf der Suche nach Dokumenten über einen Freund und Bekannten des Ehepaars von Karajan war: Hans von Frankenberg und Ludwigsdorf. Genau jener Hans von Frankenberg, Landgerichtspräsident in Freiburg, der die Todesstrafe als Vorsitzender am Sondergericht Freiburg in Offenburg gegenüber Otto Benz verhängte und mit seinen zwei Beisitzern mitunterzeichnete

    Zur Geschichte der Wasserversorgung in der Stadt Haslach im Kinzigtal

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    Wenn man die Einwohner der Stadt Haslach nach der genauen Herkunft ihres Trink- und Brauchwassers fragt, wird vermutlich ein großer Teil von ihnen auf die örtlichen Stadtwerke verweisen. Vielleicht würden aber auch einzelne von ihnen den Hochbehälter im Gewann Rotkreuz am Urenkopfmassiv, Haslachs Hausberg, benennen. Denn er ist seit Anfang des letzten Jahrhunderts ein wichtiger Eckpfeiler in Haslachs Wasserversorgung gewesen, deren Geschichte dieser Aufsatz näher betrachtet. Dabei bilden zunächst die Errichtung der ersten städtischen Brunnen, unter denen insbesondere der Sebastiansbrunnen auf dem Marktplatz hervorgehoben wird, sowie die ersten städtischen Wasserleitungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert den Ausgangspunkt. Mit der Klage über schlechtes Trinkwasser und den ersten Meldungen von Krankheiten, die verunreinigtes Trinkwasser verursacht hatte, wurden schließlich mehrere übergeordnete Behörden wie z. B. das Bezirksamt in Wolfach oder die Großherzogliche Kulturinspektion Offenburg (fortan: Kulturinspektion) – das heutige Wasserwirtschaftsamt Offenburg – eingeschaltet, die mit Hochdruck auf die Einrichtung einer ordnungsgemäßen Trinkwasserversorgung drängten

    Ettenheim

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    Schon bei der Ettenheimer Bannerneuerung im Jahr 1721 wird der Ettenheimer Amtsgarten auf den Espen erwähnt (ebenso im Zinsbuch von 1698). Zur Lage des Gartens wird u. a. angegeben, dass er Land ab (gegen Norden) an den Mühlbach und gegen Wald (gegen Osten) an den Espenaugraben grenzte. Also lag er im Bereich zwischen dem Mühlbach und dem Espengraben, etwa da, wo sich heute die neue Straße über die Espen und der große Parkplatz befinden. Der Staat (die "Herrschaft") verpachtete den Garten vor allem an das "herrschaftliche Amtspersonal". Im Jahr 1796 hat der Fürstbischof, Kardinal Louis de Rohan, den Amtsgarten "an sich gezogen", vermutlich um sein zahlreiches Personal und die Emigranten mit Lebensmitteln zu versorgen

    Gesammelt - zerstreut - bewahrt?

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    Klöster waren über viele Jahrhunderte wichtige Einrichtungen für die Überlieferung von schriftlichem Kulturgut. Sie wurden im deutschsprachigen Südwesten zum größten Teil entweder im Gefolge der Reformation im 16. oder aber im Zuge der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgelöst, nachdem nicht wenige Klöster katholischer Territorien noch im 18. Jahrhundert eine kulturelle Blütezeit erlebt hatten. Während das klösterliche Archivgut oft ungeschmälert in den staatlichen Besitz übergegangen ist, wurden die Bibliotheken von ihren neuen Herren ganz unterschiedlich verwertet. Keine historische Klosterbibliothek blieb in ihrer ursprünglichen Form in Baden-Württemberg erhalten. Die Beiträge des Sammelbandes handeln von der Geschichte und von den Profilen von Klosterbibliotheken, würdigen ihre Überlieferungsleistung und schildern ihre Aufhebung, bevor schließlich einzelne Klosterbibliotheken in Form von Fallbeispielen exemplarisch vorgestellt werden

    Die Bibliothek der Stiftskirche in Wertheim

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    Die nicht eben zahlreichen historischen Bibliotheken aus dem Bereich der Evangelischen Landeskirche in Baden weisen nur in einem Fall auch Bestände klösterlicher Provenienz auf. Nach der im Zuge der Reformation erfolgten Säkularisation der Kartause Grünau bei Wertheim wurden Buchbestände aus dieser Provenienz 1561 in die Wertheimer Stiftsbibliothek integriert. Im Folgenden soll jedoch nicht die Geschichte der Klosterbibliothek Grünau dargestellt werden, sondern nach ihrer Rezeption und ihrem Stellenwert innerhalb der Stiftsbibliothek gefragt werden. Dazu ist es nötig, die Entwicklung der Stiftsbibliothek mit ihren unterschiedlichen und wechselnden Ausprägungen und Funktionen nachzuzeichnen und so auch die Bedeutung und Wirkungsgeschichte der Grünauer Bibliothek im Gefüge der Stiftsbibliothek zu erörtern

    Drucke aus der Deutschordenskommende Mergentheim und aus der Benediktinerabtei Weingarten in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart

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    Herzog Karl Eugen von Württemberg (1728–1793) berichtete in den Tagebüchern seiner Reisen von einem Besuch in südwestdeutschen Klöstern. Sein Weg führte ihn am 16. Februar 1785 auch in das Benediktinerkloster Weingarten, von dessen Bibliothek er zu sagen wusste: "[…] leztere ist sehr reich an alten und wohl aufbewahrten Manuscripten". Der Vergleich mit der am Folgetag in Augenschein genommenen Bibliothek der Zisterzienserabtei Salem fiel dann so aus: "[…] die zahlreichste der besehenen Clöstere, doch in Manuscripten nicht so reich alß die von Weingarten". Diese Einschätzung deckt sich in etwa mit derjenigen des hohenlohischen Hofrats Georg Wilhelm Zapf (1747–1810), der am 23. September 1781 nach Weingarten kam und seine Eindrücke zusammenfasste: "Die Bibliotheck weißt sehr ansehnliche Werke auf, und Werke von Wichtigkeit, und grosser Seltenheit. In den alten Druckerdenkmalen ist sie sehr reich, aber mühsam sind sie zu finden, weil sie unter den andern versteckt sind […] Von Handschriften wird ein sehr grosser Schatz aufbewahrt. Die Anzahl derselben mag sich […] gegen 500 erstrecken, worunter sehr alte Kodices sind, und auch historische"

    Nadeln im Heuhaufen

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    Musikalien, insbesondere die für Aufführungen notwendigen Stimmen, waren in der Vergangenheit in erster Linie Gebrauchsgegenstände, die nach ihrer praktischen Verwendung vielfach als nicht sammel- oder archivwürdig angesehen, sondern oft makuliert oder ganz vernichtet wurden. Anders verhielt es sich mit den Libretti: Sie waren Sammelobjekte von Privatleuten, fanden aber auch Eingang in höfische Bibliotheken. Häufig sind schon Einzelexemplare prachtvoll und aufwendig gebunden, nicht selten aber in Sammelbänden buchbinderisch zusammengefasst. Der Verlust von fast allen musikalischen Quellen ist für den Fall der Hofmusik in Rastatt zu beklagen. Nach der Zerstörung Baden-Badens im Pfälzischen Erbfolgekrieg hatte Markgraf Ludwig Wilhelm hier ein neues Schloss errichten lassen. Mit dem Rastatter Frieden von 1715 entfaltete sich in der Folge das höfische Leben, zu dem auch eine bedeutende Hofkapelle zählte. Rastatt blieb bis zum Aussterben der Linie im Jahre 1771 für gut ein halbes Jahrhundert Residenz der katholischen Markgrafen von Baden-Baden

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