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    Die verschwundenen Merowingerperlen in Altdorf

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    Im Altdorfer Schloss lagerte bis Ende des 18. Jh. eine stattliche Anzahl von Perlen. Pfarrer Joseph Tritschler hat diese Grallen, wie er sie nennt, mehrfach gezeichnet und beschrieben

    gemeinsam.flexibel.kreativ

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    Im März 2023 hat die Badische Landesbibliothek die Lernwerkstatt eröffnet. Die Lernwerkstatt ist eine offene Lernlandschaft mit der Idee, »Lernen im Austausch« zu fördern. Gezielt wurde daher die Raumkonzeption mit einem breiten Veranstaltungsprogramm kombiniert. Seit über zehn Jahren bietet die Teaching Library der Badischen Landesbibliothek Workshops und Schulungen zu Informationskompetenz und wissenschaftlichem Arbeiten für Schülerinnen und Schüler der Kursstufe sowie Studierende an. Bis zur Covid-19-Pandemie hatte sich das Team auf Präsenzschulungen konzentriert, die von Lehrkräften und Dozierenden bevorzugt wurden. Nach der kompletten Umstellung auf Online-Schulungen während der Pandemie kristallisierte sich zuletzt eine Mischung aus Online- und Präsenzveranstaltungen heraus. Dieser Prozess löste auch interne Diskussionen darüber aus, wie sich das Angebot an das sich verändernde Lernverhalten anpassen könnte. Denn die Pandemie und die durch diese beschleunigte Digitalisierung im Bildungsbereich haben dauerhafte Veränderungen im Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer bewirkt, die bei der inhaltlichen wie didaktischen Planung eines Workshop- und Veranstaltungsprogramms berücksichtigt werden müssen. Der ohnehin geplante Umzug des bis 2022 genutzten Schulungsraums war daher eine gute Gelegenheit, über die Neugestaltung nachzudenken. Bereits zuvor waren flexible Raumgestaltung und Laptops für interaktive Didaktik Standard. In einem zweijährigen Planungsprozess wurde ein Konzept für einen neuen Lernort mit Veranstaltungsprogramm entwickelt, um diese Fragen zu beantworten

    Der wilde Mann von Villingen

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    Der wilde Mann von Villingen hat Anlass gegeben zur Einordnung von Sebastian Münster (*1488 – † 1552) und dessen Cosmographia (1544) in die europäische Umbruchszeit des 15. und 16. Jahrhunderts. Die „Weltbeschreibung“ Münsters lebte auch davon, dass sie Fremdes und „wunderbarliche Dinge“ darstellte. Einhegnung und Einordnung durch wissenschaftliche Systematisierung erlebten die menschlichen Wunderrassen in Mittelalter und beginnender früher Neuzeit. Das galt gerade auch für die Wildmenschen, wilde Männer und Frauen, die – immerhin unmittelbar der christlichen Zivilisation benachbart – doch nur Wesen am Rand der Gesellschaft waren, von deren Existenz im Grunde nur das Bücherwissen Auskunft gab. Die wilden Menschen gehörten zu den in Münsters Cosmographia ausgiebig betrachteten Monstern und Fabelwesen. Sie gehörten auch zu Gottes Schöpfungsplan im christlichen Kosmos des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Aus Münsters Darstellung des wilden Manns von Villingen gehen die Eigenschaften der Wild- oder Waldmenschen hervor: Ursprünglichkeit, Kraft, Robustheit, Wildheit, Sexualität, kurz gesagt: Fremdheit. Ob es den wilden Mann wirklich gegeben hat, diesen Außenseiter der Gesellschaft, der lieber allein abseits von den Menschen im Wald lebte, oder ob er eine Sage und Legende war, die die Villinger Bürger sich erzählten, muss dahingestellt bleiben. Für Münster war der Abschnitt über Villingen in seiner Cosmographia insofern bedeutsam, dass er damit den Gegensatz zwischen Natur und Kultur, Wald und wilder Mann auf der einen, Stadt und bürgerliche Zivilisation auf der anderen Seite beschrieb und hervorhob

    Das verflixte Jahr 1806

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    Gilt das Jahr 1806 insgesamt in der deutschen Geschichte als ein „Epochenjahr“, das den Übergang vom feudalen ins bürgerliche Zeitalter kennzeichnet, so war es dies für die Geschichte der Stadt Villingen in erhöhtem Maße, denn die Bürger der ehrwürdigen Stadt an der Brigach erlebten in diesem verflixten Jahr mehrere existenzielle Herrschaftswechsel und mehr als eine Schrecksekunde

    Nachruf Frank Maier

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    Es war nach der Hauptprobe für das Konzert „Vu ällem ebbis“ unseres Musikvereins, ich kann mich noch sehr gut erinnern, als mich mein Musikerkamerad Frank Maier zur Seite genommen und mich gefragt hat, ob ich mir vorstellen könnte, für den langzeiterkrankten Bürgermeister als Amtsverweser einzuspringen. Eine Woche später - es war ein verregneter Sonntagnachmittag – saßen Inge Erath und ich bei Frank auf der Terrasse im Buchenweg, haben Kaffee getrunken und Möglichkeiten erörtert, wie sich meine damalige Stelle als Hauptamtsleiter in Aichhalden und die Aufgaben eines Amtsverwesers in Dunningen miteinander arrangieren lassen. Nach diesem Gespräch war klar: Ich stelle mich als Amtsverweser zur Wahl und gebe dafür – sollte ich gewählt werden – meine Stelle in Aichhalden auf. An diesem Sonntag im Buchenweg wurde sozusagen der Grundstein für mein politisches Engagement in meiner Heimatgemeinde gelegt. Ein Umstand, für den ich Frank ganz persönlich für immer dankbar sein werde. Die Gemeinde Dunningen trauert um einen hochengagierten Kommunalpolitiker und Mitbürger. Frank Maier wurde im Jahr 2004 erstmals in den Gemeinderat gewählt und gehörte dem Gremium bis 2019 an. Von 2012 bis zu seinem freiwilligen Ausscheiden war er ehrenamtlicher Bürgermeisterstellvertreter und somit Gesicht und Repräsentant der Gemeinde

    Das entdeckte Geheimniß der Cryptogamie

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    Aus Kölreuters Einleitung: Die hochberühmte Chur-Pfälzische Academie der Wissenschaften hat bekanntermaßen im Jahr 1771 eine Preißfrage aufgegeben, deren gründliche Beantwortung uns das größte vegetabilische Geheimniß, an dessen Aufschlusse schon so viele verehrungswürdige Naturkündiger bis auf den heutigen Tag vergeblich gearbeitet, entdecken würde. Vielleicht bin ich so glücklich, die undurchdringliche Dunkelheit dieses Natur-Geheimnisses, wo nicht gänzlich aufzuklären, doch zum wenigsten in ein so neues und helles Licht zu setzen, daß es den künftigen Naturforschern nicht schwer fallen solle, dem innersten desselben noch näher zu kommen, als es mir, aus Mangel an Gelegenheit, viele, besonders Ost- und Westindische Pflanzen aus dieser Classe zu untersuchen, und mit den unsrigen zu vergleichen, jetzt zu thun unmöglich ist. .... .... Welches sind denn also wohl die eigentlichen männlichen Theile der cryptogamischen Pflanzen, die, wenn kein Saamenstaub bey ihnen statt finden soll, die Stelle deßelben vertreten? Meine Gedanken über diese wichtige Materie sind so neu und auffallend, und die Theile selbst, von denen ich sprechen will, ihrem äusserlichen Ansehen nach, bey den allermeisten, von der gewöhnlichen Gestalt der Staubkölbchen und Saamenstäubchen so abweichend und unähnlich, daß ich meine geneigten Leser innständig bitten muß, sie nicht beym ersten Anblick zu verwerfen, sondern ihr entscheidendes Urtheil darüber so lange zurückzuhalten, bis sie sie vorher nach einem ganz reinen philosophischen Sinn gehörig geprüft haben werden

    Mythos Heidelberg und der aufkommende Nationalsozialismus in "Der Kranz der Engel" von Gertrud von le Fort

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    "Wir waren jetzt schon so weit zur Höhe emporgestiegen, daß der Blick frei wurde. Da lag die Altstadt zu unseren Füßen lieblich ins Tal geschmiegt wie ein in die Wiege gebettetes Kind. Die blauen Dächer bedeckten die Häuser, wie Schwalbenflügel ihre Nester hüten [...] Alles schien hier wie mit allem einig: Das hochgewölbte Dach der Alma Mater und das kleinste Haus waren einander zugeordnet, sanft aufeinander abgestimmt durch den geschwisterlichen Kuß der Farben. Selbst der architektonisch unschöne Bau der Bibliothek störte nicht, weil er durch die Blüte seines Steins in den allgemeinen Zusammenklang einstimmte, sich ihm unterordnend wie die Einzeldinge auf den Bildern großer Meister der Vergangenheit." Aus diesem Zitat ihres Romans "Der Kranz der Engel" spricht Gertrud von le Forts Begeisterung für Heidelberg, ihr Interesse an der Architektur und der landschaftlichen Umgebung der Stadt. Hier studierte die Dichterin von 1908 bis 1914. Diese Jahre waren prägend für ihr Leben und ihr Werk

    Die Entstehung des Perkeo-Kults und der tragische Tod Ernst Ludwig Posselts

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    Über Friedrich Gundolf wird von verschiedenen Reisebegleitern erzählt, dass er in fremden Städten Antiquariate aufsuchte und dort nach wenigen Minuten eine Rarität, eine Erstausgabe oder ein Widmungsexemplar in der Hand hatte. Ich selbst hatte dieses Glück nie, wobei allerdings der heutige Gebrauchsbuchmarkt ohnehin derlei Entdeckungen weithin ausschließt: Mit ein paar Mausklicks lässt sich der Wert eines Objekts sofort ermitteln und entsprechend vermarkten. Der Fund, über den hier berichtet werden soll, ist keine Sensation, zählt aber doch zu den wenig beachteten Quellen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Titel der anonymen Schrift lautet: "Gedenkbüchlein für alle, die in Heidelberg froh und vergnügt waren", umfasst 160 Seiten im Oktavformat und erschien 1837 im Verlag von Karl Groos. Der Umschlag zeigt vorne das Große Fass und hinten das heute abgängige Luther-Haus am Mönchhof in Neuenheim. Der eigentliche Text enthält keine Abbildungen; nur vor dem Titelblatt, also an sehr hervorgehobener Position, findet sich die Zeichnung der Perkeofigur vom Fasskeller. Es ist das erste Mal, soweit ich sehe, dass dem Hofzwerg eine Art kultischer Verehrung gewidmet ist

    Rechts.Geschehen. – 6 (2022)

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    "… der erste Eindruck von der Bundesrepublik überhaupt …"

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    Ende Juni 2022 wurde im Beisein der dänischen Königin und des deutschen Vizekanzlers in Oksbøl an der Westküste Jütlands das Museum Flugt (Refugee Museum of Denmark) eröfnet. Die Ausstellung will Besucherinnen und Besuchern vor allem das persönliche Empfinden und die seelischen Belastungen von Menschen näherbringen, die ihre angestammte Heimat verlassen mussten und unter teils fürchterlichen Strapazen nach Dänemark gelangten. Doch warum in einem kleinen Ort an der Nordseeküste und nicht in Kopenhagen? Die Erklärung ist einfach und leitet unmittelbar zum Thema dieses Beitrags über. In Oksbøl befand sich von 1945 bis 1949 eines der größten Lager für Deutsche, die in den letzten Kriegswochen auf der Flucht vor der Roten Armee aus den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches im damals noch besetzten Dänemark strandeten. Diesem Aspekt widmet sich der zweite Bereich des neuen Museums

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