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    Ferdinand von Steinbeis und das Steinbeis-Transferzentrum in Villingen

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    Steinbeis – Das ist ein Name, der im Gedächtnis bleibt. Aber wer verbirgt sich hinter der Person, in der die Begriffe „Stein“ und „beißen“ scheinbar aufeinanderprallen? Hinter dem Namensgeber für den weltweiten Steinbeis-Verbund für Wissens- und Technologietransfer und dessen Niederlassung in Villingen? Ferdinand von Steinbeis ließ sich von Widerständen nicht beirren, eckte an, revolutionierte mit seinen Ideen. Er gilt als „Wegbereiter der Wirtschaft“ in Württemberg. Dabei hätte er eigentlich Pfarrer werden sollen

    "Zurück zur Natur" am Ursprung der Donau

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    Die Donau ist ein besonderer Fluss, so viel steht fest. Sie ist der zweitlängste Strom Europas nach der Wolga, damit der längste in Europas Mitte. Diese durchquert sie von Westen nach Osten, quer zur Richtung der meisten großen Flüsse. Zehn Staaten liegen heute an ihren Ufern. Einige von ihnen waren einst Teil der viele Völker umfassenden "Donaumonarchie". Wo die Quelle liegt, steht nicht ganz so fest, aber der Zusammenfluss von Brigach und Breg bei Donaueschingen gilt allgemein als ihr Ursprung. Jene Unsicherheit soll der Grund dafür sein, dass sie der einzige Fluss ist, bei dem die Länge von der Mündung nach oben gemessen wird. Demnach liegt der Donauursprung am Rand des fürstlichen Parks, nach der aktuellen amtlichen Vermessung bei Kilometer 2779

    ... daß die Bürgerschaft nicht gesonnen sei, auf das herrschaftliche Begehren einzugehen

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    Die Böcklin waren rund fünf Jahrhunderte Ortsherren in Rust, ursprünglich Bürger der Stadt Straßburg und höchst wahrscheinlich nicht-adeliger Herkunft. Ihr Aufstieg in den gesellschaftlich höheren Stand bahnte sich im 14. Jahrhundert mit der Übernahme von adeligen Lehen und mit der Anerkennung als Edelknechte an und vollendete sich im 15. Jahrhundert mit der Erlangung des Ritterschlags sowie der Anerkennung der Turnierfähigkeit der Familie 1485. Seit dem 16. Jahrhundert gehörte sie zur Reichsritterschaft. Wesentlich gefördert wurde der Aufstieg der Böcklin in der ständisch gegliederten Gesellschaft durch ihre Eheverbindungen mit dem adeligen Patriziat der Reichsstadt Straßburg und dem elsässischen Adel. Seit 1266 sind sie als Hausgenossen, das heißt als Mitglieder der mit dem Münz- und Wechselmonopol der Bischöfe von Straßburg betrauten Genossenschaft belegt und gehörten damit zur wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Oberschicht der Reichsstadt Straßburg. Sie hatten hier nicht nur - ungeachtet ihrer anderen Residenzen beiderseits des Rheins - bis zum Ende des 18 . Jahrhunderts einen ihrer Hauptwohnsitze, sondern übernahmen auch seit 1450 insgesamt 109 mal das Amt des Stettmeisters, dem als Vertreter des Straßburger Stadtadels im Mittelalter die vornehmste Rolle zukam, seit dem 16. Jahrhundert aber fast nur noch Repräsentationspflichten oblagen und Ehrenrechte zustanden

    Alltag und Recht in alter Zeit

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    Das Stadtarchiv Lahr verfügt über eine ganze Reihe sehr dichter Quellen aus der Zeit um 1700. Dazu gehören zum Beispiel Gemeinderatsprotokolle oder umfangreiche Güterverzeichnisse. Im Mittelpunkt dieses Artikels stehen die sogenannten Contractprotokolle. Sie wurden von der Autorin gesichtet und tabellarisch zusammengefasst. Hier sollen sie beschrieben und erläutert werden

    50 Jahre Gemeindereform Friesenheim 1972-2022

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    Friesenheim feiert im Jahr 2022 mit seinen fünf Ortschaften Friesenheim, Heiligenzell, Oberschopfheim, Oberweier und Schuttern seinen fünfzigsten Geburtstag. Eigentlich kein Alter für eine Gemeinde. Alle Ortschaften können natürlich auf eine lange historische Vergangenheit zurückblicken. Der Ortsteil Schuttern geht bereits auf das Jahr 603 zurück. Ein Mönch Offo soll der Sage nach das Kloster Schuttern gegründet haben. Für den Ortsteil Oberschopfheim gibt es eine urkundliche Ersterwähnung für das Jahr 762, leider kann die Echtheit dieser Urkunde nicht nachgeprüft werden. Für die Orte Friesenheim und Heiligenzell gibt es eine Ersterwähnung für das Jahr 1016. Beide Ortschaften wurden durch Kaiser Heinrich II. dem Bistum Bamberg geschenkt. Eine urkundliche Ersterwähnung für die Ortschaft Oberweier gibt es für das Jahr 1064; leider wird dieses Datum auch angezweifelt

    Die Geschichte der Familie Graf in Amerika

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    In der letzten Ausgabe der „Brücke“ (vergl. Die Brücke 2022, Dunninger Jahrbuch 37. Jahrgang) wurde die Familiengeschichte der Metzgerei-Dynastie Graf dargestellt. In diesem Artikel liegt der Schwerpunkt auf den aus dieser Familie nach Amerika ausgewanderten Personen. Durch eine chronologische Darstellung in der Reihenfolge der erfolgten Auswanderungen soll die über einen sehr langen Zeitraum andauernde Kontinuität der Auswanderung von Mitgliedern der Familie Graf nach Amerika und hier vor allem nach Indianapolis sichtbar gemacht werden. Fidel Graf (1850-1923) und seine Ehefrau Wilhelmine, geb. Maier (1853-1930) - beide zeitlebens wohnhaft in Dunningen - hatten insgesamt 18 Kinder, von denen 12 das Erwachsenenalter erreichten. Sechs davon wanderten nach Amerika aus. Dies waren: Otto, Marie, Sophie, Zita, Wilhelmine und Bertha. Allerdings waren sie nicht die Ersten aus dieser Familie, die beschlossen ihr Glück im fernen Amerika zu suchen. So verließen bereits drei Brüder ihrer Mutter Wilhelmine Graf ihre alte Heimat Richtung Amerika

    Die Donau ist der europäischste aller Flüsse

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    Die Donau fließt gegen den Strom der Zeit. Sie wälzt ihr Wasser aus der Neuzeit in die Vergangenheit, aus der Aktualität ins Vergangene. Je länger sie wird, desto älter wird sie. In ihrer Mündung leben tausendjährige Welse und Scharen von Pelikanen, die aussehen wie fliegende Reptilien. Hier sammelt sich der Schlamm aus dem Innern Europas. Die Donau entspringt in den östlichen Hängen des Schwarzwalds. Einmal habe ich ihr dünnes Rinnsal von einem hohen Bahnviadukt aus gesehen. Ich fuhr von Zürich nach Tübingen, von der Schweiz nach Deutschland, ich fuhr durch Städte und Städtchen, die sich über Jahrhunderte ausbreiteten, mit ihren Kirchen, deren Fundamente zu Anfang des Heiligen Römischen Reiches errichtet wurden. Und immer, wenn ich im Delta oder in der Dobrudscha bin, erinnere ich mich an die Quelle des Flusses und an seinen oberen Lauf, der Wasser aus der Tiefe der europäischen Geschichte führt, die sich ununterbrochen mit der Gegenwart und der Zukunft verbindet

    Manuelle Abschrift der Kölreuter-Artikel

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    (1) HISTORIE der versuche, welche von dem jahr 1691 an bis auf das jahr 1752 über das Geschlecht der Pflanzen angestellt worden sind; (2) Historisch-physicalische beschreibung der wahren männlichen zeugungstheile, und der eigentlichen befruchtungsart bey der Schwalbenwurz, und den damit verwandten Pflanzengeschlechtern; (3) LERNAEAE forsan adhuc incognitae, Gadi Callar. L. branchiis firmiter inhaerentis descriptio; (4) NACHRICHT von einer schwarzbraunen Wanze, die sich die roth-tannenzapfen zu ihrem winterlager erwählt, und gegen diese jahreszeit den creuzvögeln zur täglichen Speise dient

    Alexander Spengler, Adolph Hirsch und Friedrich von Klinggräff - drei Heidelberger Studenten in der Märzrevolution 1848

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    Wir begleiten durch wenige Monate des Jahres 1848 drei Kommilitonen der Universität Heidelberg. Sie ließen sich im Frühjahr 1848 vom revolutionären Gedanken begeistern. Sie waren von grundsätzlich unterschiedlicher Herkunft, hatten aber ein gemeinsames Ziel. Da alle drei in ihren späteren Jahren diese Vorgänge nie erwähnt haben, müssen wir uns mit Indizien begnügen. Aber ihre Spuren sind klar dokumentiert, und somit können wir die Geschichte nachvollziehen. Es waren dies: Adolph Hirsch war am 27. Mai 1830 in Halberstadt (Sachsen) geboren. Sein Vater, Moses Hirsch, war ein Kaufmann jüdischen Glaubens. Er hatte sich mit gerade 18 Jahren im Frühjahr 1848 in Heidelberg an der Philosophischen Fakultät immatrikuliert. Gemäß Studentenverzeichnis wohnte er beim Wirt Spengel, Gasthaus zum Roten Ochsen, in der Hauptstraße in der Heidelberger Altstadt. Friedrich August Maximilian von Klinggräff war am 29. April 1825 in Niederschlesien als sechstes Kind auf einem Familiengut geboren. Er war ursprünglich für die militärische Laufbahn vorgesehen, beim frühen Tod seines Vaters wurde auf Veranlassung seines Vormunds ein Studium beschlossen. Das Abitur musste er sich erkämpfen, doch im Frühjahr 1845 immatrikulierte er sich an der Juristischen Fakultät und bezog beim Schuhmacher Ries Logis. Er renoncierte im ersten Semester beim Corps Vandalia Heidelberg. Alexander Jakob Valentin Carl Spengler, war am 20. März 1827 in Mannheim als zweites von elf Kindern geboren. Sein Vater war Hauptlehrer an der wallonischen Schule. Alexander wurde von seinem Vater ins Lyceum von Mannheim geschickt, was nur noch einem seiner Geschwister widerfahren durfte. Nach dem prüfungsfreien Übertritt an die Universität Heidelberg hatte er sich am 28. Oktober 1846 an der Juristischen Fakultät eingeschrieben. Am 5. Juni 1847 trat er dem Corps Suevia Heidelberg bei

    Ein politischer Hochschullehrer zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus: der erste Heidelberger Geografie-Professor Alfred Hettner (1859-1941)

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    "Die ‚Schuld‘ Deutschlands besteht nur darin, […] daß es aufgehört hat, bloß ein Volk der Dichter und Denker zu sein […] und danach getrachtet hat, wirtschaftlich und politisch nicht etwa an Stelle anderer Mächte, sondern neben ihnen einen Platz in der Welt zu gewinnen." Der Beginn des Ersten Weltkriegs jährte sich bereits zum vierten Mal, als der Heidelberger Geografie-Professor Alfred Hettner diese Worte in seiner Wohnung in der Ziegelhäuser Landstraße Nr. 19 niederschrieb. Das Zitat aus dem Sommer 1917 erlaubt sowohl einen Blick zurück als auch nach vorne. Zurück in eine Zeit der zweifachen Expansion: die des jungen deutschen Nationalstaats um einen Platz an der Sonne in der Welt und die der Geografie an den Universitäten. Dass sich letztere dabei bereitwillig in den Dienst des imperialen Wettlaufes stellte, bringt der Slogan "Wissen ist Macht, geographisches Wissen ist Weltmacht" auf den Punkt. Blickt man ausgehend von Hettners Einschätzung zu Deutschlands "Schuld" am Krieg in die Zukunft, lässt sich seine spätere Ablehnung des Versailler Friedensvertrages bereits vorausahnen

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