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    Relevanz des Anti-Dense-fine-speckled 70 (DFS70)-Autoantikörpers zum Ausschluss von Kollagenosen

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    Eine Untersuchung auf ANA erfolgt in der Regel bei Verdacht auf eine rheumatologische Grunderkrankung und insbesondere bei Verdacht auf das Vorliegen einer Kollagenose (Mahler und Fritzler, 2010). Diese ANA werden durch einen IIFT auf menschlichen Epithelzellen (Hep-2-Zellen) nachgewiesen (Mahler und Fritzler, 2012). Es wurde jedoch festgestellt, dass sich ANA auch häufig bei gesunden Personen nachweisen lassen (Mahler et al., 2012). In diesen Fällen richtet sich die Mehrheit der ANA gegen das DFS70-Antigen. Der Begriff DFS70 leitet sich aus dem spezifischen dichten, fein gesprenkelten Muster im IIFT und seinem Antigen mit einem Molekulargewicht von 70 kDa im Line-Immunoassey ab (Infantino et al., 2019). Da der Anti-DFS70-Antikörper seltener bei Patienten/-innen mit Kollagenosen festgestellt wurde, wird dieser als Ausschlusskriterium für eine Kollagenose bei Nachweis von ANA (Mahler et al., 2012). Unsere Studie zeigt, dass der reine Nachweis des Anti-DFS70-Autoantikörpers eine Kollagenose nicht sicher ausschließen kann. Bei 21 der 182 Kollagenose-Patienten (11,5 %) konnte der Anti-DFS70-Antikörper nachgewiesen werden. Damit hatten 25,9 % aller Anti-DFS70-positiven Patienten/-innen eine Kollagenose. Hierbei konnte zudem kein Unterschied bezüglich Alter, Geschlechterverteilung, klinischer Zeichen und Symptome und dem Vorhandensein krankheitsspezifischer Antikörper zwischen Anti-DFS70-negativen und Anti-DFS70-positiven Kollagenose-Patienten/-innen festgestellt werden. Eine klinische Unterscheidung dieser beiden Patientengruppen ist demnach nicht möglich. Die Sensitivität des Anti-DFS70-Antikörpers zum Ausschluss einer Kollagenose lag abhängig vom ANA-Titer zwischen 26,2 % (ANA ≥ 1:640 und 26,9 % (ANA ≥ 1:160). Der positiv prädiktive Wert, welcher durch die Abwesenheit einer Kollagenose ("Gesundheit") bei positivem Anti-DFS70-Ergebnis definiert wird, variierte abhängig vom ANA-Titer zwischen 54,8 % (ANA ≥ 1:640) und 71,2% (ANA ≥ 1:80), wobei sich interessanterweise die niedrigsten Werte bei höheren ANA-Titern feststellen ließen. Wir stellten zudem fest, dass bei nur einem der 21 DFS70-positiven Kollagenose-Patienten/-innen keine krankheitsspezifischen Antikörper nachgewiesen werden konnten. In den anderen 20 Fällen wurden diese detektiert. Dies entspricht 1,2 % aller Anti-DFS70-positiven Patienten/-innen. Da nur 4,8 % aller Kollagenose-Patienten/-innen eine Anti-DFS70-Antikörper-Monospezifität aufwiesen, schließen wir uns dem Vorschlag von Infantino et al. (Infantino et al., 2019) an. Demzufolge sollte auf einen positiven ANA-IIF-Test ein weiterer Test zum Nachweis spezifischer Anti-ENA folgen. Sollten ENAs nachgewiesen werden, müssen die Patienten/-innen weiterhin auf das Vorhandensein einer Kollagenose untersucht werden. Wenn keine ENAs, also keine Kollagenose-typischen Antikörper, detektiert werden und das Fluoreszenzmuster im IIFT typisch für Anti-DFS70 ist, sollte der Test auf den Anti-DFS70-Autoantikörper mittels einem antigenspezifischen Testverfahren bestätigt werden. Hierfür eignet sich ein Line Immunoassay oder ELISA. Bei Patienten/-innen mit Anti-DFS70-Antikörper-Monospezifität scheint die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Kollagenose gering zu sein, sodass andere Erkrankungen als Ursache ihrer Symptome in Betracht gezogen werden sollten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der reine Nachweis des Anti-DFS70-Autoantikörpers, ohne weitere Analyse Kollagenose-typischer Antikörper, eine Kollagenose nicht sicher ausschließen kann. Jedoch könnte insbesondere das monospezifische Vorliegen des Anti-DFS70-Autoantikörpers richtungsweisend für den behandelnden Rheumatologen sein und die klinische Diagnostik insgesamt beschleunigen

    Using Social Media for Social Change : Approaches to Digital Advocacy of Women's Rights and Feminist Civil Society Organizations in Namibia

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    This dissertation investigates how civil society organizations (CSOs) working in the field of women’s rights, feminism, and gender justice in Namibia utilize social media and how this shapes their advocacy, organizational practices, and broader impact on their mission. Building on a long history of global activism for women’s rights and gender justice, this research responds to the limited scholarly attention on CSOs in Sub-Saharan Africa, particularly in the context of engaging with digital platforms. Despite major strides, injustices and discrimination based on gender persist across many sectors including politics, labor, health, and media. Namibian CSOs play a crucial role in challenging this status quo. Through a multi-method approach—comprising content analysis of 15 organizations across three platforms over the course of four years (2018-2021), interviews with eight CSO representatives, and a user survey—this thesis explores the strategic, discursive, and functional dimensions of social media use. It analyzes message intentions, user engagement, platform preferences, organizational approaches and strategies, and responses to challenges such as the digital divide and online harassment. The findings highlight both the transformative potential and structural limitations of social media in feminist and women’s rights-based activism. Social media platforms facilitate visibility, outreach, and mobilization but also reinforce existing inequalities and dependency on private tech corporations. Many CSOs lack the funds to invest in dedicated digital infrastructure, staff training, paid advertising, or sustained community engagement strategies—factors which are often essential for reaching broader audiences and ensuring long-term impact. This research contributes to global debates on the role of digital activism, the persistence of digital exclusion, and the evolving nature of civil society in the digital era. It emphasizes the need for localized, inclusive strategies and supports feminist critiques of techno-determinism while showcasing the innovation and resilience of Namibian CSOs.Diese Dissertation untersucht die Nutzung sozialer Medien durch zivilgesellschaftliche Organisationen (ZGO), welche im Bereich der Frauenrechte, des Feminismus und der Geschlechtergerechtigkeit in Namibia tätig sind. Sie geht der Frage nach, wie der Gebrauch sozialer Netzwerke die Advocacy-Arbeit, Organisationspraktiken und das Erreichen der übergeordneten Ziele der ZGO beeinflusst. Aufbauend auf der vielfältigen Geschichte des Feminismus und globaler Frauenrechtsbewegungen reagiert diese Forschung auf das bisher geringe wissenschaftliche Interesse an ZGO in Subsahara-Afrika – insbesondere im Hinblick auf deren Nutzung digitaler Plattformen. Trotz bedeutender Fortschritte bestehen in vielen Bereichen wie Politik, Arbeitswelt, Gesundheit und Medien weiterhin Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht fort. Namibische ZGO spielen eine entscheidende Rolle dabei, diesen Status quo herauszufordern. Mittels eines Multi-Methoden-Ansatzes – bestehend aus Inhaltsanalysen von 15 Organisationen auf drei Plattformen über einen Zeitraum von vier Jahren (2018–2021), Interviews mit acht ZGO-VertreterInnen sowie einer NutzerInnen-Befragung – untersucht diese Arbeit die strategischen, diskursiven und funktionalen Dimensionen der Social-Media-Nutzung. Analysiert werden Intentionen hinter Social-Media-Beiträgen, Engagement von NutzerInnen, Plattform-Präferenzen, organisatorische Ansätze und Strategien sowie der Umgang mit Herausforderungen wie etwa dem digital divide und Online-Gewalt. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen sowohl das transformatorische Potenzial als auch die strukturellen Begrenzungen sozialer Medien im feministischen und Frauenrechts-Aktivismus auf. Soziale Netzwerke ermöglichen Sichtbarkeit, Reichweite und Mobilisierung, verstärken jedoch auch bestehende Ungleichheiten und die Abhängigkeit von privaten Tech-Konzernen. Vielen ZGO fehlen die finanziellen Mittel für gezielten digitalen Ausbau, Weiterbildung, bezahlte Werbung oder kontinuierliche Community-Arbeit – Faktoren, die jedoch oft notwendig sind, um ein breiteres Publikum zu erreichen und langfristige Wirkung zu entfalten. Diese Forschung leistet einen Beitrag zu globalen Debatten über digitale Protestformen, die anhaltende digitale Exklusion und die sich wandelnde Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure im digitalen Zeitalter. Sie unterstreicht die Notwendigkeit lokalisierter, inklusiver Strategien, untermauert feministische Kritiken am Techno-Determinismus und zeigt zugleich die Innovationskraft und Widerstandsfähigkeit namibischer ZGO auf

    Bioinformatics software and analyses for inference of gene functional relationships in crops

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    Associating interesting phenotypic traits with causal genes and elucidating the underlying gene functional relationships is of great importance to crop breeding and improvement efforts. To this end, the research presented in this cumulative thesis has included the use of established approaches, such as differential transcriptomics and bulked-segregant analysis, as well as the development of novel bioinformatics solutions for both the automatic analysis of insertional mutagenesis libraries and the in silico prediction of trait-associated gene families. An efficient bioinformatics software solution called MuWU (Mutant-Seq Workflow Utility) for the identification and annotation of heritable mutations caused by Mutator transposon insertion sites was developed and proved central to the establishment and continuous extension of the world’s largest sequence-indexed insertional mutagenesis library in maize – BonnMu. Demonstrating the feasibility of a new custom computational pipeline for identification and characterization of underlying causal genes of phenotypes generated as part of BonnMu or via similar efforts, the first acyl-CoA reductase (FAR) in a barley wax mutant was reported. With this, the wax biosynthetic pathway in barley (currently the world’s fourth most cultivated cereal) was further elucidated. Identifying (cuticular) wax-related genes aids crop breeding by offering new avenues to improve resilience against a lack of water caused by droughts or heat stress. Analyses of gene functional relationships in crops were also performed with the inclusion of environmental stimuli. Using poplar hybrids (Populus x cancescens) the global gene regulatory effects of abiotic stresses were investigated, with special emphasis on the hydrophobic biopolymer suberin. The results indicated that the genetic enhancement of poplar root suberization could be a worthwhile strategy for genetically optimized poplar trees. These could be suitable for cultivation on water-limited and/or salty land that would be unusable for food production, thus being a great benefit to agroforestry. Lastly, A2TEA (Automated Assessment of Trait-specific Evolutionary Adaptations) an entirely new approach and accompanying software suite for predicting genes important for stress tolerance via inference of evolutionary adaptation events was developed. In summary, this thesis presents new bioinformatics tools for unraveling gene functional relationships and novel insights into important agronomic traits central to future breeding efforts.Die Verknüpfung interessanter phänotypischer Merkmale mit kausalen Genen und die Aufklärung der zugrundeliegenden Gen- Funktionsbeziehungen ist von großer Bedeutung für die Züchtung und Verbesserung von Nutzpflanzen. Zu diesem Zweck wurden bei den in dieser kumulativen Dissertation vorgestellten Forschungsarbeiten sowohl etablierte Ansätze wie z.B. differenzielle Transkriptomik und Bulked-Segregant-Analyse eingesetzt als auch neue bioinformatische Lösungen für die automatische Analyse von Insertionsmutagenese Bibliotheken und die in silico Vorhersage von Genfamilien, die mit Merkmalen assoziiert sind, entwickelt. Eine effiziente Bioinformatik-Softwarelösung namens MuWU (Mutant-Seq Workflow Utility) zur Identifizierung und Annotation von vererbbaren Mutationen, die durch Mutator -Transposon-Insertionsstellen verursacht werden, wurde entwickelt und erwies sich als essenziell für den Aufbau und die kontinuierliche Erweiterung der weltweit größten sequenzindizierten Insertionsmutagenese Bibliothek in Mais – BonnMu. Zur Demonstration der Nützlichkeit einer neuen maßgeschneiderten computergestützten Pipeline für die Identifizierung und Charakterisierung der zugrundeliegenden kausalen Gene von Phänotypen, die im Rahmen von BonnMu oder durch ähnliche Bemühungen erzeugt wurden, wurde die erste Acyl-CoA Reduktase (FAR) in einer Wachsmutante in Gerste identifiziert. Hierdurch wurde die Wachsbiosynthese in Gerste (der derzeit viertmeist angebauten Getreideart der Welt) weiter aufgeklärt. Die Identifizierung von Genen, die mit (cuticulärem) Wachs in Zusammenhang stehen, hilft der Pflanzenzüchtung, indem neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Wassermangel durch Dürre oder Hitzestress eröffnet werden. Analysen von Gen-Funktionsbeziehungen in Nutzpflanzen wurden auch unter Berücksichtigung von Umweltreizen durchgeführt. Anhand von Pappelhybriden (Populus x cancescens) wurden die globalen genregulatorischen Auswirkungen von abiotischem Stress untersucht, wobei der Schwerpunkt auf dem hydrophoben Biopolymer Suberin lag. Es wurde aufgezeigt, dass sich die genetische Verbesserung der Pappel-Wurzelsuberisierung als lohnende Strategie für genetisch optimierte Pappelbäume lohnen würde. Diese könnten sich für den Anbau auf wasserarmen und/oder salzhaltigen Böden eignen, die für die Nahrungsmittelproduktion unbrauchbar wären, und können somit für die Agroforstwirtschaft von großem Nutzen sein. Schließlich wurde mit A2TEA (Automated Assessment of Trait-specific Evolutionary Adaptations) ein neuer Ansatz und eine dazugehörige Software-Suite für die Vorhersage von Genen entwickelt, die für die Stresstoleranz wichtig sind, indem auf evolutionäre Anpassungsereignisse geschlossen wird. Zusammenfassend ergibt sich, dass in dieser Dissertation sowohl neue Bioinformatik Tools für die Entschlüsselung von Gen-Funktionsbeziehungen als auch neue Erkenntnisse über wichtige agronomische Merkmale vorgestellt werden, die für künftige Züchtungsbemühungen von zentraler Bedeutung sind

    Finite Elemente Analyse zu unterschiedlichen Belastungsszenarien an einem wurzelgefüllten und wurzelspitzenresezierten oberen mittleren Schneidezahn

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    In dieser Studie sollten mittels Finite-Elemente-Analyse der Effekt einer Wurzelfüllung sowie einer Wurzelspitzenresektion an oberen mittleren Schneidezähnen (OMS) nach Wurzelfüllung mit unterschiedlichen Obturationsmaterialien gemessen werden. Außerdem wurde die biomechanische Auswirkung einer unvollständigen Wurzelbildung untersucht. Es wurde ein 3D-Modell aus einem digitalen Volumentomogramm erstellt und anschließend modifiziert, um entsprechende Behandlungen zu simulieren. Die Belastung wurde mit 1 bzw. 100 N simuliert. Dies führte nach Wurzelspitzenresektion zu erhöhten Spannungen im Dentin und umgebenden Knochen, während unterschiedliche Wurzelfüllmaterialien nur geringe Änderungen der Messwerte bei einem koronal weitgehend intakten Zahn verursachten. Unreife Wurzeln zeigen in dieser Studie die höchsten Spannungswerte. Der interinzisale Winkel bzw. die Belastungsrichtung hat jedoch einen deutlich stärkeren Einfluss auf alle gemessenen Werte und sollte daher bei der Planung resektiver Eingriffe oder bei der Interpretation von Finite-Elemente-Analysen besonders berücksichtigt werden

    Scalable Methods and Algorithms for Detecting Specific DNA Changes in Clinical Patients and Offspring of Radar-Exposed Personnel : A transgenerational biomarker of paternal exposure to ionizing radiation

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    The abundance of Whole genome sequencing (WGS) data now enables research into more complex phenotypes and into effects of Ionizing radiation (IR) on human DNA. We used WGS data to contribute to four advances: 1. Finding a novel disease-causing variant for Koolen-de Vries syndrome; 2. Detecting mutational signatures in error-prone sequencing data; 3. Establishing a transgenerational biomarker for paternal exposure to IR; and 4. assessing Covid-19 host genetics. To ascertain potential transgenerational effects of IR exposure, we recruited a cohort comprised of 110 offspring of radar personnel of both German armies and accessed two more cohorts, one cohort of 130 offspring of liquidators and inhabitants of the town of Pripyat that were exposed to IR following the nuclear accident in 1986 (CRU cohort), and a large control cohort featuring 1214 offspring of non-exposed parents (Inova). We analyzed all data for the Radarstudy and Covid-19 data using newly developed WGS data analysis pipelines. Previous works suggested clustered de novo mutations (cDNMs), which are defined as two or more de novo mutations (DNMs) within 20 bp as potential signature of paternal IR exposure. To optimize the detection accuracy of DNMs and cDNMs, we used data from validation experiments to create a custom DNM and cDNM calling algorithm based on DeepTrio. We showed that deep-learning approaches based on DeepTrio can be trained with low data requirements. Our DNM detection model achieved a sensitivity of 95.7 % and a precision of 89.6 %. More complex mutational signatures, like cDNMs, can be detected with a precision of 76.9 % at 100 % sensitivity. Using newly developed analysis pipelines for WGS data, we detected a 4.7k bp deletion in KANSL1, that was found to be causing the patient phenotype, and provided insights into Covid-19 host genetics by elucidating correlations of variation and disease progression. When analyzing the three large WGS cohorts, we found that cDNMs were increased in children born to parents that were irradiated prior to conception. We observed 2.65 cDNMs per offspring on average in the CRUcohort, 1.48 in the Radar cohort and 0.88 in the Inova cohort (p < 0.005). Further statistical models indicated that this increase in cDNMs scales with the paternal exposure to IR (p < 0.001). These results leave little doubt that cDNMs represent a transgenerational biomarker of paternal IR exposure

    Cambios y heterogeneidad en los movimientos y teorías feministas en Abya Yala, con referencia a los feminismos indígenas de Guatemala y México

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    En este artículo me enfocaré en los movimientos de mujeres indígenas y decoloniales, que adquirieron relevancia principalmente en la década de 1990. Tras una breve reseña sobre los énfasis y transformaciones en los feminismos dominantes, abordaré los feminismos indígenas y decoloniales, centrándome en los casos de Guatemala y México, con un ejemplo concreto de Cuetzalan del Progreso. Mi objetivo es mostrar la diversidad y heterogeneidad de los feminismos de Abya Yala, con especial atención a los feminismos indígenas y decoloniales. Además de esta diversidad, resulta interesante observar cómo conceptos e ideas originadas en Abya Yala se están difundiendo en otras regiones del mundo, incluida Europa. Junto a "Ni una menos", se destacan los conceptos de "Cuerpo-Territorio" y el feminismo comunitario, que, en el contexto de las demandas de muchos estudiantes por descolonizar las ciencias —especialmente la antropología cultural y social—, deberían ganar cada vez más importancia.Changes and heterogeneity in feminist movements and theories in Abya Yala, with reference to indigenous feminisms in Guatemala and MexicoIn this article I will focus on the decolonial and indigenous women's movements, which became known primarily in the 1990s. After a brief overview of the emphases and changes in dominant feminisms, I focus on indigenous and decolonial feminisms focusing on those of Guatemala and Mexico with an example of Cuetzalan del Progreso, Mexico. Particularly I want to show the diversity and heterogeneity of feminisms of Abya Yala, especially indigenous and decolonial ones. In addition to this diversity, what is interesting is that concepts and ideas from Abya Yala are spreading to other regions of the world, including Europe. In addition to Ni una menos, it is worth mentioning here Cuerpo Territorio and community feminism which, in view of the demands of many students, for a decolonization of the sciences, especially in cultural and social anthropology, should become increasingly important

    Syrian Women in Lebanon and Turkey : Assessing the Impact of Conflict and Identity on Civic Participation

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    This thesis explores the impact of war and displacement on the civic participation and feminist activism of Syrian women. Relying on feminist methodologies that prioritize women's experiences and perspectives and theories of intersectionality and multiple critique (Cooke 2001), combined with Derrida's notion of hostipitality (2000), it demonstrates the intersectional diversity of civically engaged Syrian women in Lebanon and Turkey during the period (2011-2018). Additionally, it reveals how these women challenge various political and social limitations placed on their civic activism by both host societies and their own communities. In doing so, this thesis critically addresses the homogenizing and victimizing narratives that have dominated post-2011 research on Syrian refugee women, and opens up possibilities to reframe perceptions of them in the post war context, showcasing their strength and resilience rather than portraying them as mere victims in conflict situations. The thesis employs ethnographic methods to conduct 80 in-depth, semi-structured interviews with Syrian women, men, and experts in Lebanon and Turkey in 2018. Using a comparative case study approach, it examines the differing official policy responses of the Lebanese and Turkish governments to the Syrian refugee crisis and assesses their impact on the civic engagement of Syrian women. The analysis reveals an overall increase in civic participation among interviewed Syrian women after the war, along with a more nuanced understanding of civil society organizations (CSOs) and their roles. Additionally, the intersectional lens identifies several key social categories that shape the civic participation of Syrian women in Lebanon and Turkey. These categories include gender, marital status, ethnic or national identity, socioeconomic status, education, religion, residency status, and urban or rural background. Importantly, these categories were not predetermined; they emerged through an inductive analysis of the collected data. Despite their diverse identities and varying circumstances of displacement in different host environments, this thesis clarifies how these contexts interact with Syrian women's identities in distinct ways, resulting in different forms of civic activism. For example, in Lebanon, higher levels of host 'hostipitality' led to a more restricted and elitist form of activism, primarily driven by displaced Syrian women from educated, urban, upper socioeconomic backgrounds who had the resources to navigate the limitations they faced. In contrast, Turkey, which provided a less hostile environment for Syrians and Islamic organisations, fostered a more grassroots form of Syrian activism, prominently featuring young women from lesser-privileged backgrounds as well as Islamist Syrian women. The narratives of the interviewed Syrian women presented in the thesis also illustrate how their civic activism since 2011 has empowered them, positively impacting their private lives and providing them with opportunities to challenge the discrimination they face from their hosts. Furthermore, findings presented in this thesis on the growth and diversity of Syrian women's feminist activism and awareness since 2011 provide a valuable context for understanding current local debates regarding Syrian women's roles following Syria's recent liberation from over 50 years of Asad rule and Baathist policies which placed limitations on feminist activism in Syria. Another key contribution of this thesis is its theoretical framework and combined use of hostipitality, intersectionality, and multiple critique. The analysis demonstrates that combining these concepts is particularly beneficial when studying Arab women in conflict and hosting contexts, as collectively they provide a more comprehensive understanding of identity. Together, these concepts not only emphasise the significance of identity in shaping host policies and influencing the experiences of refugees in hosting contexts. They also allow us to move from a more passive understanding of Arab women's intersectional identities to a more dynamic one that captures acts of resistance.Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen von Krieg und Vertreibung auf die zivilgesellschaftliche Partizipation und den feministischen Aktivismus syrischer Frauen. Gestützt auf feministische Methoden, die die Erfahrungen und Perspektiven von Frauen in den Vordergrund stellen, sowie auf Theorien der Intersektionalität und der „multiple critique” multiplen Kritik (Cooke 2001), kombiniert mit Derridas Begriff der „hostipitality“ (2000), zeigt sie die Vielfalt der zivilgesellschaftlich engagierten syrischen Frauen im Libanon und in der Türkei während des Zeitraums (2011-2018). Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie diese Frauen verschiedene politische und soziale Einschränkungen herausfordern, die ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement sowohl von der Aufnahmegesellschaft als auch von ihren eigenen Gemeinschaften (Familien, religiöse Gemeinschaften und die syrische Gemeinschaft) auferlegt werden. Damit setzt sich diese Arbeit kritisch mit den homogenisierenden und viktimisierenden Narrativen auseinander, die die Forschung über syrische Flüchtlingsfrauen nach 2011 dominiert haben, und eröffnet Möglichkeiten, die Wahrnehmung dieser Frauen nach 2011 neu zu gestalten, indem sie ihre Stärke und Widerstandsfähigkeit hervorhebt, anstatt sie als bloße Opfer in Konfliktsituationen darzustellen. Diese Arbeit nutzt ethnografische Methoden, um 80 ausführliche, halbstrukturierte Interviews mit syrischen Frauen, Männern und Experten im Libanon und der Türkei im Jahr 2018 zu führen. Mithilfe eines vergleichenden Fallstudienansatzes werden die unterschiedlichen offiziellen politischen Reaktionen der libanesischen und türkischen Regierungen auf die syrische Flüchtlingskrise untersucht und ihre Auswirkungen auf das bürgerschaftliche Engagement syrischer Frauen bewertet. Die Analyse zeigt, dass die befragten syrischen Frauen nach dem Krieg insgesamt stärker an der Zivilgesellschaft teilgenommen haben und ein differenzierteres Verständnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen (CSOs) und ihrer Rolle entwickelt haben, als in der bisherigen Forschung angenommen wurde. Darüber hinaus identifiziert die intersektionale Sichtweise mehrere soziale Schlüsselkategorien, die die Bürgerbeteiligung syrischer Frauen im Libanon und in der Türkei beeinflussen. Zu diesen Kategorien gehören Geschlecht, Familienstand, ethnische oder nationale Identität, sozioökonomischer Status, Bildung, Religion, Aufenthaltsstatus und städtischer oder ländlicher Hintergrund. Wichtig ist, dass diese Kategorien nicht im Voraus festgelegt wurden; sie ergaben sich aus einer induktiven Analyse der gesammelten Daten. Trotz der verschiedenen Identitäten und der unterschiedlichen Umstände der Vertreibung wird in dieser Arbeit deutlich, wie diese Kontexte auf unterschiedliche Weise mit den Identitäten der syrischen Frauen interagieren, was zu verschiedenen Formen des bürgerschaftlichen Engagements in den Aufnahmeländern führt. Im Libanon beispielsweise führte ein höheres Maß an „hostipitality“ (Derridas 2000), zu einer eingeschränkteren und elitären Form des Aktivismus, der vor allem von vertriebenen syrischen Frauen aus gebildeten, städtischen und gehobenen sozioökonomischen Verhältnissen vorangetrieben wurde, die über die nötigen Ressourcen verfügten, um die ihnen auferlegten Einschränkungen zu überwinden. Im Gegensatz dazu förderte die Türkei, die ein weniger feindseliges Umfeld für Syrer bot, eine basisorientiertere Form des syrischen Aktivismus, an der vor allem junge Frauen aus benachteiligten Verhältnissen sowie islamistische syrische Frauen beteiligt waren. Die Erzählungen der interviewten syrischen Frauen, die in dieser Arbeit vorgestellt werden, veranschaulichen, wie zivilgesellschaftlicher Aktivismus sie seit 2011 stärkt, sich positiv auf ihr Privatleben auswirkt und ihnen die Möglichkeit gibt die Diskriminierung durch ihre Gastgeber zu bekämpfen. Darüber hinaus bieten die in dieser Arbeit präsentierten Ergebnisse über das Wachstum und die Vielfalt des feministischen Aktivismus syrischer Frauen seit 2011 einen wertvollen Kontext für das Verständnis der aktuellen lokalen Debatten in Syrien über die Rolle der syrischen Frauen nach der jüngsten Befreiung Syriens von der über 50-jährigen Assad-Herrschaft und der Baath-Politik, die den feministischen Aktivismus in Syrien einschränkte. Ein weiterer wichtiger Beitrag dieser Arbeit ist ihr theoretischer Rahmen und die kombinierte Verwendung von „hostipitality“ (Derridas 2000), Intersektionalität und „multiple critique“ (Cooke 2001). Die Analyse zeigt, dass die Kombination dieser Konzepte besonders bei der Untersuchung arabischer Frauen in Konflikt- und Aufnahmekontexten von Vorteil ist, da sie zusammen ein umfassenderes Verständnis von Identität ermöglichen. Gemeinsam unterstreichen diese Konzepte nicht nur die Bedeutung der Identität für die Gestaltung der Aufnahmepolitik und die Beeinflussung der Erfahrungen von Flüchtlingen in Aufnahmekontexten, sie ermöglichen es uns auch, von einem eher passiven Verständnis der intersektionalen Identitäten arabischer Frauen zu einem dynamischeren Verständnis überzugehen, das die Akte des Widerstands erfasst

    Modulating Tumor Promotion by Targeting Inflammation and Endoplasmic Reticulum Stress

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    Background: Inflammation and ER stress are two prominent hallmarks of tumors, both exhibiting distinct dual roles in tumor promotion. The duration and intensity of inflammation and ER stress can drive divergent, or even opposite outcomes in tumor development. However, evolving tumors usually adapt and escape from inflammation and ER stress by forming delicate balances between them. Disrupting the balances by modulating inflammation and ER stress can impair this adapbility and induce tumor cell death. Purposes: This dissertation aims to illustrate the potential and mechanisms of regulating inflammation and ER stress in tumor treatment. Methods: We confirmed the derivation of pro-inflammatory cytokines from M1 macrophages, and illustrated the roles of pro-inflammatory cytokines in enhancing the cytotoxicity of CIK cells against MM and its mechanisms using flow cytometry. For the investigations on ER stress, we demonstrated the expression profile of ERO1L and a bidirection regulatory loop between ERO1L and ER stress in CRC by RT-qPCR and western-blotting. Furthermore, We elucidated the regulatory role of ERO1L on autophagy and apoptosis in tumour cells by flow cytometry, and resolved the responsible signalling pathways. Results: We found that M1 macrophages produced high levels of pro-inflammatory cytokines, including TNF-&alpha;, IL-1β, and IL-6. Pro-inflammatory cytokines enhanced the cytotoxicity of CIK cells towards MM cells by augmenting the expression of killing-dependent MICA/B. For ER stress, we revealed that ERO1L was overexpressed in CRC and found a negative regulatory feedback between ER stress and ERO1L. Inhibition of ERO1L induced apoptosis and autophagy via the induction of ER stress and the ERK1/2 pathway. In addtion, combining ERO1L inhibition with other ER stress-inducing agents showed a synergistic effect in CRC treatment. Conclusions: M1 macrophage-derived pro-inflammatory cytokines reinforce the cytotoxicity of CIK cells agianst MM cells by up-regulating the MICA/B-NKG2D axis. Inhibition of ERO1L mediates apoptosis and autophagy via the induction of ER stress in CRC

    Einfluss der Wachstumsmatrix auf die Differenzierung von Mausmakrophagen zu Osteoklasten-ähnlichen Zellen

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    Externe apikale Wurzelresorptionen (EAWR) stellen eine schwerwiegende Nebenwirkung der kieferorthopädischen Zahnbewegung dar, die mit einem irreversiblen Verlust radikulärer Hartgewebe einhergeht. Verantwortlich hierfür sind Odonto- und Zementoklasten, die osteoklastenspezifische Eigenschaften aufweisen und vermutlich aus denselben hämatopoetischen Vorläuferzellen wie Osteoklasten hervorgehen. Die zugrunde liegenden Differenzierungsmechanismen sind bislang jedoch nicht ausreichend geklärt. In der vorliegenden Arbeit sollte untersucht werden, ob drei verschiedene orale Hartgewebe Knochen, Dentin und Zement den Differenzierungsprozess der Klastenzellen möglicherweise beeinflussen. Hierzu wurden murine Makrophagen-Vorläuferzellen auf Knochen-, Dentin- und Zementpulver unter Stimulation mit RANKL und M-CSF kultiviert. Eine weitere Stimulations- sowie Negativkontrollgruppe ohne Hartgewebesubstrat wurden hinzugezogen. Nach Ernte der ausdifferenzierten Osteoklasten-ähnlichen Zellen erfolgten Expressionsanalysen zuvor ausgewählter Moleküle (HSPA1b, CXCL2, GDF15, IGF-1, ACP5, CTSK und OSCAR) mittels RT-PCR und ELISA-Tests. Die statistische Auswertung wurde mit ANOVA und ergänzenden Tukey-Post-hoc-Tests durchgeführt (p Die Hartgewebe - insbesondere Dentin und Zement - zeigten deutliche Effekte auf die Expression der untersuchten Wachstumsfaktoren und Entzündungsmediatoren. Auffällig war eine gesteigerte Expression des Hitzeschockproteins HSPA1b in den Zementkulturen. Darüber hinaus führte die Kultivierung auf Dentin zu einer signifikanten Steigerung von GDF15 und CXCL2, während IGF-1 in allen stimulierten Versuchsgruppen vermindert exprimiert wurde. In den Zementkulturen konnte zudem eine verstärkte Expression von ACP5, CTSK und OSCAR beobachtet werden. Die vorliegenden Ergebnisse verdeutlichen, dass die unterschiedlichen Hartgewebe wichtige Regulationssignale während der Differenzierung Osteoklasten-ähnlicher Zellen liefern könnten. Die auffällige Expressionssteigerung von HSPA1b könnte auf eine natürliche Abwehrfunktion des Zementgewebes gegenüber EAWR hindeuten. Im klinischen Kontext könnten die identifizierten Biomarker aktiver Odonto- und Zementoklasten zur Etablierung neuer diagnostischer Ansätze beitragen, die eine frühzeitige Erkennung und gezielte Intervention initialer Resorptionsprozesse ermöglichen

    In vitro recapitulation of developmental transitions in human neural stem cells

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    Progress made in pluripotent stem cell (PSC) technology potentially enables the production of almost any cell type in unlimited quantities for human specific models. This is particularly interesting for the generation of neuronal cells as the human brain differs considerably from commonly used animal models and human brain tissue samples are scarce, difficult to obtain and to propagate in vitro. In recent years it has become possible to isolate and expand neural stem cells (NSCs) from different sources using growth factor-based protocols. However, a still open question is to what extent these diverse stem cell systems reflect physiological stem cell states observed in vivo (Conti et al. 2010). During nervous system development, early neuroepithelial stem (NES) cells with a highly polarized morphology and responsiveness to regionalizing morphogens give rise to radial glia (RG) cells, which generate region-specific neurons. Stable neural cell populations reminiscent of NES cells have been obtained from pluripotent stem cells (lt-NES cells) and the fetal human hindbrain (hbNES cells) (Tailor et al. 2013; Koch et al. 2009b). In this study a sequential differentiation protocol was developed enabling the in vitro generation of RG-like neural stem cells from NES-like cells (lt-NES and hbNES cells). By employing differentiating conditions NES-like cells were coaxed into following the in vivo developmental transition of neural stem cells into a RG-like phenotype. Indeed, this newly established NSC population exhibits important features of multipotent neuro- and gliogenic RG cells. These RG-like NS cells could be expanded for at least 25 passages and express classical NSC markers such as Nestin and SOX2 as well as markers typically associated with RG cells including SOX9, CD44, AQP4 and HOP, while the NES cell markers PLZF, DACH1, ZO1 and MMRN1 were down-regulated. Importantly, RG-like cells generated from PSC-derived lt-NES cells and from primary hbNES cells showed similar properties as primary RG cells obtained from fetal tissue, indicating that conversion of NES-like cells into RG-like cells recapitulates the developmental progression of early NES cells into radial glia cells occurring in vivo. Key challenges associated with the biomedical application of PSC-derived neural stem cells are their controlled patterning towards distinct regional subtypes and the maintenance of an acquired regional phenotype across multiple passages of in vitro expansion. Previous studies have shown that lt-NES cells, shortly after their derivation from PSC, undergo gradual posteriorization into an anterior hindbrain phenotype, which might be due to regionalizing effects of the growth factors employed for in vitro proliferation (Bithell et al. 2008; Koch et al. 2009b). This behavior is in line with their in vivo role in which they respond to morphogens in order to establish different regions of the brain. In a second step this regional identity is consolidated in RG cells which can no longer be influenced by regionalizing factors. In order to harness this property of RG cells, RG-like NS cells were generated from dorsal forebrain-, ventral forebrain-, hindbrain- and spinal cord-patterned NES-like cells. The resulting regionalized RG-like NS cell populations express transcription factors appropriate for their positional identity across multiple passages of in vitro expansion while maintaining their differentiation potential into neurons and glia. Reminiscent of heterotopic transplantation studies, even under the influence of strong rationalizing factors in vitro the positional identity of dorsal forebrain-like NS cells remained stable (Onorati et al. 2011). Following differentiation RG-like cells generated region-specific neurons appropriate for their positional identity. These results indicate that conversion into RG-like cells may provide a route for conserving the regional identity of pre-patterned early NES cells and establishing regionally stable neural stem cell lines for biomedical application.In den letzten Jahren erzielte Fortschritte in der pluripotenten Stammzelltechnologie ermöglichen es potentiell, alle Zelltypen des Körpers in nahezu unbegrenzter Menge für die Verwendung in humanspezifischen Modellen zu generieren. Insbesondere das menschliche Gehirn unterscheidet sich wesentlich von dem der üblicherweise eingesetzten Tiermodelle und zudem sind Gewebeproben des menschlichen Gehirns schwer zugänglich und die daraus gewonnenen Zellen nur unzureichend in vitro vermehrbar. Daher ist besonders die Aussicht, humane neuronale Zellen aus pluripotenten Stammzellen (PSZ) zu gewinnen, sehr attraktiv. Neuste Entwicklungen in den letzten Jahren haben es ermöglicht neurale Stammzellen aus unterschiedlichen Quellen zu isolieren oder zu generieren und unter Einsatz von Wachstumsfaktor-basierten Protokollen zu vermehren. Eine noch offene Frage ist jedoch, inwieweit diese verschiedenen Stammzellsysteme in vitro physiologische, in vivo existierende Stammzellstadien nachbilden. Während der physiologischen Entwicklung des Nervensystems entstehen aus frühen, neuroepithelialen Stammzellen (NES), welche eine hochgradig polarisierte Morphologie aufweisen und empfindlich auf sogenannte regionalisierende Morphogenen reagieren, späte radiale Gliazellen (RG), die dann wiederum regionalspezifische Neurone generieren. In vitro konnten bislang stabil proliferierenden neurale Stammzellpopulationen, welche neuroepithelialen Stammzellen gleichen, sowohl von humanen pluripotenten Stammzellen (lt-NES Zellen) als auch direkt aus dem fetalen humanen Hinterhirn (hbNES Zellen) gewonnen werden. Darauf aufbauend wurde in dieser Arbeit ein sequentielles Differenzierungsprotokoll entwickelt, das die Generierung von RG-ähnlichen neuralen Stammzellen (RG-ähnliche NS Zellen) aus NES-ähnlichen Zellen (lt-NES und hbNES Zellen) in vitro ermöglicht. Durch die zeitlich begrenzte Anwendung differenzierender Zellkulturbedingungen werden NES-ähnliche Zellen dazu gebracht, die Entwicklung neuraler Stammzellen in vivo nachzuvollziehen und RG-ähnliche Zellen zu generieren. Tatsächlich weist diese neu etablierte neurale Stammzellpopulation wichtige Merkmale von neuro- und gliogenen RG Zellen auf. RG-ähnliche NS Zellen können für mindestens 25 Passagen expandiert werden und exprimieren klassische neurale Stammzellmarker wie NESTIN und SOX2 sowie typischerweise RG Zell-assoziierte Marker wie SOX9, CD44, AQP4 und HOP während die NES Zell Marker PLZF, DACH1, ZO-1 und MMRN1 herunterreguliert werden. Eine wichtige Erkenntnis dieser Studie ist, dass RG-ähnliche NS Zellen - generiert von PSZ-abgeleiteten lt-NES Zellen oder primär isolierten hbNES Zellen - ähnliche Eigenschaften zeigen wie primär aus fetalem Gewebe gewonnene RG Zellen. Dies deutet darauf hin, dass der Übergang von NES-ähnlichen Zellen in RG-ähnliche Zellen in vitro in der Tat die Entwicklung von frühen NES Zellen in RG Zellen während der Neurogenese in vivo nachvollzieht. Eine große Herausforderung, im Hinblick auf die biomedizinische Anwendung von aus PSZ-abgeleiteten neuralen Stammzellen, ist ihre kontrollierte Entwicklung in unterschiedliche regionale Subtypen und die Aufrechterhaltung eines erworbenen regionalen Phänotyps während ihrer Kultivierung und Expansion in vitro. Vorangegangenen Arbeiten haben gezeigt, dass lt-NES Zellen kurz nach ihrer Generierung aus PSZ einen anterioren Vorderhirn Phänotyp aufweisen und in der Folge eine sukzessive regionale Posteriorisierung in einen Phänotyp durchlaufen, welcher dem ventralen Hinterhirn entspricht. Dieses Phänomen ist vermutlich auf die regionalisierenden Effekte der für die Proliferation in vitro notwendigen Wachstumsfaktoren (FGF2 und EGF) zurückzuführen. Dieses Verhalten entspricht auch der Rolle von NES Zellen in vivo, wo sie zunächst auf Morphogene ansprechen und auf diese Weise die verschiedenen Regionen des Gehirnes generieren. In einem zweiten Schritt wird diese regionale Identität durch den Übergang in RG Zellen, welche nicht mehr durch regionalisierend Faktoren beeinflussbar sind, konsolidiert. Um die Eigenschaft von RG Zellen, eine stabile regionale Identität zu besitzen, nutzbar zu machen, wurden zunächst RG-ähnliche NS Zellen von NES-ähnlichen Zellen mit unterschiedlicher regionalen Phänotypen abgeleitet (ventrales Vorderhirn, dorsales Vorderhirn, Hinterhirn, Rückenmark). Die hieraus gewonnenen regionalisierten RG-ähnlichen NS Zellpopulationen exprimieren trotz Exposition zu Wachstumsfaktoren über zahlreiche Passagen stabil Transkriptionsfaktoren, welche ihrer regionalen Identität entsprechen ohne zu posteriorisieren und behalten über die Zeit, die Fähigkeit sowohl in Neurone, als auch in Gliazellen zu differenzieren. In Anlehnung an Studien zur heterotopen Transplantation von RG Zellen in Mäusen in vivo wird die regionale Identität von RG-ähnlichen Zellen selbst unter dem Einfluss starker regionalisierender Faktoren wie beispielweise Retinsäure aufrechterhalten. Werden diese regionalisierten RG-ähnliche NS Zellen differenziert, generieren sie zudem neuronale Subtypen, welche ihrer regionalen Identität entsprechen. Die Ergebnisse dieser Studie deuten zusammenfassend darauf hin, dass die Überführung in RG-ähnliche NS Zellen eine Methode darstellt, die regionale Identität von frühen regionalisierten NES Zellen zu konservieren und so regional stabile neurale Stammzelllinien für biomedizinische Anwendungen zu etablieren

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