University Hospital Bonn

bonndoc – Der Publikationsserver der Universität Bonn
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    Patientensicherheit in der Zahnmedizin: Methodenentwicklung und epidemiologische Untersuchung von unerwünschten Ereignissen in der Zahnheilkunde

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    Hintergrund: Eine Hauptaufgabe der Patientensicherheit ist es, in der zahnmedizinischen Behandlung und im klinischen Risikomanagement sogenannte unerwünschte Ereignisse (UEs, engl.: adverse events), sprich unbeabsichtigte negative Ergebnisse, die auf Behandlungen zurückgehen und nicht der bestehenden Erkrankung geschuldet sind, zu vermeiden. Durch das Aufdecken beziehungsweise die Identifikation unerwünschter Ereignisse ist es auch möglich, Arbeitsvorgänge zu optimieren und eine offene Fehlermanagementkultur zu schaffen. Zielsetzung: Ziel dieser Studie und Dissertationsarbeit ist es, unerwünschte Ereignisse zur Patientensicherheit in der ambulanten Zahnheilkunde zu identifizieren und zu messen sowie unter Anwendung eines Klassifikationssystems diese zu kategorisieren und deren Häufigkeit zu ermitteln. Methoden: Es wird ein stufenweises und Mehr-Methoden-Design etabliert: unter Kombination von qualitativen Behandler-Interviews zur Identifikation von UEs (Teilstudie I) sowie quantitativ-standardisierter Befragung von Behandlern (Teilstudie II). Die Studienpopulation für die Teilstudien I und II umfasst berufstätige Zahnmediziner, die in Deutschland in der zahnmedizinischen Grundversorgung tätig sind

    Internet como territorio de resistencia: Narrativas, feminismos y descolonialidad en Latinoamérica

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    Los entornos virtuales han ampliado las posibilidades de interacción social y han facilitado nuevas formas de relación y comunicación. Aunque estos espacios fueron concebidos como plataformas neutrales y abiertas a la diversidad de voces, en la práctica, las desigualdades presentes en el mundo offline también se reproducen en el ámbito digital. Internet, lejos de ser un espacio imparcial, puede servir tanto como medio de inclusión y liberación, como de exclusión y opresión, dependiendo de cómo se utilicen sus recursos y quiénes tengan acceso a ellos. ¿Puede Internet ser un espacio para discursos alternativos provenientes de los márgenes que desafíen las narrativas hegemónicas de la sociedad moderna/occidental? Mediante un análisis de documentación bibliográfica y estudios de casos centrados en experiencias latinoamericanas, este artículo examina cómo los feminismos de la región emplean las plataformas digitales como espacios de resistencia política. A través de estos medios, cuestionan las dinámicas y significados asociados al desarrollo y la modernidad, al tiempo que recuperan saberes, prácticas y narrativas subalternizadas por la herencia colonial persistente. Se espera aportar al análisis de la apropiación del espacio digital por los feminismos en Latinoamérica, con énfasis en prácticas comunicativas y narrativas alternativas orientadas a la transformación social.Internet as a territory of resistance: Narratives, feminisms, and decoloniality in Latin AmericaVirtual environments have expanded the possibilities for social interaction and facilitated new forms of relationships and communication. Although these spaces were conceived as neutral platforms open to a diversity of voices, in practice, the inequalities present in the offline world are also reproduced in the digital realm. The Internet, far from being an impartial space, can serve as a medium for both inclusion and liberation, as well as exclusion and oppression, depending on how its resources are used and who has access to them. Can the Internet be a space for alternative discourses from the margins that challenge the hegemonic narratives of modern/Western society? Through an analysis of bibliographic documentation and case studies centered on Latin American experiences, this article examines how feminisms in the region use digital platforms as spaces of political resistance. Through these means, they question the dynamics and meanings associated with development and modernity, while reclaiming knowledge, practices, and narratives subalternized by the persistent colonial legacy. This article hopes to contribute to the analysis of how feminisms in Latin America appropriate digital spaces, focusing on communicative practices and alternative narratives that drive social transformation

    Evaluation von GRP78 als Biomarker bei chronischen Lungenerkrankungen

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    Lungenerkrankungen wie die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Asthma bronchiale oder die interstitiellen Lungenerkrankungen (ILD) betreffen einen großen Teil der internistischen Patienten. GRP78 konnte als potenzieller Biomarker für diese Erkrankungen identifiziert werden. Ziel dieser Arbeit war es, die GRP78-Spiegel bei Menschen mit den genannten Erkrankungen zu messen und auf eine mögliche Korrelation zur Schwere der Erkrankung hin zu untersuchen. Weitere Parameter wie beispielsweise Symptomlast wurden ebenfalls erfasst

    Bedeutung der transrektalen Ultraschall-Fusionsbiopsie und Standardbiopsie für die Diagnostik von Prostatakarzinome im Klinikalltag

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    Das Prostatakarzinom ist global die zweithäufigste Tumorerkrankung sowie die fünfthäufigste Todesursache des Mannes. In der Diagnostik der Erkrankung hat die multiparametrische Magnetresonanztherapie (mpMRT) der Prostata in den letzten Jahren einen entscheidenden Stellenwert gewonnen und ist wichtiger Bestandteil aktueller europäischer Leitlinien. Die unter Studienbedingungen gewonnenen Ergebnisse zur mpMRT-gestützten TRUS-Fusionsbiopsie vs. systematischen Biopsie vs. einer Kombination beider Verfahren bei zuvor biopsienaiven Männern weisen in der Mehrheit darauf hin, dass die mpMRT-gestützte Biopsie etwas häufiger signifikante Karzinome entdeckt als die systematische Biopsie allein. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die vorliegende Dissertation mit der Auswertung von 282 konsekutiven Patienten des Prostatakrebszentrums Bonn/Rhein-Sieg, bei denen im Rahmen der Abklärung einer PSA-Anstiegs im Zeitraum von Januar 2018 bis Mai 2022 nach Durchführung eines mpMRT der Prostata beim Nachweis eines malignitätssuspekten Befundes die bioptische Abklärung mittels MRT/TRUS Fusionsbiopsie und Standardbiopsie durchgeführt wurde. Das Ziel der retrospektiven Studie ist die Korrelation der Ergebnisse der gezielten MRT/TRUS-Fusionsbiopsien der Prostata im Rahmen eines nicht selektionierten Behandlungskollektives mit den Resultaten der Standardbiopsien unter Berücksichtigung der Ergebnisse der durchgeführten mpMRT der Prostata. Von Interesse ist, wie sich das Ausrollen des Verfahrens der mpMRT der Prostata und der nachfolgenden TRUS-Fusionsbiopsie der abklärungsbedürftigen, malignomsuspekten Herdbefunde außerhalb kontrollierter prospektiver Studienbedingungen mit möglicher Selektionsverzerrung auf die diagnostische Qualität und die Ergebnisse der Fusionsbiopsien in der klinischen Routineanwendung auswirkt. Die Studie umfasst die Daten von 250 Patienten, die nach Anwendung der Ausschlusskriterien in die retrospektive Studie aufgenommen wurden. In unserer Studie wies die gezielte Fusionsbiopsie im Vergleich zu den Daten der Literatur etwas weniger klinisch signifikante Prostatakarzinome, als die systematische Biopsie auf. Bei genauerer Analyse der verschiedenen Detektionsraten fällt auf, dass sowohl die Fusionsbiopsie als auch die Standardbiopsie einige signifikante Tumore verfehlten, die jedoch vom jeweils anderen Verfahren aufgedeckt wurden. Mittels einer Fusionsbiopsie wurden bei diesen Patienten 11 (7 %) signifikante Prostatakarzinome zusätzlich identifiziert. Somit führt die Fusionsbiopsie zu einer Steigerung der Detektionsrate von klinisch signifikanten Karzinomen um etwa 7 %. Die o.g. Ergebnisse unserer retrospektiven Auswertung stimmen mit den Ergebnissen der großen prospektiven Studien überein. Somit steigert der zusätzliche Einsatz von TRUS-Fusionsbiopsien auf der Basis mpMRT-Untersuchungen der Prostata auch außerhalb kontrollierter prospektiver Studien die Genauigkeit bei der Erkennung klinisch relevanter Prostatakarzinome. Keine Untersuchungsmodalität für sich allein, die gemäß der geltenden Qualitätsrichtlinien teils auf der Basis der in-house als auch externe, dem Prostatakrebszentrum zuweisenden radiologischen Praxen durchgeführt mpMRT erfolgten bioptischer Abklärung (sowohl Standard- als auch Fusionsbiopsie), konnte die andere Technik oder die Kombination der beiden Techniken jedoch ersetzen. In der klinischen Routine konnte somit die auf den prospektiven Studienergebnissen basierende Leitlinienempfehlungen bestätigt werden, dass die Kombination aus mpMRT-gestützter, gezielter plus systematischer Biopsie bessere Detektionsraten als die jeweiligen Methoden allein erzielt

    Robotic Vision for Precision Intervention in Horticulture

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    Striving towards optimal sustainable agriculture systems to address the world’s growing demand for food, precision agriculture has emerged as a key strategy. In recent years robotic systems have gained remarkable capabilities to automate various agricultural tasks. Frequently, agricultural robots make use of vision-based sensors such as color (RGB) cameras coupled with advanced deep learning models to provide a fine-grained understanding of the environment. However, these robots are deployed in challenging conditions where current techniques fall short in terms of required performance to estimate suitable high-precision fine-grained plant-level information. Yet, opportunities exist to greatly enhance the quality of these vision-based approaches by employing robotic vision techniques that exploit not just the RGB camera information but also the estimated scene structure (depth) as well as coarse robot localization data. This thesis explores the use of robotic vision to automate agricultural surveillance, particularly focusing on horticulture glasshouse systems. To achieve this we develop a robotic platform called PATHoBot and demonstrate how this is an enabling system for tasks such as crop monitoring, 3D panoptic fruit mapping, 4D registration, fruit volume, quantity and quality estimation, autonomous harvesting, and large-scale phenotyping in commercial glasshouses. We then demonstrate how rich robotic information, specifically relative motion plus scene geometry (e.g. depth), can be fused with state-of-the-art vision deep learning approaches to make them robust to real-world challenges, yielding highly accurate crop detection, tracking, and segmentation results. PATHoBot is a crop monitoring robot designed for commercial glasshouses, equipped with a global multi-modal camera array for on-the-fly surveillance of vertical crops and a robotic arm for proximity monitoring and intervention tasks. We first show its utility by generating 3D crop maps and improving a tracking-via-segmentation fruit counting system by exploiting multi-modal spatial-temporal data it captures. We also propose methods to improve crop monitoring systems by explicitly incorporating spatial-temporal information. Combining scene geometry and how the robot moved, we estimate how extracted vision features had moved spatially over time, allowing us to directly incorporate these features into a DNN segmentation model. These approaches achieved improved performance and robustness to real-world conditions across horticulture and arable farming domains. Finally, we introduce a 3D semantic scene understanding model capable of identifying individual fruits and tracking them through strong occlusions addressing key challenges in agricultural monitoring while achieving impressive performance. This system allows us to take object detections and jointly resolve geometry, robot pose, object instances, and even object identities (tracking objects) in a single approach. The output of PAg-NeRF provides a spatial-temporal consistent understanding of a field provided by deep learnt models. Our contributions show how robot spatial-temporal information and multimodal data can be exploited to improve the performance of DNN crop monitoring systems and expand their capabilities, in particular for horticulture domains. This has a direct impact on improving the crop decision-making process and automated intervention tasks, ultimately leading to advancement in sustainable food production practices. The approaches discussed in this thesis have associated peer-reviewed publications listed below. Furthermore, Our paper on explicitly incorporating spatial-temporal information into recurrent models received the best AgriRobotics paper award at IEEE’s Intelligent Robots and Systems conference 2022 (IROS 2022). Finally, the datasets and implementation of our novel monitoring methods have been publicly released to enable further research

    Gefäßchirurgische Rekonstruktionen bei viszeralchirurgischen Erkrankungen : Notwendigkeit gefäßchirurgischer Kompetenzen in der Viszeralchirurgie

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    Durch den demografischen Wandel sowie den stetigen Fortschritt in der Medizin werden zunehmend komplexe, insbesondere onkologisch-viszeralchirurgische Operationen mit gefäßchirurgischen Rekonstruktionen durchgeführt. Teils sind diese gefäßchirurgischen Eingriffe präoperativ planbar, teilweise treten diese aber auch ungeplant während einer Operation auf, sodass ausreichende gefäßchirurgische Kenntnisse vom Operationsteam benötigt werden. Eine Analyse viszeralchirurgischer Operationen von 2010 - 2015 der Universitätsklinik Bonn zeigte, dass bei 126 Operationen gefäßchirurgische Rekonstruktionen notwendig waren, wovon bei 66 Operationen diese ungeplant auftraten. Etwa ein Viertel der intraoperativen Gefäßkomplikationen traten bei onkologischen Operationen wie z. B. des pankreatobiliären System oder von Oberbauchtumoren auf. Als mögliche Komplikationen treten insbesondere venöse und arterielle Gefäßverletzungen sowie Thrombembolien und Thrombosen auf, wobei venöse Gefäßverletzungen ein signifikant schlechteres Outcome für das Überleben darstellen. Hierbei musste das Operationsteam überwiegend die Gefäßnaht, Reanastomisierung bzw. Patchplastik und die Thromb-/Embolektomie beherrschen sowie in selteneren Fällen auch eine Interponat- oder Shunt-/Bypasstechnik anwenden. Um die Patientensicherheit zu gewährleisten ist eine ausreichende gefäßchirurgische Erfahrung des Operationsteams in der Operationsplanung, sowie im Operationssaal zur Vermeidung und Beherrschung von gefäßchirurgischen Komplikationen unentbehrlich. In einer 2017 durchgeführten deutschlandweiten Befragung von viszeralchirurgischen Chefärzten bestätigte die Mehrheit, dass Fähigkeiten wie Gefäßnahttechniken (98,6%), Thrombektomien und Embolektomien (95,6%) und Patchplastiken (89,1%) und ggfs. sogar Bypassverfahren (45,5%) von allen Viszeralchirurgen beherrscht werden sollten. Zudem herrscht eine mehrheitliche Meinung, dass die Gefäßchirurgie in der Viszeralchirurgie zukünftig einen noch größeren Stellenwert einnehmen wird (51,6%). Bereits heute wünschen sich etwa ein Drittel aller Befragten Chefärzte mehr gefäßchirurgische Erfahrung in der eigenen Klinik und mehr als die Hälfte der Befragten spricht sich für eine verpflichtende gefäßchirurgische Rotation während der viszeralchirurgischen Facharztausbildung aus (54,1%). Eine Analyse der Weiterbildungsordnungen für Viszeralchirurgie aller 17 Landesärztekammern in Deutschland zeigte jedoch, dass das Erlernen von gefäßchirurgischen Fertigkeiten und Kenntnissen in der aktuellen Weiterbildung nicht verpflichtend vorgesehen wird. Eine Neubewertung und Erweiterung der Weiterbildungsinhalte ist daher dringend geboten, um die Expertise und folglich die Patientensicherheit zu gewährleisten

    Kinetik von Dickkopf-3 bei Peritonealdialyse-Patienten

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    Dickkopf-3 (DKK3) ist ein Protein vorwiegend tubuloepithelialem Ursprungs, welches im Kontext akuter und chronischer Nierenschädigungen als potentieller Biomarker von diagnostischem Nutzen sein kann. Am häufigsten erfolgt die Bestimmung als DKK3-Kreatinin-Ratio im Urin. Die Funktion des Proteins im Rahmen renaler Fibrosierung und immunmodulatorischer Prozesse ist Gegenstand aktueller Forschung. Die Kinetik von DKK3 ist dabei bei Patienten unter Peritonealdialyse bislang weitestgehend unbekannt. In dieser Arbeit präsentieren wir diesbezüglich zum ersten Mal Ergebnisse einer Kohorte ambulanter Patienten unter Peritonealdialyse. Wir konnten die Bestimmung, Konzentration und Clearance in diesem Kollektiv und in den verschiedenen Kompartimenten Serum, Urin und Dialysat untersuchen. Die Bestimmung erfolgte absolut und in Relation zu Kreatinin (als DKK3-Kreatinin-Ratio). Dabei zeigten sich trotz Dialysepflichtigkeit mit entsprechendem Serumkreatinin die höchsten Konzentrationen im Serum. Die peritoneale Clearance von DKK-3 ist absolut und anteilig an der Gesamtclearance, welche überwiegend über den Urin stattfindet gering. Auch konnten wir an einer Subgruppe zeigen, dass die longitudinale Bestimmung über ein Intervall von 3 Monaten reproduzierbare, konstante Messungen und Befunde erlaubt. In unserer Kohorte korrelierte DKK3 im Dialysat mit den Konzentrationen im Serum und Urin. Im Hinblick auf die DKK3-Konzentrationen im Kontext der Dialysemodalitäten zeigten sich ähnliche Werte zwischen CAPD und CCPD. Auch hinsichtlich der täglich entfernten Menge ergab sich kein signifikanter Unterschied zwischen den PD-Verfahren. Dennoch konnten wir eine signifikante positive Korrelation zwischen der DKK3-Kreatinin-Ratio und den Behandlungsvolumina bei CAPD zeigen. Ein Großteil unserer Patienten erhielt eine Blockade des Renin-Angiotensin-Systems. Über allen Kompartimenten konnte ein Rückgang der absoluten und relativen DKK3-Konzentrationen bei diesen Patienten gezeigt werden, welcher sich für die Bestimmung im Urin signifikant zeigte. Die detaillierten peritonealen Transporteigenschaften sind nicht bekannt und bedürfen weiterer Forschungsarbeiten

    Erfassung struktureller und chromatischer Pflanzenmerkmale mittels intelligenter, bildgebender 2D Verfahren im Bereich der Gemüsezüchtung

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    Seit Beginn der Landwirtschaft beruht die vom Menschen gesteuerte Entwicklung der Kulturpflanzen auf Auslese und Rekombination. Ziel dieses Prozesses ist es einen Genotyp zu schaffen, der optimal an die jeweiligen Umweltbedingungen angepasst ist und im Phänotyp bestimmte Merkmale, wie beispielsweise einen hohen Ertrag, oder bestimmte strukturelle oder chromatische Merkmale, ausprägt. Die Bewertung dieser Merkmale beruht traditionell auf einer visuellen Beurteilung des Pflanzenmaterials, teilweise unter Zuhilfenahme spezieller Messinstrumente. Einerseits ist es heutzutage möglich, durch die Entwicklung moderner gentechnischer Verfahren, in kürzester Zeit unzählige neue Genotypen zu schaffen. Andererseits nähern sich die Phänotypen moderner Kultursorten in Bezug auf züchtungsrelevante Merkmale immer näher an, sodass heutzutage sehr feine Unterschiede in den Merkmalsausprägungen ausschlaggebend für die Selektionsentscheidung sind. Aufgrund dieser Entwicklungen wird die Bewertung von züchtungsrelevanten Merkmalen mit traditionellen Bewertungsmethoden immer schwieriger, was besonders stark im Bereich der Gemüsezüchtung in Erscheinung tritt, da hier strukturelle und chromatische Pflanzenmerkmale besonders wichtig für die Vermarktung sind. In dieser Arbeit wurde anhand von vier dedizierten und komplexen Forschungsfragen aus dem Bereich der Gemüsezüchtung untersucht, ob durch die Analyse von 2D-Bilddaten aus RGB Farbkameras mittels moderner Methoden des maschinellen Sehens die Limitierungen traditioneller Evaluierungsmethoden überwunden werden können. 1. Es wurde ein System, inklusive der Konstruktion einer Fotobox und der Entwicklung einer Bildanalyse Pipeline, etabliert, welches präzise Hochdurchsatzanalysen für die Länge, das Kaliber und die Krümmung länglicher Gemüsefrüchte ermöglicht. Das entwickelte System bietet einen erhöhten Durchsatz bei verbesserter Genauigkeit und Objektivität für die Vermessung der genannten Merkmale. 2. Es wurde erstmalig ein auf transmittierendem Licht beruhendes 2D RGB-Verfahren zur nicht-invasiven Evaluierung der Samenanlagen von Leguminosen entwickelt und evaluiert. Das Verfahren funktioniert für lichtdurchlässige gelbe Sorten, sowie helle grüne Sorten mir gut entwickelten Samen sehr zuverlässig. Hardwareanpassungen können die Analyse der Samenanlagen in dunklen Hülsen mit kleinen Samen zukünftig weiter verbessern. 3. Es wurden umfangreiche anwendungsbezogene Farbanalysen angestellt, um die Möglichkeiten von 2D RGB-Verfahren für die objektive Evaluierung von chromatischen Sorteneigenschaften und Stresssymptomen abzuschätzen. So konnten die Funktionalität von globalen und lokalen Farbkalibrierungsmethoden, und deren mögliche Anwendungsgebiete, aufgezeigt werden. Des Weiteren lieferten die hier etablierten Methoden des maschinellen Sehens grundsätzlich glaubwürdige Ergebnisse zur Abschätzung von Stresssymptomen an Möhrenblättern oder der Farb- und Helligkeitsanalyse von Bohnenhülsen. Nach den Erkenntnissen dieser Arbeit wird es jedoch von Fall zu Fall abhängen, ob 2D RGB-Verfahren die traditionelle visuelle Inspektion ersetzen kann, da der Erfolg von vielerlei Faktoren abhängt. 4. Es wurde ein System, inklusive der Konstruktion eines nicht-motorisiertes Feldfahrzeugs und der Entwicklung dedizierter Bildanalyse Algorithmen, entwickelt, welches zukünftig automatisierte und nicht-invasive Hochdurchsatz Ertragsabschätzungen bei kopfbildendem Blattgemüse unter Feldbedingungen ermöglicht. Durch die Nutzung dieses System können deutlich höhere Stichprobengrößen vermessen werden, was grundsätzlich präzisere Rückschlüsse auf den Ertrag einer Sorte ermöglicht und zusätzlich Zeitreihenanalyse einzelner Pflanzen zulässt. Die Präzision der Gewichtsvorhersage einzelne Köpfe ist durch die alleinige Nutzung der projizierten Blattfläche limitiert, kann zukünftig jedoch durch komplexere Vorhersagemodelle, welche weitere Sorten- oder Standortinformationen hinzuziehen, verbessert werden. Die Entwicklungen der letzten Jahre im Bereich des maschinellen Sehens sind ein Katalysator für die Merkmalsevaluierung in der modernen Gemüsezucht. Beachtet man die technischen Möglichkeiten eines 2D RGB-Verfahrens, stellt dieses in vielen Fällen eine kostengünstige Lösung für eine Objektivierung der Evaluierungen, einen Transfer von invasiven zu nicht invasiven Verfahren, eine Durchsatzsteigerung, oder eine Steigerung der Genauigkeit dar

    Agrivoltaics increases public acceptance of solar energy production on agricultural land

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    Competition for land is a key challenge for decarbonized energy transitions. Open-space solar energy farms are gaining in importance but have large land requirements and displace agricultural production. Agrivoltaics offers a compromise, integrating solar panels into existing farming operations. However, adoption of Agrivoltaics remains limited, as it has lower energy output per hectare and higher installation costs than open-space solar. Here, we compare public attitudes towards Agrivoltaics and open-space solar in Germany, using experimental data from a nationally representative sample. Participants were shown three images of a landscape that only differed in terms of land use, namely an agricultural field without solar, an Agrivoltaics system, and an open-space solar system, together with some technical information. While both solar systems have perceived negative impacts on landscape attractiveness, the impacts are less negative for Agrivoltaics. In comparison to their regular electricity bill, 44% of the participants expressed their willingness to pay more for electricity from Agrivoltaics, compared to 29% for electricity from open-space solar. We also find a higher monetary willingness to pay for Agrivoltaics. These results hold across different agricultural systems, implying that Agrivoltaics could play an important role for socially-acceptable energy transitions. More widespread Agrivoltaics adoption may depend on targeted policy support

    Photoredoxkatalysen mit Titanocenen

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    Titanocen-Katalysatoren bieten vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in verschiedensten chemischen Reaktionen. In der vorliegenden Arbeit wurden elektrochemische und photochemische Methoden sowie das Konzept der Additiv-unterstützten Katalyse für nachhaltigere Synthesen mit Titanocen-Katalysatoren verwendet. Im ersten Teil der Arbeit wird die Synthese neuer chiraler H-Brücken-Donor Additive auf Basis von trans-11,12-Diamino-9,10-dihydro-9,10-ethanoanthracen- und BINOL-Grundgerüsten gezeigt. Mit Hilfe von Cyclovoltammetrie (CV) wurden Wechselwirkungen der Additive mit Titanocenen untersucht. Die Verwendung von ionischen Flüssigkeiten anstelle von konventionellen organischen Lösungsmitteln zeigte in CV-Messungen vielversprechende Ergebnisse für einen potentiellen Einsatz in Titanocen-Katalysen unter Vermeidung von zusätzlichen Additiven oder Elektrolyten. In den folgenden Kapiteln der Arbeit wird der Einsatz von Titanocenen als Photoredoxkatalysatoren untersucht. Mittels CV-Untersuchungen wurde zunächst die Analogie des EqCr-Mechanismus der elektrochemischen Reduktion von Titanocenen mit der reduktiven Löschung photoangeregter Titanocene mit Amin-Quenchern gezeigt. Durch den Einsatz von Additiven kann auch in photochemisch reduzierten Titanocen-Lösungen eine Verschiebung des Cr-Gleichgewichtes erzielt werden. Der positive Effekt von H-Brücken-Donor Additiven in Titanocen-Katalysen wurde am Beispiel der regiodivergenten Epoxidöffnung zu 1,3- und 1,4-funktionalisierten Alkoholen mit dem enantiomerenreinen Menthyl-substituierten Kagan-Komplex gezeigt. Dabei belegen CV-Messungen den Einfluss von unterschiedlich substituierten Sulfonamiden auf das Cr-Gleichgewicht. In zwei weiteren Titanocen-katalysierten Reaktionen, der radikalischen Arylierung von Epoxiden und der Synthese des Tetrahydrofuran-Strukturmotives durch reduktive Epoxidöffnung, konnten Titanocene erfolgreich als Photoredoxkatalysatoren eingesetzt werden. Durch den Verzicht auf externe reduktive Quencher sind diese Reaktionen besonders nachhaltig im Sinne der Grünen Chemie. Außerdem wurde der Einsatz von Titanocenen in der radikalischen Dehalogenierung von Alkyl-, Benzyl- und Arylhalogeniden untersucht, die jedoch bisher keine validen Ergebnisse lieferte. Die Erforschung der Photoredoxchemie von Titanocenen und den Einfluss von Additiven in Photoredoxkatalysen mit Titanocenen liefert somit einen wichtigen Beitrag für das Design nachhaltigerer Synthesemethoden

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