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Ein Schritt ins Leben. Die Befreiten aus dem Ghetto Theresienstadt in der Schweiz: Lebenswege und Erinnerungen
Publishe
Einfluss der Covid-19-Pandemie auf den Lernerfolg Schweizer Schüler:innen und Identifikation von Prädiktoren in der Schulumgebung
Empirischer Hintergrund:
Die Schulschließungen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie stellten alle Beteiligten des Schulsystems vor große Herausforderungen. Empirische Studien zeigen während dieser Zeit einen geringeren Lernzuwachs der Schüler:innen als unter Normalbedingungen1,2,3, allerdings mit hoher Varianz zwischen verschiedenen Studien.1
Die Herausforderungen variierten dabei zwischen den Schulen aufgrund unterschiedlicher kontextueller Bedingungen. So waren die Schulen bei der Etablierung des Fernunterrichts besonders von der Ausstattung des Haushalts der Schüler:innen abhängig.4 Das zeigt sich unter anderem in empirisch nachgewiesenen Zusammenhängen zwischen dem sozioökonomischen Status der Schüler:innen und ihrem Lernerfolg im Fernunterricht.1,5 Auch elterliche Unterstützung hatte einen großen Einfluss auf den Lernerfolg im Fernunterricht.6 Bildungsnähere Eltern konnten ihre Kinder dabei besser unterstützen als bildungsfernere.7,8 Nicht-deutschsprachige Elternhäuser hatten zusätzlich größere Schwierigkeiten bei der Lernunterstützung.9,2 Zu Beginn der Schulschließung mussten Schulen neue Wege zur Distribution der Aufgaben finden10, wobei Unterschiede zwischen ländlichen und städtischen Regionen ebenfalls den Lernerfolg beeinflusst haben könnten.11
Forschungsfragen:
Die Befunde geben Hinweise auf (differenzielle) Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Lernerfolg der Schüler:innen. Die genannten Studien beruhen dabei vorrangig auf querschnittlichen Untersuchungen und/oder kleineren Datensätzen und weisen dabei teils hohe Varianz auf. Um verlässliche Ergebnisse zu generieren, werden Längsschnittstudien mit größeren Datensätzen benötigt.1 Diese Studie untersucht hierfür folgende Forschungsfragen in einer Längsschnittanalyse mit insgesamt N=43’441 Schweizer Schüler:innen:
RQ1: Inwiefern können über den Verlauf der Covid-19-Pandemie Lerneinbußen festgestellt werden?
RQ2: Inwiefern beeinflussen die folgenden theoriebasierten Faktoren in der Umgebung der Schule den Lernerfolg während der Covid-19-Pandemie?
Durchschnittliches Einkommen
Durchschnittlicher höchster Bildungsabschluss
Anteil vorrangig nicht-deutschsprechender Bevölkerung
Anteil sozialhilfebeziehender Schüler:innen
Urbanisierungsgrad
Methodisches Vorgehen:
Die Daten dieser Studie entstammen der digitalen Lernplattform Lernpass plus, welche teilverpflichtende Tests in den Hauptfächern Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik von Schüler:innen der 8. und 9. Klasse umfasst. Diese Daten ermöglichen eine Längsschnittanalyse der Testergebnisse in den Schuljahren 2018-2020 (Kohorte 1, Test in Kl.8 vor den Schulschließungen und in Kl.9 direkt nach den Schulschließungen = “Coronakohrte”), 2019-2021 (Kohorte 2, Test in Kl.8 direkt und in Kl.9 ein Jahr nach den Schulschließungen) und 2020-2022 (Kohorte 3, Test in Kl.8 ein Jahr und in Kl.9 zwei Jahre nach den Schulschließungen = “Nach-Corona-Kohorte“).
Zur Beantwortung von RQ1 wurde der Lernzuwachs der einzelnen Schüler:innen von der 8.-9. Klasse pro Fach berechnet und zwischen den Kohorten verglichen. Dafür wurden längsschnittliche Mehrgruppen-Item-Response-Modelle12,13 berechnet. Die Testergebnisse wurden mithilfe dichotomer Rasch-Modelle geschätzt, wobei die Schwierigkeitsparameter aus Kalibrierungsstudien berücksichtigt wurden. Der Lernzuwachs wurde mit Hilfe latenter Veränderungsmodelle abgeschätzt.14,15 Zur Beantwortung von RQ2 wurden die Veränderungsmodelle durch Regressionsmodelle erweitert, um den Einfluss verschiedener Prädiktoren auf den Lernzuwachs zu analysieren. Dabei wurde die Differenz der Regressionskoeffizienten zwischen den Kohorten berechnet und auf statistische Signifikanz getestet.
Ergebnisse:
Die durchschnittlichen Testergebnisse sowie die Unterschiede zwischen den Kohorten geben Hinweise auf die schlechtesten Testergebnisse unmittelbar nach den und die geringsten Lernzuwächse über die Schulschließungen (Kohorte 1) und den größten Lernzuwachs in Kohorte 2 nach den Schulschließungen. Die Ergebnisse aus Kohorte 3 rangierten in Bezug auf die Leistungsentwicklung zwischen Kohorte 1 und 2.
Die Ergebnisse der berechneten Regressionsmodelle kommen zu keinen konsistenten Ergebnissen. Während sich für Deutsch und Französisch keine Unterschiede zwischen den Kohorten zeigen, finden sich in Englisch statistisch signifikante Unterschiede für das Einkommen, die elterliche Bildung und den Anteil Deutschsprechender sowie in Mathematik für den Anteil sozialhilfebeziehender Schüler:innen.
Diskussion:
Die Hinweise auf Lerneinbußen widersprechen aktuellen PISA-Ergebnissen, die in der Schweiz keine Lerneinbußen sehen.16 Unsere Daten weisen zudem auf Catch-up-Effekte hin. Unsere Daten zeigen kein einheitliches Bild bezüglich des Einflusses der Prädiktoren zwischen den Kohorten.
Auch wenn die Covid-19-Pandemie überwunden scheint, ist die Wahrscheinlichkeit für ähnliche zukünftige Schulschließungssituationen, beispielsweise aufgrund von Krankheitswellen oder Extremwetterereignissen, hoch.17,18 Erfahrungen der Covid-19-Pandemie sollten demnach genutzt werden, um mit Hilfe von Notfallplänen, geförderter Selbstregulation der Schüler:innen oder remedialen Maßnahmen besser reagieren zu können.Schweizerischer NationalfondsPublishe
Teacher Interpretation of Knowledge Spaces: Analysing different visualization features.
To optimally support student learning, teachers need informative assessments of students’ current state of knowledge. This contribution investigates teachers’ ability of interpreting student assessment data presented through Knowledge Space Theory (KST), an assessment framework that measures students’ knowledge states within a network-like structure of competencies. Two research questions (RQ) guide the study: (1) Are assessment results presented in formats typical for KST-based feedback interpretable for teachers in terms of students’ current knowledge and next feasible learning steps? (2) Which visual features of feedback enhance teachers’ interpretation accuracy? To address these questions, a study with at least 100 in-service and pre-service teachers is planned. To answer RQ1, questions focusing on interpreting knowledge states of fictitious students and identifying next feasible learning steps will be presented (e.g., “Is task XY a next feasible learning step for student AB?”). To answer RQ2, versions of knowledge space representations with and without specific visual features (e.g., color-coded next steps, labelled transitions) will be compared in an experimental design. In addition, open-ended questions will be analysed inductively to explore perceived helpfulness of the visualizations more specifically. Findings will be discussed regarding teachers’ ability to interpret KST-based assessment results and potential support based on visual feedback features.Schweizerischer NationalfondsAccepte
Mit Hightech-Geräten und Daten zu kreativen Geschichten
Der Workshop (WS) folgt dem Prinzip eines gemischten Worldcafés – oder treffender: World-Küchenlabors. Die Teilnehmer:innen (TN) arbeiten an separaten Tischen mit je einem Hightech-Gerät und Computer, Stiften und Alltagsproben auf beschreibbaren Tischdecken.
Nach einer 3-minütigen Einführung in das Berzelius-Projekt, die Geräte und Ziele des WS starten die TN mit den Messungen ausgewählter Proben. Videos erläutern die Gerätebedienung; wir stehen unterstützend zur Seite. Nach der ersten Runde bestimmt jede Gruppe eine Person, die am Tisch bleibt, Ergebnisse sichert und die Gruppen beim Messen beobachtet. Im Rotationsprinzip wechseln die TN alle 15 Minuten den Tisch. Zum Schluss stellen die Gruppen ihre Daten und Story-Ideen vor. Diese diskutieren und reflektieren wir gemeinsam.Am besten verstehen wir die Naturwissenschaften (NW), wenn wir sie selbst betreiben, wenn wir sie durch Greifen – Engage! – begreifen. Besondere Vorsicht – Attention! – ist bei zahlengetriebenen NW geboten. Zahlen sind uns vertraut; gerade deshalb täuschen sie leicht Wahrheit vor. Kann es einen richtigen Messwert geben, wenn ihm unzählige falsche gegenüberstehen?
In diesem Workshop präsentieren wir Hightech-Geräte. Nach einem multimedialen Crashkurs zu Funktion und Handhabung generieren die Teilnehmer:innen (TN) eigene Daten aus Proben wie Getränken, Legosteinen, Münzen etc. Dann hinterfragen und diskutieren die TN ihre Ergebnisse, bevor sie Techniken entwickeln, um die Zahlen zu erzählen.
Auf diese Weise animiert das Berzelius Projekt auch Schüler:innen der SekII, eigene Daten zu generieren, zu interpretieren und in «wahre» Geschichten zu packen.Metrohm StiftungAccepte
Antisemitismuskritische Bildung – geschichtliche und religionswissenschaftliche Zugänge
Publishe
Comparison of CAD/CAM and Conventional Microvascular Free Bone Flap in Reconstructive Head and Neck Surgery: A Retrospective Analysis of over 110 Cases
Objectives
Computer-Aided Design and Computer-Aided Manufacturing (CAD/CAM) – techniques are increasingly considered the gold standard for orofacial osseous reconstruction. By facilitating the harvesting and transfer of microvascular bone flaps, CAD/CAM offers potential advantages over conventional methods. Therefore, this study aimed to compare both methods in a large cohort.
Materials and methods
Patients who underwent conventional or CAD/CAM-planned osseous reconstruction with microvascular free flaps between 2000 and 2019 were included. Primary outcomes included osseous union, plate fracture, duration of intensive care (ICU) treatment, ischemic time, surgical time, oncological clearance and red blood cell transfusion requirements (RBT). Confounding factors influencing primary results were also analyzed. Statistical analyses were performed with a multivariate regression model; the level of significance was set to p = 0.050.
Results
A total of 112 patients were included, with 56 cases undergoing conventional reconstruction and 56 receiving CAD/CAM-assisted surgery. Patients in the CAD/CAM-group had significantly shorter ischemic times (p = 0.007), with no disadvantages regarding resection margins (p = 0.509). Nevertheless, reconstruction with scapula osteocutaneous free flaps (SOFF) and reconstruction with deep circumflex iliac artery grafts (DCIA) flaps showed a significant association (p = 0.015 and p = 0.036 respectively) for red blood cell transfusion requirements when performed with CAD/CAM.
Conclusions
CAD/CAM-techniques reduce ischemic time in osseous reconstruction and show no disadvantages regarding clear margin resection. When performing complex reconstructions with chimeric SOFF using CAD/CAM-technique, longer ICU stay and prolonged surgical time was noticed. Furthermore, CAD/CAM-technique is associated with higher requirements for RBT when performing reconstructions with SOFF and DCIA flaps. Nevertheless, these results must be interpreted with caution, as the conventional group included younger patients (mean: 58.66 ± 9.15 years) than the CAD/CAM group (mean: 64.98 ± 10.41 years).
Clinical relevance
CAD/CAM-techniques reveal advantages, such as reduced ischemic time when compared to the conventional technique and enables extensive reconstructive surgery even for older patients. Nevertheless, due to the retrospective character with heterogeneous study groups, further research is highly recommended to evaluate long-term outcomes and further define the role of CAD/CAM in oncologic head and neck reconstruction.Publishe
Mentor Teachers’ Expectations and Evaluations of Online Professional Development Courses
The demand for continuous professional development for teachers that is tailored to their needs, accommodates their busy schedules and offers high-quality learning opportunities has encouraged the creation of programmes for online teacher professional development (oTPD). Research shows that learners achieve a similar level of mastery in online courses as in on-site courses. However, learner characteristics, such as digital and self-regulated learning (SRL) skills, appear to play an important role. Despite the proliferation of oTPD courses in recent years, the understanding of best practice regarding the design, implementation, perception and learning outcomes of such courses remains limited. In this context, oTPD courses for mentor teachers were developed, created and evaluated in this project. This paper focuses on expectations and evaluations of these courses held by mentor teachers (N = 183). Feedback was collected via online questionnaires at three measurement points between December 2023 and March 2024. The mentor teachers held high expectations of oTPD. These expectations appear to have been largely met. The mentor teachers expressed satisfaction with the oTPD and reported various personal benefits. However, there are indications that more social interaction would have been necessary to satisfy mentor teachers' expectations and promote professional development even better. Furthermore, mentor teachers' personal characteristics, including age, digital and SRL skills, appear to have influenced their expectations and evaluations. Although exclusively based on self-reports, the results provide important indications of how to enhance the effectiveness of oTPD courses by integrating more opportunities for exchange and scaffolds to support SRL skills.swissuniversitiesPublishe