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    Die Third Space Theorie als konzeptueller Zugang zur Fremdsprachendidaktik: Über die Affordanzen von Boundary Broker und Spannungsfelder für eine nachhaltige Fremdsprachenlehrer*innenausbildung

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    Dieser konzeptuelle Beitrag erörtert, wie die Third Space Theorie (Bhabha, 1994) als theoretischer Zugang genutzt werden kann, um die Fremdsprachendidaktik zu konzeptualisieren und die komplexen Rollen und erforderten Kompetenzen von Fremdsprachendidaktiker*innen theoretisch weiterzudenken. Die Fremdsprachendidaktik verknüpft Unterrichtsinhalte mit den Lernenden und Lehrenden und stellt vielfältige Beziehungen her zum Praxisfeld sowie zu verschiedenen Gegenstandsbereichen und Bezugsdisziplinen (Leuders, 2015). Daraus entsteht ein dynamischer Wissens- und Diskurs-Zwischenraum (Prusse, 2022). Dieser Zwischenraum umfasst ein konstantes Zusammenspiel zwischen Differenz und Gleichheit und mündet in einer Reihe von Spannungsfeldern (Leuders, 2015), die es im Kontext der Fremdsprachenlehrkräftebildung zu bearbeiten gilt. Die Aufgabe, erfolgreich durch diese Spannungsfelder zu navigieren schlägt sich in den vielfachen und teils ambivalenten Rollen sowie erforderten Kompetenzen von Fremdsprachendidaktiker*innen nieder. Diese sind bisher wenig erforscht (Studer, 2015). Über die Third Space Theorie als theoretischer Begründungsrahmen nähert sich dieser Beitrag dieser Lücke an. Gemäss Bhabha (1994) beschreibt der Third Space einen liminalen Zwischenraum, in dem die erkenntnistheoretischen Rahmen zweier oder mehrerer Kulturen aufeinandertreffen und rigide Kategorien und Dichotomisierungen neu konfiguriert werden. Dadurch entsteht eine «dritte» Kultur, in welcher das (Er)Leben von neuen, hybriden Identitäten durch die konstruktive Bearbeitung der ihr inhärenten Spannungsfelder möglich wird (Bhabha, 1994). Dieser Beitrag theoretisiert die Fremdsprachendidaktik als Third Space, um die komplexen Aushandlungsprozesse innerhalb der Fremdsprachendidaktik und die Entstehung neuer, hybrider Wissensräume zu verstehen, die Herausforderungen, Spannungen und dynamischen Interaktionen zwischen teils konkurrierenden Systemlogiken konstruktiv zu nutzen, sowie diese als produktive Ressource für ihre nachhaltige Weiterentwicklung zu begreifen. Davon abgeleitet differenziert der Beitrag die vielfältigen Rollen von Fremdsprachendidaktiker*innen aus, wobei der Fokus auf der thesenartig-argumentativen Nachzeichnung der Rolle des Brokers (Lunenberg et al., 2014; Willegems et al., 2016) und, spezifisch, jener des „Boundary Brokers“ (Jackson & Burch, 2019) liegt. Durch kontinuierliche Schwellenarbeit bzw. „Thirding“ (Soja, 1996) integrieren Boundary Broker die unterschiedlichen, im Fremdsprachendidaktik-Third-Space aufeinandertreffenden Systemlogiken, bearbeiten dabei aktiv die Spannungen zwischen akademischer Forschung, Politik und Praxis und leisten dadurch einen wertvollen Beitrag zur konstruktiven Zusammenarbeit über starre Grenzen hinweg sowie zur Entwicklung innovativer und nachhaltiger Lösungen. Möglichkeiten einer Erweiterung des doppelten Kompetenzprofils von Fremdsprachendidaktiker*innen um einen „Thirding“-Kompetenzbereich (Soja, 1996) werden nachfolgend aufgezeigt. Ihr Potenzial zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen Fremdsprachendidaktik und des Verständnisses professioneller Kompetenz von Fremdsprachendidaktiker*innen schliessen diesen Beitrag ab.Publishe

    Erinnerung an die Befreiungsaktion und Rezeption

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    Dieses Kapitel widmet sich der Nachgeschichte der Befreiungsaktion vom 7. Februar 1945. Dabei werden zuerst die schweizerische und die internationale Presseberichterstattung aus dem Jahr 1945 untersucht, bevor auf die Rezeption von zwei wichtigen Akteur:innen, Jean-Marie Musy und Recha Sternbuch, eingegangen wird. Anhand der Debatte um Platz- und Strassennamen wird zudem ein Schlaglicht auf gesellschaftliche Diskurse der letzten Jahre in der französisch-, der deutsch- und der italienischsprachigen Schweiz geworfen. Abschliessend wird die Erinnerung an die Befreiungsaktion Theresienstadt–St. Gallen mit anderen Aktionen der Befreiung aus nationalsozialistischen Konzentrationslagern und Ghettos in die Schweiz sowie mit der Aktion Weisse Busse, mit der unter anderem im April 1945 dänische Häftlinge aus dem Ghetto Theresienstadt befreit und nach Schweden gebracht wurden, verglichen.Publishe

    KI und Berufsethos im Lehrberuf

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    Die Bedeutung der psychologischen Grundbedürfnisse von Lehrpersonen für den Unterricht und die Motivation der Schülerinnen und Schüler im Fach Sport

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    Die Theorie der drei psychologischen Grundbedürfnisse besagt, dass das Erleben von Autonomie, Kompetenz und sozialer Eingebundenheit zentrale Determinanten der Entwicklung von Motivation, Wohlbefinden sowie der Leistung von Individuen sind. Während ein grosser Forschungsfundus hinsichtlich der Effekte der psychologischen Grundbedürfnisse von Schülerinnen und Schülern besteht, waren die psychologischen Grundbedürfnisse von Lehrpersonen weit weniger Gegenstand von Forschungsbemühungen. Der vorliegende Beitrag untersucht die längsschnittlichen Effekte der Erfüllung der drei psychologischen Grundbedürfnisse von Lehrpersonen (N=49) auf die Qualität des unterrichtlichen Handelns sowie die direkten und mediierten Effekte auf die Motivation der Schülerinnen und Schüler (N=735). Die Ergebnisse zeigen, dass das Autonomieerleben der Lehrpersonen zu einem kognitiv-motorisch unterstützenden Unterrichtshandeln beiträgt und vermittelt über dieses Unterrichtshandeln die Entwicklung der intrinsischen Motivation der Schülerinnen und Schüler begünstigt. Das Kompetenzerleben sowie die soziale Eingebundenheit konnten keine über das Autonomieerleben hinausgehende Varianz sowohl in Bezug auf den Unterricht als auch auf die Motivation der Schülerinnen und Schüler aufklären. Die Befunde verweisen auf die potenziell bedeutsame Förderung des Autonomieerlebens von Sportlehrpersonen.Schweizerischer NationalfondsPublishe

    e-Kursionen mit VR [Referat]

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    Editorial: Tagungsband des 1. AK Mediendidaktik der DGfE-Sektion Medienpädagogik (MEDIDA24)

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    Die Thematisierung medienpädagogischer Fragen ist seit Mitte der 1990er Jahren in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) organisatorisch verankert; seit 2010 gibt es die eigenständige Sektion Medienpädagogik. Mit über 400 Personen stellt sie etwa 9% aller Mitglieder der DGfE. Die Interessen und Forschungsanliegen dieser grossen Gruppe sind breit gestreut und legen eine Differenzierung nahe, bei der es zugleich auch die Gemeinsamkeit der Sektionsanliegen und –perspektiven im Blick zu behalten gilt. Dem Vorschlag einer Initiativgruppe von Wissenschaftler:innen zur Gründung eines Arbeitskreises Mediendidaktik in der Sektion hat die Mitgliederversammlung 2023 in Hagen zugestimmt. Das erste Treffen des Arbeitskreises fand am 29. und 30. August 2024 an der Universität Duisburg-Essen stand. Vorausgegangen war ein Call for Paper zur Vorstellung aktueller Forschungsvorhaben, in denen es um das Lernen mit digitalen Medien aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive geht. Das zweite Treffen findet statt am 4. und 5. September 2025 an der Pädagogischen Hochschule Zürich. Der Arbeitskreis hat jeweils einen Sprecher /eine Sprecherin, und zwar die Person, die jeweils die nächste Tagung gemeinsam mit einem jeweils neu zusammengesetzten Programmkommittee ausrichtet. Gemeinsam entscheidet diese Gruppe, an wen sie den Staffelstab zur Ausrichtung der nächsten Tagung übergibt. Die Artikel dieses Themenhefts basieren auf den ausgearbeiteten und begutachteten Vollbeiträgen der zuvor bereits ausgewählten Einreichungen bzw. Präsentationen auf der Tagung.Publishe

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