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Untersuchungen zur familiären und genetischen Disposition des Pankreaskarzinoms und des Zusammenhangs mit weiteren malignen Tumorerkrankungen anhand einer Selbsthilfegruppe
Pankreaskarzinome (PC) zählen zu den tödlichsten Krebserkrankungen mit einer geringen 5-Jahres-Überlebensrate und limitierten Therapiemöglichkeiten. Ein Standard-Screening gibt es bislang nicht, daher gewinnt die Identifizierung von Hochrisikopatienten (HRI) an Bedeutung.
In dieser Studie wurde eine ausführliche Krebs- und Familienanamnese bei 156 PC-Patienten (IP) des AdP e.V. durchgeführt. Bei 15,4% der IP war mindestens ein gesichertes PC in der Verwandtschaft (VWS) bekannt. Dies übertrifft die bisher in der Literatur angenommenen Werte. Die Geschwister der IP sind signifikant häufiger an einem PC erkrankt (4,2%) als die restliche VWS (p < 0,01). Es sind noch weitere PC bei ihnen zu erwarten. Geschwister werden bislang nicht für Vorsorgeuntersuchungen berücksichtigt. Es konnte kein Zusammenhang zwischen
multiplen Krebserkrankung der PC-Patienten und positiver PC-Familienanamnese oder einem vermehrten Vorkommen von Krebserkrankungen in der VWS festgestellt werden (jeweils p > 0,05). Bei Familien mit multiplen PC lassen sich signifikant mehr Krebserkrankungen in der VWS feststellen (p < 0,01). Zur Evaluierung des Krebsrisikos spielen daher auch multiple PC in der VWS eine Rolle.
Zudem sind in der VWS ersten Grades der PC-Patienten in Relation zu Anzahl der Verwandten signifikant mehr Angehörige an Krebs erkrankt als in den weiteren VWS-Graden (p < 0,01). Zukünftig sollte neben Verwandten ersten Grades auch verstärkt auf Geschwister von Personen mit PC geachtet werden. PC der jüngeren VWS-Generationen bleiben zukünftig spannend zu beobachten.Pancreatic cancer (PC) is one of the deadliest cancers with a low 5-year survival rate, poor prognosis and limited treatment options. Standard screening does not yet exist, so the identification of high-risk individuals (HRI) is becoming increasingly important.
In this study, a detailed cancer and family history was taken from 156 PC-patients (IP) of the AdP e.V. In 15.4% of the IP, at least one confirmed PC was known in the family. This exceeds the values previously assumed in the literature. The siblings of the IP are significantly more likely to have PC (4.2%) than the rest of the family (p < 0.01). Further PC is to be expected in them. Siblings have not yet been taken into account for preventive examinations. No correlation was found between multiple cancers in PC patients and a positive family history of PC or an increased incidence of cancer in the VWS (p > 0.05 in each case). In families with multiple PC, significantly more cancers were found in the family (p < 0.01). Multiple PC in the family therefore also play a role in the evaluation of cancer risk.
In addition, significantly more relatives in the first-degree family of PC patients have cancer than in other family-degrees (p < 0.01).
In future, in addition to first-degree relatives, more attention should also be paid to siblings of people with PC. PC in the younger generations of the family will remain interesting to observe in the future
Slides zum Workshop "Open-Access-Publizieren"
In diesem Themenraum warfen wir einen Blick auf verschiedene Aspekte des Publizierens im Spannungsfeld zwischen Faktoren wie Offenheit, Reputation und Kommerzialisierung.
Es wurden Wege des (offenen) Publizierens beleuchtet, rechtliche Rahmenbedingungen – insbesondere im Hinblick auf Creative-Commons-Lizenzen – erläutert und Fördermöglichkeiten durch die UB Marburg vorgestellt
Exkursion durch Wiener Bibliotheksstandorte 16.-19.10.2023 : Bericht der gemeinsamen Baukommission von dbv und VDB
Die gemeinsame Baukommission von dbv und VDB1 setzte im Oktober 2023 ihre Exkursionsreihe mit
einer Fahrt zu den lebendigen und innovativen Bibliotheksstandorten in Wien fort. Auf dem Programm
standen die neue Bücherei Seestadt Aspern, die Bibliothek und der Campus der Wirtschaftsuniversität
Wien, der neue Lesesaal der Bibliothek der Österreichischen Akademie der Wissenschaften,
der Data Visualisation Space an der TU Wien Bibliothek, die Hauptbücherei der Büchereien Wien, die
Parlamentsbibliothek, die Österreichische Nationalbibliothek sowie optional das Learning Center der
Johannes-Kepler-Universität Linz. Neben fünf Mitgliedern der Baukommission nahmen 23 Personen,
größtenteils Bibliothekar*innen beider Sparten, teil
Slides zum Workshop "Bequem oder souverän? Der Cloud-basierte Arbeitsplatz der Zukunft"
Dieser Themenraum widmete sich der Frage, wie moderne Arbeitsplätze in Verwaltung, Forschung und Lehre sowohl benutzerfreundlich als auch souverän gestaltet werden können – am konkreten Beispiel von openDesk, einer innovativen Open Source Arbeitsplatzplattform. Die Teilnehmenden konnten im Rahmen einer Hands-on-Session mit der Plattform arbeiten, um eigene Use-Cases zu entwickeln
Characteristics, therapy, and outcome of rare functioning pancreatic neuroendocrine neoplasms
Functioning pancreatic neuroendocrine neoplasms other than insulinomas and gastrinomas (rf-pNENs) are exceptionally rare tumours. Thus, their characteristics and long-term prognosis have not been well defined. This article aims to present data and experience from a single institution concerning this topic. Twelve of 216 (5.5%) patients with pNENs operated between 2002 and 2022 in the ENETS Centre of Excellence Marburg had rf-pNENs and their data were retrospectively analysed. We identified three vasoactive intestinal polypeptide producing pNENs, four glucagonomas and five calcitoninomas. The tumour could be visualised by preoperative imaging in all 12 patients, and six patients had distant metastases at the time of diagnosis. The tumour was located in the pancreatic tail in nine patients and the median tumour size was 82 (range 12–220) mm. Eleven patients underwent tumour resections (two robotic, nine conventional), nine of which were R0. After a median follow-up of 75 (range 1–247) months, six patients were alive, five of whom had no evidence of disease. All patients who remained disease-free had an initial R0 resection of the primary tumour and no initial liver involvement. This study sheds light on the distinct characteristics and outcomes of these exceedingly rare tumours, offering insights for improved understanding and management.Gefördert durch den Open-Access-Publikationsfonds der UB Marburg
Potential determinants for COVID-19 outbreaks, outbreak duration, courses, and mortality rates in geriatric long-term care in Hesse during the first four COIVD-19 waves
Ziel: In dieser Dissertation werden die Determinanten und Auswirkungen von COVID-19-Ausbrüchen in geriatrischen Langzeitpflegeeinrichtungen in Hessen eingehend untersucht. Durch eine integrative Analyse von Daten aus drei Teilstudien werden Zusammenhänge zwischen Einrichtungsmerkmalen, Personalqualifikation, Infektions- und Sterblichkeitsraten sowie spezifischen Risiken in Private-Equity-geführten Pflegeheimen beleuchtet.
Material: Für die Untersuchung wurden Daten aus verschiedenen Quellen herangezogen, darunter Informationen von der Hessischen Betreuungs- und Pflegeaufsicht, dem AOK-Bundesverband und dem Statistischen Bundesamt. Die Daten umfassen detaillierte Angaben zu 687 geriatrischen Langzeitpflegeeinrichtungen, welche einerseits die Anzahl der Ausbrüche, deren Dauer und die Infektionsquoten unter Mitarbeitenden und Bewohner:innen, sowie deren Sterblichkeit und andererseits Größe und Ausstattung, Lage, Personalausstattung und -qualifikation, Zuzahlungshöhe und Profitorientierung umfassen.
Methode: Es wurden retrospektiven Kohortenstudien, mit verschiedenen statistischen Verfahren, darunter logistische Regressionen, deskriptive Statistiken und t-Tests angewendet.
Ergebnisse: Die Analyse ergab, dass größere Pflegeheime signifikant öfter (+1,57, p = .009) und längere (+10,04 Tage, p > .001) Ausbrüche von COVID-19 verzeichneten. Ein weiterer Zusammenhang zeigte sich zwischen dem Anteil an examinierten Pflegekräften und der Anzahl sowie Dauer der Ausbrüche: ein höherer Anteil an qualifiziertem Personal war mit einer geringeren Anzahl an Ausbrüchen (-0,1, p = .036) und einer kürzeren Dauer (-6,02 Tage, p > .001) assoziiert. Des Weiteren wurde ein Zusammenhang zwischen einem höheren Anteil an Einzelzimmern und der Ausbruchsdauer (-4,5 Tage, p = .004) und den Infektionsraten für Bewohner:innen (-5,3%, p < .001) gemessen. Zudem wurde festgestellt, dass Infektionen unter den Bewohnerinnen und Bewohnern (+24,26 Tage, p < .001) und dem Personal (+22,98 Tage, p < .001) die Dauer der Ausbrüche verlängert haben. Weiterhin waren ein größerer Anteil an infiziertem Personal (+12,8%, p < .001) sowie die Gewinnorientierung der Pflegeheime (+5,1%, p < .001) mit einer erhöhten Infektionsrate unter den Bewohner:innen verbunden. Im Vergleich zu anderen Einrichtungen zeigten Private-Equity-geführte Pflegeheime eine um das 5,38-fache erhöhte Wahrscheinlichkeit für Infektionen und Todesfälle (p < .05).
Diskussion: Die Ergebnisse verdeutlichen die zentrale Rolle von Struktur- und Personalmerkmalen in der Prävention und Kontrolle von COVID-19-Ausbrüchen in geriatrischen Langzeitpflegeeinrichtungen. Insbesondere die Bedeutung von examinierten Pflegekräften und Einzelzimmern zur Reduzierung der Ausbruchshäufigkeit und -dauer wird hervorgehoben. Die signifikanten Zusammenhänge zwischen Einrichtungsgröße, Infektionsraten und dem Eigentumsverhältnis unterstreichen die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen und regulativer Eingriffe. Schlussfolgerungen: Für das Infektionsmanagement in Langzeitpflegeeinrichtungen sind angepasste Strukturen und qualifiziertes Personal von großer Bedeutung. Eine verstärkte Regulierung und Transparenz, insbesondere in Private-Equity-geführten Einrichtungen, wird als essenziell für die Verbesserung der Pflegequalität und den Schutz der Bewohner:innen sowie des Personals erachtet.Objective: This dissertation thoroughly investigates the determinants and effects of COVID-19 outbreaks in geriatric long-term care facilities in Hesse. Through an integrative analysis of data from three sub-studies, relationships between facility characteristics, staff qualifications, infection and mortality rates, and specific risks in private equity-managed nursing homes are highlighted.
Material: The study utilized data from various sources, including information from the Hessian Supervisory Authority for Care and Guardianship, the AOK Federal Association, and the Federal Statistical Office. The data includes detailed information on 687 geriatric long-term care facilities, covering the number of outbreaks, their duration, and infection rates among staff and residents, as well as their mortality, and the size, location, staffing and qualifications, co-payments, and profit orientation of the facilities.
Method: Retrospective cohort studies were conducted, applying various statistical methods, including logistic regressions, descriptive statistics, and t-tests.
Results: The analysis revealed that larger nursing homes significantly more often (+1.57, p = .009) and longer (+10.04 days, p > .001) recorded outbreaks of COVID-19. Another link was found between the proportion of certified nursing staff and the number and duration of outbreaks: a higher proportion of qualified staff was associated with a lower number of outbreaks (-0.1, p = .036) and a shorter duration (-6.02 days, p > .001). Furthermore, an association was measured between a higher proportion of single rooms and the outbreak duration (-4.5 days, p = .004) and the infection rates for residents (-5.3%, p < .001). In addition, infections among the residents (+24.26 days, p < .001) and staff (+22.98 days, p < .001) were linked to extended duration of outbreaks. Moreover, a larger proportion of infected staff (+12.8%, p < .001) and the profit orientation of the nursing homes (+5.1%, p < .001) were associated with an increased infection rate among the residents. Compared to other facilities, private equity-managed nursing homes showed a 5.38 times higher likelihood of infections and deaths (p < .05).
Discussion: The results highlight the central role of structural and staff characteristics in the prevention and control of COVID-19 outbreaks in geriatric long-term care facilities. In particular, the importance of certified nursing staff and single rooms in reducing the frequency and duration of outbreaks is emphasized. The significant correlations between facility size, infection rates, and ownership status underline the need for targeted measures and regulatory interventions.
Conclusions: For infection management in long-term care facilities, adapted structures and qualified staff are of great importance. Increased regulation and transparency, especially in private equity-managed facilities, are considered essential for improving care quality and protecting the residents and staff
Expression of Osteopontin in M2 and M4 Intrinsically Photosensitive Retinal Ganglion Cells in the Mouse Retina
Purpose: Melanopsin-expressing intrinsically photosensitive (ip) retinal ganglion cells (RGCs) can be divided into six different subtypes (M1 – M6). Yet, specific markers exist for only some of these subtypes that could be employed to study the function of individual subtypes. Osteopontin (Spp1) marks αRGC, suggesting that, across ipRGCs, it would only mark the M4-ipRGC subtype (synonymous to ON-sustained αRGCs). Recent evidence suggests that osteopontin expression could spread to other ipRGC subtypes. Therefore, this study aims to characterize the expression pattern of osteopontin across ipRGC subtypes in mice.
Methods: Single-cell RNA (scRNA-seq) sequencing data from murine RGCs were analyzed to identify expression patterns of Spp1 across ipRGCs. Immunohistochemistry (IHC) was performed on retinal cryosections and flatmounts from C57BL/6J mice to characterize the localization of osteopontin across ipRGCs. Neurite tracing was employed to study dendritic morphology and identify individual ipRGC subtypes.
Results: scRNA-seq analysis revealed Spp1 expression in two distinct clusters of ipRGCs. IHC confirmed osteopontin colocalization with neurofilament heavy chain, an established marker for αRGCs, including M4-ipRGCs. Spp1 immunoreactivity was moreover identified in one additional group of ipRGCs. By dendritic morphology and stratification, those cells were clearly identified as M2-ipRGCs.
Conclusions: Our findings demonstrate that osteopontin is expressed in both M2- and M4-ipRGCs, challenging the notion of osteopontin as a marker exclusively for αRGCs. IHC double-labeling for osteopontin and melanopsin provides a novel method to identify and differentiate M2 ipRGCs from other subtypes. This will support the study of ipRGC physiology in a subtype -specific manner and may, for instance, foster research in the field of optic nerve injury.Gefördert durch den Open-Access-Publikationsfonds der UB Marburg
A Data Storage, Analysis, and Project Administration Engine (TMFdw) for Small- to Medium-Size Interdisciplinary Ecological Research Programs with Full Raster Data Capabilities
Over almost 20 years, a data storage, analysis, and project administration engine (TMFdw) has been continuously developed in a series of several consecutive interdisciplinary research projects on functional biodiversity of the southern Andes of Ecuador. Starting as a “working database”, the system now includes program management modules and literature databases, which are all accessible via a web interface. Originally designed to manage data in the ecological Research Unit 816 (SE Ecuador), the open software is now being used in several other environmental research programs, demonstrating its broad applicability. While the system was mainly developed for abiotic and biotic tabular data in the beginning, the new research program demands full capabilities to work with area-wide and high-resolution big models and remote sensing raster data. Thus, a raster engine was recently implemented based on the Geo Engine technology. The great variety of pre-implemented desktop GIS-like analysis options for raster point and vector data is an important incentive for researchers to use the system. A second incentive is to implement use cases prioritized by the researchers. As an example, we present machine learning models to generate high-resolution (30 m) microclimate raster layers for the study area in different temporal aggregation levels for the most important variables of air temperature, humidity, precipitation, and solar radiation. The models implemented as use cases outperform similar models developed in other research programs.
Dataset: The link to the datasets is as follows: https://respect.app.geoengine.io (accessed on 29 November 2024).Gefördert durch den Open-Access-Publikationsfonds der UB Marburg
Prognostic relevance of intertumoral heterogeneity in relation to typical pathological markers in multifocal neuroendocrine tumors of the small intestine (SI-NEN)
Die Entstehung von neuroendokrinen Tumoren des Jejunums und Ileums sowie ihre genetischen Ursachen und Auslöser sind bis heute ungeklärt. Eine Komplettgenom-Sequenzierungsstudie aus dem Jahr 2021 konnte keine genomische Überlappung zwischen den vermuteten Primärtumoren und den synchronen Nebentumoren feststellen, was auf eine genetische Unabhängigkeit der einzelnen Tumoren hinweist. Es besteht jedoch noch Unklarheit darüber, ob sich die Erkenntnisse der somatischen Unabhängigkeit auch auf morphologischer Ebene darstellen lassen.
Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung der intertumoralen Heterogenität grundlegender diagnostischer Marker, des WHO-Grades, des SSTR2-Rezeptorstatus und der immunogenen Tumormikroumgebung und ihre möglichen Auswirkungen auf die Diagnosealgorithmen und das Gesamtüberleben der Patienten. Die Studie umfasste 146 Tumore von 28 Patienten mit multifokalen SI-NEN.
Die Ergebnisse zeigten, dass in fast 80% der untersuchten Fälle der WHO-Grad, basierend auf dem Ki-67-Index, in den größten Tumoren und den synchronen Nebentumoren übereinstimmte. In den wenigen Fällen, in denen keine Übereinstimmung des WHO-Grades zwischen dem führenden Primärtumor und den Nebentumoren bestand, waren die meisten Fälle höhergradige Befunde des größten Tumors mit weiteren kleineren Tumoren niedrigeren Grades.
Bei den neuroendokrinen Markern Synaptophysin und Chromogranin A wurde eine starke und diffuse Expression in allen Tumoren festgestellt. Bei den für SI-NEN typischen Markern CDX2 und Serotonin, wurde eine große Unterschiedlichkeit in der Expression innerhalb der Patienten beobachtet. Unterschiede in der Expression von CDX2 zwischen dem größten Primärtumor und den Nebentumoren traten in 50% der Fälle auf, und eine abweichende Serotonin-Expression wurde in 32% der Fälle beobachtet.
Ebenfalls abweichende Befunde ließen sich in der Expression des Somatostatin-Rezeptors darstellen. Auffällig war, dass bei den meisten Patienten mindestens ein Tumor eine starke Rezeptor-Expression zeigte, während weitere synchrone Tumoren negativ getestet wurden. Diese Entdeckung liefert eine mögliche Erklärung dafür, dass im Rahmen von funktionellen Somatostatin-Rezeptor Bildgebungen die Diagnose von multifokalen SI-NETs oftmals nicht möglich ist.
In der abschließenden statistischen Auswertung der Untersuchung der intertumoralen Heterogenität multifokaler SI-NEN verglichen mit Überlebensdaten von Patienten mit unifokalen SI-NETs ließ sich kein signifikanter Einfluss auf das Gesamtüberleben der Patienten im Vergleich zu unifokalen Tumoren darstellen.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Studie erstmals zeigen konnte, dass morphologische Heterogenität in Bezug auf die typischen histopathologischen Marker vielfältig ist und in großer Zahl innerhalb der unterschiedlichen Läsionen bei multifokalen SI-NEN auftritt. Gleichzeitig unterstreicht diese Studie auch, dass die klinische Relevanz dieser beschriebenen Heterogenitäten in Bezug auf die Aussagekraft zum Fortschreiten der Erkrankung und dem Gesamtüberleben der Patienten begrenzt ist. Eine Rechtfertigung für eine extensive Ausweitung der histopathologischen Diagnostik und Analyse jeder einzelnen Läsion lässt sich nicht rechtfertigen.
Insbesondere die Proliferationsaktivität mittels Ki-67 Grading lässt sich ausreichend beurteilen, wenn sich die Diagnostik auf den größten, am weitesten fortgeschrittenen Tumore beschränkt.The origin of neuroendocrine tumors of the jejunum and ileum, as well as their
genetic causes and triggers, remain unclear to date. A 2021 whole-genome
sequencing study failed to detect genomic overlap between the suspected
primary tumors and synchronous secondary tumors, suggesting genetic
independence of the individual tumors. However, it is still unclear whether the
findings of somatic independence can also be represented at the
morphological level.
The aim of this work was to investigate the tumor heterogeneity between
primary and multifocal lesions with basic diagnostic markers, WHO grade,
SSTR2 receptor status, and immunogenic tumor microenvironment and their
potential impact on diagnostic algorithms and overall patient survival. The
study included 146 tumors from 28 patients with multifocal SI-NEN.
The results showed that in almost 80% of the cases studied, the WHO grade,
based on the Ki-67 index, was matched in the largest tumors and synchronous
secondary tumors. In few cases, there was no concordance of WHO grade
between the leading primary tumor and the synchronous tumors. Most cases
were higher-grade findings of the largest tumor with additional smaller tumors
of lower grade.
The neuroendocrine markers synaptophysin and chromogranin A were found
to be strongly and diffusely expressed in all tumors. For the markers CDX2 and
serotonin, typical of SI-NEN, a large variability in expression was observed
within patients. Differences in CDX2 expression between the largest primary
tumor and secondary tumors occurred in 50% of cases, and aberrant serotonin
expression was observed in 32% of cases.
Aberrant findings could be depicted in somatostatin receptor 2a (SSTR2a)
expression. Strikingly, at least one tumor showed a strong expression of
SSTR2a in most patients, whereas other synchronous tumors were negative.This finding provides a possible explanation for the fact that functional
somatostatin receptor imaging often fails to diagnose multifocal SI-NEN.
In the final statistical analysis of the study of intertumoral heterogeneity of
multifocal SI-NENs compared with survival data of patients with unifocal SINETs,
no significant impact on the overall survival of patients compared with
unifocal tumors could be presented.
In conclusion, the study underlying this dissertation was able to demonstrate
for the first time that the primary and multifocal lesions are characterized by
morphologic heterogeneity based on standard histopathologic markers. At
the same time, this study highlights that the above described heterogeneity
has a limited clinical relevance in terms of disease progression and overall
patient survival. A single patient histopathologic diagnosis and analysis of each
single lesion would not ameliorate the patient prognosis.
In particular, the assessment of the tumor grade in the primary lesion could be
sufficient for the secondary lesions, thus excluding any further diagnostics
Vineta-Korpus
Das Vineta-Korpus besteht aus Transkriptionen von drei deutschen und drei italienischen Gesprächen, die die Grundlage für meine Studie "Intonatatorische Verfahren im Deutschen und im Italienischen. Gesprächsanalyse und autosegmentale Phonologie" (Niemeyer, 2001) bilden. Genauere Angaben zur Charakterisierung der Gespräche, zu den Gespächsteilnehmern und den Aufnahmebedingungen finden sich in Kap. 4.1.4 dieser Studie.
Die in Kap. 5 der Studie analysierten Äußerungspaare sind in der Transkription anklickbar und können gehört werden, wenn im Browser ein geeignetes Audio-Plugin installiert ist