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    Linguistic practices for achieving intersubjectivity in paired oral examinations

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    Die Studie untersucht Intersubjektivität als zentrale Facette von L2-Interaktionskompetenz in mündlichen Paarprüfungen im Deutschen als Fremdsprache. Basierend auf 21 simulierten Prüfungen mit Lernenden auf den Niveaus von A2 bis C1 werden sprachliche Praktiken analysiert, die zum Aufbau gemeinsamen Verständnisses beitragen. Die Ergebnisse zeigen ein breites Spektrum niveauspezifischer Entwicklungen: von einfachen, oft aus der L1 übertragenen Hörersignalen auf den niedrigeren Niveaus bis zu differenzierten Rückmeldungen, elaborierten Ko-Konstruktionen und situativ eingebundenen Selbstreparaturen auf den höheren Niveaus. Die Befunde verdeutlichen, dass Interaktion in der L2 spezifische Anforderungen aufweist, die gezielt gefördert und in Prüfungsbewertungskriterien berücksichtigt werden sollten. Daraus ergeben sich Implikationen für Unterricht, Prüfungsdesign und zukünftige Forschung zu intersubjektiver Sprachverwendung in der L2.This study examines intersubjectivity as a key component of L2 interactional competence in German as a foreign language within paired speaking tests. Drawing on 21 simulated examinations with learners from A2 to C1 levels, the analysis focuses on linguistic practices used to establish shared understanding. The findings reveal clear, level-specific developments: from simple listener signals, often transferred from the L1, at lower levels to more nuanced feedback, elaborated co-constructions, and contextually integrated self-repairs at higher levels. Results highlight that L2 interaction entails specific demands that require targeted pedagogical support and explicit consideration in assessment criteria. The study offers implications for language teaching, test design, and further research into intersubjective language use in L2 contexts

    „entweder sind et grundslächte Lüde – aodder se sind varückt“: Depictions of Social Democracy in Low German texts from the 19th Century by Louis Stabenow and Augustin Wibbelt

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    Vor dem Hintergrund, dass die niederdeutsche Literatur – namentlich die Lyrik – in den 1870er Jahren verstärkt politische Themen aufgriff, fällt auf, dass der Aufstieg der Sozialdemokratie und die zeitgenössischen Debatten darüber kaum in niederdeutschen Texten thematisiert wurden, obwohl der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV) zwei seiner Wahlerfolge bei den Reichstagswahlen 1874 in Schleswig-Holstein verbuchen konnte. Allerdings setzten im 19. Jahrhundert zwei niederdeutsche Prosatextreihen die Auseinandersetzung mit der Sozialdemokratie in ihr Zentrum oder machten sie zumindest zu einem wichtigen Sujet: Für Louis Stabenows Textsammlung Wordennig as Hinnerk un Krüschan op Fehmarn över de Socialdemokraten snackt (1874/76) ist sie das Hauptthema, in Augustin Wibbelts Drüke-Möhne-Texten aus dem Ludgerusblatt (1891–96) ist dieser Inhalt zumindest anfangs von Relevanz. Beide Textreihen werden hinsichtlich wichtiger Kontexte ihres Entstehens, ihres Inhalts und besonders der Art, wie die Sozialdemokratie dargestellt wird, verglichen. Dabei zeigen sich deutliche Parallelen besonders hinsichtlich ihrer medialen Kontexte und auch ihrer rhetorischen Verfahren (Alterisierung, Pathologisierung, räumliche Distanzierung), aber auch autorspezifische Unterschiede. Die größere Differenziertheit der Darstellung bei Wibbelt zeigt sich noch stärker in einem weiteren Werk dieses Autors – De Strunz von 1902. Abschließend wird die Frage behandelt, warum die niederdeutsche Literatur des 19. Jahrhunderts die Sozialdemokratie kaum thematisierte. Neben diskursiven Gründen wird zur Erklärung besonders das symbolische Kapital bestimmter Themen angeführt, das der Beschäftigung mit der Sozialdemokratie nicht zukam.Against the backdrop of the fact that Low German literature, particularly poetry, took up more political themes in the 1870s, it is striking that the rise of Social Democracy and the contemporary debates about it were hardly addressed in Low German texts, although the General German Workers’ Association (ADAV) could record two of its election successes in Schleswig-Holstein at the Reichstag elections in 1874. However, in the 19th century, two Low German prose text series placed the confrontation with Social Democracy at their center or at least made it a significant subject. For Louis Stabenow’s text collection Wordennig as Hinnerk un Krüschan op Fehmarn över de Socialdemokraten snackt (1874/76), it is the main theme, while in Augustin Wibbelt’s Drüke-Möhne texts from the Ludgerusblatt (1891–96), this content is at least relevant in the beginning. Both text series are compared in terms of important contexts of their creation, content, and especially the way Social Democracy is represented. The parallels between their medial contexts and rhetorical procedures (alteration, pathologization, spatial distancing) are notable, but also author-specific differences are evident. The greater differentiation of the representation by Wibbelt is even more pronounced in another work by this author – De Strunz from 1902. Finally, the question is addressed of why Low German literature of the 19th century hardly addressed Social Democracy. In addition to discursive reasons, the symbolic capital of certain themes is cited as an explanation. This symbolic capital was not attributed to the thematization of Social Democracy.

    Susanne Beck, Der magisch-hymnische Text des Papyrus AMS 23b (pLeiden I 347) und derfalkenköpfige Krokodilgott Horus imi-Schenut, Ägyptologische Abhandlungen 84(Wiesbaden, 2023), VII-XI, 1-322, ISBN 978-3-447-11990

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    Die hier zu besprechende Publikation bildet die Habilitationsschrift der Autorin, die aus zwei Teilen besteht. Im ersten Teil wird die nach eigener Aussage erste zeitgemäße Edition der ägyptischen Handschrift pAMS 23b (pLeiden I 347) vorgelegt. Der zweite Teil ist im Stil einer kleinen monographischen Abhandlung über den im 9. oberägyptischen Gau beheimateten Gott Horus imi-Schenut gehalten

    "Take it to the streets, to the screens, and back again!": Zur Veränderung von Praktiken rund um Protestschilder der Fridays-for-Future-Bewegung

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    „SKOLSTREJK FÖR KLIMATET“ stand auf dem Schild, mit dem Greta Thunberg im August 2018 ihren Schulstreik für das Klima begann und damit die weltweite Protestbewegung Fridays For Future entfachte, die seither den Interdiskurs zum Thema Klima im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft, Alltagswelt und Politik und zwischen jüngeren und älteren Generationen wesentlich prägte. Schilder sind zentrale Elemente dieser Bewegung. In diesem Beitrag werden Prozesse der Entextualisierung und Rekontextualisierung von Protestschildern im Rahmen der Fridays-for-Future-Bewegung (FFF) diskutiert, die sich durch die massiven sozialen Veränderungen im Zuge der Corona-Krise zwischen März und Mai 2020 entwickelten, als die Aktivitäten der FFF-Aktivist*innen für eine gewisse Zeit in den digitalen Raum verlegt wurden. Der Beitrag analysiert Protestschilder als diskursives Phänomen und etabliertes Element im Handlungs- und Kommunikationsrahmen Protest. Im sozio-historischen Kontext der Corona-Krise veränderten sich nicht nur einige der zentralen Schlüsselwörter und Topoi des Klima-Diskurses – Stichwort Klimakrise –, sondern auch performative Aspekte der Verwendung von Schildern der Fridays-For-Future-Bewegung. Verschiedene Formen der Rekontextualisierung der Protestschilder in physisch-räumlichen wie auch digitalen Kontexten bewirken letztlich auch Veränderungen in etablierten Praktiken des Protestgeschehens. „SKOLSTREIK FÖR KLIMATET“ reads the sign that Greta Thunberg used to start her own school strike for climate. It subsequently sparked the worldwide protest movement Fridays For Future, which has substantially affected interdiscourse on the topic of climate in the area of tension between science, the everyday world and politics, and between the older and younger generations. Signs are key elements in this movement. In this paper, processes of the entextualisation and recontextualisation of signs in the Fridays For Future (FFF) movement will be discussed that have recently evolved due to the massive social change caused by the Corona crisis between March and May 2020, which has led FFF-activists to move their activities to the digital world for a certain period of time. The paper analyses protest signs as a discourse phenomenon and as an established element in the action and communication framework of protesting. Within the socio-historical context of the Corona crisis, not only did some of the central key words and topoi of climate discourse - in particular, ‘climate crisis’ - undergo change, but so did some performative aspects of sign usage in the FFF movement. Certain forms of protest sign recontextualisation in both physical and digital contexts ultimately effect change in established protest practices

    Schlüsselkonzepte im deutschen Mediendiskurs zum Klimawandel: Eine korpuslinguistische Verlaufsstudie der Diskursverschiebungen ab 2003

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    Dieser Beitrag behandelt den Diskurs zum Klimawandel in nationalen und überregionalen  Zeitungen und Magazinen der Bundesrepublik Deutschenland ab dem Jahr 2003. Er fokussiert die Diskursphase von Mai 2018 bis einschließlich September 2019, in welche die durch die schwedische Aktivistin Greta Thunberg maßgeblich ausgelösten weltweiten Klimaproteste fallen. Diese wird vor der Folie einer längere Diskursphase analysiert, die vom Jahr 2003 bis einschließlich 2013 reicht. In diese Zeit fallen der vierte Bericht der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) im April 2007, die bis dato größte und bedeutendste Klimakonferenz in Kopenhagen (COP 15) im Dezember 2009 sowie die deutsche Energiewende im Juni 2011. Es zeigt sich eine Diskursverschiebung von einer naturwissenschaftlich geprägten Phase über eine lokale Problemlösungsperiode bis hin zum aktuellen Klimawandeldiskurs als Gesellschaftsdebatte. This article deals with the discourse on climate change in national and supra-regional newspapers and magazines in Germany from 2003 onwards, focusing on the discourse phase from May 2018 to September 2019, during which the worldwide climate protests triggered by the Swedish activist Greta Thunberg take place. This is analysed against the backdrop of a longer discourse phase that extends from 2003 to 2013. This period includes the fourth report of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in April 2007, the largest and most important climate conference to date in Copenhagen (COP 15) in December 2009, and the German energy system transformation in June 2011. The analysis shows two discursive shifts: In the early phase of observation, the discourse is dominated by natural science perspectives, then changes into a debate about local problem solutions and finally, in the most recent phase of discourse, becomes a broad debate about the condition of our society

    Editorial: Maschinelle Textanalyse – Forschungsbiographien zwischen Trend und Disruption

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    Linguistik, Computerlinguistik, Natural Language Processing: Sprache als gemeinsamer Nenner?

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    Der Beitrag diskutiert die unterschiedlichen Perspektiven auf Sprache, die von verschiedenen Disziplinen, die sich mit sprachlichen Phänomenen beschäftigen, eingenommen werden. So teilen sich die traditionelle Linguistik, die Computerlinguistik und das Forschungsfeld Natural Language Processing zwar das Interesse an natürlicher Sprache, sie unterscheiden sich jedoch teilweise erheblich in ihren Erkenntnisinteressen, Methoden und Wissenschaftskulturen. Diskutiert wird die Rolle der Sprache in den jeweiligen Forschungsbereichen aus der Perspektive einer in allen drei Bereichen beheimateten, aber oft mit ihrer Zugehörigkeit zu den einzelnen Disziplinen und deren Vereinbarkeit ringenden Wissenschaftlerin. Am Beispiel eines Forschungsprojekts zur (semi-)automatisierten Erforschung von Sprachhandlungsmustern wird das Spannungsfeld zwischen qualitativer Sprachwissenschaft und computergestützter Modellierung aufgezeigt. Im Fokus steht dabei die Frage, wie komplexe Forschungsfragen aus den Geisteswissenschaften für automatisierte Analysen abstrahiert und operationalisiert werden können, damit eine interdisziplinäre Annäherung und Zusammenarbeit gelingt. The paper discusses the different perspectives on language taken by various disciplines that deal with linguistic phenomena. While traditional linguistics, computational linguistics, and the field of Natural Language Processing share an interest in natural language, they differ significantly in their research objectives, methods, and academic cultures. The role of language in these research areas is discussed from the perspective of a scholar working across all three fields, often struggling with disciplinary affiliation and compatibility. Using a research project on the (semi-)automated investigation of pragmatic patterns as an example, the paper highlights the tension between qualitative linguistic research and computational modeling. The focus is on how complex research questions from the humanities can be abstracted and operationalized for automated analyses to enable interdisciplinary approaches and collaboration

    Ein Randbereich der Linguistik:: Eine Meta-Analyse der Forschung zum sprachlichen Altern

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    Die linguistische Forschung zu Sprache und Kommunikation im höheren Lebensalter gewann in den letzten Jahrzehnten an Dynamik. Ist sprachliches Altern ein ‚normales‘ Thema der Linguistik geworden? In Form einer Meta-Analyse zeigt der Beitrag, welche Schwerpunkte sich in dieser Entwicklung abzeichnen: Die Analyse bezieht 40 englischsprachige Studien zu 14 Objektsprachen aus den letzten 30 Jahren ein und untersucht Altersdefinitionen, Kommunikationssituationen, methodische Zugänge sowie zugrundeliegende Erwartungen an sprachliches Altern. Im Ergebnis stellt sich der Forschungsbereich als ausdifferenziert dar, ressourcenorientierte Ansätze sind in allen Teilbereichen präsent. In diesem Panorama zeichnen sich intersektionale Felder ab, die Alter und Altern mit Herausforderungen in Verbindung setzen: Stereotype und Elderspeak, kognitive Krankheitsbilder, Problemfelder der Gender-Forschung. Diese stärkere Betonung von Ressourcen und andererseits fortdauernde Orientierung an den Herausforderungen und Problemen sprachlichen Alterns lässt sich einerseits mit gesellschaftlichen Altersbildern, andererseits mit Bedarfen anwendungsorientierter Forschung erklären. Linguistic research on language and communication in later life became more dynamic over the past decades. Did linguistic ageing become a normal topic in linguistics? In the form of a meta-review of empirical research from the last 30 years, we show which topics crystallized in this research domain. The analysis includes 40 English language articles dealing with 14 languages, focusing on definitions of age, the included communication settings, methodological decisions and the underlying expectations concerning losses or gains associated with linguistic ageing. The results demonstrate this research domain to reveal itself as being very varied, with a keen interest in linguistic resources, and only partly in the phenomena of linguistic decline. Moreover, intersectional relations emerge in a number of fields associating linguistic ageing with challenges: Stereotypes and the effects of Elderspeak, complications in health care communication, cognitive diseases, and gender-related issues. In conclusion, the linguistic interest in ageing as represented in our sample focuses on many different topics and includes more focus on resources than deficits. This could be explained as reflecting the general discourse on aging as well as the need for applied research

    Was (nicht) gesagt werden muss.: Umkehr diskursiver Machtverhältnisse und alternativer Common Sense in ableismuskritischen Diskursräumen

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    Der Beitrag widmet sich einem in der Linguistik bislang wenig betrachteten Feld diskriminierender Sprachhandlungen: Ableismus (‚Behindertenfeindlichkeit‘). Am Beispiel des Diskurses um angemessene Personenbezeichnungen für Menschen mit Behinderung wird rekonstruiert, wie unterschiedliches Wissen – unterschiedliche Common Senses – die klassischen (massenmedialen) Elitediskurse einerseits und marginalisierte (behindertenaktivistische) Diskurse in den Sozialen Medien andererseits prägen. Ein Fokus der Analyse liegt darauf, was in den beiden ‚Diskursräumen‘ jeweils nicht gesagt werden muss. Dabei zeigt sich, dass der untersuchte marginalisierte Diskurs sprachlich-rhetorische Verfahren dominanter Diskurse nutzt und damit lokal Machtverhältnisse umkehrt. This article is dedicated to a field of discriminatory speech acts that has so far received little attention in linguistics: ableism. Using the example of the discourse on appropriate personal designations for people with disabilities, it reconstructs how different knowledge – different common senses – shape the classic (mass media) elite discourses on the one hand and marginalised (disability activist) discourses in social media on the other. One focus of the analysis is on what does not need to be said in each of the two ‘discourse arenas’. It shows that the marginalised discourse uses linguistic and rhetorical procedures of dominant discourses and thus reverses power relations locally

    Jenische – Sprache, Sprechergruppe und Identität jenseits der Norm

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    Der Beitrag stellt die wenig bekannte, obwohl Jahrhunderte alte transnationale europäische Minderheit der Jenischen und ihre Sprache, das Jenische, vor. Hierfür werden nach einer terminologischen Klärung zum Jenischen vor dem Hintergrund und in Abgrenzung zum Rotwelschen die Gruppe der Jenischen sowie die jenische Sprache soziolinguistisch und sprachstrukturell vorgestellt. Dazu wird nach einer sprachtypologischen Einordnung des Jenischen der Fokus auf dessen Lexik, Semantik und Grammatik sowie auf die varietätenlinguistische Klassifizierung des Jenischen gelegt. Zudem werden Ansätze von Normierungsbemühungen dargelegt. Weiterhin wird der aktuelle, seit 20 Jahren währende politische Kampf der Jenischen um Anerkennung als Minderheit mit eigener Minderheitensprache in Deutschland nachgezeichnet, der die Situation in der Schweiz (Anerkennung des und der Jenischen) auf Deutschland übertragen soll. This article presents the little-known, although centuries-old, transnational European Yenish minority and their language, Yenish. After a terminological clarification of who the Yenish people are as a group and what the Yenish language constitutes, Yenish is presented and classified from a sociolinguistic and linguistic-structural perspective. Starting with a linguistic typological classification of Yenish, the focus is placed on its lexis, semantics and grammar as well as on the classification of Yenish in terms of variety linguistics. In addition, approaches to standardization efforts are presented. Furthermore, the current political struggle of the Yenish for recognition as a minority with its own minority language in Germany, which has been going on for 20 years, is traced, which is intended to transfer the situation in Switzerland (recognition of the Yenish [language]) to Germany

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