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    „Daten Archivieren”: Lebensabschnitt oder komplementärer Gesamtprozess? Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Forschungsdatenmanagement und Langzeitarchivierung im deutschsprachigen Raum

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    Was ist digitale Langzeitarchivierung? Und wann findet sie statt? Zur Beantwortung dieser Fragen sowie zur Ermittlung von Möglichkeiten einer stärkeren Kooperation untersucht dieser Beitrag die Definition und Verortung von Langzeitarchivierung innerhalb der deutschsprachigen Communities anhand von zwei weit verbreiteten Werkzeugen: dem Datenlebenszyklusmodell sowie dem nestor Siegel Kriterienkatalog. Durch ein Mapping der nestor Siegel Kriterien auf Aufgaben der Lebensabschnitte wird aufgezeigt, dass Archivierung von Beginn an mitgedacht werden muss

    Co-Teaching in CLIL: Teaching and learning among (non-)experts

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    Diese Studie befasst sich mit Co-Teaching im CLIL-Kontext (Content and Language Integrated Learning), insbesondere mit der Zusammenarbeit zwischen Sprach- und Fachlehrkräften in einem universitären Mathematik-Fachsprachenkurs. Es werden In-situ-Interaktionen innerhalb unterschiedlicher Co-Teaching-Teams mittels qualitativer Inhaltsanalyse von Unterrichtsaufzeichnungen und ergänzenden Stimulated-Recall-Interviews untersucht und deren Multiperspektivität und Kompetenzentwicklung analysiert. Die Studie untersucht, wie Teams unterschiedliche Expertisen koordinieren und Rollen in kooperativen Lehr-Lernsituationen aushandeln. Die Analyse zeigt, dass Co-Teaching in diesem Kontext gegenseitiges Lernen fördert, wobei sich die Lehrkräfte als Wissensressourcen nutzen und Ansätze einer gemeinsamen Unterrichtsidentität („we-ness“) entwickeln. Die Ergebnisse legen nahe, dass interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Überwindung starrer Rollenverteilungen beitragen kann.The study explores co-teaching in the context of Content and Language Integrated Learning (CLIL), focusing in particular on collaboration between language and subject teachers in a university-level mathematics language course. It examines in situ interactions within co-teaching teams using qualitative content analysis of audio-recordings from non-participant classroom observations and complementary stimuated-recall interviews and analyses their multi-perspectivity and competence development. The study investigates how teams coordinate different areas of expertise and negotiate roles in cooperative teaching and learning situations. The analysis shows that co-teaching in this context fosters mutual learning, with teachers using each other as knowledge resources and developing approaches toward a shared teaching identity (‘we-ness’). The results suggest that interdisciplinary collaboration can help overcome rigid role divisions

    Splitting of pronominal adverbs as a stereotype of Low German: Stigmatization from above or below?

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    Eine umstrittene Frage in der germanistischen Sprachwissenschaft betrifft die Rolle der Grammatiker im Vertikalisierungsprozess des Deutschen: Inwiefern prägen sie die Variantenauswahl für eine überregionale deutsche Standardvarietät? Im Mittelpunkt des Beitrags steht die Spaltung von Pronominaladverbien (z. B. da weiß ich nichts von) als eine Struktur, die in Grammatiken des 17. und 18. Jahrhunderts thematisiert und stigmatisiert wird. Standardsprachlich etabliert sich diese Variante nicht, während sie in einigen Dialekten und regionalen Umgangssprachen erhalten bleibt. Ihre Stigmatisierung in metasprachlichen Werken wird im Zusammenhang mit einer Indexikalisierung der Spaltungskonstruktion als Stereotyp des Niederdeutschen in literarischen Dialektadaptionen des 16. bis 18. Jahrhunderts untersucht. Dabei wird diskutiert, inwiefern eine Stigmatisierung sprachlicher Merkmale von oben – im Sinne gebrauchsunabhängiger Präskriptionen, die die Grammatiker aus sich heraus entwickeln und entgegen dem gängigen Sprachgebrauch durchsetzen – oder von unten – im Sinne von in der Sprachgemeinschaft bereits angelegten Tendenzen und Stereotypen, die die Grammatiker lediglich nachträglich kodifizieren und weiterverbreiten – stattfindet. Die Ergebnisse der Untersuchung sprechen im Fall der Spaltungskonstruktion für eine Stigmatisierung von unten.A controversial question in German linguistics concerns the role of grammarians in the verticalization process of German: To what extent do they shape the choice of variants for a standard supra-regional German variety? The article focuses on the splitting of pronominal adverbs (e. g. da weiß ich nichts von) as a structure that is addressed and stigmatized in 17th and 18th century grammars. This variant has not become established in standard German, while it has been preserved in some dialects and regional colloquial languages. Its stigmatization in meta-linguistic works is examined in relation to an indexi-calization of the splitting construction as a stereotype of Low German in literary dialect adaptations of the 16th to 18th centuries. The extent to which a stigmatization of linguistic features takes place from above – in the sense of usage-independent prescriptions that grammarians develop of their own accord and enforce contrary to common usage – or from below – in the sense of tendencies and stereotypes already established in the linguistic community, which grammarians merely codify and disseminate retrospectively – is discussed. In the case of the splitting construction, the results of the study speak in favour of stigmatization from below

    Fandom Voices: Leben im/mit Fandom: Dreizehn Fragen an Lorelei

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    Achtung, Radarkontrolle!

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    Psychological Factors in Research Data Management

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    Data sharing and open science are increasingly emphasized as a means to increase transparency and reproducibility in science. Despite the consensus on the importance of research data management (RDM), the public availability of data sets remains limited, and researchers often fail to share data upon request. This study explores the psychological mechanisms underlying RDM intentions, using the Theory of Planned Behavior (TPB) as a framework. TPB, a prominent theory in psychology, links beliefs about behavior to intentions and actual behavior, taking into account attitudes, subjective norms, and perceived behavioral control. This paper applies the theory to RDM, addressing the ambivalence researchers experience towards data sharing, characterized by simultaneous positive and negative evaluations. Empirical analysis of a reused data set supports the existence of ambivalent attitudes towards data sharing. Furthermore, we provide insights from psychological literature as well as anecdotal evidence from practical RDM-service experience to discuss all three factors (attitudes, subjective norms, and perceived behavioral control). To address these factors in practice, we propose strategies for RDM staff and institutions, that emphasize transparent communication, supportive environments, and practical resources that pave the way for good RDM. However, addressing psychological factors concerning data publication can only overcome a small part of barriers to data sharing, and structural changes are needed first

    Bedarfsanalyse zur Entwicklung von Software und anderen Services für Forschungsdatenmanagement

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    Beteiligte im Datenzyklus brauchen Software für Forschungsdatenmanagement (FDM), um Daten FAIR zu machen. Die Entwicklung bedarfsgerechter FDM-Software erfordert ein tiefes Nutzerverständnis. Zur Erfassung von Erfahrungen und Erwartungen im Datenzyklus wurden 15 Interviews mit Data Stewards und Forschenden durchgeführt. Die Befragten erwarten von FDM-Software für heiße Forschungsdaten vor allem Annotationsfunktionen, abgestuftes Rechtemanagement, An- und Einbindung weiterer Software sowie Automation. Anhand der kategorisierten Interview-Aussagen wurden drei Personas modelliert (Dr. Steward, Gloria Giver, Tom Taker) und persona-spezifische User Stories als Vorformen von Software-Anforderungen formuliert. Die Interview-Aussagen und Personas sind nützlich für die Entwicklung von FDM-Software und weiteren FDM-Services wie Informations-Materialien, Schulungen und Beratungen

    Forschungsdatenmanagement für alle: Universitätsweite Einführung von Chemotion ELN

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    In diesem Artikel möchten wir aus Sicht der Beteiligten von den Erfahrungen berichten, die mit der Einführung eines Elektronischen Laborbuchs (engl. electronic lab notebook, ELN) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg gemacht wurden. Mit der zunehmenden Digitalisierung von Forschung wächst der Druck auf die Akteure, ihren Workflow ebenfalls zu digitalisieren. Die instituts- oder wie im Fall der Universität Würzburg gar universitätsweite Einführung eines ELN ist eine komplexe Aufgabe, deren erfolgreiche Umsetzung und Akzeptanz durch die Forschenden von vielen Faktoren abhängt. Der Weg der Universität Würzburg zeigt prototypisch eine kostengünstige und gelungene Einführung eines ELN, wie sie auch an anderen Universitäten erfolgen kann

    Publikation von Forschungsdaten an der Hochschule Hannover: Aktuelle Entwicklungen und Untersuchung der bisherigen Praxis auf dem Schriftenserver SerWisS

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    Das Managen und Publizieren von Forschungsdaten ist in den letzten Jahren in Niedersachsen in den Fokus gerückt. Seit 2023 unterstützen mehrere Projekte den Aufbau des Forschungsdatenmanagements (FDM). Das Joint Lab Future Libraries & Research Data legt dabei den Fokus auf die Entwicklungen an der Hochschule Hannover (HsH). Im Rahmen einer Bestandsaufnahme des FDMs an der HsH wurden die Publikationen auf dem Server für Wissenschaftliche Schriften der Hochschule Hannover (SerWisS) untersucht: In 22 Fällen wurde mehr als eine Datei publiziert, die ergänzenden Dateien beinhalteten in 21 Fällen Forschungsdaten. Die erste dieser Publikationen erfolgte bereits 2010, die meisten erschienen jedoch vor wenigen Jahren. Die Qualität der Forschungsdaten wurde nach Krassnig (2024) beurteilt: In den meisten Fällen illustrierten die zusätzlichen Dateien zwar das Forschungsergebnis, lieferten jedoch keine Rohdaten und machten es damit nicht vollständig reproduzierbar. Insgesamt liefert dieser Artikel eine Bestandsaufnahme des FDMs an der HsH und in Niedersachsen und ergänzt diese durch die Untersuchung der bisherigen Publikationspraxis auf SerWisS. Es wurden bereits gute Grundlagen dafür geschaffen, dass das FDM in Zukunft FAIRer wird. Damit auch dieser Artikel dazu beiträgt, wurden die Forschungsdaten der beschriebenen Untersuchung unter einer offenen Lizenz publiziert und sind im Artikel verlinkt

    Softwarezentrierter Ansatz zur Langzeitarchivierung von Forschungsdaten: Softwareerhaltung und Emulation als Absicherungfür eine langfristige Nutzbarkeit von Daten

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    Die langfristige Erhaltung von Forschungsdaten erfordert mehr als die Bewahrung von Bits (Bitstream-Preservation), da Forschungsdaten als komplexe digitale Artefakte einzustufen sind und ihren wissenschaftlichen Nutzen erst durch softwarebasierte Verarbeitung entfalten können. Für die langfristige Erhaltung ist daher entscheidend, ob geeignete Software für die Nutzung zur Verfügung steht und praktisch einsetzbar ist. Angesichts der Vielfalt von Datenformaten und der Heterogenität von Forschungsdatensätzen erschient eine vollständige (manuelle) Vorausausauswahl, Standardisierung der Datenformate sowie Vorkuratierung aller anfallender Datensätze weder praktikabel noch finanzierbar. Stattdessen wird eine softwarezentrierte Strategie in Kombination mit Emulation als infrastruktureller Ansatz vorgeschlagen, die disziplinübergreifend implementiert werden kann und als Absicherung in der Breite dienen soll

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